Was ist Liebe? – Teil 2

Im ersten Beitrag aus dieser Reihe haben wir uns dem Thema Liebe aus der psychologischen Perspektive genähert. Heute hingegen halten wir die neurobiologische Lupe darauf und schauen uns an, was genau mit unserem Körper passiert, wenn wir verliebt sind oder lieben. Erstaunlich viel, wie sich zeigen wird. Und das hat vor allem mit Neurotransmittern beziehungsweise Hormonen zu tun.

Quelle: pixabay


Got me hoping you’ll page me right now, your kiss
Got me hoping you’ll save me right now
Looking so crazy in love’s got me looking
Got me looking so crazy in love

Refrain aus ‘Crazy in Love’ von Beyoncé

Sind wir im wahrsten Sinne des Wortes ‘crazy in love’?

Wenn es nach der italienischen Psychiaterin Donatella Marazziti und ihrem Labor geht muss man diese Frage wohl mit einem eindeutigen ‘Ja!’ beantworten. In ihrer Studie von 1999, die medial ein großes Echo – und vielleicht auch ein wenig ungläubiges Entsetzen – auslöste, stellten sie die Hypothese auf, dass das serotonerge System im Körper sowohl mit zwanghaftem Verhalten als auch mit dem Zustand der Verliebtheit zusammenhängt (Marazziti, Akiskal, Rossi, & Cassano, 1999). Aber eins nach dem anderen:

Was ist Serotonin eigentlich genau?

Bei Serotonin, oder 5HT = 5-Hydroxytryptamin, handelt es sich um ein Gewebshormon und Neurotransmitter, das durch Decarboxylierung – was nichts anderes ist als ein kompliziertes Wort für Kohlendioxidabspaltung – der essentiellen Aminosäure Tryptophan entsteht.

Es hat ganz vielfältige Funktionen und Wirkungen im menschlichen Organismus, vom Herz-Kreislauf-System über Magen-Darm-System und allen voran im zentralen Nervensystem. Am geläufigsten ist sicher sein positiver Einfluss auf die Stimmung während es Angst, Aggressivität oder auch Hunger dämpft.  Die Serotonin-Hypothese der Depression besagt folglich, dass ein Mangel an Serotonin im Gehirn ursächlich für das Auftreten von Depressionen ist. So einfach ist es zwar nicht: Auch andere Neurotransmitter wie Noradrenalin und Dopamin spielen bei Depressionen eine Rolle, nicht zu vergessen genetische und Umwelteinflüsse. Eine Meta-Analyse zeigt aber zumindest, dass pharmakologisch ausgelöste Serotoninmangelzustände bei Personen mit Depression in der Familiengeschichte sowie bei medikamentenfreie Personen nach Überstehen einer depressiven Episode tatsächlich mit Stimmungseinbußen einhergeht. Bei gesunden Personen ohne entsprechende Anfälligkeiten und persönlicher Geschichte ist dies nicht der Fall ist (Ruhé, Mason & Schene, 2007).

Ergebnisse der italienischen Studie

Was haben die italienische Psychiaterin und ihr Team denn nun herausgefunden? Nun, Untersuchungsgegenstand war nicht direkt das Serotonin, sondern der 5-HT-Transporter. Dabei handelt es sich um ein Protein der Zellmembran, dass den Transport von Serotonin in die Zelle ermöglicht. Im Gehirn entfernt dieses Transportprotein das freigesetzte Serotonin aus dem synaptischen Spalt und sorgt damit für die Beendigung der Serotoninwirkung. Da der Serotonintransport in Thrombozyten ähnlich dem von Neuronen im Gehirn funktioniert, werden Thrombozyten gerne herangezogen, wenn das serotonerge System untersucht werden soll.

Die Forscher*innen verglichen 20 frisch verliebte Versuchspersonen mit 20 Patient*innen mit akuter  medikamentös unbehandelter Zwangsstörung sowie 20 gesunden Versuchspersonen zur Kontrolle. Dabei stellten sie verblüffenderweise fest, dass sich die Verliebten von den Personen mit akuter Zwangsstörung hinsichtlich der Dichte von 3H-Paroxetin-Bindungsstellen an Thrombozyten [die typische abhängige Variable, wenn es um den 5-HT-Transporter geht] nicht unterschieden. Zudem hatten beide Gruppen deutlich weniger dieser Bindungsstellen als die gesunden Personen.

