Der Zeiter: Erinnerungen an Wolfgang Jeschke (1936 – 2015)

Labyrinth des Schreibens

Das Spielen mit der Zeit, in Form von Zeitreisen und Zeitparadoxa, hat für diesen Autor immer schon eine große Rolle gespielt. Am trefflichsten kommt dies für mich in seiner Geschichte Der König und der Puppenmacher zum Ausdruck, die auch als sehr eindrucksvolles Hörspiel adaptiert wurde. Und der Titel einer anderen seiner allerersten SF-Stories ist fast so etwas wie ein Synonym für Wolfgang Jeschke: Der Zeiter.

Abb. 1: Wolfgang Jeschke 2015 (Foto: Julian Lamers)
Abb. 1: Wolfgang Jeschke 2015 (Foto: Julian Lamers)

Auch in zwei Romanen spielt er souverän mit dem Reisen durch die Zeit: Der letzte Tag der Schöpfung (mit dem mehr denn je brandheißen Thema der abzusehenden Ölknappheit) und in seinem vorletzten Werk: Das Cusanus-Spiel.

Reisen durch die vierte Dimension der Zeit – das war für ihn ähnlich wichtig wie für andere SF-Autoren das Reisen durch den Weltraum zu anderen Planeten. Letzteres Vehikel hat er allerdings ebenso souverän beherrscht: Unvergesslich seine Story Welt ohne Horizont. Und fremde, bizarre, exotische Welten beschreiben – das konnte er wie kaum ein anderer, und dies durchaus im internationalen Vergleich: Menamones Auge und Dschiheads empfehle ich jedem, der mal erfahren möchte, wie es denn so zugehen könnte auf einem wirklich “anderen” Planeten. Im Entwerfen ökologisch stimmiger Welten war er ein Meister.

Es sind oft Winzigkeiten, die spontan auftauchen, wenn man an jemanden denkt, dem man schon längere Zeit nicht mehr begegnet ist. Aber in diesen Gedankensplittern kann sehr viel über diesen Menschen enthalten sein. Als ich die Nachricht von Wolfgangs Tod bekam, sah ich ganz deutlich seine Handschrift vor mir. Diese gestochen klare Lektorenhandschrift habe ich immer sehr bewundert – meine “Sauklaue”, wie das einmal ein Lehrer bezeichnet hat, kann ich manchmal selbst nicht mehr lesen. Ich habe mich immer wieder bemüht, mache dies auch noch heute, so präzise und lesbar wie Wolfgang zu schreiben.

 

Vorbild im Schreiben

Dieses “Vorbild im Schreiben” möchte ich auch im doppelten Wortsinn verstehen. Denn nicht nur seine Handschrift hat mir stets imponiert, sondern auch sein Schreiben als SF-Autor.
Damit begann unsere vieljährige Beziehung, etwa 1957. Es war eine Kurzgeschichte von ihm, “Der Türmer”, die ich in der von Hein Bingenheimer zusammengestellten Anthologie Lockende Zukunft mit Geschichten von Mitgliedern des damaligen Science Fiction Club Deutschland (SFCD) fand. “Der kann was!” dachte ich spontan – denn alle anderen Beiträge in dieser Anthologie waren längst nicht so gut und der erste Preis im Wettbewerb stand ihm verdienterweise zu. Der kann was – das war auch der Grund, weshalb ich ab da Wolfgangs Nähe suchte. Er war immerhin vier Jahre älter als ich. Für einen Siebzehnjährigen (der sich gerade mit ersten eigenen Geschichten versuchte) war das ein respektables “älter”, was für mich hieß: Von dem kann ich und will ich etwas lernen.
Gut gefiel mir auch, weil ich selbst gerne “dichtete”, dass er Lyrik schrieb und diese, ungewöhnlich für Science-Fiction, auch in manche seiner Geschichten integrierte. Dieses Poetische Element würde ich sogar als Wolfgangs spezielles Markenzeichen hervorheben. Er war kein knochentrockener Berichterstatter wie so viele SF-Autoren der damaligen Zeit (auch und gerade die Großen, die wir so bewunderten, schrieben eher nüchtern: Asimov, Clarke, Heinlein), sondern bei ihm war immer Platz für Gefühle – und wie ließen diese sich besser ausdrücken als in Gedichtform?
Und so begann die zweite von ihm veröffentlichte Geschichte (“Zwölf Minuten und einiges mehr”), was hier in aller Ausführlichkeit zitiert sei:

 

