Schau mir in die Augen – Hypnose in der Medizin

Viele Mysterien ranken sich um den schlafähnlichen Trancezustand namens Hypnose. Manche werden sich an alte Filme erinnert fühlen, in denen die Bösewichte Uhren pendeln und Unschuldigen ihren Willen aufzwingen.

Andere wiederum denken an die zahlreichen Showhypnosen, in denen Menschen plötzlich ihren Namen vergessen oder wie ein Huhn gackern. Doch die Hypnose ist nicht nur Trick und Spielerei, sondern hat sich in den letzten Jahren als mächtiges medizinisches Instrument erwiesen.

Credit: Karin Jordan/pixabay.com

Anke K. hat seit ihrem achten Lebensjahr panische Angst vor dem Zahnarzt. Schon allein der Gedanke auf dem Stuhl zu sitzen, das schreiende Bohrgeräusch zu hören und dem Doktor komplett ausgeliefert zu sein, lösen bei ihr Kniezittern und den Drang zur Flucht aus. Doch heute soll ihr ein Weisheitszahn gezogen werden. Den Termin hat sie nun schon zum 15. Mal vereinbart und bisher immer wieder abgesagt. Die Furcht war einfach zu groß. Bei diesem Mal soll allerdings alles anders werden, denn Anke hat sich dafür entschieden die OP unter zahnärztlicher Hypnose durchzuführen.

Schon beim Betreten der Praxis spürt Anne wie ihr Herz zu rasen beginnt und sie am liebsten einfach wegrennen möchte. Aber sie nimmt all ihren Mut zusammen und legt sich auf das weiche Polster des Zahnarztstuhls. „Du entspannst dich und lässt deinen Atem fließen… tiefer und tiefer… “. Die melodische Stimme des Hypnotiseurs schafft es, dass die Patientin tatsächlich ruhiger wird.

Ihr Atem verlangsamt sich, der Puls nimmt ab, der Blutdruck sinkt und die Hirnströme pendeln sich zwischen Wachsein und Schlafen ein. Anke hält die Hände im Schoß, gleichmäßig hebt und senkt sich ihre Bauchdecke. Schließlich hat sie sich so weit entspannt, dass die Weisheitszahn-OP beginnen kann.

Hypnose als biologisches Anästhetikum

Dr. Gerhard Schütz, Diplompsychologe und Psychotherapeut aus Berlin, ist auf die Arbeit mit Hypnose spezialisiert und hat dazu zahlreiche wissenschaftliche Bücher und Fachartikel veröffentlicht. Er erklärt: „ Es gibt vielfältige Einsatzmöglichkeiten der klinischen Hypnose. Sie wird gehäuft zur Reduktion von Angst und Schmerzzuständen angewandt.“

So wie bei Anke K. kann sie beispielsweise zur Beruhigung vor und während Operationen eingesetzt werden. „Daneben gibt es aber noch weitere Anwendungsbereiche in der Medizin wie z.B. psychosomatische Erkrankungen, Geburtsvorbereitung, Autoimmunerkrankungen, Hauterkrankungen, Allergien, Magen- und Darmerkrankungen, Migräne oder Bluthochdruck.“ Es werden sogar ganze Operationen ohne Narkose und nur im hypnotisierten Zustand durchgeführt.

Der klare Vorteil zu herkömmlichen Behandlungsmethoden seien laut Dr. Schütz die sehr schnellen Veränderungen, die man bei Menschen innerhalb kürzester Zeit erzielen könne und natürlich, dass kaum unerwünschte, schädliche Einflüsse auf den Körper zu erwarten sind. Nicht umsonst wird die Hypnose auch als „biologisches Anästhetikum ohne Nebenwirkungen“ bezeichnet.

Von Magneten, die heilen und Schlaf, der gesund macht

Aber wie funktioniert Hypnose eigentlich genau? Dafür lohnt sich ein kleiner Ausflug in die Geschichte.

