Wie können wir vernünftig über Klimamodelle reden?

BLOG: Heidelberg Laureate Forum

Laureates of mathematics and computer science meet the next generation
Heidelberg Laureate Forum
Panelists in part 1: Chris Budd, Sonia Senevirante, Michele Catanzaro (moderator), Timothy Palmer and Opha Pauline Dube

Das diesjährige Hot Topic, zu diversen Aspekten des Klimawandels, war ein dreieinhalb-Stunden-Marathon an kompakten Vorträgen, die jeweils unterschiedliche Perspektiven auf das Thema boten. Als roter Faden zog sich die Frage nach der Zuverlässigkeit von Klimamodellen durch den Nachmittag. Für mich als Wissenschaftskommunikator war dabei besonders spannend, jeweils darüber nachzudenken, was die unterschiedlichen dabei angesprochenen Punkte für die öffentliche Kommunikation über den Klimawandel bedeuten – ein Thema, das gegen Ende des Klimamarathons auch explizit zur Sprache kam, nämlich in dem Vortrag von Jennifer Marlon vom Yale Program on Climate Change Communication.

Modelle sind immer Näherungen, Vereinfachungen. Tim Palmer (Universität Oxford) ging in seinem Vortrag explizit auf diese Eigenschaft ein und kontrastierte die aufgelösten (d.h. im Detail abgebildeten) Größenskalen solcher Modelle (z.B. Energieströme zwischen großen Regionen) und die nicht aufgelösten Skalen, deren Eigenschaften dann mit Hilfe von extra dafür eingeführten Modellparametern zusammenfassend beschrieben werden.

Wie man nicht über Modelle sprechen sollte

Aus der Universalität dieser Eigenschaft folgt sofort, wie man sinnvollerweise nicht über Modelle sprechen sollte. Wir sollten nicht – aber das geht vermutlich anders herum besser: Stellen Sie sich vor, Sie seien ein Public-Relations-Experte mit dem Auftrag, Zweifel am menschengemachten Klimawandel zu wecken. Wenn Ihr Publikum nicht viel über Modelle weiß, ist die grundlegende Vereinfachungs-Eigenschaft aller Modelle ein Geschenk des Himmels für Sie. Modelle sind nie hundertprozentig genau; finden Sie die Diskrepanzen (sie sind garantiert da) und verwenden Sie sie, um das Modell insgesamt zu diskreditieren. Modelle sind per Definition vereinfacht; listen Sie die Vereinfachungen auf und stellen Sie die (gerne auch rhetorische) Frage, ob ein solches Modell überhaupt hoffen kann, der Realität nahe zu kommen.

Umgekehrt müssen wir darauf achten, dass wir keine übertrieben positive Aussagen (“Hype”) zu Modellen treffen. Modelle bilden nur einen Teil der Wirklichkeit ab. Wenn es Teile gibt, die wir nicht ausreichend verstehen, müssen wir das als Wissenschaftler offen sagen. Ein Modell eines physikalischen Systems kann niemals dieselbe Ebene absoluter Sicherheit erreichen wie ein mathematischer Beweis.

Wie man auch nicht über Modelle sprechen sollte

Paul Edwards in part 2.

So weit, so gut. Das Problem: Wenn wir mit der Öffentlichkeit über Modelle so sprechen, wie wir als Wissenschaftler*innen untereinander reden, kommt es fast zwangsläufig zu Missverständnissen. Wie Paul Edwards (Stanford University), der am zweiten Teil des Hot Topic teilnahm, betonte: Wenn Wissenschaftler in Bezug Modelle von Unsicherheit sprechen, verstehen viele Menschen etwas anderes, als gemeint war. In der Wissenschaft haben alle Messungen Unsicherheiten, und eine Messung mit kleinen Unsicherheiten kann sehr zuverlässig und präzise sein. Allein dass Messunsicherheiten im Spiel sind, heißt noch nicht, dass die Messungen oder die betroffenen Modelle wertlos sind. Im Alltag bedeutet Unsicherheit etwas viel Grundlegenderes: dass wir eigentlich gar nicht wissen, was Sache ist, dass es alles mögliche sein könnte.

Manfred Milinski’s lecture in part 2.

Manfred Milinski vom Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie, dessen Vortrag in der Sitzung einige eher deprimierende psychologische Experimente zum menschlichen Verhalten vorstellte (deprimierend jedenfalls wenn man hoffen möchte, dass Menschen im Prinzip klug genug sind, mit Herausforderungen wie der Klimakrise umzugehen), fügte hinzu, dass das Verstehen von Wahrscheinlichkeiten ein sehr allgemeines Problem sei. Sicherheit, ja, das sei klar; Unmöglichkeit, ja, das auch; alles dazwischen: problematisch.

Wie man vielleicht doch noch über Modelle sprechen kann

Chris Budd’s lecture in part 1.

Wie man’s macht, es ist verkehrt? Eher: Wenn wir vernünftig über Modelle sprechen wollen, werden wir nicht ohne etwas tiefergehende Erklärungen auskommen. Wir müssen darüber sprechen, was es überhaupt heißt, dass ein Modell robust oder dass es zuverlässig ist. Sachdienliche Hinweise dazu gab es in der ersten Hälfte des Hot Topic, in der Chris Budd (University of Bath) über die Mathematik des Klimawandels sprach, und im zweiten Teil, in dem Paul Edwards uns auf eine Tour durch die historischen Vorhersagen zum Klimawandel mitnahm.

Das Ergebnis: Zumindest der allgemeine Trend der Erwärmung durch CO2-Emissionen wird selbst durch einfachere physikalische Modelle recht gut beschrieben. Perfekt? Natürlich nicht, und der bereits genannte Public-Relations-Experte würde einiges an Munition finden, um sein Zielpublikum irrezuführen. Aber die grundlegende Physik des Zusammenhangs von Treibhausgasen und Temperaturänderungen sorgt auch in einfachen Modellen (Chris Budd hat eines gezeigt, das auch in der Schule durchgenommen werden kann!) für einen allgemeinen Trend, der gut zu den Daten passt. Da sind sich die Modelle der letzten Jahrzehnte einig. Für Physiker sollte dies letztlich keine Überraschung sein, denn im Kern ist dies ein Problem der Energiebilanz: erhält unser Planet mehr Energie von außen, als er selbst in den Weltraum abstrahlt, sammelt sich diese Energie an, und die Temperaturen (die schließlich ein Maß für die durchschnittliche Energie pro Freiheitsgrad sind) steigen.

Timothy Palmer’s lecture in part 1.

Bedeutet das, dass wir derzeit alles wissen und vorhersagen können? Natürlich nicht, und sobald wir regionale Veränderungen verstehen und vorhersagen wollen, um ein offensichtliches Beispiel zu nennen, werden die Modelle deutlich komplizierter. Tim Palmer hat uns im ersten Teil von den Grenzen solcher Modelle erzählt, der Notwendigkeit, Supercomputer in einem Umfang zu verwenden, der mit dem von kosmologischen oder teilchenphysikalischen Simulationen vergleichbar ist, sowie von verschiedenen Möglichkeiten, solche Modelle zu überprüfen und zu verbessern, indem man nicht einzelne Simulationen, sondern ganze Simulations-Ensembles mit leicht unterschiedlichen Ausgangsbedingungen betrachtet.

Jennifer Marlon’s lecture in part 2.

Wenn wir vernünftig über Modelle sprechen wollen, müssen wir diese Ebenen, nämlich die komplexeren Details und die zugrunde liegende allgemeine Physik, trennen. Spezifische Details werden sich auf alle Fälle noch ändern, wenn sich unsere Modelle verbessern. Regionale Vorhersagen werden mit zunehmendem Detailreichtum der Simulationen zuverlässiger. Aber die grundlegende Physik des menschengemachten Klimawandels ist nicht allzu kompliziert, lässt sich mit vergleichsweise einfachen Modellen verstehen, und die entsprechenden Modelle aus den letzten Jahrzehnten weisen in dieselbe Richtung. Für menschengemachten Klimawandel hatte uns Jennifer Marlon eine ultrakurze Zusammenfassung gezeigt: “It’s real. It’s bad. It’s us. Scientist agree. There’s hope.” – Der Wandel ist real. Er ist schlimm. Wir sind schuld. Die Wissenschaftler*innen sind sich einig. Aber es gibt noch Hoffnung.

Jedenfalls wenn wir jetzt die nötigen Maßnahmen ergreifen.

Ein paar Links zum Weiterlesen:

 

Markus Pössel

Markus Pössel hatte bereits während des Physikstudiums an der Universität Hamburg gemerkt: Die Herausforderung, physikalische Themen so aufzuarbeiten und darzustellen, dass sie auch für Nichtphysiker verständlich werden, war für ihn mindestens ebenso interessant wie die eigentliche Forschungsarbeit. Nach seiner Promotion am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) in Potsdam blieb er dem Institut als "Outreach scientist" erhalten, war während des Einsteinjahres 2005 an verschiedenen Ausstellungsprojekten beteiligt und schuf das Webportal Einstein Online. Ende 2007 wechselte er für ein Jahr zum World Science Festival in New York. Seit Anfang 2009 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg, wo er das Haus der Astronomie leitet, ein Zentrum für astronomische Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit. Pössel bloggt, ist Autor/Koautor mehrerer Bücher, und schreibt regelmäßig für die Zeitschrift Sterne und Weltraum.

104 comments

  1. Die “grundlegende Physik des menschgemachten Klimawandels”, ist die Freiheit der unternehmerischen Abwägung!?

    Wenn nun also ein dermaßen geprägter “Experte” eine Plattform dieser Welt- und “Werteordnung” betritt und von Vernunft oder sinnvoll spricht, dann ist unwahrheitlich-systemrationaler Kommunikationsmüll garantiert!?

  2. Die Frage dieser Zeit sollte deshalb vor allem lauten:

    Wie können wir die Freiheit der unternehmerischen Abwägung stoppen, damit umwelt- und massenbewusste Klimamodelle wirklich-wahrhaftig werden?!

  3. Selbst gewöhnliche Zeitungsleser sollten inzwischen mit Klimamodellen und den damit zusammenhängenden Begriffen vertraut sein, denn es wird schon seit Jahren über die IPCC-Berichte berichtet (durch spezialisierte Journalisten und Webautoren) und in diesen Berichten wurde ein ganzes Begriffssystem für die Aussagekraft von Klimamodellen geschaffen, wo sogar umgangssprachliche Ausdrücke wie “sehr wahrscheinlich”, “hohes Vertrauen”, eine exakte Bedeutung besitzen . So wird jede, die sich informiert, schon von Klimaszenarien gehört haben und viele werden sogar wissen, was ein RPC-Szenario ist und dass der Ausdruck “Buisness as Usual-Verlauf” einem RPC-Szenario X.Y mit einem hohne Wert von X entspricht.

    Inzwischen ist die Klimaskepsis in der Öffentlichkeit deutlich zurückgegangen. Das aber nicht etwa darum, weil die Modelle immer besser wurden, sondern eher, weil die Leute den Klimawandel entweder selbst mitbekommen haben oder aber im Fernsehen und Internet miterleben wie sich etwa die Arktis erwärmt hat oder an welch unerwarteten Orten (wie etwa New York) nun überall Hurrikane und Taifune auftauchen. Die Klimamodelle werden aber in den Augen der meisten Klimainteressierten durch den aktuell beobachteten Klimawandel bestätigt.

    Schwierig für den Laien ist es aber sicherlich, Spekulatives von Gesichertem und Wahrscheinlichem auseinanderzuhalten. Ist nun ein Meeresspiegelanstieg von 50 cm bis 2100 zu erwarten oder ist es etwa sehr viel mehr oder deutlich weniger? Wer kann das als Laie sagen wenn sogar die Klimaexperten sich darüber streiten.

    Noch viel schwieriger ist es die Folgen der Erdsystemerwärmung einzuschätzen – selbst dann wenn man dabei ein bestimmtes Erwärmungsszenario annimmt. So entwirft etwa Greta Thunberg zusammen mit einer ganzen Reihe von Autoren (die Bücher mit den Titeln THE UNINHABITABLE EARTH oder Losing Earth schreiben) das Bild einer bevorstehenden Klimakatastrophe, der wir nur durch schnelles und beherztes Handeln entgehen können. Wie sollen Laien, wie soll das allgemeine Publikum damit umgehen? Beruhighen können sich diejenigen, die glauben, die deutsche Regierung unter der Klimakanzlerin Angela Merkel tue schon was nötig ist – denn diese Regierung tut nicht besonders viel und wenn dies die richtige Form und Intensität des Handelns ist, kann es wohl keine Klimakatastrophe geben. Ausser man misstraut der deutschen Regierung und zwar nicht in der Art wie Anhänger der AfD der Regierung misstrauen, sondern eher in der Art wie es Greta Thunberg gegenüber den meisten Regierungen tut – wirft sie ihnen doch Fahrlässigkeit vor.

