Fundstücke, Fragen & Anregungen

BLOG: Meertext

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Meertext

Ich mag meine Scienceblog-Community!
Einfach mal ein herzliches Dankeschön an Euch KommentatorInnen, Fundstückefinder und Fragende!
Ihr seid eine Inspiration und ein Lichtblick im zunehmend eskalierenden Social Media-Betrieb.
Eure Beiträge sind oft spannend, nicht nur für mich, sondern auch für andere.

Dieser Beitrag ist leer.
Ich möchte diese Überschrift für mehr Interaktion anbieten – hier drunter könnt Ihr alles an Fundstücken, Ergänzungen und Fragen posten.
Noch lieber würde ich mich mit Euch ja mal auf eine Tasse Tee oder ein Erfrischungsgetränk treffen, aber das bleibt wegen der räumlichen Entfernung wohl meist ein Wunsch.

Dann haben wir zumindest hier eine digitale Plattform zum Austausch!
Bitte irgendwie in meinem Themenbereich – Zoologie, Ozeane, Evolution, Paläontologie, Astrobiologie.
Von esoterischen, metaphysischen, grenzwissenschaftlichen Themen bitte ich abzusehen – da fühle ich mich nicht zuständig.

Nehmt Euch ein Andorianisches Ale, einen Raktajino, Earl Grey oder einen anderen Drink und legt los : )
Bei Bedarf kann ich das Rezept für den Raktajino hier gern teilen – wir haben ihn auf der MetropolCon in Berlin ausgeschenkt und er fand reißenden Absatz. Zumindest in unserem Future Food-Vortrag ist dann auch wirklich niemand eingeschlafen.

Andorianisches Ale
Raktajino (Klingonischer Kaffee)

Raktajino-Rezept (nach Star Smutjes Rezept), für 1 l Kaffee)

  • 200 g Kaffee (Robusta, ColdBrew über Nacht ziehen lassen)
  • 1 l kaltes Wasser
  • 2 EL dunkler Kakao
  • 1 EL Gewürzmischung (Zimt, Pfeffer, Kardamom, Piment, Sternanis)
  • Milch/Hafer-/Sojamilch (1 l reichte für 2 l Raktajino) und Zucker/Süße nach Geschmack
Earl Grey, muss nur noch mit heißem Wasser aufgegossen werden

Bettina Wurche in Portsmouth

Veröffentlicht von

https://meertext.eu/

Auf dem Science-Blog „Meertext“ schreibe ich über meine Lieblingsthemen: Biologie, Zoologie, Paläontologie und das Meer. Wale, Fische und andere Meeresgetüme. Tot oder lebendig. Fossile Meere, heutige Meere und Meere der Zukunft. Die Erforschung, nachhaltige Nutzung und den Schutz der Ozeane. Auf der Erde und anderen Welten. Ich berichte regelmäßig über Forschung und Wissenschaft, hinterfrage Publikationen und Statements und publiziere eigene Erlebnisse und Ergebnisse. Außerdem schreibe ich über ausgewählte Ausstellungen, Vorträge, Bücher, Filme und Events zu den Themen. Mehr über meine Arbeit als Biologin und Journalistin gibt´s auf meiner Homepage “Meertext”.

288 Kommentare

  1. Für mich bitte Tee, Earl Grey, heiß – danke für die Einladung!

    Die Einrichtung dieses Threads ist eine gute Idee, sowas fehlte mir bisher hier 🙂

    Also gleich mal ein Fundstück. Gerade heute musste ich an dich denken, weil du ja so ein Fan der Stellerschen Seekuh bist. Heute fand ich die Rezension eines Romans zu dem Thema: Das Wesen des Lebens von Iida Turpeinen (Roman, S.Fischer)

    über die Jahrhunderte hinweg folgt die Autorin der Seekuh; von ihrer “Entdeckung” über ihre Ausrottung bis hin zum heutigen Tag. Dabei liegt der Fokus nicht auf den großen Persönlichkeiten der Geschichte, sondern auf den Vergessenen und Unbenannten – Mitarbeitende, Ehefrauen, Schwestern. In zarteste Worte gehüllt zeigt Iida Turpeinen dabei die Verbrechen an Natur, Tieren und Menschen auf.

    https://oceanlove–r.blogspot.com/2024/09/top-oder-flop.html

    Falls Du es nicht schon kennst, ist es vielleicht einen Blick wert (ich weiß nicht, ob es gut ist).

    Grüße, Dampier

    • @Dampier: Danke für den Buchtipp! Ja, ich muss das Buch endlich mal lesen. Komme bloß leider zu nichts anderem, weil mein Climate Fiction-Buch meine volle Aufmerksamkeit in der kärglichen Freizeit braucht, das soll bis Jahresende fertig werden. Dafür lese ich auch immer noch viel.
      Aber nächstes Jahr will ich wieder Zeit für anderes haben!

  2. Also das mit dem Raktajino Rezept nehme ich gerne. Auch kann ich mir unter “Future Food Vortrag” gar nichts vorstellen. Darfst Du gerne teilen 🙂
    Bezüglich des Blogtitels habe ich eigentlich keine speziellen Vorschläge.
    Das Interessante hier war doch für mich immer, dass es waszum Thema Meer zu lesen gab mit dem ich mich selber noch gar nicht beschäftigt habe. Was normal ist, jeder hat da seinen eigenen Lebensmittelpunkt, mit allem kann man sich nicht beschäftigen.
    Wenn es hier was zum Thema Meer gibt war das für mich meist einfach ein Grund zum Staunen. Würmer finde ich persönlich toll, aber die Vorliebe muss man nicht teilen. Vieleicht habe ich da seit dem Schwarm einen Dachschaden 😉

    • @Uli Schoppe: Das Raktajino-Rezept ergänze ich heute abend gern und schreibe dann auch was zum Future Food.
      Ja, Würmer sind auch nicht so meins….dabei sind das soooo wichtige Meeresbewohner. Irgendwann komme ich mal dazu!

  3. Bettina Wurche schrieb (24. Sep 2024):
    > Ich mag meine Scienceblog-Community! […]

    Zwar zähle ich mich weder zu dieser, noch zu einer eventuellen “Meertext-SciLog-Community” …

    … ich erinnere mich aus diesem Anlass lediglich daran, dass Jürgen Schönstein sozusagen aus seinen Latschen gekippt ist, als ich die beiden Läden in einem meiner Kommentar versehentlich verwechselt hatte …

    Deswegen: …

    > Einfach mal ein herzliches Dankeschön an Euch KommentatorInnen, Fundstückefinder und Fragende!

    … beziehe ich diesen Dank höchstens mittelbar auch auf mich und meine kommentarischen Beiträge bzw. Fragen in einigen anderen SciLogs und ScienceBlogs (sofern diese jeweils überhaupt Kommentare bzw. Fragen zuließen). Gern geschehen!

    > […] hier drunter könnt Ihr alles an Fundstücken, Ergänzungen und Fragen posten.

    Diese seltene Gelegenheit möchte ich aber sehr gerne nutzen — Vielen Dank dafür!

    Frage:
    Wie lassen sich Werte von Krümmungs-Invarianten, jeweils bezogen auf ein bestimmtes Ereignis (“Punkt p”), aus den Werten der Syngeschen Weltfunktion σ) bestimmen bzw. ausdrücken, die für alle Paare von Ereignissen einer Ereignismenge (Raumzeitregion) gegeben sind, die das betreffende Ereignis (“Punkt p”) enthält und geeignet und hinreichend ausgedehnt ist ?

  4. Bettina Wurche schrieb (24. Sep 2024):
    > Ich mag meine Scienceblog-Community! […]

    Zwar zähle ich mich weder zu dieser, noch zu einer eventuellen “Meertext-SciLog-Community” …

    … ich erinnere mich aus diesem Anlass lediglich daran, dass Jürgen Schönstein sozusagen aus seinen Latschen gekippt ist, als ich die beiden Läden in einem meiner Kommentare versehentlich verwechselt hatte …

    Deswegen: …

    > Einfach mal ein herzliches Dankeschön an Euch KommentatorInnen, Fundstückefinder und Fragende!

    … beziehe ich diesen Dank höchstens mittelbar auch auf mich und meine kommentarischen Beiträge bzw. Fragen in einigen anderen SciLogs und ScienceBlogs (sofern diese jeweils überhaupt Kommentare bzw. Fragen zuließen). Gern geschehen!

    > […] hier drunter könnt Ihr alles an Fundstücken, Ergänzungen und Fragen posten.

    Diese seltene Gelegenheit möchte ich aber sehr gerne nutzen — Vielen Dank dafür!

    Frage:
    Wie lassen sich Werte von Krümmungs-Invarianten, jeweils bezogen auf ein bestimmtes Ereignis (“Punkt p”), aus den Werten der Syngeschen Weltfunktion σ bestimmen bzw. ausdrücken, die für alle Paare von Ereignissen einer Ereignismenge (Raumzeitregion) gegeben sind, die das betreffende Ereignis (“Punkt p”) enthält und geeignet und hinreichend ausgedehnt ist ?

    • @Frank Wappler: Folgende Antwort sollte passen:
      Um die Krümmungs-Invarianten an einem bestimmten Ereignis pp in der Raum-Zeit, die sich aus der Syngeschen Weltfunktion σσ ableiten, zu bestimmen, können wir folgende Schritte unternehmen:

      Syngesche Weltfunktion σσ: Die Funktion σσ gibt die Abstände zwischen Ereignissen in der Raum-Zeit an. Sie wird verwendet, um die Geometrie der Raum-Zeit zu untersuchen.

      Ereignismenge: Definieren Sie eine Ereignismenge EE, die das Ereignis pp enthält und ausgedehnt genug ist, um relevante Informationen über die Krümmung zu liefern. Diese Menge sollte verschiedene Punkte in der Umgebung von pp umfassen.

      Berechnung der Krümmungs-Invarianten: Die Krümmungs-Invarianten sind im Wesentlichen Funktionen der Riemann-Krümmungstensoren und lassen sich aus den Ableitungen der Syngeschen Weltfunktion ableiten. Man kann spezifische Invarianten wie den Ricci-Skalar RR, die Riemann-Invarianten I1,I2I1​,I2​ und I3I3​ oder den Kretschmann-Skalar K=RμνρσRμνρσK=Rμνρσ​Rμνρσ betrachten.

      Verwendung von Ableitungen: Bestimmen Sie die Ableitungen der Syngeschen Weltfunktion in Bezug auf die Raum-Zeit-Koordinaten. Dies liefert Informationen über die Geometrie und Krümmung an pp.

      Verknüpfung mit der Krümmung: Die Beziehungen zwischen den Ableitungen der Syngeschen Weltfunktion und den Krümmungsinvarianten sind in der allgemeinen Relativitätstheorie festgelegt. Zum Beispiel können die Riemann-Krümmungstensoren aus den zweiten Ableitungen von σσ gewonnen werden.

      Formel für Krümmungsinvarianten: Schließlich können Sie die spezifischen Invarianten als Funktionen der Ableitungen von σσ formulieren. Beispielsweise wird der Kretschmann-Skalar oft als Funktion der Ableitungen der Metrik dargestellt, die sich aus σσ ableitet.

      Indem Sie die genannten Schritte befolgen und die Beziehungen zwischen den Ableitungen der Weltfunktion und den Krümmungsinvarianten nutzen, können Sie die Krümmungsinvarianten für das Ereignis pp aus den Werten von σσ bestimmen.

  5. @Frank Wappler: Ich habe tatsächlich überlegt, ob ich Scienceblog oder SciLog schreibe. Ich bin nach dieser absolut üblen Nummer der Konradin Scienceblogs auch immer noch sauer. Aber SciLogs hätte sich nur auf meien Tätigkeit auf der neuen Spektrum-Plattform bezogen. Ich scienceblogge aber seit 2011 nun mittlerweile unter der dritten url.
    Da Scienceblog für mich kein exklusiver Brand der Konradin Scienceblogs ist, sondern in meinen Augen das Genre/Medium bezeichnet, hatte ich mich hier für diesen Begriff entschieden.

    Dass Jürgen auch noch so richtig angekekst ist, kann ich mir lebhaft vorstellen. Solche Abgründe wie zu diesem Anlaß sind mir in meinen 14 Jahren Wissenschaftsjournalismus sonst nirgendwo untergekommen.

  6. Hier ein Fundstück im aktuellen Focus zum Thema Meere:

    „Ocean Engineering“ Das Zaubermineral, das unsere Meere retten soll

    Meine persönliche Meinung: so was kann man ja mal in einer weitestgehend vom Meer abgetrennten Bucht testen, wie im Artikel beschrieben, doch um es auf die Ozeane der Erde zu übertragen taugt das nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das Verfahren so skalieren lässt, dass man einen messbaren Effekt in den Weltmeeren erzielt – mal ganz abgesehen vom Risiko der Nebenwirkungen, wie auch immer die aussehen mögen.

    • @Wolfgang Richter: Der link ist leider verloren gegangen. Ich kenne nur Smetaceks Ocean Engineering-Idee mit Eisen. Jetzt würde ich gern wissen, um welches Mineral es hier geht und von wem die Idee stammt

          • Hoppla, da ist im Focus ja noch ein Artikel zum gleichen Thema.

            In diesem Fall will man es mit Alkanen schaffen CO2 aus dem Meerwasser zu entfernen.
            Auch hier zweifele ich an der Skalierbarkeit.

          • @Wolfgang Richter: Erstens ist die Skalierbarkeit fraglich. Zweitens sind die Ozean-Ökosysteme wahrscheinlich wesentlich komplexer, als solche Studien abschätzen können.
            Ohne es gelesen zu haben, bin ich sehr skeptisch. Bislang ist es, wenn Menschene etwas verbessern oder reparieren wollten, jedesmal anders als erwartet gelaufen. Oft ziemlich schlecht.

  7. Na, das passt doch besser als der Begrüßungsthread vom Jan 2023, wo ich bisher immer meine Fundstücke veröffenrlicht habe.

    Zur Einstimmung verlinke ich dann doch gleich einmal meinen Lieblingssong aus meinem akutellen Lieblings-CRPG (*).

    https://www.youtube.com/watch?v=Bk2AqXsJsWU

    PS: Ich stoße im Übrigen mir einem Raktajino auf die Anwesenden an.

    (*) Wer mehr dazu wissen will, kann gerne bei Michael Blume reinschauen. 😉

    https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/j-r-r-tolkiens-biblische-fantastik-fuer-grossbritannien/#comment-161254

    • @RPGNo1: Ja, Du hast immer so interessante Statements und Fundstücke! Ich denke auch, dass es dann unter dieser Überschrift mehr Leute finden werden.
      Michael hat auch Raktajino angeboten? Da muss ich gleich mal Rezepte abgleichen : )
      Danke für den schönen Song, der ist episch : )

      • @Bettina

        Michael hat auch Raktajino angeboten? Da muss ich gleich mal Rezepte abgleichen : )

        Oh, ein Missverständnis. Es ging mir um das Computergame “Baldur’s Gate 3” zum verlinkten Song. Michael Blume hat mich davon überzeugt, eine Art Stellungnahme zu verfassen, warum ich das Game mag.

  8. Hier wurde ja schon gelegentlich beschrieben, was mit großen toten Walen am Strand passiert. Nämlich, dass die in kurzer Zeit verrotten und gelegentlich sogar explodieren. Nun habe ich gerade gelesen, dass es in der ersten Hälfte des 20. Jh. Wandershows gab, die große tote Wale ausstellten, die wohl irgendwie einbalsamiert waren. Da frage ich mich, wie man das wohl geschafft hat. Man konnte die ja schlecht in einem Stück in einen Swimmingpool voller Formaldehyd tunken. Oder waren das etwa Fälschungen?

    Gelesen habe ich das mit den Shows (einschl. einer Abbildung) hier:

    https://drnorth.wordpress.com/2009/12/03/all-a-man-can-do-is-look-upon-it-whats-with-the-werckmeister-whale/

    Da heißt es treffend:

    But Philip Hoare’s wonderful book Leviathan, or The Whale includes mention of travelling shows of embalmed whale carcasses touring from town to town in the first half of the 20th century. The film replays a form of spectacular entertainment that is clearly out of date – it’s a sad and joyless image, notable for its aura of decay rather than any sense of achievement over the feat of capturing, landing and parading the monster.

    Und hier nun der Wal im Film, um den es im Artikel geht, Béla Tarrs “Die Werckmeisterschen Harmonien”, ganz am Schluss des Films (abzüglich der Credits, die danach noch folgen):

    https://www.youtube.com/watch?v=HtiAtUg6S8Q

    Das ist bestimmt eine Attrappe, aber sehr elegisch gefilmt, und offen für Interpretationen und Assoziationen verschiedenster Art (wie der ganze Film).

  9. @Manfred Polak: Wale verroten nicht schnell, sondern ziemlich langsam. Gerade Großwale liegen, abhängig von Klima und Umgebung, oft für Jahre am Strand.
    Sie werden nur wegen des Gestanks und aus hygienischen Gründen in Deutschland, den USA u a Ländern oft schnell weggeräumt.

    Diese frühen Wal-Shows haben tatsächlich echte Wale gezeigt, die tourten auch durch Deutschland. Sie waren zumindest oberflächlich mit Formalinlösung konserviert:
    https://rp-online.de/nrw/staedte/hilden/wer-erinnert-sich-an-jonas-den-wal-in-hilden_aid-69448157

    https://www.limmattalerzeitung.ch/limmattal/region-limmattal/wie-kurt-breitenmoser-1963-mit-einem-wal-die-deutschen-entzuckte-ld.1318235

    https://www.flickr.com/photos/google-hupf/32843875202

    https://www.waz.de/lokales/article401471896/die-mysterioese-story-vom-wal-viele-muelheimer-erinnern-sich.html

    (fast alles hinter Paywall)

    Trotz der oberflächlichen Konservierung haben die entsetzlich gestunken.

