Gedankenkontrolle: Die neue Tatort-Folge aus wissenschaftlicher Sicht

Sind die Ideen zur Fernsteuerung von Gedanken Science oder Science-Fiction?

Der Tatort vom 29.3.2020 – “Krieg im Kopf” – verknüpft einige Ideen des “Gehirnkriegs” aus der Zeit des Kalten Kriegs (50 Jahre Brain Warfare) mit Entwicklungen der Hirnforschung. Im Folgenden möchte ich aus wissenschaftlicher und philosophischer Sicht diskutieren, wie realistisch die in der Serie dargestellten Szenarien sind. Wer fürchtet, dabei zu viel über die Handlung zu erfahren, möge sich den Tatort erst selbst ansehen. Es lohnt sich!

Um was für Technologien geht es konkret? Erstens, eine Bundeswehrsoldatin, die seit einem Suizidversuch querschnittsgelähmt im Rollstuhl sitzt, kann dank einer Gehirn-Computer-Schnittstelle wieder laufen, jedenfalls ein bisschen; zweitens, mithilfe eines elektronisch ausgerüsteten Helms werden Eigenschaften wie Aggressivität, Aufmerksamkeit oder Wachheit von Soldaten ferngesteuert; drittens, mit einer Strahlenwaffe werden in einer Zielperson aus der Ferne körperliche Prozesse gestört, bis hin zum Herzstillstand; und viertens, mit dieser (oder einer ähnlichen) Strahlenwaffe kann auf das Gehirn einer Zielperson dahingehend eingewirkt werden, dass diese Halluzinationen und Wahnzustände erlebt und unter Umständen sogar Gewalttaten und Suizid begeht.

Gehirn-Computer-Schnittstellen

Der Reihe nach: Gehirn-Computer-Schnittstellen (oder englisch Brain-Computer-Interfaces, BCI) gibt es: Elektrische oder physiologische Signale können im Gehirn aufgezeichnet – etwa mittels implantierter Elektroden, eines EEG-Geräts oder fMRT-Scanners – und an einen Computer gesendet werden. In verschiedenen Anwendungen konnte damit buchstabiert, eine Prothese gesteuert oder auch “Brain Pong” gespielt werden, wie hier in einem Werbefilmchen der Virginia Tech School of Neuroscience dargestellt wird.

Wer das Original-Pong auf dem Atari noch kennt, dem dürfte der überproportional große Cursor (Pong-Schläger) auffallen – siehe zum Vergleich diesen Sketch von Gray Bright, der mit dem Atari-Gründer Nolan Buschnell die Idee von “Brain Pong” auf den Arm nimmt. Je größer der Cursor, desto einfacher das Spiel. Das sagt uns schon etwas über die Genauigkeit dieses Verfahrens. Das Filmchen von Virginia Tech stammt übrigens vom April 2018, ist also relativ aktuell.

Etwas allgemeiner formuliert: Diese Versuche bauen auf der Idee des Biofeedbacks – oder, wer es so nennen will: Neurofeedbacks – auf. Durch die Rückmeldung (engl. Feedback) körperlicher Signale an die Versuchsperson (z.B. in Form des sich bewegenden Cursors) lernt diese, bestimmte physiologische Reaktionen zu kontrollieren. Das kann etwa zur Stressreduktion verwendet werden oder, wie meine Kollegin Jonna Brenninkmeijer genauer untersuchte, zur Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizits-/Hyperaktivitätsstörung ADHS.

Dieser Unterschied ist wichtig, denn er macht deutlich, dass die Schnittstellen keine Gedanken lesen. Der Computer erkennt und interpretiert schlicht aufgrund seiner Programmierung ein Hoch- oder Runter-, Stopp- oder Start-Signal. Das Verfahren setzt nur voraus, dass wir physiologische Reaktionen derart beherrschen – oder dies zur Not lernen können –, dass diese als hinreichend stabile Muster erkannt werden. Das hat vereinzelt zwar Forscher dazu veranlasst, vollmundig von “Gedankenlesen” oder gar “Gehirn-Telepatie” zu sprechen. Doch wie ich hier kürzlich diskutierte, sind solche Aussagen übertrieben (Mensch in Körper und Gesellschaft: Was heißt Freiheit?).

Querschnittslähmungen überwinden

Nun kontrolliert die Soldatin im Tatort über ein scheinbar ins Gehirn implantiertes Gerät ihre Beine derart, dass sie wieder laufen kann. Bei einer Querschnittslähmung wurden die Nervenbahnen in der Wirbelsäule durchtrennt. Dabei entscheidet die Höhe der Trennung über die Schwere der Lähmung. In meinem Zivildienst betreute ich einen Mann, dem bei einem Autounfall die Nerven auf Höhe des dritten oder vierten Halswirbels (C3 oder C4 genannt) durchtrennt wurden. Er konnte gerade noch seinen Kopf, sein Gesicht und nur noch sehr eingeschränkt die Arme bewegen.

Zum Leidwesen solcher Patienten wachsen die verletzten Nerven nicht einfach so wieder zusammen, was zu einer Selbstheilung führen könnte. Bei neueren Versuchen probiert man zum Beispiel, einen Träger aus Spinnenseide zu konstruieren, an dem die Nervenfasern zueinander wachsen, so wie etwa die Ranken des Weinstocks an ihrem Gerüst. Dass das schon Behinderte geheilt hätte, ist mir nicht bekannt.

Beim Versuch über eine Gehirn-Computer-Schnittstelle probiert man es über eine externe elektrische Verbindung, die unterhalb der Verletzung die entsprechenden Nerven stimuliert und damit Bewegungen erzeugt. Dieses Verfahren befindet sich meines Wissens im Stadium erster Gehversuche. Aber mit Blick auf die Tatort-Folge können wir zu dem Fazit kommen, dass die (eingeschränkte) Heilung der querschnittsgelähmten Soldatin in einigen Jahren durchaus Realität sein könnte.

Soldaten mit Super-Helm

Damit kommen wir zum zweiten Beispiel, dem Helm. Es gibt tatsächlich Versuche, durch Verwendung von Neurotechnologie etwa die Aufmerksamkeit oder den Stress von Soldaten im Einsatz zu überwachen und mit Verfahren wie der Transcraniellen Magnetstimulation (TMS) zu beeinflussen. Die Beeinflussung – oder Verbesserung – wird von manchen auch im Rahmen der Neuroenhancement- beziehungsweise Gehirndoping-Debatte diskutiert. In der Tatort-Folge wurde das Verfahren so dargestellt, dass man die entsprechenden psychischen Fähigkeiten mit einem Schieberegler auf der Benutzeroberfläche der Steuerungssoftware stufenlos herauf- oder herunterregeln kann.

Auch hier will ich erst noch einen allgemeinen Punkt anmerken: Wenn man sich überlegt, ob man Aggressivität, Aufmerksamkeit oder Fokussierung mit technologischen, pharmakologischen oder rein psychologischen (denken wir etwa an Meditation) Mitteln beeinflussen kann, dann sollte man einen Moment bei der Natur dieser Begriffe innehalten. Es handelt sich um Wörter, die uns selbstverständlich erscheinen, weil wir in diese Sprache – mit Wittgenstein könnte man sagen: dieses Sprachspiel – hineingewachsen sind. Das nennt man manchmal auch unsere “Alltagspsychologie”, also die Art und Weise, wie wir es gewohnt sind, über uns als Menschen mit Gedanken, Erfahrungen und Gefühlen zu sprechen.

Ein kurzer Blick auf Googles Ngram Viewer, der die Häufigkeit bestimmter Wörter in einer Textsammlung von (u.a. deutschen) Büchern veranschaulicht, zeigt aber, dass etwa “Fokussierung” vor 1980 kaum verwendet wurde. Sogar “Aggressivität” scheint erst seit ca. 1900 im Deutschen in nennenswerter Zahl vorzukommen. “Aufmerksamkeit”, wobei nicht klar ist, inwiefern es hier auch um eine Verwendung im Sinne von “Geschenk” geht, oder “Liebe” lassen sich demgegenüber schon viel länger in den Büchern finden, mindestens seit 1800. Noch deutlicher ließe sich das an psychischen Störungen zeigen: Auf einmal sind ganz viele “hysterisch” oder haben sie “multiple Persönlichkeiten”, “Burn-out” und so weiter – und ein paar Jahre später wird kaum noch darüber geredet (Aus Sicht der Wissenschaftstheorie).

Auf Grundlage der von Google digitalisierten Bücher sieht man, dass manche psychologischen Begriffe erst seit einigen Jahrzehnten verwendet werden (der Übersicht halber hier nur die Jahre 1940 bis 2000). Das erinnert uns daran, dass die Art und Weise, wie wir über uns selbst sprechen, kulturell und historisch geprägt ist. Quelle: Google Books NGram Viewer

Auch wenn manche solche philosophischen Fragen nerven, kann man doch nicht von der Hand weisen, dass man erst einmal wissen muss, was Aufmerksamkeit überhaupt ist, wenn man sie wissenschaftlich untersuchen oder gezielt beeinflussen will. Fachfremde würden sich wahrscheinlich wundern, wie viele unterschiedliche Definitionen – in Fachkreisen nennt man es auch “Operationalisierungen” – von “Aufmerksamkeit” Psychologen, Hirnforscher, Mediziner und wer noch alles verwenden. Oder um bei der Liebe zu bleiben: Eine ehemalige Studentin von uns hat in einem privaten Hobbyprojekt über hundert Menschen in Berlin dazu befragt, was Liebe eigentlich ist – und ungefähr hundert unterschiedliche Antworten bekommen.

Begriffliche Unschärfe

Wenn man im Supermarkt Tomaten kaufen will, dann wissen die allermeisten (aus unserem Kulturkreis) wahrscheinlich nicht nur, wonach sie suchen müssen, sondern auch wo sie das finden werden (nämlich in der Gemüse-Abteilung). Wenn man stattdessen Gemüse kaufen will, dann wird es abstrakt: Obwohl es zweifellos Gemüse im Supermarkt gibt, kann man es nicht so kaufen, wie Tomaten. Nun ist unser Gehirn nicht so aufgebaut wie ein Supermarkt, und gibt es keine Abteilungen wie für die verschiedenen Produkte oder Gemüsesorten. Man weiß also weder genau, wonach man sucht, noch, wo man es genau findet.

Unter dem heutigen Produktivitätszwang haben natürlich die wenigsten Forscher noch Zeit dafür, sich mit solchen tiefgreifenden Fragen zu beschäftigen. Wer grübelt, publiziert nicht – und ohne Publikationen verlieren Forscher ihre Stellen oder zumindest Karrierechancen (“publish or perish”). Deshalb verwendet man ganz pragmatisch diejenigen Definitionen, die für das Ausführen von Experimenten und Publizieren wissenschaftlicher Arbeiten nützlich sind.

Diese begriffliche Unschärfe rächt sich aber spätestens dann, wenn man etwa diese Eigenschaft “Aufmerksamkeit” in der Praxis beeinflussen will. Natürlich ist das nichts, womit sich das Tatort-Team auseinandersetzen müsste. In diesem Artikel geht es aber um wissenschaftliche Fragen. Und darum will ich darauf hinaus, dass man zwar mit ganz unterschiedlichen Verfahren – Drogen, Medikamenten, elektrischer Stimulation, Tanz, Meditation und so weiter – Eigenschaften beeinflussen kann, die man als “Aufmerksamkeit” bezeichnen könnte. Man sollte aber nicht denken, dass es darum so etwas wie ein “Aufmerksamkeitsmodul” im Gehirn gäbe. Und das war tatsächlich auch einer der Fallstricke für die bildgebende Hirnforschung, der inzwischen zu erheblicher Ernüchterung geführt hat.

Das heißt, man sollte nicht davon ausgehen, dass es im Gehirn oder irgendwo sonst im Körper ein einfaches Merkmal gibt, das man in Aufmerksamkeit übersetzen könnte, wie man mit einem Drehschalter die Lautstärke seiner Musik beeinflussen kann. In diesem Sinn mein Fazit zu dem zweiten Aspekt aus dem Tatort: Ja, mit elektrischer Stimulation lassen sich prinzipiell psychische Eigenschaften beeinflussen. Man darf sich das aber nicht zu einfach vorstellen.

Genauso, wie es bisher keine Glückspille gibt oder keinen Liebestrank, auch wenn man seit Jahrhunderten danach sucht, gibt es dafür kein elektrisches Modul in einem Helm. Zwar könnte man die genannten Eigenschaften grob beeinflussen, würde dabei aber auch viele andere Prozesse verändern. Und das ruft nicht nur zahlreiche Nebenwirkungen auf den Plan, sondern stößt irgendwann auch an seine natürliche Grenze. So kommt es dann ja auch in der Tatort-Folge zum Zusammenbruch der Soldatin, an der die Funktion des Helms ausprobiert wurde.

Strahlenwaffen

Bei der dritten Frage ging es darum, ob man mit einer Strahlenwaffe aus der Ferne in den Körper eingreifen und so unter Umständen sogar einen Herzstillstand hervorrufen könnte. Das ist nun nicht mein Fachgebiet. Aber prinzipiell kann man Energie, sei es in Form von elektromagnetischen Wellen oder Licht (Laser), auf ein bestimmtes Ziel richten. Wir wissen ja, dass sogar beim Telefonieren mit einem schlichten Mobiltelefon ein Teil der Strahlung vom Körper als Wärme absorbiert wird. Deshalb gibt es Grenzwerte dafür, wie stark die elektromagnetischen Wellen sein dürfen.

