Neuro-Enhancement – Die unerträgliche Leichtigkeit des Arbeitens

Kalter Kaffee war gestern und Mate-Tee ist vielen zu mau. Zwar muss der Zaubertrank der Zukunft allerdings leider erst noch synthetisiert und in eine ansprechende Darreichungsform gebracht werden, er könnte sich dann aber als absoluter Renner entpuppen. Denn Neuroenhancer-Pillen würden heiß begehrt – vorausgesetzt sie wären in der Apotheke um die Ecke frei erhältlich und – bitteschön ohne Nebenwirkungen.

Der Traum vom optimierten Gehirn

Laut einer aktuellen Studie, die von Psychiatern an der Universität Mainz durchgeführt wurde und damit erstmals repräsentative Daten auch für Deutschland liefert, wären die meisten deutschen Schüler und Studenten unter solch günstigen Voraussetzungen zum Neuro-Enhancement bereit.

Der Traum von der perfekten Droge ist so alt wie die Menschheit selbst. Schon die Urmenschen berauschten sich wie auch verschiedene Tierarten an vergorenen Früchten. Die Nebenwirkungen wurden dabei gern in Kauf genommen.

Noch ist in Deutschland die Zurückhaltung gegenüber einem pharmakologischen Neuro-Enhancement größer als in den USA, woher auch die meisten Daten stammen. Ein ausführliches Memorandum mit dem Titel “Das optimierte Gehirn” ist im vergangenen November in Gehirn & Geist erschienen zusammen mit einem Bloggewitter “Neuro-Enhancement” in den SciLogs, wo das Thema heftig und kontrovers diskutiert wurde.

Unter Neuro-Enhancement wird die Einnahme aller Arten von psychotropen Substanzen durch Gesunde mit dem Ziel Konzentration, Wachheit oder Gedächtnisleistungen zu erhöhen, verstanden. Dagegen meint Hirndoping die missbräuchliche Einnahme von rezeptpflichtigen Medikamenten und illegalen Drogen zum Zwecke der Psychostimulation und birgt damit alle Risiken und Nebenwirkungen einer Drogenabhängigkeit.

Die Mainzer Studie “Cognitives Enhancement”

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes “Cognitives Enhancement” des interdisziplinären Forschungsschwerpunktes Neurowissenschaften an der Universität Mainz untersuchten die Psychiater Professor  Dr. Klaus Lieb und Dr. Dr. Andreas G. Franke rund 1500 Schüler und Studierende in Hessen und Rheinland-Pfalz zu deren Wissen, Einstellungen und Konsumverhalten gegenüber potentiell leistungssteigernden Substanzen.

Befragt wurden 1.035 volljährige Schüler und Schülerinnen von Gymnasien und Berufsschulen in einer Großstadt (Frankfurt am Main) und zwei mittelgroßen Städten (Kaiserslautern, Trier) und 512 Studierende der Johannes Gutenberg-Universität Mainz aus drei verschiedenen Fakultäten (wirtschaftswissenschaftliche, pharmazeutische und medizinische Fakultät). Zusätzlich wurden Einstellungen und Persönlichkeitsmerkmale der Probanden erfasst.

Die Studienergebnisse zeigen, dass rund vier Prozent der Teilnehmer bereits mindestens einmal versucht haben, ihre Konzentration, Aufmerksamkeit oder Wachheit mit Hilfe von legalen oder illegalen Substanzen zu steigern. Hierbei wurden häufiger illegal zu erwerbende Psychostimulantien, darunter beispielsweise Drogen wie Amphetamine, Kokain oder Ecstasy, zur geistigen Leistungssteigerung eingesetzt als verschreibungspflichtige Psychostimulantien.

Interessanterweise wurde an Berufsschulen häufiger als an Gymnasien auf Substanzen zur Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit zurückgegriffen, unabhängig von der Städtegröße. Junge Männer sowie Schüler und Studierende mit schlechten Leistungen zählten zu den Hauptkonsumenten. Auch bei den Studenten aus Medizin und Pharmazie war die Zahl der Konsumenten überdurchschnittlich hoch.

Koffein als wichtigster Neuro-Enhancer

Koffein war das am häufigsten verwendete Mittel zum Zweck des pharmakologischen Neuro-Enhancements. Über die Hälfte der Befragten konsumiert regelmäßig Koffein, um Konzentration, Aufmerksamkeit oder Wachheit zu steigern. Fast die Hälfte trinken koffeinhaltige Energy Drinks und jeder Zehnte hat bereits Koffeintabletten probiert.

Stress am Arbeitsplatz: Anstieg psychischer Krankheiten und Medikationen

Angesichts der zunehmenden Stressbelastung am Arbeitsplatz und des damit verbundenen Anstiegs des Krankenstands aufgrund psychischer Krankheiten zwischen 1998 und 2008 von 6,6 auf 10,6 Prozent führte die Krankenkasse DAK eine Umfrage bei 3000 ihrer versicherten Arbeitnehmer zwischen 20 und 50 Jahren durch. Immerhin 18,5 Prozent der Befragten kennen mindestens eine Person, die leistungssteigernde oder stimmungsaufhellende Medikamente ohne medizinische Erfordernis eingenommen hat. Nur jeder Zwanzigste bestätigt dagegen, als Gesunder zu solchen Mitteln gegriffen zu haben, die Hälfte davon regelmäßig. Frauen schlucken eher Beruhigungspillen gegen depressive Verstimmungen und Ängste, wohingegen Männer mehr zu Aufputschmitteln und konzentrationssteigernden Präparaten greifen. Nur zwei von zehn Befragten meinen allerdings, dass die Risiken dieser Arzneimittel im Vergleich zum Nutzen vertretbar sind.

Warum wir nicht alles schlucken sollten!

Hirndoping ist ein wichtiges Thema und zumindest bei Schülern und Studierenden scheint die Bereitschaft zur Einnahme potentieller Stoffe zum pharmakologischen Neuro-Enhancement hoch zu sein. “Mehr als 80 Prozent der befragten Schüler und Studierenden stehen einer leistungssteigernden und frei verfügbaren Pille ohne Nebenwirkungen positiv gegenüber. Lediglich elf Prozent der Schüler und Studierenden lehnen solche Substanzen grundsätzlich ab”, erklärt Lieb die Forschungsergebnisse seiner Studie. Der Psychiater hat vor kurzem ein Buch mit dem Titel: “Hirndoping – Warum wir nicht alles schlucken sollten” geschrieben, in dem er vor den Gefahren des Hirndopings warnt und gesunde Alternativen verrät.

In der Zeitschrift Nature 2008 veröffentlichte Daten gehen von rund acht Prozent der US-amerikanischer Studenten aus, die irgendwann einmal Tabletten einnähmen, um ihre geistige Leistungsfähigkeit zu steigern. Bei Akademikern waren es sogar zwanzig Prozent.