    Sicher aber gilt, dass wer eine Klimakatastrophe an die Wand malt, damit implizit meint, letztlich sei jeder Erdenbürger betroffen, gehe es doch um Leben oder Tod. Das wiederum ist mit ein Grund vor einer bevorstehenden Klimakatastrophe zu warnen, denn wie will man sonst möglichst viele
    Menschen zum Handeln (als Konsument und Wähler) bewegen?

    In meinen Augen ist ein deutliche Umgestaltung der Erdoberfläche durch die zunehmende Erderwärmung sehr wahrscheinlich. Ob man das als Katastrophe betrachtet, hängt aber auch von Werturteilen ab. So gilt als ziemlich wahrscheinlich, dass ab 1.5° Celsius Erwärmung gegenüber vorindustriell die meisten Korallenriffe verschwinden. Für die einen ist das eine Katastrophe, die andern wiederum kümmert das wenig. Die meisten interessieren sich praktisch nur um den Einfluss der Klimaerwärmung auf die Welt der Menschen. Der Verlust einer Grossstadt durch den Meeresspiegelanstieg oder eine starke Verminderung der Ernteerträge in einer bestimmten Region ist für diese Menschen dann einen Katastrophe – allerdings oft nur dann, wenn sie selber davon betroffen sind.

    Selbst wenn man aber grosse Veränderungen durch den Klimawandel erwartet ist nicht immer klar, was die richtige Antwort darauf ist. Denn es gibt Zielkonflikte. So könnten die Bürger Indiens selbst in einer deutlich wärmeren Welt mit negativen Auswirkungen auf die Lebensbedingungen in Indien, trotzdem besser dran sein, wenn sie die nächsten Jahrzehten damit verbringen, den Wohlstand zu steigern, anstatt damit, die eigenen CO2-Emissionen möglichst stark zu reduzieren. Denn bei höherem Wohlstand haben die Inderinnen und Inder auch mehr Ressourcen um sich vor den negativen Auswirkungen der Erwärmung zu schützen. Beispielsweise durch Kauf einer Klimaanlage. Steigt die Temperatur dann im Sommer auf 50 Grad bei gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit, so kann die Klimaanlage sogar das Leben derjenigen retten, die sich eine solche Anlage leisten konnten. Dieses Beispiel gibt aber einen Hinweis darauf mit welchen negativen Auswirkungen mit Sicherheit zu rechnen ist: Eine wärmer werdende Welt in der sich in gewissen Regionen die Lebensbedingungen verschlechtern wird mit ziemlicher Sicherheit eine weniger gerechte und weniger solidarische Welt sein. Im Prinzip will zwar jeder den andern helfen – aber zuerst einmal hilft jede und jeder sich selbst.

  4. Holzherr: “… aber zuerst einmal hilft jede und jeder sich selbst.”

    Die “Expertise”, bzw. alles andere davor, hättest Dir und uns ersparen können.

  5. Die Klimamodelle und damit auch die “Klimatologie mit dem CO2-zentrierten Erwärmungstrend” werden zurzeit zweifach falsch kritisiert, einerseits durch nackte Zustimmung und Hinweise auf angeblichen wissenschaftlichen Konsens, der so nicht besteht, und andererseits durch nackte Ablehnung, wie sie bspw. teils von der bundesdeutschen AfD zu vernehmen ist.
    Neben der CO2-Zentriertheit, das terrestrische Klimasystem meinend, gibt es noch das zweite grundsätzliche Problem des Einmal-Stattfindens (der Erde), Trail & Error stehen beim Zusammenspiel der sog. klimarelevanten Forcings nicht bereit.
    MFG – WB

  6. @Web 🐻

    Abär ob es stimmt oder nicht, vernünftig und sinnvoll ist das Modellieren eines präventiven Verhaltens zum Klima allemal, besonders wenn man bedenkt wie sehr Überbevölkerung und Ernährung der selbigen im Raum steht!? 😒

  7. @ Kommentatorenfreund ‘hto’ :

    Sischer, es macht Sinn Klimatologie zu betreiben, Modelle auch den klimatologischen Klimahaushalt betreffend zu erstellen, auch das Streben nach einer Art Erdthermostat machte Sinn, wie die Erklärung eines geologisch neuen Zeitalters, nämlich des Anthropozän.
    Dafür, was keinen Sinn macht, ist mittlerweile eine Heranwachsende zuständig, böse formuliert.
    Den Begriff ‘Überbevölkerung’ lehnt Dr. Webbaer abär als misanthropisch ab, zudem hat sich die globale Ernährungslage in den letzten Jahrzehnten deutlich gebessert.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Webbaer (der einräumt Ihre Nachrichten weiter oben ignoriert zu haben)

  8. Bonuskommentar hierzu :

    Aber die grundlegende Physik des menschengemachten Klimawandels ist nicht allzu kompliziert, lässt sich mit vergleichsweise einfachen Modellen verstehen, und die entsprechenden Modelle aus den letzten Jahrzehnten weisen in dieselbe Richtung.

    Der Klimawandel ist offensichtlich partiell menschengemacht, Kompliziertheit liegt vor und die Richtung muss nicht bezweifelt werden, denn menschenverursachte Ausgasung wird die Atmosphäre absehbarerweise so gestalten, dass es wärmer wird. (Auf dem Erdtrabanten ohne Atmosphäre ist es bei annähernd gleichem Abstand zur Sonne deutlich kühler, bereits darüber sollten “Extremskeptiker” der Klimatologie einmal nachdenken.)
    Insgesamt regt Dr. Webbaer abär doch an Verständnis hier nicht an ‘vergleichsweise einfachen Modellen’ festzumachen, sie sind bereits jetzt nicht einfach und eingespeist wird fortlaufend neue naturwissenschaftliche Erkenntnis.
    Dr. W macht an dieser Stelle mal eine persönlich gehaltene Anmerkung, er ist nicht vom Fach, wie Sie ebenfalls nicht, Herr Dr. Pössel, schätzt Ihre Nachricht, die sich nicht nur kritisch gibt, und merkt an, dass er sich vor mehr als zehn Jahren als Fachfremder für die “Klimatologie mit dem CO2-zentrierten Erwärmungstrend” zu interessieren begann, hier in mehr als 1.000 Stunden (kein Joke – es fing damit an, dass der Schreiber dieser Zeilen bemerkt hat, dass vernünftige Personen zur hier gemeinten Klimatologie skeptisch standen) beklopft hat, sozusagen, und die Beschäftigung zur Einschätzung geführt hat, dass 1.) es womöglich weniger warm wird als prädiktiert, langsamer 2.) eine beträchtliche Anzahl der so beschäftigten Klimatologen “aktivistisch” ist und 3.) die Maßnahmen zuvörderst diskutiert werden können, die Abwehrmaßnahmen, auch unter denjenigen, die partiell eine andere Meinung haben, die zielgerichtet sein müssen.

    MFG – WB

  9. Wenn wissenschaftliche Laien sich zum Thema Klimamodelle äußen,
    kann da leider auch dieses Geschwätz bei herauskommen:

    https://www.zeit.de/2019/18/klimawandel-programme-klimamodelle-erderwaermung-co2-emissionen

    (Artikel befindet sich zum Glück hinter einer Paywall.)
    Fazit: Wissenschaftliche Modelle haben gar nicht das Ziel, zuverlässige
    Vorhersagen zu machen, und der Glaube an die Aussagekraft ist hoff-
    nungslos naiv. Besser als hier die ZEIT hätte die AfD die Klimaforschung
    auch nicht diskreditieren können…

  10. Zumindest der Artikel einer Regionalzeitung bringt es unter Aufbietung von Wissenschaftler- Zitationen fertig, im ersten Drittel zu behaupten das man an der Korrektheit der aktuellen Modelle ( zu Klimaprognosen mit absoluten Zahlen) nicht (mehr) zweifeln könne, da sie an der Vergangenheit kalibriert seien.
    Um das Ganze gegen Ende des Artikels wieder weitestgehend in Zweifel zu ziehen, weil man die komplexen Einflussfaktoren der Wolkenbidung generell (noch?) NICHT (voraus-) berechnen könne und es deshalb, wenn man wissenschaftlich korrekt bleiben wolle, nur möglich sei, eine (erstaunlich breite) stochastische Ergebnibandbreite bezüglich einer eventuell zu erwartenden globalen Erwärmung anzugeben.

    Siehe:

    https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-heidelberg-laureate-forum-die-mathematik-hinter-dem-klimawandel-_arid,468849.html

  11. Ja, dieser Artikel wirft auch kein gutes Licht auf die Klima-
    forschung. Dass trotz kompliziertester Modelle und massivem
    Einsatz von Großrechnern die Erderwärmung bei einem fest
    vorgegebenem Anstieg der CO2-Konzentration nur so ungenau
    angegeben werden kann (2-6 Grad), klingt wenig beeindruckend.
    Auch dass die Parameter der Modelle so justiert werden können,
    dass die bisherige Entwicklung einigermaßen genau “nachherge-
    sagt” werden kann, ist nicht besonders vertrauenserweckend.
    Man hätte allerdings in dem Artikel noch angeben sollen, für wie
    wahrscheinlich eine Erwärmung von unter 2 Grad oder über 6 Grad
    auf Grund der Modelle gehalten wird – das wäre etwas aussagekräftiger
    gewesen.

    Trotzdem denke ich, dass die großen Unsicherheiten ein großes
    Problem der Klimaforschung sind, auch bei der Darstellung der
    Ergebnisse in der Öffentlichkeit. Leider scheint das hier im Forum
    kein Thema gewesen zu sein. Statt dessen wurde darüber schwa-
    droniert, dass “jede Messung Unsicherheiten aufweist” und “wir nicht
    alles wissen können”, was eigentlich jedem mit ein bisschen gesundem
    Menschenverstand klar sein sollte.

  12. Herr Pössel hat unter seinem Beitrag einen Artikel auf Carbonbrief verlinkt, der den den Vergleich historischer Klimamodellierungen mit der tatsächlich eingetretenen Temperaturentwicklung zum Thema hat.

    Das sollte man sich anschauen, bevor man über die Unsicherheit von Modellen schwadroniert. Das Ergebnis spricht deutlich für die Qualität der Modelle, es passt im Wesentlichen.

    https://www.carbonbrief.org/analysis-how-well-have-climate-models-projected-global-warming

  13. @little louis
    Merkwürdig an dem Artikel ist eigentlich vor allem, dass von “Mathematiker” gesprochen wird.Dabei geht es um Klimawissenschaftler von denen einige sicherlich Mathematik studiert haben und mathematische Modelle verwendet werden, aber die Bezeichnung Mathematiker gibt deren Tätigkeit unzureichend wieder.

    Ansonsten sollte man genau darauf schauen, was dort gesagt wird. Man kann nicht daran sinnvoll zweifeln, dass die jetzige Erwärmung menschengemacht ist. Genausowenig, dass es zu weiterer Erwärmung kommen wird bei Erhöhung der CO2-Konzentration (Maßnahmen wie Sonnenverdunkelung außen vor gelassen).

    Die berichtete Unsicherheit zieht man diese Ergebnisse nicht in Zweifel. Die Unsicherheit der Klimasensitivität zwischen 2 und 5, bzw. 6 Grad. Der letzte IPCC-Bericht von 2013 (AR5) spricht von 1,5 bis 4,5 Grad und spricht von likely, was mindestens 66% entspricht. Dies ist die Gleichgewichtstemperatur. Diese bestimmt nicht direkt Änderungen innerhalb dieses Jahhunderts. Die langfristige Entwicklung hängt dabei eben von schwierig zu bestimmenden Faktoren ab. Komplexe Klimamodelle sind dabei nur eine Quelle für diese Unsicherheitsabschätzung. Dazu kommen insbesondere Paläorekonstruktion und einfache Modelle, die anhand der instrumentellen Beobachtung (seit Mitte 19. Jhd.) kalibriert sind. Diese verschiedenen Methoden sind dabei konsistent.

    Die Unsicherheit der Prognosen aufzubereiten erscheint mir da auch die größte Herausforderung für die Kommunikation. Mit Wahrscheinlichkeiten können viele Menschen nur schwer umgehen. Aber verschwiegen sollte man die Unsicherheit trotzdem nicht. Der Klimawandel wartet nicht darauf, ob die Unsicherheiten ausgeräumt sind und Unsicherheit ist nicht unser Freund. Sie geht in beide Richtungen und die Veränderungen mit denen wir konfrontiert werden verhalten sich nicht linear zum Temperaturanstieg.

  14. Den Klimawandel an Modellen festzumachen ist zum Glück nicht nötig, denn Paläoklimatologie (das Studium der vergangenen Erdklimata), die meteorologischen Messungen der letzten 150 Jahre, physikalische Grundüberlegungen, vereinfachende und viele Faktoren berücksichtigende, hochaufgelöste Klimamodelle weisen alle in die selbe Richtung. Wir können heute mit Bestimmtheit sagen, dass Treibhausgase in der Vergangenheit schon das Klima beeinflusst haben und es jetzt wieder tun . Sicher ist auch, dass positive Rückkopplungen über negative Rückkoplungen überwiegen und damit die Erwärmung stärker zunimmt als aufgrund der Zunahme von Kohlendioxid, Methan und anderen anthropogenen Treibhausgasen zu erwarten, denn bei einem wärmeren Klima steigt auch der Wasserdampfgehalt (ein Treibhausgas) der Atmosphäre und es nehmen die schneebedeckten Anteil der Erodberläche ab, so dass mehr Sonnenstrahlung adsorbiert wird. Auch die Wolkenbedeckung nimmt bei wärmeren Klima in den unteren und mittleren Luftschichten eher ab als zu.