Wenn man sich nun nicht um solche Grenzwerte scheren muss, weil man eine Waffe entwickelt, und dann auch noch Details über Gewebe im Körper (etwa des Herzmuskels) kennt, dann halte ich es durchaus für möglich, aus der Ferne einen tödlichen Schaden anzurichten. Das kann man mit anderen Waffen natürlich auch, wenn auch vielleicht weniger unauffällige. Mein Fazit zum dritten Punkt ist also, dass ich so eine Strahlenwaffe für realistisch halte.

Gedankenfernsteuerung

Ob sich damit, wie bei der vierten Frage, aber gezielt im Gehirn Halluzinationen oder Wahnzustände erzeugen lassen, ist ein anderes Thema. Aus dem, was ich vorher schrieb, wurde schon deutlich, dass weder die psychologische noch die neurologische Materie trivial ist und hier auch unsere Begriffe schnell an ihre Grenzen stoßen. Nun wissen wir, dass man durch bestimmte Substanzen, seien es Drogen, Medikamente oder Gifte, stark auf die Gedanken, Erfahrungen und Gefühle eines Menschen einwirken kann; aber auch zum Beispiel durch Stress, Drohungen, Gewalt oder, im positiven Sinne, eine Massage, einen Spaziergang oder einen Strandurlaub.

In der Tatort-Folge wird das nun so dargestellt, dass man aus der Ferne mit der Strahlenwaffe nur auf das Gehirn der Zielperson zielen, einen Knopf drücken muss und schon bekommt der- oder diejenige im Fadenkreuz Halluzinationen und Panik. Das halte ich nun wirklich für Science-Fiction. Mit der Strahlenwaffe könnte man vielleicht Gewebe zerstören oder auf alle Arten von Gehirnprozessen einwirken. Bis zu einem gewissen Grade würde aber erst einmal gar nichts passieren, denn unser Körper hat ja ein bestimmtes Kompensationsvermögen. Und ab einer gewissen Grenze könnte unvorhersehbar schlicht alles passieren.

Man vergleiche das Szenario einmal mit dem Aufwand eines Neurochirurgen, der beispielsweise einen Tumor aus dem Gehirn seines Patienten entfernt. Dieser kann sich oft nicht einmal auf die funktionellen Aufnahmen aus dem Hirnscanner verlassen, sondern wird während der Operation mit elektrischer Stimulation direkt im Gehirn überprüfen, ob das eventuell zu entfernende Nervengewebe eine entscheidende Funktion, etwa die Sprache, beeinflusst. (Solche Operationen müssen also am wachen Patienten durchgeführt werden.) Und das ist eine viel breitere Kategorie als eine Halluzination etwa mit dem konkreten Inhalt, dass die Kommissarin den durchgedrehten Ex-Soldaten vor sich sieht, den sie ein paar Tage vorher im Sinne der Nothilfe erschießen musste.

Wenn jemand bei einem anderen unbemerkt Halluzinationen hervorrufen wollte, dann würde er das wohl am ehesten durch die Gabe einer halluzinogenen Droge machen. Der Inhalt der Halluzinationen wäre aber ungewiss. So etwas sollte man aber nicht einmal im Spaß machen, denn das ist nicht nur ein strafbarer Eingriff in die körperliche Unversehrtheit, sondern kann beim Betroffenen auch schwere Panik auslösen. Der weiß dann ja gar nicht, wie ihm geschieht und wird wahrscheinlich denken, dass er jetzt verrückt geworden ist.

Mein Fazit zum vierten Punkt ist also, dass ich so eine Manipulation von außen beim heutigen Kenntnisstand für unmöglich halte. Und selbst wenn man über Drogen Halluzinationen und Wahnzustände auslöst, lässt sich deren Inhalt nicht kontrolliert steuern. Das schließt natürlich nicht aus, dass man in einem bestimmten kulturellen oder religiösen Kontext, wie es beispielsweise in Südamerika seit Langem mit Ayahuasca gemacht wurde und heute auch in Nordamerika oder Europa populärer geworden ist, bestimmte Erfahrungen wahrscheinlicher machen kann. Diese Personen werden dann durch Geschichten und Rituale darauf vorbereitet, meinetwegen blaue Engel oder so etwas Ähnliches zu sehen. Im christlichen Kontext gibt es das sicher auch mit Gebeten, Buße, Selbstgeißelung, Visualisierung von Heiligen und so weiter.

Gehirnkrieg der CIA

Eine historische Fußnote scheint mir aber noch wichtig: Das Tatort-Team setzt die Entwicklung dieser Wunderwaffen nämlich in Bezug zu dem eingangs erwähnten Gehirnkrieg. Der Titel “Krieg im Kopf” ist dann wahrscheinlich auch kein Zufall. Treue Telepolis-Leser wissen natürlich, dass die CIA in Projekten wie MKULTRA in den 1950er und 1960er Jahren versuchte, mit Drogen und psychologischen Tricks bis hin zu Folter gezielt psychische Vorgänge zu beeinflussen. Die Dokumente sollten Anfang der 1970er zerstört werden. Aufgrund eines Fehlers bei der Lagerung blieben viele aber erhalten und kam das Projekt schließlich ans Tageslicht. In der Tatort-Folge heißt es, dass daran auch deutsche Institutionen beteiligt gewesen seien. Darüber ist mir nichts bekannt.

Ich habe hier aber selbst über die Jahre immer wieder über die Versuche des Neurowissenschaftlers José M. R. Delgado (1915-2011) geschrieben – am ausführlichsten in meinem Telepolis-Buch über die Neurogesellschaft. Und Delgado forschte nicht nur an Versuchstieren (v.a. Katzen und Affen), sondern schließlich auch an Menschen (v.a. Randgruppen wie Kriminellen oder Prostituierten), was mit elektrischer Stimulation im Gehirn alles möglich ist.

Gegen Ende der MKULTRA-Zeit, 1969, veröffentlichte er seine weitreichenden Ideen für eine “psychozivilisierte Gesellschaft” in seinem Buch “Physical Control of the Mind”. Aus heutiger Sicht überrascht vor allem die Offenheit, mit der er über seine Forschung schreibt. Mir sind zwar keine Verbindungen zwischen ihm und der CIA bekannt. Aber wenn der Geheimdienst einen Hirnforscher hätte anwerben wollen, der zum Thema Gedankenkontrolle arbeitet, dann hätte Delgado wohl ganz oben auf der Prioritätenliste gestanden. In der Tatort-Folge geht es übrigens um den MAD, den Geheimdienst der Bundeswehr, und einen deutschen Professor, der ein Buch geschrieben hat, das Delgados Titel ähnelt.

Psychozivilisierende Hirnforschung

Ein konkretes Beispiel aus Delgados Forschung ist, dass er durch das Provozieren aggressiven Verhaltens mittels elektrischer Gehirnstimulation versuchte, die soziale Hierarchie in einer Affenkultur zu verändern. Das gelang in einem gewissen Maße auch. Und dann wäre natürlich noch sein wohl seiner spanischen Herkunft geschuldeter Versuch zu nennen, einen angreifenden Stier wie ein Torero zu bändigen. Die Fotos und Videos, wie ihm das per Funk gelang, gingen damals um die Welt. Das setzte aber die Implantation eines Empfängers in den Gehirnen der Tiere voraus.

Wie diese Versuche aus psychologischer Sicht zu deuten sind, ist unklar. Aggressives Verhalten lässt sich also unter bestimmten Voraussetzungen durch elektrische Stimulation im Gehirn hervorrufen oder unterdrücken. Dafür dürfte es auch viele andere Wege geben – wieder können wir an Drogen oder psychologische Tricks denken. Ethisch ist dieses ganze Gebiet natürlich ein Minenfeld. Und so dürfte die Moral aus der Tatort-Folge wohl sein, dass Geheimdienste und Hirnforscher besser die Finger von solchen Versuchen lassen.

Wer sich eingehender mit dem Thema beschäftigen will, dem kann ich noch den Sammelband über Fremdkontrolle von dem Soziologen Michael Schetsche und Renate-Berenike Schmidt empfehlen. Wer hierzu lieber spannende Kriminalromane lesen möchte, für den sind Philip Kerrs preisgekröntes “Wittgensteinprogramm” (engl. “A Philosophical Investigation”) und Jens Johlers “Kritik der mörderischen Vernunft” heiße Tipps. In beiden Büchern wird auch die Willensfreiheitsproblematik durchgründet, die es nur ganz am Rande in die Tatort-Folge geschafft hat.

Hinweise: Dieser Beitrag erscheint auch auf Telepolis – Magazin für Netzkultur. Titelgrafik: Gerd Altmann auf Pixabay.com

Stephan Schleim

Veröffentlicht von

www.schleim.info

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42 Kommentare

  1. @Mona: Nazis

    Ja, die Nazis, die die Nürnberger Prozesse unbeschadet überstanden hatten, waren für die Amerikaner interessante Kooperationspartner im Kampf gegen den Kommunismus.

    Aber machen wir uns nichts vor: Auch in Deutschland haben genug Nazis Karriere im Beamtenapparat oder gar in der Politik gemacht.

  2. Eine eigentliche Gedankenkontrolle/Gedanken- und Handlungsbeeinflussung ist erst mit einem Hirnimplantat fortgeschrittener Bauart möglich – also mit etwas im Kopf was Elon Musk mit seiner Firma Neuralink anstrebt.
    Eine direkte Verbindung zum Internet und zu anderen Neuralink-Trägern (telepathisch) wäre damit denkbar. Allerdings ist das mehr eine Idee, ein Ziel, als etwas was heute nicht nur experimentell sondern dauerhaft und nachhaltig möglich wäre. Ein Hirnimplantat wird nämlich vom Hirn nur mässig gut ertragen. Es kommt zur Narbenbildung, zur Anregung von entzündlichen Prozessen im Hirn und und zur langfristigen Verschlechterung des Interfaces zum Hirn.

    Alles begann also mit Science Fiction und endet mit Science Fiction. Wenn es einmal oder sogar schon bald so etwas wie Neuralink, also eine Verbindung von Hirnen zum Internet und zu anderen Hirnen geben sollte, dann wohl am ehesten realisiert mit künstlichen Hirnen, also mit Robotern. Insoweit könnten Roboter uns Menschen tatsächlich weit überlegen sein: sie könnten direkt mit dem Internet und untereinander über Mobilfunk kommunizieren. Was dann ein Roboter über mich weiss wissen dann alle. Nun, teilweise ist das heute ja schon so.

  3. @Stephan

    Ergänzend zu “50 Jahre Brain Warfare”, laut M.F. Jacobson & G. González (What Have They Built You to Do? Univ. of Minnesota Press, 2006) wurde die Rede von “brainwashing” während des Koreakrieges in den USA populär. Ist Dir bekannt, ob das eine Wortschöpfung aus jener Zeit ist, oder ob eine Vorstellung von “Gehirnwäsche” schon zuvor irgendwie geläufig war, in welcher Sprache auch immer?

  4. @Chrys: Gehirnwäsche

    Hmm, gute Frage… Wenn wir noch einmal Google Ngram befragen, dann findet man zwar Mitte des 19. Jahrhunderts einige wenige Ausschläge, die schwer zu interpretieren sind, wird der Ausdruck aber tatsächlich erst seit der Zeit des Koreakriegs häufiger verwendet.

    Oder schau dir mal die Kurve für “brainwashing” im Englischen an. Damit wäre die Antwort ein deutliches: Ja!

    Im Grimmschen Wörterbuch findet sich dafür jedenfalls kein Eintrag. Im aktuellen Duden schon, doch keine Jahreszahl. Und der niederländische “Grote van Dale” datiert “brainwashing” auf “nach 1950”.

  5. Was ist “Gedankenkontrolle”? Wir haben pro Tag einige tauend Gedanken, die vorwiegend unterbewusst ablaufen und die eigentlich nichts bringen außer das sie uns mitreißen und ablenken. Die Gedanken um die es hier geht, also die im Unterbewusstsein als Handlungsmuster abgespeichert sind und die unser ICH ausmachen, sind die, die man manipulieren muss. Werbung, Ideologien, Religionen, Esoterik zeigen uns, wie das geht: Über die Gefühle und die steten Wiederholungen(Gehirnwäsche) Dass, was wir dann denken ,halten wir Spaßvögel dann wirklich für unsere Meinung, unseren freien Willen, was aber schon eine Form der vorgekauten Gedankenkontrolle ist, da wir in den vorgegebenen Schablonen denken. Strahlenwaffen kann ich nicht nachvollziehen. Wenn, dann sollte man hier im Zwischenhirn ansetzen, da., wo die Reize verarbeitet werden, wo Aggressionen/Wut gemacht werden. “Reizwaffen” wären dann Waffen mit denen man
    diesen Gehirnteil außer Gefecht setzt, in dem man es überreizt -analog Drogen- und den Gegner damit kampfunfähig macht. Ein überreiztes Gehirn schafft einen überreizten Sympathikus, der dann über die Stressachse die Organe außer Kraft setzt.

  6. Ich frage mich, ob man bei den Gehirninterfaces an Stelle des direkten Kontaktes der Gehirnzellen mit Metall, Halbleitern oder Graphit, nicht noch einen Ionenleiter dazwischen schalten sollte.
    Zum Beispiel ein sehr dünnes Kunststoffröhrchen, in dem sich ein wässriges Gel befindet, das eine isotonische Salzlösung enthält.
    Die elektrischen Impulse sollten keinen Netto-Anteil von Gleichstrom enthalten, damit keine Elektrolyse auftritt.