Werden berufliche Höchstleistungen bald zur persönlichen Tour de France eines jeden Beschäftigten? Abgesehen von den bislang noch unbekannten Nebenwirkungen, die eine Dauereinnahme von Neuro-Enhancern bei Gesunden auslösen kann, ist bei den meisten Medikamenten auch noch mehr als zweifelhaft, dass sie tatsächlich und dauerhaft die Leistung Gesunder verbessern. Aber auch bei den Kranken würde sich oft eine Behebung der Gründe, die beispielsweise hinter einer depressiven Verstimmung oder Konzentrationsstörungen liegen, mehr auszahlen als ein bloßes Unterdrücken der Symptome mit Psychopharmaka.

Beispiel Ritalin®: Droge der Pflichterfüller-Generation?

Vielfach kontrovers diskutiert wird der Einsatz des bereits 1944 synthetisierten Methylphenidats (Ritalin®), einem so genannten Dopamin-Wiederaufnahme-Hemmer. Ritalin steht auf Platz 15 der 20 gefährlichsten Drogen eines von Wissenschaftlern der Universität Bristol erstellten Drogenrankings. Ritalin senkt den Dopaminspiegel in den Nervenzellen und damit die Impulse. Dieses Medikament wird vor allem hyperaktiven Kindern gegeben, damit sie in der Schule still sitzen und dem Unterricht konzentriert folgen können. Das Medikament erfreut sich seit einigen Jahren immer größerer Beliebtheit. So steigt die Zahl der Ritalin® -Verschreibungen jährlich weltweit.

Auch für einige Gesunde scheint das Präparat immer attraktiver zu werden. Verspricht es doch eine Steigerung der Konzentrationsfähigkeit – eine Fokussierung auf das Wesentliche. Gerade bei stressigen Projekten oder Prüfungen erscheint das verlockend.

Die Kehrseite der Medaille: Der mit Ritalin® beruhigte, vormals gesunde Mensch hat keine Affekte mehr. Die Kreativität wird abgetötet, die Lust genommen. Ein Student beschreibt freimütig seinen Selbstversuch und stellt fest: “Unter Ritalin®  wird der Mensch zwanghaft und unentschlossen.” Überdosierungen können zu Halluzinationen oder überschwänglicher Euphorie führen.

Die Droge ist vor allem bei BWL- und Medizinstudenten beliebt, denn dort kommen nicht unbedingt die Kreativen weiter, sondern die, die am besten auswendig lernen und sich anpassen können. In der Humanmedizin ist schon so mancher angesichts der 60 Milliarden Zellen, 800 Gewebe, 650 Muskeln, 206 Knochen, 100 Organe und 68 Gelenke an seine Grenzen gestoßen – sowohl was die Motivation als auch was die Aufnahmekapazität des Hirns betrifft.

Für Gerald Hüther, Professor für Neurobiologie an der Psychiatrischen Universitätsklinik in Göttingen, ist daher klar: “Ritalin® ist die Droge der Pflichterfüller-Generation.” Eine Vernunftdroge sozusagen, deren Gefahrenpotential allerdings nicht unterschätzt werden sollte: “Wer früh mit der Ritalin® -Einnahme beginnt, lernt nicht seine Affekte zu kontrollieren, denn er hat keine mehr. Ohne Pille ist er praktisch lebensunfähig”, warnt Hüther.

Dass Ritalin® ein ernstzunehmendes Medikament ist, das einer strengen Indikationsstellung bedarf, zeigt auch die Schwere möglicher Langzeitfolgen. In einer kanadischen Studie entwickelten sechs Prozent von 98 Kindern, die durchschnittlich eindreiviertel Jahre Ritalin®  erhielten, Psychosen (Cherland E. & Fitzpatrick R. Psychotic side effects of psychostimulants: a 5-year review. Can. J. Psychiatry 1999 Oct; 44(8):811-3). 

Die unerträgliche Leichtigkeit des Arbeitens

Andererseits – viele Arbeitgeber wollen heute allzeit hellwache, fokussierte, leistungsbereite und disziplinierte Beschäftigte. Um solch übermenschliche Zustände zu erreichen, schielt manch einer in Richtung pharmakologisches Neuro-Enhancement. Selbst die Nebenwirkung der mangelnden Kritikfähigkeit ist doch vielfach sogar erwünscht und könnte je nach Einsatzgebiet für noch höhere Leistungen genutzt werden.

Zumindest dem Gesundheitswesen eröffnet ein pharmakologisches Neuro-Enhancement große Chancen. Denn die immer stärkeren Leistungssteigerungen bei Dienstzeiten von 24 Stunden und mehr, die oft ohne Pausen abgeleistet werden müssen, stimmen nachdenklich. Die Ärzteflucht ist eine Antwort darauf, aber was tun die, die hier bleiben? Haben sie einen besonders ausgeprägten Kohärenzsinn oder müssen sie früher oder später zu leistungssteigernden Medikamenten greifen, um dem wachsenden Druck weiterhin gerecht werden zu können? Werden die Krankenhäuser der Zukunft langfristig nur noch mit gedoptem Personal aufrechterhalten werden können? Zumindest die Pharmafirmen und Krankenhausbetreiber dürfte das freuen. Vor den Gefahren eines solchen Denkens warnt jedoch Stephan Schleim in seinem Blog-Beitrag “Gehirndoping: Immer mehr leisten?”

Drei klinische Fallberichte

Der Blick hinter die Kulissen der modernen Krankenhauswelt zeigt schon heute die Gefahren. Da ist zum Beispiel Schwester Simone*, die leitende Operationsschwester eines großen Krankenhauses. Kurz vor ihrem dreißigsten Geburtstag wird sie tot aufgefunden. Sie starb an einer Überdosis Narkotika, zu der sie als Krankenschwester leichten Zugang hatte. Im Team war sie die treibende Kraft, konnte noch arbeiten, wenn die anderen schon schlapp machten. Ihr Gefühlszustand wechselte jedoch oft zwischen Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt. Aber anstatt sich psychiatrisch behandeln zu lassen, therapierte sie sich selbst und stürzte sich in die Arbeit.

Dr. W.*, hat mehr Glück. Er wird noch rechtzeitig gefunden, krampfend zwischen Leichenteilen liegend. Dr. W. ist aufgrund von Kosten- und Personaleinsparungen plötzlich der einzige Pathologe in dieser Klinik. Der steigenden Arbeitsbelastung sieht er sich daher nur noch mithilfe von medikamentöser Unterstützung gewachsen. Fast rund um die Uhr versucht er, den wachsenden Bergen zu untersuchender Präparate Herr zu werden. Monatelang schläft er kaum noch, mikroskopiert fast pausenlos. Die Nächte hindurch diktiert er Befunde, die dafür notwendige Energie bezieht er aus dem Medikamentenschrank der benachbarten Intensivstation. Die Wirkung ist begrenzt, an den Spätfolgen leidet Dr. W. hingegen heute noch. Die Klinik wurde mittlerweile im Rahmen weiterer Rationalisierungen geschlossen. Dr. W. kann seit diesem Ereignis nicht mehr als Arzt arbeiten.

