Auf der „Jagd“ nach dem Japanischen Schnabelwal (Mesoplodon gingkodens)
BLOG: Meertext
Im Juni 2024 sichteten Forschende vor der nordwestlichen Baja California in mexikanischen Gewässern eine der seltensten Walarten der Welt: den Japanischen Schnabelwal (Mesoplodon gingkodens). Für mehrere Stunden konnten sie gleich zwei Tiere, die immer wieder auf- und abtauchten, beobachten, ihre Laute aufnehmen und zuletzt sogar eine Gewebeprobe für die genetische Analyse nehmen.

Das war die erste bestätigte Lebendsichtung dieser mittelgroßen Zahnwale und damit eine Sensation. Diese Sichtung einer so seltenen und scheuen Art in den Weiten des Meeres war absolut kein Zufall, sondern das Ergebnis einer fünfjährigen Suche.
Im Juli wurde die Sichtung publiziert. Dass sie in den Medien gerade viral geht, liegt allerdings nur zum Teil an den Walen, sondern auch an einem herumlungernden Albatros. Dazu später mehr.
Hier geht´s zur Publikation:
E. Elizabeth Henderson, Lisa T. Ballance, Gustavo Cárdenas-Hinojosa, Jay Barlow, Annamaria I. DeAngelis, Sergio Martínez-Aguilar, Craig Hayslip, L. Todd Pusser, Mario Márquez Segovia, C. Scott Baker, Debbie Steel, Rodrigo Huerta-Patiño, Luis Manuel Enriquez Paredes, Robert L. Brownell Jr, Robert L. Pitman: “First At-Sea Identifications of Ginkgo-Toothed Beaked Whale (Mesoplodon ginkgodens): Acoustics, Genetics, and Biological Observations Off Baja California, México”; 28 July 2025; Marine Mammal Science, Volume 42, Issue1; https://doi.org/10.1111/mms.70052
“Whales! Starboard side!”
Als das Wal-Forschungsteam mit Wal-Experten aus den USA und Mexiko an einem Junimorgen 2024 vor der Küste der Bacha California in mexikanischen Gewässern fündig wurden, saßen die meisten gerade beim Frühstück. Der Wal-Ausguck des Forschungsschiffes RV Pacific Storm war aber natürlich während der gesamten Tageslichtzeit besetzt, hellwach und mit exzellenten Ferngläsern ausgestattet.

https://oceanexplorer.noaa.gov/multimedia/explorations-23pacific-methane-seeps-pacific-storm/
Beim Ruf “Whales! Starboard side!” sprangen natürlich alle auf und rannten raus.
Dann verfolgten sie die beiden Schnabelwale für die nächsten Stunden, schossen Photos, nahmen ihre Laute auf und kamen schließlich so nahe heran, dass der erfahre Wal-Experte Robert Pitman (Oregon State University) mit der Spezial-Armbrust einen Schuss auf einen der dunkelgrauen Wal-Rücken abgeben konnte. Solche Armbrustbolzen sind für das Biopsy sampling so modifiziert, dass sie nur ein Stückchen aus der Oberfläche ausstanzen. Der Bolzen mit dem Gewebepröbchen schwimmt dann an der Wasseroberfläche und kann dort eingesammelt werden. Mit dem genetischen Abgleich kann die Walart nochmals bestätigt werden.
Pitmans Schuß saß perfekt und der Bolzen trieb an der Oberfläche.
Robert Pitman ist eigentlich gerade pensioniert worden, aber genau der richtige für solch eine Wal-Expedition. Der extrem erfahrene Walforscher mit viel KnowHow hat schon verschiedene Male auch schwierig zu entdeckende Spezies mit aufgespürt und beschrieben, wie etwa die Unterart der antarktischen Typ D-Orcas. Außerdem hat er bereits an der Artbeschreibung neuer Schnabelwalarten des Nordpazifiks mitgearbeitet, wie dem „Raben“ (Satos Schnabelwal, Berardius minimus). Außerdem ist er sehr erfahren mit dem Verhalten verschiedener Arten. Darum konnte gerade Pitman sich diese Jagd nach einer neuen Walart nicht entgehen lassen.
