Corona und der Confirmation Bias: Warum Fakten so wenig helfen


Wir sehen oft nur das, was wir sehen wollen. Schuld daran ist der Confirmation Bias (Bestätigungsfehler). Diesen Denkfehler machen wir alle regelmäßig – besonders während der Corona-Pandemie. Doch wenn wir den Fehler (er)kennen, können wir uns vor seinen Folgen schützen.

Immer dagegen

Manche Menschen haben beispielsweise Angst, dass ihr Immunsystem von den viel zu rasch entwickelten, derzeit verfügbaren Impfstoffen mehr überfordert werden könnte als durch eine Virusinfektion. Bei den Viren selbst haben sie daher oft weniger Bedenken. Schließlich handelt es sich um etwas „Natürliches“, womit sich ihr Immunsystem schon etliche Male im Verlauf ihres Lebens auseinandergesetzt hat. In der Diskussion meines letzten Beitrags “Impfmuffel” gibt es einige schöne Beispiele hierfür.

… oder nur dafür

Impfbefürworter dagegen verteidigen oft noch die gute Verträglichkeit ihrer Impfung, selbst wenn es nicht auszuschließen ist, dass sie sogar selbst wider Erwarten vielleicht doch von einer seltenen Nebenwirkung betroffen sein könnten.

So twitterte der australische Ministier für Digitales, Victor Dominello, bei dem einige Wochen nach der ersten COVID-19-Impfung mit dem Oxford-AstraZeneca-Impfstoff ein hängendes Augenlid auffiel, dass ein Zusammenhang mit der Impfung natürlich “Missinformation” sei:

Ich wünsche Herrn Dominello, dass die offensichtliche Lähmung seines siebten Hirnnervens (Nervus facialis) wie in den meisten Fällen tatsächlich beispielsweise stress- oder / und auch durch eine andere Infektion bedingt ist, und er sich rasch und vollständig davon erholt. Dennoch sollte auch er mögliche Zusammenhänge nicht vehement bestreiten. Das verunsichert und freut die Verschwörungsexperten.

Gesichtslähmungen im zeitlichen Zusammenhang mit Impfungen

Der Zahnmediziner Dr. Nicola Cirillo (Universität Melbourne, Australien) und der kanadische Psychiater Dr. Richard Doan (Universität Toronto, Kanada) schreiben in einem Brief im renommierten Lancet [1]:

Die “EudraVigilance-Daten zeigen eine viel höhere Häufigkeit von Gesichtslähmungen nach dem Pfizer-BioNTech-Impfstoff als nach dem Oxford-AstraZeneca-Impfstoff (497 vs. 56 Fälle oder 13,6 vs. 4,1 pro Million Dosen am 3. April). Das Risiko, eine Gesichtslähmung zu entwickeln, könnte bei Personen, die mRNA-Impfstoffe erhalten, zwei- bis dreimal höher sein als bei Personen, die herkömmliche Impfstoffe erhalten. Diese Ergebnisse sollten bei der Auswahl eines Impfstoffs für Patienten mit einer Gesichtslähmung [Fazialisparese] in der Vorgeschichte berücksichtigt werden.“

Die ersten klinischen Studien mit den drei wichtigsten COVID-19-Impfstoffen, die in Deutschland zugelassen sind (Pfizer-BioNTech, Moderna und Oxford/Astra Zeneca), enthalten einzelne Fälle von einseitigen Fazialisparesen, und es gibt immer wieder Fallberichte (vgl. auch [2, 3]).

Der Confirmation Bias

Wir nehmen also vor allem das wahr, was unsere Thesen bestätigt. Neue Informationen werden so interpretiert, dass sie unsere Überzeugungen weiter festigen. In der Psychologie heißt dieser Denkfehler “Confirmation Bias” – auf Deutsch: Bestätigungsfehler.

Bestseller-Autor Rolf Dobelli nennt ihn den “Vater aller Denkfehler”. [4] Schließlich wollen wir alle in unserem Denken bestätigt werden (Confirmation Evidence). Selbst Experten sitzen diesem Fehler auf und das gar nicht mal so selten.

Quellen, die das eigene Denken bestätigen, werden nicht geprüft. Gegenbeispiele (Disconfirming Evidence) wird lieber gar nicht erst gesucht, gegebenenfalls ignoriert beziehungsweise im Sinne der eigenen Thesen interpretiert.