Im 18. Jahrhundert experimentierte der deutsche Arzt Franz Anton Mesmer mit Magneten, die er Patienten auflegte. Er beschrieb dieses Verfahren als „magnetischen Animalismus“ und schrieb ihm heilende Kräfte zu. Natürlich konnten die Magneten selbst nicht heilen, wohl aber Mesmer durch seine Suggestion (= unterbewusste Beeinflussung von Denken/Fühlen/Handeln der Patienten).

Der Arzt verstand sich darauf, bei seinen Patienten eine enorme Erwartungshaltung zu erzeugen. Er setzte große Spiegel ein, ließ Sphärenmusik erklingen oder blickte den Hilfesuchenden starr in die Augen während er mit ihnen arbeitete. Dadurch, dass er nur große Gruppen behandelte – sein Wartezimmer war stets überfüllt – verstärkte er diesen Effekt noch zusätzlich und den Patienten ging es tatsächlich besser. Diese erste Art von Hypnose nannte man „Mesmerisieren“ und sie wurde im Zuge der Aufklärung nun nicht mehr – wie noch im Mittelalter – als Hexerei und Teufelswerk verfolgt, sondern fand schnell Verbreitung.

Der Begriff Hypnose, wie wir ihn kennen, wurde aber erst durch den englischen Chirurg James Braid geprägt. Er nutzte die physiologischen und psychischen Voraussetzungen eines Zustandes, den er lange Zeit für künstlich hervorgerufenen Schlaf hielt, weshalb er den Namen “Hypnose” etablierte. Deshalb nannte er das Phänomen auch Neurohypnologie, was soviel wie “nervöser Schlaf” bedeutet und später dann “Hypnose”, was sich vom griechischen Gott des Schlafes, Hypnos, ableitet.

Heute weiß man allerdings, dass die Patienten nicht wirklich „schlafen“. Dr. Gerhard Schütz bezeichnet den Bewusstseinzustand, in den er seine Patienten versetzt als „Trance“. Das bedeutet so viel wie ein Befinden, das weder Schlaf noch alltägliches Bewusstsein ist und in dem wir uns in einem veränderten Zustand des Erlebens, Fühlens, Wahrnehmens und Verhaltens befinden.

Eine Art Dämmerungszustand also, indem wir uns fühlen, als würden wir träumen. In diesem Zustand sind sowohl die Ansprechbarkeit des Unterbewusstseins als auch die Konzentration stark erhöht. Dadurch können bestimmte Phänomene verstärkt oder überhaupt erst wahrgenommen werden, wie beispielsweise die Kontrolle über das vegetative Nervensystem oder auch eine erhöhte Empfänglichkeit für Suggestionen.

„In der Fachwelt gibt es weder eine allgemein akzeptierte und genaue Definition von Hypnose, noch eine gesicherte wissenschaftliche Theorie, die das Entstehen der Hypnosephänomene eindeutig erklärt“, erzählt Dr. Schütz. „Momentan wird vor allem in den USA daran geforscht, was mit dem Gehirn während der Hypnose passiert und wie sie eigentlich funktioniert. Was man schon weiß ist, dass bestimmte frontale Bereiche des Gehirns, die sich um Kontrolle und Steuerungsfähigkeit bemühen, während der Hypnose weniger Signale senden. Es gibt aber noch weit mehr zu erforschen!“.

Übrigens…

Vor gar nicht allzu langer Zeit, nämlich am 4. Januar, war der Welthypnosetag. An diesem seit 2002 jährlich stattfindenden Event vereinigen sich um die 13.000 Hypnotiseure auf der ganzen Welt, um über die therapeutischen Möglichkeiten der Hypnose zu informieren und die modernsten Lösungsansätze der Hypnose zu diskutieren. Der Tag wurde von der weltgrößten und ältesten Hypnosegesellschaft ins Leben gerufen, der National Guild of Hypnotists (NGH), die ihren Sitz in New Hampshire, USA, hat.

