Erste EVA

EVA steht für extra-vehicular activity, also eine Aktivität, die wir außerhalb unseres schützenden Habitats unternehmen. In der Regel dauert solch ein Außeneinsatz nicht viel länger als zwei Stunden. Dazu kommen noch einmal bis zu zwei Stunden Vor- und Nachbereitungszeit. Außerdem müssen wir unsere Außenaktivitäten mindestens 18 Stunden im Voraus anmelden, es sei denn es handelt sich um einen Notfall wie eine ausgefallene Stromversorgung. Aus diesen Gründen führen wir eine EVA etwa alle zwei bis drei Tage durch. Da jeweils mindestens zwei Personen im Habitat zurück bleiben müssen, kann jeder vielleicht zwei Mal in der Woche nach draußen – jeder „Ausflug“ ist etwas Besonderes.

Am Morgen der EVA, deren Beginn wir bisher immer für um 10 angesetzt haben, frühstücken wir ausgiebig und der Crewingenieur bereitet die Raumanzüge vor. Wir haben zwei grundsätzlich verschiedene Modelle zur Verfügung: Eine abgespeckte Version echter Prototypen von Raumanzügen, und einige dieser knallgelben Schutzanzüge, die den Träger vor chemischen Gefahrenstoffen schützen. Beide erfüllen den gleichen Zweck: Sie isolieren ihren Träger von der Umgebung.

Links: weißer Prototyp, rechts: der Ersatz für die großgewachsenen Astronauten-simulanten.

Links: weißer Prototyp, rechts: der Ersatz für die großgewachsenen Astronauten-simulanten.

Die Gefahrenstoffanzüge haben die Größe XL, während die „echten“ Raumanzüge eher für kleine Personen geschneidert sind. Wir alle bevorzugen natürlich die „echten“ Raumanzüge, weil sie authentischer sind, aber ich bin die einzige, der sie tatsächlich passen. Deshalb habe ich bisher auch mit Abstand die meiste EVA-Zeit in den weißen Anzügen verbracht, und ich werde mich in diesem Post auf die weißen Anzüge beschränken.

Authentizität hat leider ihren Preis. Um in den weißen Anzug hineinzukommen, brauche ich drei Dinge: viel Zeit und zwei Helfer. Als erstes lege ich Pullover und Hose ab und behalte nur Shorts und Tshirt an, denn sobald ich das Habitat verlasse und der Sonne ausgesetzt bin, wird es warm. Nicht, weil es hier auf dem Berg sonderlich warm wäre, sondern weil der Anzug mit Füllmaterial ausgestopft ist. Das soll das Aufblähen eines „echten“ Anzugs unter dem Atmosphärendruck des Mars simulieren und die damit einhergehende eingeschränkte Bewegungsfreiheit.

Um nicht zu überhitzen, ziehe ich als nächstes ein Liquid-Cooling Garment über, eine Art Weste, die später mit einem Eiswasserbehälter in meinem Rucksack verbunden wird. Mindestens ein Helfer hält dann die obere Hälfte des Anzugs mit dem Lebenserhaltungssystem-Rucksack fest, während ich in die ausgestopfte Hose schlüpfe. Nachdem ich zwei Luftschläuche in meinen Hosenbeinen versenkt habe, kommt der schwierigste Teil: ich muss mich in das Oberteil hineinwinden.

Shey bereitet sich darauf vor, in den Torso einzutauchen.

Shey bereitet sich darauf vor, in den Torso einzutauchen. Zwei Helfer stehen bereit.

Und los geht's: Eine gefühlte halbe Stunde später erscheint ihr Kopf am anderen Ende. Das Foto ist während der Trainingswoche entstanden.

Und los geht’s: Eine gefühlte halbe Stunde später erscheint ihr Kopf am anderen Ende.