5 Jahre Wal-Pirsch
Auf diese Sichtung hatten die Wissenschaftler fünf Jahre hingearbeitet. 2020 hatte Elizabeth Henderson, eine Wissenschaftlerin des US military’s Naval Information Warfare Center LS Portal mit einigen Kollegen aus Mexiko und den USA eine Gruppe von Walen aufgenommen, die ungewöhnliche Rufe abgaben. Sie nannten den Ruf BW 43. Klar war, dass die Rufe von einer der Arten der immer noch wenig erforschten Mesoplodon-Gattung stammten, mittelgroßen Schnabelwalen, bei denen nur die Männchen zwei ungewöhnlich geformte Zähne im Unterkiefer entwickeln. Diese Zähne und noch einige Schädeldetails sind die wichtigsten Identifikationsmerkmale. Außerdem sind sie als Tieftaucher wenig an der Oberfläche und sehr scheu. Darum ist es schwierig, sie lebendig zu sichten. BW 43, so hofften die Forscher konnte von Perrins Schnabelwal, (Mesoplodon perrini) stammen, der auch noch nie lebendig beobachtet worden war. Da jede Schnabelwalart ihren eigenen, frequenzmodulierten Echolokationsimpuls mit ansteigender Frequenz erzeugt, kann, sowie der Echoortungsimpuls für eine bestimmte Art erst einmal identifiziert ist, dieser Impuls zur Arterkennung genutzt werden.
So kehrten die Forscher in drei aufeinanderfolgenden Jahren zu diesem Ort zurück, zuerst mit einem Segelboot, dann mit einem gecharterten mexikanischen Fischerboot – doch ohne Erfolg. 2024 entschloss sich dann ein Team der Oregon State University mit einem Forschungsschiff zurückzukehren: Der Pacific Storm. Dieses Schiff war mit Hydrophonen ausgestattet, um Wale unter Wasser anhand ihrer Laute aufzuspüren und verfügte über eine hoch liegende Beobachtungsplattform (ein größeres Krähennest) mit leistungsstarken Binokularen.
Dort wechselte sich ein Team von fünf Beobachtern während der Tagesstunden in 30-Minuten-Intervallen an drei Stationen (linkes Bigeye, rechtes Bigeye und Handfernglas) ab, sofern das Wetter dies zuließ (in der Regel Beaufort-Seegang < 6 und Sichtweite > 1 km). Die zwei 25 × 150 mm („Bigeye“) Ferngläser waren über dem Steuerhaus des Schiffes (6,7 m über dem Meeresspiegel) angebracht, im Ausguck (10,7 m über dem Meeresspiegel) kamen Handferngläser zum Einsatz. Die systematische Suche nach standardisierten Linientransektmethoden erfolgte in den geografischen Gebieten, in denen zuvor akustische Detektionen von BW43-Echolokationsimpulsen aufgezeichnete worden waren sowie anderen potenziellen Gebiete, in denen Schnabelwale oft vorkommen, also Meeresgebiete mit bathymetrischen Merkmalen mit starken Neigungsgradienten wie Seebergen oder submarinen Canyons.
Genau das führte bei dieser Schnabelwal-Suche zum Erfolg: Das Beobachtungsdeck liegt hoch genug, um einen großen Teil der Meeresoberfläche zu scannen. Und die leistungsstarken Binokulare ermöglichen die Erkennung selbst von Schnabelwalen, die beim Auftauchen nur Kopf und Rücken wenige Zentimeter über die Wasseroberfläche strecken und einen niedrigen Blow haben. Dieses unscheinbare Verhalten macht ihre Sichtungen besonders schwierig. Dabei auch noch ein erwachsenes Männchen zu sichten und bei diesem dann auch noch die beiden Zähne im Unterkiefer zu erspähen, wäre nur mit extrem viel Glück möglich gewesen. Selbst wenn, wie hier, die Suche in ihrem spezifischen Lebensraum stattfindet.
Auf dieser Expedition sichteten die Forschenden sechsmal Schnabelwale: Einen Cuvier-Wal und fünf Mesoplodon-Sichtungen, die später durch Photos, Genetik und Akustik als Japanische Schnabelwale identifiziert werden konnten. Letzte waren allein oder in Gruppen von bis zu fünf Exemplaren unterwegs.
Diese Aufnahme aus der Publikation, die in den meisten Zeitungen erschien, ermöglichte auch die visuelle Identifikation: Es ist eine Nah-Aufnahme eines erwachsenen Männchens. Der Schnabel ist artspezifisch kurz und lässt die nicht sehr großen Zahnspitzen erkennen. Diese sind abgenutz und von weißlichem Narbengewebe umgeben – die Bullen fechten mit Schnäbeln und Zähnen Kommentkämpfe aus. Die Mundöffnung ist geschwungen und der Zahn sitzt auf dem höchsten Punkt in der Mitte. Hinter dem Zahn, auf der Melone udn dem Unterkiefer sind weitere weiße “Bürstenstriche”, vermutlich ebenfalls Narben von Kommentkämpfen.
Auf der dunkelgrauen Haut der Wale sind oft weitere weiße Striche zu sehen, die vermutlich von den Zähnen der Artgenossen stammen, runde Narben hingegen stammen von “Cookie-Cutter-Haien” (Keksausstecher-Haie), die sich von den ausgestanzten Bissen ernähren.


Auch hier ist ein erwachsenes Männchen abgebildet, mit der artspezifischen Schnabelform und Bezahnung.