    Dazu kommen noch die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte mit den Folgen einer steigenden Temperatur. Es zeigt sich, dass eben bereits die Zunahme der globalen Durcschnittstemperatur um “nur” 1 Grad Celsius sich viel stärker auswirkt, als von den meisten erwartet.

    Trotz all diesen Wissens aus ganz verschiedenen Quellen sind die Folgen des Klimawandels für die Menschheit und ihre Zivilisation aber höchst ungewiss. Zwar lassen sich lokale unangenehme Folgen wie mehr Überschwemmungen, stärkere, intensivere Regenfälle, grössere Trockenheit in bestimmten Regionen (wie dem Mittelmeerraum) und die Folgen von steigenden Meeresspiegeln schon jetzt beobachten. Doch wie weit der steigende Meeresspiegel Küstenstädte echt gefährdet oder die Landwirtschaft in gewissen Regionen zum Erliegen bringt oder gar die Zivilisation gefährdet, ist immer noch weitgehend Spekulation. Mit einiger Gewissheit kann man nur sagen, dass wer mehr Geldmittel zur Verfügung hat sich auch besser vor den Folgen des Klimawandels schützen kann. Lower Manhattan kann wohl genügend Geld lockermachen um sich mit einem schützenden Seewall zu umgürten, bei Bangladesh aber ist das schon weniger sicher.

    Sehr ungewiss ist auch wie weit es überhaupt möglich ist bei unverändertem Wirtschaftswachstum die Treibhausgasemissionen zu reduzieren und was dafür die besten Technologien sind. Interessanterweise gibt es heute einen weitgehenden Konsens, dass Erneuerbare die Lösung seien, gleichzeitig aber findet sich selbst nach 30 Jahren Einsatz von Neuen Erneuerbaren noch kein einziges Land auf der Erde, welches nur mit Wind und Sonne (den Neuen Erneuerbaren) mehr als 50% der Elektrizität erzeugt.
    Dass die menschengemachten Treibhausgasemissionen in den nächsten 20 Jahren ihren Höhepunkt erreichen und danach sinken, scheint alles andere als wahrscheinlich, wenn man berücksichtigt, dass die Treibhausgasemissionen nur gerade in den fortgeschrittenen Industriestaaten ganz langsam sinken (um die 1% pro Jahr oder weniger (siehe Deutschland)) und sie in Entwicklungsländern etwa im gleichen Masse steigen wie das Wirtschaftswachstum, so dass Indien bei 5% Wirtschaftswachstum 2018/2019 tatsächlich auch 5% mehr CO2 ausstösst und dass trotz massivem Zubau bei den Erneuerbaren (vor allem Photovoltaik).

    Hier im Artikel liest man zu den Prognosen bezüglich Reduktion von Treibhausgasemissionen: Aber es gibt noch Hoffnung. Jedenfalls wenn wir jetzt die nötigen Maßnahmen ergreifen.
    Bekannte Klimawissenschaftler haben tatsächlich immer wieder gesagt, es sei nur eine Frage der politischen Entscheidung, eine Frage des Willens. Ich habe aber die Vermutung, dass Wissenschaftler mit solchen Aussagen über die Machbarkeit von Treibhausgasreduktionen ihren Kompetenzbereich deutlich überschreiten.

  15. Herr Stefan,

    mir ging es allein um die Unsicherheit von Prognosen und die Art, wie dieser
    Punkt meiner Meinung nach in der Diskussion und öffentlichen Darstellung vernachlässigt wird. Dies betrifft auch die Forumsdiskussion, oder zumindest die Zusammenfassung von Herrn Pössel; die von mir und litte louis verlinkten Artikel sind weitere Belege. Die Korrektheit der historischen Modelle müsste gewiss stärker betont werden; Ihr Hinweis darauf berührt aber nicht den eigentlichen Punkt meiner Anmerkung

    Es ist eben nicht das Problem, dass die Modelle “nicht hundertprozentig genau” sind, sondern dass die Spannweite der Vorhersagen sehr groß ist.
    Um es klar zu sagen: Ich bezweifle keineswegs den menschengemachten
    Klimawandel und die Notwendigkeit entschiedener Gegenmaßnahmen. Zu-
    gleich finde ich aber, dass bezüglich des angesprochenen Punktes die Kommunikation verbessert werden muss. (Und ja, die polemische Vokabel “schwadroniert” war eine unnötige Zuspitzung meiner Kritik).

  16. @ Martin Holzherr

    Beruhighen können sich diejenigen, die glauben, die deutsche Regierung unter der Klimakanzlerin Angela Merkel tue schon was nötig ist – denn diese Regierung tut nicht besonders viel und wenn dies die richtige Form und Intensität des Handelns ist, kann es wohl keine Klimakatastrophe geben.

    Merkel ist die Kanzlerin in der deutschen Geschichte mit der größten Responsivität, d.h. es hat niemals einen Kanzler gegeben, der sein Handeln (z.B. durch intensive Nutzung von Meinungsforschung) näher an der Mehrheitsmeinung orientiert hat als Merkel.

    Die Position der großen Mehrheitsmeinung könnte man so formulieren: Es gibt einen Klimawandel, aber keine Klimakatastrophe. Entsprechend handelt Merkel. Die Klagen über ihr Nichtstun kommen von einer lautstarken Minderheit.

    Man kann das beklagen. Aber solange die Bevölkerungsmehrheit Symbolpolitik und Lippenbekenntnisse bevorzugt, wird die Regierung dies auch tun.

    PS: Zum aktuellen Spiel gehört natürlich auch, dass sich alle gegenseitig versichern, wie wichtig ihnen das Thema Klimawandel ist.

  17. Es scheint also Konsens zu sein, dass “die Modelle” eigentlich noch zu unzureichend sind und grundsätzlich nur eine stochastische Bandbreite “vorhersagen” bzw. besser “prophezeien” können. ( Ich halte es für sehr gewagt, bei der angegebenen Bandbreite noch von “Vorausberechnung” zu sprechen. Denn der Begriff Computer-“Berechnung” erzeugt beim größten Teil der Allgemeinbevölkerung das Gefühl von absolut verlässlicher Genauigkeit).

    Zumal kann man angesichts dieser generellen Ungenauigkeit und besonders im Hinblick auf die Schwierigkeiten der empirischen Datenlage für die Vergangenheit wenigstens den Verdacht haben, dass die (Gesamt-)Bandbreite eventuell auch weiter “unten” beginnen könnte.

    Wobei dann wiederum Unklarheiten bezüglich der unteren “Grenztemperatur” der Bandbreite entstehen könnten. Denn warum sollte diesbezüglich dann da etwas sicherer sein, als bezüglich der Breite der Variation. Das hat ja dankenswerterweise auch Kommentator “libetador ” hier schon angedeutet.

    Folglich könnte das immer wieder und auch hier vorgebrachte Argument , dass ein Handeln auf unsicherer Prognoselage trotzdem sinnvoll sei, da man ja quasi “nichts zu verlieren habe” nicht nur nicht stichhaltig , sondern sogar ethisch fragwürdig sein. Denn:
    1. Angenommen das CO2 würde entgegen der Erwartungen nur eine z.B. um zwei Drittel geringere Rolle spielen, hätten wir es bei den jetzt anvisierten (fast nur auf CO2- Reduktion bezogegen Maßnahmen) mit Fehlinvestitionen in bisher kaum gekanntem Ausmaß zu tun. Wer würde in einem solchen (hypothetischen) Fall dann die Verantwortung dafür übernehmen?

    2. Nur mal angenommen, die “Klimasteuerung” würde < überwiegend (!) über , Wolkenwirkungen, solare Einflüsse (zusammen mit Erdbahnvariationen), Atmosphärenverdunkelung ( durch Vulkanismus oder Meteoriteneinschlag) oder aus einer Kombinationen solch alternativer Mechanismen erfolgen, …
    ….dann könnte darüber ja auch eine Abkühlungstendenz entstehen. Und die “Bandbreite ” noch weiter nach unten schieben.
    Würden wir diese dann durch unsere radikale CO2 Reduktion noch verstärken, könnte das dann ja auch der Beginn einer “kleinen Eiszeit” mit weltweit ehöhtem (Heiz-) Energiebedarf sein.
    Ob wir damit dann glücklicher wären, als mit einer ( ev. nur moderaten) Erhöhung der Globaltemperatur?

    Ich bin mir also nicht so sicher, ob “wir” bei relativ unsicherer Datenlage bzw. aufgrund relativ unzuverlässiger (algorithmischer) Modellprognosen wirklich nichts zu verlieren haben, wenn wir rein päventiv einfach alles mal auf die Karte “maximale Reduktion von CO2” setzen.

  18. @little Louis (Zitat): “Würden wir diese dann durch unsere radikale CO2 Reduktion noch verstärken, könnte das dann ja auch der Beginn einer “kleinen Eiszeit” mit weltweit ehöhtem (Heiz-) Energiebedarf sein.”

    Welches Land hat die CO2-Emissionen radikal redduziert? Etwa Deutschland mit folgender Pro-Kopf-Emissionsdatenreihe: 1990: 12.68; 2000:10.51; 2005:10.08; 2010:9.88; 2012:9.71; 2014:9.39; 2015:9.37 206:9.47;
    Deutschland hat die CO2-Emissionen seit 1990 um 24 Prozent reduziert, also um weniger als 1 Prozent pro Jahr.

    Weltweit gibt es sowieso keine CO2-Reduktion, sondern eine Zunahme der CO2-Emissionen. Der Satz (Zitat): Ich bin mir also nicht so sicher, ob “wir” wirklich nichts zu verlieren haben, wenn wir rein päventiv einfach alles mal auf die Karte “maximale Reduktion von CO2” setzen. geht bereits davon aus, dass CO2 reduziert wird. Doch genau das passiert global gesehen weder jetzt noch in 10 Jahren. Sie müssen also nicht befürchten, sinkende CO2-Emissionen hätten schädliche Auswirkungen für die Menschheit – denn es gibt vorderhand keine sinkenden CO2-Emissionen.

  19. Nachtrag zu 11:42:
    Auch in einem kürzlichen “Spektrum Faktencheck- Artikel” wurde am Schluss “zugegeben”, dass der faktische (!) “deutsche Beitrag ” zur Lösung des GLOBALEN (physikalisch – meteorologischen) Problems selbst bei radikalsten (deutschen bzw europäischen) Maßnahmen nur äußerst gering sein könne. Bzw. sich global nur im einstelligen Prozentbereich auswirken könne.
    Er wird dort aber trotzdem als sinnvoll bezeichnet .
    Aber ausschließlich aus dem Grund, dass man dem Rest der Welt damit als eine Art von Vorbild diene , von dem “die Anderen” sich dann irgendwann (zu eigenen Maßnahmen) anstecken lassen würden.
    Dass von diesen “Vorbild – Investitionen” ( meist aus Steuermitteln) aber auch gewisse Industriezweige erheblich profitieren könnten, wurde wohlwollend verschwiegen.

  20. @ Martin Holzherr und zum Folgenden:

    “.. Sie müssen also nicht befürchten, sinkende CO2-Emissionen hätten schädliche Auswirkungen für die Menschheit – denn es gibt vorderhand keine sinkenden CO2-Emissionen….” (Zitatende)

    Soll ich jetzt (erleichtert) ausrufen “Gott (oder wem auch immer) sei Dank ?” (-: (-:

  21. @ “little Louis”

    Die Klimamodelle prognostizieren und Aussagen über die Zukunft fallen schwer.
    Die stochastischen Klimamodelle geben sogenannte Konfidenzintervalle für verschiedene Szenarien aus, da ist im oft genutzten 95 % Kondidenzinetrvall schon viel dabei, so bspw. zwischen + 4 K bis 0 K bis 2100.
    Die Ratelehre ist halt so, sie kann nicht präzise Aussagen treffen.

    Die meisten Personen verstehen gar nicht, um was es geht und denken sich, wie der Schreiber dieser Zeilen ebenfalls lange Zeit, dass da alles seinen rechten Gang geht.
    Hmm, die demokratiefeindlichen Bemühungen, da ist eine ganze Menge Expertokratisches dabei, beim sogenannten Gesellschaftsvertrag für die Große Transformation haben Sie mitbekommen?
    Ja, da machen sich in diesem Zusammenhang viele Kollektivisten ran und versuchen die von ihnen gehasste liberale Demokratie wegzukriegen, da gibt es köstliche Aussagen aktuell.