“Murder Your Darlings”

Auch Forscher werden Opfer des  “Confirmation Bias”. Mein Chef in der Immunologie sagte daher immer: “Ihr müsst auch versuchen, das Gegenteil von dem zu beweisen, nach dem ihr sucht.” Oder wie es der Schriftsteller Arthur Quiller-Couch treffend formulierte: “Murder your darlings”.

Einer der rührigsten Corona-Leugner in den USA ist übrigens vor kurzem mit 69 Jahren an COVID-19 gestorben. Nun spekulieren seine Anhänger natürlich wild darüber, was die “wahren Gründe” für den Tod von Robert David Steele sein könnten. Denn Corona kann und darf es ja nicht gewesen sein.

Titelbild: “Corona”-Party mit “Elan”. Credit: Dr. Karin Schumacher

Quellen / weiterführende Literatur:

  1. Cirillo N & Doan R (2021) Bell’s palsy and SARS-CoV-2 vaccines— an unfolding story;
    www.thelancet.com/infection, Vol 21, September 2021. Published Online
    June 7, 2021 https://doi.org/10.1016/ S1473-3099(21)00323-6
  2. Informationen zu unerwünschten Ereignissen, die in Großbritannien über das Yellow Card-Programm gemeldet wurden: https://www. gov.uk/government/publications/coronavirus-covid-19-vaccine-adverse-reactions
  3. Für die EudraVigilance-Datenbank siehe http://www. adrreports.eu/de/index.html
  4. Denkfehler erkennen und vermeiden: Rolf Dobelli (2011) “Die Kunst des klaren Denkens”, Hanser, ISBN: 9783446426825.

Veröffentlicht von

Dr. Karin Schumacher bloggte zunächst als Trota von Berlin seit 2010 bei den SciLogs. Nach dem Studium der Humanmedizin in Deutschland und Spanien promovierte sie neurowissenschaftlich und forschte immunologisch in einigen bekannten Forschungsinstituten, bevor sie in Europas größter Universitätsfrauenklinik eine Facharztausbildung in Frauenheilkunde und Geburtshilfe abschloss. Hierbei wuchs das Interesse an neuen Wegen in der Medizin zu Prävention und Heilung von Krankheiten durch eine gesunde Lebensweise dank mehr Achtsamkeit für sich und seine Umwelt, Respekt und Selbstverantwortung. Die Kosmopolitin ist leidenschaftliche Bergsportlerin und Violinistin und wenn sie nicht gerade fotografiert, schreibt oder liest, dann lernt sie eine neue Sprache. Auf Twitter ist sie übrigens als @med_and_more unterwegs.

16 Kommentare

  1. Danke für diesen Artikel. Dieses Phänomen ist in der Tat verbreitet und bei “politischen” Themen, zu denen auch das Thema Corona gehört. Die Fronten sind dabei derart verhärtet, daß sogar Freundschaften zerbrechen, wie eine Bekannte von mir selber erzählte.

    Gruß
    Rudi Knoth

  2. Interpretationen/Überzeugungen gewinnen oft gegenüber Fakten
    Ja, eine Tendenz, das woran man hängt zu bestätigen (confirmation bias), die haben fast alle. Denn an etwas hängen, etwas glauben, von etwas überzeugt sein, das kommt ja meist nicht von allein. Meist habe ich als Gläubiger einiges investiert in das, was ich glaube und das einfach wieder fallen zu lassen, es aufzugeben, das ist oft mit Verlustängsten verbunden. Und wenn es nicht Verlustängste sind, dann ist es die Angst vor dem Gesichtsverlust. Denn wer einen Glauben verkündet hat, der kann denen, denen er seinen Glauben verkündet hat, nicht mehr in die Augen sehen, wenn er als nächstes verkünden muss, alles sei falsch was er bis jetzt gesagt habe.

    Wie kommt man von der Selbstbestätigungstendenz weg, wie wird man offener für Selbstkorrekturen? Einen Vorschlag habe ich schon mehrmals gehört, auch hier auf den scilogs-Blog: “Vermeide es überhaupt etwas zu glauben.“
    Vor allem: schwöre jedem religiösen Glauben ab.Tatsächlich enthalten fast alle religiösen Glaubenssysteme Vernunfts-Zumutungen, sie verlangen oft Dinge zu glauben, die es entweder gar nicht geben kann oder die keine Bedeutung haben – es sei denn für einen Gläubigen, der danach sucht. Beispiel: Im Katholizismus wird/wurde von den Gläubigen verlangt nicht nur an Gott, sondern sogar an die Dreifaltigkeit, die Trinität Gottes zu glauben. Als wäre nicht schon der Glaube an Gott eine Zumutung!