Schnabelwale sind kompliziert. Und gefährdet.
Aktuell sind 24 Arten der Gattung Mesoplodon bekannt, es werden immer noch neue beschrieben, zuletzt 2021 Ramaris Zweizahnwal (Mesoplodon eueu). Gemeinsam mit anderen Schnabelwal-Arten und den Pottwalen sind sie die extremstene Tieftaucher unter den Walen (nur Südlcihe See-Elefanten können mit ihnen noch mithalten) und verbringen den größten Teil ihres Lebens in den Tiefen der Meere. Zwischendurch kommen sie nur für wenige Minuten an die Meeresoberfläche, um sehr schnell ihr gesamtes Lungenvolumen an Atemluft auszutauschen udn dann wieder in der Sicherheit der Tiefe zu verschwinden, auf der Suche nach Tintenfischen. Sie leben in tiefen Gewässern, meist weit entfernt von den nächsten Küsten. Außerdem sind sie sehr scheu ja und vermeiden Kontakte mit Booten und Schiffen durch meist schnelles Abtauchen. Da sie dabei leise nach unten gleiten, ohne die Fluke anzuheben, bleiben sie oft ungesehen und ungehört.
Von den heute bekannten 94 Wal-Arten machen die Schnabelwale fast ein Viertel aus. Dennoch haben die meisten Menschen noch nie von ihnen gehört und auch viele Forschende wissen nur wenig über sie.
Meist werden diese Tiere nur tot an Stränden angespült, viele werden nur aufgrund solcher Totfunde beschrieben. Daher ist noch wenig über ihre Verbreitungsgebiete bekannt. In den letzten 30 Jahren nehmen ihre Totstrandungen leider alarmierend zu: Sie sind extrem empfindlich gegenüber Marine-Sonar zur U-Boot-Jagd, dem sogenannten LFAS. Deren Impulse ähneln den Sonar-Klicks jagender Orcas, den Totfeinden der Schnabelwale. Vor ihren schwarz-weißen Jägern tauchen die Tintenfischfresser in große Tiefen ab, kommunizieren nur mit akustischer Tarnkappe und kommen nur kurz und unauffällig an die Meeresoberflächen. Durch die LFAS-Laute geraten sie in derartige Panik, dass sie viel zu schnell auftauchen und dann Dekompressions-Krankheit entwickeln: In den Blutgefäßen perlen Sauerstoffbläschen aus und zerreißen die Blutgefäße, was zu sichtbaren Hirn- und Ohrblutungen führt.
Die US Navy versucht darum seit Längerem, bei Manövern bekannte Schnabelwal-Habitate zu vermeiden, auch um die Kanarischen Inseln herum dürfen nach mehreren Massenstrandungen keine Manöver mehr durchgeführt werden. Anderswo gibt es leider noch keine Schutzgebiete für diese immer noch geheimnisvollen Wale, erst im Juli/August 2025 wurden auffallend viele Schnabelwale an den Atlantik-Küsten Irlands, Englands, Schottlands sowie den Nordseeküsten der Niederlande und Deutschlands tot angespült – vermutlich im Kontext mit einer Marine-Übung, das ist allerdings noch nicht bestätigt.
Überraschungen
Die Wal-Experten hatten vor der mexikanischen Küste gar nicht mit Japanischen Schnabelwalen gerechnet, da die meisten Strandungen auf der anderen Seite des Pazifiks dokumentiert sind, vor den japanischen Küsten – wie ja auch der deutsche Name schon sagt (Ihr wissenschaftlicher Name hingegen bezieht sich auf die beiden gingkoförmigen Zähne im Unterkiefer der Bullen.) An den nordamerikanischen Küsten wurden bislang nur zwei M. gingkodens-Strandungen berichtet, die die Forscher für Ausnahmen hielten. Aber jetzt ist klar, dass der Lebensraum der Wale bis dorthin reicht.
Mit der Zuordnung ihrer Laute kann jetzt auch mit den passive Sonarstationen, die Wal-Vorkommen erfassen, ihr Lebensraum besser definiert werden, was eien wichtige Voraussetzung für ihren besseren Schutz ist.
Für Robert Pitman war diese Sichtung die 90. Walspezies von weltweit 94 beschriebenen, die er persönlich gesehen hat, wie er der Presse erzählte. Als nächstes träumt er von einem Treffen mit dem noch nie lebend gesichteten Perrins Schnabelwal. Von dem gibt es bisher nur das Wissen aus sechs Strandungen, aber weder eine Lebendsichtung noch eine Tonaufnahme. Darum wissen die Forscher gerade noch nicht genau, wo sie danach gezielt Ausschau halten sollen, schließlich ist der Nordpazifik groß. Aber sie sind der scheuen Art weiter auf den Fluken.