Das ist durchaus wörtlich zu verstehen; das Innere des Oberteils besteht aus einem Wirrwarr an Riemen, Schläuchen und Halterungen. Wenn der Kopf es durch die Halsöffnung geschafft hat und die Arme wenigstens halbwegs in den Ärmeln stecken, kann ich mich aufrichten. Ich schüttele mich ein wenig, um die letzten Zentimeter im Rumpfteil zurück zu legen. Jetzt binde ich meine Haare wieder zusammen, die mein Gewinde durch den Anzugstorso durcheinander gebracht hat, setze meine Sonnenbrille auf und binde sie mit einem Stück Bindfaden hinter meinem Kopf fest: Wenn man erstmal den Helm aufhat, gibt es nur eines, das schlimmer ist als eine Sonnenbrille, die von der Nase rutscht: eine juckende Nase. Schließliche lege ich noch mein Kehlkopfmikrofon an und stecke mir das Ohrstück ins Ohr. Um es am Herausfallen zu hindern, hat jeder seinen eigenen Trick; ich binde mir ein Kopftuch um.

Jetzt greife ich in den Anzug, um meinen Hüftgurt zu schließen und straff zu ziehen. Straff heißt bei mir bis zum Anschlag; ich weiß nicht, wer auf die Idee gekommen ist, XL-Rucksackriemen in einen XS-Anzug zu bauen. Meine Helfer erledigen den Rest: Luftschläuche in die Ärmel stecken, Funkgerät anschließen und an meinen Gurt klippen, Gurte nachjustieren, meine Schuhe anziehen und zubinden, Handschuhe aufsetzen und mein Lebenserhaltungssystem anschalten.

Carmel (links) und Shey (rechts) auf EVA, am gegenüberliegenden Rand eines Auswurfkegels.

Carmel (links) und Shey (rechts) auf EVA, am Rand eines Auswurfkegels.

Zu diesem Zeitpunkt ist es auch dringend nötig: Erst wenn die Batterie in meinem Rucksack verstaut und angeschlossen ist, schalten sich die Ventilatoren an, die meine Gliedmaßen und später auch meinen Helm mit Luft versorgen – ich werde im nächsten Post beschreiben, was passiert, wenn die Luftversorgung ausfällt. Anschließend lädt der Crewingenieur noch den Eiswassertank für das Kühlkorsett in den Rucksack, während ich und ein zweiter Helfer nochmal meine Gurte nachjustieren, um das zusätzliche Gewicht auszugleichen.

Erst wenn alle Systeme laufen, wird der Helm aufgesetzt. Dann testen wir noch ein letztes Mal alle Funkgeräte im Einsatz und watscheln in die Luftschleuse – jegliche Eleganz habe ich in dem Moment abgelegt, als ich mit dem ersten Fuß in den Anzug gestiegen bin. Nach fünf Minuten Wartezeit, während der der Druck in der Luftschleuse dem Atmosphärendruck „angepasst“ wird, können wir endlich das Hab verlassen – und treten voller Tatendrang in ungewohnt helles Sonnenlicht.

Geschafft, endlich unterwegs!

Geschafft. Lavafelder, ich komme!

Veröffentlicht von

Christiane Heinicke bloggt als Wissenschaftlerin und Versuchskaninchen aus der HI-SEAS-Forschungsstation auf Hawaii. Zuvor studierte sie Physik in Ilmenau und Uppsala und promovierte anschließend zu einem kontaktlosen Strömungsmessgerät. Zuletzt arbeitete sie in Helsinki an brechendem Meereis. Vor ihrer Zeit auf Hawaii verbrachte sie zwei Wochen auf der Mars Desert Research Station in Utah.

Ständig umgeben von Wänden oder Raumanzug, wird sie während des Jahres am meisten das Gefühl von Sonnenstrahlen auf der Haut vermissen, dicht gefolgt vom Geschmack frisch gepflückter Himbeeren.

