Dank für Input, Austausch und Gezwitscher

BLOG: Labyrinth des Schreibens

Die Suche nach dem roten Faden
Labyrinth des Schreibens

Bevor die Woche durchgerauscht ist, möchte ich mich rasch noch für die inspirierenden Stunden in Deidesheim bedanken. Es hat alles gestimmt:

Der informative Input zu Blogging-Themen, der Austausch mit den anderen Bloggern – und das schöne Hotel sowie die kulinarische Betreuung samt Weinprobe sowieso. Ich habe vieles dazugelernt – u.a. was das Troll-Problem ist. Meine diesbezügliche Frage nur Minuten später auf der Twitter Wall kommentiert zu sehen, war verblüffend – und überzeugend. Ab jetzt werde ich auch (wieder) twittern.

Ich habe vieles dazugelernt – u.a. was das Troll-Problem ist. Meine diesbezügliche Frage nur Minuten später auf der Twitter Wall kommentiert zu sehen, war verblüffend – und überzeugend. Ab jetzt werde ich auch (wieder) twittern.

Für meinen Labyrinth-Blog hat sich in den vergangenen Monaten eine große Halde neuen Materials angesammelt, das verarbeitet werden will. Aber den Anregungen von Deidesheim folgend, möchte ich mich im nächsten Beitrag erst einmal mit der Frage beschäftigen: “Wie wissenschaftlich ist eigentlich mein Blog?” Doch jetzt muss ich mich erst mal ins Seminar dieses Wochenendes bewegen. Praktisch: Mit dem Fahrrad sind das gerade mal fünf Minuten.

Auch praktisch: Das Thema lautet “Über die Schwelle” und ist ein Ausschnitt der Heldenreise, welche die Hintergrundmelodie und den roten Faden des Jahreskurses vorgibt, der da heißt: “Minotauros-Projekt: Roman schreiben”. Womit wir ja auch gleich mitten im Labyrinth-Gebiet sind.

Schönes Wochenende allerseits (auch ohne Deidesheim).

Schauen Sie bitte gelegentlich auch mal in die früheren Beiträge dieses Blogs rein! Hilfreich sein könnten vor allem die Vorbemerkung zu diesem Labyrinth-Blog und die Zeittafel. Die wichtigsten Personen und Begriffe werden erläutert in Fünf Kreise von Figuren sowie im Register dieses Blogs.

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"Zwei Seelen wohnen a(u)ch in meiner Brust." Das Schreiben hat es mir schon in der Jugend angetan und ist seitdem Kern all meiner Tätigkeiten. Die andere „zweite Seele“ ist die praktische psychologische Arbeit plus wissenschaftlicher Verarbeitung. Nach dem Psychologiestudium seit 1971 eigene Praxis als Klinischer Psychologe. Zunächst waren es die Rauschdrogen, die mich als Wissenschaftler interessierten (Promotion 1976 mit der Dissertation "Der falsche Weg zum Selbst: Studien zur Drogenkarriere"). Seit den 1990er Jahren ist es das Thema „Hochbegabung“. Mein drittes Forschungsgebiet: Labyrinthe in allen Varianten. In der Themenzentrierten Interaktion (TZI) nach Ruth C. Cohn fand ich ein effektives Werkzeug, um mit Gruppen zu arbeiten und dort Schreiben und (Kreativitäts-)Psychologie in einer für mich akzeptablen Form zusammenzuführen. Ab 1978 Seminare zu Selbsterfahrung, Persönlichkeitsentwicklung und Creative Writing, gemeinsam mit meiner Frau Ruth Zenhäusern im von uns gegründeten "Institut für Angewandte Kreativitätspsychologie" (IAK). Als "dritte Seele" könnte ich das Thema "Entschleunigung" nennen: Es ist fundamentaler Bestandteil jeden Schreibens und jedes Ganges durch ein Labyrinth. Lieferbare Veröffentlichungen: "Kreatives schreiben - HyperWriting", "Kurzgeschichten schreiben", "Das Drama der Hochbegabten", "Zeittafel zur Psychologie von Intelligenz, Kreativität und Hochbegabung", "Blues für Fagott und zersägte Jungfrau" (eigene Kurzgeschichten), "Geheimnis der Träume" (Neuausgabe in Vorbereitung). Dr. Jürgen vom Scheidt

6 Kommentare

  1. Dr. Webbaer

    Ich habe vieles dazugelernt – u.a. was das Troll-Problem ist.

    Was ist denn das Troll-Problem?