  7. @Stephan / Neuro-Parasitologie

    Mutter Natur hat da schon ein paar effektive und richtig fiese Strategien evolviert.

    While mind-control may sound like something out of a science fiction movie, the phenomenon is very real—and has spawned a new field, neuro-parasitology.

    Womöglich noch ein Quell der Inspiration für CIA Brain Warriors and the like.

  8. Auf Telepolis habe ich endlich hingeschrieben, worauf ich letztendlich hinaus wollte:
    Thread
    (Bin zeitlich und gesundheitlich gehindert, in langen Monologen hinführend zu entfalten, was ich mitteilen will, deshalb die Bemühung, in irgend einer Art Dialog dorthin zu kommen)

  9. Zur Frage, was ist Aufmerksamkeit:

    Man tut mit dem EEG ja Gehirnwellen messen und dazu verlangt man dem Patienten etwa das Augenblinzeln ab. Und dann schaut man auf das, was die Gehirnwellen dann machen.
    Warum tut man das?

    Weil man damit zumindest die Möglichkeit einer bewussten Aufmerksamkeit bei dem, was ein Mensch macht, mit den Gehirnwellen abgleicht und feststellt, dass diese Wellen anzeigen (oder nicht), das dies eine Willkürliche Aktivität war, und kein Automatismus oder sonstig halbbewusste Aktion.

    So wird wahrscheinlich die potentielle Aufmerksamkeits- und Bewusstseinsfähigkeit abgefragt. Das Ausschliessen von unbewussten Handlungen. Was man etwa bei Split-Brain- oder Neglect-Patienten wahrscheinlich beobachten würde.

    Würde das Blinzeln der augen keine erwarteten Auswirkung in den Gehirnwellen haben, täter man wahrscheinlich annehmen müssen, das dieser Mensch frei nach “Gurdjieffs” These über die unterschiedlichen “sleep-States” ein “schlafender” im Wachszustand sei. Was darauf hinausläuft, dass man von einer willkürlichen Aufmerksamkeit, die dazu in der Lage wäre, auch hinreichend zielstrebig Zielsetzungen zu erfüllen, nicht ausgehen kann. Vielmehr könnte man das auch als “hypnose-Zustand” bezeichnen, der aber womöglich tatsächlich dauerhaft besteht. Oder auch als “Zombie-Syndrom”…wie man es aus der Popkultur kennt.

    Ansonsten ist “Aufmerksamkeit” im mindesten das, was innerhalb eines Bewusstseinsstreams an auf Etwas gerichteter Beobachtung zu bezeichnen wäre. Und auch da kommt das Augenblinzeln ins Spiel als Unterbrechung dieses Aufmerksamkeitsstreams. Und jedes Mal, wenn ich meine Aufmerksamkeit unterbreche, um etwas anderes unter Beobachtung (auch in Gedanken) zu nehmen, wird diese Aufmerkesamkeit unterbrochen und ein neuer Aufmerskamkeitsstream wird aufgebaut und solange aufrecht erhalten, wie ich mich einer bestimmten Beobachtung ununterbrochen zuwende.

    Insofern ist “Aufmerksamkeit” als bestehender Status/Zustand erstmal wissenschaftlich eindeutig. Was aber nur die reine tatsache der aufmerksamkeit darstellt, nicht aber die potenzielle Qualität innerhalb dieser tätigkeit. Manche sind eben zu viel mehr Aufmerksamkeitsleistungen und Qualitäten fähig, als andere Menschen. Das nicht nur, weil die Kunst, den Bewusstseinsstream ununterbrichen aufrecht zu erhalten, sondern auch, weil die Unterbrechungen weniger Auswirkungen haben, als bei anderen.

    Das mit dem Augenblinzeln hat damit zu tun, das bei Blinzeln immer der Bewusstyseinsstream unterbrochen wird, auch, wenn sie noch so fest den Gedanken im Sinn behalten, wird die alte ebene des bewusstseins beendet und eineneue Ebene/Stream begonnen, der zar der alten sehr ähnlich ist, aber weil es zwischendurch eine Veränderungen in den Sinnesreizen gab, isdt notwendigerweise ein Neuaufbau des Bewusstseinsstreams notwendig-
    Möglicherweise können gut geübte und praktizierende Meditierer diesen Unterbrecher maximal dämpfen oder sogar unterbinden, weil sie durch die Meditationspraxis selbst auf eine andere Bewusstseinsebene konditioniert sind und das Willkühr- oder Zombie-Problem auf andere Weise umgehen.

  10. @demolog: Aufmerksamkeit/EEG

    Augenblinzeln ist im EEG schon einmal eine schlechte Idee, denn damit erzeugt man die bekannten Augenbewegungs-Artefakte. Dafür gibt es zwar Filter – aber damit wird doch die Messung verändert.

    Aber unabhängig davon, gibt es weitere praktische Probleme: Vermitteln Sie die Instruktion (Anweisung) über Sprache? Dann messen Sie auch Sprachverständnis. Und zu welchem Zeitpunkt versteht die Versuchsperson genau die Anweisung? Und dann reagiert sie, trifft also eine Entscheidung, und führ die Bewegung aus… und man könnte diese Kette kognitiver Prozesse wahrscheinlich noch verfeinern.

    Ich will auf den Punkt heraus: Ihr Beispiel ist nicht unsinnig, doch wenn man es im Detail betrachtet, dann sieht man, dass schon so ein einfaches Beispiel komplex ist. Im EEG sehen Sie permanent Aktivierungsmuster. Zu welchen Zeitpunkt genau wollen Sie nach der Aufmerksamkeit suchen? Und wie wollen Sie sie trennscharf von anderen Vorgängen unterscheiden?

    Natürlich gibt es auf solche Fragen praktische Antworten, denn solche Versuche werden bzw. wurden ja gemacht. Aber an dem Punkt, dass man nicht so einfach die Aufmerksamkeit im Gehirn sehen kann, kommen Sie meiner Meinung nach nicht vorbei.

  11. @ Stephan Schleim
    02.04.2020, 13:20 Uhr

    @demolog: Aufmerksamkeit/EEG

    Ich habe gerade das Gefühl, dass sie “pseudo-kritisch” auf meinen Kommentar eingehen.

    Denn was ist kompliziert, wenn man weiß, wie es geht?
    Man kann die unterschiedlichen Eigenschaften und Begebenheiten sicher eindeutig auseinanderhalten. Ein affektiver Augenblinzler aus dem Impuls herraus, kooperativ zu sein, wird sich anders in den Wellenmustern darstellen, als ein willkürlicher Blinzler, zu dem sich der Mensch bewusst entschieden hat.

    Auch relevant ist, wie die unterschiedlichen Frequenzmuster sich zueinander verhalten, wenn bestimmte Tätigkeiten beim Probanten stattfinden.

    Übrigens ist Sprachverständnis natürlich schon eine Art “Aufmerksamkeit”. In einer komplexen Umgebung ist diese Aktivität ja immer aktiviert. Und auch an der Unregelmäßigkeit in dieser Hinsicht wird man einiges aufschlußreiches schliessen/deuten können.

    Und warum sind “Augenbewegungs-Artefakte” eine schlechte Idee?

    Was wäre denn, wenn diese nicht auftreten? Würden sie sich dann Gedanken über eine Pathologie machen?

    Falls ihnen das nicht aufgefallen ist: genau diese Abweichungen sind ja gerade aufschlußreicxh für die Diagnose der Messungen und des Bewusstseins.

  12. Aufmerksamkeit

    Ein professioneller Jäger begehe ein Feld entlang eines Waldrandes. Der Wald sei ein Mischwald.
    Nehmen wir an, der Jäger, nennen wir ihn Paul, sei in der Hauptsache mit einer introspektiven Tätigkeit befasst, er denke darüber nach, auf welche Weise er seinem Sohn Peter bei dessen gegenwärtigem Entwicklunsstand dazu verhelfen könne, ein guter Jäger zu werden.

    Nebenher wird Paul auf Maulwurfslöcher, Kaninchenbaue, Schlammkuhlen und andere mögliche Hindernisse auf seinem Pfad aufmerken, um nicht zu stolpern oder gar hinzufallen. Falls Paul “multitaskingfähig” ist, wird er gewohnheitsmäßig den Waldrand im Blick haben und eine weitere unwillkürliche Arbeit verrichten. Wie er auf Schlammkuhlen etc. aufmerkt, indem er die eingehenden optischen Reize mit Vorstellungen abgleicht, wie eine Schlammkuhle etc. aus einer gewissen Entfernung unter einem gewissen Winkel in den Blick gerät, so wird er, das Bild der Baumgruppen, die er sieht, mit seinen Vorstellungen darüber abgleichen, wie Buchen, Eschen, Eichen, Ahörner und weiß der Henker was, bzw. Gruppen solcher Baumarten, aus der gegebenen Entfernung aussehen. Auch dies ist ein Aufmerken.
    Es wird nicht immer eindeutige Resultate erbringen. Vielleicht wird Paul darüber die Antizipation erzieherischer Maßnahmen unterbrechen, auf das unklare Resultat seiner Wahrnehmung aufmerken, und eine bestimmte Baumgruppe neu und anders in den Blick nehmen, indem er die durch seine Vorstellung gefilterte und modifizierte Wahrnehmung mit der Anschauung abgleicht, die er vom Aussehen bestimmter Bäume und Pflanzengesellschaften zu bestimmten Jahreszeiten hat. Auch das ist ein Aufmerken, aber eine andere Art Aufmerken, als das, von dem bisher die Rede gewesen ist, denn er wird nun seiner Anschauung Merkmale entnehmen, nach denen er bewußt suchen kann, um die Unklarkeiten zu beseitigen, die Wahrnehmung und Vorstellung hinterlassen haben.

    Wenn Paul wieder daheim ist und Peter auf Nachfrage berichtet, wo er war, wird Peter vielleicht fragen: “Hast Du Rotwildspuren gesehen?”
    Paul: “Nein, warum?”
    Peter: “Weil ich neulich (dort und dort) eine mächtige Fährte gesehen habe. Die hat bestimmt ein Zwölfender hinterlassen, habe ich hinterher gedacht.”
    Paul: “Nein, ich habe an anderes gedacht und keiner Fährte geachtet.”

    Jeder Mensch weiß, was Aufmerksamkeit ist, er ist – mehr oder minder – sein eigener Hegel und braucht den alten Hund nicht lesen. Ich habe hier die Stufen der Aufmerksamkeit über Wahrnehmung, Vorstellung, Anschauung bis in die Anfangsgründe der Reflexion vorgestellt. Es fehlt die operative Reflexion und die Begriffsbildung. Peter und Paul kennen die Hegelschen Kategorien nicht, aber sie identifizieren die Ebenen der Aufmerksamkeit anhand der Resultate der geistigen Aktivitäten und Arbeitsprozesse, zu denen sie jeweils zählen, nämlich gemäß den Voraussetzungen an Wissen, Kenntnissen und Verfahren der Anwendung solcher Voraussetzungen, um etwas zu erfahren.
    Das ist nicht auf Introspektion begrenzt.
    Die retrospektive Anwendung der Kenntnisse über die hier geschilderten Zusammenhänge sind elementarer Bestandteil jeden Lernprozesses einschließlich kommunikativer Lernprozesse, also des Lehrens.
    Paul, der übergreifend mit der Tradierung seiner Daseinsweise an Peter befasst ist, wird folglich mehr oder weniger bewußt eine Theorie des subjektiven Geistes erwerben, die seine Aufmerksamkeit lenken wird, wenn Peter aus seiner Sicht Fehler begeht oder sich unaufmerksam zeigt. Gegenüber Hegels Theorie des subjektiven Geistes hat Pauls den klaren Vorzug, die eines spezifischen Subjektes, Peters, zu sein.
    Ob Peter das als einen Vorzug erfahren wird, ist eine neue und andere Frage, mit der ich die beiden verlasse.

    Wer also, Leute, wer braucht hier einen Neurologen und wozu?

  13. Tom Gard,
    wenn du wissen willst was Aufmerksamkeit ist, dann lege dir mal eine Freundin zu. Wenn die in deiner Jacke einen Zettel mit einer Telefonnummer findet, dann wirst du verhört. Dagegen ist die Kriminalpolizei naiv.

  14. Ich meine, „Aufmerksamkeit“ bedeutet, dass sozusagen der „Fokus des Bewusstseins“ auf einen bestimmten Input, z.B. jeweils bestimmte einzelne Sinnesorgane, oder auf eine Kombination von mehreren Sinnesorganen gerichtet ist.

    Technisch gesehen werden die jeweiligen Kanäle durch „Einschaltimpulse“ besonders aktiviert, weil eben die UND Gatter nur dann „durchschalten“ können wenn ausreichend viele „Input- plus Einschaltsignale“ anstehen.

    Der von den einzelnen Sinnesorganen ausgehende „Datenstream“, repräsentiert als elektrische Signale, wird im neuronalen Netz (zunächst in den einzelnen Hirnorganen) mittels logischer „Gatter Verknüpfungen“ (ähnlich wie früher in der Elektronik) ausgewertet. (W. McCulloch)

    Meine persönliche Vermutung ist, dass an den Grenzschichten zwischen den Organen sozusagen „Zwischenergebnisse“ der Auswertung, als gemeinsame Schaltaktivitäten (im Sinne der Mathematik) „abgebildet“ werden, wobei eine Art „partieller Gesamteindruck“, letztlich eine „Bewusstseinskomponente“ entsteht. (Matrix, Array… wie z.B. auch beim TV Bildschirm).