32 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo, kann ich der Beschreibung und den Fotos richtig entnehmen, dass ihr keine Sicherung bei euch tragt am Anzug? Kein Notseil (z.B. 10m dünnes Stahlseil), kein Multitool, kein Karabinerhaken, keine Helmlampe, kein Kompass, Peilsender, Signalleuchte? Die Anzüge sehen ehrlich gesagt sehr “kahl” aus. An einem Arbeitsanzug hätte ich mehr Laschen, Klettverschlüssen, Ösen, Taschen usw. erwartet. Klar ist alles nur eine Simulation, aber Authenzität in der Simulations-Ausstattung ermöglicht mehr Vergleichbarkeit. =0

    • Gut beobachtet! Ja, die Anzüge haben viel zu wenige Verstaumöglichkeiten. Und die einzigen Taschen, die es gibt, sind so tief an den Beinen angebracht, dass man sie nur unter Verrenkungen erreichen kann. Wir tragen aber durchaus Ausrüstung mit uns, insbesondere GPS (am Handgelenk; wobei weder GPS noch Kompass auf dem Mars von Nutzen wären) und die Werkzeuge, die wir für unseren jeweiligen Einsatz brauchen. Bisher waren wir nur in der Nähe des Habitats unterwegs, so dass Seil oder gar Lampe etwas übertrieben wären.

      • Hallo, Danke für die Antwort. GPS,ok, macht Sinn… zumindest auf der Erde ; ) Die Kompassidee war ja auch nur für die Erde gedacht. Macht ihr mal ne EVA bei Nacht? Der Sternenhimmel muss ja überragend aussehen? Man könnte ja auch mal eine EVA miterleben, habt ihr ne Helmkamera ggf. wireless?
        MTFBWY

        • Ja, ich bearbeite unsere Kommandantin schon ein Weilchen, dass wir unser Teleskop hier endlich mal ausprobieren. Die Mondfinsternis am Sonntag verpassen wir leider, weil sie bei uns am Nachmittag stattfindet; außerdem soll es bewölkt sein. Aber der Nachthimmel war selbst am Strand beeindruckend, hier kann er nur besser sein.
          Das Video zu einer EVA ist eine gute Idee. Mit unseren bisherigen Versuchen waren wir eher erfolglos, aber wir arbeiten daran, eine Kamera fliegen zu lassen (Ballon oder Drohne).

    • Wenn ich das richtig verstehe, dienen die Anzüge ja auch nur zur Trennung von der Außenumgebung. Die haben sonst keine andere Wirkung. Aber Seil und Lampe finde ich nicht so übertrieben.

    • Man darf wohl auch nicht vergessen, dass das hier keine technische, sondern eine psycho- bzw. soziologische Studie ist. So, wie ich das verstanden habe, sollen die Isolation, die Anzüge, das Habitat etc. nur die zu erwartenden Hindernisse simulieren, damit man deren Auswirkungen auf Individuen und Team wenigstens halbwegs abschätzen kann. Da kommt es nicht auf ein paar Laschen und Ösen am Anzug an, sondern eher auf dessen “Komfort”. Er ist ja eh nur ein Teilaspekt des Ganzen. Technische Praxistests, wo wirklich jedes Detail und jede einzelne Funktion wichtig ist, sind gar nicht das Ziel der ganzen Aktion.

      • Das ist ein wildes Argument! Gerade technische, sprich lebensbedrohliche, Aspekte wirken auf die Psyche. Man stelle sich vor, ein Anzug funktioniert im druckfreien Umfeld nicht. Mit solchen niedlichen Spielzeug-Overalls kann man garnichts Relevantes simulieren. Mittlerweile neige ich zu der Auffassung, dass selbst die psychologischen Studienziele nie erreichbar werden können. Wie schon vermutut: Das ist PR der NASA. Übrigens habe ich etwas Interessantes und wirklich lesenswertes aus der Feder eines Fachmanns gefunden: https://scilogs.spektrum.de/go-for-launch/mars500-ausser-spesen-nix-gewesen/

        • Ja nu, die Diskussion hatten wir ja ziiiiiemlich erschöpfend schon unter dem allerersten Beitrag hier. Das müssen wir glaube ich nicht alles nochmal durchkauen. Also, ich jedenfalls nicht, und schon gar nicht über ein paar Klettverschlüsse. Sonst können wir gleich rummäkeln, dass die Studie nicht auf dem Mars unter perfekten Realbedingungen stattfindet.