    MFG – WB

    PS:
    Hat sich “Super-Greta” schon demokratiefeindlich geäußert?
    (Dr. W versucht wegzulesen, wenn der Name des Kindes fällt, deshalb die Frage in die Runde.)

  22. @ Dr. Webbaer
    Dass ich bezüglich der “Erwärmung” schon rein wissenschaftstheoretische Spepsis anzumelden mich nicht ganz enthalten kann wird Dr. W. ja zumindest vermutenderweise schon geahnt haben.

    Bezüglich der Ursachenerforschung tippt Little Louis allerdings etwas entgegen den Einlassungen des Dr. und ja, auch weil er gerade KEIN Radika-Libetärer ist (wie es (eventuell) Dr. W zu sein scheint) und weil er manchmal Kollektivismus durchaus für zielführend hält, sobald dieser grundlibertären Boden nicht verlässt, eher auf eine andere VT:
    Nämlich dass hinter allem doch viel eher die meritokratischen Elitaristen mit ihren kapitalintensiven Spezialinteressen der eher egoistischeren Art zu stecken scheinen. Die ihre schon vor Langem durchgeführte große Transformation in ihre Taschen nicht durch eventuell schwindende (Wachstums-)Märkte zu gefährden gedenken und deswegen ganz und gar erpicht auf eine (möglichst kollektive) Erschließung neuer Märkte sind, die halt dann, wenn nur irgend möglich durch Ausschöpfung kollektiver Mittel zu erfolgen habe.
    Vielleicht hat ja “hto” auch noch was (Radikaleres) dazu beizutragen. (-: (-:

  23. @little louis
    Sie können natürlich noch weitere spekulative Mechanismen einführen für die es keinerlei Belege gibt. Das ist aber nicht durch die Evidenz gedeckt:
    “Wobei dann wiederum Unklarheiten bezüglich der unteren “Grenztemperatur” der Bandbreite entstehen könnten.”
    Die untere Grenze ist sicherer als die obere. Im AR 5 steht deswegen, dass eine Gleichgewichtsklimasensitivität unter 1K extrem unwahrscheinlich (hohe Sicherheit) ist, während eine Sensitivität über 6K nur sehr unwahrscheinlich (mittlere Sicherheit) ist. Ihre Spekulationen sind dementsprechend einzuordnen. Diese Einschätzung basiert ja auch wie angemerkt nicht nur auf Klimamodellen, sondern auf einer Reihe von konsistenter Evidenz.

    Bei der Entwicklung in Zeiträumen von Jahrhunderten ist dabei auch zu berücksichtigen, dass diese Entwicklung mit größerer Sicherheit vorhergesagt werden kann als die langfristige Entwicklung die die Gleichgewichtssentitivität angibt. Diese TCR liegt wahrscheinlich im Bereich 1-2,5 K.

    Hier kann man durchaus die Frage anbringen, ob es sinnvolle Kommunikation ist über die Unsicherheit der Gleichgewichtstemperatur zu sprechen. Welche Relevanz hat diese Unsicherheit der Klimamodelle für politische Entscheidungen?
    Die Unsicherheitsabschätzung auf Basis der Szenarien mit festem Strahlungsantrieb ist ungefähr so, dass man bei anspruchvoller Vermeidung bei 0,5 bis 1,5 K landet und bei verstärkten Emissionen bei 3 bis 5 K (Beides im Verhältnis zu 1986 bis 2005). Ich denke, dass dies die relevante Unsicherheit ist und nicht die 2 bis 5 K bei Verdopplung.

    Zur politischen Frage: Es ist ja auch nicht so, dass langfristige Maßnahmen sich nicht weiter an den tatsächlichen Verlauf der Temperaturentwicklung kalibrierbar wären. Wenn sich bis 2040 herausstellt, dass es wenig Erwärmung gab, dann könnte man sich bei der Reduzierung in schwierig zu vermeidenden Bereichen mehr Zeit lassen. Wenn sich aber das Gegenteil herausstellt, dann sollte man sich darauf vorbereiten jetzt bereits reagieren, damit man nicht unmögliche Reduktionsziele, wie vollständige globale Dekarbonisierung in 10 Jahren erfüllen müsste, um die Folgen abzumildern. Da man bisher auch, wenn die Sensitivität im niedrigen Bereich liegt, das 2K Ziel mit den bisherigen Maßnahmen verfehlt ist es müßig dabei von der Unsicherheit der Modelle zu sprechen.

  24. @little louis
    Sie melden “wissenschaftstheoretische Skepsis” an. Auf welche Autoren oder Arbeiten aus der Wissenschaftstheorie der Klimawissenschaften beziehen Sie sich dabei?
    Es gab in den vergangenen 10 Jahren dazu einige Arbeiten.

  25. @Webbaer
    Soweit mit bekannt hat sich Greta Thunberg bislang nicht demokratiefeindlich geäußert.

    Welche köstlichen Aussagen meinen Sie, die demokratiefeindlich sind?
    Meiner Meinung nach haben Alternativen zur Demokratie auch nicht grad bewiesen, dass sie besser geeignet die Emissionen zu senken.

  26. Dr. Webbaer liberal, vs. libertär, sogar ganz langweilig liberal, sozialliberal im besten Sinne des Wortes, nicht zu verwechseln mit dem Sozialliberalen in der BRD zwischen 1969 und 1982.
    Die Politisierung der Wissenschaften ist eingetreten, Klimatologen treten oft politisch auf, sie sollten dies nicht tun, sie haben kein Mandat und ihre politische Meinung lässt ihre fachliche Meinung sogar oft im Dunkeln stehen.
    Ist ein Riesenproblem. [1]

    MFG – WB

    [1]
    Vgl. bspw. auch hiermit :
    -> https://en.wikipedia.org/wiki/Feminist_anthropology (ist stark im Kommen und offensichtlich nicht ergebnisoffen forschende Tendenzwissenschaft)

  27. Hier musste Dr. W kurz schmunzeln :
    -> https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/extinction-rebellion-gruender-roger-hallam-wenn-eine-gesellschaft-so-unmoralisch-handelt-wird-demokratie-irrelevant-a-1286561.html

    Allerdings ist die Frage, ob die Demokratie den Klimawandel bewältigen kann, oft gestellt worden, teils mit negativem expertokratischen Unterton.
    Es hat sich da einiges Pack zu Wort gemeldet in letzter Zeit…

    Ja, danke für die Auskunft über “Super-Greta”.

    MFG – WB

  28. Eventuell etwas abschweifender Nachtrag nicht nur @ Dr. Webbaer, wiederum dessen Diktion versuchsweise imitierend:

    Eventueller Prä – ökö- faschistoider Tendenzen in Teilen des “grünen” Spektrums ist sich L.L.schon seit Anfang der 1980er Jahre bewusst. Das wurde damals anlässlich der “Großen Transformation” der (Kapital- und Finanzeliten-) Kritischen Linken in eine entschärfte ökologische Variante durchaus kontrovers diskutiert.
    Als nämlich (angeblich) maoistische Revolutionäre plötzlich mit traditionsbraunen Blut- und Boden- Bauern gemeinsame Sache machten und etwas später dann einige bisherige pseudorevolutionäre und eventuell als Provokatere angestellt gewesene (Verbal-) Radikalinskis aus dem Führungskreis der neuen Partei der “Grünen”allmählich zu Führungsfiguren in neoliberalen NGOs bzw. transatlantischen “Netzwerken” oder “Think Tanks” wurden.

    Alles klar diesbezüglich? (-:

  29. Zu Tim:
    Sie treffe den Nagel auf den Kopf. Allein der Begriff Klima-Kanzlerin ist ein Witz, ein Produkt unserer LeitMedien, die wiederum damit dieser Frau eine Aktivität bescheinigen, die sie nie entwickelt hat. Diese Medien schaffen auch die Mehrheitsmeinungen in dem sie Scheinwahrhheiten aufbauen, die Bürger mit den gewünschten Meinungen der Elite einlullen und belügen , Fakten verharmlosen bzw. Versager als Klima-Kanzlerin emporheben.” Mehrheitsmeinungen ” sind also das Produkt einer gezielten Manipulation der Bürger im Interesse der herrschenden Lobbyistengruppen aus Politik, Wirtschaft
    und Finanzwelt.

  30. Was im Artikel natürlich noch fehlte, war der Hinweise darauf die Diskussionen zur terrestrischen Klimaentwicklung nicht moralisch aufzuladen.
    Auch ist die Trennung zwischen der Analyse der Situation und die Wahl der Gegenmaßnahmen wichtig.
    Es wird womöglich bei keinem anderen Thema mehr gegackelt als beim Klima. das muss aufhören.

  31. Bei der ganzen Klima-Wandel-Diskussion wird unterschlagen, dass das CO2 der kleinste Einflussfaktor ist. Mindestens genauso wenn nicht stärker sind Faktoren wie Kultivierung von Fläche, Bodenversiegelung, Nebeneffekte von Kunstdüngung, Rückgang der Waldflächen, internationaler Welthandel, und viele weiter menschengemachte Einflüsse auf die Atmosphäre.

    Nun wird die Debatte vollständig verkürzt auf CO2. Insbesondere politische Maßnahmen nehmen einzig CO2-Emissionen in den Fokus, und allzusehr nur den individuellen Beitrag (Heizen und Wärme für Menschen wird problematisiert! Das ist unglaublich.).

    Nun gibt es offensichtlich für die Kombination “CO2-Einsparung” und “nicht frieren müssen” genau nur eine einzige bekannte Auflösung: Atomkraft!

    Und genau dahin soll der aktuelle Diskurs gehen, genau darum findet ein naives Kind und FFF so massive Unterstützung in Wissenschaft, Medien und Politik: in 10 Jahren sollen auch in Deutschland wieder Atomkraftwerke gebaut werden.

    Nicht umsonst investieren Gates und Co seit einiger Zeit in neue, schon wieder angeblich völlig sauber, sichere, ressourcenschonende Kernkraft – genau die gleichen Lügen, mit denen wir vor 40 bis 50 Jahren uns eine rosige Zukunft versprochen wurde – und dabei ausgenommen wurden wie die Weihnachtsgänse (nicht nur über Strom-Preise sondern auch Steuern, die in Subventionen flossen, zuletzt in die völlige Freistellung der Atomindustrie von deren bisher aufgehäufte Zukunftskosten).

    Man schaue sich die Sendungen “Querschnitt” “Der Ast auf dem wir sitzen” von Hoimar von Ditfurth und Volker Arzt an. Bei Youtube leicht zu finden. Zwei Teile, beide ansehen!) Und suche im Internet nach “Gates” und “Terrapower”.

    Und zähle 1 + 1 zusammen.

    https://www.youtube.com/watch?v=rtluPMxhdjk
    https://en.wikipedia.org/wiki/TerraPower

    Über die finanzielle Macht und weltweiten Einfluss von Bill Gates muss nichts gesagt werden.
    https://en.wikipedia.org/wiki/Bill_Gates

  32. Die Gesellschaft braucht womöglich professionelle Hilfe, wenn “Super-Greta” so viel Aufmerksamkeit geschenkt wird.
    Die Rationalisierung der Problemlage bleibt angeraten, hier ist Dr. W mit den Klimatologen dezent formuliert nicht umfänglich happy.
    Auch der dankenswerterweise bereit gestellte Artikel hat leider nicht umfänglich die Erwartung des Schreibers dieser Zeilen erfüllt, es gibt recht gute Kritik an der “CO2-zentrierten Klimatologie mit dem Erwärmungstrend”, sie ist aber leider rar und wird durch wirklich blödsinnige Kritik sozusagen in der Menge überschrieben.
    Es ist leider erforderlich sehr viel Zeit zu investieren, um als Laie hier Einblick zu gewinnen, Dr. W hat dies getan, dabei fast ausschließlich sozusagen klimatreu recherchiert. Dennoch weiß er gar nicht, ob er anderen Laien empfehlen kann sich derart umfassend zu informieren, denn es wird viel Zeit investiert, die auch anders genutzt werden kann, und eine gewisse Vorbildung ist nötig, auch i.p. Datenanalyse und hoch komplexe Systeme.
    Ansonsten, jaja, luschdiek, Herr “Stefan” (die Anführungszeichen nur deshalb, weil Sie einen als solches nicht erkennbares Pseudonym verwenden), danke.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Webbaer (der keineswegs etwas gegen die junge Dame hat, nur möglichst wenig über sie lesen möchte)

  33. Dieses Geschwätz von Demokratiefeindlichkeit ist widerlich, weil einfach nur ganz im Sinne des geistigen Stillstandes für den nun “freiheitlichen” Wettbewerb im “gesunden” Konkurrenzdenken / im Sinne der ignoranten Arroganz der Wohlstands- und Gewohnheitsmenschen im Kreislauf des imperialistischen Faschismus und der zeitgeistlich-reformistischen Bewusstseinsschwäche in Angst, Gewalt und “Individualbewusstsein” auf stets systemrationaler Bewusstseinsbetäubung, Schuld- und Sündenbocksuche – Demokratie habt ihr doch noch nie wirklich-wahrhaftig erlebt, bzw. habt ihr euch doch noch nie drum bemüht!