    Ich erinne mich an ein solches Plakat, sich in Hamburg solch einen toten Großwal anzusehen, aus meiner frühen Kindheit. Leider kam es nicht dazu

    Danke für Werckmeisters Wal – die trübsinnige Vertonung passt perfekt zur trüben Herbstwetterstimmung : )
    Definitiv elegisch
    Das sieht nach einer Glattwal-Attrappe aus (vermutlich Nordkaper)
    https://www.oceanlight.com/spotlight.php?img=38400

    • Danke für die Links! Der mehrfach erwähnte Finnwal Jonas (wohl eine Anspielung auf den biblischen Jonas, der vom Wal verschluckt und wieder ausgespuckt wurde), 1952 erlegt, hat es sogar noch zum Angebot auf Ebay geschafft. Was für eine “Karriere” …

  10. Bettina Wurche schrieb (25.09.2024, 21:37 Uhr):
    > @Frank Wappler: Folgende Antwort sollte passen:

    Huch!/Überraschung! — Tatsächlich eine Antwort auf meine Frage ?!?

    Eine etwas beschwipst (wegen der auffälligen Verdopplung bestimmter Symbole und Ausdrücke) und Orakel-haft unauthentisch wirkende Antwort allerdings, die zwar ziemlich Sach-kundig daherkommt, aber meine obige Frage (25.09.2024, 11:05 Uhr) leider nicht so genau genommen hat, wie ich sie gemeint hatte. Das wird an dieser Stelle der Antwort deutlich:

    > […] Bestimmen Sie die Ableitungen der Syngeschen Weltfunktion in Bezug auf die Raum-Zeit-Koordinaten. […]

    Ich hatte in meiner obigen Frage bestimmte Werte der Syngeschen Weltfunktion σ als gegeben vorausgesetzt. Von “Raum-Zeit-Koordinaten” war darin keine Rede.

    Und gemeint war damit (wohl nur vermeintlich selbstverständlich), dass ausschließlich bestimmte Werte der Syngeschen Weltfunktion σ als gegeben vorausgesetzt sein sollen;
    und dass eventuelle Antworten (jeweils eine bestimmte Antwort für jeweils eine bestimmte Krümmungs-Invariante) im Wesentlichen aus einem Formel-artigen (“mathematischen”) Ausdruck bestehen soll, in dem ausschließlich die erforderlichen Werte der Syngeschen Weltfunktion als Variablen auftreten (und darüberhinaus nur allgemeine mathematische Symbole; aber keinerlei “Raum-Zeit-Koordinaten” oder irgendwelche sonstige Variablen).

    Zu diesem Verständnis meiner Frage passt die oben (25.09.2024, 21:37 Uhr) darauf gegegebene Antwort (leider) nicht.

    Um dem unpässlichen Voraussetzen von bzw. Beschäftigen mit Koordinaten nicht etwa noch Vorschub zu leisten, indem ich womöglch eine Nachfrage ausgerechnet genau dazu stellen würde,
    möchte ich eine Frage so stellen, dass sie der oben angedeutete Sachkunde besser entspricht und (deshalb) die genannten Unpässlichkeiten ausdrücklicher vermeidet.

    (In wie fern es sich dabei um eine Umformulierung meiner ersten Frage handelt, ist wohl nebensächlich, da der obige SciLogs-Beitrag offenbar das Posten von Fragen im Plural zulässt.)

    Frage:
    Gegeben sei ein (endlich großer) Kausaldiamant D[ w, k ] mit Ereignis p in seinem Inneren, Ereignis k als seiner Spitze in der chronologischen Zukunft von p, und Ereignis w als seiner Spitze in der chronologischen Vergangenheit von p.
    Für alle Paare von Ereignissen im Kausaldiamanten D[ w, k ] (einschl. seines gesamten Randes; insbesondere seiner beiden Spitzen) seien die entsprechenden Werte σ der Syngeschen Weltfunktion gegeben.

    Ereignis p befindet sich somit auch jeweils im Inneren eines jeden Kausaldiamanten in (mindestens) einer Folge von immer kleineren Kausaldiamanten
    { D[ w, k ], ..., D[ q, o ], ... } (verglichen und geordnet anhand des jeweiligen Wertes von σ^2 “von Vergangenheits-Spitze bis zu Zukunfts-Spitze”);
    wobei jeder vorausgehende alle nachfolgenden Kausaldiamanten vollständig enthält,
    sodass für jeden Kausaldiamanten dieser Folge die Werte σ der Syngeschen Weltfunktion für alle Paare seiner Ereignisse gegeben sind.

    Gibt es einen mathematischen Ausdruck, ausschließlich mit Werten der Syngeschen Weltfunktion für (alle, oder nur für einige ausgewählte) Paare von Ereignissen im Kausaldiamanten D[ q, o ] als Variablen, so,
    dass der Grenzwert dieses Ausdrucks ausgewertet im Grenzübergang
    (σ[ q, o ])^2 → 0
    existiert und (als vermutlich einfachtes Beispiel einer Krümmungs-Invariante) dem Wert R[ p ] des Ricci-Skalars (in dieser Raumzeitregion, bezogen auf Ereignis p) gleicht; und wie lautet der ggf. ?

    (Als “Parameter” im in Frage stehenden Ausdruck sei der Wert σ[ w, k ] ebenfalls ausdrücklich zugelassen, falls dieser für eine positive Antwort erforderlich oder nützlich sein sollte; der Wert R[ p ] selbst, oder Wert irgendwelcher anderer Krümmungs-Invarianten jedoch ausdrücklich nicht.)

    Über eine Antwort, die sich genau auf diese Frage bezieht, würde ich mich sehr freuen! …

      • Bettina Wurche schrieb (30.09.2024, 14:33 Uhr):
        > […] Sorry, da muss ich als Biologin leider passen.

        Dieses Berufsbild würde Interesse und sogar Sachkenntnis hinsichtlich (Raumzeit-)Geometrie zwar nicht unbedingt ausschließen.

        Immerhin danke für die Rückmeldung … aber der obige Antwort-Ansatz (25.09.2024, 21:37 Uhr) kam eben erkennbar nicht von Herzen (sondern eher aus einem 0815-Lehrbuch der Differential-Geometrie).

        Leider geht aus dem einführenden Beitrag auf dieser SciLog-Seite (noch) nicht ganz ausdrücklich hervor, ob auch Antworten von Kommentatoren, deren Interessen bzw. Sachkenntnis womöglich kompatibler zur jeweiligen Frage wären, eingeladen bzw. zumindest zugelassen sind.

        > Ich bin sicher, es gibt geeignetere Scienceblogs für theoretische Mathematik.

        Es gibt wohl gelegentliche SciLog-Beiträge, die sich mit Themen der Mathematik und sogar Geometrie beschäftigen; aber auf die Idee, Raumzeit-Geometrie zu thematisieren oder diesbezügliche Fragen zuzulassen oder gar einzuladen, ist von deren Autorenschaft offenbar noch niemand gekommen.

        Im Übrigen liegt mein Interesse und (deshalb) meine obige Frage (in beiden Versionen) viel eher im Bereich [hep-th] … [gr-qc]; also Physik, mit Schwerpunkt Raumzeit-Geometrie. Und in dieser Abteilung sieht’s in den SciLogs ja leider schon lange völlig “mau” aus.

        (Und das war eine Anmerkung, der ich zudem die Anmerkung hinterherschicken muss, dass auch in diesem SciLog die Kommentar-Vorschau immer noch nicht wieder Funktions-tüchtig ist. … &)

  11. Die taz über die Golfstrom-Kollaps-Studie:

    Der mögliche Kollaps des Golfstroms war im Februar eine große Nachricht. Eine neue Studie weckt daran Zweifel – doch in den Medien kommt sie kaum vor.

    Der Fall ist symptomatisch für die mediale Neigung, katastrophisch zuzuspitzen. (…)

    Gleichzeitig glaubten viele, die den Klimawandel anzweifeln, noch stärker daran, belogen zu werden. (…) So befeuert eine katastrophisierende Berichterstattung eine sich weiter polarisierende Wahrnehmung.

    Anfang September kam nun eine neue Studie zum Golfstrom heraus. Geschrieben haben sie For­sche­r:in­nen der Universität Miami, publiziert wurde sie in Nature (…). Die Ver­fas­se­r:in­nen stellen hier – wieder vereinfacht gesagt – fest, dass eine Änderung des Erdmag­netfelds in einem wichtigen Element des Golfstrom, dem sogenannten Floridastrom, bisher nicht berücksichtigt worden war.

    Die entsprechende Korrektur zeige, dass der Floridastrom „bemerkenswert stabil“ geblieben sei. Die daraus folgenden Schätzungen zur künftigen Entwicklung des Golfstroms insgesamt „ergeben einen deutlich schwächeren negativen Trend“ (…).

    Das klingt nach einer potentiell guten Nachricht. Aber solche haben es schwer. Weit schwerer, als Schocker wie die „minus 30 Grad“. Und das ist ein Problem.

    (…)

    An der Notwendigkeit, auf Grundlage des aktuellen Wissensstandes gegen die Klimakrise vorzugehen, ändert das nichts.

    https://taz.de/Negative-Nachrichten/!6038188/

    Ich finde, das ist ein valider Einwand. (Das beziehe ich ausdrücklich nicht auf deinen Artikel zum Thema, @Bettina, den finde ich nicht überdramatisiert – es ist trotzdem noch dramatisch genug, auch wenn man es sachlich schildert.) Aber vielleicht sollte auch über diese Studie mehr berichtet werden.

    • @Dampier: Ich gucke mir das mal an. Der taz-Artikel erscheint mir ziemlich dünn, die geben nicht mal die Quelle an, lassen das durch keinen Ozeanographen/Klimaforschenden einordnen und machen nur so ein Medienberichterstattungsdings daraus. Überzeugt mich nicht. Ich versuche mal, was rauszufinden.

    • @Dampier: Ich habe jetzt zumindest von einem Klimaforscher und Ozeanographen eine Einordnung bekommen. Mein erster Eindruck war richtig, der taz-Artikel ist völliger Blödsinn. Kommt demnächst hier als Beitrag.

      • Danke dass du das weiter verfolgst. Ich hatte vor allem auf diese Aussage vertraut:

        Anfrage bei Jochem Marotzke, Direktor des Hamburger Max-Planck-Instituts für Meteorologie. Marotzke ist auf dem Gebiet einer der meistzitierten Wissenschaftler, er wird auch in der Utrechter Studie vom Februar zweimal zitiert. Die neue Untersuchung aus Miami habe „Hand und Fuß, und die Schlussfolgerungen sind robust“, sagt Marotzke. Der Golfstromstransport habe „nicht abgenommen“.

        Muss aber auch nichts heißen. Bin sehr gespannt, was du noch herausbekommst 🙂

    • @Dampier: Ich habe keine Ahnung, was der Mann sich dabei gedacht hat – selbst der Hauptautor der Studie schreibt, dass seine Ergebnisse die Abschwächung des Golfstroms NICHT wiederlegen.
      Ich schreibe das heute oder morgen zu Ende

  12. Eine Frage zum Thema Paläontologie und Ozeane? Da hätte ich eine, die mich schier zur Verzweiflung treibt.

    Ich interessiere mich speziell für Tabulata-Korallen (besonders solchen aus dem Devon) und ich meine, irgendwann mal gelesen zu haben, dass diese Jahresringe ausgebildet hätten. Von rezenten Korallen ist dies ja bekannt, aber für tabulate Korallen finde ich ums Verrecken nichts dergleichen. Nun frage ich mich, ob das nur eine Halluzination war und ich einen irgendwo gelesenen Infoschnipsel für moderne Korallen versehentlich geistig bei paläozoischen Korallen einsortiert habe.

    Weißt du da was Näheres drüber? Oder hast gar das entsprechende Paper parat?

  13. Und dann habe ich noch eine Frage. In einer Felswand mitteldevonischen Massenkalks habe ich dieses nach Fischfossil aussehende Dings (in Bildmitte) fotografiert.

    Leider wäre es nur mit einer gefährlichen Kletterpartie erreichbar gewesen, daher konnte ich es nur aus größerer Entfernung mit Zoomobjektiv und ohne Vergleichsmaßstab fotografieren. Von den Efeublättern in der Nähe schätze ich aber, dass es so 30 – 40 cm Länge hat.

    Was meinst du, ist das ein Fossil oder nur eine zufällige Konkretion? Und wenn Fossil, was könnte es sein?

  14. @Spritkopf: Sorry, ich sehe da kein Fischfossil. Kannst Du es vielleicht markieren?
    Und: welche Fundstelle war das? Mit der Lokalität kann ich gucken, ob von dort Fisch-Fossilien bekannt sind.

      • @Spritkopf: Danke. Also Schwelm-Fazies, Devon, marin mit Riffablagerungen.
        Schichten von Brachiopoden sind auf Deinem Bild erkennbar. Ein Fischfossil dieser Zeit besteht meist aus Panzerteilen des Kopfes. Damals lebten u a Placodermi. Deren starke Kopfpanzer fossilieren gut, sie sehen allerdings anders aus, als modernere Fische. Das sehe ich auf Deinem Bild nicht, dazu müsste man vermutlich mit einer Lupe dichter heran.

        Nach Geopark-Info sollen allerdings auch Fische dort vorkommen:
        https://www.geopark.ruhr/fileadmin/user_upload/05_Geopark_Ruhrgebiet/Publikationen/THE12.pdf

        • Danke für diese Einschätzung. Woran man Brachiopodenteile erkennt, vor allem, wenn sie nur in kleinen Bruchstücken vorliegen, habe ich bis jetzt noch nicht richtig überrissen. Einen ganzen Brachiopoden – etwa Stringocephalus burtini, das Leitfossil in dieser Region – würde ich hoffentlich als solchen identifizieren können. Was ich bisher in den Proben, die bei mir im Regal liegen, sehen kann, sind viele Korallen und Crinoiden.

          dazu müsste man vermutlich mit einer Lupe dichter heran.

          Dazu bräuchte man nicht nur eine Lupe, sondern auch eine Kletterausrüstung. 😉

          • @Spritkopf: Die Symmetrieachsen liegen unterschiedlich.
            Muscheln haben eine rechte und eine linke Schalenklappe, die oft annähernd symmetrisch sind. Brachiopoden hingegen haben eine Ober- und eine Unterschale, ihre Symmetrieachse verläuft in der Mitte der Schalen. Der Wirbel liegt so, dass unten der Stiel angesetzt ist. Meist kann man das ganz gut erkennen, sogar bei Bruchstücken oft.

    • @Wolfgang Richter: Ja, das ist richtig übel und wird sehr oft ausgeklammert. Die Reduzierung des Schiffsverkehrs während der Corona-Pandemie und der Lockdowns hatte, weil es endlich mal wieder leiser war, u a dazu geführt, dass auf einmal Delphine im Bosporus schwammen:
      https://www.spiegel.de/panorama/delfine-wagen-sich-wieder-in-den-bosporus-a-2ac82724-1078-45c7-96b9-dd7a9fe35c04

      In Meeresschutzgebieten wird Lärm bis heute kaum berücksichtigt.

      Da viele Meerestieer sich über Laute verständigen und damit auch Beute orten, hat Lärm erhebliche Auswirkungen auf Nahrungssuche, Partnersuche u a Kommunikation. Schweinswal-Mutter-Kind-Paare verlieren sich oft wegen lauter Boote (Speedboote zum Freizeitvergnügen, Schnellfähren zum Transport) aus dem Hörradius, für die Jungen bedeutet das den Tod.

  15. Interessanter Gedanke: müsste nicht jede industrielle Zivilisation über kurz oder lang ihren Planeten erwärmen?

    https://www.livescience.com/space/alien-civilizations-are-probably-killing-themselves-from-climate-change-bleak-study-suggests

    Als Astrophysiker den Aufstieg und Niedergang außerirdischer Zivilisationen simulierten, stellten sie fest, dass einer Zivilisation bei exponentiellem technologischem Wachstum und Energieverbrauch weniger als 1.000 Jahre blieben, bevor der fremde Planet zu heiß wurde, um bewohnbar zu sein. Dies würde selbst dann gelten, wenn die Zivilisation erneuerbare Energiequellen nutzen würde, da es nach den Gesetzen der Thermodynamik zwangsläufig zu einem Verlust in Form von Wärme kommen würde. Die neue Forschungsarbeit wurde in der Preprint-Datenbank arXiv veröffentlicht und wird derzeit von Experten begutachtet.

    Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)

    Das klingt, als wäre es fast unausweichlich. Ich möchte aber doch annehmen, dass eine vernunftbegabte Zivilisation da noch Gestaltungsspielraum hätte … so sie denn ihre Begabung auch anwendet :-/

    • @Dampier: Ich halte diese Aussage für Blödsinn. Viele Zivilisationen erreichen dieses Alter gar nicht. Außerdem wäre ich sehr vorsichtig, das, was Homo sapiens auf der Erde veranstaltet, auf andere Arten, Zivilisationen und gar extraterrestrische Szenarien auszuweiten. Es trifft ja nicht mal auf die Erde zu. Und “unbewohnbar” ist ziemlich hoch gegriffen. Zivilsationen brechen dann sicherlich zusammen, und extrem viele Arten überleben die Erwärmung nicht. Aber Extremophile werden das sicherlich schaffen.

