Adventskalender, Tag 19: 24 Gedanken und Wünsche für Hochbegabte

Hochbegabung

Nein, keine Sorge – ich habe Sie nicht vergessen, liebe Leser/innen, die Sie sich vielleicht fragen, was sich denn hinter dem heutigen Türchen verbirgt. War nur viel los heute 😉

Den heutigen Gedanken hat Andrea beigesteuert – und eine Buchempfehlung gibt es noch gleich dazu. Sie schreibt:

Intensität ist der Begriff, der im Zusammenhang mit Hochbegabung ein interessanter Ansatz zu sein scheint. In dem Buch “Doppeldiagnosen und Fehldiagnosen bei Hochbegabung” (Webb, 2015) dient die Bedeutung des Begriffs Intensität als Erklärungsgrundlage für die im Vergleich manchmal ungewöhnlichen Verhaltensweisen hochbegabter Menschen. Das Buch ist ein echter Mutmacher, auch wenn der Titel das erstmal nicht hergibt. Es hilft dabei, die Klinifizierung von Hochbegabung zu verringern und den Betroffenen das Gefühl zu geben, richtig zu sein. Bloß intensiv eben. Wirklich lesenswert.

Die englische Version des Buchs von Webb ist zwar schon ein paar Jahre älter – das Thema hat an Aktualität aber eher noch gewonnen. Ich würde sagen, für alle, die sich für das Thema der “twice exceptionals” bzw. der Fehldiagnosen interessieren, ist “der Webb” eins der Standardwerke. Hier ist ein Link zu Inhaltsverzeichnis und Vorwort. Falls also noch auf den letzten Drücker ein Weihnachtsgeschenk gesucht wird, wäre das ja möglicherweise was.

Tanja Gabriele Baudson

Veröffentlicht von

Dr. rer. nat. Tanja Gabriele Baudson ist Diplom-Psychologin und Literaturwissenschaftlerin. Seit Oktober 2017 vertritt sie die Professur für Entwicklungspsychologie an der Universität Luxemburg. Davor hatte sie ein Jahr lang die Vertretung des Lehrstuhls für Methoden der Empirischen Bildungsforschung an der Technischen Universität Dortmund inne. Ihre Forschung befasst sich mit der Identifikation von Begabung und der Frage, warum das gar nicht so einfach ist. Vorurteile gegenüber Hochbegabten spielen hierbei eine besondere Rolle - nicht zuletzt deshalb, weil sie sich auf das Selbstbild Hochbegabter auswirken. Zu diesen Themen hat sie eine Reihe von Studien in internationalen Fachzeitschriften publiziert. Sie ist außerdem Entwicklerin zweier Intelligenztests. Als Initiatorin und Koordinatorin der deutschen „Marches for Science“ wurde sie vom Deutschen Hochschulverband als Hochschullehrerin des Jahres ausgezeichnet. Im April 2016 erhielt sie außerdem den SciLogs-Preis "Wissenschaftsblog des Jahres".

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