  34. Was sind Sie, Kommentatorenkollege ‘hto’, christlicher Sozialist oder moderater Nationalsozialist? – Irgendwie so etwas, gell, ansonsten noch kurz für Sie zur Demokratie: Diese ist an sich noch nicht wertvoll, erst die im Sinne der Aufklärung entwickelte liberale Demokratie ist gut. So zumindest die liberale Sicht, die leicht fällt, für den Liberalen.
    Was Sie wohl meinen ist kollektivistische Demokratie, die ist sicherlich kein per se zu verdammendes Gesellschaftssystem, im Gegensatz zum Liberalismus, der keinen Einzelnen fallen lassen wird, nur weil er “falsche Meinung” hat, sofern diese nicht zu Gewalt aufruft und einige kleinere Einschränkungen gibt es noch, ist die Idee des Kollektivismus immer bei klaren Feindbildern Einzelne und Gruppen von Personen fallen zu lassen, weil sie “falsche Meinung” haben, und zwar “richtig” fallen zu lassen.
    Dr. W wollte doch nur wissen, ob sich “Super-Greta” demokratiefeindlich geäußert hat, er wusste es nicht und hielt bspw. expertokratische Meinung bei ihr für möglich.
    MFG – WB

  35. Man kann sich nicht demokratiefeindlich äußern, wenn es keine Demokratie gibt – Kreuzchen auf dem Blankoscheck, was dazu auch noch zu einem parlamentarischen Lobbyismus wird, das ist keine Demokratie, das ist kapitulativ-kanalisierte Konfusion, für stets gleichbleibende Machtverhältnisse einer Minderheit!!!

  36. Es scheint dem Schreiber dieser Zeilen vermessen zu sein selbst bestimmen zu wollen, wann Volksentscheid, das Wahlvolk ist gemeint, es soll hier nicht völkisch (ein Unwort anscheinend mittlerweile in der BRD, lol) werden, die Nation meinend, geschrieben werden, also Demokratie vorliegt.

    Schauen’S, Dr. W hat den demokratischen Charakter kollektivistischer Systeme nicht abgestritten, Sie wiederum müssen der sog. Liberalen Demokratie nicht diesen Charakter absprechen, Kommentatorenkollege ‘hto’.

    Sie scheinen doch ganz nett zu sein, Kommentatorenkollege ‘hto’, also lassen Sie mal dieses Greinen und Knödeln, ihre aus diesseitiger Sicht verpeilte politische Einstellung wurde nett bearbeitet, finden Sie doch auch, oder?

    MFG – WB (der keinen Themenshift beabsichtigt, hier nicht ausbauen wird, Herr Dr. Pössel)

  37. @ Dr.W und zum Folgenden:

    “.. im Gegensatz zum Liberalismus, der keinen Einzelnen fallen lassen wird, nur weil er “falsche Meinung” hat, sofern diese nicht zu Gewalt aufruft und einige kleinere Einschränkungen gibt es noch, ist die Idee des Kollektivismus immer bei klaren Feindbildern Einzelne und Gruppen von Personen fallen zu lassen, weil sie “falsche Meinung” haben, und zwar “richtig” fallen zu lassen…
    ” (Zitatende)

    Der Herr Dr. belieben, zwar vorsichtig, weil er weiß, dass L.L etwas aufpasst, dem Kollektivismus möglichst die in dessen Namen (auch) geschehenen humanitären “Sauereien” zuzuschieben, dem Elitenliberalismus ähnliche in dessen Namen auch bzw. ebenso geschehenen Sauereien aber möglichst vom Hals zu halten.
    Wies scheint, ist der Dr. ein waschechter (neoliberaler) Meritokrat. Eine Spezies völlig selbstlos humaner Menschenkinder, die glauben (ähnlich Marx in anderem Sinne) dass die Welt (samt IHNEN und trotz des etwas debilen restlichen Fußvolkes) das Heil ALLEIN durch Wirkung IHRER ihnen (genetistisch) durch die “Vorsehung” zu Teil geworden verschäften Geisteskräfte erlangen werde.

    Wobei jedoch gelegentlich der kollektive Plebs aufgrund Ermangelung von Durchblickskraft ganz bockig es verweigert, den Heilanden mit Dankbarkeit zu frönen.

    (War jetzt eventuell etwas “didaktisch zugespitzt” . Was aber ja gerade Mode ist.
    Ich kann ja hier nicht auch noch wütend heulend fast das Gesicht verziehn und die Elitokraten anschrein , sie würden Volkes Zukunft klau(e)n.)

  38. Man kann den bisher in Erscheinung getretenen “kollektivistischen” Systemen einen demokratischen Charakter nicht bescheinigen, das ist in jeglicher Kompromissbereitschaft zum “freiheitlichen” Wettbewerb ja auch nicht möglich, also waren diese auch nur eine imperialistisch-faschistische Spielart mit gleichen Symptomatiken.
    Wenn die “Gewinner” des “Kalten Krieges” es zugelassen hätten, auf ostdeutschen Boden nun einen Sozialismus-Versuch ohne Mauern zu starten (was ja durchaus gewünscht wurde), dann wäre dies wohl erstmals auch ein echter Demokratie-Versuch gewesen, mit …!?

    Wie auch immer, das einzig menschenwürdig-demokratische Potential für ein reformwürdig-nachahmenswertes Vorbild, steckt in der Ideologie des Sozialismus, besonders weil auch die Bibel / das christliche in zweifelsfrei-eindeutiger Wahrheit dies formuliert.

  39. Oje, die Diskussion (wenn man das überhaupt so nennen kann), ist ja ganz schön
    aus dem Ruder gelaufen. Inzwischen sind wir also beim Thema Sozialismus an-
    gekommen. Ich hoffe, ich habe nicht entscheidend dazu beigetragen. Jedenfalls
    war es nicht meine Absicht, irgendwelche Klimaskeptiker anzufeuern.

    Wie gesagt, ich zweifle nicht an, dass die grundlegenden physikalischen Gesetze
    stimmen; dass CO2 als Treibhausgas wirkt, lässt sich ja mehr oder weniger aus
    der Quantenmechanik ableiten. Allein dieser Zusammenhang und die Entwicklung
    in der Vergangenheit sind in meinen Augen ausreichend für die Legitimierung des
    Anliegens zur CO2-Einsparung. Genaue Prognosen können die Forderungen un-
    terstützen, sind aber nicht unabdingbar.

    Allerdings habe ich den Eindruck (ohne mich mit irgendwelchen Details auszuken-nen oder Fachliteratur gewälzt zu haben, das gebe ich offen zu), dass das Zusam-menwirken der vielen komplexen Faktoren im Klimasystem Erde insgesamt noch nicht gut verstanden ist. Allein die Notwendigkeit, tausende Simulationen mit variierenden Parameterwerten auf Großrechnern durchzuspielen, deutet darauf hin. Auch der Wikipedia-Artikel zum Thema “Klimasensitivität” trägt nicht dazu bei, etwas an diesem Eindruck zu ändern, besonders der Absatz zu den Klima-modellen nicht.

    Wenn es also solche grundlegenden Verständnisprobleme gibt, dann sollte man
    das auch der Öffentlichkeit gegenüber zugeben. Man sollte nicht suggerieren,
    das Hauptproblem bestünde lediglich in der Modellierung komplizierter regionaler
    Szenarien oder in der Tatsache, dass keine “hundertprozentige” Genauigkeit erzielt
    werden kann.

  40. Je defensiver und sachbemühter, auf Einwände lauschend ein Klimatologe ist, desto besser wirbt er um Vertrauen, Herr Gerkmann.
    Hans von Storch ist bspw. ein deutscher Klimatologe, der (zumindest gelegentlich) schon sehr sehr defensiv ist und er publiziert per WebLog, empfehlenswert, klimatologische Marktschreiertypen generieren dagegen tendenziell Misstrauen, gerade wenn sie offen politisch sind (und nicht einmal selbst forschen, so etwas gibt es auch).

    Allerdings habe ich den Eindruck (ohne mich mit irgendwelchen Details auszuken-nen oder Fachliteratur gewälzt zu haben, das gebe ich offen zu), dass das Zusam-menwirken der vielen komplexen Faktoren im Klimasystem Erde insgesamt noch nicht gut verstanden ist. Allein die Notwendigkeit, tausende Simulationen mit variierenden Parameterwerten auf Großrechnern durchzuspielen, deutet darauf hin.

    Also das mit der großen Anzahl der Iterationen geht iO, gehört sozusagen zur Stochastik, zur Ratelehre, ansonsten Zustimmung, das Klimasystem ist unzureichend verstanden, es ist teuflisch schwierig einzelnen Wirkfaktoren Klimarelevanz genau zuzusprechen. Trial & Error gehen halt nicht, die Modelle können weltlich nur einmal getestet werden, also die Welt findet nur einmal statt, haha.
    Insofern ist der Schreiber dieser Zeilen von der CO2-Zentriertheit, es wird ja fast schon mit Dreisätzen argumentiert, lol, der Veranstaltung irritiert.

    MFG – WB

  41. Man könnte / sollte auch fragen:
    Wie können wir ZUNEHMEND WEISE über Klimamodelle reden?

    Gerkmann: “… das keine hundertprozentige Genauigkeit erzielt werden kann.”

    Wofür soll diese Genauigkeit denn herhalten – für die gewohnte Mentalität der ein Fünftel der Weltbevölkerung die wie die Margarine sein dürfen/wollen (“Ich will so bleiben wie ich bin”)?

    Oder, wenn diese Genauigkeit wider zynisch-intrigantem Erwarten drastische Maßnahmen unausweichlich erfordert, bist du dann bereit für wirklich-wahrhaftige Maßnahmen wo keiner verliert, sondern nur dazu gewinnt???

  42. @ hto und zu :

    “.. besonders weil auch die Bibel / das christliche in zweifelsfrei-eindeutiger Wahrheit dies formuliert…” ( Zitatende)

    Das ist (zumindest so und ohne nähere rationale Begründungsargumentation) zunächst mal nur eine rein metaphysische Glaubensaussage.Die darf man zwar auf jeden fall “haben”. Allerdings dürfte man es nicht als wissenschaftliche Begründung für eine Politik (oder auch sonstwas) geltend machen. Und dann natürlich auch nicht als alleinige (oder gar wissenschaftliche ) Begründung für den Sozialismus. Denn für diesen gibt es noch eine Menge anderer,auch wissenschaftlicher , “Begründungen”.
    Zum Beispiel aus dem Bereich der Ökonomie oder der “(Soiziologischen) Anthropologie”. Vor allem aber auch aus dem Bereich der (nichtreligiösen) philosophischen Ethik.
    Man braucht sich damit auch keineswegs nur auf Marx beschränken. Es gibt neuerdings wieder eine Menge Literatur dazu.Unter anderen (!!)hat auch Madame Wagenknecht dazu Bücher veröffentlicht.

  43. “Wie können wir vernünftig über den Klimawandel reden…”
    Das Auto fährt gegen die Wand, aber man unterhält sich über die Geschwindigkeit mit der es gegen die Wand fahren soll . Vernunft hat etwas mit Einsicht zu tun. Täglich lese ich neue Meldungen von der Klimafront: Die Wälder im Harz sterben langsam ab, die Gletscher in Grönland tauen ab etc….Wie schön, dass man sich da vernünftig bei einer Tasse Kaffee unterhält. Klimatabellen sind wie Statistiken. : Glaube keiner, die du nicht selbst gefälscht hast. Diese Fälscher glaube ich inzwischen zu kennen…

  44. @ Ralf Gerkmann und speziell zu:

    “…dass CO2 als Treibhausgas wirkt, lässt sich ja mehr oder weniger aus
    der Quantenmechanik ableiten….” (Zitatende)

    Sie sind ein ganz schöner Witzbold: “….mehr oder weniger…” !!
    Da liegt ja gerade einer der “Haupthunde” begraben.
    (-:

  45. @ Dr. W. und zum Folgenden:

    “… Trial & Error gehen halt nicht, die Modelle können weltlich nur einmal getestet werden, also die Welt findet nur einmal statt, haha…” (Zitatende)

    Ganz so einfach ist es auch wieder nicht. Denn die “Modellbauer” erheben ja den Anspruch, die Trefferquote ihrer Modellvorhersagen oder das Maß ihrer Genauigkeit an der Vergangenheit dadurch überprüfen zu können, dass sie diese an historischen Klimadaten quasi “eichen” oder “kalibrieren”.

  46. @ hto und zum Folgenden:

    “.. bist du dann bereit für wirklich-wahrhaftige Maßnahmen wo keiner verliert, sondern nur dazu gewinnt???..” (Zitatende)

    Einfach mal so zu behaupten dass es solche Maßnahmen tatsächlich gäbe oder auch nur dass sie “unabwendbar ” seien, ist schon wieder (zumindest eine halbe) (metaphysische?) Glaubensaussage.