    Inzwischen bin ich aber zur Überzeugung gekommen, dass es fast mehr weltliche als religiöse Glaubenssysteme gibt und dass die weltlichen Glaubenssysteme oft noch grösseres Unheil anrichten als die religiösen.

    Doch kann man ohne irgend einen Glauben auskommen?
    Wohl kaum, denn ohne jede Bereitschaft an eine Sache längere Zeit zu glauben, würde man schwierigere Dinge gar nicht mehr verfolgen. Eine Ärztin wäre gar nie Ärztin geworden, wenn sie jede negative, ihren Berufswunsch scheinbar widerlegende Beobachtung zum Anlass genommen hätte von der Sache zu lassen.

    Dass gefestigte Überzeugungen durch noch so starke Gegenbeweise kaum widerlegt werden können, das gilt auch in der Wissenschaft. Einstein kam selbst bald einmal zum Schluss, dass die Kritik an seiner Relativitätstheorie erst dann verstummen würde, wenn die Kritiker das Zeitliche gesegnet hätten. Denn “Murder your Darlings“ schaffen Wissenschaftler nur, wenn sie das Bessere, den Ersatz für den Irrglauben, dem sie bislang angehangen haben, auch nachvollziehen und verstehen können. Doch viele Kritiker der Relativitätstheorie waren dazu und in jener Zeit mit ihrer damaligen Ausbildung nicht in der Lage.

    In Bezug auf den Glauben bezugsweise Unglauben an Impfungen fällt es jedoch schon schwieriger die religiöse Inbrunst gewisser Impfkritiker zu verstehen. Denn warum sollte man sein Herz etwa an den abseitigen Glauben hängen, Impfungen seien des Teufels? Wenn doch die Statistik für die Wirksamkeit von Impfungen spricht und eine Impfgegnerschaft nichts höheres bringt, nicht einmal ein Weiterleben nach dem Tode wie das viele Religionen versprechen?

    Mein Versuch einer Erklärung: Vielleicht gehört Impfkritik in die gleiche Kategorie wie die Amour Fou, einfach ins Negative gedreht.

    • Wie kommt man von der Selbstbestätigungstendenz weg, wie wird man offener für Selbstkorrekturen? Einen Vorschlag habe ich schon mehrmals gehört, auch hier auf den scilogs-Blog: “Vermeide es überhaupt etwas zu glauben.“

      Sicher eine gute Idee, nur kann ein Laie wirklich immer die Aussagen der “Wissenschaft” nachvollziehen, ohne etwa das mathematische Wissen zu besitzen? Oder “glaubt” auch er einfach nur den Aussagen der Wissenschaftler etc . Ich denke, daß z.B. Klimamodelle kaum ein Laie verstehen/überprüfen kann.

      Dass gefestigte Überzeugungen durch noch so starke Gegenbeweise kaum widerlegt werden können, das gilt auch in der Wissenschaft. Einstein kam selbst bald einmal zum Schluss, dass die Kritik an seiner Relativitätstheorie erst dann verstummen würde, wenn die Kritiker das Zeitliche gesegnet hätten.

      Also gibt es dies in der Wissenschaft auch. Zu Einstein ist sagen, daß noch 1995 von einem Herrn Selleri eine alternative Transformation zu der von Einstein/Lorentz vorgestellt wurde. Also Jahre nach dem Tod von Einstein.

      In Bezug auf den Glauben bezugsweise Unglauben an Impfungen fällt es jedoch schon schwieriger die religiöse Inbrunst gewisser Impfkritiker zu verstehen. Denn warum sollte man sein Herz etwa an den abseitigen Glauben hängen, Impfungen seien des Teufels? Wenn doch die Statistik für die Wirksamkeit von Impfungen spricht und eine Impfgegnerschaft nichts höheres bringt, nicht einmal ein Weiterleben nach dem Tode wie das viele Religionen versprechen?

      Das stimmt in der Tat für “Hardcore-Impfgegner”. Diese lehnen Impfungen generell ab, auch wenn etwa im Fall der Pocken diese Krankheit durch Impfungen sogar vollständig ausgerottet wurden. Etwas Anderes sind Skeptiker bezüglich den Impfverfahren.