Damit gelangte das Team zu folgender Schlussfolgerung:

[…] it would suggest that being in love literally induces a state which is not normal.

Marazziti et al. (1999), S. 744

Wenn man sich die Einschlusskriterien genauer ansieht, werden die Ergebnisse schon nachvollziehbarer: Um als Teilnehmer*in für die Gruppe der Verliebten infrage zu kommen, mussten sie

  • sich innerhalb des letzten halben Jahres vor Studienbeginn verliebt haben
  • durften noch keinen Sex mit dem Objekt ihrer Begierde gehabt haben
  • und sie sollten mindestens 4 Stunden pro Tag  am Tag an den/die aktuelle/n Partner*in denken

Insbesondere das letzte Kriterium meint kurz gesagt nichts mehr als obsessive Gedanken an die auserwählte Person. Auch Zwangsgestörte kreiseln immer und immer wieder gedanklich um die gleichen, wenn auch deutlich weniger angenehmen, Thema. Da überrascht es schon weniger, dass sich auch auf physiologischer Ebene ebenfalls Nachweise für die Ähnlichkeit zwischen beiden Zuständen finden lassen.

Schließlich untersuchten Marazziti und Kolleg*innen die Versuchspersonen erneut nachdem die erste Verliebtheit abgeklungen war und die Partnerschaften in emotional gemächlicheren Gewässern segelten. Und tatsächlich, 12 bis 18 Monate nach Beginn der Partnerschaft waren diese Personen hinsichtlich der Dichte der Bindungsstellen nicht mehr von den gesunden Kontrollpersonen zu unterscheiden. Genauso, wie die behandelten und medikamentös eingestellten Zwangspatient*innen übrigens.

Die Rolle von Testosteron, Cortisol und Co.

In einer weiteren Studie von 2003 verglich Marazziti gemeinsam mit ihrem Kollegen Domenico Canale die Hormonlevel von diversen Sexual-, Hirnanhangsdrüsen- sowie Nebennierenrindenhormonen von 24 Personen, die gerade eine rosa Sonnenbrille aufgesetzt hatten mit denen von 24 ohne eine eben solche auf der Nase. Letztere Gruppe wurde sowohl durch Singles als auch durch Personen in Langzeitpartnerschaften gebildet.

Testosteron
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Frisch Verliebte unterschieden sich in gewissen Hormonleveln von der Kontrollgruppe

Keine Unterschiede zwischen beiden Gruppen zeigten sich bei den Hormonen LH, Östradiol, Progesteron, DHEAS und Androstendion. Für Cortisol fanden sich jedoch bei den frisch Verliebten höhere Levels, was darauf hindeutet, dass verliebt zu sein in gewisser Weise auch Stress für den Körper bedeutet. Zumindest bei den verliebten Männern waren zudem die FSH-Spiegel (= Follikelstimulierendes Hormon) im Vergleich zur Kontrollgruppe niedriger. Hier sind Marazziti und Canale in der Interpretation des Befundes eher ratlos und bieten lediglich an, das er darauf hindeutet, dass der Hypothalamus beim Prozess des Verliebens eine Rolle spielt, denn von dort kommt der Anstoß zur FSH-Bildung.

Die Testosteron-Level bei den frisch verliebten Frauen waren erhöht, während die von den frisch verliebten Männern interessanterweise erniedrigt waren. Testosteron hat vielfältige Auswirkungen sowohl auf Temperaments- als auch auf Verhaltensebene, so wird es beispielsweise mit Libido und aggressiven Tendenzen in Verbindung gebracht. Ohne empirische Nachweise eines konkreten Verhaltensffekts für ihre Stichprobe anbieten zu können, schlagen die Autor*innen vor, dass sich am Anfang von heterosexuellen Partnerschaften die Testosteronlevel beider Geschlechter einander angleichen. Das wiederum sorgt vielleicht dafür, dass sich beide auch auf Verhaltensebene besser verstehen. Vielleicht sollte einmal untersucht werden, was mit den Hormonleveln bei frischen homosexuellen Partnerschaften passiert? Ob sich da wohl auch so viel tut?

16 der 24 zu Beginn der Studie frisch Verliebten waren auch nach einem Jahr noch in der gleichen Partnerschaft. Ihre Hormonlevel waren bei erneuter Messung nach 12 bis 18 Monaten von denen der gesunden Kontrollpersonen, deren Level ebenso neu gemessen wurden, nun nicht mehr zu unterscheiden.

Kann man Liebe im Gehirn sehen?