    Aus den an verschiedenen Stellen (Zwischen und Endschichten der Gehirnorgane) „abgebildeten“ einzelnen „Bewusstseinskomponenten“ entsteht ein individuelles Bewusstsein.

    So ähnlich wie z.B. an der Netzhaut die Umgebung als optisches 2 dimensionales Bild „abgebildet“ wird. Es entsteht aus den vielen Einzelpunkten ein (visueller) Gesamteindruck, die einzelnen Bildpunkte (die zunächst einzeln nichts aussagen) „emergieren“ sozusagen zu einem „aussagekräftigen Bild“.

    Der Output kann (bei bewussten Handlungen) vom Bewusstsein ausgehen. Viele Handlungen, z.B. das Laufen, brauchen nicht im Detail über die das Bewusstsein abbildenden Strukturen geführt werden. Die Signale können auch über weit von der Peripherie entfernte Verknüpfungen geführt und so das Laufen gesteuert werden.

    Das „Empfindungsphänomen“ kann nicht so einfach erklärt werden, da habe ich mich mit meinen Vorstellungen noch weiter aus dem Fenster gelehnt. Vermutlich entsteht es dann, wenn bestimmte elektrisch – chemische Signalkombinationen an bestimmten Stellen in Körperorganen in Wechselwirkung treten, wobei auf die „Bindungsdynamik“ zwischen Atomen/Molekülen Einfluss genommen wird. Vermutlich kommt es auch auf bestimmte Phasen und Resonanzeffekte an.

    Bedeutet, durch äußere Einflüsse, z.B. Druck oder Nadelstiche, werden die Molekülverbände „verschoben“, wobei die Elektronen sozusagen aus ihren „Bahnen fliegen“ und wenn sie „frei“ werden, so können sie vom neuronalen System ausgewertet werden. Dem Gehirn wird sozusagen mitgeteilt, dass man z.B. auf einen Nagel getreten ist. Dabei verändert sich die Struktur, z.B. „entzündet“ sich die Einstichstelle. Am Ort des Einstichs dürfte das „Schmerzphänomen“, durch eine Modulation der „Elektronenbahnen und der Bindekräfte“ bewirkt werden.

    Die örtliche Zuordnung des Geschehens erfolgt im Gehirn. Beim Phantomschmerz erfolgt eine falsche Zuordnung weil fehlerhafte Signale z.B. auf den Nervenfasern die für Empfindungen der linken großen Zehe „zuständig“ waren, früher sozusagen dafür „programmiert“ wurden, auch dann noch (falsch eingekoppelte) Signale führen können, wenn der linke Fuß amputiert wurde.

    Einerseits sind diese Gedanken hochspekulativ. Andererseits ist es fast denkunmöglich dass sich die Elektronenbahnen und damit auch die Bindekräfte zwischen den Molekülen, unter mechanischer Belastung oder Zuführung fremder Elektronen nicht verändern. Diese Veränderungen (Modulation)„emergieren“ zum besonderen „Empfindungsphänomen“.

    Die Wachheit wird normalerweise mittels Medikamenten gefördert. Eine tiefe elektrische Hirnstimulation („Hirnschrittmacher“) scheint in Einzelfällen denkmöglich, dürfte aber viel zu aufwendig für Massenanwendungen sein.

  15. @Demolog

    „Möglicherweise können gut geübte und praktizierende Meditierer diesen Unterbrecher maximal dämpfen oder sogar unterbinden …“

    Aufmerksamkeit hat in erster Linie mit Konzentration zu tun und letztere lässt sich erlernen. Hier eine kleine Anleitung aus der Yogapraxis: Schließen Sie die Augen und stellen Sie sich einen bekannten Weg von etwa fünf Minuten vor, den Sie im Alltag häufig gehen. Nun versuchen Sie diesen Weg in der gleichen Zeit in Ihrer Vorstellung zu gehen, wobei Sie alle Straßen, Gebäude etc., an denen Sie vorbeimüssen, gezielt betrachten. Sie werden feststellen, dass es am Anfang schwierig ist diesen kurzen Weg nachzuvollziehen, weil die Gedanken häufig abschweifen. Deswegen fängt man solange wieder von vorne an, bis man den Weg in Gedanken ohne Unterbrechungen gehen kann. Diese Konzentrationsübung ist eine Vorstufe zur Meditation, sie hilft einem aber auch sich im Alltag zu fokussieren.

  16. @ Mona
    02.04.2020, 17:52 Uhr

    Etwas nur vorzustellen (etwas erinnern: gegangenen Weg) ist meiner Meinung nach nicht das, was Aufmerksamkeit darstellt, das wäre nur die Übung eines Automatismusses, der nicht mit Aufmerksamkeit gut läuft, sondern weil er gut geübt ist.
    Aufmerksamkeit ist meiner Meinung nach das, was nebenher noch so alles bewusst wahrgenommen wird, was abseits jeder gut geübten Situation einer unvoreingenommenen Beobachtung gleichkommt. Etwas, das sie beobachten, mit dem sie nicht geerechnet haben/was sie nicht geübt haben.

    Automatismen sind jedenfalls nicht Aufmerksamkeit, sondern geübte verhaltensweisen.
    Aber ma n kann, wenn die Übung gut war und man sich nicht in diesem Automatismus gehen lässt, sodass sich Fehler einschleichen können, wegen der Übung natürlich bessere Ergebnisse im Verhalten erreichen, wenn man trotz der Übung tatsächlich aufmerksam bleibt.
    Das erfordert immer etwas “Druck”, der einem dazu zwingt, weiterhin alles…wirklich alles zu beobachten.
    Autofahren: Eine These lautet, das bei einer Geschwindigkeit von 100 Km/h Menschen dazu neigen, ihren Automatismus zu sehr zu vertrauen, sodass es wegen unaufmerksamkeit zu Unfällen kommt.
    Eine geringfügig höhere Geschwindigkeit würde diesen Effekt für eine Weile (bis die Übung wieder zu einem Automatismus führt) derart verändern, das man viel höher Aufmerksam beim Fahren ist, weil die Aufmerskamkeit durch schneller aufeinanderfolgende Abläufe erzwungen wird. Ein Unsicherheitsgefühl entsteht, das zur Aufmerksamkeit zwingt.

    Aufmerksamkeit ist nicht reibungsloser Ablauf des Verhaltens.

  17. Wie ist das bei gläubigen Menschen oder Menschen die gelernt haben sich Autoritäten unterzuordnen ? Wenn solche Menschen vor Problemstellungen im Leben kommen, handeln sie dann SELBST oder versetzen sie sich in ihren Glauben bzw. dem Motto: Was würde mein Chef, mein Vorgesetzter, meine Autorität dazu sagen ? Sie legen damit ihre eigene Konfliktlösung ab und “schlüpfen” in die andere Gedankenwelt . Sie sind also bereits schon so “manipuliert”, dass sie in Muster denken, die von ihnen erwartet werden. Die menschliche Gesellschaft scheint auf dieser Basis angelegt zu sein, angefangen von der Staatsspitze bis zur Toilettenfrau. Eine Gedankenkontrolle, also ein innerer Zensor, ist in diesem System also einprogrammiert und eine wirksame Form der Fernsteuerung

  18. @demolog

    „Etwas nur vorzustellen (etwas erinnern: gegangenen Weg) ist meiner Meinung nach nicht das, was Aufmerksamkeit darstellt, das wäre nur die Übung eines Automatismusses, der nicht mit Aufmerksamkeit gut läuft, sondern weil er gut geübt ist.“

    Die angesprochene Übung dient dazu die Aufmerksamkeit zu schulen. Um Aufmerksam zu sein muss man sich entsprechend konzentrieren können, damit einem nichts entgeht.

    „Aufmerksamkeit ist meiner Meinung nach das, was nebenher noch so alles bewusst wahrgenommen wird, was abseits jeder gut geübten Situation einer unvoreingenommenen Beobachtung gleichkommt. Etwas, das sie beobachten, mit dem sie nicht geerechnet haben/was sie nicht geübt haben.“

    Wenn Sie nicht gelernt haben genau zu beobachten, dann wird Ihnen vielleicht das entgehen mit dem sie nicht gerechnet haben. Denken Sie beispielsweise an Fluglotsen, die müssen bei ihrer Arbeit immer fokussiert sein.

    „Automatismen sind jedenfalls nicht Aufmerksamkeit, sondern geübte verhaltensweisen.
    Aber ma n kann, wenn die Übung gut war und man sich nicht in diesem Automatismus gehen lässt, sodass sich Fehler einschleichen können, wegen der Übung natürlich bessere Ergebnisse im Verhalten erreichen, wenn man trotz der Übung tatsächlich aufmerksam bleibt. Das erfordert immer etwas “Druck”, der einem dazu zwingt, weiterhin alles…wirklich alles zu beobachten.“

    Die Übung soll ja gerade die Aufmerksamkeit schulen. Der „Automatismus“ besteht darin, dass man gelernt hat sich in einer neuen Situation sofort möglichst viel von dem zu merken, was man beobachtet hat. Als ich jung war ging ein Freund von uns nach Paris, um dort zu arbeiten. Er fuhr täglich mit der Metro zu seinem Büro. Damit er wusste wann er aussteigen muss, merkte er sich ein auffälliges Werbeplakat an seiner Zielstation. Doch eines Tages wurde das Plakat durch ein anderes ersetzt und er irrte stundenland herum, bis er wieder wusste wo er war. Hätte er sich vorher die Gegend besser eingeprägt, hätte er sich nicht verirrt.

    „Autofahren: Eine These lautet, das bei einer Geschwindigkeit von 100 Km/h Menschen dazu neigen, ihren Automatismus zu sehr zu vertrauen, sodass es wegen unaufmerksamkeit zu Unfällen kommt.
    Eine geringfügig höhere Geschwindigkeit würde diesen Effekt für eine Weile (bis die Übung wieder zu einem Automatismus führt) derart verändern, das man viel höher Aufmerksam beim Fahren ist, weil die Aufmerskamkeit durch schneller aufeinanderfolgende Abläufe erzwungen wird. Ein Unsicherheitsgefühl entsteht, das zur Aufmerksamkeit zwingt.“

    Anscheinend reden wir da aneinander vorbei. Leute, die beim Autofahren unaufmerksam sind meinen ja sie hätten alles im Griff und bräuchten sich nicht mehr auf das Autofahren zu konzentrieren, sondern könnten sich Tagträumen etc. hingeben. Freilich sorgt eine höhere Geschwindigkeit für eine Weile wieder für eine höhere Aufmerksamkeit. Wer sich allerdings leicht ablenken lässt, der geht damit auch ein höheres Risiko ein.

    „Aufmerksamkeit ist nicht reibungsloser Ablauf des Verhaltens.“

    Sondern Konzentration, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Falls Sie aber Yoga nicht mögen, so gibt es auch noch andere Möglichkeiten die Konzentration zu verbessern. Hier einige Übungen zur Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit im Sport.

  19. @ Elektroniker
    02.04.2020, 17:51 Uhr

    Deine Analogien über “logische Schaltungen” der Elektrotechnik des letzten Jahrtausends sind kaum wirklich hilfreich oder auch passend.

    Natürlich sind Nervenzellen elektrisch aktiv und man mag das im Weitesten mit einem umgelegten Schalter vergleichen wollen. Aber das funktioniert so ja nicht im Gehirn. Denn die Nervenzelle ist immer aktiv und niemand legt einen Schalter um.
    Mehr schon passt es, wenn man einen “Informationsgehalt” intendiert, der solange da ist, wie ein anderer anstelle kommt, oder wie die Zelle selbst existiert oder eben abstribt. Solange sie existiert, solange gibt es Informationen darin. Egal, ob wir sie bewusst “denken” oder ob wir gerade im Tiefschlaf sind und nichts im Bewusstsein … nicht mal ein Traum … stattfindet.

    Im Gehirn ist nichts, was vergleichbar ist, mit logischen Schaltungen der Elektrotechnik – was die Informationsebene angeht. Wir tun “Logik” im Bewusstsein sozusagen “simmulieren”… eine virtuelle Realität, wenn man so will – welche mehr oder weniger mit der Wirklichkeit übereinstimmt.

    Der Versuch der Neurowissenschaften, Gehirnareale mit Eigenschaften zu konotieren, ist ja längst gescheitert. Auch, wenn man tatsächlich regelmäßgkeiten entdeckt. Aber man findet sicher keine direkte und nachverfolgbare Verbindung vom Sprachareal zur Zunge, Lippen und den Stimmbändern.
    Weil es eine symbiotische Einheit ist (oder idealerweise sein sollte), dieser Zellhaufen “Lebewesen”, und keine Direktverdrahtete Maschine, wo alles verdrahtungsprogrammiert gesteuert ist.

    “Vernetzungen” im Gehirn finden primär auch nicht schaltungs-/verdrahtungsprogrammiert statt, sondern es ist alles mit allem verbunden. Die Lernprozesse und Entwicklungen von Persönlichkeiten entstehen dann aber doch nahe an dem statt, was man Verdrahtuzngsprogrammiert nennt, wenn “Myelinisierungen” bestimmter Nervenbahnen dazu führt, das Verbindungen dann doch dominant und vorzüglich wirken. “Bildung” bedeutet hier dann, dass man priviligierte Bahnen ausbildet oder durch viel Übung “konditioniert” (eben myelinisiert), sodass diese wahrscheinlicher mit dem Rest des Gehirns /Organismusses zusammen wirken.