      Gruß
      Rudi Knoth

    • @Martin Holzherr / 01.09.2021, 10:32 Uhr

      »Einstein kam selbst bald einmal zum Schluss, dass die Kritik an seiner Relativitätstheorie erst dann verstummen würde, wenn die Kritiker das Zeitliche gesegnet hätten.«

      Womöglich meinten Sie da jemand anderen:

      Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, daß ihre Gegner überzeugt werden und sich als belehrt erklären, sondern vielmehr dadurch, daß ihre Gegner allmählich aussterben und daß die heranwachsende Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut gemacht ist.
      —Max Planck (1858-1947), Wissenschaftliche Selbstbiographie, Johann Ambrosius Barth Verlag, Leipzig, 1948, S.22

      By the way, Max Planck war bekennender protestantischer Christ.

      • Einstein konnte auch in Bezug auf “den Brief der Hundert” :
        -> https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_an_der_Relativitätstheorie#Hundert_Autoren_gegen_Einstein

        … diesen Gag beibringen :

        Hätte ich unrecht, würde ein einziger Autor genügen, um mich zu widerlegen.

        Aus diesseitiger Sicht sterben Kritiker vernünftiger Einschätzung nicht aus.
        (Sie beißen dann später, in nachfolgender Generation sozusagen, “nur” an anders Vernünftigem herum, dies aber auch nicht immer. – Planck brachte sicherlich nur einen Gag bei, der Gag von Einstein trifft es dagegen genau.)

        Mit freundlichen Grüßen
        Dr. Webbaer

  3. “Einer der rührigsten Corona-Leugner in den USA ist übrigens vor kurzem mit 69 Jahren an COVID-19 gestorben. Nun spekulieren seine Anhänger natürlich wild darüber, was die “wahren Gründe” für den Tod von Robert David Steele sein könnten. Denn Corona kann und darf es ja nicht gewesen sein.”

    Und eine mögliche Fehlbehandlung (Frühintubation u.a.) kann man aus der Ferne mit Sicherheit ausschließen!
    Oder?

    • Natürlich kann man (aus der Ferne) eine mögliche Fehlbehandlung nicht ausschließen. Noch weniger kann man ohne konkrete Information so etwas einschließen.

      Es ist ohnehin auffällig, dass unter Coronaleugnern und Impfskeptikern eine abstrakte Skepsis verbreitet ist, die viel von irgendwie denkbaren Möglichkeiten spricht, aber wenig konkrete, nachvollziehbare Gegebenheiten nennt, warum diese Möglichkeiten real existieren sollten.

      Ein Zweifel ohne Begründung ist intellektuell sinnlos.

      • Bei mir ist es so, Kommentatorenfreund ‘Pollo’, dass die meisten in meiner Umgebung gegen “Corona” geimpft worden sind, meist, aber nicht immer auf eigenen Wunsch hin, dass es keine wichtigen Nebenwirkungen der Impfung gab und ich mich dennoch gegen die Impfung entschieden habe, obwohl weder ‘Coronaleugner’ (ein blödes Wort, es gibt nur sehr wenige die die Existenz der hier gemeinten “Corona”-Viren leugnen), noch ‘Impfskeptiker’ (sondern genereller Impfbefürworter), weil meine persönliche Risk-Reward-Überlegung nicht für die “Corona”-Impfung ausgefallen ist; hauptsächlich deshalb, weil kein langjähriges Zertifizierungsverfahren mit zahlenmäßig ansteigenden Probandengruppen durchlaufen worden ist und zudem die Einschätzung vorliegt eine derartige Infektion ohne besonderen Schaden (und ohne andere dann zu infizieren) hinnehmen zu können.
        Hoffentlich ergeben sich hier keine Langzeitfolgen der “Corona”-Impfung (was Dr. Webbaer sehr ernst meint, seine diesbezügliche Hoffnung, es schaut ja auch bisher ganz gut aus) und hoffentlich kommt niemand auf die Idee regelmäßig, vielleicht gar quartalsweise, allgemeine Durchimpfungen der Bevölkerungen mit neuen (!, Stichwort wieder hier : ‘Zertifizierungsverfahren’) Mitteln durchzuführen.

        Mit freundlichen Grüßen
        Dr. Webbaer (der schon ein wenig älter, wie auch vely fit ist)

        • @Webbaer
          Die bisherige ´langjährige´ Zulassungsdauer ergab sich hauptsächlich aus einem sehr umständlichen und langwierigen Dienstweg/Zulassungsverfahren. Die Qualität wurde damit nicht verbessert.