    Sie tun einem “Sozialismus” damit keinen Gefallen. Denn angenommen, es “fallen” Ihre Hypothesen mal (z.B. wegen mal nachgewiesener Unwissenschaftlichkeit oder voreiliger Annahmen) , dann “fällt” (wegen Unglaubwürdigkeit bzw. eines zunehmenden Vertrauensverlustes in die wissenschaftliche und/oder “ethische Integrität”seiner Protagonisten) eventuell auch der Sozialismus.
    Und damit “fällt” dann auch (um es mal etwas euphemistisch bzw. in Ihrem Sinn zu formulieren) “das Heil oder die Erlösung der Welt”. (-:

  47. @ Querdenker und zu:

    “… Die Wälder im Harz sterben langsam ab, die Gletscher in Grönland tauen ab etc….Wie schön, dass man sich da vernünftig bei einer Tasse Kaffee unterhält. .”
    (Zitatende)

    Und die Wirtschaft schmiert zunehmend schneller ab!
    Und viele Menschen machen sich zunehmend Sorgen über ihre ökonomische Situation im Alter!
    Oder ob ihr Arbeitsplatz in zwanzig Jahren nach zunehmender Digitalisierung noch benötigt wird……….

    Wie können wir da NICHT an CO2 und dessen radikale Reduktion denken ?

    Ja wie nur, ja wie nur?

  48. Also das ist vielleicht schon geschrieben worden, little Louis, also dieses Beispiel :
    1.) Es wird bis 2100 nicht wärmer.
    2.) Die Klimamodelle bleiben empirisch adäquat.
    3.) Weil diese Nicht-Erwärmung an einem der beiden äußeren Enden der Konfidenzintervalle (das 95 %-KI. oder zur Sicherheit das 99 %-KI. sind gemeint) liegt.
    4.) Der “Bär” tanzt, Klimatologen werden “geteert und gefedert”, aber sie haben ordentliche Arbeit geleistet (nun, zumindest aus ihrer Sicht).

    Ist das mit der absehbaren Nichtfalsifizierbarkeit des Klima(gesamt)modells verstanden worden?

  49. @little louis

    Wie gesagt, ich bin kein Fachmann. Soviel ich weiß, absorbiert und emittiert das CO2- Molekül aber Strahlung im Infrarotbereich, und die genaue Frequenz lässt sich mit relativ elementarer Quantenmechanik ausrechnen. Allerdings ist man bei fast jedem quantenmechanische System, das komplizierter als das Wasserstoff-
    atom ist, auf numerische Näherungsverfahren angewiesen. Darum ist es keine Herleitung im streng mathematischen Sinn, und deshalb meine Einschränkung “mehr oder weniger”. Das ändert aber nichts an der Sicherheit und hohen Ge-
    nauigkeit des Ergebnisses. Sie können mich gern korrigieren, wenn ich da falsch liegen sollte.

  50. Nachtrag insbesondere @ hto:
    Die kapitalstarke marktradikale Oberschichtelite der (US-) Neocons (und ähnlich Fraktionen) suchen schon seit Jahrzehnten bei “der Linken” ständig nach Angriffspunkten in wissenschaftlicher , wissenschaftstheoretischer , wissenschaftspolitischer oder auch ethischer Hinsicht , um sie als “emotional -antiratinale , rein ideologiegesteuerte Traumtänzer darzustellen .
    Die unfähig seien zur völlig rationalen Einsicht, das nur eine meritokratische Oberschicht unter unbehinderter Anwendung der radikalen Marktmechanismen die (bzw. vor allem ihre) Welt vor dem Untergang durch die zunehmende Herrschaft des bildungsfreien und zu rationlen Überlegungen unfähigen “Pöbels”retten könne.
    Da kommt denen jede fahrlässige “Dummheit” des eher linken und elitenkritischen Lagers gerade recht. Und deren Hauptdummheit ist schon seit graumer Zeit, aus rein propagandastrategischen Überlegungen (und aus Angst vor dem Kontaktschuldvorwurf)so zu tun (!), als sei jedes Argument allein schon deshalb falsch, weil es auch (!) vom politischen Gegner vorgebracht wird.

    Aber wir befinden uns halt schon seit einiger Zeit (wieder) in einem “Kalten – Propaganda- Krieg.Und da hat man schon immer etwas “Leichtgläubige”und aus welchem Grund auch immer eher Unkritische als eine Art von “nützliche Idioten” manipulativ für die eigenen Zwecke eingebunden.

    Und zwar gerade auch mehr oder weniger viele Linke und Linksliberale . Vor allem auch viele religiös- sozialistische “Herz- Jesu- (Pseudo ?-) Linke. Dazu braucht man sich nur den Anteil an (öffentlich) engagierten (christlichen) Kirchenmitgliedern am Personal der SPD oder auch (wenn auch etwas weniger) bei der Partei ” Die Linke” anzuschauen.
    Das sind jetzt natürlich zum großen Teil auch Fans der (fast schon ) “Heiligen Greta” (-:

  51. @little louis

    Bzgl. Glaubenssatz, bzw. Wahrheit der biblischen Texte: Wer lesen UND (befreit/ohne …) DENKEN kann …! :))

    Und was “unabwendbar” angeht: Da habe ich “Oder, wenn ..” geschrieben! WENN ;-))
    Ausserdem geht es hier um Vernunft, womöglich sogar Weisheit :))

  52. @ Ralf Gerkmann und zu:

    “..Wie gesagt, ich bin kein Fachmann…” (Zitatende)

    Ich genauso wenig. Zumindest nicht für Physik, Mathematik bzw. gar speziell Thermodynamik.

    Aber manchmal fällt Leuten von “außen” etwas eher auf. Und falls z.B. Physik bzw. Meteorologie nicht als “Geheimwissenschaft” betrachtet wird , sollte das so ja auch in Ordnung sein.
    Eventuell sind viele von “Innen” auch gezwungen, Aufgefallenes lieber für sich zu behalten. Und manchmal ist auch schlicht etwas weniger “Betriebsblindheit” die Ursache für einen etwas (!) klareren Blick von “außen” auf Vorgänge “weiter drinnen”. (-:
    Und für Fachleute müsste es doch ein Leichtes sein, laienhafte Fehleinschätzungen aufgrund nur oberflächlicher Fachkenntnisse gut verständlich und argumentativ sauber zu korrigieren. Schließlich sind hierzulande sehr viele Wissenschaftler auch “in der Lehre” tätig.

    Was aber überhaupt nicht geht, ist das Pseudoargument, dass man bestimmte physikalische Mechanismen nur wirklich verstehen könne , wenn man zur Lösung äußerst komplexer Differenzialgleichungen befähigt wäre.

  53. @ Dr.W.und zu :

    “...Ist das mit der absehbaren Nichtfalsifizierbarkeit des Klima(gesamt)modells verstanden worden?..” (Zitatende)

    Absolut. Darauf reite ich ja auch immer wieder herum . Und zwar nicht nur bezüglich der Klimahysterie.
    Aber das ist doch kaum mehr relevant. Und zwar weil man von Klimahysteriker- Seite aus inzwischen argumentiert, dass man auch bei geringerer Wahrscheinlichkeit eines Katastrophenszenarios entweder rein präventiv oder aus “Vorbild- Gründen für “die Anderen” oder aus geopolitischen (oder parteipolitschen oder ähnlichen) Gründen trotzdem (dann unter Panik- Vorspielung) die maximalsten Anti- CO2- Maßnahmen ergreifen müsse.

  54. @little Louis,

    eines muss man ihnen lassen: unter den Leugnern des anthropogenen Klimawandels sind sie einer der Unbegabtesten. Ich würde vorschlagen, sie setzen ihre Agitation dort weiter fort, wo das nicht ohne weiteres auffällt. Im Forum von Telepolis oder im Blog von Jocelyne Lopez. Dort vermag ein alter weisser Mann wie sie noch reüssieren.

    Grüsse galileo2609

  55. Endlich wieder Mr. GALILEOxxxx !

    Wenn Sie auftauchen, weiß ich immer, dass ich mit meiner Kritik wohl ziemlich nahe am Schwarzen bin bzw. eventuell fast ins Schwarze getroffen habe. Selbst wenn ich mir vorher gar nicht so ganz, ganz sicher war.

    Und eines muss man Ihnen lassen: Unter den Blogwarten sind Sie einer der Fleißigsten. (-:

  56. @little Louis,

    ihre sogenannte Kritik ist ausschliesslich eines: strunzdummes Geschwurbel. Bewegen sie ihren braunen Pensionistenarsch dorthin, wo sie ihrer Anhängerschaft sicher sein können: zu Jocelyne Lopez, zu Ken Jebsen, zur AfD …

    Grüsse galileo2609

  57. Zum Folgenden:

    “…Bewegen sie ihren braunen Pensionistenarsch dorthin, wo sie ihrer Anhängerschaft sicher sein können: zu Jocelyne Lopez, zu Ken Jebsen, zur AfD …
    Grüsse galileo2609…”
    (Zitatende)

    Das war der beste “Schenkelklopfer” heute. Aber die Absicht ist wohl klar:
    Der Blog läuft wegen solcher Kommentare und vor allem nach womöglich ähnlich “sachlicher” Reaktionen dann (irgendwie ungklärt) wegen “Krawall” aus dem Ruder und muss dann “leieieieieder” deswegen geschlossen werden.

    Und schon sind die unangenehmen Diskussionen (zumindest vorläufig) beendet.
    Eventuell halt wieder mal “die alte Laier”.

    Ach ja nochwas:

    Ich bin unter Anderem wegen genau solcher Kommentare (eventuell aus demselben (……-) Stall) erst auf die Namen Jebsen und J. Lopez aufmerksam geworden.
    Als ich noch junger und wilder war , hab ich auf solche Kommentare noch deutlicher geantwortet. Ist aber hier nicht nötig , weil sie ” für sich selbst sprechen”. (-:

  58. @ Axel Krüger:

    Greta zu Trump: Hi, Mr. President, I´m Greta .
    Trump zu Greta: NO, NO, You´re wrong. I´m greater!

    Moin – moin. (Gehts weiter)

  59. @ galileoxxxx

    Jetzt noch eine Rüge: ” Reüsieren ” (oder so ähnlich) musste ich googeln.
    Das ist nicht sehr fein. Wie soll Little Louis da was vom großen Galileo lernen?

  60. Selbstverständlich gibt es viele Unsicherheiten bezüglich des Klimas, es gibt aber auch viele gesicherte Erkenntnisse dazu. Zu den gesicherten Erkenntnissen gehört der Anteil des CO2 in der Atmosphäre und die Wirkung desselben bezüglich einer globalen Erwärmung.

    In den letzten Jahren haben satellitengestützte Instrumente Daten auch aus entlegenen oder bisher unerreichbaren Gebieten geliefert. Jedes Jahr wird die Datenlage unfangreicher, genauer und zuverlässiger.

    Unsicher ist die Berechnung des Klimas für eine bestimmte Zeit und für einen bestimmten Ort mittels der Modelle. Sicher ist aber die physikalisch verursachte und akute globale Erwärmung und der irreversible Wandel des Klimas über Jahrhunderte. Wo die Forscher anfangs noch unsicher waren, gibt es jetzt deutlich sichtbare Anzeichen und Ereignisse für das Ausmaß und für die Folgen der globalen Erwärmung.

    Von Hysterie kann keine Rede sein. Die ökonomischen Schäden des Klimawandels werden gigantisch sein und die Kosten von Gegenmaßnahmen bei weitem übertreffen. Dazu kommen menschliche Tragödien durch Naturkatastrophen und massenhafte Fluchtbewegungen. Allein der Anstieg des Meeresspiegels wird viele millionen Menschen direkt betreffen.

    Es ist grotesk oder trumpisch, wie Laien ohne jede Fachkenntnis meinen, ihre Phrasen, Unterstellungen und Verleumdungen, gewürzt mit Hass und Hetze (z.B. gegen Greta), verbreiten zu müssen, um die eigene Unwichtigkeit ertragen zu können. Die Ignoranz oder Ablehnung als Kritik rechtfertigen zu wollen, ist blödsinnige Ausrede und Ablenkung. Es ist völlig richtig, dass die Jugend dagegen rebelliert. Es ist nicht deren Aufgabe, Lösungen anzubieten, die dann ohnehin von den Ignoranten zynisch abgelehnt würden.

  61. Von Hysterie kann keine Rede sein.

    Haha, erst die Sache mit dem “Rezo” (gesprochen wohl “Rieso”), dann die mit Super-Greta, dann die Vermischung von Situationsanalyse und Maßnahme, Gesinnungsethik statt Veranwortungsethik nennen das einige, Dr. W ahnt dagegen eher, dass da wieder doitsches Vorreitertum am Start ist, deutscher Sonderweg, eine Sache um ihrer selbst Willen tun…
    (Und nebenbei gehts den Bürgern noch einmal verstärkt ans Steuersäckel, wo die BRD schon Superstaat Numero Uno ist.)

  62. @ Anton Reutlinger
    Zu “….Hass, Hetze und Desinformation durchFake- news….”

