Twittern im Blog?

BLOG: Labyrinth des Schreibens

Die Suche nach dem roten Faden
Labyrinth des Schreibens

Ich starte gerade ein Experiment: Einträge in diesem Labyrinth-Blog und parellel dazu in Twitter. Kann ich mit 140 Zeichen das Wesentliche aussagen? Einen Versuch ist es wert.

Wer hat bei der Europa-Wahl daran gedacht, dass die EU aufs Engste mit der Labyrinth-Sage vernetzt ist? Ein Sohn von Zeus und Europa war. . .

Tja: hier waren die 140 Zeichen schon zu Ende und ich musste eine Fortsetzung schreiben:

. . . König Minos, der das Labyrinth bauen lies. Mehr hier: (der Link hierher zum L-Blog)

Wenn man bei Twitter den Link anklickt – landet man genau hier im Labyrinth-Blog, in DIESEM Eintrag. Und dies war die Anregung zu meinem (dopppelten) Eintrag:

"Im Mythos, der den Raub der Königstochter durch Zeus in Stiergestalt erzählt, ist nichts zu lesen von Milchquoten für Bauern oder Krümmungsgrade von Gurken. An die Sage, die dem Erdteil den Namen gegeben haben soll, denkt heute beim Stichwort Europa niemand mehr, eher an Bürokratie und Bevormundung . . ."

 
Abb.: Die griechische Zwei-€uro-Münze: Zeus in Gestalt eines Stiers entführt Prinzessin Europa nach Kreta. 

Der Zusammenhang erschließt sich natürlich nur, wenn man weiß (und Leser dieses Blogs wissen das): König Minos gab dem Erfindergenie Daidalos den Auftrag, das Labyrinth zu bauen. Dort sollte der schreckliche Minotauros gefangengehalten werden. Den tötete dann Prinz Theseus von Athen mit Hilfe der Prinzessin Ariadne und des Roten Fadens und so weiter. Und so weiter.

Twittern lässt sich das natürlich nicht so ohne weiteres. Aber mir schwebt ohnehin etwas anderes vor.

(Fortsetzung folgt)

Quelle
ojo (= Namenskürzel von ???): "Europa". In: Aktuelles Lexikon: Süddeutsche Zeitung vom 8. Juni 2009, S. 2 

Schauen Sie bitte gelegentlich auch mal in die früheren Beiträge dieses Blogs rein! Hilfreich sein könnten vor allem die Vorbemerkung zu diesem Labyrinth-Blog und die Zeittafel. Die wichtigsten Personen und Begriffe werden erläutert in Fünf Kreise von Figuren sowie im Register dieses Blogs.

  • Veröffentlicht in: Zeus
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"Zwei Seelen wohnen a(u)ch in meiner Brust." Das Schreiben hat es mir schon in der Jugend angetan und ist seitdem Kern all meiner Tätigkeiten. Die andere „zweite Seele“ ist die praktische psychologische Arbeit plus wissenschaftlicher Verarbeitung. Nach dem Psychologiestudium seit 1971 eigene Praxis als Klinischer Psychologe. Zunächst waren es die Rauschdrogen, die mich als Wissenschaftler interessierten (Promotion 1976 mit der Dissertation "Der falsche Weg zum Selbst: Studien zur Drogenkarriere"). Seit den 1990er Jahren ist es das Thema „Hochbegabung“. Mein drittes Forschungsgebiet: Labyrinthe in allen Varianten. In der Themenzentrierten Interaktion (TZI) nach Ruth C. Cohn fand ich ein effektives Werkzeug, um mit Gruppen zu arbeiten und dort Schreiben und (Kreativitäts-)Psychologie in einer für mich akzeptablen Form zusammenzuführen. Ab 1978 Seminare zu Selbsterfahrung, Persönlichkeitsentwicklung und Creative Writing, gemeinsam mit meiner Frau Ruth Zenhäusern im von uns gegründeten "Institut für Angewandte Kreativitätspsychologie" (IAK). Als "dritte Seele" könnte ich das Thema "Entschleunigung" nennen: Es ist fundamentaler Bestandteil jeden Schreibens und jedes Ganges durch ein Labyrinth. Lieferbare Veröffentlichungen: "Kreatives schreiben - HyperWriting", "Kurzgeschichten schreiben", "Das Drama der Hochbegabten", "Zeittafel zur Psychologie von Intelligenz, Kreativität und Hochbegabung", "Blues für Fagott und zersägte Jungfrau" (eigene Kurzgeschichten), "Geheimnis der Träume" (Neuausgabe in Vorbereitung). Dr. Jürgen vom Scheidt

6 Kommentare

  1. Anders schreiben

    Vielleicht muß Du einfach nur etwas anders schreiben. Ich hätte geschrieben:

    Was hat die Europa-Wahl mit der Labyrinth-Sage zu tun? Ein Sohn von Zeus und Europa war König Minos, der das Labyrinth bauen lies. Mehr hier: (der Link hierher zum L-Blog)

    Müßten unter 140 sein, oder?

  2. @Martin Huhn: Ich lerne noch

    Lieber Martin:
    Das mit dem Twittern lerne ich erst noch. Mein Account sollte “j_vom_scheidt” sein. Dort ist jedenfalls mein Bild zu finden mit diesem Namen.
    Warum ich das überhaupt angefangen habe, das mit dem Twittern? Aus zwei Gründen:
    “Fasse mich kurz” (danke für Deinen Formulierungsvorschlag!”
    2. Wir SciLogger könnten uns doch jeweils alle zu einer Sub-Community von Followers zusammentun, mit hübschen (65) Bildchen – very impressive – und ordentlich quer-verlinken. Damit die ganze SciLogs-Einträge auch gelesen werden.

  3. Bin auch schon da! 🙂

    Teste Twitter seit einer Weile mit dem Account: EvoReligiosity. Aber Achtung, Suchtfaktor, man verirrt sich in den interessanten Personen & Links! Womit wir wieder beim Labyrinth wären… 😉

  4. Twittern und bloggen

    Nettes Experiment. Ich denke, beide Formen können sich ergänzen. Auf meinem Blog pflege ich ausführliche Beiträge und Kurztexte nebeneiander. So, wie es ja auch in der Tageszeitung schon immer das Genre der Kurzmeldung neben dem ausführlichen Artikel gab. Deshalb unterhalte ich meinen Blog und einen Twitter-Account. Die Twitter-Inhalte binde ich in meinen Blog ein und nutze sie dort in der Funktion von Kurzmeldungen. Ich finde das sehr praktisch.

    Godwi

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