Dagegen hat Professor  G.* noch bis zur Emeritierung durchgehalten. Er ist besonders bei den OP-Schwestern gefürchtet. Bei ihnen heißt er nur noch “der Messerwerfer”. Professor  G. ist Anfang 60, ein erfahrener Operateur. Er braucht etwa drei Schachteln Zigaretten pro Tag, um operieren zu können. Sinkt sein Nikotinspiegel, beginnen die Hände zu zittern, er wird fahrig und schreit sein Team an. Da das immer häufiger vorkommt und er dann auch mit den Instrumenten um sich wirft, möchte kaum noch jemand mit ihm zusammen operieren. Auf sein Problem angesprochen, zuckt er nur seine breiten Schultern: “Wozu die Panik, nach einer Zigarette geht es doch wieder”. Alle atmen auf, als er endlich in seinen mehr als verdienten Ruhestand geht.

Berauscht durch den Nachtdienst: Neuro-Enhancing und Burnout im Krankenhaus

Drei Einzelfälle? Leider nein, diese Liste könnte beliebig fortgesetzt werden. Auch wenn es bislang noch illegal ist. Das Personal im Gesundheitswesen sitzt sozusagen an der Quelle. Barbiturate, Methadon, Benzodiazepine, Ketamin, Buprenorphin, Ritalin®  oder Amphetamine zählen nicht nur zu den zwanzig gefährlichsten Drogen, sondern sind vor allem auch Arzneimittel. Hinzu kommen noch die legalen Drogen Alkohol und Nikotin, die ebenfalls ihren Zweck erfüllen können.

Dabei reichen eigentlich bereits die überlangen Dienste selbst für einen rauschartigen Zustand. Auch wenn es im Krankenhaus aufgrund der aktuellen Arbeitszeitgesetze legal ist und früher noch längere Dienstzeiten üblich waren: Ein 24-Stunden-Dienst entspricht einem Alkoholgehalt von bis zu 1,0 Promille im Blut. Jeder Patient oder der, der es noch werden muss, ist also gut beraten, möglichst noch vor einer Behandlung den Arzt seines Vertrauens zu fragen, wie viele Stunden der schon im Einsatz ist und wie viele Pausen er seitdem machen konnte.

Denn ab einem Blutalkoholspiegel von 0,5 Promille darf man laut §24a StVG im Straßenverkehr kein Kraftfahrzeug mehr führen, ohne eine Ordnungswidrigkeit zu riskieren. Die absolute Fahrunsicherheit eines Kraftfahrers beginnt ab 1,1 Promille. Wer sich dann noch ans Steuer setzt, begeht eine Straftat, teils mit erheblichen Folgen. Bleibt die Trunkenheitsfahrt ohne Folgen, sieht das Gesetz eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr vor. Die Fahrerlaubnis wird für einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten bis zu fünf Jahren entzogen und im Verkehrszentralregister in Flensburg werden sieben Punkte verbucht.

Ganz anders im Krankenhaus: Neuro-Enhancement durch Schlafentzug zählt zum “Ehrenkodex” für Ärzte-Workaholics und solche, die es noch werden sollen. Ein Arzt, der sich gegen solche Mammut-Dienste ausspricht, erntet hingegen weitgehendes Unverständnis des Systems.

In Deutschland zählt eben Quantität statt Qualität und so wird die ärztliche Leistung auch nicht nach ihrem Erfolg, sondern nach der Anzahl ihrer behandelten Patienten vergütet. Natürlich wird eine jährliche Leistungssteigerung erwartet und die damit verbundene Kostenerhöhung geht in der Regel einher mit einer Senkung der Personalkosten. So müssen ein Arzt oder eine Krankenschwester heute vielerorts die Arbeit allein erledigen, die noch vor einigen Jahren von drei Leuten geleistet wurde. Und ein Ende dieses Trends ist nicht in Sicht, ganz im Gegenteil. Natürlich steigen durch diese Mehrbelastung auch die Fehlerquote und die Bereitschaft zum Doping.

Die Kosten der durch lange unflexible Dienstzeiten und Personaleinsparungen verursachten Fehler werden gern in Kauf genommen. Der Arzt dagegen muss letztendlich das erhöhte Risiko bei der Behandlung der ihm anvertrauten Patienten mit seinem Gewissen vereinbaren. Im Schadensfall riskiert er rechtliche Probleme. Außerdem setzt er auch seine eigene Gesundheit aufs Spiel. Wehrt er sich allerdings gegen das System, ist sein Job gefährdet und das können sich die wenigsten leisten.

Die Folgen sind fatal. Kaum ein Berufsstand hat ein so großes Risiko, an einem Burnout-Syndrom zu erkranken wie die Ärzteschaft. Ein 2008 erschienener Bericht des Berufsverbandes Deutscher Psychologen (BDP) zeigte, dass Ärzte neben Managern, Lehrern und Lokführern besonders gefährdet sind. Mindestens zwanzig Prozent der Ärzte leiden an einem Burnout-Syndrom und rund zehn Prozent an einer substanzbezogenen Störung. Die Suizidraten bei Medizinern sind bis zu dreifach erhöht, bei Medizinerinnen sogar bis zu fünffach.

Wie viele Ärztinnen und Ärzte sind wohl schon heute auf Ritalin® und Co. – sowohl prophylaktisch als auch therapeutisch? Und sind es dieselben, die vielleicht bereits im Studium ein wenig nachgeholfen haben? Wie viele Manager und Banker brauchen mittlerweile Neuro-Enhancement, um überhaupt noch zu funktionieren? Das wäre ein interessantes Thema für eine Hirndoping-Studie, wobei die Frage der Finanzierung und Rekrutierung der Testpersonen hier fast noch spannender sein könnte.

“Power Napping” statt Hirndoping

Neuro-Enhancement geht auch ohne Pillen, jedenfalls bei Gesunden. Der Experte Professor Lieb ist sicher. Für Studenten sei es das beste Dopingmittel, rechtzeitig und intensiv zu lernen. Zwischen den Lernphasen sollte ausreichend Schlaf liegen, denn beim Schlafen wird das Gelernte im Gedächtnis verfestigt.

Die in den Mittelmeerländern übliche Siesta steht nicht nur für südländische Gelassenheit, sie ist auch ein mittlerweile mehrfach wissenschaftlich bewiesener karriere- und gesundheitsfördernder Kurzschlaf. Vor einigen Jahren testeten Sara Mednick und ihre Forscherkollegen an der Harvard-Universität dreißig Freiwillige, die über den ganzen Tag lang anstrengende geistige Tätigkeiten ausübten. Diese Hirnarbeit wurde in vier Blöcke eingeteilt. Ein Drittel der Testpersonen durfte mittags nach dem zweiten Arbeitsblock eine Stunde schlafen, ein weiteres Drittel durfte eine halbe Stunde schlafen und das letzte Drittel durfte nicht schlafen.

Alle Testpersonen zeigten morgens die besten Leistungen und fielen bereits beim zweiten Arbeitsblock deutlich ab. Die Gruppe, die eine Stunde schlafen durfte, zeigte danach eine deutlich verbesserte Hirnleistung, die bis zum Abend Aufrecht erhalten werden konnte. Schliefen die Testpersonen eine halbe Stunde, blieb die Leistung in etwa auf dem Niveau des zweiten Arbeitsblockes. Dagegen ließen die Versuchspersonen, die gar nicht schlafen durften, immer mehr in ihrer Leistungsfähigkeit nach.

