Orcas im Nordatlantik – wählerische Esser und hautnahes Erlebnis
BLOG: Meertext
Mein Nachtrag zum #WorldOceanDay 2026 ist dieser Orca-Beitrag – ein Update zu den Schwertwalen des östlichen Nordatlantiks mit meinen eigenen Erlebnissen auf den Shetland-Inseln im vergangenen Jahr.
Die Orca-Forschung im europäischen Nordatlantik zeigt, dass sie ganz anders leben, als ihre nordpazifischen Verwandten: Auch die europäischen Schwertwale leben meist in stabilen Familien. Aber ihre Bestände und Aufenthaltsorte um Grönland, Island, die Britischen Inseln und Schottland sowie vor Norwegen und in der Barentssee sind weniger fest: Sie schwimmen je nach Beute in größeren oder kleineren Gruppen und je nach Jahreszeit zwischen den Küsten und Inseln umher.
Wie die nordpazifischen Orcinus orca-Gruppen haben auch die nordatlantischen Gruppen Nahrungsvorlieben, sie scheinen allerdings etwas weniger wählerisch zu sein: Vor Grönland fressen sie gern Makrelen und Robben, vor Island und vor Norwegen Robben und Heringe und vor den Färöer-Inseln Makrelen, Heringe sowie Robben. Dabei bilden die Schwertwale für die Fisch-Jagd größere Gruppen und sind laut, zur Meeressäuger-Jagd sind sie in kleinen Gruppen und lautlos unterwegs. Manchmal fressen sie auch andere Fische oder Meeressäuger, fette Robben oder Schweinswale werden meist geteilt.
Manche Individuen und ganze Gruppen scheinen den Heringen auf ihren Wanderungen zu folgen, ob küstennah oder auf dem offenen Meer. Damit unterscheiden sich die Nordatlantik- Kulturen erheblich von denen des Nordpazifiks. Und die noch vor einigen Jahren übliche Einteilung der Nordatlantik-Schwertwale in zwei Ökotypen – einen Fisch und einen Meeressäuger fressenden – ist überholt.
Blubberanalysen von mehr als 200 Orcas und die Zuordnung der in den Fettsäuren enthaltenen Isotopen, die eher auf Fisch- oder eher auf Fleischernährung hinwiesen, hatten erst 2023 diese Ernährungsgewohnheiten nachgewiesen. Dabei kam auch heraus, dass sogar die Individuen innerhalb einer Gruppe noch unterschiedliche Vorlieben haben.

Heringskarussel
Vor der norwegischen Küste halten sich oft große Heringsschwärme zur Fortpflanzung, zum Fressen und zum Überwintern auf, bis etwa 2000 waren sie im Tysfjord. Die Orcas haben für die Jagd auf die kleinen Schwarmfische das „Heringskarussell“ entwickelt: Dabei umringen sie in einer koordinierten Aktion einen Heringsschwarm und erschrecken mit ihren hell aufleuchtenden Bauchseiten die Fische, die sich ängstlich immer enger zusammendrängen – dann schlagen die Wale mit kraftvollen, knallenden Schwanzschlägen in den „Fisch-Ball“ und schnappen sich einzelne, halb betäubte Fische. Die Heringe bilden zum Fressen, Überwintern oder zur Paarung unterschiedlich große Ansammlungen in unterschiedlichen Meerestiefen, die Orcas passen ihre Jagd daran jeweils an – etwa, wenn sie im Winter bei besserer Sicht im Ozean nur wenige Echoklicks abgeben. „Verhaltensplastizität“ nennt die Orca-Expertin Filipa Samarra diese Anpassung. „Plastizität“ beim Verhalten bezeichnet schnelle Anpassungen an veränderte äußere Umstände.
Seit die Heringe im Zuge der Meereserwärmung nach Norden wandern, folgen ihnen die Schwertwale, seit etwa 2010 sind beide – Jäger und Beute – auch vor der nordnorwegischen Vesteralen-Insel Andenes zu beobachten. Dort snacken sie bei Gelegenheit auch Schweinswale oder Robben, was aber kaum der Sättigung, sondern wohl eher dem Socializing, der Stärkung ihrer sozialen Familienbande, gilt: Sie reichen den kleinen Meeressäuger in der Gruppe herum und jeder bekommt ein Häppchen.
Beim Heringskarussell hingegen fressen sie sich an den fetten Fischen satt: Jeder Schwertwal erbeutet durchschnittlich 1,08 Fische pro Minute, beim Aufsammeln von Resten hinter Fischerbooten sind es dagegen nur 0,43. Die Jagd lohnt sich also! Zum Sattwerden braucht ein Orca zwischen 285–578 Heringe täglich und muss dafür 37–65 % jedes Tages fressen. Ihren hohen Energiebedarf können sie also nur mit effektiven Jagdmethoden und Teamwork stillen.