„Einmal Hypnose bitte!“ Dem Therapeut über die Schulter geschaut…

Auf die Frage bei wem Hypnose wirkt, antwortet Dr. Schütz, dass prinzipiell fast jeder hypnotisiert werden kann. Je motivierter allerdings die Patienten sind und je besser sie sich auf den Hypnotiseur einlassen und ihm vertrauen können, desto einfacher ist es sie in den Trancezustand zu versetzen. „ Die meisten Menschen können relativ einfach den hypnotischen Zustand erleben. Bedingung hierzu ist: Konzentrationsfähigkeit und Mut, nicht unbedingt immer alles und jedes kontrollieren zu müssen, also loslassen zu können“.

Eingeleitet wird die Hypnose dann, indem die Aufmerksamkeit des Patienten auf bestimmte Gedanken, Vorstellungsbilder oder Empfindungen gerichtet wird. Kann sich der Patient konzentrieren, so ist dies das Zeichen, dass er auf die Anwendung der Hypnose anspricht. Die Einleitung und Aufrechterhaltung des hypnotischen Zustandes wird meist durch beruhigendes Sprechen in Verbindung mit positiven Suggestionen bewirkt, so dass der Patient auf respektvolle Weise in einen anderen Bewusstseinszustand geführt wird, in dem dann die therapeutische Intervention erfolgen kann.

Dr. Gerhard Schütz erklärt: „ … unser Unbewusstes verfügt über selbstregulatorische und –reinigende Fähigkeiten. Dieses Potential kann in einem hypnotischen Zustand viel besser gefördert werden als im Wachzustand. Im hypnotischen Trancezustand ist der psychische Abwehrmantel – also quasi eine Art sozialer Schutzpanzer – porös und löchrig – unbewusste Regungen, Impulse, Ideen oder Vorstellungsbilder haben es hier leichter, sich Gehör zu verschaffen.“

In diesem Zustand kann Dr. Schütz dann dem Patienten bestimmte Gefühle und Empfindungen suggerieren und ihn somit therapieren. Eine typische Behandlung dauert zwischen fünfzig Minuten bis zu drei Stunden. Anschließend wird der Patient wieder sanft aus der Hypnose zurückgeholt.

Hinweis: Körperliche Erkrankungen und Schmerzen sollten natürlich vor einer Hypnosetherapie abgeklärt werden und alle schulmedizinisch notwendigen Untersuchungen und Therapien vorher stattgefunden haben.

 

Tipp: Wer mehr über unseren Interviewpartner Dr. Gerhard Schütz erfahren möchte, kann hier auf seine Homepage klicken:

http://www.gerhard-schuetz.de/

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte Ihren Hypnotiseur

Besonders interessant ist natürlich auch die Frage nach möglichen Risiken der hypnotischen Behandlung. Wie am Anfang schon beschrieben, gibt es kaum Nebenwirkungen, aber ein paar Dinge muss man als Patient dann doch beachten, wenn man in den Trancezustand und die Tiefen seines Unterbewusstseins gleiten möchte. „Bei Patienten, die sich sowieso schon in einem labilen seelischen Zustand (z.B. bei Schizophrenie) befinden, besteht die Gefahr diesen weiter zu verstärken. Somit sollten nur Menschen mit Hypnose therapiert werden, die keine psychotischen Krankheitssymptome ausweisen“, erzählt uns Dr. Schütz.