  16. @RPGNo1: Das IST völlig abgefahren. Danke fürs Teilen. Von so einer Verschmelzung habe ich noch nie gehört/gelesen. Eigentlich müsste Immunabwehr und Genom dabei doch Amok laufen. Da muss ich unbedingt `reinschauen

    • @Karl Bednarik: Genau das habe ich mich auch gefragt. Jetzt habe ich gerade mal nachgeschaut: Rippenquallen pflanzen sich ausschließlich geschlechtlich fort, teils als Zwitter. Aber sie reproduzieren sich nicht ungeschlechtlich, bilden also keine Klone.
      Aber vielleicht hängen solche Verschmelzungen dann dennoch vom Verwandtschaftsgrad ab: Z B innerhalb einer Population, die ja enger miteinander verwandt ist. Interessant wäre jetzt ein Experiment, ob und wie weit Rippenquallen verschiedener Populationen verschmelzen.

  17. Ich habe noch ein weiteres Fundstück aus dem Devon. Und zwar habe ich an der gleichen Fundstelle, von der auch das letzte Bild stammte, verschiedene Gesteinsproben gesammelt. Die meisten enthalten haufenweise Fossilien von tabulaten Korallen und Crinoiden. Aber es sind auch ein oder zwei Proben dabei, die Strukturen enthalten, von denen ich keine Ahnung habe, was das ist. Irgendeine Art von versteinertem Schwamm vielleicht?

    Hier ist mal ein Bild von einer dieser Proben. Die Strukturen, die ich meine, habe ich rot eingerahmt. Auf der oberen linken Ecke der Probe sieht man übrigens auch ein paar Tabulata-Korallen.

    Die Probe besteht hauptsächlich aus Kalkstein, ist aber auf der Seite, auf der diese Strukturen auftreten, mit einer nicht besonders starken Schicht aus ockerfarbenem Sedimentgestein bedeckt. Ich vermute, dass es sich dabei um Limonit handelt. Bei einer anderen Probe mit der gleichen Schicht habe ich den Flammtest wie bei Wikipedia beschrieben gemacht, also mit einer Gasflamme draufgehalten, bis ein Farbwechsel zu braunrot stattfand. Scheint sich also wirklich um Limonit zu handeln.

    Viele der Löcher sind rund (Bild), aber sie können auch ovale oder unregelmäßige Formen haben, wie hier oder hier.

    Die meisten der Löcher sind leer, aber ein paar enthalten ein braunes Zeug, welches ziemlich weich ist. Eine leichte Berührung mit einer Nadel reicht jedenfalls schon, um das Zeug zu ritzen. Ich denke daher, dass es nicht devonischen Ursprungs ist, sondern möglicherweise von mineralhaltigen Wässern aus jüngerer Zeit stammt, die im Laufe der Geschichte dort hindurchgeflossen sind.

    Eines der Löcher enthält allerdings eine graue Masse mit einem separaten Fragment, das mir devonischen Ursprungs aussieht.

    Auf den Bildern mit höherer Vergrößerung, die ich mit einem Stereomikroskop gemacht habe, kann man gut erkennen, dass die Strukturen zwar in Limonit eingebettet sind, aber die Wände der Strukturen deutlich aus einer dünnen Schicht Calcit (dolomitisiert?) bestehen. Die Farbe in den Mikroskopaufnahmen ist übrigens nicht ganz korrekt, da ich den Weißabgleich nicht richtig hinbekommen habe. Am ehesten passt die Farbe auf dem Bild mit der Gesamtansicht.

    • @Spritkopf: Nach Schwämmen sieht mir das nicht aus, die müssten gleichmäßigere Poren haben. Zumindest alles, wass ich bisher gesehen hatte, was allerdings jünger war, sieht völlig anders aus (Schwammrasen Fränkische Alb; Schwammriffe und Einzel-Exemplare Grübe Höver, bei Hannover).
      Schwämme sind für die Schwelm-Fazies auch nicht als Fossilien gelistet (das muss nicht heißen, dass es dort keine gibt, ich bin keine Expertin für Schwelm-Fazies)
      https://de.wikipedia.org/wiki/Schwelm-Fazies

      Die sekundären Prozesse wie Dolomitisierung werden sogar bei Wiki ausdrücklich aufgeführt:
      “Im Gebiet Wuppertal und Hagen wurde ein Großteil der Kalksteine nachträglich durch den Einfluss von magnesiumhaltigen Meeres- und Porenwässern dolomitisiert. Durch die Rekristallisation wurden häufig die primären Sedimentstrukturen zerstört. Dolomitisierte Schwelm-Kalke sind meist durch ein zuckerkörniges Gefüge und eine braungraue Färbung charakterisiert.[4]
      https://de.wikipedia.org/wiki/Schwelm-Fazies

      Solche sekundären Prozesse machen es schwierig, Fossilien zuzuordnen, ich entdecke auf den Abbildungen auch wirklich wenig, was ich so zuordnen könnte (nochmal: ich bin keine Schwelm-Fazies-Expertin)

      “Eine abweichende Entwicklung von der normalen ober-
      devonischen Sedimentation bilden die Seiler-Schichten,
      benannt nach der Seiler, einem Waldgebiet nordöstlich der
      Stadt Iserlohn. Diese Sonderausbildung der Oberdevon-
      schichten setzt sich zusammen aus grauen Ton-, Silt- und
      Sandsteinen mit konglomeratischen Einschaltungen und
      Oolithen (Gesteinen aus Kalkkügelchen). Sie dokumentieren
      eine Erosionsrinne am ehemaligen Meeresboden mit Kon-
      glomeraten im Rinnentiefsten, die von der Nehden-Stufe
      (tieferes Famennium) bis in die Wocklum-Stufe (höchstes
      Famennium) wirksam war.”
      https://www.geopark.ruhr/fileadmin/user_upload/05_Geopark_Ruhrgebiet/Publikationen/THE12.pdf
      Könnte das vielleicht die runden Strukturen auf dem einen Bild erklären?
      Die sehen ja schon wie Oolithen aus.

      Du hast Dolomit chemisch nachgewiesen? Chapeau!

  18. Könnte das vielleicht die runden Strukturen auf dem einen Bild erklären?
    Die sehen ja schon wie Oolithen aus.

    Hm, bislang kannte ich Oolithen eigentlich nur als solide Kügelchen, die sich durch Anlagern von Mineralen wie Kalk oder auch Eisenverbindungen an Sandkörner in bewegtem Flachwasser bilden. Was ich hier habe, sind ja eher hohle Halbschalen, die über Zwischenwände mit anderen verbunden sind. Aber ich kenne mich zuwenig mit Oolithen aus, um sie auszuschließen.

    Du hast Dolomit chemisch nachgewiesen? Chapeau!

    Äh, nee, habe ich nicht. Eigentlich sollte ich ja als Geologie-Interessierter mein Fläschchen mit verdünnter Salzsäure haben, mit dem man den Unterschied zwischen Calcit und Dolomit an der Stärke des Brausens erkennen soll. Nein, habe ich mir noch nicht zugelegt. Aber die Geschichte mit den stark dolomitisierten Kalksteinen hier im Gebiet habe ich schon in einem Bericht des Geologischen Dienstes NRW gelesen und das zuckerkörnige Gefüge sieht man auch recht deutlich unterm Mikroskop.

    Was die Schwämme angeht – auf die Idee bin ich gekommen, weil es im Devon Schwämme gab, die man ursprünglich den tabulaten Korallen zugerechnet hat (z. B. Chaetetida) und bei denen man erst später erkannt hat, dass es sich um Schwämme handelt.

    • @Spritkopf: Sorry, nicht Dolomit sondern Limonit hattest Du nachgewiesen.
      Das mit den Schwämmen ist interessant! Fast alle Arbeiten zu dieser Fazies sind nämlich ziemlich alt (der Wiki-Artikel u der Geopark beziehen sich darauf).
      Für mich wirkt es nicht “schwammig”. Aber da solltest Du besser einen Experten für diese Fazies und/oder fossile Schwämme fragen.
      Vor allem lässt sich das anhand der Fossilien besser beurteilen, als aufgrund der Bilder.
      Auf größeren, überreionalen Fossilienmessen sind oft Stände zum Bestimmen von Fossilien, z B Hamburg, Stuttgart, vermutlich auch München.
      Vielleicht wäre das eine Möglichkeit?

      • Also, je mehr ich mir die Probe unterm Stereomikroskop betrachte, umso weniger glaube ich, dass es sich um Oolithen handelt. Erstens haben viele dieser Vertiefungen zwar eine einigermaßen runde (bzw. halbrunde) Form, aber richtig kreisförmig ist keine von ihnen. Im Gegenteil sind einige so unregelmäßig geformt, dass sie ganz und gar nicht oolithisch aussehen.

        Zweitens sind Oolithen ja konzentrisch aufgebaut, aber nirgendwo finde ich diese konzentrische Schichtung in den Wandungen vertreten. Wenn eine Strukturierung in den Wänden zu erkennen ist, dann ist diese eher radial, also von innen nach außen gerichtet. Darüber hinaus – wenn Oolithe verwittern, dann eher von außen nach innen und nicht so, dass die äußere Schicht stehenbleibt und der Oolith innen hohl wird.

        Nachdem ich mir noch ein paar Paper angetan habe, sieht es für mich mehr und mehr nach Stromatoporoiden aus. Bestimmte Amphipora-Spezies würden ja sowohl vom Ort wie auch von der Zeit (Givetium) passen. Andere Dinge passen nicht so richtig, wie etwa das Innere der Amphiporen, die nur sehr entfernt wie das aussehen, was ich in diesem Bild sehe.

        In jedem Fall werde ich mir jetzt mal eine Liste aller devonischen Stromatoporoiden- und Korallenspezies anfertigen, die in meiner Region gefunden wurden. Wollte ich die ganze Zeit schon machen, aber das wird natürlich etwas an Arbeit kosten. Und außerdem habe ich mir endlich mal im Antiquariat “Chaetetida und tabulate Korallen des Devon” von Rudolf Birenheide bestellt. Ist zwar auch schon älter, aber offenbar ein Standardwerk für Tabulata-Korallen.

        Vielen Dank für deine Anregungen. Wenn ich was Neues herausfinde, halte ich dich auf dem Laufenden.

      • Auf größeren, überreionalen Fossilienmessen sind oft Stände zum Bestimmen von Fossilien, z B Hamburg, Stuttgart, vermutlich auch München.

        Hatte mal danach geguckt und tatsächlich findet morgen eine Edelstein- und Fossilienmesse in Dortmund statt. Wäre also nicht so weit entfernt. Nachdem ich aber mal auf der Webseite des Ausrichters war, der u. a. für Esoterik und Heilsteine wirbt, werde ich mir wohl diesen Besuch schenken. 😉

  19. Merkwürdige Blobs an der Küste Neufundlands gesichtet:

    https://www.spiegel.de/panorama/kanada-was-sind-das-fuer-blobs-an-der-kueste-von-neufundland-a-b7639965-4039-42b7-b185-21c9e74d1114

    Es scheint wohl eher irgendwelcher menschlicher Dreck zu sein, als etwas Meeresbiologisches.

    Artikel mit Foto:

    https://www.theglobeandmail.com/canada/article-mysterious-white-blobs-washing-up-in-newfoundland-have-government/

    some suggesting that they were cheese, alien poo or whale boogers.

    (Käse, Alienkacke oder Walpopel)

    Ich meine, da so etwas wie Federn zu erkennen, vielleicht halb verdaute Vögel? Aber wo sollten die plötzlich in Massen herkommen? Nun ja, viel Spaß beim Spekulieren 🙂

      • Das dachte ich mir schon 🙂

        Ich frag mich immer, ob man SPON überhaupt hier posten muss, also ob @Bettina nicht selbst täglich die Headlines überfliegt …

        Liebe Bettina, das hat mich schon länger interessiert. Ich würde gern mal wissen, was du so tust, um auf dem Laufenden zu bleiben. Schaust du einfach routinemäßig ein paar News-Seiten durch, oder hast du z.B. automatisierte Google-Alerts angelegt? Ich denke, auf vielen Wisschenschafts-Portalen kann man auch automatisiert nach Stichworten suchen? Bin für Recherche-Tipps dankbar – falls das nicht Betriebsgeheimnisse sind 🙂

        • @Dampier: Soso, meine geheimsten Geheimnisse willst Du wissen : )
          Als Journalistin bin ich zunächst mal auf Portalen von Nature, Science, … angemeldet, die vorab Infos unter “Embargo” bringen. Außerdem bin ich auf speziellen Nachrichtenportalen und habe ausgewählte Newsletter abonniert. Dann schaue ich regelmäig einige Online-portale und Zeitschriften durch. Außerdem habe ich meine Social Media-Bubble ganz gut strukturiert, dass ich an vielen Forschenden und Instituten nahe dran bin. Und die anderen kleinen Geheimnisse behalte ich für mich : )

    • @Dampier, @RPGNo1: Interessant! Ich kann das keiner biologischen Lebensform zurodnen. Es ist sicher kein Ambra. Es gibt auch keine solchen Meerespilze. Außerdem soll e süberhaupt kein biologisches Material enthalten.
      Ich hätte per Sichtdiagnose auf Paraffin o ä getippt (gern hätte ich Konsistenz u Geruch selbst überprüft), das soll aber auch nicht der Fall sein.
      In dem BBC-artikel vergleicht es jemand mit Sauerteig und will pflanzliches Öl erschnuppert haben.
      Für mich sehen die unterschiedlichen Größen wie verlorene Ladung eines Schiffes aus. Vielleicht irgendeiine Fett-haltige Vorstufe für Lebensmittel oder Kosmetik, die dann im Salzwasserso seltsam ausgeflockt ist.

      https://www.bbc.com/news/articles/cg56pqdedz6o?xtor=AL-72-%5Bpartner%5D-%5Bbbc.news.twitter%5D-%5Bheadline%5D-%5Bnews%5D-%5Bbizdev%5D-%5Bisapi%5D&at_bbc_team=editorial&at_format=link&at_link_origin=BBCWorld&at_campaign=Social_Flow&at_medium=social&at_ptr_name=twitter&at_link_type=web_link&at_campaign_type=owned&at_link_id=DA99BCD0-88A2-11EF-84F0-A3E470E867DA

      • Das Rätsel um die komischen Klumpen ist anscheinend gelöst.

        Es handelt sich wohl um ein Komposit aus Butylkautschuk und Polyvinylacetat. Wozu, fragt sich der Laie, braucht man so etwas? Kozaks Team klärte auch, wo eine solche Verbindung eingesetzt wird: In der Gas- und Ölindustrie offenbar, damit werden die Rohre gereinigt, die man zur Beladung eines Öltankers braucht.

        Urrghs, klingt appetitlich.

  20. Heute habe ich gleich zwei Fundstücke. 😀

    Kirk, Picard, Sisko, Janeway, Archer, Burnham und Pike: So heißen die Captains der Kultserie »Star Trek« – und jetzt auch sieben neu entdeckte Froscharten. Ihre Laute klingen wie Tricorder-Töne. Wozu dienen sie?

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/nasa-mission-europa-clipper-macht-sich-auf-die-suche-nach-leben-auf-einem-fernen-mond-a-04c2cf93-425e-437e-9ff9-8d770587491b

    Eine Sonde soll auf dem Jupitermond »Europa« Voraussetzungen für außerirdisches Leben aufspüren. Dort könnte es unter anderem Wasser geben – erste Hinweise gibt es schon.

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/madagaskar-neue-baumfroscharten-stossen-star-trek-geraeusche-zur-brautwerbung-aus-a-ec2d412a-b1df-4824-88d6-3ea7be2968fa

  21. RPGNo1: Die Baumfrösche sind cool – davon habe ich gestern beim Abendessen mit Freunden erfahren. Sie sind aufgrund ihrer sehr seltsamen Laute benannt worden. Vermutlich haben sie irgendwo ein Theremin gehört : )

    Der Europa-Clipper ist die ergänzende Mission zu ESAs JUICE. Ich bin auf die Ergebnisse dieses Projekts schon jetzt gespannt, auch wenn es noch lange hin ist, bis die Sonden im Jupiter-System ankommen.

  22. Orcasterben gibt Forschern Rätsel auf

    Die im südlichen Pazifik lebenden Schwertwale sind vom Aussterben bedroht. Bislang wurde Nahrungsmangel als Hauptgrund ausgemacht. Neue Forschungsergebnisse legen andere Ursachen nahe.

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/schwertwale-orca-sterben-hat-nicht-den-vermuteten-grund-forschende-stehen-vor-raetsel-a-635ed720-d25a-4023-b339-2b42d4446481

    Was ist denn von diesem Artikel zu halten? Ich habe die Nachricht bisher nur im Spiegel entdeckt, aber sonst keinem anderen Medium.

    • @RPGNo1: Ja, das habe ich auch gelesen. Deckt sich mit anderen Studien zur Auswirkung von Neereslärm : (
      Akustische Meeresverschmutzung wird völlig unterschätzt und ist extrem schwierig, abzubauen. Schließelich existiert sie für die meisten Menschen einach nicht.

    • @RPGNo1: Ja, das ist wirklich interessant. Jetzt würde ich gern noch wissen, ob die Tiere das gärende Obst wegen seiner Süße schnabulieren oder ob ihnen der zu erwartende bzw. erhoffte Rausch bewusst ist : )

  23. Ich habe mal wieder was aus dem Devon. Gleiche Fundstelle wie die anderen und es sieht, tja, wie ein Fischfragment aus. (Ich hoffe, dass mir meine Pareidolie da nicht wieder einen Streich spielt.)

    ‘1’ könnte eine ringförmige Struktur um das linke Auge sein.
    ‘2’ sieht mir nach dem Übergang zwischen Kopf und den Schuppen auf dem Rumpf aus.
    ‘3’ ist eventuell ein Flossenfragment.

    Was meinst du?

  24. Je mehr man guckt, desto mehr findet man. Die Viechers (ich behaupte jetzt mal, dass es welche sind) sind halt so klein, dass man sie nur unterm Mikroskop richtig sieht.