 Erbarmungslos brütete die Sonne über dem Flugfeld.
Kiara.
Alte Erde, ausgedörrt, geschichtsträchtig.
Hitze.
Der Staub flimmerte und machte die wenigen Bäume grau.
Am Rande hockte der ZEITER und gähnte mit seinen hohen Fenstern in den Nachmittag.
Der Wind schlief.
Das große Gerät hielt an Fäden Gehirne in den trägen Strom der Zeit, hatte seine Fühler ausgestreckt, schwebte über Abgründen der Vergangenheit, über Schluchten und Untiefen, toten Wassern, wachte, dünne Planken im Ungefähr. Doch kein Fuß suchte Tritt, keine Hand suchte Halt, nur Lähmung, Schlaf und matter Reflex.
Ein Gespinst von Silberelektroden im grauen Gewölk der Großhirnrinde, eine Hand, die dir behutsam durch die Stirn greift, dich hält; winzige Energiefäden, Muster, schwerelos in den Schädel gelagert, tragen dein Ich über Schaltstellen und Verstärkerelemente in die große Dunkelheit der Korridore, in denen die Zeit rinnt.
Erbarmungslos brütete die Sonne über dem Flugfeld, dem Flugfeld von Kiara, am Rande der uralten, verlassenen Stadt zwischen Wüste und längst versiegtem Strom, den die Alten vor Äonen den »Nil« genannt hatten.
Hitze.

Das liest sich wie eine Vorwegnahme von dem, was William Gibson sehr viel später (1984) als Cyberspace bezeichnet hat: die Verbindung von menschlicher Psyche mit der kybernetischen Weltmaschine.ist Poesie pur. Man findet sie überall in Wolfgangs Geschichten, auch und gerade in seinen Romanen: Meamones Auge fällt mir da ein, dann vor allem Osiris Land, das ich eben wieder gelesen habe (das Ägypten der Antike hatte es Wolfgang offensichtlich angetan – man begegnet ihm schon in der obigen Story).
Ähnlich ist es mit den Illustration, die Wolfgang manchen seiner Bücher beifügte, am eindrucksvollsten farbig in Meamones Auge und schwarzweiß in Osiris Land (von dem es sogar eine seltene Privatausgabe gibt). Auch hier zeigt sich das, was ich seine künstlerische Ader nennen möchte.

Abb. 2: Titelbild "Osiris Land" von Wolfgang Jeschke, Taschenbuchausgabe 1997 (c) Tibor Szendrei und Heyne Verlag)
Abb. 2: Titelbild “Osiris Land” von Wolfgang Jeschke, Taschenbuchausgabe 1997 (c) Tibor Szendrei und Heyne Verlag)

 

Sense of Wonder

Das zweite für ihn charakteristische Element ist das, was jemand wie Damon Knight als die wesentliche Eigenart der SF ausgemacht hat: der Sense of Wonder (frei übersetzbar mit “Gespür für das Wunderbare, Exotische in der Welt”). Wenn man weiß, wie gerne Wolfgang mit seiner Frau Rosi auf ausgedehnten Reisen die Länder dieser Erde, vor allem den Orient, durchstreift hat, ahnt man, woher er das Material für seine Geschichten bezog: Er war stets offen für das Exotische und Wunderbare dieser Welt hier-und-heute und transponierte das dann in die Zukunft und auf ferne und fernste Welten (wie zuletzt in seinem Dschiheads). Dabei bemühte er sich nicht nur, stimmige ökologische Gesamtsysteme zu entwerfen, sondern machte diese so lebendig, dass man als Leser gewissermaßen hineintreten und miterleben konnte.
Aber bei allem Fernweh hatte er doch seine Finger immer, wie man so klischeehaft sagt, “am Puls der Zeit”, war ungemein kritisch gegenüber den gesellschaftlichen und technischen Entwicklungen unserer Gegenwart, wie es für mich am deutlichsten in seinem Midas oder die Auferstehung des Fleisches zutage tritt.
Was will man als Autor mehr erreichen, als seine Leser so an der Hand zu nehmen und in die Reise so hineinzuziehen, dass man vergisst, das man “nur ein Buch liest”. Seine Dschiheads, meine Entdeckung in diesem Lesejahr, habe ich, ausgelöst durch Wolfgangs Tod, vor einigen Tagen in einem einzigen Rutsch durchgefiebert – fünfeinhalb Stunden am Stück in einem Lesemarathon, von dem mir heute noch schwindlig ist.

Wenn man den Bio-Artikel über ihn in der Wikipedia* liest, steht einem buchstäblich der Mund offen vor dem Lebenswerk dieses Autors. Er hat dabei den unglaublichen Spagat vollbracht,
° sowohl höchst originelle eigene Werke zu verfassen
° als auch die Geschichten anderer Autoren zu lektorieren.
* In der Wikipedia stehen ein paar kleine Fehler: “Welt ohne Horizont” erschien nicht 1957, sondern (Zahlendreher) 1975; “Die Anderen” erschien erstmals 1970.