„Auch Menschen mit bekannter Epilepsie sollten erstmal vorsichtig sein. Zudem ist es wichtig, dass die Hypnose von einem ausgebildeten Hypnosetherapeuten durchgeführt wird, damit der Patient richtig aus dem Trancezustand zurückgeholt wird. Passiert dies nicht, kann es bei manchem Patienten anschließend zu Kopfschmerzen, Verwirrtheitszuständen oder Wahrnehmungsverzögerungen kommen, was beispielsweise beim Autofahren gefährlich sein kann. Leider ist die Berufsbezeichnung „Hypnosetherapeut“ nicht geschützt, sodass man sich vorher genau informieren sollte zu wem man sich in die Therapie begibt. Auf den Internetseiten der Fachgesellschaften lässt sich meist prüfen, ob der Arzt oder Therapeut zertifiziert ist. “

Ärzte können an unterschiedlichen Fortbildungsinstituten die Weiterbildung zum Hypnosetherapeuten erlangen. In Deutschland gibt es mittlerweile vier große Fachgesellschaften für Hypnose, die solche Fortbildungen anbieten. Trotz unzähliger Studien, die der Hypnosetherapie große Behandlungserfolge belegen, entscheiden sich aber viele Ärzte nur selten für die Hypnose.

„Den Meisten ist das einfach zu viel Arbeit“ berichtet Dr. Schütz. „Beide – sowohl Arzt als auch Patient – müssen viel Zeit und Geduld investieren.“ Zudem wird die Hypnosetherapie von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht übernommen und von den privaten Krankenkassen oder Zusatzversicherungen nur bezahlt, wenn eine direkte medizinische Notwendigkeit vorliegt. Dabei birgt die Hypnose ein sehr großes therapeutisches Potential.

Ein Paradebeispiel für die klinische Anwendung von Hypnose liefert das University Hospital of South Manchester in Großbritannien. Dort werden jedes Jahr Hunderte von Menschen behandelt, die an einem “Reizdarm” leiden, einem chronischen Syndrom, das Betroffene mit dem unberechenbaren Wechsel zwischen Verstopfung und Durchfallattacken quält.

In Fällen, bei denen jede andere Therapie versagt, setzen die Ärzte neuerdings Hypnose ein. In Trance lernen die Kranken, sich ihren Verdauungstrakt als Fluss vorzustellen, dessen Wasserlauf sie mental beschleunigen oder abbremsen können. Laut einer Studie gehen bei mehr als zwei von drei Patienten die typischen Symptome dann auch im Alltag deutlich zurück, und beim größten Teil hält der Effekt auch fünf Jahre später noch an. Diese Erfolge führten dazu, dass das Krankenhaus eine eigene Hypnoseabteilung eingerichtet hat.

Veröffentlicht von

Marlene Heckl ist Medizinstudentin im letzten Studienjahr an der Technischen Universität München. Nebenbei promoviert sie an der Ludwig-Maximilians-Universität über den Einfluss von Tumorsuppressorgenen bei Ovarial- und Endometriumskarzinomen. Seit 2012 schreibt sie über medizinische und wissenschaftliche Themen, die ihr am Herzen liegen. Anfangs erschienen ihre Beitrage bei medizinischen Portalen wie DocCheck und Thieme, 2016 folgte dann ihr eigener Blog Marlenes Medizinkiste, der nun auch bei den SciLogs zu finden ist.