    Ansonsten können Menschen mit einem halben Gehirn klinisch unauffällig Leistungsfähig sein, wie Menschen mit ganzem Gehirn. Egal, ob das hemisphärisch halbiert ist oder gar zwei Hemisphären, aber ohne die vordere Hälfte beider Hemisphären des Gehirns. Ohne den hinteren Teil aber wird es nicht gehen.

    Üble Zungen wagen es sogar zu behautpen, das solche “Festverschaltung” der Nervenbahnen durch einseitige Myelinisierung vergleichbar mit der “christlichen Menschwerdung” sei, weil ab dann man eben aus dem Paradies vertrieben wird, weil man ab dann nur eindiomensional denken kann.

    Das man mit Metallionen und Nervengiften diesen Prozess sehr beschleunigen kann, taugt sogar hinreichend dazu, praktisch Vorsatz anzunehmen. Also das man es tatsächlich genau deswegen macht (Menschen vergiften).

    Und ist ihnen nicht auch unverständlich, wieso man seit … rund 40 Jahren oder so…darüber streitet, wo man denn ein Endlager für radioaktive Stoffe errichtet?

    Was wäre, wenn man gar kein Endlager bräuchte? Nicht jedenfalls für die abgebranten Brennstäbe der Atomkraftwerke, weil man diese Elemente an die Bevölkerung niedrig dosiert verteilt?

    Die Nachkriegszeit als Hochzeit der Pestizid-Medikation gegen alles Ungeziefer…(DDT-Problem) und die atomare Belastung durch Schwerelemente… Ich kenne noch Menschen aus meiner Kindheit, die an Gischt litten, als wäre ihr gesamter Knochenbau extrem verformt und missgebildet.
    Mutmaßlich ist das Folge davon, wenn man die Metalle aus dem Gehirn durch Nervengiftvergiftungen freisetzt und die Metalle in den Körper gelangen. Oder eben, wenn die Kontamination mit atomar vorliegenden Metallen nicht aufhört.

  20. @Querdenker: Autoritäten

    Das berühmte „Milgram-Experiment“ zeigt eindrucksvoll, dass Menschen gegen ihr Gewissen handeln und sogar andere töten, wenn sie Rückendeckung von einer Autorität erfahren.

  21. @ demolog

    Zitat: „Deine Analogien über “logische Schaltungen” der Elektrotechnik des letzten Jahrtausends sind kaum wirklich hilfreich oder auch passend.

    Natürlich sind Nervenzellen elektrisch aktiv und man mag das im Weitesten mit einem umgelegten Schalter vergleichen wollen. Aber das funktioniert so ja nicht im Gehirn. Denn die Nervenzelle ist immer aktiv und niemand legt einen Schalter um.“

    Der Begriff „Schalter“ dient der Abstraktion und bildete die „Brücke“ zur Boolschen (Schalt) Algebra.

    Damit hat A. Turing erklärt, warum die „Gatterthese“ von W.McCulloch stimmig ist. Damit können praktisch alle logischen Verknüpfungsprozesse erklärt werden. Diese sind grundlegend in der Elektronik/Informatik.

    McCulloch, ich vertrete seine Sichtweise, nutzte die Sichtweise der Elektroniker, von denen er offenbar „inspiriert“ wurde.

    Es geht darum, dass eine elektronische UND Gatterschaltung aus vorgeschalteten Dioden mit in diesem Sonderfall 2 nachgeschalteten Transistoren (wegen der Phasendrehung) besteht. 2 Transistoren deswegen, weil dann wenn nur 1 Transistor nachgeschaltet würde, ein „NOT AND“ kurz „NAND“ Gatter „entstehen“ würde. Dies ist übrigens die praktisch in der Elektronik verwendete „Version“, weil gleichzeitig sehr elegant, auch die „NICHT“ Funktion realisiert werden kann, was im Sinne von Turing wichtig ist um tatsächlich alles zu berechnen was im Sinne der theoretischen Informatik eben „Turing berechenbar“ ist. Auch ist die NICHT Funktion wie sie McCulloch erklärt hat, bei „Hirnschrittmachern“ wichtig. Diese NICHT Funktion könnte auch im neuronalen System anders realisiert werden als von McCulloch erklärt.

    Diese 2 Transistoren wirken ungefähr wie ein einzelnes Neuron. Ein Neuron bewirkt aber keine Phasendrehung, daher reicht 1 Neuron.

    Die Wirkung ist so, dass ein Neuron dann einen elektrischen Impuls („Spikes“) abgibt, wenn an den Eingängen (Dendriten) möglichst gleichzeitig auf möglichst vielen Dendriten Impulse einlangen.

    Allerdings müssen beim „technischen (strengen) UND“ auf allen Eingängen gleichzeitig Impulse einlangen. Das neuronale „UND“ stimmt nur in der „Tendenz“ und das ist der Unterschied Technik Neurologie.

    Technische Systeme arbeiten absolut logisch, biologische brauchen sozusagen „qualifizierte Mehrheitsentscheidungen“. Genau dies, möglichst ausreichend viele Verknüpfungen müssen angelegt werden, um zu „richtigen“ Entscheidungen zu kommen. Je mehr neuronale Gatter desto redundanter wird das System. Eine einzelne fehlerhafte Verknüpfung wirkt sich nicht stark aus. Die elektronischen Systeme sind absolut „stur“, bei Menschen können, 4 Verwaltungsjuristen 5 Meinungen haben….

    Die synaptischen Verknüpfungen entsprechen in der Elektronik die Lötpunkte die die Verknüpfungen der Gatter bewirken. Der Techniker hat damit sozusagen sein „Wissen“ einprogrammiert, dass es der Elektronik ermöglicht Prozesse zu steuern. Was im Prinzip auch bei neuronalen Systemen ähnlich ist. Nur entsteht die Programmierung automatisch. E. Kandel hat erklärt wie die Synapsen die „Wissensabbildung“ im neuronalen System auf Basis der Hebbschen Regel bewirken.

    Wenn eine einzelne Zelle abstirbt, hat das wegen der Redundanz meistens nur geringe Auswirkungen, außer die Entscheidungen erfolgen mit nur „knapper Mehrheit“ weil nicht sorgfältig „gelernt“ wurde, oder eben die Problemstellung komplex und womöglich widersprüchlich ist.

    Probleme mit der Nachverfolgbarkeit der genauen Signalwege gibt es in der Neurologie, abgesehen von der Feinheit der Strukturen, vermutlich deswegen, weil in die Schaltkreise auch bestimmte „technische“ Erfordernisse „eingebaut“ sind. Ähnlich wie in der Technik. Die Informationsverarbeitung erfolgt z.B. in sehr feinen, wenig Energie benötigenden Strukturen, Verstärker (mit groben Strukturen) sind z.B. dann nötig, wenn E Motoren in einer Lokomotive angesteuert werden müssen. Dies entspräche in der Neurologie einerseits die neuronale Abbildung der Biographie und der Ansteuerung der Beinmuskulatur.

    Natürlich nehmen in der Neurologie auch chemische Prozesse (z.B. Metalle….) Einfluss, z.B. auf die Triggerschwelle des einzelnen Neurons oder besonders auf die synaptischen Funktionen. Experimente dazu mit Drogen sind teilweise bekannt.

    Ehemals war auch Zinngeschirr „in Mode“ in dem Alkohol gelagert und serviert wurde. Dies soll erhebliche Folgen auf die Volksgesundheit gehabt haben. Ich vermute eher dass dies eine Marotte und Zeichen einer kollektiven Dummheit war, eher nicht absichtlich gesteuert. Höchstens von einem „Feind“ der früher auf die schädlichen Wirkungen darauf gekommen ist und die Krüge weiter verhökert hat….

  22. @Querdenker: Autorität und Freiheit

    Wie Sartre bekanntermaßen schrieb, sind wir dazu verdammt, frei zu sein.

    Wer das nicht aushält, der kann sich einer Autorität unterordnen. Extremfälle finden sich in Sekten, wo es sogar zu Massen-Suiziden kommen kann, wenn der “Führer” es befiehlt.

  23. @ Elektroniker
    04.04.2020, 00:00 Uhr

    Also ja, ich gebe mich geschlagen:
    Das Gehirn ist gut beschreibbar mit den Analogien aus der Elektrotechnik. Immerhin haben sich beide Wissenschaften und Technologien (Neurowissenschaft und Elektrotechnik) auch parallel entwickelt und das technologie zu einem gewisen Teil immer auch aus der Natur inspiriert ist, ist geradezu notwendig anzunehmen. Woher sollte man sonst auf Ideen, wie die Quantenphysik kommen?

    Die Erfindung des Transistors…aus der Beobachtung von Neuronen/Nervenzellen in der Petrischale. Möglich und denkbar und deswegen schlüssig. Man gfebe nu retwas Metall dazu und man beobachte, wie sich eine Funktionsstruktur in der Schale bildet, die dann einem Transistor ähnlich ist, sodass man diesen Transistor dann auch als Technologie in Geräten deuten kann. Als Schalter halt.

    Das sie hier Zinngeschirr erwähnen, ist nur etwas zu wenig erklärend.
    Man kannte auch Quecksilberkuren, Süßung des Weins (aka Neuroenhancemend) mit Bleisalz (Blei(II)Azetat), und andere Begebenheiten, die Metalle in die unmittelbare Nähe des Menschen (und in sie hinein) brachten.

    Und in der Modene kennen wir auch leider noch “radioaktiven Fallout”, den es sonst nur alle paar Jahrhunderte nennenswert gab, ist angesichts der Technologie nun jederzeit herbeizuführen. Wie es auch mit dem Nervengiften seit etwa 1850 (erstmalige künstliche Synthese) der Fall ist.

    Der Unterschied zwischen der seit langer Zeit praktizierten Metallverarbeitung und atomaren Fallout ist, dass Metalle aus Guß oder Schmiede nur wenig Metallionen abgeben, bei radioaktivem Fallout und Metallsalzen (oder auch Kristalle oder Edelsteine) Metalle aber nur in einzelnen Atomen vorliegen, was sie eindeutig besser in die Gehirnhardware integrieren lässt.

    Ein sozusagen “ausentwickeltes” Gehirn ist also eine vorverschaltete Maschine, deren Steuerungseigenschaften terminiert sind…zumindest soweit, wie es darum geht, “ob” die Transistoren durchschalten oder nicht.

    “Was” sie dann durchschalten, ist eine andere Frage, auf die ich ja auch gerne zu sprechen komme.

    Und Metallionen würden hier also dem “Schaltenden” entsprechen, wenn Metallionen dazu nötig sind, um die Schaltung in einen Einzustand zu versetzen.
    Zu viele Metalle würden dann die Bais auf dauerein geschaltet versetzen, richtig?
    Sozusagen das Verklumpen der Ionenkanäle mit Metallen, was zum Dauerdurchgang führt.

    Und wäre dann also die Metallvergiftung also ein “Seegen”, weil man dadurch “Durchblick” bekommt?

    Etwa ganz so, wie man es in der “Erleuchtungs”-Idee andeutet: Jemand wird erleuchtet, und beginnt zu verstehen.

    Aber eigendlich wird er auf dieses, was er versteht, festgelegt, weshalb ich eindeutig feststellen muß, das hier “Unfreiheit” vorliegt.

    Was ja auch nur schlüssig wäre.

    Also ist die Vergiftung von Menschen mit Metallen, das man zur “Bildung” der menschen tut, natürlich ein Akt der Unterdrückung in den Zustand des “Wissenden”.

    Das war schon immer meine Ansicht, das man, wenn man “weiß”, schlicht darauf festgelegt ist, was man weiß.

    Schön, da wir damit also erfüllend durch sind, das Metallvergiftungen aus “zivilisatorischer” Sicht sogar Sinn machen, können wir nun ja die Frage erörtern, was Mikrowellenstrahlung in der Sache füpr einen Sinn machen oder sonst auswirken kann?

    Etwa, das man mit Mikrowellen je nach Frequenz bestimmte Elemente oder enhancete Zellen zu bestimmten Reaktionen reizen kann?
    Etwa, das Zellen, die Metalle enthalten, bei Bestrahlung mit bestimmter Frequenz die Zelle zu einer Schmerzreaktion bringen?

    Oder das man ein Gehirn insgesamt durch die Anregung mit bestimmter Frequenz auch dazu bringen kann, dass man nicht mehr schlafen kann? Eine dauerhafte Erregung würde sicherlich nicht hilfreich beim Einschlafen sein.

    Abgesehen davon, das Lichtfarbe (also bestimmte Wellenlängen) eben auch eine Rolle spielen könnten (Blauer Bildschirm und so).

    Wenn sie mir erklären, das ein Gehirn in “etwa” so funktioniert, wie ein Verbund von Transistoren, dann wird Mikrowellenstrahlung mit Sicherheit nicht unwirksam sein. Selbst dann nicht, wenn die Strahlung nicht Haut und Schädel durchdringen kann (was ja auch nicht immer der Fall sei), hat es Aurwirkungen, wenn die Körper- und Gehirnzellen selbst ein elektromagnetisches Feld aufbauen, das Haut und Schädel problemlos durchdringt, und deren Anregung durch elektrische Wellen zu Anregungen der Metall enthaltenen Zelle führen.

  24. Zitat aus dem Film:

    “bald 5G überall? Sie meinen: Freier Wille und so? Dann nich mehr!”

    Ich bin etwas enttäuscht darüber, das sie sich beinahe das Nebensächlichste aus dem Inhalt des Film-Plotts rausgesucht haben.
    Und dann auch noch (dem Film geschuldet), angesichts der Szenerie eines Helms, der das alles auslösen soll.