Das ist eine wirklich große Leistung, weil sie – psychologisch gesehen – zwei sehr unterschiedliche Bewusstseinslagen verlangt oder – wie man heutzutage sagt – zwei verschieden strukturierte Neuronale Netze im Gehirn. Im einen, im Autoren-Modus, muss man ganz selbst präsent sein – im anderen, im Lektoren-Modus, muss man sich selbst total zurücknehmen und nur für den anderen Autor gegenwärtig sein. Sein Gehirn konnte das.
Was er mit der “Bibliothek der SF” bei Heyne in – geschätzten – weit über tausend Bänden auf die Beine und in die Regale gestellt hat, ist wirklich unglaublich. Dabei war ihm stets der Kontakt mit den Autoren wichtig. Einmal erzählte er mir (durchaus bewundernd), wie beeindruckt er von einem Treffen mit Frank Herbert (dessen komplette Dune-Welt er in deutscher Sprache publizierte und betreute) war und dass dieser ein so profundes Interesse an den Namen von Personen und deren Bedeutung und Herkunft hatte.
Wolfgang kannte sie alle, die Großen der SF. Etwa Brian Aldiss (den er für eine Lesung in München gewinnen konnte). Und er war unermüdlich, und mit großem Erfolg, bemüht, nicht nur die alten Autoren durch Neuauflagen zu pflegen und den nachrückenden Lesergenerationen vorzustellen, sondern auch neue Stars der SF-Welt wie Ian Watson oder Greg Bear ausfindig zu machen und in “seiner” Reihe (wie ich das mal deutlich sagen will) vorzustellen.
Aldiss schrieb übrigens auch das wunderbare Geleitwort zu Wolfgangs erstem Roman Der letzte Tag der Schöpfung – mehr kann man sich für seinen Erstling wirklich nicht erhoffen!
Und dann ist da noch das Monster-Opus des Lexikons der Science Fiction Literatur. Da steht er zwar nur als einer von vier Herausgebern auf dem Umschlag – aber ohne Wolfgang Jeschkes Strippenzieherei im Hintergrund und sein Organisationstalent samt selbstausbeuterischem Schweiß wäre das nie so gelungen. Dazu muss man sich vergegenwärtigen, dass 1985, als das Lexikon mit seinen 1272 (!) Seiten entstand beziehungsweise aus einer Vorgängerversion überarbeitet wurde, Tischcomputer mit hilfreicher Datenbank und anderer Software noch kaum verfügbar waren und das Internet noch nicht allgemein zugänglich. So etwas wie dieses Lexikon wird es in gedruckter Form nie wieder geben. Einfach auch deshalb, weil so etwas heute nur noch im Internet zu realisieren ist – ähnlich der Wikipedia.

Abb. 3: Wolfgang Jeschke 2013 (aus der Wikipedia)
Abb. 3: Wolfgang Jeschke 2013 (aus der Wikipedia)

 

Wolfgang und ich waren einmal gut befreundet. Ich habe ihn oft während seines Studiums (das er sich mühsam als Werkstudent mit Arbeit beim Beck-Verlag verdiente) besucht. Mich, der nahtlos vom Schüler zum Studenten mutiert war, beeindruckte immer, dass er eine solide praktische und lebensnahe Grundausstattung als Werkzeugmacher aufzuweisen hatte.
Leider ist ihm mitten in der Arbeit an seiner Dissertation der Doktorvater gestorben und er hatte wohl nicht mehr den Elan, einen zweiten Anlauf in dieser Richtung zu unternehmen. Ich glaube, dass ihn das sein Leben lang gewurmt hat – trotz seiner gewaltigen Pionierarbeit für SF im Heyne-Verlag und davor bei Kindler/Lichtenberg. Dabei hätte er als Doktorand wirklich nur die Gedanken anderer Autoren widerkäuen und mit einer – bei ihm sicher sehr originellen – These zusammenfassen können. Wieviel eindrucksvoller ist dagegen sein eigenes Lebenswerk!