          Für die drei Abschnitte: Kleinstgruppe / Kleingruppe /größere Probandengruppe galt bisher:
          Erst wenn alle Daten für einen Abschnitt komplett eingereicht wurden – wurden diese Daten geprüft. Und erst wenn diese Prüfung + Rückfragen komplett abgeschlosen waren – durfte der nächste Testabschnitt erfolgen.
          Es ist bekannt, dass die meisten Nebenwirkungen innerhalb der ersten Tage nach einer Impfung auftreten – d.h. das langwierige Zulassungsverfahren ergab keine zusätzliche Sicherheit

          Bei den aktuellen Impfstoffen gegen den Corona-Virus ist man anders vorgegangen: Bereits während der einzelnen Impfkampagnen wurden die Daten eingereicht und geprüft. So konnten Abschnitte II+III parallel zur Prüfung durchgeführt werden.
          Auf diese Weise konnte die Prüfungs-/Zulassungszeit sehr deutlich verkürzt werden – ohne dass die Sicherheit vernachlässigt wurde.
          Zusätzlich hat man mittlerweile auch genug Daten über die Langzeitwirkung – denn die ersten Tests der neuen Impfstoffe fanden vor über einem Jahr statt.

          Ich kenne keine Person im Bekanntenkreis, die – Ausnahme: 1 Tag Schüttelfrost bei einzelnen Leuten – negative Auswirkungen durch das Impfen gehabt hätten.

          Ein Ehepaar hatte sich letztes Jahr im Oktober mit Corona infiziert. Er wurde wieder gesund – aber die Frau ist bis heute bettlägeriger Pflegefall. Im Oktober gab es moch keinen Impfstoff – aber heute sind solche Langzeitfolgen verhinderbar, indem man sich Impfen lässt.

          Solch ein schlimmes Beispiel zeigt, warum ich für das Impfen bin

          • Lassen Sie, Kommentatorenfreund ‘KRichard’, vgl. mit diesem Auszug Ihriger Nachricht :

            Die bisherige ´langjährige´ Zulassungsdauer ergab sich hauptsächlich aus einem sehr umständlichen und langwierigen Dienstweg/Zulassungsverfahren. Die Qualität wurde damit nicht verbessert.

            … den Schreiber dieser Zeilen gerne bei seiner Auffassung, dass die Langjährigkeit derartiger Zertifizierungsverfahren, Vakzine meinend, mit sukzessive zahlenmäßig anwachsenden Probandengruppen, sinnhaft sind.

            Vermutlich ist in Notlagen, gerade bei alten und besonders gefährdeten Personengruppen, so abzusehen, bei Kindern und Heranwachsenden darf womöglich abgewartet werden.

            Qualitätsverbesserung liegt in langjährigen wie oben beschriebenen Zerifizierungsprozessen vor.
            Sog. Langzeitfolgen, auch schädigender Art, haben nichts mit ‘Dienstwegen’ zu tun, sondern sind abzuwarten.

            Mit freundlichen Grüßen
            Dr. Webbaer (der auch Ihre (aktuellen) Nachrichten bei Herrn Dr. Stephan Schleim bemerkt hat, “danke”)

  4. “Wir nehmen vor allem das wahr, was unsere Thesen bestätigen…”
    Damit beschreiben sie genau das Prinzip des GLAUBENS an und für sich. Das WAHR- NEHMEN wird dann für WAHR-HEIT gehalten. Unsere Thesen sind unsere subjektiven Glaubensmuster die uns anerzogen wurden bzw. mit denen wir als Werte konditioniert wurden. Zeitgeist, Umwelt ,Medien formen die Menschen, manipulieren sie in dem sie u. a. mit ihren Ängsten “spielen”. Der Freie Wille ist also nicht frei da wir die Denkmuster dieser Gesellschaft unbewusst in uns tragen und mit ihnen argumentieren. Sobald die Urangst, die Überlebensangst, angetriggert wird, werden Fakten in der Regel durch das Gefühl ersetzt und man sieht in jedem Schatten an der Wand eine Bedrohung.
    Diese Hype kann man, um Menschen zu “lenken” , gezielt streuen bzw. für alle möglichen Zwecke nutzen. “Glaubt” der Mensch erst einmal -egal was-
    wird er alles mit diesem Glauben bewerten .