    Was ist zum Beispiel das hier? Ist das einfach nur eine Tabulata-Koralle, an deren rechtem Ende ein Gastropode und an deren linkem Ende irgendwelcher sonstiger Schill sitzt? Oder ist das auch wieder einer der komischen Fische aus dem Devon? Ich lese mich langsam in die devonische Fauna ein, aber leider viel zu oft weiß ich immer noch nicht, was ich da gerade sehe.

    Gleiche Fundstelle wie die anderen, also mitteldevonische Schwelm-Fazies.

  25. @Spritkopf: Insgesamt halte ich das für vermutlich mehrere Fossilien. Die Spirale am rechten Rand würde ich auch als Gastropoden ansprechen. In der Schale war offenbar ein Hohlraum, in dem sich größere Kristalle gebildet haben.
    Das Gebilde in der Mitte kann ich nicht zuordnen, ganz links sieht es fast wieder nach Schnecke aus.
    Die mittlere Struktur sieht schon irgendwie bilateralsymmetrisch aus, wie Gräten oder Rippen. Ich würde bei devonischen Fischen aber eine stärkere Panzerung erwarten.
    Das Problem mit der Schwalm-Fazies ist halt die mehrfache Metamorphisierung. Dadurch gehen die Details verloren.

  26. Die mittlere Struktur sieht schon irgendwie bilateralsymmetrisch aus, wie Gräten oder Rippen.

    Deswegen mein Hinweis auf die Tabulata-Koralle. So einen Busch aus aufgefächerten Röhrchen findet man nämlich genauso auch in einem Tabulata-Korallitenbündel, auch wenn dieser Busch dort normalerweise dicker ist. Und nach deinem Post bin ich mir fast sicher, dass das kein Fisch ist, sondern genauso, wie du sagst, eben mehrere und unterschiedliche Fossilien.

    Meine Go-To-Anlaufstelle für devonische Fische ist übrigens mittlerweile die englische Wikipedia. Dort ist eine ganze Anzahl von Arten zusammen mit Bild aufgeführt. Für jemanden wie mich, der noch wie ein Ochs’ vorm Berg vor diesem Thema steht und nicht weiß, wonach er suchen soll, ist das ein bebildertes und einigermaßen schnell durchsuchbares Lexikon.

    • @Spritkopf: Du brauchst wirklich jemanden, der sich mit Tabulata auskennt : ) Hast Du mal geschaut, ob es irgendeinen Fossilienverein in der Nähe gibt? Die kennen oft Spezialisten. Manch Privatsammler ist wirklich versiert

      • Nein, nach anderen Fossiliensammlern habe ich bisher nicht geschaut. Ich weiß auch nicht, ob ich wirklich in diesen Dunstkreis möchte, da ich hauptsächlich an der Geologie und Paläontologie dieser Region interessiert bin. Um mich ein bißchen firmer mit Tabulata zu machen, habe ich inzwischen das Buch von Birenheide bekommen, auch wenn das leider auch schon etwas bemoost ist. Wurde in den 80er-Jahren veröffentlicht und dementsprechend nicht so besonders ist die Bildqualität der abgebildeten Korallen.

        Dafür habe ich eine andere schöne Webseite gefunden, mit haufenweise guten Bildern von Tabulata-Korallen und anderem Viehzeugs, nach Spezies sortiert und mit Verweisen auf Papers zu diesen Spezies: Fossiilid.info.

        • @Spritkopf: Ja, ich halte mich da auch fern. Allerdings habe ich auch einige getroffen, die richtig viel Ahnung haben u auch d Publikationen kennen. Manche arbeiten ehrenamtlich sogar für Uni-Sammlungen.

  27. @RPGNo1: Herrlich! Als Hamburgerin kenne ich die Elefanten von Hagenbeck ja seit der Kindheit. In heißen Sommern sind die regelmäßig in ihren Pool gegangen und haben so derart nach Herzenslust geplanscht, dass auch das Publikum ausreichend durchnässt wurde : )))

    • @RPGNo1: Ja, die brüten auch im hohen Alter noch. Das ist doch der Wahnsinn, schließlich ist das mit ihrer langen Wanderung und der Versorgung des Kükens irrsinnig kraftzehrend. Albatrosse sind etwas ganz Besonderes!

    • @RPGNo1: Ja, das war ein toller Fund und da war mit Van Helden auch der richtige Experte zur Stelle, er hat ja schon neue Schnabelwal-Arten mit beschrieben. Ich habe leider gerade überhaupt keine Zeit zum Bloggen, muss bis Jahresende noch ein Buch fertig schreiben.
      Ich warte aber auf die Publikationen, dann schreibe ich zu dem Wal noch mal mehr! Die Mesoplodons sind schon außergewöhnliche Wale, mit einigen sehr seltsamen Eigenschaften.

  28. Sie ähnelten in vielerlei Hinsicht den Säugetieren, lebten aber schon vor mehr als 250 Millionen Jahren – sogar noch vor der Zeit der Dinosaurier: Den bislang frühesten Vertreter dieser Gorgonopsiden genannten Tiergruppe haben Forschende nun auf Mallorca entdeckt. Über den Fund berichtet das überwiegend katalanische Team im Fachmagazin »Nature Communications«.

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/mallorca-fruehester-bekannter-saeugetier-ahne-entdeckt-a-2fd1d9f4-df31-404d-b548-f1260ec55f59

    • @RPGNo1: Danke! Das ist mir glatt durchgegangen. Ich wusste gar nicht, dass auf Mallorca überhaupt permische Sedimente aufgeschlossen sind.
      Der Fund ist ja der Wahnsinn, Teile von Unterkiefer Schädel und Fuß sind natürlich super. Therapsiden gibt es in Europa an ganz wenigen Stellen, eher im Osten.
      Hier ist die Publikation – die sind mit dem Fund in Nature gelandet : )
      https://www.nature.com/articles/s41467-024-54425-5

  29. Der Erreger der Syphilis stammt aus Amerika. Das schließen Forschende aus der genetischen Analyse der Knochen von Menschen, die um oder vor der Ankunft von Kolumbus in Mittel- und Südamerika lebten. »Die Daten zeigen eindeutig, dass die Syphilis und ihre bekannten Verwandten ihren Ursprung in Amerika haben, und ihre Einschleppung nach Europa ab dem späten 15. Jahrhundert stimmt mit diesen Daten überein«, sagt Studienleiterin Kirsten Bos vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig.

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/geschlechtskrankheiten-schleppte-kolumbus-die-syphilis-nach-europa-ein-a-0ddcd7cc-50de-454e-be1d-3f9706ead9a4

  30. Liebe Bettina, ich möchte dir auch nochmal ein entspanntes Jahrsende wünschen, mit allem was (für dich) dazugehört 🙂

    Ich denke ja immer noch über deine Beiträge zur Climate Fiction nach, vor allem, dass es dringend positiver Narrative bedarf – von denen es einige gibt, und viele möglich/denkbar wären, die aber im Zuge der algorithmengesteuerten Empörungsökonomie unterzugehen drohen bzw. gar nicht erst gedacht werden.

    Da finde ich diesen Artikel sehr aufschlussreich, der versucht, die durchaus positiven Entwicklungen unserer Zeit aufzuzeigen (z.B. die überraschend sehenswerte Bilanz Joe Bidens). Dabei geht es um Angus Harveys Newsletter „Fix The News“, der sich auf solcherart Nachrichten spezialisiert.

    https://taz.de/Negativity-Bias-im-Journalismus/!6055111/

    (fixthenews.com – die taz liefert keinen Link 🙁 )

    Ein wichtiger Gegenpol in unserer zunehmend dystopisch erscheinenden Gegenwart, und ein klein wenig Hoffnung für die kommenden Jahre …?

    Ich wünsche dir und uns alles gute, man liest sich ✌️

    • @Dampier: Lieber Dampier, auch Dir ein frohes Neus Jahr! Gestern morgen habe ich mein Climate Fiction-Manuskript abgegeben – darum geht es! Um den von Kim Stanley Robinson angemahnten “Wütenden Optimismus”!
      Ja, die Empörungs-Geschrei-Algorhytmen sind ein Riesenproblem und verhindern das nötige Nachdenken dun kollektive Lösungssuchen.
      “Fix the news” sieht interessant aus, danke, das gucke ich mir mal an!
      Und ob man sich liest : )

  31. Liebe Bettina, dir ein frohes neues Jahr, alles Gute und Gesundheit. Und dass 2025 nicht zu turbulent im negativen Sinne werden möge.

    • @Spritkopf: Danke, das wünsche ich Dir auch! Gestern morgen habe ich mein 2. Buchmanuskript an den hirnkost-Verlag geschickt, davor habe ich wie ein Berserker gearbeitet und dann kommt noch so manch anderes dazu… Heute bin ich wieder aufgetaucht und habe jetzt auch wieder Zeit für`n Blog : )

      • Dann gratuliere ich ganz herzlich zur erfolgreichen Fertigstellung und Abgabe. Darf man schon erfahren, wie das Buch heißen wird und welches Thema es behandelt?

        • @Spritkopf: Ja, natürlich: es ist ein Sachbuch über Climate Fiction, also Erzählungen zur Klimakrise. Bislang hat es nur diesen Arbeitstitel : ) Darin analysiere ich diese recht neue Literaturgattung, ein Unter-Genre von SF und stelle stapelweise Bücher vor. Von “DUNE” bis “NeuroBiest”. Ich weiß nicht mehr, wie viele Romane ich dafür gelesen habe, aber es waren Stapel

    • @RPGNo1: Ja, das hatte ich schon im Radio gehört. Echt gut, etwas Augenmerk auf die Tiefsee zu richten – die hat es nötig.
      Was mir neu war, ist, dass sie in Vietnam offenbar als Delikatesse gegessen werden

  32. Ich habe noch einen aufregenden Fund. 😀

    Neuer Raubsaurier entdeckt – auf über 80 Jahre alten Fotos

    In einem Archiv in Bayern ist ein Student auf Aufnahmen von einem großen Dinosaurierskelett gestoßen. Die Knochen wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört, doch die Bilder reichten zur Bestimmung einer neuen Art.

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/dinosaurier-in-bayern-neuer-raubsaurier-entdeckt-auf-ueber-80-jahre-alten-fotos-a-8e77f947-9100-4e14-9510-908da3d92b75

    • @RPGNo1: Was für eine tolle Story und was für ein Wahnsinnsfund!
      Danke fürs Teilen – Dinosaurier kommen bei mir ja gleich hinter Walen : )
      Dass in Museen noch viele neue Arten schlummern, die auf ihre Entdeckung warten, bis ein Experte vorbeikommt, ist nicht neu. Aber so eine aufsehenerregende Art kommt nicht oft vor. Und dann nur vom Photo… Praktisch das photographische Phantom des T. rex-Cousins : )

    • Tameryraptor hat tatsächlich schon einen recht umfangreichen Eintrag in der englischsprachigen Wikipedia.

      Was ich gern mache, wenn ich von einem neuen Fund lese (auch wenn es in diesem Fall nicht wirklich ein neuer Fund ist): In meinen Paläotektonik-Karten von Christopher Scotese nachzuschauen, wie die Welt zu diesem Zeitpunkt ausgesehen hat. Die erste Überraschung: Große Teile von Ägypten lagen in dieser Zeit unter dem Meeresspiegel. Aus den Karten ließ sich aber nicht ablesen, ob der Fundort dazugehörte. Lt. Wikipedia lag der Fundort damals an der Küste und mit großen tidenbeeinflussten Überflutungsgebieten. Die geologische Formation, in der Tameryraptor gefunden wurde, enthält nicht nur landlebende Tiere, sondern auch eine ganze Anzahl von Meeresbewohnern. Es hat also in der frühen Oberkreide, in der diese Formation abgelagert wurde, offenbar mehrere Transgressionen und Regressionen gegeben (Vordringen und Rückgang des Meeres).

      Nächste Überraschung: In dem Gebiet, in dem Tameryraptor lebte, war auch Spinosaurus ansässig. Ja genau, der Spinosaurus, der der böse Watz in einem der Jurassic Park-Filme war. Fragt mich aber nicht, ob die beiden zur exakt gleichen Zeit lebten und eventuell sogar direkte Nahrungskonkurrenten waren.

      Wie Spock mit hochgezogenen Augenbrauen zu sagen pflegte: “Interessant!”

  33. Ein Mondfisch scheint die Besucherinnen und Besucher im Kaikyokan-Aquarium im japanischen Shimonoseki zu vermissen. Nachdem das Aquarium vorübergehend geschlossen wurde, ging es dem Tier gesundheitlich immer schlechter. Um den Fisch aufzuheitern, griffen die Mitarbeitenden nun zu einer unkonventionellen Methode.

    Ein vom Aquarium auf X geteiltes Foto zeigt den Mondfisch in seinem Wasserbecken, an dessen Scheibe Hemden und Jacken befestigt sind. In die Ausschnitte der Kleidungsstücke haben die Mitarbeitenden menschliche Gesichter aus Pappe geklebt.

    Die Maßnahme sei der “letzte Ausweg” gewesen, um die Gesundheitsprobleme des Mondfisches zu lösen, heißt es auf X. Und offenbar sind die menschlichen Pappfreunde ein voller Erfolg: Der Fisch “fühlte sich (…) am nächsten Tag besser”, verkündet das Aquarium auf X. Er sei dabei beobachtet worden, wie er “mit den Flossen winkte”.

    https://www.n-tv.de/panorama/Pappmenschen-heitern-einsamen-Mondfisch-auf-article25500938.html

    Mein Vater besaß lange Jahre ein Aquarium. Ich weiß, dass einige Fische auch immer gerne an die Scheibe herangeschwommen kamen, wenn ich davor aufhielt. Manche interessierten sich eher für Futter, denn sie schwammen den Futterring an, aber andere schienen sich doch eher für meine Person zu interessieren, denn schwammen für kurze Zeit vor meiner Position hin und her bzw. auf und ab.

    • Autsch, dreimal “schwimmen” in zwei Sätzen. Wäre ich Deutschlehrer, würde ich mir jetzt selbst eine mahnende Anmerkung verpassen. 😀

    • @RPGNo1: Das ist eine in Zoos häufig gemachte Beobachtung. Nur von einem Fisch hatte ich sie noch nie gehört. Sie scheinen ein wesentlich weiter entwickeltes Bewusstsein für ihre Umgebung und Interaktionen mit anderen Lebensformen zu haben, als ich angenommen habe. Und als ihnen zugestanden wird.
      Wiederholungen? Ach…passiert mir auch, wenn ich so gedankenverloren vor mich hin schreibe : )
      Manchmal ist die Message eben wichtiger, als der Stil : ))

  34. Hier ist noch ein Plädoyer für ein positiveres Narrativ.

    Zuversicht – jetzt erst recht! Von Nathalie Klüver

    (leider hinter der Paywall 🙁 )

    Es hilft, sich auf die Erfolge zu besinnen, wenn man müde wird und Angst vor der Zukunft hat. Es hilft, sich vor Augen zu führen, dass es möglich ist, Dinge zu verändern. Die Kraft ist da, das Potenzial ist da.

    Nichts neues, aber deshalb natürlich nicht falsch. Ich finde es gut, wenn es jetzt langsam zum Trend wird, sich als Reaktion auf die Weltlage stark zu machen, nicht aufzugeben, und laut zu sagen: Jetzt erst recht!
    Es gibt sie, die positiven Entwicklungen; leider unterliegen sie häufig einem pessimistischen Bias, da nehme ich mich nicht aus. Aber aufgeben möchte ich auch nicht, da ist jeder Beitrag in diese Richtung eine Ermutigung.

    • @Dampier: Danke, sie hat völlig recht! Ich kann dies nicht lesen, aber an verschiedenen Stellen gibt es definitiv Zuversicht. Ich erinnere mich nicht, jemals so viel Zivilgesellschaft z B in Form der großen Demos auf den Straßen gesehen zu haben. Ich lese deshalb gern heise-Medien, deren monatliches Heft ist hervorragend – statt jammern, machen. Und ich genieße es, auf SF-Cons, im Maker Space, im Freundesbereich, … unter Gleichgesinnten zu sein, zu reden, zu lachen und zu machen. Da erlebt man eben auch hautnah, dass Kraft und Potenzial da sind. Dass man selbst den Hintern hochkriegen muss und dann aber auch Sachen klappen.
      Ich habe Anfang des Jahre mein Buch zum Thema “Climate Fiction” abgegeben, da geht es auch genau darum, welche Kraft zur Veränderung jede/r einzelne hat – und dass wir sie ergreifen müssen.

  35. @RPGNo1: Herrliche Geschichte : ) Bei uns sind Biber ja schon wieder Problemtiere für Fischwirte und Landwirte, weil ihre Dämmer und Üerschwemmungen einen Affront gegen die Landnutzenden bedeuten.
    Gestern wollten wir uns eigentlich Biber und ihre Burgen und sonstigen Bauwerke anschauen, leider kam etwas dazwischen. Aber im März wollen wir es noch einmal angehen, dann ist da bestimmt auch schon mehr Aktivität!

  36. Zweimal Paläontologie

    Vor etwa 66 Millionen Jahren traf der riesige Chicxulub-Asteroid vor der Küste des heutigen Mexikos die Erde und besiegelte das Schicksal der Dinosaurier sowie vieler anderer Lebensformen. Ein früher Vorfahre heutiger Wasservögel überlebte allerdings. Das zeigt der Fund eines fossilen Schädels in der Antarktis. Dieser gehörte zu Vögeln namens Vegavis, berichtet ein Forschungsteam im Fachblatt »Nature« . Inwiefern diese zur Familie der modernen Vögel gehörten, war zuvor lange debattiert worden.