Und ob! In einer Studie aus dem Jahr 2000 wurden die Gehirne von 17 Personen (darunter 6 Männer), die tiefe Liebe für ihre/n romantische/n Partner*in empfanden, mittels funktioneller Magnetresonanztomographie vermessen (Bartels & Zeki, 2000). Dieses bildgebende Verfahren ermöglicht es, Regionen die während einer bestimmten Aufgabe besonders aktiv sind, bildlich sichtbar zu machen. Man nennt das auch das Ausmaß der Hirnaktivierung. Aufgabe der Teilnehmer*innen war es, während sie im Scanner lagen nacheinander mehrfach vier in zufälliger Reihenfolge dargebotene Passfotos zu betrachten. Ein Foto zeigte die geliebte Person, die anderen drei Kontrollfotos zeigten Personen, die den Teilnehmer*innen lediglich eng vertraut und genauso lange bekannt waren wie deren Partner*in.

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Besonders aktiviert sind Zentren die mit Belohnung und Bindung in Verbindung stehen

Die Betrachtung des Fotos der geliebten Person führte tatsächlich zu einer sehr spezifischen, beidseitigen Aktivierung von Hirnregionen, die voller Oxytocin- und Vasopressin-Rezeptoren sind. Auch Teile von Belohnungszentren wurden aktiviert.

Oxytocin und Vasopressin sind Neurotransmitter, die bereits seit längerem für ihre Rolle bei Bindungsprozessen bekannt sind. Oxytocin, das auch gerne als ‘Kuschel-‘ oder ‘Liebeshormon’ bezeichnet wird, wird beispielweise beim Orgasmus während des Sex (übrigens auch durch Masturbation) genauso ausgeschüttet, wie beim Stillen und bei der Geburt. Auch das ‘Glückshormon’ Dopamin flutet beim Sex unseren Körper und spielt eine Schlüsselrolle in den Belohnungszentren. Vasopressin steuert vor allen Dingen den Wasserhaushalt im Organismus und wirkt gefäßverengend. Im Tierversuch mit Nagetieren scheint es jedoch zudem der sexuellen Treue männlicher Tiere zuträglich zu sein (Lim, Hammock & Young, 2004). Bei Weibchen wirkt es sich vermutlich förderlich auf das Fürsorgeverhalten beim Nachwuchs aus (Bayerl & Bosch, 2019).

Wo hat es denn genau geleuchtet?

Und für alle, die es ganz genau wissen wollen: Romantische Liebe aktivierte Regionen der medialen Insula, des anterioren cingulären Cortex, des Nucleus caudatus, sowie des Putamen. Ebenfalls aktiv wurden Hippocampus und Hypothalamus. Auch spezifische Deaktivierungen zeigten sich im posterioren cingulären Gyrus (Gyros ist etwas anderes!) und der Amygdala sowie rechtslateral im präfrontalen, parietalen und mittleren temporalen Cortex.

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Warum genau dort?

Dieses Aktivierungsmuster lässt sich durch bekannte Funktionen der aktivierten Hirnstrukturen auch recht gut erklären: Die Amygdala, der Mandelkern, beispielsweise ist eher mit negativen Emotionen wie Angst assoziiert; etwas, was wir beim Anblick unseres/r Geliebten hoffentlich nicht verspüren. Ein feuerndes Belohnungszentrum hingegen macht uns glücklich und sorgt dafür, dass wir uns wohlfühlen. Bartels interpretiert dieses Muster bei Verliebten als eine Art push-pull-Mechanismus, der einerseits kritisches Urteilen und negative Emotionen unterdrückt und gleichzeitig das Nähe suchen zum/r Partner*in fördert, da dies ein wohliges Gefühl verspricht (Bartels, 2006).

Diese Aktivierungsmuster entsprechen im Übrigen nicht denen früherer fMRI-Studien, die sich ebenfalls mit der Lokalisierung von Emotionen befassen. Bartels und Zeki schlussfolgern entsprechend, dass romantische Liebe mit einem ganz einzigartigen Aktivierungsmuster im Gehirn einhergeht (2000).