    Die beim HR können das Warnen vor “fake- News” besser.

    https://www.hr-inforadio.de/programm/wissenswert/wissenswert-algorithmen-jagen-fake-news—forschungsprojekte-gegen-falschinformation-,epg-so-14700.html

    Das Lustige dabei ist aber , dass die immer nur mit dem ganz langen Finger und der ganz langen Nase von sich weg auf den politischen Gegner deuten und versuchen, davon abzulenken, dass die restlichen 4 Finger auf Sie selbst zurückdeuten. Denn nahezu alles, was sie dem politischen Gegner in dieser Hinsicht vorwerfen, praktizieren sie seit Langem selbst.

  63. Für die vielen Unterstellungen und teils persönlichen Beschuldigungen hier vermisse ich rationale Indizien oder glaubhafte Hinweise. Dass es keinerlei Belege für die Unterstellungen gibt, liegt in der Natur der Sache. Grundsätzlich sollte eine solche Diskussion an Aussagen zum Thema orientiert sein, nicht an perönlichen Merkmalen oder Handlungen.

    Dass “Leuten von außen” etwas auffällt, was den Insidern entgangen ist, das ist wohl die Ausnahme. Dass es vorkommen kann, rechtfertigt allgemein Skepsis und möglicherweise Kritik, nicht aber Zweifel ohne sachlich fundierte Begründung. Auch Zweifel um des Zweifelns willen sind nicht legitim, ebenso wenig Zweifel auf Grund veralteter oder exzentrischer Theorien. Ablehnung auf Grund von Vorurteilen oder von Vorlieben kann nicht als berechtigte Kritik kaschiert werden.

    Es ist ein Irrtum zu glauben, dass die globale Erwärmung im Jahr 2100 plötzlich aufhört, weil Modelle und Prognosen bis dahin ausgelegt sind. Die Erwärmung geht dann beschleunigt weiter. Das betrifft natürlich nicht mehr die heutigen Rentner, wohl aber massiv diejenigen, die ab heute geboren werden, als unsere Kinder oder Enkel. Es ist daher das Recht der Jugend zu protestieren und zu rebellieren. Da es um existenzielle Konsequenzen oder das Überleben geht, darf der Protest gesellschaftliche Konventionen und Regeln auch überschreiten!

  64. @anton reutlinger und zu:

    “..Das betrifft natürlich nicht mehr die heutigen Rentner, wohl aber massiv diejenigen, die ab heute geboren werden……….” (Zitatende)

    Sie haben Recht. Kann mir eigentlich weitgehend egal sein. Jeder Generation ihre eigenen (eventuellen!) Dummheiten bzw. Irrtümer. (-:

  65. Zum Folgenden:

    ” …Wir widerlegen einige der beliebtesten Behauptungen von so genannten Klimawandelskeptikern….” (Zitatende)

    Zu diesem Mythen- Verbreitungs- Artikel von Spektrum hab ich neulich schon bei KenFM einen Kommentar geschrieben.

    Der Spektrum-Artikel bestätigt im letzten Absatz genau das, was AUCH die AfD heute kritisch aufgreift. Man ist sich auch im Spektrum -Artikel am Ende durchaus bewusst, dass alle deutschen CO2- Reduktionsmaßnahmen einzig und allein symbolischer Art sein können und nur aus “didaktischen” Außenwirkungsgründen in Bezug auf den Rest der Welt durchgeführt werden.

  66. @little louis

    Ich genauso wenig. Zumindest nicht für Physik, Mathematik bzw. gar speziell Thermodynamik.

    Keine Ahnung und stolz darauf XD

    Muss man auch nicht haben, Hauptsache Rassismus wird in Kommentarbereiche gekippt.

  67. @little louis

    Zu diesem Mythen- Verbreitungs- Artikel von Spektrum hab ich neulich schon bei KenFM einen Kommentar geschrieben.

    Erbelegt nur das ihr lügt wie gedruckt.

  68. Fast täglich kommen Meldungen wie folgende im Spektrum:

    Die Ostantarktis galt bislang als der letzte wirklich große Eisschild der Erde, der noch kaum vom Klimawandel betroffen ist. Doch die Zeichen mehren sich, dass selbst hier die Erderwärmung zunehmend dem Eis zusetzt. Eine Auswertung von Satellitenbildern vom Januar 2017 zeigt beispielsweise, dass im damaligen Südsommer mehr als 65 000 Schmelzwasserseen die Gletscher überzogen – deutlich mehr, als die Wissenschaftler um Chris Stokes von der Durham University erwartet hatten, wie sie in »Scientific Reports« schreiben.

    Bis zum Ende des letzten Jahrhunderts konnte man Aussagen der Wissenschaftler noch infrage stellen, weil sie noch nicht so verlässlich waren. Das ist heute nur noch mit größter Ignoranz möglich. Diese Ignoranz mit verlogenen Zweifeln ist ökonomisch existenzgefährdend und wahrscheinlich tödlich für viele unserer Nachkommen in aller Welt.

    Es ist nicht die Aufgabe von Klimamodellen, für bestimmte Orte und bestimmte Zeiten Prognosen zu machen, sondern zunächst Analysen zur Gewinnung von Erkenntnissen durchzuführen und dann die Entwicklung und den generellen Verlauf des Klimas durch variable Kombination von Parametern zu bestimmen. Das Klima an bestimmten Orten und zu bestimmten Zeiten hängt von den lokalen Bedingungen, von vielen Zufälligkeiten und schließlich vom künftigen Verhalten der Menschheit ab.

  69. Noch so genaue Voraussagen über den zu erwartenden globalen und regionalen Klimawandel durch unserer technischen CO2-Emissionen werden unser Verhalten nur tendenziell nicht aber von einem Zeitpunkt auf den nächsten radikal verändern und es ist ein grundlegender Irrtum unsere Energie- (Öl, Gas,Kohle) und Bautechnologie (Zement, Stahl) könnte von einem Jahrzehnt aufs Nächste radikal umgestellt werden und das bei unverändertem gesamtwirtschaftlichem Output. Denn vieles was zu CO2-Emissionen beiträgt hat lange Lebensdauern. Dazu gehören nicht nur Kohlekraftwerke, sondern auch Gebäude mit ihren Heizungen und Kühlungen, Automobile und Lastwagen und vieles mehr. Ein anderer Irrtum ist es zu glauben, grosse Teile der Menschheit würden aus Klimaschutzgründen auf Wirtschaftswachstum verzichten. Ja es ist nicht einmal zu erwarten, dass der internationale Flugverkehr aus Klimabedenken zurückgeht.

    Wenn man dies berücksichtigt, kommt man zum Schluss, dass wir heute nicht entscheiden, ob wir in den nächsten 20 Jahren komplett von CO2-Emissionen wegkommen, sondern heute entscheiden wir, ob wir einen Prozess in Gang setzen, der in den nächsten 30 bis 50 Jahren in den heutigen Industrieländern und in 50 bis 80 Jahren global in einer CO2-neutralen Wirtschaftsweise resultiert oder aber wir entscheiden die Dinge so weiterlaufen zu lassen wie bisher – wobei ich mit bisher die langsamen CO2-Reduktionen der Industrieländer von 1% pro Jahr und die schnellen CO2-Mehremissionen in Entwicklungsländern von 3 und mehr Prozent pro Jahr meine.

    Clean Energy/Clean Economy und die atmosph. CO2-Werte im Jahr 2100

    Wenn wir in Bezug auf die CO2-Emissionen alles so weiterlaufen lassen wie bisher und wir nur geringe Fortschritte in CO2-neutralem Wirtschaften erreichen aber weiterhin ein Weltwirtschaftswachstum von 3 bis 4 Prozent pro Jahr haben, dann werden die atmosphärischen CO2-Konzentrationen das ganze 21. Jahrhundert steigen – selbst wenn die CO2-Emissionen in den USA, Europa, Japan, Australien zurückgehen und sich die CO2-Emissionen in China stabilisieren. Ganz einfach darum, weil die Entwicklungsländer bei Wachstumsraten von 5% pro Jahr und mehr und dem Zwang die insgesamt billigsten Technologien einzusetzen um ein Ziel zu erreichen, ihre CO2-Emissionen weiterhin erhöhen werden. Das entspricht dann dem Representative Concentration Scenario 6.0 (siehe http://www.climate.be/textbook/chapter6_node5.html ), wo im Jahr 2100 die atmosphärische CO2-Konzentratation etwa 650 ppm (heute 410 pmm) betragen wird und der Temperaturanstieg gegenüber vorindustriell zwischen 2.5 und 3 Celsius betragen wird mit tendenziell weiter steigender Temperatur nach 2100.

    Erreichen wir aber eine Wende im den Sinne, dass sich CO2-neutrale Technologien in den Bereichen Energie, Transport (inklusive Fliegen), Bau (Zement) und Konstruktion (Stahl) sowie Agrikultur entwicklen, die zuerst von den Industrieländern schliesslich aber auch von den Entwicklungsländern übernommen werden, dann landen wir beim Representative Concentration Scenario 4.5 (siehe http://www.climate.be/textbook/chapter6_node5.html ) mit atmosphärischen CO2-Konzentrationen von 550 pmm im Jahr 2100 (heute 410 ppm) und einem Temperaturanstieg von 2 bis 2.5 Grad Celsius gegenüber präindustriell. Bei diesem Szenario – also dem Szenario RCP 4.5 würden die globalen Gesamt-CO2-Emissionen um 2030 ihren Höhepunkt erreichen, dann lange konstant bleiben um schliesslich nach 2050 deutlich zu sinken.

    Fazit: Das CO2-Emissions-Szenario RCP 4.5 mit nicht mehr weiter steigenden Emissionen nach 2030 und fallenden ab 2050 ist das bestmögliche Szenarion das die Menschheit erreichen kann, wenn das Wirtschaftswachstum unverändert bleibt, aber möglichst schnell auf CO2-neutrale Technologien umgeschwenkt wird.

  70. Der Begriff des Klimawandels ist denkbar schlecht gewählt. Das Klima wird sich infolge des Treibhauseffekts in einigen Regionen stark und in anderen Regionen wenig verändern. Ein Wintermantel oder eine Dämmung ist bei kalten Temperaturen effektiver als bei warmen Temperaturen. Daher wird sich das Klima in Polarregionen stärker ändern als in äquatorialen Regionen. Der Klimawandel ist nur die Folge der globalen Erwärmung.

    Insgesamt wirkt eine starke Dämmung ausgleichend bezüglich der Temperaturen. Die Jahreszeiten werden verschwimmen und teilweise ganz verschwinden. Das ist für die Biosphäre eher ungünstig, weil sie von Energiedifferenzen lebt. Selbstverständlich ist eine Prognose dazu noch viel schwieriger als für den Klimawandel, weil nicht voraussehbar ist, wie hoch der CO2-Anteil der Atmosphäre noch steigen wird.

    Geradezu eine Dummheit oder Verlogenheit ist die Behauptung einer Sättigung des Treibhauseffekts bei weiterer Erhöhung des CO2-Anteils. Eine Sättigung gäbe es nur, wenn die Erhitzung der Erdoberfläche und damit die Emission von IR stark ansteigen würde, so dass ein größerer Anteil davon in den Weltraum strahlen würde.

  71. Um die generelle Problematik von Modellrechnungen zu verstehen, lohnt es sich einen Blick in die gut dokumentierte Vergangenheit zu werfen. Zwischen Prognose und Realität kann ein erheblicher Unterschied liegen, auch dann wenn sich angeblich fast alle Wissenschaftler einig sind.

    Mitte August des Jahres 1974 erschien ein SPIEGEL-Artikel mit der Überschrift Katastrophe auf Raten?
    Link: https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41667249.html

    Dort heißt es u.a…

    Kommt eine neue Eiszeit? Nicht gleich, aber der verregnete Sommer in Nordeuropa, so befürchten die Klimaforscher, war nur ein Teil eines weltweiten Wetterumschwungs, ein Vorgeschmack auf kühlere und nassere Zeiten

    Spätestens seit 1960 wächst bei den Meteorologen und Klimaforschern die Überzeugung, daß etwas faul ist im umfassenden System des Weltwetters: Das irdische Klima sei im Begriff umzuschlagen. Symptome dafür entdeckten die Experten nicht nur in Europa, sondern inzwischen in fast allen Weltregionen.

    Es werden dann im Artikel u.a. eine Reihe von auffälligen Wetter-Ereignissen der damalig jüngsten Vergangenheit aufgeführt, um die Prognose einer Eiszeit zu begründen.

    Und nun (fein) aufgepasst, Der »SPIEGEL des Jahres 1974« schreibt …

    [Auszüge]

    In der Zeit zwischen 1890 und 1945 hatten die Wissenschaftler eine allgemeine Erwärmung des Erdklimas registriert. Die globale jährliche Durchschnittstemperatur stieg in diesem Zeitraum um etwa 0,7 Grad. In Polnähe wurde es sogar um mehrere Celsiusgrade wärmer.