Ein Mittagsschlaf kann also eine gesunde und äußerst effektive Maßnahme zur Leistungssteigerung sein. Stehen weder Schlafgelegenheit noch ein ausreichend ruhiges Umfeld zur Verfügung, können auch Entspannungstechniken wie z.B. Autogenes Training oder ein Kurzschlaf von wenigen Minuten erfrischend wirken.

Leider wird eine entspannende Mittagspause zurzeit an den wenigsten Krankenhäusern von seinem Personal praktiziert. Es fehlt sowohl die Motivation als auch die Möglichkeit, solche Konzepte umzusetzen. Glauben Ärzte vielleicht, ihre Körper gehorchten einer anderen Physiologie?

Eines steht jedenfalls fest: Der Mensch braucht genügend Ruhepausen, um seine Leistungsfähigkeit zu erhalten. Außerdem helfen eine gesunde Ernährung und eine sportliche Betätigung auch der Hirnleistung auf die Sprünge. Alkohol in Maßen oder Phytotherapeutika wie Kava und Ginkgo biloba werden von vielen Menschen als “natürliche” Psychopharmaka angewendet. Auch Kaffee, schwarzer Tee oder Matetee können helfen, das Hirn anzukurbeln. “Bis zu vier Tassen Kaffee pro Tag gelten als unbedenklich und haben Effekte, die vergleichbar mit Amphetaminen sind”, so jedenfalls der Rat des Spezialisten Professor Lieb.

Schokolade – Ein rezeptfreier Neuro-Enhancer?

Passend zu Ostern – auch der süße Schokohase gilt bei vielen als Stimmungsaufheller. Allerdings scheinen die tatsächlichen Vorzüge eher in anderen Bereichen der Medizin zu liegen, wie aktuell an anderer Stelle der WissensLogs beschrieben wird. Denn um als wirksames Mittel gegen Depressionen eingesetzt zu werden, müssten schon ganze Berge davon konsumiert werden, was wiederum zu massiven Gewichts- und anderen Problemen führen würde. Um das Ende der Fastenzeit gebührend zu feiern und dabei für gute Laune zu sorgen, taugen die österlichen Naschereien jedoch allemal.

* Namen geändert

Veröffentlicht von

Dr. Karin Schumacher bloggt als Trota von Berlin seit 2010 bei den SciLogs. Nach dem Studium der Humanmedizin in Deutschland und Spanien promovierte sie neurowissenschaftlich und forschte immunologisch in einigen bekannten Forschungsinstituten, bevor sie in Europas größter Universitätsfrauenklinik eine Facharztausbildung in Frauenheilkunde und Geburtshilfe abschloss. Hierbei wuchs das Interesse an neuen Wegen in der Medizin zu Prävention und Heilung von Krankheiten durch eine gesunde Lebensweise dank mehr Achtsamkeit für sich und seine Umwelt, Respekt und Selbstverantwortung. Die Kosmopolitin ist leidenschaftliche Bergsportlerin und Violinistin und wenn sie nicht gerade fotografiert, schreibt oder liest, dann lernt sie eine neue Sprache. Auf Twitter ist sie übrigens als @med_and_more unterwegs.

17 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Verbreitung in Mainz

    Sind die Mainzer Ergebnisse nun also veröffentlicht. Leider habe ich noch keine Quelle finden können, auch nicht in der entsprechenden Pressemitteilung der Uni Mainz, aus der du vielleicht die Daten übernommen hast.

    Dort heißt es übrigens fälschlicherweise, Prof. Liebs Buch sei “das erste deutschsprachige Sachbuch zum Thema pharmakologisches Neuroenhancement bzw. Hirndoping”. Das ist nicht korrekt, da bereits im Mai 2008 Jörg Auf dem Hövels Sachbuch “Pillen für den besseren Menschen” erschien. Auch Bernwart Gesangs Sachbuch ist früher erschienen.

    Vielen Dank übrigens für diese (leider erschreckenden) Beispiele aus dem ärztlichen Alltag. Geheiligt sei die Gewinnmaximierung.

  2. o tempora? Zu früh kritisiert!

    Danke für den informativen Artikel zu Neuro-Enhancement und Hirndoping, insb. zu den legalen Mitteln wie Power-Napping und Schokolade!

    Bzgl. Methylphenidat kann ich ergänzen, dass bei gesunden Menschen eine Wirkung ähnlich der von Speed eintritt. Diese Wirkung kann bei genau richtiger individueller Dosierung zu erhöhter Konzentration führen, doch nur bei Menschen mit einer Störung des Neurotransmitterstoffwechsels wirkt MPH regelmäßig so, dass den Patienten durch die Gabe von MPH eine Fokussierung ermöglicht wird.

    Weil, wie Sie richtig schreiben, MPH gefährlich ist, unterliegt es in Deutschland dem Betäubungsmittelgesetz, und daher gibt es (mittlerweile) strenge Vorschriften für die Gabe von MPH. Dass sich MPH “seit einigen Jahren immer größerer Beliebtheit erfreut”, ist aus statistischer Sicht nicht weiter verwunderlich, denn selbstverständlich wächst mit dem Vorliegen einer Standardtherapie für eine Krankheit die Zahl der positiven Diagnosen (hier: zu ADHS, vgl. ICD 10).

    Das Zitat Prof. Hüthers (“Droge der Pflichterfüllergeneration”) sollte vielleicht noch erläutert werden. Es ist besser zu verstehen, wenn man weiß, dass sich sein akademisches Umfeld 2002 von seinen Ansichten zu MPH distanziert hat (Quelle: http://wwwuser.gwdg.de/~ukyk/ADHSElterninfo.pdf, 2002) und er seither als wissenschaftlicher Außenseiter in Sachen MPH/ADHS die mediale Präsenz sucht. Der Vorwurf einer Pflichterfüllergeneration, wenn Pflichterfüllung denn schon negativ konnotiert werden soll, träfe gerade in Deutschland vergangene Generationen. Im übrigen ist es seit mehreren 1000 Jahren wohlfeil wie billig, der aktuellen Generation irgendetwas zu unterstellen, von Angepasstheit bis Verrohung.

    Selbstverständlich muss die Arbeits- wie die Bildungswelt so gestaltet werden, dass normale Menschen im Normalzustand ihrer Arbeit bzw. Ausbildung nachgehen können.
    Bevor man jedoch die hohe Beanspruchung beweint – als hätte es sie nicht immer gegeben -, eine Gewinnmaximierung zur Schuldigen erklärt und Pflichterfüllergenerationen entdeckt, sollte man doch eher eine Längsschnittbetrachtung abwarten.
    Solange kann die Bereitschaft von Schülern und Studenten zum Neuro-Enhancement nicht mit einer postulierten Verschlimmerung der Zeiten in Zusammenhang gebracht werden.