    Dabei gibts das ja alles auch überall durch Mobilfunk.

    Aber angesichts der “Aufmerksamkeit”:
    Ich kann seit mindestens 5 Jahren nicht mehr richtig schlafen. Vielleicht liegt das ja daran, dass ich mit Mikrowellen dauerhaft wachgehalten werde…nur, weil ich ansonsten je faul rumliegen würde….quasi aus Niedertracht bestrahlt und “erregt” werde oder so!?

    Mir ist übrigens beim zusehen ein Detail meiner eigenen Suche wegen einer Lücke in der Argumentation bei einer bestimmten Sache in den Sinn gekommen. Und nun habe ich eine Vorstellung davon, wie es gehen könnte, weil im Film eine dran angrenzende Szenerie erwähnt wurde.

    Insofern: diese Folge war Inspirierend.
    Die Welt macht das aber dann immernoch nicht besser.

  25. Zu St. Schleim
    Satre /Autorität und Freiheit
    Meiner Ansicht nach irrt Satre. Wenn Menschen nur existieren, wären sie so wie Tiere. Menschen werden durch den Zeitgeist, durch die Umwelt, durch die jeweils herrschende Ideologie geprägt. Letzteres beeinflusst ihr Denken und Handeln. Menschen handeln auch als Egoisten und richten dieses Handeln auch nach ihrer persönlichen Vorteilsnahme aus, was auch darin besteht, dass ihre triebhaften Bedürfnisse befriedigt werden (Das ES) bzw. andere Menschen benutzen und ausnutzen.. Ansonsten halte ich nichts von diesen idealisierten Menschenbildern da ich in meinem Leben genügend Kriecher, Spießer, durchgeknallte Selbstdarsteller ,Karrieristen etc. kennengelernt habe. Jede Gesellschaftsform schafft sich ihre speziellen Menschentypen .

  26. @ demolog

    Ich habe in Physik Chemie, vor rund 60 Jahren, nur Grundwissen erworben, kein „Spezialwissen“.

    Ein Chemielehrer ehemals hat so nebenbei gemeint, dass Metallionen die bei der Nutzung von Metallgefäßen (Kupfer, Zinn….) durch den gelagerten Alkohol frei werden und irgendwie die Blut-Hirn-Schranke überwinden können, negativen Einfluss auf das Geschehen im Gehirn nehmen könnten. Besonders vermutete er, dass deswegen in Völkern Dekadenz gefördert worden sein könnte und dies ein Grund für ihren „Untergang“ gewesen wäre.

    Er hat versucht Korrelationen zwischen derartigem Geschehen und den Trinkgewohnheiten aus Metallgefäßen zu ermitteln.

    Ich habe nur erfahren, dass chemische Stoffe die unregelmäßig verteilt an Synapsen im Gehirn anlagern, Einfluss auf die (nunmehr unterschiedliche) Signallaufzeit (der Ladungsträger) nehmen können. Es wäre demnach für einen Elektroniker der sich mit Bildübertragung in TV Systemen auskennt naheliegend, dass z.B. „Doppelbilder“ oder auch andere Verfälschungen des Bildinhaltes nach Alkoholgenuss beim „Output“ (Bewusstsein) entstehen kann.

    Nach dem früheren einfachen Atommodell wurde uns vermittelt, dass Elektronen um den Atomkern kreisen. In Abhängigkeit von der Belegung der äußersten Schale „umkreisen“ Elektronen auch andere Atome und bewirken so einen Zusammenhalt der Molekül Verbände.

    Es scheint naheliegend, dass besonders bei äußerem (mechanischen oder gepulsten elektrischen) Einfluss auf die Elektronenbahnen, Elektronen aus ihrer Bahn „geschleudert“ frei werden könnten und damit auch die „Bindekräfteverteilung“ verändert wird, Stoffe z.B. zerfallen oder auch neue Verbindungen entstehen könnten.

    Werden die Elektronen von den äußeren Impulsen „resonant angestoßen“, wie bei einer Kinderschaukel, so könnten die Kräfte (abhängig von der Phasenlage) sehr groß werden, oder auch ausgelöscht werden, wie es sich eben bei Resonanzeffekten verhält.

    Störungen können besonders dann auftreten, wenn z.B. die Hirnstrukturen unterschiedlich davon betroffen werden. Ich würde auch vermuten, dass im Zusammenhang mit den frei gewordenen und vom neuronalen System ausgewerteten Elektronen (Impulsen) und der Kohäsionskräfte das Empfindungsphänomen entsteht.

    Allerdings spielt offenbar auch der Placeboeffekt eine große Rolle. Ich habe von einem Fachkollegen der im Mobilfunk tätig war erfahren, dass Menschen sich über heftige Beschwerden beklagt haben, die von der Handystrahlung eines Funkmastes ausgehen müssten, die genau dann auftraten als der Sender laut Medien in Betrieb genommen wurde. Der Techniker wusste aber, dass der Mast gar nicht in Betrieb genommen werden konnte weil ein Bauteil defekt war und auf die Ersatzlieferung gewartet werden musste.

    Möglicherweise sind Menschen unterschiedlich sensibel, so wie sie auch unterschiedlich Allergien entwickeln.

    Es scheint nahe liegend dass chemische Stoffe auf die Leitung der Ladungsträger und die Triggerung der Neuronen Einfluss nehmen.

    Allerdings wird bei technischen Systemen alles getan um unerwünschten chemischen, elektrischen oder sonstigen nicht definierten Einfluss auszuschließen.

    In der Neurologie werden absichtlich (um Krankheiten zu mildern) Signalwege möglichst selektiv blockiert oder gefördert, das scheint Grundlage der medikamentösen Behandlung. Mitunter scheinen die Behandlungserfolge beachtlich erfolgreich. Allerdings gibt es auch Fälle bei denen schwerste Beeinträchtigungen (absurde negative Persönlichkeitsveränderungen) auftraten.

    Ich bin kein Insider, aber sehr neugieriger Beobachter der „Szene“.

  27. @Querdenker: Existenzialismus

    Wohl wahr – für Existenzialisten wie Sartre sind Freiheit und Autonomie darum auch gleichzeitig Last und Privileg der Menschen.

    Man kann natürlich, salopp gesagt, Freiheit und Autonomie an der Garderobe abgeben und sich Anderen/Anderem unterordnen. Das würden wohl die wenigsten Philosophen bestreiten. Aber die Meisten würden einen Menschen auch für diese Unterordnung verantwortlich machen: Dazu sind wir eben verdammt; auch ein Nicht-Entscheiden ist ein Entscheiden.

    Und ist es nicht so, dass die (meisten) Mitläufer insgeheim doch wissen, dass sie mitlaufen und sich für den Weg des geringsten Widerstands entschieden haben? Aber in einer Welt, die Mitläufertum fördert, werden sie dafür eben belohnt (oder zumindest weniger bestraft). Es müsste genau anders herum sein, vor allem in einem demokratischen Rechtsstaat!

    Und damit wären wir dann bei der Aufklärung im Sinne Kants und dem Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.

  28. @Nervensystem und Nervengifte

    Ich hatte im TV mal Computergenerierte Bilder von Nervenzellen mit all ihren Dendriten und Synapsen gesehen. Hier hatte man das komplette Konnektom eines Stückchens von einem Mäusegehirn scheibchenweise elektronenmikroskopisch gescannt und danach im Computer zu einem ganz detaillierten 3-D-Modell zusammengesetzt.

    Das erinnert mich sehr an elektronische Schaltungen, ist aber offenbar wesentlich komplizierter und raffinierter. Aus Erfahrung wissen wir, dass das Gehirn mit vielerlei Störungen klar kommt, anderseits aber mit ganz speziellen Giften dann wiederum gar nicht.

    Z.B. die Substanzen, die als Psychopharmaka oder als Drogen verwendet werden bewirken schon in sehr kleinen Mengen erhebliche Auswirkungen auf der psychologischen Beschreibungsebene. Auch Schwermetalle wie Blei oder Quecksilber schädigen in zu großen Mengen das Gehirn und seine Leistungsfähigkeit. Was jetzt Mobilfunkstrahlung angeht, so kommt damit das Gehirn offenbar ganz gut klar. In riesigen Dosen allerdings kann Mikrowellenstrahlung natürlich zu einer Erhitzung des Gewebes führen. Ich vermute, dass sich das sogar als schnelle Hinrichtungsmethode eignen würde: Einfach den ganzen Delinquenten in eine schrankgroße Riesenmikrowelle sperren und mit 100 KW Leistung schnell durchgaren.

    Mit Umweltgiften wie Insektiziden und Herbiziden sowie manche Plastikweichmacher mit hormonartiger Wirkung haben wir sicherlich zu tun, eine gewisse Vergiftung damit wird wohl zum modernen Alltag gehören. Aber, wir leben offenbar noch, und die meisten auch in psychisch passabler Verfassung.

    Was die Belastung mit Radionukliden angeht, so geht hier die zerstörerische Wirkung von dem radioaktiven Zerfall der Atome aus. Die beteiligten Energien beim atomaren Zerfall sind Millionen mal größer als die Energie bei einer chemischen Reaktion der noch nicht zerfallenen Radionuklide. Hier sind nur die Schäden durch die ionisierende Strahlung des Zerfalls relevant. Und diese schädigen alle Körperzellen gleichermaßen. Bei akuter Strahlenkrankheit sind insbesondere sich schnell teilende Zellen beeinträchtigt, deswegen kann man das auch als Therapie gegen Krebs verwenden. Eine spezifische Beeinträchtigung des Gehirns ist hier nicht zu befürchten.

    Insgesamt scheint mir das Nervensystem sehr relient zu sein gegenüber allen möglichen Schädigungen und Vergiftungen. Selbst wenn der Denkprozess z.B. durch Alkohol verlangsamt ist, so führt er bis zu 1,5 Promille immer noch zu brauchbaren Ergebnissen, und kann als Ausnahmesituation sogar Vergnügen bereiten. Das ist erstaunlich, finde ich.

    Wenn in einer elektronischen Schaltung nur ein einziger Transistor defekt ist, kann das schon zum Absturz des laufenden Prozesses und zum Ausfall des gesamten Gerätes führen. Auf diesem Gebiet ist das Gehirn unschlagbar.

  29. @ Elektroniker
    05.04.2020, 11:03 Uhr

    Zitat:
    Besonders vermutete er, dass deswegen in Völkern Dekadenz gefördert worden sein könnte und dies ein Grund für ihren „Untergang“ gewesen wäre.

    -> Zu den antiken Römern gehört auch die Erzählung, das sie Wasserrohre der “letzten Meile” aus Blei verwendet haben. Das daraus Dekadenz hervorgeht, will ich gerne glauben, aber die Römer haben ja erst ein ganzes, unvergleichliches Imperium errungen. Was mit umfassener Dekadenz, die zum Zusammenrbuch der Zivilisation führen soll, eher so nicht möglich gewesen scheint.

    Aber dennoch könnte es sein, dass sie genau deswegen “angetrieben” waren, ein Imperium zu erringen, weil sie sich durch das Metall im Hirn dazu motiviert empfanden. Meine These darüber ist da auch recht schlüssig – wenn man bedenkt, das “Geist” eine kollektive Eigenschafte ist, die duruch Verschränkung entsteht, die durch Metalle ins Gehirn integriert erhöht entsteht. Dann fühlen sie sich zu den kühnnsten Träumen “berufen”, … wie “erleuchtet” schauen sie in die Welt. Und da ist die erhöhte Verschränkung durch Metalle im Hirn eine der besten Erklärungen, wie solche “motivationen” entstehen, die es je irgendwo gab. So kann man auch den stereotypen “islamischen Terroristen” oder Fundamentalisten erklären, der geradezu “erleuchtet” von der Idee eines “islamischen Staates” hochmotiviert für diese IDee streitet (und kämpft).
    Im Grunde kann man also feststellen, das durch zu viel Metalle im Gehirn eine Radikalisierung stattfindet…unausweichlich.

    Und wenn sie dann daran denken, wieviele Menschen sich gegenwärtig (die vergangenen jahre) radikalisierten, und welche sozialen Schichten es zuweilen auffällig demonstrativ erkennen lassen, dann wird wohl auch klar, woran das möglicherweise liegt. Wenn da die stereotypen “Nazis” erregt und mit schräg nach rechts Oben verkrampft gestreckten Arm herumlaufen, dann könnte man annehmen, das diese Radikalisierungen durch den Konsum von mit Metallionen verunreinigten Drogen hervorgerufen werden könnte.

    Zitat:
    Er hat versucht Korrelationen zwischen derartigem Geschehen und den Trinkgewohnheiten aus Metallgefäßen zu ermitteln.

    -> Ist das ihre Deutung dessen, was er versuchte? Also sodass sie dabei einiges Weiteres einfach weglassen? Denn diese Idee ist natürlich durchaus schlüssig, aber nur Metallgefäße sind da eben nicht die einzigste “kontaminationsquelle”.
    Und wenn sie die Frage stellen, wie es dazu kommen konnte, das die Menschen so etwas, wie Gott “erfinden” konnten, dann sind sie bei der Grundthese, das es geschah, als, und dareaufhin, die Menschen die Metallverarbeitung in die Kulturtechnik aufnahmen, eigendlich schon auf dem richtigen Weg – ganz grob. Denn metalle im Gehirn integriert erzeugen eben diese “Verschränkungsphänomen” zwischen den Gehirnen. Oder stabilisieren die Verschränkungen, sodass sie dauerhafter und dominanter solche Verschränkung aufrecht erhalten.