        • PS: Soviel ich mich erinnern kann, hatte ich den von Ihnen genannten Link seinerzeit unter dem ersten Beitrag selber schon verlinkt. Mir sind die zahlreichen “Shortcomings” dieser Studie durchaus bewusst, und ich würde sie selbst auch nicht unbedingt zum Fachbereich Raumfahrt zählen, aber irgendwas wird schon dabei rauskommen, das irgendwer irgendwo gebrauchen kann. Warten wir doch erstmal ab. Ich kann ehrlich gesagt die Gründe für Ihre Vehemenz hier nicht nachvollziehen, aber gut, muss ich wohl auch nicht können.

          • Mir ist völlig klar, dass Kritik an sich einem Blog, der schon zu Beginn (wir haben anscheinend noch ein Jahr vor uns) wiederholt Ungenauigkeiten und falsche Informationen liefert, für die Kritisierten durchaus ermüdend sein kann. Wem das unangenehm ist, braucht mir doch nicht zu antworten. Ob „wir“ das nicht noch einmal „durchkauen“ müssen, bleibt doch dem Leser überlassen, oder? Soweit ich sehe, hat meine Kritik bisher ein Mindestmaß an Substanz und ich greife niemand persönlich an. Sie hingegen kritisieren nun generell meinen Beitrag und nicht dessen Inhalt. Wenn Sie meinen, ich rede hier über Klettverschlüsse, haben Sie mich jedenfalls nicht verstanden. Hier wird nicht nur im mit dem Vokabular suggeriert, dass diese Studien einem Marsflug dient (schauen Sie mal bei Wikipedia unter EVA nach) und ein paar „Shortcomings“ sind dann auch nicht so schlimm. Und irgendwer kann das irgendwo gebrauchen. Ich bin nicht blöd. Ich jedenfalls lasse sowas unter den Kosmologs nicht unwidersprochen. Sie müssen das durchaus nicht nachvollziehen können, aber hier lesen ja noch mehr mit.

          • Mir ist nur nicht klar, warum Sie selbst hier noch mitlesen, wenn das alles doch so unsinnig ist. Wie wenig Sie von der Studie halten, haben Sie ja schon derart hinlänglich kundgetan, dass ich mich selbst nach Wochen noch bestens daran erinnern kann. Mission accomplished, würde ich sagen.

            Fest steht: Am Studienaufbau werden weder Sie noch die Teilnehmer jetzt noch etwas ändern können. Letztere sind nun einmal schon dabei und können auch nichts dafür, dass es so ist, wie es ist. Was erhoffen Sie sich also? Dass Frau Heinicke Ihretwegen aus der Studie aussteigt? Soll sie einen neuen Anzug von der NASA fordern? Das Blog hinschmeißen? Nur, weil es Ihnen persönlich nicht gut genug ist?

            Frau Heinicke kennt die Schwachstellen der Studie ganz offensichtlich längst selbst, ist aber dennoch der Ansicht, dass am Ende ein Erkenntnisgewinn stehen wird. Da sie mir nicht gerade einen dummen Eindruck macht, halte ich es für geboten, diese Einschätzung zu respektieren und erst einmal abzuwarten.

            Frau Heinicke zwingt niemanden, hier mitzulesen, und sie hat auch nirgendwo behauptet, dass diese Studie 1:1 einen Marsaufenthalt simuliert oder auch nur simulieren soll. Diesen Anspruch als Kommentator zu unterstellen und sich dann immer wieder zu echauffieren, weil er nicht erfüllt wird, finde ich nun doch etwas merkwürdig.