Trotz Pitmans erfolgreichem Armbrust-Schuß wäre die Gewebeprobe fast noch verloren gegangen: Ein Albatros kam angeflogen und begann, an dem wertvollen Beweisstück zu picken. In Panik fingen die Wissenschaftler und die Crew an zu schreien, einige warfen sogar ihre Frühstücksbrötchen nach dem hungrigen Meeresvogel, um ihn abzulenken oder zu vertreiben. Davon wurden zumindest bislang leider keine Photos veröffentlicht. Ebenfalls unbekannt ist, ob der Albatros dann lieber nach den Brötchen geschnappt hat, aber er ließ von dem Bolzen mit dem kostbaren Walgewebe ab und flog erstmal seines Weges.
Weiß man, wie tief diese Wale tauchen können?
Ich stelle mir vor, dass die Suche selbst mit den 25x150mm-Ferngläsern nicht ganz einfach ist. Gerade bei den starken Ferngläsern hat man ja ein deutlich schmaleres Sichtfeld als bei einem standardmäßigen 10x50mm. Das heißt, man muss mehr hin- und herschwenken, um etwas zu finden, wobei man schneller was übersieht. Geht mir ähnlich, wenn ich meine lange Vogellinse auf der Kamera habe.
Dann habe ich mal geschaut, was diese Ferngläser kosten. Sonderangebote sind das ja auch nicht gerade. Wenn es sich um das Fujinon-Fernglas in Militärspezifikation (absolut seewasserbeständig) handelte – da werden 7.500 EUR plus nochmal 2.500 EUR für die Stativmontierung fällig. Pro Stück!
@Spritkopf: Für M. gingkodens gibt es noch keine Daten, weil dies ja die erste Lebensichtung war. Ab jetzt lassen sie sich aber verfolgen, bin gespannt auf die nächsten Publikationen.
Ziphiidae sind insgesamt Tieftaucher. Den Rekord hält zurzeit der Cuvier-Wal, der ja häufiger. beobachtet wird.
Hier haben DTags (Meßsonden, die mit Saugnäpfen am Wal angebracht werden) für Mesoplodon densirostris über 90 min Tauchdauer und unter 1800 m Tiefe aufgenommen.
https://www.researchgate.net/publication/6744637_Extreme_Diving_of_Beaked_Whales
Cuvier-Wale halten z Zt den Tauchrekord mit 2992 m Tiefe und 137,5 min.
https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0092633
Das ist aber die Ausnahme
Ja, knapp über die Oberfläche hinausragende dunkelgraue Rücken in 900 m Entfernung sind nicht einfach zu sehen. Man muss schon wissen, wo man wonach guckt und wirklich gute Optik haben
In Interviews und Publikation hatten die Wissenschaftler das hervorgehoben und da ich weiß, wie schwirig das ist und wie kritisch das Equipment ist, habe ich es auch noch mal betont.
Die Beobachtungen laufen nach systematischen Mustern, hier haben sich mehrere Observer ergänzt. Jede/r von denen hat ein spezifisches Gebiet abgesucht..
Die Gebiete wurden mit verschiedenen Ferngläsern gescannt – mit einigen sieht man mehr Details, mit anderen ein größeres Gebiet.
Durch die gleichzeitig laufende Akustik wussten die ja auch, wenn und in welcher Entfernung gerade Wale waren, dann guckt man noch mal gezielter.
Die Aisrüstung gerade dieses Schiffs ist wirklich ziemlich beeindruckend
Die meisten Leute denken, dass so ein Rudel Biologen eine nette Schiffstour macht und dann praktisch über Wale stolpert – genau das ist nicht der Fall : )
Das ist wie bei den Tierfilmern. Da denken auch viele Leute, dass die für ein, zwei mal nach Süafrika fliegen, um dann mit fantastischen Jagdszenen eines Löwenrudels im Kasten zurückzukommen. 😀
Grrr. Ich ergänze ein “Wochen” nach “zwei”.
Die Scilog-Kommentarfunktion könnte ganz dringend ein Update vertragen. Wie eine Korrekturfunktion, weitere Formatierungen oder die Möglichkeit, vernünftig Bilder oder Videos zu verknüpfen.
@RPGNo1: Ja, genau! Das hatten wir mal bei MeteoriteMan: Der hatte einen grandiosen Vortrag im ESOC gehalten und erzählt, wie er Meteroriten aufsprüt:
– er ist vom Fach
– er recherchiert ewig in Bibliothekn, bei Augenzeugen, u a
– er fährt mit seinem Team lange Strecke im Gelände
Und dann nach dem Vortrag:
“Krass, der Typ geht einfach raus und findet Meteoriten!”
@RPGNo1: Definitiv! Ich kämpfe auch immer noch mal mit dem Text-Editor. Manches ist echt super, für anderes bin ich offenbar zu blöd : (