So einzigartig dann aber auch wieder nicht – zumindest nicht, was ihre Ähnlichkeit zum Aktivierungsmuster mütterlicher Liebe zu ihrem Kind angeht. Hierzu führten die Autoren eine vom Versuchsaufbau vergleichbare Studie durch, wo Mütter Fotos ihrer Kinder, sowie Fotos von ähnlich alten Kindern befreundeter Mütter sowie ihnen unbekannten Kinder betrachteten, während sie im Scanner lagen (Bartels & Zeki, 2004). Dennoch: Obwohl die Aktivierungsmuster sich teilweise ähnelten, wiesen romantische und mütterliche Liebe zusätzlich noch unverwechselbare Besonderheiten auf. Ob sich dieses Aktivierungsmuster der mütterlichen Liebe wohl genauso bei Vätern zeigt?

Und was machen wir jetzt damit?

Alle oben berichteten Befunde zeigen zunächst erst einmal nur, dass sich sowohl Verliebtheit als auch tiefe romantische (und mütterliche) Liebe auch auf körperlicher Ebene niederschlägt. Wenn wir lieben passiert demzufolge nicht nur emotional und psychisch etwas mit uns, sondern auch etwas körperliches. Liebe ist also mehr als dieses schwer fassbare, noch schwerer beschreibbare, fast schon mystisch-spirituell Gefühl und Erleben sondern sie lässt sich auch körperlich nachweisen. Allein dies finde ich persönlich schon wahnsinnig spannend.

Ebenfalls sehr bemerkenswert finde ich, dass sich Verliebtheit und Liebe zumindest hormonell deutlich unterscheiden. Während wir in der Phase der akuten Verliebtheit ständig gestresst sind und unter Strom stehen, was sich in einem erhöhten Cortisolspiegel niederschlägt sowie wir uns in diesem Zustand neurologisch kaum von Personen mit Zwangsstörung unterscheiden, verlaufen die Hormone bei Personen, wo die Verliebtheit einer tief empfundenen Liebe weichen musste, in deutlich geregelteren Bahnen.

Gerade für Personen in zufriedenen längeren Partnerschaften, die sich manchmal nach dem Nervenkitzel einer beginnenden Liebe zurücksehnen ist das doch vielleicht eine beschwichtigende Nachricht: Verknallt sein ist nicht nur ganz große Klasse, es ist auch verdammt anstrengend!

Literatur

Veröffentlicht von

Dr. phil. Jane Hergert erwarb ihr Diplom in Psychologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Für die Promotion ging sie ins Ruhrgebiet an die FernUniversität in Hagen, wo sie auch heute noch als Postdoc am Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie tätig ist. Entgegen der Denomination dieses Lehrstuhls interessiert sie sich in ihrer Forschung aber vor allem für das was uns Menschen zusammenhält bzw. gern auch mal auseinander treibt: Die Liebe und alles was damit im engeren und weiteren Sinne zu tun hat. In ihrer Dissertation, die von der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften der FernUniversität 2017 mit dem Dissertationspreis ausgezeichnet wurde, befasst sie sich beispielsweise mit den Ursachen sexueller Untreue.

Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Könnte bis müsste so stimmen, werte Frau Dr. Hergert, also gemeint das, was Sie in Ihrem dankenswerterweise bereit gestellten WebLog-Eintrag zu schildern wussten, der Schreiber dieser Zeilen ist nicht vom Fach, glaubt Ihnen abär einfach mal so.
    Btw, die romantische Liebe ist eine vglw. neue zivilisatorische Errungenschaft, sie darf auch in heutiger Zeit privatim gelebt werden, sie muss nicht öffentlich ausgetragen, nicht in der Öffentlichkeit berichtet werden und zudem ist die Liebe zum eigenen Kind womöglich ganz ähnlich angelegt, auch biologisch ähnlich erklärbar, ja, auch die Liebe zum eigenen Kind ist eine vglw. neue zivilisatorische Errungenschaft.
    ‘Serotonin’ war dem Schreiber dieser Zeilen nur aus einem vglw. neuen Buch der Weltliteratur bekannt und Liebe muss nicht gut sein,
    MFG + weiterhin viel Erfolg,
    Dr. Webbaer

  2. PS :

    Die verdruckste Sternchenschreibweise kam hier allerdings suboptimal an, Sie schafften es ja auch, werte Frau Dr. Hergert, in Ihrem dankenswerterweise bereit gestellten WebLog-Eintrag bspw. ‘Personen’ (hier liegt ein generisches Femininum vor), ‘Geliebte’ und ‘Gestörte’ generisch zu verwenden, so dass auch Personen, nicht den Sexus meinend, genannt werden könnten, wenn dies über das generische Maskulinum gelingt, also ohne Sternchen, danke.