            Die Entscheidung, was zu den Kosmologs passt und was nicht, steht nur den Inhabern der Plattform zu. Wenn sich diese Kriterien nicht mit Ihren Erwartungen decken… Tja nun, kann passieren. Wie Sie selber schon sagen: Es gibt ja noch andere Leser hier. Und viele von denen können dem Blog ja nun durchaus doch etwas abgewinnen. Falls das bei Ihnen anders ist, schlage ich ein Schreiben an die Betreiber vor, statt an Frau Heinicke. Da Sie ja, wenn ich mich recht erinnere, seinerzeit auch mit meiner Themenauswahl schon nicht zufrieden waren, handelt es sich ja offenbar um ein tiefer greifendes generelles Problem, nicht um ein blogspezifisches. Packen Sie das Übel an der Wurzel!

          • Simulationen im “Trockenraum” haben schon ihren Nutzen, auch wenn womöglich nicht nur einige es cooler fänden, wenn das Orbit, Orbita, die Orbit ginge womöglich auch, genutzt werden könnte.
            Ansonsten wären alle Sicherheitsübungen wertlos, was aber wohl niemand annehmen möchte.

            MFG
            Dr. W

          • Sie und ich sind völlig frei, etwas merkwürdig zu finden. Doch Sie und alle weiteren Blogger werden meine potentielle Kritik in der Kommentarfunktion schon aushalten müssen. Ich bemängle das niedrige Niveau. Da helfen auch keine persönlichen Angriffe. Mir scheint, Sie wollen den Boten der schlechten Nachricht bestrafen? 🙂

          • Niemand will den Boten bestrafen. Aber ein Dauerkritiker, der nichts Neues zur Diskussion beiträgt, darf sich nicht wundern, wenn er Gegenwind erfährt.

          • @ Tom :

            Von der intensiveren Beschäftigung mit jener Kommentatorenkraft würde Ihr Kommentatorenkollege auch eher abraten, allerdings geht Ihre Frontalkritik am im WebLog geschilderten Bemühen vorbei.
            Grenzen des berichteten Vorhabens dürfen von der Berichtenden, von der hiesigen Kommentatorik und so auch von Ihnen mittlerweile verstanden sein, nichtsdestotrotz bleiben derartige Übungen grundsätzlich und erkennbar sinnhaft.

            MFG
            Dr. W

          • Mir scheint, dass es eher Sie sind, die sich bei Gegenwind wundern. Ich jedenfalls habe im Sinne eines soliden Diskurses kein Problem damit. Ich möchte Ihre Unterstellung hingegen zurückweisen, dass ich nicht Neues beitrage. Ich reagiere auf die jeweiligen Berichte und insbesondere auf Ungenauigkeiten oder wiederholten Unsinn. Angesichts der Kommentarfunktion dürfen wir das wohl, solange wir niemanden persönlich beleidigen. Ich kann Sie aber zunächst beruhigen. Auf den neuen Thread “Luftlos” werde ich nicht eingehen. Der spricht angesichts bereitstehender Ärzte ja schon für sich. 🙂

          • Nun, unter diesem Beitrag haben Sie jedenfalls nichts hinzugefügt, was nicht schon unter dem ersten Beitrag stand. Darüberhinaus sind vor allem Sie selbst ungenau: “bereitstehender Ärzte”. Und: Ihr Ton wird sehr wohl zunehmend beleidigend “wiederholter Unsinn”. Glücklicherweise sind nicht alle hier dieser Meinung.

            Um nicht falsch verstanden zu werden: ernstzunehmende und konstruktive Kritik sind nach wie vor willkommen.

          • “…nichtsdestotrotz bleiben derartige Übungen grundsätzlich und erkennbar sinnhaft.”

            Damit nehmen Sie ein etwaiges Diskussionsergebnis schon vorweg.

          • @ Tom :

            Es wurde versucht eine Diskussionsbasis zu schaffen, so dass in der Folge das (grundsätzlich sinnhafte) Vorhaben näher kritisch kommentiert werden kann?!