  3. Ich finde Ihren Blog sehr informativ. Es klingt jedoch so, als wären es überdurchschnittlich viele Medizinstudenten und Ärzte etc. die davon betroffen sind. Wohl wahr, Mediziner arbeiten viel und wenn sie sich beschweren, ist ihr Job gefährdet, auch das ist wahr. Jedoch sollte man auch bedenken, dass die Mediziner nach ihrem Studium eine gewisse Pflichtzeit im Krankenhaus arbeiten müssen. Danach könnten sie weiter in einer Praxis arbeiten etc. Viele machen das nicht! Es ist ihr freier Wille. Sie könnten ja auch eine eigene Praxis eröffnen oder eine Praxis übernehmen. Ärzte haben viele Möglichkeiten Arzt zu bleiben aber doch nicht so viel zu arbeiten. (zB Arzt auf einem Kreuzfahrtschiff oder eine eigene Praxis bei der sie die Sprechzeiten festlegen).
    Zudem, habe ich persönlich viel mit Medizinstudenten zu tun, selbst bin ich keine. Ich habe diese gefragt ob sie versuchen sich zu puschen, ihr Hirn zu dopen. (Ich habe jedoch nicht erwähnt, dass ich vorher diesen Blog gelesen habe und daher darauf komme). Das trifft bei den MIR BEKANNTEN Medizinstudenten jedenfalls nur teilweise zu. Wenige trinken Café, wenn sie viel lernen müssen. Aber keiner nimmt irgendein Medikament wie zB Ritalin. Ich persönlich finde es gut, dass hier angesprochen wird, wie schwer es einige Mediziner haben. Die Arbeitszeiten sollten echt geändert werden. Die PJ´ler sollten bezahlt werden! (Meine Meinung) Aber man darf nicht so stigmatisieren,es ist nämlich tatsächlich nur ein sehr kleiner Teil, der auf Medikamente zurückfgreift um sich selbst zu puschen. Viele brechen ihr Studium auch ab! Und zu den Ärzten im Krankenhaus, die ihr Lebnlang da bleiben und so gefrustet sind. Da haben die sich echt selbst für entschieden! Sie haben viele Möglichekeiten, die sie nicht nutzen. Es ist wichtig genügend Ärzte im Krankenhäusern zu beschäftigen, daher sollte man mehr einstellen. (& in dem Arbeitsvertrag stehenden Arbeitszeiten von 40 Stunden die Woche einhalten!)Es liegt also gar nicht sonderlich, an dem schwerem Studium, sondern an die Zeit danach! Die Krankenhäuser sollten Veränderungen vornehmen! (mehr Ärzte einstellen etc.) Ich vermute, dass es auch an der Atmosphäre liegt die im Krankenhaus herrscht. Zudem gibt es immer weniger Patienten die sich für ihre Behandlung bedanken! Ich denke, dass ein Danke sehr viel bewirken kann, vorallem bei Studenten. Viele Patienten (vorallem junge) nögeln ja rum und sagen oft Dinge wie “boah, muss das sein?!” Die realisieren wohl nicht, dass der Arzt das für einen selbst tut. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Zeit. Es wird überhaupt nicht mehr so viel Zeit für die Untersuchung, Arztbrief, Diagnose etc. zur Verfügung gestellt! Es sind viele Dinge, die man verbessern sollte, man sollte also nicht sagen, dass es an den Studenten oder Ärzten allein liegt und diese ja zu solchen Mitteln greifen etc. Wir sollten auch die Gesellschaft betrachten, da wir uns schließlich auch in einer Leistungsgesellschaft befinden! Aber ansonsten, war es gut geschrieben! Endlich mal jemand, der Dinge klar so nennt, wie sie sind. (wobei da Dinge drin stehen, die ich so nicht unerschreiben würde!)
    Falls ich Dinge missverstanden habe, bitte ich hiermit um Entschuldigung.

    Lieben Gruß und weiter so!

  4. @ Nabila: Kreuzfahrten und Ärztemangel

    Ich glaube nicht, dass man seinen Job verliert, wenn man sich gegen die schlechten Bedingungen wehrt. Das weiß doch jeder, unter welchem Druck Ärzte/-innen heute stehen — da muss man erst mal froh sein, genügend Leute zu finden, die den Job überhaupt ordentlich machen (und dabei durchhalten). Ob man sich das als PJler oder Assistenzarzt leisten kann, ist vielleicht eine andere Sache; dann sollte man wahrscheinlich auch gut sein, sonst wartet vielleicht schon der nächste auf den Platz.

    Die Nachfrage an Begleitern auf Kreuzfahrtschiffen und für Privatpraxen ist hingegen beschränkt; der Markt dafür scheint mir in Deutschland jedenfalls gesättigt, zumindest in den attraktiveren Regionen. Und wer vielleicht aus dem Studium einen Haufen Schulden mitbringt und nicht gerade Millionäre als Eltern hat, wird vielleicht nur schwer an das Darlehen kommen, um eine eigene Praxis zu eröffenen.

    Eine Lösung scheint mir darin zu liegen, weg vom betriebswirtschaftlichen Effizienzdenken und hin zum menschlichen Qualitätsdenken zu kommen. Die kaufmännischen Direktoren haben in den letzten Jahren doch viel Macht in den Kliniken übernommen und führen sie wie jedes andere Unternehmen auch. Im Gesundheitswesen geht es meines Erachtens aber um andere Werte, nämlich vor allem die Gesundheit der Menschen (der Patienten wie Angestellten).

    Auf Spiegel Online steht gerade, aufgrund des Ärztemangels soll gar der NC wieder abgeschafft werden.

  5. Bittere Medizin…

    @ all: Vielen Dank für die Kommentare!

    @ Stephan: Herzlichen Dank für die Hinweise. Natürlich ist Prof. Liebs Buch nicht das „erste deutschsprachige Sachbuch zum Thema pharmakologisches Neuroenhancement bzw. Hirndoping“ wie in der Pressemitteilung der Uni Mainz steht, die auch im Moment offenbar noch die einzige Quelle für die Studiendaten zu sein scheint.

    @ Nebila und Stephan: Zum Glück ist das Thema pharmakologisches Neuroenhancement bei den meisten Studenten einschließlich denen der Medizin kein Thema und es ist völlig korrekt, dass es sich nur um einen kleinen Teil handelt, der sich dieser Mittel bedient.

    Leider ist unser Gesundheitssystem jedoch seit Jahren chronisch krank und die bisherigen Heilversuche entsprechen eher dem im Mittelalter hoch gelobten Aderlass als einer modernen kurativen Therapie. Wir brauchen dringend ein menschliches Qualitätsdenken anstatt des praktizierten betriebswirtschaftlichen Effizienzdenkens, bloß wie? So lange beispielsweise nach einem selbst für manchen kaufmännischen Direktor unverständlichen Punktesystem anstatt nach der tatsächlich erbrachten Leistung abgerechnet wird, wird es kaum wirkliche Verbesserungen geben.

    80 Prozent der Krankenhäuser können freie Arztstellen aufgrund der Arbeitsbedingungen nicht mehr neu besetzen. Es gibt einfach keine Bewerber mehr. Auch die Niederlassung wird in Deutschland immer unattraktiver, denn neben Investitionskosten für eine Praxis und deren Geräte müssen beispielsweise auch Angestellte bezahlt werden, Versicherungen gegen etwaige Regresse abgeschlossen, teure Fortbildungen wahrgenommen und immer größere Berge von Bürokratie bewältigt werden. Von einem 40-Stunden-Job sind die meisten Niedergelassenen weit entfernt, vor allem wenn sie in den neuen Bundesländern auf dem Land arbeiten. Denn das Geld verdient ein Niedergelassener durch seine Privatpatienten und die gibt es dort zu selten.