Ein Team um Ellen L. Hayward und Filipa I. P. Samarra hat gerade eine neue Publikation zur Bioakustik Schwertwale beim Heringsfressen in isländischen Gewässern veröffentlicht: Bei der Heringsjagd gehen die Orcas hochgradig koordiniert vor. In dieser Studie nutzten die BiologInnen von den Walen aufgezeichnete Audio- und Videodaten (die Aufnahmegeräte werden mit Saugnäpfen am Wal befestigt, lösen sich dann und schwimmen auf), um kooperative Interaktionen und Fressraten zu bewerten. Aus den Videoaufnahmen ging hervor, dass die Wale nach einem Schwanzschlag das Treiben der Heringe einzustellen schienen und sich dicht beieinander von einzelnen betäubten Heringen ernährten. Die Orcas verzehrten Heringe, unabhängig davon, ob sie den Schwanzschlag selbst ausgeführt hatten oder nicht – einige jagen also für andere mit. Bei 26 % der durch Videoaufnahmen bestätigten Fressereignisse wurde ein „schlürfendes“ Geräusch aufgezeichnet, was den BiologInnen ermöglichte, einen Mittelwert von 25,3 bis 29,7 verzehrte Heringe pro Schwanzschlag zu schätzen. Da drei markierte Schwertwale die Rolle des „Schwanzschlägers“ überdurchschnittlich oft einnahmen, scheint es eine Rollenspezialisierung zu geben.
Die Geräuschkulisse der Schwertwale beim Heringskarussell aus speziellen Rufen, Schwanzschlägen und den Echoklicks der Schwertwale lockt manchmal Buckelwale an, die dort auf ihrer jährlichen Wanderung vorbeikommen. Dachten Forschende vor einigen Jahren noch, dass beide Walarten kooperieren würden, um mehr Fische fressen zu können, sieht es mittlerweile so aus, als ob die großen Bartenwale den kleineren Zahnwalen dann einen Teil der fetten Schwarmfische wegschnappen.
Dass Heringe ihre Aufenthaltsorte und Wanderwege ändern, ist seit Jahrhunderten bekannt, vermutlich liegt es an veränderten Meeresströmen und damit einer Verlagerung ihres Nahrungsangebots. Mit der immer schnelleren Meereserwärmung gerade im östlichen Nordatlantik werden diese Änderungen sicherlich noch stärker und schneller – eine Herausforderung auch für die Orcas.
Die Orcas der Shetland-Inseln
2025 war ich mit zwei Freundinnen auf den Shetlands – auf Orca-Pirsch. Und wir haben sie gesehen! Diese Beobachtung ist mein Bonusmaterial für den Tag des Meeres.
Orcas lassen sich anhand ihrer Muster wie Augenfleck und Sattelfleck sowie dem Finnen-Umriss, Narben und anderen Merkmalen individuell identifizieren. 2021 veröffentlichten Andrew Scullion (Orca Survey Scotland), Hugh Harrop, Karen Munro, Steve Truluck sowie Andrew Foote den Scottish Killer Whale Photo Identification Catalogue 2021.
2008 und 2009 bestanden die 64s & 65s genannten Familiengruppen (die bekannten Familien und Individuen sind durchnummeriert) aus dem erwachsenen Männchen 032, den erwachsenen Weibchen 064, 065 und 066 sowie dem Jungtier 067. 066 war vermutlich die Matriarchin, also die Mutter der jüngeren erwachsenen Kühe 064 und 065. Nach der Geburt einiger Kälber waren es schließlich neun Orcas. Sie gehörten zu den häufigsten beobachteten Pods vor den Shetlands.
2017 verschwanden 066 und 067, 2018 zerfiel die restliche Gruppe in zwei Pods: die 64s und 65s Gruppen. Die 64s haben nun vermutlich 064 als neue Matriarchin und die 65s 065, sie hat den Beinamen Razor. Die Aufsplittung einer Gruppe hängt oft mit dem Tod der Matriarchin zusammen, wie von den Bigg´s Orcas des Nordpazifiks bekannt ist. 2020 wurde vor Brough of Deerness, Orkney eine Zusammenkunft von Mitgliedern beider Gruppen beobachtet, die auf sehr enge Familienbande hinweist – wie unter Schwestern.