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/vegavis-iaai-frueher-vogel-ueberlebte-dinosaurier-sterben-fund-in-der-antarktis-a-52a98ae7-d4d3-443d-a72f-bf0d928b6a5c

    Plesiosaurs are an iconic group of Mesozoic marine reptiles with an evolutionary history spanning over 140 million years (Ma). Their skeletal remains have been discovered worldwide; however, accompanying fossilized soft tissues are exceptionally rare. Here, we report a virtually complete plesiosaur from the Lower Jurassic (∼183 Ma) Posidonia Shale of Germany that preserves skin traces from around the tail and front flipper. The tail integument was apparently scale-less and retains identifiable melanosomes, keratinocytes with cell nuclei, and the stratum corneum, stratum spinosum, and stratum basale of the epidermis. Molecular analysis reveals aromatic and aliphatic hydrocarbons that likely denote degraded original organics. The flipper integument otherwise integrates small, sub-triangular structures reminiscent of modern reptilian scales. These may have influenced flipper hydrodynamics and/or provided traction on the substrate during benthic feeding. Similar to other sea-going reptiles, scalation covering at least part of the body therefore probably augmented the paleoecology of plesiosaurs.

    https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0960982225000016?via%3Dihub

    • @RPGNo1: Ja, von diesem Vogelschädel-Fund hatte ich auch gelesen – super interessant!
      Und dass Elasmosaurier Schuppen auf den Paddeln, und nur auf den Paddeln haben, wundert mich gar nicht. Es gibt ein Ichthyosaurier-Paddel, das an der Vorderkante ebenfalls deutlich sichtbare Schuppen hat. Schließlich ist auf den Paddeln extrem hoher Druck, Schuppe sind da rein mechanisch von Vorteil.

  37. Neues aus der Paläontologie

    A 30-million-year-old skull from Fayum, Egypt, is thought to come from the apex predator of the times, which would have been the scourge of early hippos and elephants, snacking on our own ancestors in between.

    The cat and dog families evolved about halfway between the death of the dinosaurs and today. In-keeping with a common evolutionary pattern, they first appeared as relatively small predators, with some of their descendants evolving to fill larger niches. That doesn’t mean, however, that large herbivores previously had nothing to trouble them as long as they stayed away from crocodile-infested rivers.

    Instead, the order hyaenodonta provided the first big carnivorous mammals, as well as plenty of small ones. A new discovery helps make sense of the African members.

    https://www.msn.com/en-us/news/technology/before-lions-and-wolves-bastetodon-was-the-apex-predator-early-monkeys-feared/ar-AA1zeee6

  38. Der Jahresbeginn 2025 ist sehr ertragreich in Sachen Paläontologie. Dieses Mal geht es um Dinosaurier in Australien während der frühen Kreidezeit.

    Fossilienfunde in Australien haben Forschern einen neuen Einblick in die Welt der Dinosaurier vor mehr als 108 Millionen Jahren ermöglicht. Wissenschaftler hätten unter anderem Fossilien des weltweit ältesten Megaraptors und erste Nachweise von Carcharodontosauriern in Australien entdeckt, heißt es in einer Mitteilung des Museums Victoria Research Institute. »Diese Funde schreiben die Evolutionsgeschichte der theropoden Dinosaurier neu und enthüllen eine Raubtierhierarchie, die es nur im kreidezeitlichen Australien gibt.«

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/australien-forscher-finden-dinosaurier-knochen-des-aeltesten-megaraptors-a-cc26004d-7006-421c-9ab7-c6925091a0be

  39. @RPGNo1: Das machen viele Vögel. Bei Seevögeln fällt es besonders stark auf – die bauen Netzreste in ihre Nester ein. Altvögel und Jungtiere verheddern sich darin oft. Auf Helgoland haben wir einem im Netz-Nest verhedderten Basstölel mal 3 Tage beim Sterben zugeguckt, das werde ich nicht vergessen.
    Lustiger ist, dass japanische Krähen von Balkons Kleiderbügel stehlen und daraus sehr seltsame Nester bauen. Sicher, aber eher unbequem
    https://www.scinexx.de/dossierartikel/kraehe-und-mensch/

  40. Da wird Hollywood aber enttäuscht sein. 😀

    Nur seine riesigen Zähne und ein paar Wirbel bezeugen heute noch die Existenz des riesigen Urzeit-Hais Megalodon (Otodus megalodon). Deshalb war es lange ein großes Rätsel, wie er wohl ausgesehen haben mag. Die ähnlich gezackten Zähne jedenfalls ließen viele vermuten: Megalodon muss eine riesige Version des bulligen Weißen Hais gewesen sein. Doch ein internationales Forschungsteam zeigt jetzt, dass Megalodon zwar ein gigantisch großer, aber deutlich schlankerer Riese war als bisher vermutet worden ist. Seine Form ähnele eher der eines schlanken, langgestreckten Zitronenhais, schlussfolgern die Forschenden.

    https://www.mdr.de/wissen/umwelt-klima/megalodon-schlanker-jaeger-zitronenhai-100.html

  41. Wissenschaftler der University of Auckland staunten nicht schlecht, als sie im Dezember 2023 etwas Oranges auf einem Hai erblickten: ein Maori-Oktopus, der im Hauraki-Golf vor der Nordküste Neuseelands auf dem Kopf eines Makohais ritt. Vor Kurzem veröffentlichte die Universität ein Video von dem ungewöhnlichen Ritt.

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/neuseeland-sharktopus-video-dieser-oktopus-reitet-auf-dem-kopf-eines-hais-a-d8eef7d6-231a-4aa3-8c05-8c8768917e15

    😮

    • @RPGNo1: Darüber hatte ich mich auch gewundert. Zu gern würde nicht nur ich wissen, wie der langsame Octopus auf so einen schnellen Prädatoren geraten ist. Entfleuchte Beute?

  42. Urzeitlicher Edward mit den Scherenhänden: In der Mongolei haben Paläontologen ein Dinosaurierfossil mit ungewöhnlich gut erhaltenen, furchteinflößenden Klauen entdeckt. Der vor 100 bis 83 Millionen Jahren lebende Duonychus tsogtbaatari trug demnach an jeder Hand zwei rund 30 Zentimeter lange gebogene Krallen. Mit diesen Werkzeugen tötete der Dinosaurier aber keine Beute, sondern griff nur nach Ästen – Duonychus war ein Pflanzenfresser. Eine Klaue ist sogar samt Keratinhülle erhalten und damit eine echte Rarität.

    https://www.scinexx.de/news/biowissen/dinosaurier-mit-scherenhaenden-entdeckt/

  43. Erneut ist die Paläontologie dran.😀

    Deutsches Plesiosaurus-Fossil verändert Sichtweise auf seine ganze Art

    Die Ergebnisse der Studie weisen darauf hin, dass die Epoche des frühen Jura ein entscheidender Zeitraum für die Evolution der Plesiosaurier war. Demnach diversifizierten sich die frühen Formen der Meeressaurier, wodurch die Voraussetzungen für ihre spätere Dominanz der Weltmeere geschaffen wurde. Das Vorhandensein einzigartiger Plesiosaurier-Arten in verschiedenen Teilen Europas verstärkt die Hypothese, dass die frühen Mitglieder dieser Gruppe geografisch begrenzt gewesen sein könnten.

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/schwaben-plesiosaurus-fossil-offenbart-entwicklung-der-meeresreptilien-a-81248302-b023-423d-a643-62a7e383922e

    • @RPGNo1: Wow, das ist super interessant. Die Funde aus dem Museum Hauff und andere aus Holzmaden und Dotternhausen sind extrem gut, da werden immer noch neue wissenschaftliche Aussagen möglich. Das war jetzt bestimmt auch nicht das letzte Resultat.

  44. Friedhof der Amphibien: Im US-Bundesstaat Wyoming haben Paläontologen das 230 Millionen Jahre alte Massengrab riesiger Amphibien freigelegt – sie waren so groß wie ein ausgewachsener Alligator. 19 Individuen der Spezies Buettnererpeton bakeri kamen dort einst zu Tode. Aber wie? Starben sie gemeinsam oder sind sie von der Strömung einzeln zu ihrer letzten Ruhestätte getrieben worden? Eine Spurensuche in der Urzeit bringt nun Klarheit.

    https://www.scinexx.de/news/biowissen/massengrab-riesiger-amphibien-entdeckt/

    • @RPGNo1: Ich denke, dass es dabei um die Ausfuhr von Guano gehen muss. Es gibt keine andere Erklärung für solchen Sch***. Immerhin haben die Pinguine für die Zoll-Verhandlungen mit Trump einen Frack angezogen, zumindest mangelnden Respekt kann man ihnen nicht vorwerfen.
      (Das ist so bitter für gebildete Amis, die merken doch, dass der Rest der Welt über sie lacht)

      • Antiintellektualismus ist Trumpf unter Trump und seinen MAGAdioten. Das kann man gut daran erkennen, wie sie der Welt die angebliche Berechnungsgrundlage für ihre Zölle verkaufen wollen.

        Consider an environment in which the U.S. levies a tariff of rate τ_i on country i and ∆τ_i reflects the change in the tariff rate. Let ε0 represent the passthrough from tariffs to import prices, let m_i>0 represent total imports from country i, and let x_i>0 represent total exports. Then the decrease in imports due to a change in tariffs equals ∆τ_i*ε*φ*m_i<0. Assuming that offsetting exchange rate and general equilibrium effects are small enough to be ignored, the reciprocal tariff that results in a bilateral trade balance of zero satisfies:

        https://ustr.gov/issue-areas/reciprocal-tariff-calculations
        https://ustr.gov/sites/default/files/files/Press/Releases/2025/Screenshot%202025-04-02%20200501.png

        Incredible stuff–they wanted to make the thing seem more sophisticated than it is so they threw in two Greek letters but selected values that cancel out so it’s still just trade deficit divided by imports.

        https://x.com/Brendan_Duke/status/1907741651172311353

  45. Schleimartige Röhren an einem Korallenriff im Haibecken des Karlsruher Naturkundemuseums, eigenartige Fraßspuren an einer Koralle – jahrelang rätselte der Leiter des »Vivarium«, Johannes Kirchhauser, wer dahinterstecken könnte. Jetzt steht der Übeltäter fest: ein etwa anderthalb Meter langer Borstenwurm, der offenbar lange verborgen in dem Riff lebte. Kirchhauser fand das Tier tot auf dem Grund des Beckens.
    […]
    Der Borstenwurm muss etwa zehn Jahre lang in dem Becken gehaust haben. Vermutlich als Borstenwurm-Baby hatte das Tier sich in lebendem Korallenriffgestein versteckt, das seinerzeit aus Indonesien für den Aufbau eines Riffs im Naturkundemuseum eingeflogen worden war. Dort wuchs er dann im Verborgenen zu beachtlicher Größe heran. »Es ist schon etwas Besonderes«, sagte Husemann, »dass ein solch großes Tier da so lange unentdeckt vor sich hin gelebt hat.«

    https://www.spiegel.de/panorama/grosser-borstenwurm-lebte-jahrelang-versteckt-in-museum-a-63c42e8e-1042-4c8e-8f64-492559a3119d

  46. Wissenschaftler haben mithilfe des »James Webb«-Weltraumteleskops nach eigenen Angaben die bisher stärksten Anzeichen für mögliches Leben jenseits unseres Sonnensystems gefunden.

    Die Forscher aus Großbritannien und den USA entdeckten in der Atmosphäre des 124 Lichtjahre entfernten Exoplaneten K2-18b Hinweise auf zwei chemische Verbindungen, die auf Leben hindeuten könnten, berichten sie im Fachmagazin »The Astrophysical Journal Letters« . Exoplaneten sind Himmelskörper außerhalb unseres Sonnensystems.

    Die Schwefelverbindungen Dimethylsulfid und Dimethyldisulfid gelten als sogenannte Biosignaturen, also Indikatoren für biologische Prozesse. Auf der Erde werden sie nur von Lebewesen produziert, zumeist von mikroskopisch kleinen Meeresalgen, dem Phytoplankton.

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/exoplanet-k2-18b-forscher-entdecken-hinweise-auf-ausserirdisches-leben-a-7ae4e94d-c0c6-4586-beef-a9d3d53febd5

  47. @RPGNo1: Danke, das hört sich sehr interessant an! Ich schau mal, ob ich dazu eine Diskussion finde. Eigentlich erwarte ich, dass sich jetzt ein paar Chemie-Cracks melden und ein paar geochemische Entstehungswege dafür erklären.
    Wie beim Mars-Methan : )

  48. Ein rund 140 Lichtjahre von der Erde entfernter Planet zerfällt und verdunstet in rasender Geschwindigkeit. Wie das Massachusetts Institute of Technology (MIT) mitteilt, verliert der Exoplanet “BD+05 4868 Ab” bei jedem Umlauf um seinen Stern Gesteinsmaterial in der Größenordnung des Mount Everest.

    Forscher sind begeistert: “Die Länge des Schweifs ist gigantisch”, sagt Marc Hon vom Kavli Institute for Astrophysics and Space Research des MIT. Der Schweif sei bis zu neun Millionen Kilometer lang, was die Hälfte der Umlaufbahn um seinen Stern umfasse.

    https://www.t-online.de/leben/wissenschaft/weltall/id_100690100/exoplanet-mit-gigantischem-schweif-bringt-astronomen-zum-staunen.html

    Faszinierend, wie Mr. Spock immer sagte.

  49. Besonderer Fund: In Brasilien haben Paläontologen die älteste fossile Ameise der Welt entdeckt. Die Art mit Namen Vulcanidris cratensis lebte in der mittleren Kreidezeit vor 113 Millionen Jahren und zeichnete sich durch bizarre Mundwerkzeuge für den Beutefang aus. Als Vertreterin der sogenannten Höllenameisen gehörte das urzeitliche Insekt einer der frühesten Ameisenlinien an, war dafür aber bereits überraschend stark spezialisiert, wie das Team berichtet.

    https://www.scinexx.de/news/biowissen/aelteste-ameise-der-welt-entdeckt/

  50. @RPGNo1: “Höllenameise”. Da frage ich mich, ob mir eine T rex-Begegnung nicht lieber gewesen wäre : )
    Solche kleinen Plagegeister werden in Filmen wie Jurassic World völlig außer Acht gelassen. Ganz sicher zu Unrecht. Andererseits ist das Bild eines vor Ameisen abhauenden T rex oder eines deswegen ins Wasser hüpfenden Spinosaurus vermutlich auch nicht das, was die Zuschauer auf der großen Leinwand sehen wollen : )

    • In einer Komödie von Zucker, Abrahams & Zucker (ZAZ) würde sich die folgende Szene gut machen. Spinosaurus und T-Rex, wie sie vor einem gigantischen Schwarm von Höllenameisen flüchten. 😆

  51. @RPGNo1: Kürzlich habe ich für “Natur” einen großen Artikel über Feder-Evolution geschrieben. Die Feder-Evolution fing ja schon VOR der Dino-Zeit an. Und erschreckend früh traten Gefiederparasiten wie Federlinge und läuseartige Insekten auf. Seitdem habe ich ständig das Bild vor Augen, wie ein T rex hoch aufgerichtet seinen Hunger über die jurassischen Landschaftbrüllt und dann stehenbleibt, um sich mit dem Hinterfuß hinterm Ohr zu kratzen.

  52. @RPGNo1: Was für eine Wahnsinns-Erfahrung, hautnah beim Ausbruch eines submarinen Vulkans dabei zu sein, und dann noch darüber berichten zu können!
    Krass, diese gewaltigen Kräfte so en passant zu beobachten, ganze Ökosystem sterben zu sehen um dann auf die Entstehung des ersten zaghaften noch mikroskopisch kleinen Lebens zu warten.
    Hoffentlich können sie ihre Forschung fortsetzen – die National Science Foundation ist von der Trump-Junta ziemlich weitgehend zerstört worden und viele der Forschenden an Bord dürften ihre Jobs verloren haben oder demnächst auf der Straße stehen.