  5. Schumacher: “… (Bestätigungsfehler). Diesen Denkfehler machen wir alle regelmäßig – besonders während der Corona-Pandemie. Doch wenn wir den Fehler (er)kennen, können wir uns vor seinen Folgen schützen.”

    Ja, Kennen und Erkennen, läuft im Glauben an den nun “freiheitlichen” Wettbewerb immer nur auf die symptomatischen Denkfehler des “gesunden” Konkurrenzdenkens in gut & böse, richtig & falsch, Gewinner & Verlierer zu. Die Folgen aus diesem “Tanz um den heißen Brei”: Konfusion, Schuld- und Sündenbocksuche, Unvernunft und kreislaufend-eskalierende Unwahrheit – “Bestätigungsfehler” sind also die Normalität des geistigen Stillstandes seit unserem ersten und bisher einzigen geistigen Evolutionssprung (“Vertreibung aus dem Paradies”), wobei “regelmäßig” im hierarchieschen Sinne unserer zeitgeistlich-reformistischen Bildung zu mehr oder weniger Suppenkaspermentalität steht!? 🙁

  6. Der obige Beitrag mag informativ und korrekt sein – trotzdem ist er für mich ein Beispiel für sehr schlechte Wissenschaftskommunikation.

    Für den größten Teil der Bevölkerung wäre es viel verständlicher wenn Informationen zu Corona bzw. den Impfungen anders dargestellt würden.

    Viel sinnvoller wäre es, wenn man z.B. beschreiben würde, welche Nebenwirkungen bei 100000 mit einem bestimmten Impfstoff geimpften Personen auftreten und welche Auswirkungen es hat, wenn 100000 Menschen an Covid erkranken.

    Dieser direkte Vergleich mit/von einer gleich großen Personenzahl wäre viel hilfreicher für viele Menschen um die Gefahren von Impfungen bzw. Erkrankungen besser einschätzen zu können.

  7. Die Abwägung bleibt wichtig, Extrempositionen sind zu meiden und Datenlagen, an dieser Stelle i.p. “Corona”, bspw. beim CDC, bei EUROMOMO und dem bundesdeutschen Statistischen Bundesamt sind zu berücksichtigen.

    Auch darf fein zwischen der Bewertung der Gefährlichkeit von “Corona” inklusive Mutationen und der Bewertung der Maßnahmen zur Bekämpfung der epidemischen Lage unterschieden werden, wer bspw. die (Gegen-)Maßnahmen kritisiert, muss kein “Corona-Leugner” sein, und auch derjenige, der andere Sichten zur Gefährlichkeit, auch zur Letalität von “Corona” pflegt, als bspw. regierungsamtlich, politisch vorgenommen, muss es nicht sein.

    Am besten findet ein diesbezüglich möglichst freier, faktenbasierter und (medizinische) Theorien meinender Austausch statt, gerne auch freundlich.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Webbaer

  8. Zum sog. Confirmation-Bias, damit überhaupt verstanden, worüber geredet werden kann, kann (wie nicht selten) die Etymologie herangezogen werden, vergleiche :

    -> https://www.etymonline.com/search?q=confirmation

    -> https://www.etymonline.com/search?q=bias


    Das eine Wort, die Konfirmation, ist klar, beim anderen Wort schlägt Dr. Webbaer vor das Leben als gemeint referenzieren zu wollen.

    ‘Konfirmation’ meint die gemeinsam erfolgte Sicherstellung oder Formbildung von prozedural Erfahrenem.

    Es wird insofern auch in Kirchen “konformiert” und ein Agent einer militärischen Einheit “confirmed” sozusagen bestimmten erreichten, eben militärischen Erfolg.


    ‘Bias’ ist interessanter, Dr. W erlaubt sich hier in diesem Sinne :

    -> https://www.etymonline.com/word/bio-#etymonline_v_11170

    … die sprachliche Wurzel meinend das Leben zu nennen.

    In diesem Sinne sind alle Fakten oder Daten, ihre Erhebungen meinend, Daten werden “erhoben”, Fakten, dies ist ganz klar, gemacht, d-sprachig werden Tatsachen getätigt (durch Willensakt erkennender Subjekte sozusagen persistiert).


    Dies nur am Rande angemerkt, vielleicht vermag der eine oder andere mit derartiger richtiger (“gerichteter”) Einschätzung etwas anzufangen.

    MFG
    WB

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