16 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ein Mensch sollte seine Willenskraft und Liebe vergrößern. Es ist wichtig, gesundheitsbewusst zu leben und sich unegoistisch zu verhalten. Es ist sinnvoll, die körperliche Leistungsfähigkeit zu vergrößern, diverse Herausforderungen zu meistern, die Natur zu schützen usw. Und dann sollte man sich morgens unmittelbar nach dem Aufwachen auf einen Wunsch konzentrieren und sich (nochmal) in den Schlaf sinken lassen. Durch Traumsteuerung (oder im halbwachen Zustand nach dem Aufwachen) kann man zu mystischen Erfahrungen (und Heilen wie Jesus) gelangen. Der Mensch (genauer: das Ich-Bewusstsein) kann mystische Erfahrungen nicht bewirken, sondern nur vorbereiten. Bestimmte Meditations- und Yoga-Techniken, Hypnose, Präkognition usw. sind gefährlich. Traumsteuerung ist auch ohne luzides Träumen (das u. U. gefährlich ist) möglich. Man sollte sich nur dann einen luziden Traum wünschen, wenn man durch Traumdeutung herausgefunden hat, dass man dafür die nötige Reife hat. Oder man kann sich vor dem Einschlafen wünschen, dass sich nur Dinge ereignen, für die man die nötige Reife hat. Es ist gefährlich, während eines luziden Traumes zu versuchen, den eigenen schlafenden Körper wahrzunehmen. Luzide Träume dürfen nicht durch externe Reize (Drogen, akustische Signale usw.) herbeigeführt werden. Man kann sich fragen, ob eine echte (nicht nur eine eingebildete) Zeitdehnung in Träumen möglich ist. Zudem, wie sich Schlaf-Erlebnisse von Tiefschlaf-Erlebnissen (und Nahtod-Erlebnissen usw.) unterscheiden. Die Bedeutung eines symbolischen Traumgeschehens kann individuell verschieden sein und kann sich im Laufe der Zeit ändern.
    Es bedeutet eine Entheiligung der Natur, wenn Traumforscher die Hirnströme von Schlafenden messen. Die Wissenschaft darf nicht alles erforschen. Es ist z. B. gefährlich, wenn ein Mensch erforscht, ob er einen freien Willen hat. Es ist denkbar, dass ein Mensch gerade durch die Erforschung der Beschaffenheit des Willens seinen freien Willen verliert. Zudem besteht die Gefahr, dass ein Mensch verrückt wird, wenn er sich fragt (wie schon vorgekommen), ob das Leben nur eine Illusion ist. Das Leben ist real. Es kann in Teilbereichen auf wissenschaftlichen (und technischen) Fortschritt verzichtet werden. Es ist z. B. falsch, Hochgeschwindigkeitszüge zu bauen. Man sollte möglichst dort wohnen, wo man arbeitet. Dadurch werden viele Privatfahrzeuge (nicht Firmenfahrzeuge) überflüssig. Es ist sinnvoll, überflüssige Dinge (Luxusgüter, Gottesdienste, Werbung, hohe leistungslose Einkommen, Kreditwesen, Urlaubsindustrie, Rüstung usw.) abzuschaffen. Der MIPS muss gesenkt werden (Regionalisierung senkt Transportkosten, ein Öko-Auto fährt über 50 Jahre, ein 1-Liter-Zweisitzer-Auto spart Sprit usw.). Ein Mensch kann im kleinen und einstöckigen 3-D-Druck-Haus (Wandstärke ca. 10 cm) mit Nano-Wärmedämmung wohnen. Wenn die Menschen sich ökologisch verhalten, kommt es zu einer günstigen Erwärmung im Winter. Denn das Klima ist (so wie das Leben) in der Lage, sich positiv weiterzuentwickeln. Außerdem muss man bedenken, dass vielleicht nicht immer Menschen auf der Erde geboren werden müssen, sondern sich in anderen Dimensionen entwickeln können. In der Medizin sollte u. a. die Linsermethode gegen Krampfadern (auch dicke) eingesetzt werden. Es ist wichtig, den Konsum von tierischen Produkten (und Süßigkeiten und Eis) zu reduzieren oder einzustellen. Hat man eine bestimmte Reife, kann man sich vegan ernähren oder von Urkost ernähren (oder sogar fast nahrungslos leben). Es ist sinnvoll, das Renteneintrittsalter abzuschaffen. Die berufliche 40-Stunden-Woche kann durch die 4-Stunden-Woche ersetzt werden (wobei ein Lohnausgleich nur zu einem kleinen Teil erfolgt). Wenn die Menschen sich richtig verhalten, werden die Berufe (zukünftig) zunehmend und beschleunigt beseitigt.