    Ob die Aufhebung des Numerus clausus das ändern wird, möchte ich allerdings bezweifeln. Oder hofft Herr Dr. Rösler, dass der so rekrutierte Ärztenachwuchs schlechter rechnen kann? Zusammen mit der ebenfalls vorgeschlagenen „Landarztquote“ soll so die medizinische Versorgung auf dem Land wiederhergestellt werden. Egal was man von Zulassungsbeschränkungen anhand einer Abiturnote als geeignetes Auswahlkriterium für einen späteren guten Arzt halten mag, Fakt ist, dass die Hälfte der in Deutschland ausgebildeten Ärzte nach dem Studium nicht als Arzt arbeitet oder aber ins Ausland geht. Ob es durch politische Maßnahmen gelingen wird, deutsche Ärzte durch Zwang im Land zu halten, kann ich mir nicht vorstellen. Intelligenter wäre es dagegen, die Arbeitsbedingungen für das medizinische Personal zu verbessern.

    Ein Assistenzarzt in der Weiterbildung muss sich schon genau überlegen, welche Art von Kritik er wo in diesem hierarchischen und autoritären System anbringt, denn er braucht nicht nur seinen Weiterbildungskatalog, d.h. muss zu einer bestimmten Anzahl Operationen und diagnostischen Leistungen von seinen Vorgesetzten eingeteilt und angeleitet werden, sondern auch am Ende der Weiterbildung ein Zeugnis seines Chefs, dass nicht selten mit einer Art „Vorprüfung“ durch diesen einhergeht. Erst dann kann er zur Facharztprüfung antreten. Die wenigsten haben eine Dauerstelle und ein Wechsel der Ausbildungsstätte erfordert eine weitere mindestens sechsmonatige Tätigkeit am nächsten Arbeitsplatz für ein neues Weiterbildungszeugnis.

    Ein Chirurg hat übrigens recht beschränkte Möglichkeiten, seinen Beruf außerhalb einer Klinik auszuüben. Eine interessante Alternative auf einem „Kreuzfahrtschiff“ gibt es dennoch tatsächlich – allerdings in der vermutlich nicht ganz so attraktiven Antarktis: http://www.awi.de/en/news/open_positions/antarctic/detail/item/arztaerztin/?cHash=3e3c1ef252ed6259a987463f779e9aad

    @ Wolfgang Druschinski: Vielen Dank für die wertvollen Anmerkungen und Ergänzungen. Natürlich ist Prof. Hüthers Aussage zur „Droge der Pflichterfüllergeneration“ kritisch zu sehen und ich bin weit entfernt davon, ihm zuzustimmen. Ganz im Gegenteil, MPH kann auch ein Segen sein. Endlich gibt es eine Standardtherapie für die Erkrankung ADHS.

    Was die Pflichterfüllung und Angepasstheit von Ärztegenerationen angeht, möchte ich ergänzend noch auf ein Zitat zum Thema „Medizin ohne Menschlichkeit“ hinweisen:
    „Aktuellen Umfragen zufolge, unter anderem an der Berliner Humboldt-Universität, weiß kaum ein Medizinstudent, dass sich die deutsche Ärzteschaft weit mehr als die Durchschnittsbevölkerung nationalsozialistisch organisiert und engagiert hat“. (Dr. Hans Helmut Hillrichs, ZDF, 13. April 2004; s. http://www.zdf-jahrbuch.de/2004/programmarbeit/hillrichs.htm).

  6. @ Trota

    Na, ich drücke den ÄrztInnen jedenfalls für den kommenden Streik die Daumen.

    Ganz im Gegenteil, MPH kann auch ein Segen sein. Endlich gibt es eine Standardtherapie für die Erkrankung ADHS.

    Ich dachte, es hätte sich herumgesprochen, dass auf lange Sicht die medikamentöse Behandlung mit Stimlanzien wie Methylphenidat einer reinen Verhaltenstherapie nicht überlegen ist, dafür aber bedeutende Risiken aufweist.

    Gerade gestern las ich wieder dieses Fazit:

    Empfohlen werden multimodale Therapien; die Bevorzugung für methylphenidathaltige Arzneimittel bei therapiebedürftigen Kindern und Jugendlichen ist keineswegs durch entsprechende Studien gestützt. Andere Therapieformen wie Verhaltenstherapien bei Kindern und Jugendlichen mit weniger gravierenden Störungen können mit gutem Erfolg angewendet werden. (S. 33)

    Glaeske, G. (2009). Ritalin und Co. für ADHS-Kinder – therapeutische Hilfe oder soziale Kontrolle? SuchtMagazin 6/2009: 28-34.

  7. @ Stephan

    Danke, ich hoffe, dass auch die daran teilnehmen und etwas bewirken können, die es am nötigsten haben…

    Und was den multimodalen Ansatz der Therapie des ADHS betrifft, kann ich nur zustimmen. So steht es ja auch in den aktuellen Leitlinien (http://adhs.1agency.de/img/file/CAT_241/Leitlinie.pdf, http://www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/028-019.htm). Demnach sind die drei wichtigsten Säulen der Behandlung hyperkinetischer Störungen (ICD 10-Schlüssel F 90):
    – Psycho-/Verhaltenstherapie
    – Veränderung des Umfeldes
    – Einsatz von Medikamenten (individuell bedarfsangepasst).
    Zum Einsatz von Methylphenidat steht in der Stellungnahme der Bundesärztekammer von 2005:
    „Die Indikation zur Stimulanzienmedikation ist bei gesicherter Diagnose nach ICD-10- oder DSM-IV-Kriterien gegeben, wenn die Symptomatik ausgeprägt ist und eine psychoedukative und psychotherapeutische Hilfe nicht umsetzbar oder innerhalb der Frist einiger Wochen nicht hilfreich war“. Dabei ist die Dauer der Medikation individuell bestimmt und sollte nie ohne begleitende Gespräche erfolgen.

