Liebe Fabienne: Wo ist auf der Wies´n der “Ikarus”?

BLOG: Labyrinth des Schreibens

Die Suche nach dem roten Faden
Labyrinth des Schreibens

Eigentlich wollte ich ja nicht mehr aufs Oktoberfest gehen. Mit dem Auszug aus Deinem neuen Buch hast du mich heute doch noch dorthin gelockt:

Wenn ganze Zelte beben, wenn die Mädchen auf dem Ikarus kreischen, wenn sich Wildfremde in die Arme fallen und miteinander knutschen …

Vor zwei Tagen, als meine Enkelin Klara ihren vierten Geburtstag feierte, ist die ganze Familie (drei Generationen) trotz angekündigten (und dann auch, nach dem Besuch des Riesenrads, prompt eintreffenden) Regens auf die Wies´n gepilgert. "Oamal neidappt langt" sagt man in München. Blos nicht nochmal raus in dieses nasskalte Getümmel!

Von wegen. Heute war strahlend schönen warmes Wetter. Und dann hatte ich eben in der Süddeutschen Deinen Text gelesen ("Sabbatical"). Diesen "Ikarus" mit den "kreischenden Mädchchen" muss ich für meinen Blog fotografieren, dachte ich sofort. Also nichts wie doch nochmal raus auf die Wies´n. So systematisch bin ich, trotz der immer dichter werdenden Menschenmenge, noch nie durch dieses gigantische Volksfest gelaufen. Straße für Straße bin ich es abgewandert. Aber leider habe ich keinen "Ikarus" gefunden. Es muss so etwas ähnliches wie ein Kettenkarusell sein, etwas, bei dem die Passagiere in den Himmel gehoben werden und dann "abstürzen".

Doch ich fand es nicht.

Ich vermute deshalb, dass Du Deine Recherchen schon im vergangenen Jahr gemacht hast und der "Ikarus" dieses Jahr durch ein anderes Gerät ersetzt wurde. Allerdings habe ich auf diese Weise etwas ganz anderes entdeckt: einen "Irrgarten":


Abb.:  "Irrgarten" auf dem Oktoberfest (Foto: JvS)

Es gibt übrigens noch ein ähnliches Gebilde auf dem Oktoberfest, das sich "Abenteuerliche Reise ins Labyrinth der Phantasie" nennt. Ich habe es bereits am 17. März vorgestellt: Spiegelkabinett "Labyrinth" .

 

Nun noch ein paar Hinweise auf Deine Erzählungen, Fabienne:

Ich kann allen Lesern dieses Blogs Deine Geschichten und Romane nur wärmstens an Herz legen. Auf der Website "http://www.iak-talente.de/" habe ich Dich und zwei Deiner skurill-phantastischen Stories ("Zum Salamander", "Die schöne Metzgerin") vorgestellt. Mit diesem Link gelangt man dorthin: Fabienne Pakleppa

Quelle
Pakleppa, Fabienne: "Sabbatical". In: Südd. Zeitung vom 20. Sep 2008 (Ausschnitt aus einem Buch über die Theresienwiese – erscheint demnächst)

Bibliographie
Pakleppa, Fabienne: Mein unverschämter Liebhaber" (Erotische Geschichten, München 2000, Heyne)
diess.: Die Birke (Roman, Köln 1999, Luchterhand Literaturverlag)
"diess.: Die Aufsässigen" (Roman, Frankfurt am Main 1999, Insel Verlag)
diess.: "Die Himmelsjäger" (Roman, Frankfurt am Main 1993, Surhkamp)

Schauen Sie bitte gelegentlich auch mal in die früheren Beiträge dieses Blogs rein! Hilfreich sein könnten vor allem die Vorbemerkung zu diesem Labyrinth-Blog und die Zeittafel. Die wichtigsten Personen und Begriffe werden erläutert in Fünf Kreise von Figuren sowie im Register dieses Blogs.

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"Zwei Seelen wohnen a(u)ch in meiner Brust." Das Schreiben hat es mir schon in der Jugend angetan und ist seitdem Kern all meiner Tätigkeiten. Die andere „zweite Seele“ ist die praktische psychologische Arbeit plus wissenschaftlicher Verarbeitung. Nach dem Psychologiestudium seit 1971 eigene Praxis als Klinischer Psychologe. Zunächst waren es die Rauschdrogen, die mich als Wissenschaftler interessierten (Promotion 1976 mit der Dissertation "Der falsche Weg zum Selbst: Studien zur Drogenkarriere"). Seit den 1990er Jahren ist es das Thema „Hochbegabung“. Mein drittes Forschungsgebiet: Labyrinthe in allen Varianten. In der Themenzentrierten Interaktion (TZI) nach Ruth C. Cohn fand ich ein effektives Werkzeug, um mit Gruppen zu arbeiten und dort Schreiben und (Kreativitäts-)Psychologie in einer für mich akzeptablen Form zusammenzuführen. Ab 1978 Seminare zu Selbsterfahrung, Persönlichkeitsentwicklung und Creative Writing, gemeinsam mit meiner Frau Ruth Zenhäusern im von uns gegründeten "Institut für Angewandte Kreativitätspsychologie" (IAK). Als "dritte Seele" könnte ich das Thema "Entschleunigung" nennen: Es ist fundamentaler Bestandteil jeden Schreibens und jedes Ganges durch ein Labyrinth. Lieferbare Veröffentlichungen: "Kreatives schreiben - HyperWriting", "Kurzgeschichten schreiben", "Das Drama der Hochbegabten", "Zeittafel zur Psychologie von Intelligenz, Kreativität und Hochbegabung", "Blues für Fagott und zersägte Jungfrau" (eigene Kurzgeschichten), "Geheimnis der Träume" (Neuausgabe in Vorbereitung). Dr. Jürgen vom Scheidt

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