    MFG
    Dr. Webbaer

  2. Troll-Problem

    Ein “Troll” ist in der Bloggersprache jemand, der in fremden Gefilden resp. Internet-Beiträgen (wie in Blogs) wildert, indem er zB mit Kommentaren missbräuchlich umgeht oder Einträge fälscht. Mit anderen worten: ein Soziopath (nach meiner Erfahrung und Meinung meistens ein frustrierter hochbegabter Underachiever). Die Wikipedia hilft da leider auch nicht weiter, obwohl der Begriff dort entstanden zu sien scheint, wie eine Bemerkung zeigt: “Kritik an Wikipedia
    oder die es schwächen wollen, oder die es in etwas ändern wollen, was es vereinbarungsgemäß nicht ist – mit anderen Worten: das ‚Troll-Problem …”

  3. @Dr. Webbaer: Troll-Problem

    Als “Troll” gilt in internet-Kreisen jemand, der Einträge in Bloggs oder Portalen wie der Wikipedia auf soziopathsiche Weise verzerrt, verfälscht oder in eine vom Autor nicht intendierte Richtung manipuliert.
    Nach meienr Vermutung handelt es sich bei diesen !Trollen” wohl nicht selten um frustrierte hochbegabte Underachiever, die hier ihren Frust Auslauf lassen.

  4. Troll-Problem

    Ah, ja. Danke!

    Wenn Sie noch die Meinung des Schreibers dieser Zeilen interessiert: Es gibt kein ‘Troll-Problem’, weil es keine ‘Trolle’ gibt. ‘Trolle’ werden in der Regel genau dann behauptet, wenn Meinungen nicht konvenieren, sondern unterdrückt werden sollen. – Zur Herkunft: Die skandinavische Mythologie kennt denn Troll als zähes Wesen, dem das Abschlagen des Kopfes nichts weiter ausmachte, weil dieser nachwuchs. Metaphorisch wurde dann in den frühen Zeiten der Netzwerkkommunikation im englischsprachigen Raum der Trollbegriff genutzt um häufig wiederkehrenden Falschmeldungen sozusagen den Kopf abzuschlagen. Der Troll konkurriert hier mit dem Hoax. Im deutschsprachigen Raum wurde, vermutlich mentalitätsbedingt, der Trollbegriff immer sehr stark mit der Person des Nachrichten Überbringenden in Verbindung gebracht.

    Im Web einem Kommunkationspartner zu unterstellen ein Troll zu sein, diesen also zu entmschlichen (oder entbärlichen), ist demzufolge in gehobenen Kreisen des Webs nicht gut angesehen. Man meidet dementsprechend diese Einordnung. Zudem: Man kennt den anderen meist nicht, insofern ist das Web ein denkbar schlechter Ort um Soziopathie und was es da sonst noch alles gibt festzustellen. Psychogramme werden in den oben genannten Kreisen also grundsätzlich nicht erstellt.

    Wenn ein Schreibender des Webs im beschriebenen Sinne und meist deutschsprachig ‘Troll’ schreibt, meint er entweder eigene Befindlichkeit oder Störertum. – Störertum gibt es, ist aber selten, meist moderationspflichtig und dadurch definiert, dass der Störer eine Feedbackmöglichkeit nutzt um dem Angebot zu schaden, meist bewusst, seltener unbewusst.

    Es ist sicherlich ein spannendes Thema wie Störer zu bearbeiten sind. Eine nähere Erläuterung würde hier zu weit führen, kurze Empfehlung: E-Mail nutzen, falls möglich, den Störer nicht bloßstellen, alternativ den Störer ignorieren. Und natürlich keinen Grund liefern den Störer zum Hater (es gibt verschiedene Störerklassen, ‘Hater’ sind die unangenehmsten) werden zu lassen. Viele Störer verschwinden quasi von selbst.

    HTH
    Dr. Webbaer

  5. @ Martin: Selbst getrollt

    Lieber Martin:
    Da habe ich mich gewissermaßen “selbst getrollt”: Es sah so aus, als wäre meine erste Antwort auf die Frage nach dem “Troll-Problem” nicht zustandegekommen (wahrscheinlich, weil ich den SPAM-Code nicht eingegeben hatte), und so schrieb ich die zweite. Nun sind beide da – und wenn ich deine Nachfrage und DIESE meine Klarstellung dazu rechne, sind das schon vier Kommnetare. Das sieht echt nach einem “Troll-Problem”, aus im Sinne von: “Viel Lärm um nichts”.

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