    • Wenn man den Kristallhokuspokus weg lässt, liegen Sie ja nicht ganz falsch. Eine entheiligung der Natur kann es aber nicht geben, weil im Prinzip alles Natur ist. Selbst wenn wir den Planet komplett Verwüsten und Zerbomben ist das alles innerhalb natürlicher Parameter – allerdings extrem zu unserem eigenen Nachteil. Und da wir gerade das globale Ökosystem bei vollem Bewusstein (?) gegen die Wand fahren kann man ungefähr sehen welches Niveau wir haben. Die Komplexität des Gesamtsystems ist für uns nicht mal zu erahnen- weil wir noch nichts verstanden haben und in die falsche Richtung forschen.
      Weil Sie die luzide Traummethode erwähnen- da kann ich Ihnen sagen das da noch nicht mal die Oberfläche angekratzt ist im Bezug zu dem was darunter zum Vorschein kommt. Schon seit Urzeiten nutzen die Naturvölker Substanzen um diese Barriere zu durchbrechen (heute heisst es halt böse Drogen) um einen Blick ins große Unbekannte zu werfen. Ich kann nur jeden empfehlen einmal im Leben diese Reise ins Innere anzutreten- und dann richtig heftig- aber mit dem nötigen Respekt und Demut. Das ist harte Arbeit, ein Kampf, pures Staunen und Erkenntniss in einem. Denn in unserem Unterbewusstein ist der riesige endlose Raum den Wir als Universum bezeichnen. Nur wir versuchen mit lächerlichen Teleskopen die in die falsche Richtung zeigen das zu vermessen . Größe ist rein subjektiv. Zeit im Prinzip auch. Wir messen alles mit unseren eigenen Maßstäben und glauben es wäre absolut.
      Eines ist man sich ganz sicher hinterher: Die Welt wie wir Sie wahrnehmen ist nicht die Realität für die wir Sie halten. Es ist nur das Produkt unserer eigenen Wahrnehmung, und ist nur so wie Sie ist weil wir es so betrachten (wollen). Hypnose greift mit Sicherheit zu einem kleinen Teil in diesen Bereich rein.
      Das hat auch alles nichts mit so menschlichen primitiven Dingen wie göttlich oder heilig zu tun. Es ist als Gesamtsystem in sich die einzige logische Abbildung von einem universalen Bewusstsein. Und wir können es in seiner ganzen Ästhetik nur betrachten und Versuchen es als eine komplette, perfekte und unendlich komplexe Einheit zu verstehen.

  2. Zitat: Dr. Gerhard Schütz glaubt, dass die Hypnosetherapie in der zukünftigen Medizin eine immer größere Rolle spielen wird. Doch nicht jeden kann man in Trance versetzen und nicht alle gleich tief. Gemäss englischsprachiger Wikipedia sind 80% der Bevölkerung mittelstark empfänglich (suszeptibel), 10% hoch empfänglich und 10% kaum empfänglich dafür. Immerhin ist jemand, der sich einmal gut hypnotisieren lässt, auch später wiederum gut hypnotisierbar. Zudem gilt (übersetzt von DeepL):Personen mit dissoziativer Identitätsstörung haben die höchste Hypnotisierbarkeit aller klinischen Gruppen, gefolgt von Personen mit posttraumatischer Belastungsstörung.

  3. “… alle schulmedizinisch notwendigen Untersuchungen und Therapien …”

    Es gibt nur eine Medizin: die Lehre von den Krankheiten und deren Heilung. Durch die Verwendung von “schulmedizinisch” klingt für mich Hypnose nach Scharlatanerie.