    Bedenken Sie gerne in diesem Zusammenhang, dass alsbald auch generische Feminina und personifizierte PPP (‘Geliebter’ bspw. ist so etwas) ebenso auf der Speisekarte von “Sprachingenieuren” stehen könnten, um umgeformt zu werden, im Sinne (unnötiger) Sexualisierung von Sprache, um illegitime Herrschaft auszuüben.

  3. Genus und Sexus, jeweils Kategorien der Sprache, in concreto der deutschen (Sprache).
    Opi Webbaer bei besonderem (sprachlichen) Bedarf besonders erklärend werdend…

  4. Stellt sich hier die Frage: Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei ?
    Wann feuern all diese genannten Systeme im Gehirn, um Serotonin, Dopamin, Oxytoxin auszuschütten und das, was wir LIEBE nennen, zu produzieren ? Bei jedem Menschen den wir begegnen ? Oder bei bestimmten, die unser Gefühl LIEBE auslösen ? Diese Hormone sind also nicht Selbstzweck bzw. Ursache, sondern Endprodukt eines tief in uns (im Unbewussten) liegenden Musters, was nur aktiviert wird, wenn uns jemand gefällt, wenn dieser “Funke” überspringt, Daraus resultiert dieses wilde Feuerwerk der Hormone. Nachdem das Stillen an der Mutterbrust beim Baby einen tiefen Oxytoxinrausch (Gefühl von Nähe,Berührung und Geborgenheit= Liebe) ausgelöst hat, sehnt es sich wahrscheinlich ein Leben lang nach solchen Gefühlen und nach ähnlichen Personen,die diese auslösen könnten ? Die Ursachen solcher Hormonausschüttungen liegen also mit im Baby bzw. Kindesalter.(Die Muster) Und das letzte Wort hat ohnehin der Trieb/die Libido (Testosteronbombe) ,die den Verstand vernebeln kann…

  5. Vielen Dank für diesen sehr interessanten Artikel! Bin gespannt, wie es weitergeht!

    Anregungen: Autosexualität und Asexualität

  6. Sehr geehrte Frau Hergert,
    Ihre 2-malige Frage lautet: Was ist Liebe?
    Der nachfolgende Artikel befasst sich aber hauptsächlich mit chemisch-biologischen
    Erkenntnissen im Bereich der Sexualität und somit genial passend zum Sexualkundeunterricht
    einer Oberstufe.
    Es geht dabei um etwas, was Menschen und Tiere verbindet, mit dem Unterschied, dass diese
    nicht in der Lage sind, darüber Nachforschungen anzustellen.
    Tiere kennen auch Emotionen und äußern ihre Gefühle z. Bsp. durch Trauer beim Tod eines
    Artgenossen.
    Selbst Pflanzen können mit gegenseitiger Abneigung reagieren.
    Leider wird Sexualität in der Regel mit Liebe bezeichnet, wobei es mehr um Erotik geht.
    Der Begriff Eros beinhaltet wohl zusätzlich auch höhere, eben menschliche Eigenschaften, die
    auf eine höhere Berufung schließen lassen, nämlich:
    Verantwortliches Denken und Handeln füreinander verbunden mit der Eigenschaft, seinen
    Ehegefährten auch mal zu ertragen wie er ist und nicht gleich vor jeder Verantwortung zu kneifen.
    Einen Partner bekommt man allerdings mit Verpackung.
    Es hat alles auch sehr viel mit Treue zu tun, nur diesbezüglich darf sich keiner sicher sein,
    denn Gelegenheit macht Diebe. Das zu Wissen ist es sehr hilfreich, seinem Schöpfer zu vertrauen.
    Weil aber kein Mensch fehlerlos ist, hat ER für jegliches Versagen die Schuld auf sich genommen.
    Dazu eine Ode an die Liebe: http://youtu.be/b76NdqM3cF8 *
    Meine Erfahrung:
    Wenn ER der Mittelpunkt des Lebens ist, gibt es auch jede Menge Probleme, aber man
    durchsteht sie gemeinsam.
    M. f. g.
    W. B.
    * Youtube – Kanal: Regenbogen-Uhr (Google-Chrome?)

  7. Wenn man den Artikel liest, dann könnte man auf den Gedanken kommen, sich Liebe als Arznei in der Apotheke kaufen zu können.
    Die Hormone haben die Aufgabe, die Fortpflanzung zu sichern. Als Erklärung für Liebe sind sie nur bedingt geeignet, wie schon wi-bue2 angemerkt hat.

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