    Man kann auch sagen, das eben durch die sich immer weiter verrbeitende Metallverarbeitung in den Kulturen die “kultivierung” der Zivilisationen auf der Erde erst hat beschleunigt und ergeben. In dieser Szenerie wüürde ich aber eher noch von “Domestizierung” sprechen, die dadurch den Menschen angetan wird. Die “kultivierung” von Jäger und Sammler-Kulturen zu Sesshaft lebenden Kulturen ist grob betrachtet also nichts anderes, als eine “Domestizierung”, wie sie auch bei der Kuh einst stattfand, aus der die heutige Hochleistungskuh hervorging.

    Und so werden sie vielleichtr verstehen können, wieso ich davon rede, das eine Vergiftung vorsätzlich erwünscht sein kann – was ja sonst so im Glauben an das Gute im Menschen absurd wäre.
    Aber die modernen Zivilistionen erzwingen ja überall die Unterwerfung unter das “Gemeinwesen”, und das geht, weil die Wirkungen des MEtall so sind, am Besten, wenn man Menschen mit Metallionen vergiftet – praktisch “zwangsbildet” – “domestiziert” eben, was ein prozess ist, der im Gehirn erhebliche Veränderungen auslösst, die auch (epi)genetische Folgen hat.

    Zitat:
    Es wäre demnach für einen Elektroniker der sich mit Bildübertragung in TV Systemen auskennt naheliegend, dass z.B. „Doppelbilder“ oder auch andere Verfälschungen des Bildinhaltes nach Alkoholgenuss beim „Output“ (Bewusstsein) entstehen kann.

    -> Wenn sie von “Doppelbildern” sorechen, meinen sie irgendwie analog “pathologische Zustände”?
    Wenn sie sagen “nach dem Alkoholgenuss”, dann meinen sie sicher “alkoholinduzierter Manipulation”, die temporär ist”? Ich meine aber, das, wenn Metalle enthalten sind, immer eine dauerhafte Veränderung stattfindet. Je nachdem, wieviele Metallionen enthalten sind, desto mehr findet eine dauerhafte “”Festlegung” der Signalwege im Gehirn statt. Mit etwas Wein aus einem Metallgefäß, ist das nicht so dramatisch, da durch die Säure im Wein nur geringfügig Ionen enttsehen. Aber wenn sie Metalle in Säure auflösen, dann diese Säure mit Metallionen mit Wasser verdünnen, das Wasser verdunsten lassen, bleibt was übrig? Ein Metallsalz, in dem Metallionen (also einzelne Metallatome) in das Salzkristallgiter eingebaut sind. Und das macht es ideal, um in das Gehirn integriert zu werden. Un din das Salzkristallgitter gehen eine Menge Metallatome hinein. Und so auch bei kristallinen Drogen, die ein Kristallgitter haben, wie es bei Salz auch der Fall ist.

    Zitat:
    Ich habe nur erfahren, dass chemische Stoffe die unregelmäßig verteilt an Synapsen im Gehirn anlagern,

    -> Diese “Anlagerung”, die ich “Integration” nenne, ist vor allem dann an dem Ort im Gehirn vorzüglich der Fall, wenn diese Region regelmäßig verwendet wird und also elektrisch/neurologoisch aktiv ist. Wenn sie Wein im Metallgefäß zu sich nehmen, dann ist das eine geringe, schleichende Kontamination, die den ganzen Alltag und das, was in ihrem Gehirn vorgeht und in voller Übereinstimmung mit ihren Gewohnheiten im Alltag das Gehirn “enhanced”. Wenn sie aber hochangereichterte Drogen mit Metallen konsumieren, wo der Rausch das ganze Gehirn global aktiviert, dann haben sie am Tage darauf eine schon einegtretene extreme Manipulation ihrer gewohnten neurologischen Aktivität und Netzwerks. Wir wollen den Rausch ja haben, weil er die gewohnte neurologische Aktivität in einen Ausnahmezustand versetzt, der die entsprechenden temporären Folgen im Sinne des spirituellen Ausnahmezustandes erzeugt. Aber die Metalle in Drogen erzeugen dann einen Dauerhaften Zustand, der so schlagartig zur psychischen Katastrophe führt, weil am nächsten Tag das gehirn global aktiviert bleibt, wie es im Rausch der Fall war und das hat ohne den Rausch eine fatale Wirkung auf unser Bewusstsein, das durch den Rausch nur temporär in einem Ausnahmezustand versetzt wurde, aber durch die MEtalle, die sich über Nacht an die sonst nicht verwendeten Regionen integrieren, ab dann stabilisiert wurden und ab dann dauerhaft als Teil der Bewusssteinsbildung des Wachbewusstseins mitwirken (was sie vorher nicht taten).

    Die Signallaufzeit soll angeblich vor allem wegen der Myelinisierung verändert werden – je mehr myelinisiert die Nervenbahnen, desto schneller die Signale in den Bahnen.

    Zitat:
    Es scheint naheliegend, dass besonders bei äußerem (mechanischen oder gepulsten elektrischen) Einfluss auf die Elektronenbahnen, Elektronen aus ihrer Bahn „geschleudert“ frei werden könnten und damit auch die „Bindekräfteverteilung“ verändert wird, Stoffe z.B. zerfallen oder auch neue Verbindungen entstehen könnten.

    -> Korrekt. Das ist aber nicht, was zu den von mir erkannten Wirkungen geschieht. Denn die Zelle stabilisiert die Eigenschwingung der Atome. Daraus folgt auch, das sehr wahrscheinlich instabile Elemente gar nicht instabil sind und nicht zerfallen. Was aber nur ein Nebeneffekt ist.

    Elektromagnetische Wellen, wie Mikrowellen bringen Atome aus dieser Eigenschwindung und verursachen dann in der Zelle eine Unregelmäßige Reizung, die etwa Schmerzen signalisiert oder andere Empfindungen. Auch die in der Psychiatrie immer wieder angetroffneen “Psychosomatischen Missempfundungen”, sind mit Sicherheit auch durch Mikrowellen verursacht – neben der anderen Quelle der Mitmenschen, die auf einem wirken, wenn sie dazu stabil genug sind (also Enhanced sind).

    Ich bin heute auch zimelich sicher, das man mit Mikrowellen instabile Atome zum Zerfallen bringen kann. Nicht alle und nicht absolut sicher und reproduzierbar, aber doch statistisch relevant.
    Ich habe mal ein Messgrät di eganze Nacht laufen lassen und beobachtet, wie so die Umgebungsstrahlung ist… di emeiste Zeit war nichts besonderes, aber dann um etwa 4 Uhr Morgends geschah plötzlich ein erheblicher Anstieg der messbaren Zerfallsrate. Ich bin mir heute noch nicht sicher, was da geschah: War es eine Fehlfunktion des Messgerätes? Oder war es etwas anderes? Im Glauben daran, das die Zerfallsrate stsatistisch gemittelt relativ stabil ist, war das aber ein extremer Ausrutscher der Physik, die womöglich durch einen bestimmten Einfluß in der Umgebung erzeugt wurde. Und ich meine, das kannpraktisch nur Mikrowellen sein, die (in meiner Umgebung aufgrund besonderer Bedingungen) eben am Morgen einsetzt, eine Stufe höher schaltet, weil der Bedarf erwartungsgemäß höher ist.

    Ich weiß nicht, oib “freiwerdene” Elektronen hier eine Rolle spielen. Ionisierte Atome sind Atome, die eine positive Ladung haben (sollen), sodass freigewordene Elektronen natürlich schnell zur Rekombinierung führen könnten – einfach, weil, wenn sie da sind, das eben passiert. Wie das genau in meiner These wirkt, weiß ich nicht.

    Möglicherweise wirkt ers stabilisierend auf das Atom, das dann mehr externe Anregung aushält, weil es eine stabilere innere Spanung enthält…oder so.
    Was das mit Wirkungen auf das Gehirn zu tun haben könnte, ist mir unbekannt.

    Zitat:
    die von der Handystrahlung eines Funkmastes ausgehen müssten, die genau dann auftraten als der Sender laut Medien in Betrieb genommen wurde. Der Techniker wusste aber, dass der Mast gar nicht in Betrieb genommen werden konnte weil ein Bauteil defekt war…

    -> Auf solche Gerüchte würde ich nicht viel setzen. Sie sagen nichts ü+ber die Realität aus, ausser, das durchaus slebstinduzierte “Erregungen” in unseren körpern stattfinden. Ich habe in meinem Leben mehrere “Netzfreischaltrelais” eingebaut und war mir imme rziemlich sicher, das eine in der Nacht undurchflossene Stromleitung sicher keine organischen Wirkungen haben konnte. Aber es geht hierbei um etwas anders:
    Di eMenschen haben echte Wirkungen in sich, aber sie finden dann die “Mähr” von der Elektrosensibilität, die in der Öffentlichekit falsch / unvollständig dargestellt wird, un dhaben dann eine Ursache, die so nicht zutrifft. Dabei haben sie zu viel Metalle im Körper, die im Zusammenhang mit dem Körper und den anderen menschen (mit zuviel Metallen im Körper) phänomenale Wechselwirkungen erzeugen können, die man nicht erklären will, das sie tatsächlich stattfinden.
    Die andere absurde Geschichte ist, dass Menschen die gewzungen werden, ein Handy zu benutzen, meinen, das Handy würde ihnen schaden/sie manipulieren. Dabei ist es kaum das eigene Handy, sondern die Mobilfunkstation in der Umgebung, die ja viel mehr Leistung und Felder emitiert, als das eigene Handy. Zu denken, alles wäre gut, wenn man nur das Handy abschirmt, damit es keine STrahlung emitiert, ist absurd…Es gibt eine kleine Erhöhung der Strahlungskonzentration, wenn das eigen Handy sich ins Netz einlogte, aber das ist im Bereitschaftszustand auch nur minimal, gegenüber während dees Telefonats mit dem Handy. Wenn man das HAndy ausmacht, wäre dem Problem besser geholfen.

    Also, die übliche “Elektrosensibilität” ist in der Regel in falscher Vorstellung davon, wie sie funktioniert und was sie auslösst, in der Welt.

    Zitat:
    Möglicherweise sind Menschen unterschiedlich sensibel, so wie sie auch unterschiedlich Allergien entwickeln.

    -> Richtig. Und Metalle im Gehirn opder Körper spielen da eine Rolle. Unterschiedliche Empfindlichkeit durch unterschiedlicher Metallkonzentration ist dabei aber nicht allein die ausreichende Formel.

    Wenn sie zum Beispielk nur / überwiegend im Neokortex Metalle integriert haben, werden sie viel Ansgterregung und andere Empfindungen haben, weil sie unter dem Schirm dieses viel signalisierenden Kortexes sich selbst darunter zurückziehen und jede reizung im Neokortex wird sie Angsterregung spühren lassen. Das gilt für Mokriwellenstrahlung, wie für die neuronale Aktivität von ihnen Gegenüberstehenden (oder weit entfernten) Mitmenschen.

    Ein gut Enhanceter Mensch hat so gut wie keine Beeinflussung dieser Art der Ansgt- und Gefühlserregung: der sogenannte Psychophat…ein Alphatier, das optimal entwickelt und enhancet ist.

    Zitat:
    chemische Stoffe auf die Leitung der Ladungsträger und die Triggerung der Neuronen Einfluss nehmen….

    -> Chemische Stoffe nehmen chemisch einfluß. Chemisch Elemente nehmen dagegen auch physikalisch Einfluß. Die Anregung durch elektrische Potenziale ist keine chemische Wirkung.

    Zitat:
    Allerdings wird bei technischen Systemen alles getan um unerwünschten chemischen, elektrischen oder sonstigen nicht definierten Einfluss auszuschließen.

    -> Ja, natürlich, das glaubt der “seelig” gute und redliche Mensch. Er muß es tun. Aber aus der Historie der Technischen Revolution sind unmengen an Fehlentwicklungen bekannt, die allesamt im Glauben an das Ungefährliche der Entwicklung glaubten, und dann irgendwann eines besseren belehrt werden mussten, weil da eben doch nicht alles “gut” ist.

    Bevor diesxe endgültige “Unschädlichkeit” da ist, sind aber schon Millionen zu Schaden gekommen. Beta-User überall – es weird stück für stück “gelernt”, wie beid er Erziehung und Biuldung des Menschen. Und die Evolution vergisst die Scheiternden schnell und hebt die gewinnenden auf ein Podest der Anbetung und Lubhudellei…. Das ist, wie bei der Geschichtsschreibung. der Gewinner diktiert Geschichtsschreibung, weil niemand der verlierer noch Einspruch erheben kann. Weil sie Mundtot gemacht worden sind, oder weil sie alle tot sind.

    Zitat:
    In der Neurologie werden absichtlich (um Krankheiten zu mildern) Signalwege möglichst selektiv blockiert oder gefördert, das scheint Grundlage der medikamentösen Behandlung. Mitunter scheinen die Behandlungserfolge beachtlich erfolgreich. Allerdings gibt es auch Fälle bei denen schwerste Beeinträchtigungen (absurde negative Persönlichkeitsveränderungen) auftraten.

    -> Sedierung ist nicht die Ursache von diesen “absurden negativen Persönlichkeitsveränderungen”. Es ist immer ein davor bestehender Missstand/Einfluß. Mit der Sedierung (Dopamin-Hemmer) ist immer nur Symptombehandlung möglich, wenn ein bestehender Einfluß dazu führt, das die neurologische grundfunktion aus dem gewohnten Normalzustand gerät.