  4. Verratet bloß keinem das Hypnose in Wahrheit nur eine Form des Gebetes ist welche schon zu Urzeiten verwendet wurde um Kontakt zu seinem Unterbewusstsein (Gott) aufzunehmen, derartige Hypnose (Technik) wird von jeder Religion verwendet, was der betroffene aus den wohlwollenden Worten des betroffenen macht hängt von der eigenen Glaubenskraft ab. Der Hypnose Therapeut kann lediglich das Vertrauen versuchen zu stärken, wie stark jene Stärkung ist hängt von glauben des Klienten ab. Buddhismus, Hinduismus sowie auch Katholizismus, evangelismus wie auch jede andere Religion geben Aufschluss über das “warum” es funktioniert, weitere Untersuchungen Wissenschaftlicher Natur werden keine Antworten liefern sondern nur noch mehr Fragen. Ich selbst bin musikalisch wie generell kreativ tätig und weiß daher das Hypnose allgegenwärtig ist, im Marketing,Musik, Computerspielen, sowie generell über all. Den die Kunst der Hypnose beruht auf Bildern, Schwingungen und Worten, und man muss keinerlei Doktor Titel haben um das festzustellen. Man muss nur offen für Erkenntnis sein, Erkenntnis die man zu jedem Zeitpunkt an jedem Ort in jeder Sekunde machen kann. Man muss nur hören, sehen und sprechen wollen. Die Entfremdung durch digitale Technik hat uns in einen Zustand voller Illusionen versetzt, so das wir derartigen Zugang zu solchen wissen verloren haben. Ich wünsche euch nur das Beste für Jetzt und die Zukunft, auch ihr seid dazu in der Lage zu “erfahren”, wenn ihr euch einmal erlaubt euch selbst zu reflektieren.

    • Viel einfacher ausgedrückt: Jeder Mensch befindet sich mehrmals täglich in einem hypnotischen Zustand: wenn man in ein Buch vertieft ist und Bilder vor seinem geistigen Auge entstehen lässt, vor dem Fernseher oder im Kino, währenddessen die Umwelt irgendwo im Nichts verschwindet, wenn man im Zug sitzt und dabei sehenden Auges die Landschaft an sich vorbeiziehen lässt und trotzdem seine Gedanken als geistige Bilder vor sich sieht, wenn man hochkonzentriert an etwas arbeitet, wenn man tagträumt….,etc., etc.! Der Fokus ist dann nicht mehr nach aussen gerichtet, sondern nach innen, und das ist nichts anderes als Trance. Lediglich die Tiefe eines Trancezustandes ist variabel. Man muss sich also gar nicht erst auf irgendwelche geistig-erklärerischen Höhenflüge begeben, um den Leuten klarzumachen, was Hypnose ist und weder etwas Mystisches noch Böses ist.

  5. “Schulmedizin”
    “sanft”
    “nebenwirkungsfrei”
    “Heilpraktiker”

    Der ganze Text ist doch Satire…. da hat jemand Homöopathie durch Hypnose ersetzt….

    • Mit Satire hat das Ganze wenig zu tun… mir hat die Hypnosetherapie sehr geholfen und vielen Leuten in meinem Bekanntenkreis ebenfalls (sei es zur Raucherentwöhnung oder bei Angstpatienten). Ich bin froh um diesen Artikel, danke!
      @Logiker: Hypnose wird doch nicht von Heilpraktikern durchgeführt, die können nur Zuckerkügelchen verschreiben und haben keine Ahnung…

  6. Ich freue mich, daß mal jemand über Hypnose schreibt.
    Als Hypnotherapeut stimme ich nicht allen Aussagen in diesem Bericht zu.
    Hypnose hat absolut nichts mit Scharlatanerie zu tun.
    Genausowenig kann Hypnose in Zusammenhang mit Homöopathie gebracht werden.
    Auch kann JEDER, der seinem Hypnotiseur vertraut, hypnotisiert werden.
    Irgendwelche Form von Furcht ist unangebracht, denn niemand würde in Hypnose etwas tun, was sie/er im nichthypnotisierten Zustand auch nicht tun/sagen würde.
    Was ich verabscheue, sind diese Hypnoseshows, in welchen der Mensch zum Affen gemacht wird.

  7. Vielen Dank für diesen Text. Möglicherweise ist er ein Beitrag dazu, der Hypnosetherapie den ihr immer noch anhaftenden Touch des “Mystischen” oder gar “Unheimlichen” zu nehmen. Ich werde nicht müde zu erklären, dass die hypnotische Trance im Grunde genommen ein jedem Menschen bekannter Bewusstseinszustand ist, der nichts mit dem Abgeben von Kontrolle zu tun hat, der aber äußerst heilsam sein kann.