Ich erinnere mich noch genau, wie er mich das erste Mal in München besuchte, das war 1959 (schöner Verschreiber: Ich tippte eben aus Versehen „2959“). Meine Familie wollte gerade mit dem Auto aus dem Innenhof fahren, zu unserem üblichen Wochenende in Starnberg mit Häuschen und Segelboot – da stand er unvermutet im Tor der Einfahrt, die ich aufzog. Er wollte mich unangemeldet besuchen. Wir redeten da nur kurz miteinander – aber ab da trafen wir uns sehr häufig.
Seinen Werdegang nach dem Studium, als Lektor beim Kindler-Verlag, habe ich aufmerksam verfolgt. Zweimal habe ich ihm meine SF-Sammlung verkauft (weil ich nach dem ersten Mal einen erneuten Ablauf machte, mir eine solche Spezialbibliothek aufzubauen – aber zweimal hatte ich eben eine Phase, wo meine stets auch kritische Einstellung zur SF wieder mal beim negativen Pol angelangt war).

Auch dies gehört zu unserer gemeinsamen Geschichte: Einmal haben wir zusammen gekifft, was sehr lustig war.

 

Gefährte und Vorbild auf einem langen Weg

Wolfgangs Romane, Kurzgeschichten und Hörspiele habe ich sehr geschätzt; er schrieb weitaus besser, im literarischen Sinn, als unzählige andere deutsche Autoren (und da meine ich jetzt nicht nur die aus dem SF-Genre). Allein seine sieben Hörspiele (wie Jonas im Feuerofen) würden bei anderen leicht als “Lebenswerk” durchgehen. Bei ihm war das nur eine weitere Spielwiese.
Ich habe in einige meiner Anthologien Geschichten von ihm übernommen, weil ich seine Stories sehr schätzte (etwa „Die Anderen“ im Monster im Park). Seine geradezu hellsichtige „Welt ohne Horizont“ wurde sogar zur Titelgeschichte einer meiner Sammlungen.

Es sind befreundete Kollegen wie Wolfgang Jeschke, die einem beim eigenen kreativen Prozess unterstützen. Wenn man selbst schreibt, braucht man nämlich
° nicht nur ferne Vorbilder und abstrakte Kollegen “im Geiste”, deren Bücher man gerne liest und aus denen man viel Honig saugt,
° sondern man braucht auch immer wieder den lebendigen Kontakt und die Anregungen im persönlichen Gespräch. Es sind solche Begleiter, die einem beim Weitermachen helfen, vor allem dann, wenn es mal nicht weitergeht, sondern eine dicke Blockade im Weg liegt.
In der Heldenreise sind dies die Gefährten des Helden und seine Mentoren. Bei der Heldenreise des Autors (The Writer´s Journey, nennt dies Christopher Vogler) ist es naturgemäß nicht anders. Wolfgang Jeschke war für mich während vieler Jahre so ein Weggefährte, auch wenn das Gespräch in letzter Zeit verstummt war, vielleicht infolge seiner Krankheit. Dieser gemeinsame Weg begann nicht erst im Sommer 1959, als wir uns das erste Mal in München persönlich begegnet sind, sondern das fing schon etwa zwei Jahre zuvor, als ich seine ersten Geschichten las – unvergesslich vor allem “Der Zeiter” und “Der König und der Puppenmacher”.
Ich will diese Erinnerungen abschließen mit einem Satz, den er wohl Tutenchamun verdankt (so zitiert er ihn jedenfalls in Osiris Land als Motto) und der auf dem Erinnerungsblättchen steht, das bei seiner Beerdigung am 18. Juni 2015 verteilt wurde:

Ich habe die Vergangenheit gesehen. Ich kenne die Zukunft.

Wenn jemand so etwas als zusammenfassenden Titel über sein Leben schreiben kann, dann Wolfgang Jeschke. Wobei zu ergänzen wäre: Intensiv gelebt hat er natürlich in der Gegenwart, und nicht nur bei seinen vielen Reisen.

 

Zur Ergänzung: Labyrinthisches

Schon lange bevor ich den Nachruf verfasste, hatte ich vor, in diesem Blog mit dem Thema Labyrinth des Schreibens (von Romanen) auf Labyrintisches in Wolfgang Jeschkes Werk hinzuweisen, als einen der vielen Belege, dass diese Thematik nicht nur im Krimi, sondern auch und gerade in der Science-Fiction eine prominente Rolle spielt.
In Osiris Land gibt es ein ganzes Kapitel mit dem Titel “Das Labyrinth” (S. 25-48); wobei es sich genau genommen um einen riesigen Irrgarten in Form einer Felswüste handelt. Im selben Roman taucht noch zweimal das Stichwort “Labyrinth” auf (S.33 und S.94) und einen “Irrgarten” gibt es auf S.98.
In seinem letzten Roman, Dschiheads, spielt Wolfgang mit den psychologischen Konnationen der Labyrinth-Metapher:

“Wenn es so einfach wäre. Aber das Zeitgefüge ist tückisch. Es führt uns Menschen in die Irre. Es kann passieren, dass man nicht mehr zurückfindet. Oder überhaupt nicht dorthin kommt, wo man hinwill. […] Man muss sich in die richtige Galerie der Erinnerungen einfädeln.”
“Galerie der Erinnerungen? Ist das eine Art Totenreich?”
Batta schüttelte entschieden den Kopf. “Nein. Es ist ein Labyrinth virtueller Vergangenheitsräume, die ineinander verschachtelt sind.”