    • Trump und seine Camarilla sind Anti-Intellektuelle. Wissen, Wissenschaft und Wissenschaftler sind Feinde, sofern sie nicht irgendwie dazu nützlich sein können, Geld zu scheffeln bzw. rechtsgerichtete Ideologien und/oder pseudowissenschaftliche Agenden voranzutreiben. 🙁

      • @RPGNo1: So krass, was da gerade abläuft. Und erschreckend viele US-BürgerInnen scheinen immer noch nicht zu begreifen, wie brisant ihre Situation gerade wird. Die jetzt angerichteten Schäden von grassierenden Infektionen bis zu zerschlagenen Gesundheits- und Bildungsinstitutionen werden noch Jahrzehnte nachwirken. Die Zerstörung der Wissenschaft wird das Land auch wirtschaftlich weit zurückwerfen

  53. Übersetzung der Inhaltsangabe eines Artikel zum möglichen Ursprung von SARS-CoV-2

    Das Auftreten von SARS-CoV im Jahr 2002 und SARS-CoV-2 im Jahr 2019 führte zu einer verstärkten Beprobung von Sarbecoviren, die in Hufeisennasen zirkulieren. Durch phylogenetische Inferenz unter Berücksichtigung der Rekombination von Fledermaus-Sarbecoviren haben wir herausgefunden, dass die engsten Vorfahren der Fledermausviren von SARS-CoV und SARS-CoV-2 weniger als ein Jahrzehnt vor ihrem Auftauchen beim Menschen existierten. Phylogeografische Analysen zeigen, dass Fledermaus-Sarbecoviren mit ähnlichen Raten wie ihre Wirte, die Hufeisennasenfledermäuse, zirkulierten und sich über Jahrtausende in Asien verbreiteten. Wir stellen fest, dass es unwahrscheinlich ist, dass die direkten Vorfahren von SARS-CoV und SARS-CoV-2 ihre jeweiligen Entstehungsorte allein durch die Verbreitung im Fledermausreservoir erreicht haben, was dafür spricht, dass Interaktionen mit Zwischenwirten durch den Handel mit Wildtieren eine Rolle bei der zoonotischen Verbreitung spielen. Diese Ergebnisse können als Orientierung für künftige Probenahmen dienen und zeigen, dass virale genomische Regionen, die extrem eng mit SARS-CoV und SARS-CoV-2 verwandt sind, in Hufeisennasenfledermäusen zirkulieren, was ihre Bedeutung als Reservoir für SARS-Viren bestätigt.

    https://www.cell.com/cell/fulltext/S0092-8674(25)00353-8?_returnURL=https%3A%2F%2Flinkinghub.elsevier.com%2Fretrieve%2Fpii%2FS0092867425003538%3Fshowall%3Dtrue

  54. @RPGNo1: Ich bin jetzt etwas überrascht, weil da nichts Neues steht. Fledermäuse als Viren-Reservoire, Wildtiere als Vektoren und Wildtierhandel/Zuchten werden seit 2020 immer wieder als Ursache genannt. Ich hatte 2020 dazu mehrere Forschende, u a Fabian Leendertz, dazu interviewt.
    Fabian Leendertz erzählte mir vor 5 Jahren auch schon eher nebenbei, dass Affengrippe eine Gefahr auch für Menschen werden könne. Und dass wir auch zu unserem Schutz darum Surveillance-Zentren etwa auch in Afrika betreiben müssen – kleine Gesundheitszentren in abgelegenen Gegenden, die neben menschlichen Patienten auch Wildtier-Infektionen dokumentieren, untersuchen u melden.
    (Er ist mittlerweile Institutsdirektor:
    https://www.helmholtz-hioh.de/de/newsroom/aktuelles/detail/news/hzi-bestellt-fabian-leendertz-zum-gruendungsdirektor-des-helmholtz-instituts-fuer-one-health/
    )

    Da wir unser Verhalten null geändert haben, bleiben SARS-Cov und Affengrippe sowie weitere Pathogene eine Gefahr. Die nächste Pandemie steht in einem tropischen Dschungel vermutlich schon in den Startlöchern.

    • Ich hatte den Artikel als wissenschaftlichen Beitrag interpretiert, da es in den letzten Wochen und Monaten besonders von Seiten der US-amerikanischen Politik Versuche gegeben hat, den Ursprung von Corona in einem Unfall in einem chinesischen Labor zu sehen. Dazu pass auch noch die Nachrichten aus März 2025, dass der BND in 2020 in einem Szenario ebenfalls einen Laborunfall als ursache der Pandemie annimmt.

      Der Ersteller des Artikel stellen klar, dass sie die Laborhypothese nach wie vor für unwahrscheinlich halten als eine Zoonose.

      • RPGNo1: Ja! Der BND-Bericht brachte die Verschwörungserzählung wieder voll zum Kochen. Allerdings blieben sie den Nachweis dafür schuldig.
        Und wenn Leute wie Christian Drosten und Fabian Leendertz dann zu dem Schluß kommen, dass die bekannten wissenschaftlichen Fakten eine Zoonose wesentlich wahrscheinliche rmachen, als die Labor-Erzählung, dann ist das für mich belastbar.
        Ich fand diese ganze BND-Aktion ziemlich strange und frage mich immer noch, was wer damit bezweckte

  55. @RPGNo1: Ja, dieser Fund war wirklich ver-stör-end : )
    Exotische ausgesetzte Tiere sind meist zum NAchteil hiesiger Ökosysteme, aber so eine Geierschildkröte ist wirklich eine Gefahr für Menschen und Tiere.
    Bis gespannt, wann bei uns die ersten Krokodile in der Kanalisation auftauchen

  56. Es gibt neue Erkenntnisse über den Urvogel Archaeopteryx.

    Ikonische Einblicke: Ein 14. Exemplar des berühmten Archaeopteryx enthüllt nie zuvor gesehene Details des ikonischen Urvogels. So zeigt das „Chicagoer“ Archaeopteryx-Fossil erstmals eine Gruppe von Flügelfedern, die eine entscheidende Anpassung ans Fliegen waren – und die bei anderen gefiederten Dinosauriern fehlten. Die Füße des Urvogel-Fossils liefern Hinweise auf eine teils bodenlebende Lebensweise und sein gut erhaltener Schädel zeigt erste vogelähnliche Gaumenmerkmale, wie Paläontologen in “Nature“ berichten.

    https://www.scinexx.de/news/biowissen/neues-fossil-des-archaeopteryx-enthuellt/

  57. Ungleiche Paarung: Astronomen haben in 238 Lichtjahren Entfernung eine seltene Kombination von Stern und Exoplanet entdeckt – einen saturngroßen Gasriesen, der um einen kleinen Roten Zwerg kreist. Er ist der masseärmste Stern, um den ein solcher Gasriese gefunden wurde, wie das Team in „Nature Astronomy“ berichtet. Eine so ungleiche Paarung ist nur schwer mit gängigen Modellen der Planetenbildung zu erklären. Denn eigentlich hat die Akkretionsscheibe um einen solche Zwergstern nicht genügend Masse für einen Gasriesen.

    https://www.scinexx.de/news/kosmos/gasriese-ist-zu-gross-fuer-seinen-stern/

  58. Gulls have a flexible diet allowing them to forage both at-sea and on land with prior research showing Western Gulls (Larus occidentalis) forage more on land when oceanic prey resources are low. Western Gulls have been GPS-tracked during the breeding season at Southeast Farallon Island off the U.S. West Coast from 2013 to the present. Foraging trips to land tend to be longer than at-sea trips, and while on land, gulls can visit a variety of locations in search of anthropogenic food sources. Here, we provide the first observation of a female Western Gull riding in a long-haul garbage transfer truck (18-wheeler) from a waste transfer station in San Francisco to an outdoor compost facility in the Central Valley, California. This behavior occurred twice, on 21 and 23 May 2018, and the gull flew back to its colony on the Farallon Islands after getting out of the truck each time. These two foraging trips were an average ∼14 to 18 hrs longer, ∼95 to 130 km farther from the colony, and the total distance traveled was ∼95 to 160 km more than this individual’s other at-sea and land-based trips during the week-long tracking period. While this behavior has not been widely observed and the bird’s intentions are difficult to establish, foraging at this transfer station appears to provide a predictable food source, and therefore, this behavior could become more common as birds respond to changing environments.

    https://bioone.org/journals/waterbirds/volume-48/issue-1/063.048.0101/The-First-GPS-Observation-of-a-Western-Gull-Larus-occidentalis/10.1675/063.048.0101.short

    Und ich Dummie dachte immer, dass die Möwen uns nur den Bismarckhering vom Fischbrötchen klauen, um zu speisen. 😆

  59. Anregung zur Anfertigung von Diagrammen von “Kosmologischer Zeit t über (messbare) Rotverschiebung Δz, zur Darstellung von Ping-Dauern zwischen generisch “mitbewegten” Beteiligten in einem (insbesondere durch den sogenannten Skalenfaktor a[ t ] spezifizierten) homogenen und isotropen (alias FLRW-)Universum.

    Die t-Koordinate sei so adaptiert dass für je vier Werte dieser Koordinate t_* < t_§ und t_% < t_@ und jeden “mitbewegten” Beteiligten A erfüllt ist:

    (t_§ - t_*) τA[ _%, _@ ] = (t_@ - t_%) τA[ _*, _§ ]

    wobei τA[ _%, _@ ] die Dauer (alias “Bogenlänge des Weltlinien-Abschnittes”) As von As Anzeige (Anteil) A_% an dem (einzigen, durch den Koordinatenwert t_% eindeutig identifizierbaren) Ereignis, an dem A überhaupt beteiigt war, bis zu As Anzeige (Anteil) A_@ an dem (einzigen, durch den Koordinatenwert t_@ eindeutig identifizierbaren) Ereignis, an dem A überhaupt beteiigt war;
    und entsprechend auch τA[ _*, _§ ],

    und diese t-Koordinate darüberhinaus unter allen “mitbewegten” Beteiligten derart synchronisiert sein soll, dass für je zwei (voneinander getrennte, also verschiedene) “mitbewegten” Beteiligten A und B sowie für jeden (geeigneten) Koordinaten-Wert t_* erfüllt ist:

    – sofern B As entsprechende Signal-Anzeige A_* wahrnahm, nahm auch A Bs entsprechende Signal-Anzeige B_* wahr,

    – und falls so, dann, sofern A Bs entsprechende Echo-Anzeige B_sah_A_* wahrnahm, nahm auch B As entsprechende Echo-Anzeige A_sah_B_* wahr,

    – und falls so, dann stimmten die den entsprechenden Ereignissen zugeordneten t-Koordinaten-Werte überein, d.h.

    mit As Echo-Anzeige A_sah_B_* als As Anteil an dem (somit eindeutigen) Ereignis, dem (außerdem) Koordinaten-Wert t_e zugeordnet ist, und
    mit Bs Spiegelungs-Anzeige B_sah_A_* als Bs Anteil an dem (somit eindeutigen) Ereignis, dem (außerdem) Koordinaten-Wert t_s zugeordnet ist,
    gilt t_s = t_e; bzw.

    mit As Ping-Anzeige A_sah_B_sah_A_* als As Anteil an dem (somit eindeutigen) Ereignis, dem (außerdem) Koordinaten-Wert t_p zugeordnet ist, und
    mit Bs Round_trip-Anzeige B_sah_A_sah_B* als Bs Anteil an dem (somit eindeutigen) Ereignis, dem (außerdem) Koordinaten-Wert t_r zugeordnet ist,
    gilt t_r = t_p.

    (τA[ _*, _p ] ist in diesem Fall eine Ping-Dauer — aber nicht unbedingt “die eine/konstante” Ping-Dauer — As bzgl. B, aber die Symmetrie(n) der zugrundegelegten Universen und ihrer Darstellung garantiert jeweils
    τA[ _*, _p ] = τB[ _*, _p ]
    )

    Im “t-über-Δz-Diagramm, das (bzw. zu dem) hiermit angeregt sein soll, sei die Ordinaten-Achse (d.h. die Vertikale mit Δz = 0) als Darstellung der Weltlinie eines bestimmten (festgehaltenen, aber generisch-beliebigen) “mitbewegten” Beteiligten (wiederum A) aufgefasst.

    Hinsichtlich jedes Wertes t_* und jedes Wertes t_p > t_* sind damit ggf. bestimmte “mitbewegten” Beteiligte B identifiziert, deren entsprechende Spiegelungs-Anzeige(n) B_sah_A_* jeweils Anteile von Ereignissen waren, denen allen der gleiche Koordinaten-Wert t_s zugeordnet ist.

    Im “t-über-Δz-Diagramm, sollen dafür genau zwei Punkte markiert sein, nämlich

    – am Werte-Paar {(z[ t_* ] - z[ t_s ]), t_p} und

    – am Werte-Paar {(z[ t_p ] - z[ t_s ]), t_p} ,

    wobei die betreffenden z im Zusammenhang mit dem entsprechenden Skalenfaktor a[ t ] entsprechend Angaben in den verlinkten Wikipedia-Artikeln und gewählten Parameterwerten zu berechnen sind.

    Die Abszissen-Achse des Diagramms ist durch den Wert Δz = 0 vermutlich geeignet in zwei Teile gegliedert.

    Zu beachten ist, dass solche, nach den obigen Vorgaben ausgefüllte Diagramme womöglich vollständig oder mindestens Abschnitts-weise Flächen-haft dicht mit Punkten gefüllt sein können. Es empfiehlt sich deshalb zusätzliche Farb- und Helligkeits-Kodierung aller eingetragenen Punkte; etwa folgendermaßen:

    – auf der Ordinaten-Achse: werde jedem Werte-Paar { 0, t } eine eigene KOmbination von Farbe und Helligkeit gegeben;

    – allen Werte-Paaren, für deren Berechnung der Rotverschiebungs-Wert z[ t_* ] zum t-Koordinaten-Wert t_* gebraucht wurde, werde die selbe Farbe und Helligkeit wie der Ordinaten-Punkt { 0, t_* } gegeben,

    – allen Werte-Paaren, für deren Berechnung der Rotverschiebungs-Wert z[ t_p ] zum t-Koordinaten-Wert t_p gebraucht wurde, werde die selbe Farbe und Helligkeit wie der Ordinaten-Punkt { 0, t_p } gegeben.

    (Bei geeigneter Parameter-Wahl dürften sich somit kontrastierende Diagramm-Linien ergeben, die sich untereinander nicht schneiden, aber von denen jede die Ordinte genau einmal schneidet; oder womöglich berührt.)

    Die Farb-Kodierung alleine (d.h. verbunden mit unterschiedlichen Helligkeiten) kann schließlich z.B. genutzt werden, um Diagramm-Linien für ausgewählte Paare von Koordinaten-Werten t_* und t_p und somit für bestimmte Ping-Dauern (auch im Zusammenhang mit dem dadurch jeweils festgelegten Wert t_s) hervorzuheben.

  60. @RPGNo1, @Frank Wappler: Huch – diese Nerd-Unterhaltung sehe ich jetzt erst. Offenbar könnt Ihr euch auch ohne mich sehr gut beschäftigen ; )
    Danke, @RPNGo1 für die mal wieder gute Anregung, danke @Frank, so eine Antwort könnte ich nicht geben

    • @RPGNo1: Super Interessante Arbeit! Erstens, weil die asiatischen Dino-Schätze immer noch viele überraschende Puzzleteile bereithalten und zweitens, weil dieses Forschungsteam klar zeigt, dass Spitzenforschung nur international gelingen kann. Einer der Mongolen hat eine Stelle an einer USA-Uni – mit dem Kahlschlag der Trump-Junta werden auch solche Stellen wegfallen. Verglichen mit Forschung etwa zu Impfungen mag die Paläontologie weniger lebensnotwendig erscheinen. Aber es ist wohl eien prinzipielle Entscheidung, ob man sich als Staat und Gemeinwesen Forschung leisten will oder nicht.
      Ich würde diese über tollen Funde aus der Mongolei und China jedenfalls gern wesentlich mehr erfahren udn sie sehr gern auch mal anschauen. Solch eine Ausstellung habe ich erst einmal gesehen, im Hessischen Landesmuseum. Ich war als Guide dabei udn es war einfach nur die reine Freude. Wobei ich zugeben muss, dass ich die älteren Therapsiden ja sogar noch fast noch spannender fand

  61. Rick Moranis und Bill Pullman sollen angeblich bei neuem »Spaceballs«-Film mitspielen

    Gibt es ein Wiedersehen mit Lord Helmchen? 2027 soll ein neuer »Spaceballs«-Film in die Kinos kommen. Laut einem Bericht ist ein Großteil der Hauptdarsteller von vor fast 40 Jahren wieder mit dabei.

    https://www.spiegel.de/kultur/kino/spaceballs-rick-moranis-und-bill-pullman-sollen-angeblich-bei-neuer-star-wars-parodie-mitspielen-a-3293698c-c183-4063-9923-b5b18d4291fc

    https://www.youtube.com/watch?v=WsK-KPi_w3w

    Kann das klappen? Ich LIEBE Spaceballs! Und ich verehre den unvergleichlichen Mel Brooks.

    • @RPGNo1: Spaceballs ist großartig! Aber wenn ich mir so anschaue, wie so ein versuchtes “Do-it-again”-Projekt in anderen Fällen gelaufen ist, habe ich wohl besser keine hohen Erwartungen. Manchmal ist es wohl besser, eine Crew auszutauschen. Zuletzt ist es mir bei “Ghostbusters” und “Picard” aufgefallen. “Ghostbusters” wäre ohne die alten Knacker, die zum Schluß mit steifen Knien die Kids retten sollten, ein netter Film geworden. Und “Picard” hatte starke Stellen und tolle Ideen. Aber nach der ersten Freude über das das Wiedersehen mit alten Bekannten, dachte ich in Staffel 3, dass sich die STNG-Gang keinen Gefallen getan hat. nur 7 of 9 hatte eien glaubwürdige Charakterentwicklung und Michelle Hurd finde ich einfach großartig. Ansonsten eher naja…
      Ich freue mich nun auf die nächste Staffel Strange New Worlds, die ersten beiden fand ich fast durchgehend sehr gut.

  62. Ein weiteres Fundstück

    What does it take to gaze through time to our universe’s very first stars, galaxies, and light? “Cosmic Dawn: The Untold Story of the James Webb Space Telescope,” a NASA+ documentary, takes you behind the scenes of Webb’s journey, through the eyes of the dreamers who made it possible.