    Liebe Grüße
    Tom

  8. Ich habe es auch Jahre mit Hypnose versucht. Nutzlos. Hypnose kann bestenfalls vorübergehend beruhigen und entspannen. Danach fällt die Psyche wieder in den alten konditionierten Spannungszustand zurück. Die eigentlichen Ursachen der Ängste sind zumeist tiefsitzende Glaubens-und Gedankenmuster.Letztere sitzen im Unterbewusstsein(impliziten Gedächtnis) und können meines Erachtens nur durch Extinktion bzw. Konfrontationstherapie abgebaut werden.Wiegesagt, ich kann nur das wiedergeben,was ich selbst erlebt habe.

    • Bitte fassen Sie meine Zeilen nicht als böswillige Kritik an Ihnen auf; nichts liegt mir ferner. Aber wenn Sie sagen, die Psyche falle nachher wieder in den alten konditionierten Spannungszustand zurück, dann scheint es für mich, als ob nicht wirklich an der Ursache der Problematik gearbeitet wurde. Deshalb frage ich mich, wie Sie es denn “versucht” haben und benutze darum bewusst Ihre Formulierung. Wenn wirklich tiefsitzende Probleme da sind, dann reicht es sicher nicht, sich einfach diverse Trance-CDs immer wieder anzuhören, was ich Ihnen jedoch ihn diesem Zusammenhang absolut nicht unterstelle, da Sie ja eben nicht klargestellt haben, wie Sie mit der Hypnose gearbeitet haben. Aber generalisiert die Schuld für ein Scheitern der Hypnose in die Schuhe zu schieben, ist meiner Ansicht nach nicht fair. Gerade an negativen Glaubens- und Gedankenmustern = negativen GLAUBENSSÄTZEN kann durchaus und erfolgreich mittels Hypnose gearbeitet werden. Die Arbeit muss man aber primär selber leisten, denn der ausgebildete Hypnose-Therapeut bietet lediglich die Hilfe zur Selbsthilfe. Es werden auch nicht einfach Suggestionstexte bis zum “Geht-nicht-mehr” mantra-mässig wiederholt, in der Hoffnung, dass sich vielleicht ja etwas ändern möge. Die Hypnose ist KEINE Pille zum Einwerfen. Ebensowenig funktioniert sie quasi von heute auf vorgestern. Die Hypnose-Therapie bedeutet intensives Arbeiten an und mit sich selber sowie das Übernehmen von Selbstverantwortung, mit dem Hypnose-Therapeuten als schützender Leitplanke.
      Vielleicht lohnt es sich ja, dies einfach mal zu überdenken.
      Auf jeden Fall wünsche ich Ihnen alles Gute!
      Beste Grüsse
      K.EvA

  9. Toller Artikel!
    Als Hypnosetherapeut kann ich dem nur zustimmen. Sicher wird die Hypnose in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Sie hat keine Nebenwirkungen, ist effektiv und heilsam.
    Den Artikel werde ich auf einer meiner zukünftigen Blog-Posts auf verlinken.

  10. Was für ein toller Artikel! Ich (32, aus Berlin) finde es schön, dass Hypnose immer weniger als Showeinlage gesehen wird.
    Ich selbst war vor gut einem Jahr noch sehr kritisch gegenüber der Hypnose. Ich wollte mit dem Rauchen aufhören, aber es hat einfach nicht geklappt. Eine gute Freundin empfahl mir einen Hypnotiseur. Ich war sehr skeptisch und wollte zum ersten Termin nur ein Kennenlerngespräch.
    Alex hat mir viel über Hypnose erzählt und mich nach 10 Minuten davon überzeugt, mich doch hypnotisieren zu lassen. Das war der Start in mein neues, rauchfreies Leben!
    Ich würde jederzeit wieder zu Alex gehen.

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