Bibliographie (Auswahl)
Gibson, William: Neuromancer. (1984) Dt. München 1987 (Heyne TB
Jeschke, Wolfgang: “Der Türmer”. In: Bings, Henry (d.i. Heinz Bingenheimer): Lockende Zukunft. Minden (Bewin-Verlag)
Ders.; “Der Zeiter” (1958). In: Jeschke, Wolfgang.: Der Zeiter. München 1978 (Heyne TB)
Ders.: Der letzte Tag der Schöpfung. München 1981 (Nymphenburger Verlagshandlung)
Ders.: “Welt ohne Horizont” (1975), in: vom Scheidt, Jürgen (Hrsg.): Welt ohne Horizont (Würzburg 1975) – auch enthalten in: Ders.: Gesammelte Erzählungen in drei Bänden. Berlin 2006-2011 (Shjayol Verlag)
Ders.: Osiris Land. München 1982 (Selbstverlag Wolfgang Jeschke). Mit Original-Graphiken von Jörg Remé. Neudruck München 1997 mit TB: Cover und Illustrationen von Tibor Szendrei (Heyne TB).
Ders.: Midas. München 1989 (Heyne TB)
Ders.: Meamones Auge. München 1994 (Heyne Hardcover)
Ders.: Das Cusanus-Spiel. München 2005 (Droemer). TB-Ausgabe München 2008 (Knaur)
Ders.: : Dschiheads. München 2013 (Heyne TB)
Knight, Damon Francis: In Search of wonder. (USA 1964) New York 1996 – 3rd edition (Advent Pub Inc.)

Post 288 / JvS #1038 / SciLogs #1154 / Aktualisiert: 29. Juli 2015/19:35 / v 1.4

"Zwei Seelen wohnen a(u)ch in meiner Brust." Das Schreiben hat es mir schon in der Jugend angetan und ist seitdem Kern all meiner Tätigkeiten. Die andere „zweite Seele“ ist die praktische psychologische Arbeit plus wissenschaftlicher Verarbeitung. Nach dem Psychologiestudium seit 1971 eigene Praxis als Klinischer Psychologe. Zunächst waren es die Rauschdrogen, die mich als Wissenschaftler interessierten (Promotion 1976 mit der Dissertation "Der falsche Weg zum Selbst: Studien zur Drogenkarriere"). Seit den 1990er Jahren ist es das Thema „Hochbegabung“. Mein drittes Forschungsgebiet: Labyrinthe in allen Varianten. In der Themenzentrierten Interaktion (TZI) nach Ruth C. Cohn fand ich ein effektives Werkzeug, um mit Gruppen zu arbeiten und dort Schreiben und (Kreativitäts-)Psychologie in einer für mich akzeptablen Form zusammenzuführen. Ab 1978 Seminare zu Selbsterfahrung, Persönlichkeitsentwicklung und Creative Writing, gemeinsam mit meiner Frau Ruth Zenhäusern im von uns gegründeten "Institut für Angewandte Kreativitätspsychologie" (IAK). Als "dritte Seele" könnte ich das Thema "Entschleunigung" nennen: Es ist fundamentaler Bestandteil jeden Schreibens und jedes Ganges durch ein Labyrinth. Lieferbare Veröffentlichungen: "Kreatives schreiben - HyperWriting", "Kurzgeschichten schreiben", "Das Drama der Hochbegabten", "Zeittafel zur Psychologie von Intelligenz, Kreativität und Hochbegabung", "Blues für Fagott und zersägte Jungfrau" (eigene Kurzgeschichten), "Geheimnis der Träume" (Neuausgabe in Vorbereitung). Dr. Jürgen vom Scheidt

3 Kommentare

  1. Oh, das habe ich noch gar nicht mitbekommen, das Wolfgang Jeschke gestorben ist. Wie traurig. Mit ihm ist wirklich eine ganz zentrale und vielseitige Persönlichkeit der Science Fiction-Szene in Deutschland von uns gegangen.

  2. Pingback:Ariadne does´n´t live here any more: Ruth Zenhäusern zum Gedächtnis (1946-2016) › Labyrinth des Schreibens › SciLogs - Wissenschaftsblogs

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