Beide Pods gehören gemeinsam mit den 27s zur Northern Isles Community und werden als semi-resident in Schottischen Gewässern eingeordnet. Zumindest bis 2021 war keine Sichtung der 64s und 65s aus Islands Gewässern bekannt, auch nicht aus norwegischen Gewässern, dafür allerdings eine mögliche Sichtung vor den Färöer-Inseln. Auch wenn die Schwertwale des östlichen Nord-Atlantiks offenbar hoch mobil zwischen Island, Norwegen, Schottland und den Färöern unterwegs sind, haben die einzelnen Pods bevorzugte Areale.
Andere Pods und Individuen sind sowohl vor Island als auch vor Schottland gesichtet worden. Im Gegensatz zu den Familienverbänden im Nordpazifik sind die Gruppen im Nordatlantik offenbar weniger stabil: Einzelne Individuen wandern zwischen Island, Norwegen, Schottland und den Färöern umher.
Die Nordatlantik-Orcas fressen meist sowohl Fische (Heringe und Makrelen) als auch Meeressäuger (Robben, Schweinswale und andere), sie sind also auch bei der Ernährung weniger festgelegt als die des Nordpazifiks.
Für die Orcas in schottischen Gewässern gibt es mittlerweile mehr Daten: Bei den Sichtungen gibt es einen sommerlichen Höhepunkt bei den Sichtungen, der mit der Fortpflanzungszeit der Seehunde zusammenfällt – Jungtiere sind unerfahren und darum leichte Beute. Um satt zu werden, müssten die Schwertwale pro Saison bis zu achthundert Seehunde fressen.
Einige Gruppen wandern jährlich zwischen Island und Schottland – offenbar gehen sie nach der Heringssaison vor Island zur Robbensaison an schottischen Küsten über. Dabei sind sie bei der Heringsjagd recht laut, während sie auf der Robbenpirsch ganz leise bleiben – die Meeressäuger hören die Orcarufe und würden schleunigst aus dem Wasser verschwinden.
Orca-Hatz auf Robben
Die schwarz-weißen größten Delphinartigen standen im Fokus unserer Shetland-Reise: Wir jagten ihnen mit Bus, Auto, per Anhalter und zu Fuß hinterher. Einmal verpassten wir sie um 10 Minuten, einige andere Male war es auch knapp. Aber dann war es soweit: Wir bekamen beim Frühstück in Brae die Meldung: Orcas südlich von Lerwick (der Hauptstadt):
Pod 65 war auf Robbenhatz! Dabei tauchen sie überraschend auf und wandern dann Bucht für Bucht weiter nach Süden. Aus den Meldungen extrapolierten wir die Route der Wale – richtig gerechnet!
Die Gruppe ist auch für Laien und aus der Entfernung schnell erkennbar: die hoch aufragende Finne des erwachsenen Bullen Busta – 032- ist auffallend geformt. Außerdem gehören noch 198 – möglicherweise eine Tochter von 065, 168 sowie 199 dazu sowie ein Jungtier.
Außer uns folgten auch andere Menschen den Orcas, die Kavalkade fuhr mit den Walen nach Süden. Bei Fladdabister haben wir sie dann „erwischt“. Wir blieben wegen des besseren Überblicks an der hoch gelegenen Küstenstraße stehen und verfolgten mit anderen Orca-Schaulustigen das Geschehen in der Bucht von oben. Bereit, beim Weiterziehen der Wale wieder ins Auto zu springen. Andere standen auf den Felsen ganz nah am Wasser – nur wenige Meter entfernt von den Zahnwalen. Beneidenswert auch die Menschen, die per Boot den Walen folgten.
Dann schwammen die Schwertwale von Norden kommend in die Bucht hinein: Sie hatten sich angeschlichen, um die Robben zu überraschen. Ich habe zunächst nur die großen weißen Flecken unter Wasser gesehen. Dann durchschnitten beim ersten Angriff die Rückenflossen die Wasseroberfläche. Ein noch kleines Jungtier hielt sich eng an der Mutter und wurde offenbar im Jagen unterrichtet, immer wieder durfte es vorschwimmen. Dabei kam es noch sehr weit aus dem Wasser – offenbar muss es das Anschleichen unter Wasser erst noch lernen, die erwachsenen Orcas waren weitaus weniger sichtbar.
Und dann sahen wir zu, wie der Bulle Busta sich ganz nah an den Klippen auf die Seite legte, seine große paddelförmige Brustflosse hoch aus dem Wasser ragte und er sich dort eine Robbe schnappte. Dabei wurde ein großer Teil des massiven Körpers scheinbar schwerelos aus dem Wasser gehoben.
Ich muss zugeben, dass ich den Atem anhielt.