    The documentary brings viewers on an unprecedented journey through Webb’s delicate assembly, rigorous testing, and triumphant launch, showcasing the sheer complexity and breathtaking risks involved in creating a telescope capable of peering billions of years into the past. Follow the telescope from an idea developed at NASA’s Goddard Space Flight Center all the way to the launchpad in French Guiana, with never-before-seen footage captured by the Webb film crew offering intimate access to the challenges and triumphs along the way.

    https://www.youtube.com/watch?v=uSMGENDH_QI

  63. Ich greife mal meinen Post vom 12.5 auf: In Baggerteichen treiben Alligatoren, Kaimane und Krokodile doch schon seit Jahren ihr Unwesen. Wenn man gewissen Medien glauben schenken darf. Seltsamerweise aber nur in den Sommermonaten. 😁

    Das Sommerloch ist bereits da und muss gefüllt werden. Den “Alligator von Vechta” gab es (erwartungsgemäß) doch nicht. Nun wird nach einer “Großkatze am Geiseltalsee” gefahndet.

    https://www.spiegel.de/panorama/vechta-kein-alligator-im-regenrueckhaltebecken-video-war-ein-fake-a-0f5aaf6b-37ac-4cee-abac-2e5d940d26a5

    https://www.spiegel.de/panorama/saalekreis-schlaegt-alarm-wegen-angeblicher-sichtung-von-grosskatze-a-92f16d0a-03dc-4df9-b5d6-3744a60e8505

    • @RPGNo1: Das Kelping ist echt klasse. Körperpflege hat bei denen ja auch eine starke soziale Komponente, sowohl beim Kelping, als auch beim Beach-rubbing an den flachen Stränden. Über die Aussage der Forscher, dass sie das erst durch bessere Kameras und Filmaufnahmen entdeckt haben, fand ich amüsant. Da kommen bestimmt noch mehr spannende Erkenntnisse : )

  64. Das ist doch mal ein interessanter Bericht. Orcas, die Beute direkt vor Menschen “fallenlassen”, um sie möglicherweise mit den Menschen zu teilen und diese aus Neugier zur Interaktion zu provozieren:

    https://www.thecanadianpressnews.ca/environment/orcas-sharing-prey-with-humans-may-be-trying-to-learn-who-we-are-researcher-says/article_7dd700ea-bac5-57e2-a98d-40a00eb89434.html

    Je mehr man von den Viechern erfährt, umso interessanter werden sie. Und anscheinend sind auch wir für sie interessant.

    • Als ich die Story las, dachte ich an Katzen, die ihren “unfähigen” Frauchen/Herrchen gerne mal ein Beutetier vor die Füße legen, um sie endlich zum Jagen zu animieren, wie es heißt. Vielleicht haben wir bei den Orcas einen ähnlichen Fall? Wer weiß das schon.

      • Die Beziehung zwischen Menschen und wildlebenden Orcas ist aber eine ganz andere als die zwischen Menschen und ihren Hauskatzen. Von daher kann ich mir das nicht wirklich vorstellen.

        • @Spritkopf: Diese Orcas kenne die Forschungsteams schon sehr lange. Es ist gut möglich, dass dadurch eine Beziehung auch von den Schwertwalen zu den Forschenden aufgebaut wurde. Wale gewöhnen sich auch durch Whale watching an Menschen, die ihnen nahe kommen, und dann nur gucken wollen. Wenn Zootiere dieses Angaffen und Photographieren bemerken und die Aufmerksamkeit sogar fordern, würde ich das bei an Menschen gewöhnten Wildtieren nicht ausschließen.

          • Was natürlich auch möglich ist, dass hier verschiedene Ursachen vorliegen.

            Wenn man sich die Originalstudie anschaut, dann sieht man, dass die weitaus meisten Fälle des Anbietens von Beute (20 von insgesamt 34) in Neuseeland stattfanden. Also genau dort, wo Ingrid Visser arbeitet, die auch massiv in Rettungsaktionen von gestrandeten Orcas involviert ist und die darüber, wie du schon selbst vermutest, eine sehr enge Beziehung zu ihnen aufgebaut hat. In einigen ihrer Videos kommt deutlich zum Ausdruck, dass bei den Neuseeländern schon bekannt ist, wen sie anrufen müssen, wenn sie einen gestrandeten Orca sehen, nämlich Ingrid Visser. Die neuseeländischen Orcas werden daher nicht nur Visser, sondern Menschen allgemein damit verbinden, dass sie ihre Retter sind.

            Weswegen es für mich nicht abwegig ist, hier eine Reziprozität zu vermuten, also dass sich Orcas für diese Rettungen versuchen zu “revanchieren”.

          • @Spritkopf: Jetzt habe ich mal den Text angesehen.
            Orcas teilen tatsächlich sehr oft ihre Beute als Socializing, dann wird z B ein Schweinswal, eine Robbe herumgereicht und jeder nimmt ein Häppchen. Das würde bedeuten, dass sie Menschen als Apex-Prädator ansehen.
            Erwachsene bringen so Kälbern Jagen bei – dann würden sie Menschen unterrichten wollen.
            Da so viele Meldungen von verschiedenen Orten gesammelt wurden, ist es schwierig, einzuschätzen, ob die Orcas die betreffenden Menschen kannten – z B über die Wiedererkennung der Bootsgeräusche oder möglicherweise sogar die Erkennung von menschlichen Individuen.

            Dass Orcas verschiedener Populationen und Kulturen sowie Individuen unterschiedlichen Geschlechts und Alters Menschen Teile ihrer Beute angeboten haben, zeigt, dass sie in jedem Alter teilen.
            Interessant fand ich die Warnung, dass Orcas mit Häppchen auch fettere Beute ködern : )

            Letztendlich kann man das also noch nicht einordnen.

      • @RPGNo1: Daran habe ich auch sofort gedacht. Außerdem ist so ein Verhalten aus der Antarktis von einem Seeleoparden-Weibchen gegenüber dem Tierfilmer Paul Nicklen bekannt geworden.
        https://www.youtube.com/shorts/nw24zx7u8ZI

        Katzen, Seeleoparden und Orcas scheinen Menschen als “auf Augenhöhe”, also Prädatoren wie sie, wahrzunehmen, statt als Beute. Möglicherweise wollen sie darum versuchen, uns beim Beuteerwerb zu helfen. Bei Katzen könnte es auch sein, dass sie ihr Geschenk gegen anderes Futter tauschen wollen. Das wäre bei Seeleos udn Orcas wohl eher nicht der Fall

    • @Spritkopf: Ich habe die Arbeit gesehen und finde hoffentlich am WE mal Zeit, das zu lesen. Mir war das bei Orcas total neu. Wenn Ingrid Visser das publiziert hat, ist das auf jeden Fall ernstzunehmen. Sie erforscht Orcas vor Nord-Norwegen schon sehr lange, vermutlich kenne die Viecher sie bzw ihre Boote.

  65. Das Sommerloch füllen dieses Jahr keine Löwen, Kaimane, Kängurus oder exotische Laufvögel, sondern (Fanfare!) Welse.

    In einem Badesee in Mittelfranken haben Welse mehrere Menschen verletzt, ein Tier wurde erschossen. Wie gefährlich sind die Raubfische für den Menschen? Und: Fressen sie wirklich Dackel? Ein Fischereiprofessor klärt auf.

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/wels-attacken-am-brombachsee-man-haette-ihn-umsetzen-oder-aufessen-koennen-a-eda68bf3-c0b0-4196-826b-0c6624c0ff23

    Er soll übrigens lecker schmecken.
    https://www.bild.de/regional/bayern/bissiger-riesen-wels-aus-brombachsee-wird-zur-delikatesse-6863ed84f349091006d01840

    • @RPGNo1: Diese Erklärung hatte ich auch an anderer Stelle gelesen: Wegen der Dürre ist der Wasserspiegel so niedrig, dass der Welsin zum Ablaichen keine Wasserpflanzen, Weidenwurzeln, …erreichen kann, in deren Schutz sie sonst ihre Brut deponiert. Darum hat sie die Brut unter den badeinseln abgelaicht. Das Männchen schützt dann die Brut, durch Wasserzufächeln und aktive Verteidigung
      https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ischer_Wels

      Welse wurden bei uns als Nahrungs- und Sportfisch eingeführt und profitieren von der Erwärmung. Da sie alles schlucken und die Brut verteidigen, sind sie aus Ökosystemen kaum wieder herauszubekommen sondern einheimischen Fischen überlegen.
      Das zeichnet sich seit Jahren ab und ist seit Jahren DIE Sommerloch-Story.

      Das Fleisch dürfte eher wabbelig sein, ist sicht so mein Fall. Aber aufessen ist gegen invasive Arten sehr wirksam : )

      • Das Fleisch dürfte eher wabbelig sein, ist sicht so mein Fall.

        Ich pflege in solchen Fällen zu sagen: “Mit genügend Senf drauf kriegt man alles runter.”

    • @RPGNo1: Wie bedauerlich, dass SPON keine Biologin gefragt hat. Das Tierchen heisst auf Deutsch Seeschmetterling und gehört zur “BlauenFlotte”, einer Tiergemeinschaft, die an/auf/unter der Meeresoberfläche dahintreibt udn driftet.
      Darum ihre ultramarinblaue Färbung – das ist die typische Tarnfarbe der Geschöpfe des Neustons und Pleustons.
      Glaucus ist tatsächlich nicht so ohne, mit seinen geklauten Nesselzellen : )

  66. Im September wird es spannend für die größten Enthusiasten unter den Fans von Star Wars. Ein extrem seltenes und sicherlich ebenso begehrtes Sammlerstück wird eine neue Besitzerin oder einen neuen Besitzer finden. Das Lichtschwert von Darth Vader wird versteigert. Die spannende Frage ist hierbei: Für wie viel?

    Bei dieser Requisite handelt es sich tatsächlich um das originale Lichtschwert von Darth Vader aus den Kinofilmen Star Wars: Episode 5 – Das Imperium schlägt zurück (1980) sowie Star Wars: Episode 6 – Die Rückkehr der Jedi-Ritter (1982). Beziehungsweise um einen der echten Griffe, die damals von Darsteller David Prowse und Stuntman Bob Anderson verwendet wurden.

    https://www.pcgames.de/Star-Wars-Brands-25101/News/wie-viel-kostet-lichtschwert-darth-vader-1477393/

    Nerd-Alarm! 😆

    • @RPGNo1: Dann wünsche ich dem Gewinner der Versteigerung, dass das Teil besser gearbeitet ist, als viele andere Lichtschwerter – ich habe mittlerweile zwei, von denen keins funktioniert : )

  67. In der »Nature«-Studie stellt die Gruppe um Lindgren nun einen besonderen Fund vor: Bereits 2009 entdeckte der als Co-Autor fungierende Fossilienforscher Georg Göltz bei Straßenbauarbeiten in Dotternhausen in der Schwäbischen Alb ein etwa ein Meter langes Fossil. Dieses erwies sich als Stück einer etwa 183 Millionen Jahre alten Vorderflosse der Art Temnodontosaurus trigonodon. Darin ist das Weichgewebe hervorragend erhalten. Es erlaubt nach Analysen mit einer Reihe moderner Untersuchungsverfahren Rückschlüsse zur Anatomie und damit auch zur Lebensweise des Giganten.

    »Die flügelartige Form der Flosse, zusammen mit dem Fehlen von Knochen am äußeren Ende und ausgesprochen geriffelten Hinterrändern, deuten darauf hin, dass dieses gewaltige Tier schon Wege entwickelt hatte, um die Geräuschentwicklung beim Schwimmen zu minimieren«, erläutert Lindgren. »Dieser Ichthyosaurier muss sich im Wasser fast lautlos bewegt haben.«

    Gestützt wird der geriffelte elastische Hinterrand der Flosse durch spezielle Knorpelstäbchen, die das Team Chondroderme nennt. Eine solche Anpassung sei beispiellos, sagt Lindgren.

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/fischsaurier-fossil-in-baden-wuerttemberg-lautloser-riesenraeuber-nutzte-fluegelartige-vorderflossen-a-c28bd125-1809-42e6-9926-3e5e33a155f9

    • @RPGNo1: Im Naturkundemuseum Stuttgart hatte ich mir mal einige Weichteilerhaltungen von Ichthyosauriern angeguckt. Ja, da war auch schon die Diskussion um solche Stützstäbchen, wie sie auch Haie in den Flossen tragen. Und die waren ganz sicher hydrodynamisch. Ich erinne mich an eine Vorderflosse, deren Kante mit großen Schuppen besetzt war. Außerdem ist im Zuge der Ichthyosaurier-Evolution deutlich die hydrodynamische Anpassung zu sehen, z B in der Form der Schwanzflossen.
      Mir fällt es auch im sehr seltsamen Bau der Köpfe auf: sie haben Schnabel/Schnauzenbildungen wie schnell schwimmende Wale. Allerdings sind Fischsaurier auf völlig anderem Wege dazu gekommen. Die waren sicherlich perfekt ans Wasser angepasst!

      • Außerdem ist im Zuge der Ichthyosaurier-Evolution deutlich die hydrodynamische Anpassung zu sehen, z B in der Form der Schwanzflossen.

        Da kann ich doch tatsächlich mit Wissen glänzen. Die Mixosaurus aus der Trias besaß noch einen langestreckten Schwanz im Gegensatz zu den späteren Arten aus dem Jura, wo eine halbmondförmige Schwanzflosse von einer geknickten Wirbelsäule gestützt wurde.

        Ja, ich habe als Kind/Jugendlicher so einige populärwissenschaftliche Bücher zu den Urzeittieren gelesen. 🙂

    • @RPGNo1: Schön, dass das jetzt veröffentlicht wurde!
      Ich hatte mir mal die Flossen und Weichteilerhaltungen von Ichthyosauriern im Naturkundemuseum Stuttgart angesehen. Ja, die Stützstäbe erinnern an die in Haiflossen. Eine Brustflosse hatte eine mit großen Schuppen gepanzerte Vorderkante, die garantiert auch der Hydrodynamik diente.
      Die Schwanzflossen formten sich relativ schnell hydrodynamisch um.
      Genauso wie die seltsam geformten Köpfe. Sie sind ähnlich spitz zulaufend wie Walschnauzen/schnäbel, allerdings durch ganz andere Knochenumformungen. Ein extrem interessantes Thema!

    • @RPGNo1: Ganz schöne Brecher!
      In den Tropen sind ohnehin viele Insekten und andere Wirbellose, die für meinen Geschmack deutlich zu groß und – anders als die Heuschrecke – auch noch zu giftig sind

  68. Wo wurde das Skelett gefunden? In Holzmaden! 🙂

    Wissenschaftler stoßen auf neue Plesiosaurus-Gattung

    Der Plesionectes longicollum hatte den charakteristischen Langhals aller Plesiosaurier und aß am liebsten Fisch. Forschende haben bei dem in der Nähe von Stuttgart entdeckten Fossil eine »ungewöhnliche Kombination« von Merkmalen festgestellt.

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/baden-wuerttemberg-plesionectes-longicollum-aus-holzmaden-analysiert-a-48e22da1-3abd-4ca9-9b48-b5272c4d63a1

  69. @RPGN01: Tolle Entdeckung! Sowohl in den Steinbrüchen als auch in den Sammlungen dürften da noch so einige Überraschungen schlummern : )
    Das kommt immer erst ans Tageslicht, wenn sich doch mal jemand mit solchen Tiergruppen beschäftigt. Viel zu selten.

  70. Carnivorous dinosaur lineages adopt different skull performances at gigantic size

    Highlights
    • Large theropods evolved distinct biomechanical strategies for feeding
    • Tyrannosaurids prioritized bite force, leading to higher skull stress
    • Megalosauroids and allosauroids maintained low-stress skull designs
    • Skull stress patterns reflect ecological divergence in carnivorous dinosaurs

    https://www.cell.com/current-biology/fulltext/S0960-9822(25)00811-5

    • @RPGNo1: Tolle Publikation! Aber so ganz neu ist das nicht. Die Zähne unterschiedlicher Theropoden sind ja auch ganz unterschiedlich abgenutzt. Ich schreibe gerade für BdW noch etwas über die Koprolithenarbeit, die letzten November rauskam – die Nahrungsreste in den Kopros (fossiler Kot) lassen Rückschlüsse zu, dass die polnischen Theropoden ähnliche Nahrungsgewohnheiten wie T rex hatten.

  71. Begegnen sich Bartenwale und Delfine in freier Wildbahn, läuft das manchmal geradezu freundlich ab. Oder sogar spielerisch. Zu diesem Schluss sind die australischen Meeresbiologen Olaf Meynecke und Olivia Crawley gekommen. Sie haben Fotos und Videos von Begegnungen der Meeressäuger gesammelt, hauptsächlich aus sozialen Medien. Die haben sie analysiert und ihre Erkenntnisse im Fachmagazin »Discover Animals« veröffentlicht.

