Adventskalender, Tag 23: 24 Gedanken und Wünsche für Hochbegabte

Morgen ist es so weit 🙂 Ich habe heute meinen ersten Urlaubstag und wusele schon seit heute vormittag so vor mich hin – aber das heutige Adventskalendertürchen werde ich natürlich trotzdem mit Ihnen öffnen!

Tilo hatte vor einigen Tagen schon einmal was geschrieben, ihm fiel dann aber noch ein zweiter Gedanke ein, den ich Ihnen gern vorstellen möchte:

Hochbegabung heißt, daß es immer weiter geht.
Es bedeutet, daß Dir mehr einfällt, wie Du Dir selbst oder anderen in schwierigen Situationen helfen könntest, als anderen Menschen.
“Kopf hoch” ergibt MIT einer Hochbegabung noch mehr Sinn als OHNE.

Der Optimismus, der daraus spricht, hat mir sehr gefallen. Und auch sonst steckt viel an Ressourcenorientierung in diesen wenigen Zeilen: Ideenreichtum, Problemlösefähigkeiten – und auch, dass sich die hohe Begabung dazu nutzen lässt, nicht nur sich selbst, sondern auch anderen zu helfen. (Und die Schlusszeile bringt es natürlich noch mal auf den Punkt ;)) Ich wünsche den Hochbegabten, dass ihnen genau das gelingt – ihre Hochbegabung als Ressource zu sehen.

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Dr. rer. nat. Tanja Gabriele Baudson ist Diplom-Psychologin und Literaturwissenschaftlerin. Seit Oktober 2016 vertritt sie die W3-Professur für Methoden der Empirischen Bildungsforschung an der Technischen Universität Dortmund. Davor hatte sie zwei Jahre lang die Vertretung des Lehrstuhls für Pädagogisch-psychologische Diagnostik an der Universität Duisburg-Essen inne. Ihre Forschung befasst sich mit der Identifikation von Begabung und der Frage, warum das gar nicht so einfach ist. Vorurteile gegenüber Hochbegabten spielen hierbei eine besondere Rolle - nicht zuletzt deshalb, weil sie sich auf das Selbstbild Hochbegabter auswirken. Hierzu hat sie eine Reihe von Studien in internationalen Fachzeitschriften publiziert. Sie ist außerdem Entwicklerin zweier Intelligenztests. Im April 2016 erhielt sie den SciLogs-Preis 2016.

2 Kommentare zu »Adventskalender, Tag 23: 24 Gedanken und Wünsche für Hochbegabte«

  1. Susan Antworten | Permalink

    Titel *

    Das gefällt mir!

    Optimismus ist überhaupt ein wunderbares Muster, dessen Anwendung einfach zu schön ist, um es ungenutzt links liegen zu lassen.

    Als Kind habe ich öfter mal das Feedback bekommen, ich seie wie ein fehlgesteuerter Adventskalender, da alle Türen aufeinmal aufgehen und sich hinter jeder Tür weitere 24 Türchen befänden.

    Das war schon bischen chaotisch und nicht immer so einfach, aber man lernt recht schnell, wann welcher Inhalt hilfreich ist, welche Tür man getrost zulassen kann und wie man zu konstruktiven, frischen Füllungen kommt, die manchmal auch zusammen verputzt, besonders gut schmecken.

    Also wenn es denn eine Fehlsteuerung ist, dann die beste Fehlkonstruktion, die mir passieren konnte, Reperatur nicht nötig und ich habe "nur" 126 erreicht.

  2. Tanja Gabriele Baudson Antworten | Permalink

    Finde ich super! :) (Bei Ihrem 24x24-Adventskalender-Bild musste ich gerade an ein Foto denken, das ich mal gesehen hatte, wo Leute in einem Büro tatsächlich 4x6 dieser Schoko-Adventskalender aufgehängt hatten ;) ? sehr sympathisch. Falls ich es wiederfinde, liefere ich es nach!)

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