  8. @ Stephan Schleim

    Wenn man sich als einzelner wehrt ist die Wahrscheinlichkeit natürlich sehr groß, dass man entlassen wird. Wenn man das als geschlossene Gruppe macht aber nicht.
    Es gibt ja auch nicht nur die Möglichkeit auf ein Schiff als Arzt zu arbeiten oder eine Praxis zu eröffnen/übernehmen. Man kann wirklich so viel machen als Arzt und hat in Deutschland aufjedenfall ein Arbeitsplatz sicher. Ich denke aber, dass das mit dem Darlehen nicht so schwierig ist, die Krankenkasse stellt schließlich auch einige Geräte, für die Praxis. Ich weiß nicht ob man ein Darlehen bei der Krankenkasse hätte oder die Geräte irgendwie doch bezahlen muss aber ich weiß, dass die Kasse diese stellt und die Ärztebank einem auch Kredite gewährt, wenn man die von einer guten Idee (was ggf. die eigene Praxis betrifft) überzeugt. Viele Ärzte gehen ja auch in die Forschung oder schauen ob neue Medi. Geräte die im Ausland erfunden wurden hier eingeführt werden oder ob es diese schon gibt. Man hat ja auch als Amtsarzt ein schönes Leben. Es gibt wirklich sooo viele Möglichkeiten.
    @ Trota stimmt es läuft so einiges schief! Nicht nur das mit der Zweiklassenmedizin nimmt zu sondern auch die falschen Studienergebnisse der Pharmaindustrie. Ich denke, dass einige Studien mit Absicht schlecht gemacht werden, damit man dann in einer weiteren Studie sagen kann “Hey, dieses Medikament ist nun um so viel besser”. Die Apothekenrundschau oder wie diese Zeitschrift heißt beeinflusst ja auch enorm und zu viele sind einfach nicht kritisch genug oder hinterfragen Studien etc.
    Ich glaube das Pj´ler, Pfleger, Medizinstudenten sich nicht so sehr an Ritalin etc. bedienen wie zB BWL´er oder Manager, wo es um sehr viel Geld geht. Ich will jetzt nicht sagen, dass man Geld über Menschenleben stellt aber wenn wir das aus der Sicht der Pharmaind. betrachten ist das doch so. Die verkaufen echt so viel Mist. Die verkaufen ja auch Vitamine in Medikamenten verpackt, weil sie die Patente nicht haben, also machen die Medikamente daraus. Natürlich gibt es auch sehr gute Medikamente! Aber zu viele die auch süchtig machen sind viel zu leicht für Patienten zugänglich. Auch in großen Krankenhäusern fällt es nicht auf, wenn die Person die Medikamente bestellt, eins für sich mitbestellt. Schlimm finde ich einfach nur, dass so viele auch einfach nur “ihren Job” machen, statt wirklich an das Wohl des Patienten zu denken. (ich denke da schon wieder an so einige Pharmakonzerne)
    Die Ärzte tun mir da irgendwie auch einfach nur Leid. Viele Pfleger sind ja auch einfach nur noch so frustriert, dass sie dann auf solche Mittel zurückgreifen, da dieser Leistungsdruck auch immer weiter wächst. Viele Ärzte sind ja auch geschieden, da die so viel arbeiten müssen, dass sie kaum Zeit für Familie haben. Da kenne ich zB einen, der seine kleine Tochter nur Sonntags sieht. (sonst liegt die immer im Bett, wenn er Heim kommt).
    Da läuft wirklich so einiges schief und das man den Ärzteberuf attraktiver machen sollte, um mehr studierende bzw Absolventen zu haben, finde ich gut und sehe ich auch so. Aber die Idee von Herrn Dr. Rösler ist an sich ja nicht schlecht. Aber nur weil es kein NC gibt, ist das Studium ja nicht leichter. Ob diese Leute durchs Physikum kommen, ist ja dann auch wieder die frage. Wenn die dann für Anatomie lernen, haben die ja kaum noch ein Privatleben^^.
    Viele 1ser Abiturieten fallen ja auch nicht nur einmal durchs Physikum. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie dann auch aus Frust und wegen diesem Druck es beim nächsten Mal zu schaffen, auch zu solchen Mitteln greifen. Naja, wenn es die Leute mit einem 3er Abi doch schaffen, dann finde ich das Lobenswert.

  9. @ Nabila H.

    Leider wehren sich die meisten Krankenhausärzte nicht gemeinsam, da sie beispielsweise in der Facharztausbildung sind und mit mehr oder weniger kurzen Zeitverträgen beschäftigt werden.
    Auch für die Oberärzte sieht es nicht immer besser aus. Wenn sie in einem operativen Fach arbeiten, sind sie oft von einer Klinik abhängig.
    Außerdem gibt es auch in diesem Berufsstand genügend Vertreter, denen schon etwas Prestige reicht, wie beispielsweise kleine Privilegien, vermeintliche Machtpositionen, Titel oder Vergünstigungen, um das System so zu erhalten, wie es ist oder es sogar noch weiter zu verschlechtern. Ärzte sind eben auch nur Menschen und schon gar keine Halbgötter in Weiß.
    Natürlich vergeben die Banken gern Kredite an Ärzte. Aber auch das lohnt sich für immer weniger Ärzte. Je nach Fachgebiet sind die Investitionskosten sehr hoch und je nach Lage der Praxis immer schwerer wieder zu erwirtschaften. Denn von Kassenpatienten kann mittlerweile kein Arzt mehr leben, er braucht dafür möglichst viele Privatpatienten oder muss Sonderleistungen anbieten, die die Patienten dann selbst zahlen. Und je nach Geschäftstüchtigkeit des Arztes sind diese dann auch entsprechend krank, damit sich die Praxis irgendwann einmal amortisiert.
    Interessanter mag da schon die Tätigkeit in der Industrie sein, was ja auch die immer höheren Zahlen der in diesem Bereich beschäftigten Ärzte zeigt.
    Auch als Amtsarzt oder beispielsweise als Arbeitsmediziner kann man ein ruhigeres Leben führen als in einem Krankenhaus. Komischerweise werden diese Kollegen aber von anderen Ärzten oft belächelt, womit wir wieder beim Prestige wären. Ein richtiger Doktor muss nun mal 24 Stunden ununterbrochen im OP stehen, sonst ist er kein echter Kerl.
    Natürlich sind Neuroenhancer auch in anderen Leistungsbereichen beliebt und auch ich habe schon von einigen Bankern gehört, die sich entsprechend gedopt haben. Auch bei ihnen ging es eigentlich immer ums Prestige… Ich denke aber, dass Hirndoping aufgrund der starken Nebenwirkungen der Präparate keine große Rolle spielt. Schließlich zahlen die Leute dafür einen hohen Preis.
    Natürlich wollen (und müssen) die Pharmafirmen Geld verdienen. Besonders hilfreich ist es da, wenn es immer wieder neue Medikamente oder aber auch neue Krankheiten gibt. Dabei ist es sehr schwierig, langwierig und oft vom Zufall abhängig, ein wirklich gutes neues Medikament zu entwickeln. Den Rest muss das Marketing ausgleichen und nicht umsonst fließt ja auch viel mehr Geld in diesen Bereich als in die Forschung.
    Ich finde es übrigens auch gut, den Numerus clausus abzuschaffen, denn ein gutes Abitur bedeutet noch lange nicht, das aus diesem Abiturienten später einmal ein guter Arzt wird. Allerdings korrelieren die Prüfungsergebnisse und auch die Durchfallquoten mit den Abiturnoten – das heißt, ohne NC würden auch mehr Kandidaten durchs Examen fallen. Dabei bezweifle ich übrigens, ob die richtige Beantwortung möglichst vieler Multiple Choice Fragen auch die tatsächliche Qualität des Arztes wiedergibt. Es ist allerdings eine recht billige Methode, um Wissen zu prüfen. NC heißt ja auch nur, dass es mehr Bewerber als Studienplätze gibt und diese Plätze möglichst einfach verteilt werden sollen. Ein gezieltes Auswahlverfahren mit Eignungsprüfung wäre sicher sinnvoller, aber auch wesentlich teuer.