Die Shetland-Orcas sind längst ein touristisch bedeutender Faktor. Darum haben die Wissenschaftler im Photo-ID-Katalog den Code of Conduct für die Begegnung mit ihnen auf dem Wasser aufgenommen, mit der Ermahnung, nicht zu nahe an die Tiere heranzufahren und die Geschwindigkeit zu reduzieren (Scottish Killer Whale Photo Identification Catalogue 2021).
Der versierte Ornithologe und Kenner der Shetlands-Naturkunde Hugh Harrop hatte 1992 Shetland Wildlife gegründet. Er ist immer auf dem Laufenden und schreibt für verschiedene Fachzeitschriften. Die geführten Exkursionen von Shetland Wildlife sind meist Monate im Voraus ausgebucht. Wir haben ihn einmal getroffen, als wir die Orcas haarscharf verpaßten. Er und andere teilen ihr Wissen u a auf der Facebook-Seite Shetland Orca Cetacean Sightings.
Während unseres Aufenthalts wurde im Yell Sound ein toter Schwertwal angespült. Das Männchen war einige Tage zuvor schon bei Sullom Voe gesichtet worden und von örtlichen Walbeobachtern als „161“ aus einer als „Scottish/Icelandic 12s“ bekannten Gruppe identifiziert. Die Todesursache ist derzeit unbekannt, aber der Wal wurde nicht verheddert aufgefunden, ist also kein Beifang. Probenahmen und eine mögliche Autopsie wurden mit dem Scottish Marine Animal Strandings Scheme (Smass) vereinbart. Die lokale Walbeobachterin Vivian Clark fotografierte den Bullen 161 diesen Dienstag am südöstlichen Ende des Yell Sound, wie er mit Seetang spielte und dabei „unterernährt und dünn“ wirkte. Als wir die Hillswick Seehundsstation besuchten, erhielten wir dort aus gut informierten Kreisen die Info, dass sein Magen leer war.
In diesem Fall blieb die Todesursache ungeklärt.
Aber im Nordatlantik lauern viele Gefahren: Dass der östliche Nordatlantik besonders schwer mit Toxinen belastet ist, führt schon dazu, dass manche Orca-Gruppen gar keinen Nachwuchs mehr bekommen. So war der 2016 auf den Hebriden gestrandete Orca Lulu das am stärksten mit PCBs belastete Lebewesen, was die Veterinäre je analysiert hatten. Es ist sicherlich kein Zufall, dass Lulu niemals ein Kalb zur Welt gebracht hatte und in ihrer Gruppe seit Mitte der 80-er Jahren, seit sie erforscht werden, überhaupt kein Nachwuchs beobachtet wurde, Biologen und Veterinärmediziner schreiben dies der hohen Schadstoffbelastung zu. Gestorben ist Lulu allerdings nicht an einer Vergiftung, sondern durch das Verheddern in Fischereileinen (“entanglement”) – eine der häufigsten Todesursachen der schwarz-weißen Topprädatoren der Meere.
Wer Orcas aus nächster Nähe sehen will kann das auch im LORO PARQUE auf Teneriffa. Wir waren vor etwa 20 Jahren dort und haben auch die Show mit den Orcas gesehen. Das sind beeindruckende Tiere.
@Wolfgang Richter: Ja, im Loro-Parque kann man auch Orcas sehen. Ich schätze die Arbeit des Parks für den Papageienschutz sehr hoch. Und die Papageienshows sind toll, weil dann viele Leute überrascht sind, dass die Federviecher fliegen können (statt nur im Käfig zu sitzen) und ziemlich schlau sind.
Ich war auch sehr gespannt auf die Orcas – als ich sie gesehen habe, sind mir fast die Tränen gekommen. Diese riesigen Top-Prädatoren mit ausgeprägtem Sozialverhalten gehören einfach nicht in solch einen winzigen Pool. Bei Delphinarienhaltung von Großen Tümmlern u a Kleinwalen dieser Größe gerade von schon in Gefangenschaft geborenen Tieren, habe ich weniger Probleme, wenn die Haltung gut ist.
Aber Orcas sind dafür einfach ein paar Nummern zu groß.
Sorry, von mir gibt´s keine Empfehlung für diese Begegnung.
Die Shetland-Inseln, die Orkneys und die schottischen Küsten liegen sogar näher und sind sogar per Bahn und Fähre zu erreichen.
@Bettina Wurche: Zustimmung, ja, diese großen Tiere gehören nicht in so kleine Becken. Das ist wirklich ein riesiger Unterschied zwischen der Haltung von Tümmlern und von Orcas in solchen Becken.
warum besuchst du dann diese Parks???
wenn die Leute mehr überlegen würden dann sollte man solche Parks mit Delphinen und Orcas, Seehunden meiden.
