Was ist “wissenschaftlich” an meinem Labyrinth-Blog?

Ein Blog ist bekanntlich eine Mischung aus Beobachtungen und Reflexionen zu einem bestimmten Thema mit einer – mehr oder minder großen – Beimengung von Selbsterforschung, Selbsterkenntnis, Selbsterfahrung, ja manchmal sogar: Selbsttherapie. Im Rahmen der SciLogs schwingt im Hintergrund immer mit: Das Unternehmen sollte – auch – mit “Wissenschaft” zu tun haben.

Anfang jeder Wissenschaft ist das Sammeln von Daten. Dieses Sammeln ermöglicht im Lauf der Zeit eine Art Statistik, in welchem Kontext zum Beispiel welche Labyrinth-Motive wie oft vorkommen. Die KATEGORIEN in der rechten Randleiste geben da nach und nach recht anschaulich Auskunft. Dazu kann man noch die Hit-Statistik von Google einbeziehen. Ob es dann, im Sinne von Wissenschaft, mehr wird, muss sich zeigen:
° auf dem steinigen Weg über Hypothesen
° bis hin zu einer alles überwölbenden Theorie, die sich mit Interpretationsankern, Experimenten etc.
° auch noch ganz praktisch in der sogenannten Realität andocken lässt
° und gar noch Geld bringt – um so besser.

So sieht doch der Traum jedes Wissenschaftlers aus, nehme ich an, oder? Falls sich jemand fragen sollte, wie letzteres (“Erkenntnisse in der Realität andocken” und “Geld damit verdienen”) beim Labyrinth ausschaut, so möchte ich hier nur anmerken, dass es in England bereits den Beruf des Labyrinth-Konstrukteuers gibt, eine Mischung aus Gartenarchitekt und LandArtist. Das war mal sehr schön in einem Video von NZZ Format der Neuen Zürcher Zeitung zu betrachten – das zur Zeit leider nicht erhältlich ist. Wenn ich ein paar Jahrzehnte jünger wäre, könnte ich mir dies als Beruf für mich selbst sehr gut vorstellen. Einmal hab ich´s ja schon gemacht, ein richtiges begehbares Labyrinth auslegen (wenngleich ehrenamtlich, wovon man bekanntlich nicht gut leben kann) – s. hierzu auch meinen Beitrag vom 27. Juni 2008: Begehbares Birkenlabyrinth.

Wie könnte man die Wissenschaft von den Labyrinthen benennen?

Damit werde ich mich im nächsten Beitrag befassen.

Schauen Sie bitte gelegentlich auch mal in die früheren Beiträge dieses Blogs rein! Hilfreich sein könnten vor allem die Willkommen im Labyrinth des Schreibens und die Zeittafel. Die wichtigsten Personen und Begriffe werden erläutert in Fünf Kreise von Figuren sowie im Register dieses Blogs.  

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"Zwei Seelen wohnen a(u)ch in meiner Brust." Das Schreiben hat es mir schon in der Jugend angetan und ist seitdem Kern all meiner Tätigkeiten. Die andere „zweite Seele“ ist die praktische psychologische Arbeit plus wissenschaftlicher Verarbeitung. Nach dem Psychologiestudium seit 1971 eigene Praxis als Klinischer Psychologe. Zunächst waren es die Rauschdrogen, die mich als Wissenschaftler interessierten (Promotion 1976 mit der Dissertation "Der falsche Weg zum Selbst: Studien zur Drogenkarriere"). Seit den 1990er Jahren ist es das Thema „Hochbegabung“. Mein drittes Forschungsgebiet: Labyrinthe in allen Varianten. In der Themenzentrierten Interaktion (TZI) nach Ruth C. Cohn fand ich ein effektives Werkzeug, um mit Gruppen zu arbeiten und dort Schreiben und (Kreativitäts-)Psychologie in einer für mich akzeptablen Form zusammenzuführen. Ab 1978 Seminare zu Selbsterfahrung, Persönlichkeitsentwicklung und Creative Writing, gemeinsam mit meiner Frau Ruth Zenhäusern im von uns gegründeten "Institut für Angewandte Kreativitätspsychologie" (IAK). Als "dritte Seele" könnte ich das Thema "Entschleunigung" nennen: Es ist fundamentaler Bestandteil jeden Schreibens und jedes Ganges durch ein Labyrinth. Lieferbare Veröffentlichungen: "Kreatives schreiben - HyperWriting", "Kurzgeschichten schreiben", "Das Drama der Hochbegabten", "Zeittafel zur Psychologie von Intelligenz, Kreativität und Hochbegabung", "Blues für Fagott und zersägte Jungfrau" (eigene Kurzgeschichten), "Geheimnis der Träume" (Neuausgabe in Vorbereitung). Dr. Jürgen vom Scheidt

Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Wissenschaftler mit Labyrinthen

    Es gibt einen Wissenschaftszweig, der sich tatsächlich mit Labyrinthen beschäftigt. Das ist die MAthematik. Z.B. die Topologie als Teilbereich der Mathematik. Zweidimensionale Labyrinthe sind den Topologen aber zu langweilig. Das ist ja nur ein Speziallfall von n-dimensionalen Labyrinthen.

  2. Danke für Mathe-Nachhilfe

    Klar, die Geometrie resp. Topologie ist zuständig für solche Strukturen. Danke für den Hinweis!
    Nimmt man die große Bedeutung von “Irrgärten” für die Struktur von Computerspielen hinzu, dann ist gewissermaßen auch (diese spezielle Variante von) Informatik als Sonderfall von Mathematik für “Labyrinthe” zuständig.

  3. Anfang jeder Wissenschaft

    “Anfang jeder Wissenschaft ist das Sammeln von Daten”

    Das ist leider die traurige Ansicht vieler Naturwissenschaftler, die methodisch irgendwo beim Szientismus Durkheims stehengeblieben sind. Aber nur weiter so, just try 😉

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