            MFG

  2. @Tom “Der spricht angesichts bereitstehender Ärzte ja schon für sich.”
    Jetzt wird Ihre Kritik aber doch etwas unfair. Dass in einer Planetenmission mindestens eine Ärztin dabei sein würde, die im Problemfall bereits hinter der Luftschleuse wartet, ist doch recht realistisch. Ich glaube kaum, dass die NASA ein mehrköpfiges Team ohne medizinische Ausbildung zusammenstellen würde.

  3. “…ernstzunehmende und konstruktive Kritik sind nach wie vor willkommen.”

    Dabei darf man durchaus fragen, wer hier die Definitionshoheit hat. Wer hier blogt, sollte sich über die Kommentarfunktion im klaren sein. Nur sie ermöglicht Gegenmeinungen und ich finde, das muss der Blogger aushalten.

    • Die Deutungshoheit hat auch in Blogs immer der mit dem Hausrecht. Zum einfacheren Verständnis eine kleine Analogie: Selbst wenn Sie in ein Wohnzimmer hinein schauen können, haben Sie noch lange nicht zu bestimmen, was darin vor sich zu gehen hat.

      Dass man Sie zum Chef der Qualitätskontrolle bei den Scilogs angestellt hätte, wäre mir übrigens auch neu.

      Guten Tag.

      • Tom meinte wohl eher den kulturellen Aspekt möglicher Zensurierung, dass es spezielle administrative Rechte für die Moderation von Kommentatoren-Feedback gibt, ist wohl ihm wie auch allgemein bekannt; es handelt sich hier um eine Notwendigkeit.

        Tom wäre vielleicht mit diesem kleinen Exkurs geholfen:
        1.) Kritik (gerade auch im Web) muss nicht solidarisch, auch nicht konstruktiv sein, sie darf auch vernichtend ausfallen.
        2.) Wenn einer sozusagen “alles blöd” findet, ist dies OK.
        3.) Sollte (2) der Fall sein, gilt es als Merkmal von Webkultur die einmal seitens der Feedback-Geber vorgetragene Frontal-Kritik (nichts Schlechtes daran, manchmal fällt auch dem Schreiber dieser Zeilen nichts anderes ein) nicht bedeutungsgleich bis bedeutungsähnlich zu wiederholen, sondern entweder auf neue Aspekte hinzuweisen oder zumindest irgendwie Neues, vielleicht auch Unterhaltsames, auszupacken.
        4.) Durch ständige ähnliche bis sehr ähnliche Gegenrede sozusagen ein “WebLog im WebLog” zu betreiben, geht nicht, wäre letztlich als Störertum (vs. Trolle, ‘Trolle’ gibt es aus Sicht vieler nicht im Web) zu verstehen und dann leider leider auch zu moderieren.

        MFG
        Dr. W (der Tom nicht unterstellt stören zu wollen, auf gar keinen Fall, sondern nur ein wenig zur üblichen Webkultur geplaudert bis erklärt hat, der zudem den Hausrecht-Gedanken im Web, ‘Wohnzimmer’ und so, dezent formuliert: nicht so töfte findet, weil kulturell unzureichend erklärend)

    • @Tom, Christiane

      “… das muss der Blogger aushalten.”

      Denke ich eigentlich auch. Ich denke darüber hinaus, das wird auch der echte Marsflieger aushalten müssen. Kritik wird es zu Hauf geben, neben berechtigter sicher auch sich stets wiederholende und auch wenig konstruktive.

      Kommentare, die Zweifel am Sinn der Mission wecken, machen das psychologische Experiment zumindest realistischer und verschaffen ihm möglicherweise erst einen Sinn, den es vorher eventuell gar nicht gab.

      “Wer hier blogt, sollte sich über die Kommentarfunktion im klaren sein.”

      Wer hier kommentiert, sollte sich allerdings auch über die Sperrfunktion im Klaren sein.