@Andy Rutz
Aber hallo, seit wann sind wir per Du? Ich habe doch den Loro Parque nicht wegen der Orcas besucht. Ich wusste ich vor dem Besuch nur, dass der Park sich besonders um den Artenschutz verdient gemacht haben soll. Welche Tierarten dort wie gehalten werden wusste ich nicht und was hätte es denn gebracht, wenn ich es gewusst hätte?
Ein Boykott oder Nicht-Besuch eines solchen Parks wegen der Haltungsart von Meeressäugern hat und hätte auch keinerlei Wirkung.
Egal ob Orca oder Delfin. Für diese Tiere gibt es in Gefangenschaft keine Artgerechte Haltung. Es ist wie wenn man einen Marathon Läufer in ein Dixi Klo sperrt. Ich komme gerade aus Norwegen Insel Hitra zurück. Wir hatten fast jeden Tag Orcas am Boot.
Ich stimme Ihnen voll und ganz zu!
Delfinarien sind kein Artenschutz, sondern ein Geschäft mit fühlenden Lebewesen. Noch immer werden in Taiji Delfine für Delfinarien gefangen, weil lebende Tiere hohe Gewinne bringen. Hochintelligente Meeressäuger werden ihrer Freiheit beraubt und zur Unterhaltung von Menschen in kleinen Becken gehalten. Für mich ist das Tierquälerei, die nicht unterstützt werden sollte.
https://de.whales.org/wdc-ziele/delfinjagd-stoppen/taiji/
Interessant. Ich war vor ca. 20 Jahren auf Froya, sozusagen eine Insel weiter draußen. Der damalige Freund meiner Schwester war Angler und hatte dort ein Boot. Wir waren auch einige Male draußen, aber Orcas oder sonstige Meeressäuger haben wir keine gesehen. Wäre für mich bestimmt ein tolles Erlebnis gewesen.
@Spritkopf: Die Orcas vor der norwegischen Küste haben ihre Aktivitäten in den letzten 20 Jahren stark verändert, sie sind den Heringsschwärmen weiter nach Norden gefolgt. Vor 20 Jahren sie regelmäßig im Sognefjord, jetzt sind sie eher vor den Vesteralen. Ich habe vor den Vesteralen 1997/8 keinen Orca gesehen, trotz 2 Monaten täglicher Ausfahrten. Leider auch nicht in 2018. Hätte ich sehr gern!!!
@alle: O. k., ich hatte das Faß mit der Delphinarienhaltung aufgemacht.
Ich würde mich freuen, wenn weitere Kommentare sich dann wieder mit dem Inhalt des Beitrags – den Orcas des Nordatlantiks – beschäftigen würden.
Außerdem bitte ich um sachliche Kommentare, ohne persönliche Anwürfe.
Den persönlichen Anwurf habe ich bekommen, wie zu sehen.
Also wie ein geselliges Beisammensein beim Menschen. Man reicht sich Tee, Kaffee und Gebäck oder schenkt sich Wein/Bier/Softdrinks ein und reicht die Schale mit den Salzstangen und Chips herum. Auch das dient der sozialen Stärkung und weniger dem Stillen des Hungers.
@RPGNo1: Ja! Nur dass Salzstangen und Softdrinks keine Ausbruchsversuche machen und kein Blutbad hinterlassen. Mich machen solche Jagdszenen immer etwas fertig.
Und die Hatz, die wir auf den Shetlands beobachtet haben, war kein Teatime-Ding, sondern so ungebremst brachial, dass mir der Atem stockte
In meiner Verwandtschaft habe ich übrigens jemanden, der öfters im Mittelmeer segeln geht. Der meinte, dass die Orca-Angriffe auf Segelboote nicht mehr nur bei Gibraltar und vor Südportugal stattfinden würden, sondern im Atlantik bis hoch in die Biskaya und im Mittelmeer bis vor die französische Riviera. Hatte ich bisher noch nie etwas von gehört, mangels Quellen konnte ich jedoch nichts dazu sagen. Weißt du da Näheres, Bettina?
@Spritkopf: Das kam vorher auch schon vor. In letzter Zeit habe ich es weniger verfolgt, wird aber wohl mal Zeit für ein Update.
Leider gibt es keine Updates der Orca Iberica Gruppe mehr. Allerdings werden in einer anderen FB-Gruppe ständig neue Angriffe gemeldet.
Wenn ich etwas mehr Zeit habe, schaue ich die mal durch – ist meist in Französisch und Spanisch