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/wale-und-delfine-spielen-miteinander-a-3d641227-48cc-44b1-b3ff-5888f9da70d0

  72. Im ZDF läuft ab heute eine neue Dino-Serie. Ich werde sie mir auf alle Fälle anschauen.

    Dinosaurier gelten oft als brutale Räuber und aggressive Einzelgänger. Doch neue Forschungen fördern Erstaunliches über das Sozialverhalten der Giganten der Urzeit zutage. In sechs Folgen analysiert die BBC/ZDF-Koproduktion “Terra X: Unter Dinos – Geheimnisse der Urzeit” diese aktuellen paläontologischen Forschungsergebnisse und rekonstruiert in jeder Folge das Leben eines Dinosauriers – wissenschaftlich fundiert, visuell umgesetzt mit CGI und Originalaufnahmen von den Grabungsorten. Alle Folgen sind ab Mittwoch, 20. August 2025, fünf Jahre lang im ZDF-Streaming-Portal verfügbar, im ZDF sind die Filme sonntags, ab 24. August 2025, 19.30 Uhr, zu sehen.

    https://presseportal.zdf.de/pressemitteilung/terra-x-unter-dinos-geheimnisse-der-urzeit-im-zdf

  73. Ich habe die erste Folge der Dokumentation “Terra X: Unter Dinos – Geheimnisse der Urzeit” gesehen und fühlte mich ins Jhar 1999 zurückversetzt, als “Dinosaurier – Im Reich der Giganten” veröffentlicht wurde. 😀

    • @RPGNo1: Ich bin noch nicht dazu gekommen, hoffe aber, dass wir diese Woche mal reinschauen können!
      Ich freue mich!
      Übrigens wird es im November in Stuttgart eine große Landesschau zu frühen triassischen Dinos geben. Ich gebe gleich einen Artikel über Dino-Koprolithen ab – Bild der Wissenschaft bringt dazu einen Heft-Schwerpunkt

  74. Die gepanzerten Ankylosaurier sind vor allem aus den Ökosystemen der nördlichen Hemisphäre der späten Kreidezeit bekannt, doch ihre frühe Entwicklung im frühen bis mittleren Jura ist aufgrund der spärlichen Fossilienfunde geheimnisumwittert1,2. Spicomellus afer wurde als ältester Ankylosaurier der Welt und erster aus Afrika angesehen, doch diese Annahme basierte lediglich auf einem einzigen Teil einer Rippe aus dem mittleren Jura Marokkos3. Hier beschreiben wir ein neues, viel vollständigeres Exemplar, das die Verwandtschaft von Spicomellus mit den Ankylosauriern bestätigt und zeigt, dass er eine einzigartig ausgefeilte Hautpanzerung hat, die sich von der aller anderen Wirbeltiere, ob heute lebender oder ausgestorbener Arten, unterscheidet. Das Vorhandensein von „Griffwirbeln” im Schwanz von Spicomellus deutet darauf hin, dass er über eine Schwanzwaffe verfügte, was das derzeitige Verständnis der Evolution der Schwanzkeule bei Ankylosauriern auf den Kopf stellt, da man bisher annahm, dass sich diese Strukturen erst in der frühen Kreidezeit entwickelt hatten4. Diese kunstvolle Panzerung diente möglicherweise sowohl der Zurschaustellung als auch der Verteidigung, und eine spätere Reduzierung zu einer einfacheren Panzerung mit weniger extravaganten Osteodermen bei Taxa der späten Kreidezeit könnte auf eine Verlagerung hin zu einer primär defensiven Funktion hindeuten, möglicherweise als Reaktion auf den erhöhten Druck durch Raubtiere oder eine Umstellung auf kämpferische Balzrituale

    Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)

    https://www.nature.com/articles/s41586-025-09453-6

  75. In mehr als 3000 Meter Tiefe ist ein Tauchroboter im Pazifik auf eine bisher unbekannte Fischart gestoßen. Der Höcker-Scheibenbauch sei etwa 100 Kilometer vor der Küste Kaliforniens ins Lichtfeld ihres Unterwasserfahrzeugs geschwommen, schreibt das Monterey Bay Aquarium Research Institute in einer Mitteilung. Das weibliche Tier sei gut neun Zentimeter groß, führt die beteiligte Forschungsgruppe im Fachblatt »Ichthyology and Herpetology« aus.

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/hoecker-scheibenbauch-pinke-ueberraschung-in-3000-meter-tiefe-a-497c7d29-78ae-4006-9283-278cbbf17c74

    • Empfehlenswert zum Thema Raubsaurier finde ich auch die Vorträge von David Hone, einem Paläontologen, der bei Youtube diverse Videos über Tyrannosauroiden hat. Das ist ja nicht nur die eine Spezies Tyrannosaurus rex, sondern eine ganze Familie von Theropoden, die 100 Millionen Jahre lang verschiedene Kontinente bevölkert hat.

      Ob der Joaquinsaurier ein Krokodil erlegt hat? Wissen wir nicht, aber Hone meint, die Raubsaurier haben genauso agiert wie heutige Raubtiere, nämlich diejenigen Tiere zu erbeuten, die am leichtesten zu erlegen sind, wie unerfahrene Jungtiere oder kranke Tiere. Die Darstellungen aus unseren alten Dinobüchern, in denen ein Tyrannosaurus rex versucht, einen großen Triceratops zu töten, sind wahrscheinlich größtenteils Humbug. Ein ausgewachsener Triceratops mit schlechter Laune ist auch für einen T-Rex ein extrem gefährlicher Gegner und es braucht nur eine Verletzung an der falschen Stelle und dann war es das für Rexi.

      • @Spritkopf: Danke für den Tipp mit den Videos. Ja, dass es eine ganze Reihe Tyrannosaurier gab, wird meist unterschlagen.
        Und Du hast natürlich vollkommen recht: T. rex & Co haben, wie alle anderen, das gefressen, was da herumlief und die beste Energieausbeute lieferte (viel Fleisch/Fett u möglichst geringes Verletzungsrisiko). Die in Filmen meist gezeigten Titanenkämpfe dürften wirklich eine Ausnahme gewesen sein.
        Genau so ein Humbug, wie die angebliche Hominiden-Paläo-Diät, die meist suggeriert, Neanderthaler hätten täglich nur Mammutsteaks gemampft.

        • Dass es auch bei Sauriers meistens die Jungtiere getroffen hat, ist übrigens auch paläontologisch belegt, weil es nämlich im Verhältnis sehr wenig Jungtierfossilien gibt. Aus der Erinnerung meine ich, Hone hätte 5% Jungtiere im Fossilbericht genannt, während der große Rest adulte Tiere waren.

          Warum nur sowenig Jungtiere? Weil die, wenn sie starben, dies nicht unter Bedingungen taten, dass sie fossilieren konnten, also schnelle Bedeckung mit Sediment und unter Sauerstoffabschluss. Sondern weil sie üblicherweise Carnivoren zum Opfer fielen und dann schlichtweg gefressen wurden. Fossilieren unter diesen Umständen ist, ähm, eher selten. 😉

    • @RPGNo1: Ja, das hat mich auch traurig gemacht. Damit ist eine sehr starke, unermüdliche Stimme für den Naturschutz und vor allem dür die Primaten Afrikas verstummt.Sie hinterlässt ein gigantisches Vermächtnis und hat sehr viele Menschen inspiriert, so dass ihr Werk sicherlich estand haben wird

    • @RPGNo1: Ja, das hat mich auch traurig gemacht. Damit ist eine sehr starke, unermüdliche Stimme für den Naturschutz und vor allem dür die Primaten Afrikas verstummt.Sie hinterlässt ein gigantisches Vermächtnis und hat sehr viele Menschen inspiriert, so dass ihr Werk sicherlich Bestand haben wird

  76. Hier ist wieder einer aus Bettinas Fachgebiet.

    Meeressäugetiere kennen wir alle. Wale, Delfine und Robben sind wohl jedem geläufig. Aber vielleicht nicht, dass das alles Viecher sind, deren Vorfahren von Fischen abstammen, irgendwann aufs feste Land wechselten und dann Hunderte von Millionen Jahren später wieder zurück in eine aquatische Lebensweise wechselten. Wale und Delfine haben diesen letzten Schritt endgültig vollzogen, Robben und Manatis sind inmitten dieses Wechsels.

    Aber wir haben auch Spezies, die hauptsächlich an Land leben, aber sich fallweise im Ozean aufhalten, zum Beispiel Eisbären. Eine andere Spezies, die man nicht mit einem Leben im Meer verbinden würde, von denen es aber eine Population gibt, die das doch tut: Wölfe!

    Aber wie es leider allzuoft der Fall ist, werden diese Wölfe dadurch mit Herausforderungen konfrontiert, die mit den Hinterlassenschaften unserer menschlichen Zivilisation zu tun haben. In diesem Fall Quecksilbervergiftung.

  77. Ein aufregender Dino-Fund aus Südamerika.

    Hier sehen Sie einen der wohl ersten Dinosaurier überhaupt

    Er heißt Huayracursor jaguensis und hat echt einen Hals: Ein in Südamerika entdecktes Fossil zeigt, dass bestimmte Arten der Dinosaurier offenbar schon früher ihre typische Anatomie entwickelten als bislang angenommen.

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/dinosaurier-fund-in-argentinien-hier-sehen-sie-einen-der-wohl-ersten-saurier-ueberhaupt-a-14801bc5-c7b6-4cec-b34f-7a01a3981ca3
    https://www.nature.com/articles/s41586-025-09634-3

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/dinosaurier-fund-in-argentinien-hier-sehen-sie-einen-der-wohl-ersten-saurier-ueberhaupt-a-14801bc5-c7b6-4cec-b34f-7a01a3981ca3

    • @RPGN01: Super interessant! Ja, die Dinos evoluierten schnell in den Klimakatastrophen der Trias. Ich war gestern abend bei der Ausstellungseröffnung Triassic Worlds im Naturkundemuseum Stuttgart – da geht es genau darum. Bild der Wissenschaft bringt dazu einen Titel mit drei Beiträgen heraus, ich habe dazu einen über eine Koprolithenarbeit geliefert. Die Koprolithen und Skelettfunde des Polnischen Beckens zeigen ebenfalls diese frühe Dino-Evolution. Sehr spannendes Thema!

    • @RPGNo1: Super spannend! Die meisten Marder sind Einzelgänger, aber Otter sind oft sozial in Familienverbänden. Darum lassen sie sich auch so gut in Zoos halten, die ziehen dort ja irre Shows ab : )
      Ich kann mir gut vorstellen, dass man die wie Hunde abrichten bzw. zur Mitarbeit motivieren kann.
      Und natürlich sind die im Wasser superfit und haben Aqua-Spürnasen.
      Eine tolle, nahe liegende Idee

    • @RPGNo1: Remora-Saugnäpfe müssen unfassbar hohe Belastungen aushalten können, um den dynamischen Strömungen am Wal, Hai, … zu widerstehen. Wäre interessant, mit welchem Mechanismus sie sich gezielt wieder lösen können. Saugnäpfe haften meist mit Unterdruck. Fledermaussaugnäpfe (an den Flügeln) werden mit einem winzigen Muskel wieder belüftet und gelöst. Ob das bei Remoras auch so ist?

  78. Planetarer Cold Case: Vor 4,5 Milliarden Jahren kollidierte der Protoplanet Theia mit der jungen Erde – diese Katastrophe schuf den Mond. Doch woher kam Theia? Neue Analysen von Mond- und Erdgestein sowie Meteoriten verraten nun mehr. Demnach waren Theia und die junge Erde enge Nachbarn: Der Protoplanet kam aus derselben Region der Urwolke, umkreiste die Sonne aber ein wenig näher als unser Heimatplanet, wie Planetenforscher in „Science“ berichten. Das könnte auch ein altes Rätsel lösen.

    https://www.scinexx.de/news/kosmos/erdkollision-theia-kam-aus-richtung-sonne/

    • @RPGNo1: Interessante Info. Die gestrigen Nachrichten zum Artemis-Programm hörten sich grandios an. Insider sind allerdings nicht ganz so überzeugt, dass es wirklich demnächst, wie geplant, zu einer NASA-ESA-Mondlandung kommen wird.

    • @RPGNo1: Klasse : ) Ich bin aber nicht so überzeugt, dass das als Wolfs-Werkzeuggebrauch zu werten wäre. Diese Wölfin nutzt die von Menschen hergestellte Fischfalle und schnappt sich den Köder. Eine ganze Reihe von Tieren nutzt menschliche Hilfe, um leichter an Fressen zu kommen – Orcas lassen sich von Langleinen Fische aus größeren Tiefen hochholen, Katzen warten am Vogel-Futterhaus, Krähen lassen sich von Vehikeln und Leuten Nüsse knacken. Sie wissen zwar, wie wir Werkzeuge einsetzen, können sie selbst aber weder produzieren/einrichten noch allein bedienen

  79. Mantarochen können groß werden, mehrere Meter breit, mehrere Meter lang. Offenbar bieten sie damit anderen Arten einen willkommenen Unterschlupf. Forschende haben sich näher mit den Tieren beschäftigt und herausgefunden: Mit dem Atlantischen Teufelsrochen schwimmen oft andere Gruppen von Fischen. So viele, dass die Expertengruppe von kleinen, beweglichen Ökosystemen spricht. Ihre Studie wurde im Fachblatt »Marine Biology « veröffentlicht.

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/studie-teufelsrochen-kreieren-mobile-oekosysteme-a-48ab2c53-4ae0-4196-af79-05f8953040f4

    • @RPGNo1: Ja, das gilt gerade für langsam schwimmende Meeresbewohner, auch für Schildkröten. Die sind ihre eigene “Insel”. Zu Schildkröten hatte ich mal über eine Studie zur Meiofauna auf ihrem Panzer geschrieben, superinteressant.

  80. Bettina Wurche schrieb (24. Sep. 2024):
    > […] hier drunter könnt Ihr alles an Fundstücken, Ergänzungen und Fragen posten. […]

    Danke! — Ich nutze dieses (für SciLogs leider immer noch außergewöhliche) Angebot hiermit gern ein weiteres Mal:

    Mein (kürzlich gemachtes) Fundstück ist https://iopscience.iop.org/article/10.3847/1538-3881/ae0c16
    “A Comparative Study of Time on Mars with Lunar and Terrestrial Clocks”,
    Neil Ashby and Bijunath R. Patla 2026 AJ 171 2

    (Gewiss gab’s dazu auch schon länger einen arxiv-“Preprint” …)

    Ashby und Patla versteigen sich darin zur Aussage (ausdrücklich im “Abstrakt” und zumindest Stück-weise im Artikeltext)

    […] We find that, on average, clocks on Mars tick faster than those on the Earth’s geoid by 477 μs per day […]

    Dabei haben Ashby und Patla doch in ihren Studien offenbar nicht etwa (irgendwelche bestimmte, und erst recht nicht irgendwelche generische) Uhren bzw. deren Gangraten miteinander verglichen, sondern bestimmte sogenannte “timescales” zueinander in Beziehung gesetzt; konkret die sogenannten

    – Terrestrial Time (TT),
    – Geocentric Coordinate Time (TCG),
    – the coordinate time (TCB) of the solar system barycentric celestial reference system (BCRS),
    – “coordinate time analogous to TCG but defined for Mars” [ TCM ],
    – “a local coordinate time in the vicinity of the Martian surface, [specificly on] Mars’s equivalent of the geoid — the areoid” [ TM ].

    Zu beachten ist dabei, dass jede dieser “timescales” insbesondere dadurch charakterisiert ist, dass “ihre (jeweilige) Einheit” eine bestimmte Dauer “auf bestimmten (geeigneten) Weltlinien” hat (bzw.: ist).

    Insbesondere the unit of TT is the “SI second on [any worldline traced by a point of] the geoid” (exakt zumindest entsprechend der TT-Definition von 1990; inzwischen, aufgrund leicht veränderter Definition, “nur noch” mit großer Genauigkeit).

    Entsprechend hat “die TCG-Einheit entlang Weltlinien, denen Geoid-Punkte folgen” sehr genau die Dauer von (1 + L_G) s, d.h.
    (1 + (6.969290 ...) 10^{-10}) s.

    Welche Dauer (mit vergleichbarer Genauigkeit) mag nun “die TM-Einheit auf dem Areoid” sein ? Werden wir das jemals herausfinden ?? …

    Sofern Ashby und Patla also gefunden haben (wollen), dass “Uhren auf dem Mars schneller (voran)schritten, als auf der Erde”, dann haben sie dabei womöglich an Uhren auf dem Mars gedacht, die entsprechend kürzere Schritte nahmen, als typische Erd-Handels-übliche (PTB-gestützte) “1-Tick-pro-Sekunde”-Uhren.

    Was die populär-wissenschaftliche Journaille aus dem o.g. Fundstück zu machen imstande ist, bedarf wohl keiner weiteren Erläuterung.

  81. Weltraumteleskop »Hubble« registriert verblüffende Kollisionen in jungem Planetensystem

    Zwei Zusammenstöße in nur 20 Jahren: Aufnahmen des Weltraumteleskops »Hubble« vom Stern Fomalhaut stellen gängige Modelle der Planetenentstehung auf den Kopf. Was ist da los?

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/weltraumteleskop-hubble-registriert-verblueffende-kollisionen-in-jungem-planetensystem-a-64b77981-0208-4dc0-a581-4ca43cbb46d3?utm_source=firefox-newtab-de-de

  82. Forscher lösen Rätsel um Hornsaurier in Europa – sie haben gar nicht gefehlt

    Aus dem Europa der Kreidezeit kannte man bislang praktisch keine gehörnten Dinosaurier. Nun fanden Wissenschaftler heraus: Offenbar wurden manche Arten falsch zugeordnet. Für die Forschung bedeutet das ein radikales Umdenken.

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/dinosaurier-forscher-loesen-raetsel-um-hornsaurier-in-europa-sie-haben-gar-nicht-gefehlt-a-ab5a2974-2105-428b-b08d-9e65d607e1ea

    • RPGNo1: Spannend! Wundert mich wenig – in europäischen Museumssammlungen sind sicherlich noch viele, nicht richtig erkannte und zugeordnete Dinos. Obwohl solche Hörner schon schwieriger zu übersehen sind : ) Aber aus der Abwesenheit von Funden Rückschlüsse zur Biodiversität zu ziehen, ist bei Fossilien oft riskant. Es kann immer auch daran liegen, dass die entsprechenden Arten in Zeiten lebten, die entweder keine Fossilisation zuließen oder deren Schichten abgetragen oder nicht zugänglich sind. Gerade in Osteuropa ist da bestimmt noch viel zu finden. Aber auch im eigentlich gut erforschten England hatte kürzlich ein pensionierter Anatom noch so einige Kryptoarten gefunden.

  83. Die Ceratopsia haben sich in Ostasien entwickelt und von dort aus sich dann ins westliche Nordamerika ausgebreitet, wo sie dann Ende der Kreidezeit zu Triceratops & Co. wurden, welche die Menschen seit Generationen begeistern. Warum also sollte sich diese Sauriertfguppe nicht auch nach Westen ausgebreitet haben, um dann irgendwann den europäischen Subkontinent zu erreichen? Dass Europa zu dieser Zeit großenteils eine Gruppe mehr oder weniger großer Inseln sollte eigentlich kein unüberwindbares Hindernis gewesen sein, wie man heute noch an der reichhaltigen Fauna z.B. der südostasiatischen Inselwelt erkennen kann.

  84. »Mit den Jahren hat sie ihre Technik immer weiter verfeinert«

    Eine Biologin hat eine Kuh mit einer besonderen Fähigkeit untersucht: Das Tier benutzt Stöcke und Besen, um sich selbst am Rücken zu kratzen. Besitzen Rinder Erfindergeist?

    https://archive.is/ueQsr

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