      Mission Control könnte beginnen, die Nachrichten an Astronauten zu filtern, um unerwünschte psychologische Effekte zu vermeiden. Ich halte dies für ein realistisches Szenario, das ebenso Wert wäre, schon im Vorfeld untersucht zu werden.

      • Kritik aushalten heißt allerdings nicht, dass ihr nicht widersprochen werden darf. Das wiederum muss der Kommentator aushalten bzw. überhaupt erstmal begreifen, und da scheint mr der Hase im Pfeffer zu liegen….

        • Sicher, Kritik muss man aushalten. Das zehnte “ist doch eh alles sinnlos, was ihr macht” von der gleichen Person (!) allerdings ist einfach nur öde und läuft Gefahr, ignoriert oder – und das Recht behalte ich mir vor, die Deutungshoheit liegt eindeutig bei mir – gelöscht zu werden, um den Kommentarbereich unter dem eigentlichen Beitrag nicht unnötig aufzublähen.
          @Joker: Filter wäre cool, scheitert in meinem Fall aber daran, dass Mission Support kein Deutsch spricht.

          • Filter kann der Admin hier einrichten, Die entsprechenden Kommentare landen dann zunächst im Spam und können ggf. noch nachträglich sichtbar geschaltet werden.

            Ich empfehle übrigens “aus Gründen” mal einen Blick auf utrace.de zu werfen. 😉

          • @ Frau Gerhardt :

            Geo-Targeting (“www.utrace.de” bspw.) kapselt eine Information oder stellt diese erst bereit, blöderweise können Parameter derjenigen HTTP-Requests, die hier bei den Scilogs.de zur Anzeige von Feedback gelangen könnten, jederzeit verändert werden.

            Es ist im Web nicht möglich bestimmte Nachricht (gerade auch: von bestimmten Nachrichten-Gebenden) zuverlässig zu unterdrücken.

            HTH
            Dr. W (der insofern anrät aus mit uns die Kommunikation Suchenden sozusagen das Beste herauszuholen)

  4. [EDIT:]

    Zum Umgang mit Kommentaren zu den jeweiligen Blogs und der Löschentscheidung empfehle ich einen Blick auf die scilogs-Einführungsseite.
    “Gleichwohl sind unsere Blogger vollkommen frei in der Wahl ihrer Themen, ihrer Sprache sowie in der Art und Weise, wie sie auf Kommentare aus der Community eingehen.”
    Kommentare sind bei mir willkommen, auch kritische, ABER sie sollten sich auf den Blogbeitrag beziehen. Eine Diskussion über Diskussionskultur ist hier fehl am Platz. Formulierungen wie “Ein armseliges Statement” kann ich nicht dulden und Aussagen wie “Wenn Sie da so sicher sind… bitteschön!” tragen nun wirklich nicht zur Diskussion bei. Um den anderen Kommentatoren wie von Ihnen gewünscht beim Ignorieren zu helfen, werde ich ab sofort löschen, obwohl mir das eigentlich zuwider ist. CH.

    • Ich musste hier leider einige Kommentare löschen. Deswegen entschuldige ich mich insbesondere bei denjenigen, die für mich Partei ergriffen haben. Aber die Diskussion hatte nichts mehr mit dem Artikelthema zu tun und hat mittlerweile mehr den Anschein einer Privatfehde.
      Ich werde auch weiterhin artikelfremde Beiträge löschen, sobald ich Nachricht von ihnen erhalte.

  5. Ja, das ist wohl besser so. Da hat jemand die Contenance verloren. Ich meinerseits belasse es an dieser Stelle dabei, obwohl klärende Antworten nun fehlen. Ich vermute jedoch, dass die Adressaten etwas verstanden haben. Ich lasse mich aber auch in Zukunft nicht persönlich in Misskredit bringen!
    Schade, dass das Bedauern nun lediglich an die parteiischen Leser geht… 🙁

Schreibe einen Kommentar




Bitte ausrechnen und die Zahl (Ziffern) eingeben

E-Mail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren.
-- Auch möglich: Abo ohne Kommentar. +