    Zitat:
    Ich bin kein Insider, aber sehr neugieriger Beobachter der „Szene“.

    -> Immerhin, hä? Aber das ist nicht ausreichend. Gaffer kann der BEtroffene (oder der zukünftig Betroffene) sicher nicht gebrauchen, wenn die nur gaffen und sonst nichts tun.

    —————–

    @ Tobias Jeckenburger
    05.04.2020, 16:24 Uhr

    Zitat:
    Was die Belastung mit Radionukliden angeht, so geht hier die zerstörerische Wirkung von dem radioaktiven Zerfall der Atome aus.

    -> Nein, nicht nur. Das ist nur “eine” Folgewirkung der Aussetzung. Und sie ist es nicht, wenn die instabilen Elemente ins Nervensystem integriert sind. Die spezielle Kombination Nervensystem/Nervenzelle und Metall führt dazu, das die instabilen Metalle stabil bleiben. Höchstwahrscheinlich. So, wie etwa leichtere Metalle nicht (so leicht) oxidieren, wenn sie unter Spannung gesetzt werden.

    Relevant ist die Wirkung durch die Verschränkung. Selbstverständlich ist hohe alpha, beta oder Gammastrahlung gefährlich. Aber nicht die einzigste Wirkung der Metalle in einem Organismus.

    Ich habe ihnen halbwegs erklärt, was ich meine. Gehen sie insich und vergegenwärtigen es sich, bis sie es verstanden haben. Un dmir bestätigen können, das sie es verstanden haben. Bis dahin kann kein Mensch ihre Banalitäten gebrauchen, die sie dazu seltsamerweise ablassen. Das ist Blätterrauschen im Wald. Nicht mal Vogelzwitschern.

    —————–

    @

    Zitat:
    Und damit wären wir dann bei der Aufklärung im Sinne Kants und dem Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.

    -> Kant hierbei zu titieren, ist nun aber auch sehr Selbsterecht, denn mit diesem Spruch kann man alles sagen oder auch nichts. Nur, weil Kant dami tandeutet, das “selberdenken” zur “mündigkeit” führt, heisst das noch lange nicht, das die Menschen dazu gezwungen werden dürfen, das sie denken müssen, wie angesichts des besten Idealbeispiels, das sie sich gerade aus dem Stand so aus den Fingern saugen. Kant ist ein Extrembeispiel. Wollen sie,d asalle so “extrem” denken, wie er? Ganz zu schweigen,d as man auch mal Nietzsche als beispiel herranzieht. Als ob jeder so sein könnte, wie Nietzsche…
    Äh, sorry, das kann tatsächlich fast jeder können… wenn er nur genug Hostien stibitzt von seinem Vater, dem Pfaffen.
    Oder von der “Gesellschaft” (oder Individuen darin) mit diesen Metallsalzen versorgt wird….oder sich beim öftlichen Kleindealer mit dem richtigen Zeugs versorgt.

    Oder eben durch einen atomaren GAU kontaminiert wird…. undsoweiter.

    ——

    @ Querdenker
    05.04.2020, 11:02 Uhr

    Zitat:
    “Zeitgeist”….

    -> Zeitgeist? was zum Geier könnte das denn sein? Etwa eine durch “Domestizierung” per Metalsalzen (oder anderen Wesien der Kontamination) entstehender “großer, dominierender Geist”, der untereinander verbunden ist, sodass er gleich wie jeder andere denkt?

    Vielleicht…

    Insofern habe ich oben geschildert, wie es aussehen könnte, wenn die MEtalle nicht zum Domestizieren der Menschen verwendet werden würden. Dieser “Zeitgeist” würde an ihnen überwiegend vorbeigehen un dsie würden sich davon so gar nicht “tangiert” fühlen, weil sie mit sich im Reinen sind und keinen “anderen Geist” brauchen.
    Aber in der modernen Zivilisation kann man nicht mehr diesen Anmaßungen entkommen. Weil überall “Hoheitsansprüche” gestellt werden…auch mit und über den “Zeitgeist”, sodass keiun Raum mehr frei ist, den man für sich und im Stillen so als spirituellem Lebensraum gemütlich ausnutzt. Das wäre ja aber zivilisatorisch eine Katastrophe, wenn es nicht so weiterginge, wie vorrangegangene Generationen es getan haben und im Zeitgeist nicht genau das enthalten sei.

    All die Rentner würden dann vor die Frage gestellt werden, wer denn bitte ihre Rente bezahlt. Kein Wunder, das die Konfrontation in jeder Zeit der Moderne nicht nur daraus besteht, das sich Arm und Reich gegenüberstehen, sondern auch Jung und Alt. Das ist ein Fehler im System, dass sich der Mensch damit Locken liess, durch ein verlockendes Rentenssystem eben aus dieser “Gemneinschaft”, die Menschen immerschon gepflegt haben, entbinden konnte, sodass diese Anspruchshaltung überhaupt erst entstehen konnten.

    Kants Philosophie über die “selbstverschuldete Unmündigkeit” macht überhaupt erst Sinn, wenn man die großen Fragen der Zivilisation stellt. Aber der spirituel zugeneigte Herranwachsende kann auch sehr leicht der Meinung sein, das der “tierische” Zustand dieser Unmündigkeit viel besser den Erfidernissen der Seele und der spirituellen Ebene zugute kommt, als dieser Zeitgeist, der alles assimiliert, was ihm in den Weg kommt. Kant hat mit dieser Philosophie überhaupt erst das bodenlose Fass aufgemacht, in dem nun alles Menschliche hineingesogen wird, gemangeld und geschüttelt zu einem modernen Verständnis der Welt und des Geistes verkorxt wieder ausgespukt. Kant hat das aus perspektivischer Ansicht so gemneint. Das heute Jedermann daherkommen darf, und diese Sezenerie nach seinem Dünken “umdichten” und anwenden darf, ist Zeuge des Erbärmlichen dieser Zeitgeiste, die da über uns ergehen.

  30. Zu Th. Jeckenburger
    “;Mit Dopamin Hemmern ist immer nur Symptombehandlung möglich”
    Ja, weil man den Unsinn, den der “Zeitgeist” bei den Menschen ins Gehirn programmiert hat, nicht so einfach mit Chemie löschen kann. Wenn Menschen sich mit Drogen volldröhnen, dann ist das auch Zeitgeist, da wiederum andere Milliarden damit verdienen, also die FREIHEIT haben, anderen die Gesundheit zu ruinieren und damit noch reich zu werden. Zeitgeist sind die moralischen und unmoralischen Werte einer Gesellschaft und die Freiheit, dass man jeden Irrsinn glauben kann, Hauptsache es bringt Geld. Dass, was da in den Gehirnen an Wertemustern eingebrannt ist, kann kein Dopamin löschen, da dieses Verhalten angerlernt wurde mit allen Mitteln der Manipulation und täglich medial weiter praktiziert wird. Man ist also ein Gefangener seiner “eigenen” Denkmuster die man für wahr hält, die eine Zeit für wahr hält, die man für wahr halten muss.

  31. @Querdenker Psychopharmaka

    In der Tat werden mehr Psychopharmaka und Drogen als nötig eingesetzt. Besser wären oft psychologische, soziologische und auch philosophische Ansätze. Bei manchen handfesten psychischen Krankheiten sind die Medikamente aber sehr hilfreich, bei schweren Depressionen oder Psychosen geht es ohne oft gar nicht.

    Hier sind keine schrägen Gedanken das Problem, dass man mit Überdenken lösen können. Hier ist der komplette Aktivitätslevel schwer gestört, das kann man mit Psychopharmaka ausgleichen.

  32. @ Tobias Jeckenburger
    08.04.2020, 12:16 Uhr

    Zitat:
    Hier sind keine schrägen Gedanken das Problem, dass man mit Überdenken lösen können. Hier ist der komplette Aktivitätslevel schwer gestört, das kann man mit Psychopharmaka ausgleichen.

    -> Was zu beweisen war, haben sie nun auch erklärt. Aber wieso lenken sie vom Kernproblem ab und verleugnen einen konkreten Faktor?
    “Schwer gestört” durch Metallionen und Nervengifte. Assimilierung since 1850 etwa…. als man erstmals Nervengifte synthetisch herzustellen in der Lage war.

  33. @ @ Tobias Jeckenburger
    08.04.2020, 12:16 Uhr

    Wobei das noch nicht die ganze Wahrheit ist, denn neben den ungewohnten Aktivitätslevel sind auch ungewohnte Netzwerke aktiviert worden, die nun dazu beitragen, das die Psyche durcheinander kommt.

  34. @Mona

    […]Die angesprochene Übung dient dazu die Aufmerksamkeit zu schulen. Um Aufmerksam zu sein muss man sich entsprechend konzentrieren können, damit einem nichts entgeht.[…]

    Sicherlich ist es richtig bei einer bestimmten Übung, einer bestimmten Tätigkeit dabei auch aufmerksam und (im klassischen Sinne) konzentriert zu sein, damit einem (bei dieser speziellen Übung / Tätigkeit diesbezüglich) nichts entgeht.
    Allgemeiner betrachtet ist es aber genau anders herum richtig und das im speziellen bei der Meditation. Damit einem nichts entgeht, darf man sich nicht konzentrieren, denn Konzentration schließ all das aus, auf das man sich nicht konzentriert. Man muss aufmerksam alles wahrnehmen (nicht beobachten, denn das ist schon eine Konzentration), ohne etwas auszuschließen.
    Zur Verdeutlichung:

    Konzentration ist eine Form des Ausschliessens. Wo ein Ausschluss ist, da ist ein Denker, der ausschließt. Es ist der Denker, der Ausschließende, der sich kon­zentriert, der Widerspruch schafft, weil er eine Mitte formt, von welcher Verwirrung ausgeht.

    Konzentration ist ein Engpass des Geistes. Wir müssen uns aber mit den ganzen Lebensvorgängen befassen. Wenn man sich ja ausschließlich auf einen besonderen Aspekt des Lebens konzentriert, nimmt man von der Lebensfülle.

    Die klassische Konzentration, die sich auf ein bestimmtes Ding richtet und alles andere ausschließt auf der einen Seite, und das Bewusstsein, welches vollkommen ist und nichts ausschließt auf der anderen Seite, das sind Zustände des Geistes, die nur bei objektiver, vorurteilsfreier Beobachtung verstanden werden können.

    Zu meditieren heißt, die Unerschütterlichkeit seiner eigenen Natur zu verwirklichen. Sicher ist, dass Meditation niemals ein Prozess der Konzentration sein kann, da die höchste Form des Denkens die Negation ist. Negation ist ein Zustand, in dem es weder das Positive noch das Negative als Antwort gibt. Es ist der Zustand der vollkommenen Leere.

    Bruce Lee

    @Herr Schleim
    Sicherlich ist es richtig mit Biofeedback (und dementsprechend ggf. auch Neurofeedback) in einer gewissen Weise die Aufmerksamkeit zu trainieren, zu fördern und zu verbessern, dass sie zur Untermauerung aber eine Krankheit heranziehen, die es gar nicht gibt, ADHS ist laut des Erfinders Leon Eisenberg eine fabrizierte Krankheit, die es gar nicht gibt, das wundert mich schon ein wenig, da Sie das besser wissen sollten und wenn ich mich recht erinnere auch eher auf psychosoziale Faktoren setzen.
    Nun denn. Es ist ja nichts sonderlich neues dass die Psychiatrie nur all zu gern an ihren eigenen Hirngespinsten forscht – leider bleibt der Nachweis der so genannten psychischen Krankheiten, mittlerweile schon fasst seit Jahrhundert langer, intensiver Forschung aus. Dass es tatsächlich psychische Zustände gibt, die als Leiden empfunden werden (z.B. die Trauer) ist kein Nachweis einer Krankheit.
    Aber lassen wir das – wir werden uns da ohnehin nicht einig.

    Zu Frage 3 und 4. Es gibt auch Infraschall (und sogar Waffen dieser Gattung), also Schall im unteren Frequenzbereich die der Mensch nicht wahrnimmt (< 20 bzw. 16 Hz) und solcher Schall kann unter Umständen schädlich auf das menschl. Herz wirken, nicht zuletzt können diese Frequenzen auch negativ auf die Psyche wirken.
    Sicherlich ist das z.T. auch, wie sie schreiben, Science-Fiction, wenn es um das direkte auslösen von Halluzinationen und Panik geht, aber in dem Zusammenhang möchte ich z.B. auf den so genannten Gotthelm und den Elektromagnetismus verweisen und da sie MKULTRA ja schon erwähnten, ist es auch möglich, wenn auch aufwendig, Menschen derart zu konditionieren, dass sie auf bestimmte Reize mit einem bestimmten Verhalten, z.B. Panik reagieren – bis hin zur Persönlichkeitsspaltung, Stichpunkt Manchurian Kandidat – dazu wäre aber eine aufwendige Vorbereitung notwendig.

    Greetz

  35. Hallo nochmal, mit einem Nachtrag zum obigen Kommentar.

    Es gibt auch noch Ultraschall (also auch Frequenzen im für den Menschen unhörbaren Bereich ~ > 16-20 kHz. je nach Alter kann das variieren) und Studien dazu, wie man damit diese sogenannten “neuronalen Schaltkreise” (Schaltkreistheorie) und somit den “Geisteszustand” und das Verhalten von Menschen verändern kann.
    Artikel dazu Z.B. hier:
    Ultrasound Waves Could Be Fired At the Brain for Mood-altering Precision Therapy
    Oder hier:
    Neuroscientists Testing Ultrasonic Mind Control

    Greetz

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