  10. Ein beunruhigender Trend macht sich in den vergangen Jahren sogar unter Schülern und Studenten breit. Mühelos lernen, sich an alles erinnern, immer fit sein – um dem Leistungsdruck standhalten zu können greifen Schüler und Studenten immer häufiger zu Aufputschmitteln.

  11. Ritalin & Dopamin

    Ich hoff dass mir bei meinen Recherchen diesbezüglich kein Fehler unterlaufen ist, doch wage ich zu behaupten dass Methylphenidat den Dopaminspiegel nicht senkt, sondern die Dopaminkonzentration im synaptischen Spalt erhöht, da Methylphenidat ein Dopamin-Noradrenalin- Wiederaufnahmehemmer ist.

  12. Für einen fertigen Akademiker dem seine Arbeit evtl. noch Spaß macht ist es einfach mit dem Finger zu wackeln.
    das gleiche bei den “Ethikfaschisten”, gibt ja sogar Lehrstühle für Ethik.
    Z.B. ist jedes Verbot von “Desgnerbabys” moralisch höchst verwerflich.
    Es ist ja nicht Zweck des “Human Genetical Engeneering” (wenn es mal verfügbar ist) Nachteile zu schaffen.
    Also geht es die Merkelisten oder die Theofaschisten nichts an. Es betrifft sie einfach nicht.
    Ein hartes Gegenbeispiel. Die Gleiche Regierung die Designerbabys (bzw. aktuell PID) verbietet, verbietet es geistig Behinderten oder zwei Menschen mit Erbkrankheiten oder ruhenden Erbkrankheiten nicht Kinder zu kriegen. Der Aufschrei wäre groß.

    Aber wieso schreit keiner, wenn man Menschen etwas verbietet, was NIEMAND anderes, und auch den Staat nicht angeht?

    Wenn es einmal möglich wird an sich selbst genetische veränderungen vornehmen zu lassen, her damit.
    “Gendoping” für jeden, nicht um bei sportlichen Wettkämpfen besser zu sein.
    Z.B. Gendoping zur Erhöhung der geistingen Leistungsfähigkeit.

    Es gab Hirnverletzungen die zu besonderen Fähigkeiten führten.

    Head injury turns it into musical savant:
    http://www.today.com/health/head-injury-turns-man-musical-savant-817981

    Da alle menschlichen Gehirne im Grunde “Baugleich” sind, müsste es möglich sein solche Effekte durch chirurgische Eingriffe in das Gehirn hervorzurufen.
    Was ich mir auch nicht durch den Staat verbieten lassen würde. Wenn der “Preis” dafür z.B. “Asperger” wäre, nur her damit.
    Da würde mir nichts fehlen. Im Gegenteil, eine soziale Distanz ala “Dr. Sheldon Cooper” wäre ein Bonus.

    Notfalls bieten das alles Firmen im Ausland an, und die Deutschen fahren dort hin.
    So wie auch kein Gericht einen Deutschen verurteilen könnte, der angibt im AUsland eine seiner Nieren verkauft zu haben.
    Und wenn er es vorher ankündigt, bezweifele ich auch, dass es legal möglich wäre, ihn davon abzuhalten.

    Bei der ganzen Disskusion um die “Gefahren” und “Nebenwirkungen” sollte man auch Bedenken welche Nebenwirkungen ein >mieses LebenBESSERESabschaffen<=.
    Ein Hauptschüler der sich für ein Thema interessiert, kann bessere Werte erreichen, als der Student der es aus Familiendruck oder Prestigegründen studiert.
    Wenn die Unis das komplette Studium als eine Art interaktiven Kurs online stellen, dann müsste man auch nicht für die vielen zusätzlichen Studenten Platz schaffen. Das Abitur würde höchstens noch zum Besuch der Uni berechtigen.
    Hätte ich Abitur und wollte studieren, ich wäre trotzdem nicht daran interessiert das "Unileben" zu führen.
    Auf das soziale Trara" könnte ich gut verzichten.
    Die Internetstudenten könnten jederzeit ihren Wissenstand abrufen, und wenn Prüfungen anstehen werden die in der Uni gemacht.
    Google "Udacity". Professor Thrun (entwickelt das Google-Roboterauto, und war bis zur freiwilligen AUfgabe wegen Udacity Professor in Standford) hat genau den gleichen Unterricht den seine Elitestudenten bekommen Online angeboten.
    Ohne Zugangsbeschränkungen.
    Die bessten Teilnehmer kamen nicht aus seinem Lehrsaal, sondern aus aller Welt.
    Auch aus irgendeinem Kaff in der dritten Welt. Prüfungen haben sie an Unis vor Ort (in ihrem Land) gemacht.
    In Deutschland war es die Uni Hamburg. Dort haben dann auch Hauptschüler ihren "Schein" in Computerwissenschaften erhalten.
    Ohne Studium an der Uni. Ist zwar nur ein "Schein", kein Bachelor oder Master, aber auch der ist am Arbeitsmarkt ein "Ausweis". Firmen können einstellen wen sie wollen. Die haben keine Pflicht zu Abschlüssen wie evtl. der öffentliche Bereich der Verwaltung usw..
    Wenn sie wollen können sie auch den Hauptschüler mit guten Programmierkentnissen dem Bewerber mit Studium vorziehen.
    Und dies auch dem Bewerber mit Studium sagen, und der kann nichts dagegen machen, nicht klagen.

    Ich bin gerade auf der Suche nach diesen "Transducern" usw. wie sie hier eingesetzt werden:
    http://www.medgadget.com/2010/09/darpa_funding_transcranial_pulsed_ultrasound_to_stimulate_soldiers_brains.html

    Ich würde es in Selbstversuchen ausprobieren. Evtl. findet man Positionen die das lernen erleichtern.
    Eine Art "Savant-mäßige" "Superaufmerksamkeit" erzeugen.
    Eine Art "Denkerkappe".

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  14. Prinzipiell bin ich der Meinung, dass sämtliche Neuro-Enhancer zunächst nur einen temporären Effekt erzielen. Das Langzeitgedächtnis wurde, rückblickend auf meine persönlichen Erfahrungen während der Studienzeit, nicht verbessert. Allerdings fällt die erneute Aufnahme des Gelernten leichter. Das heißt, die Wiederholung des Lernmaterials in “nüchternem” Zustand ging bei mir deutlich schneller und wurde auch länger gespeichert. Dies ist aber auch sehr stark abhängig von den verwendeten Mittelchen. Einen Ersatz für eine ausgewogene Schlafphase stellt wohl (bis jetzt-“Ohne Limit” lässt grüßen) keines dieser illegalen, “leistungssteigernden” Mittel dar. Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen mit Ginkgo gemacht. Aufputschende Wirkung, verbesserte Konzentrationsfähigkeit und legal. Aus meiner Sicht gibt es genügend legale Alternativen zu verschreibungspflichtigen Medikamenten. Die Ginkgo-Tabletten die ich nutze gibt es bei: 

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