    Die Verringerung der Sonneneinstrahlung um nur ein Prozent oder eine Zunahme der durchschnittlichen Bewölkung des Planeten um nur vier Prozent würden genügen, um eine neue “große Eiszeit” auszulösen

    Einig sind sich die Wissenschaftler immerhin über einige Faktoren, die das komplexe Klimageschehen bestimmen, wie etwa die Schwankungen der Sonnenaktivität, Unregelmäßigkeiten in der Umlaufbahn des Planeten Erde um die Sonne, Schlingerbewegungen der Erdachse, Strahlenschauer aus den Tiefen des Universums und auch Veränderungen im irdischen Magnetfeld,…

    ..Und je deutlicher sich in der Folgezeit eine Großwetter-Wende abzeichnete, desto häufiger tauchte in den Fachblättern der Meteorologen die Frage auf, ob nicht womöglich in naher Zukunft eine neue Eiszeit heraufziehe..

    Die Chancen für eine rasche Rückkehr des günstigen Klimas etwa der dreißiger Jahre, so taxierte der US-Wetterforscher James McQuigg, stünden “bestenfalls eins zu 10 000”. Globale Kälteperioden, so errechnete auch der britische Klimatologe Hubert Lamb, dauerten normalerweise mindestens 40 Jahre; Jahrzehnte würden vergehen, bis der Atlantik, einmal abgekühlt, •sich wieder erwärmt habe

    Plakatives Fazit
    Vor „kurzem“ wurde von den »Experten« noch eine neue Eiszeit prognostiziert, jetzt ist es eine »Heißzeit«

    Menschengemachtes CO2 als Hauptverursacher einer globalen Erderwärmung zu „identifizieren“ ist unbegründet. Sonnenaktivität und »Umpolung« des Erdmagnetfeldes sowie eine ganze Reihe von möglichen (zyklischen) Veränderungen sind »irdische Normalität«. Das wahre Problem ist die Überbevölkerung hinsichtlich sehr realer Probleme, Stichwort Ressourcen…

    Neuzeitliche Klimarettung? Was Menschen für das Weltklima bedeuten ist der Erde völlig egal!

    Zeiträume von 100 Jahren besitzen keine Aussagekraft. Prognosen sind unbegründet.

    Der „Unterschied“ zum SPIEGEL von 1974 und heute ist wohl eher der Umstand, daß zunehmend kollektive Hysterie und Infantilismus der Gesellschaft, ausgelöst durch ideologisierte Mainstreammacher, Sachlagen dominieren. Forscher liefern offensichtlich Ergebnisse, die Forschungsgelder bringen.

  72. @ Martin Holzherr und zum Folgenden:

    “…Wenn man dies berücksichtigt, kommt man zum Schluss, dass wir heute nicht entscheiden, ob wir in den nächsten 20 Jahren komplett von CO2-Emissionen wegkommen, sondern heute entscheiden wir, ob wir einen Prozess in Gang setzen, der in den nächsten 30 bis 50 Jahren in den heutigen Industrieländern und in 50 bis 80 Jahren global in einer CO2-neutralen Wirtschaftsweise resultiert ……..”
    (Zitatende)

    Die neuen Weltweit- Fünzig- Jahres- Planwirtschaftler ! Honecker würde staunen. (-:

  73. @Dirk Freyling
    Der Spiegel war weder damals noch ist er heute eine Quelle, der den Stand der Wissenschaft richtig zusammenfasst. In den letzten Jahren hatte der Spiegel mit Axel Bojanowski regelmäßig angeblichen “Wissenschaftler”-Zweifel am Klimawandel publiziert (der in Wahrheit nichtwissenschaftliche Positionen enthielt). Und auch 1974 stellte der Spiegel nicht den Stand der Wissenschaft dar: Hypothesen zum Umkippen des Nordatlantikstroms sind heute wie damals auch in der Wissenschaft vorhanden, aber dass dies sehr wahrscheinlich sei oder gar eine globale Abkühlung bewirken würde, war damals wie heute entgegen der Dartstellung des Spiegels eine Außenseiterposition weniger Wissenschaftler. Ich empfehle die Lektüre von wissenschaftlichen Quellen oder zumindest Sekundärquellen mit umfassenden Literaturreferenzen statt Spiegel-Artikeln. Mit falschen Prämissen kommt man zu falschen Schlussfolgerungen.

  74. @Dirk Freyling 30.09.2019, 13:17 o’clock

    Es war damals auch so, daß die globale Temperatur in der Zeit von 1940 bis 1976 gesunken ist. Dieser Sachverhalt wird durch das “global dimming” wegen Abgase wie SO2 und Ruß erklärt. Interessanterweise sollen auch die Kondensstreifen ihren Beitrag dazu geleistet haben. Heiute solle diese zur Erwärmung beitragen.

    Gruss
    Rudi Knoth

  75. @Wizzy 30.09.2019, 14:34 o’clock

    Diese Eiszeitwarnungen gab es aber auch in einer populärwissenschaftlichen Sendung im Fernsehen.

    Gruss
    Rudi Knoth

  76. @Wizzy,

    der SPIEGEL gilt in Deutschland nach wie vor als »Leitmedium«. Nach wie vor lassen sich Menschen davon stark beeinflussen.

    Bitte Quellen für …, aber dass dies sehr wahrscheinlich sei oder gar eine globale Abkühlung bewirken würde, war damals wie heute entgegen der Darstellung des Spiegels eine Außenseiterposition weniger Wissenschaftler

    Meine Meinung zum SPIEGEL [online]
    Oft sind es die kritischen, realitätsnahen Kommentarschreiber (sofern diese nicht zensiert wurden), die die richtigen Schlüsse ziehen, Fakten benennen und den Artikel-Autor als vollkommen ideologisiert und komplett realitätsfremd entlarven. Doch wer liest mehr als eine Artikelüberschrift, wer liest mehr als den Artikel? Das Propaganda-Blatt SPIEGEL als Garant für Desinformation grüsst täglich.

    Zum Zustand des SPIEGELs ein Kommentar von Wolfgang Bok in der NeuenZürcherZeitung vom 21. Juni 2019 Link: https://www.nzz.ch/meinung/es-gruent-in-den-redaktionen-der-deutschen-mainstream-medien-ld.1488781

  77. @ Wizzy und zu :

    ” … Mit falschen Prämissen kommt man zu falschen Schlussfolgerungen…”
    (Zitatende)

    Stimmt schon.
    Aber mit schwammigen oder gar theorieinduziert (oder aus welcher Motivation auch immer) manipulierten Datenlagen kommt man zu genauso falschen Schlussfolgerungen. (-:

  78. @Dirk Freyling (Zitat: “Das Propaganda-Blatt SPIEGEL als Garant für Desinformation grüsst täglich.”)

    Dabei erscheinen im Spiegel doch gerade viele Artikel, die die Bedeutung des Klimawandels herunterspielen. Das hat sich erst jüngst, also erst seit kurzem geändert.

    Es gilt aber folgendes: Ob SPIEGEL, WELT, Facts oder FAZ, alle müssen bezüglich Klimawandel zum gleichen oder ähnlichen Schluss kommen – zum Schluss nämlich, dass die Wissenschaft heute sehr viel Argumente, Daten und Fakten besitzt, die für einen anthropogenen Klimawandel sprechen.

    Politisch unterschiedliche Positionen können diese Zeitungen und Zeitschriften nur in Bezug auf die “richtigen”, bezugsweise angemessenen klimapolitschen Massnahmen, einnehmen., denn selbst wenn es einen Erdsystemerwärmung gibt, heisst das noch lange nicht, dass das was Merkel oder was die Potsdamer Klimawissenschaftler an Massnahmen vorschlagen, das richtige sein muss.

    Doch leider ist es nicht durchwegs so, dass der Spiegel das wiedergibt, was die Klimawissenschaft erarbeitet hat. Nicht selten werden von Spiegel Aussenseitermeinungen vertreten oder Klimawissenschaftler zitiert und interviewt, die andere Meinungen vertreten als der IPCC. Dazu gehört etwa die Stimme von Hans von Storch, über dessen Ansichten man in der englischsprachigen Wikipedia folgendes liest (übersetzt von DeepL):
    Die wissenschaftliche Forschung steht vor einer Krise, weil ihre Persönlichkeiten die Themen übersehen, um in einem hart umkämpften Markt für aktuelle Informationen Aufmerksamkeit zu erregen”[3].

    “Die Panikmacher denken, dass der Klimawandel etwas extrem Gefährliches, extrem Schlechtes ist und dass ein wenig übertriebenes Verkaufen, wenn es einem guten Zweck dient, nicht so schlecht ist.”[4]

    Im Dezember 2009 äußerte er Bedenken über die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft und kritisierte einige öffentlich sichtbare Wissenschaftler für die Vereinfachung und Dramatisierung ihrer Kommunikation. Er verwies auf den deutschen Waldsterben-Hype der 1980er Jahre:[5].

    Die Forschung über den Waldsterbenrückgang in Deutschland kann als Beispiel am anderen Ende des Spektrums dienen. Die Wissenschaft der Waldschäden wurde in den 1980er Jahren stark politisiert und als Unterstützung für eine spezifische, vorgefasste “gute” Umweltschutzpolitik genutzt. Der daraus resultierende Überverkauf und die Dramatisierung brachen in den 90er Jahren zusammen, und Nachrichten über ungünstige Entwicklungen in den deutschen Wäldern sind in Deutschland inzwischen ein Verkaufsschlager. Ein Beobachter schrieb 2004: “Der Schaden für die Wissenschaftler ist enorm. Niemand glaubt ihnen mehr.” Natürlich beschränkte sich der Schaden nicht nur auf die Forstforscher, sondern auch auf andere Umweltwissenschaftler und Politiker.

    Im Januar 2011 wurde Storch vom Magazin Focus als “Klimarealist” zu den 100 einflussreichsten Deutschen gezählt[6].

    Am 20. Juni 2013 erklärte Storch: “Bisher konnte niemand eine überzeugende Antwort darauf geben, warum der Klimawandel eine Pause zu machen scheint. Wir stehen vor einem Rätsel. Die jüngsten CO2-Emissionen sind sogar noch stärker gestiegen, als wir befürchtet haben. Infolgedessen hätten wir nach den meisten Klimamodellen in den letzten 10 Jahren einen Temperaturanstieg um etwa 0,25 Grad Celsius (0,45 Grad Fahrenheit) gesehen. Das ist nicht passiert. Tatsächlich betrug der Anstieg in den letzten 15 Jahren nur 0,06 Grad Celsius (0,11 Grad Fahrenheit) – ein Wert, der sehr nahe bei Null liegt. Dies ist ein ernstes wissenschaftliches Problem, mit dem sich der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen (IPCC) bei der Vorlage seines nächsten Bewertungsberichts Ende nächsten Jahres auseinandersetzen muss.”

    Doch Storch lag mit seiner behaupteten Klimapause falsch. In Wirklichkeit lässt sich die Klimapause mit der Klimavariabilität erklären.

    Und sie Herr Freyling liegen noch weit mehr daneben, wenn sie die Erdsystemerewärmung generell anzweifeln zumal sich die Erwärmung fast genau so abspielt wie von Klimamodellen vorausgesagt.

  79. Es ist immer lustig, wenn Kritiker der Wissenschaft und der Mainstreammedien eigene Informationsquellen anführen (z.B. EIKE), die keinerlei wissenschaftlichen Ansprüchen genügen, sondern immer wieder veraltete, exzentrische oder schlicht unwahre Behauptungen wiederholen. Der Fortschritt der Wissenschaft geht an ihnen völlig vorbei. Die Schwätzer von Fakenews verbreiten selber Fakenews, Beispiele Trump oder AfD.

  80. Wer Klimaschutzmassnahmen verhindern will, der wird kaum der Versuchung widerstehen, den Klimawandel selbst abzustreiten. Firmen, die Öl fördern, stehen beispielshaft für diese Strategie.
    Und klar kostet Klimaschutz. Das abzustreiten wäre töricht. Umfragen zeigen nun, dass breite Bevölkerungsschichten vom Klimawandel überzeugt sind, aber dass sie kaum zu höheren Ausgaben bereit sind um ihn abzuwenden. Das wiederum ist das Kapital von dem die Klimaleugner gerade jetzt zehren, denn sie wissen, dass ihre Position kaum noch haltbar ist und nur noch wenige überzeugt. Doch wer nichts ausgeben will für Klimaschutz, der nimmt gern Zuflucht zu einer Ausrede und solch eine Ausrede liefern die verbleibenden Klimaleugner.
    Gerade liest man in Focus online: “Für die AfD wird der Protest gegen Klimaschutzmaßnahmen nach den Worten ihres Vorsitzenden Alexander Gauland künftig eines ihrer wichtigsten Themen sein. “Die Kritik an der sogenannten Klimaschutzpolitik ist nach dem Euro und der Zuwanderung das dritte große Thema für die AfD”, sagte er der “Welt am Sonntag”.
    “Alle anderen Parteien machen den Irrsinn mit”

    “Wir haben damit ein Alleinstellungsmerkmal, weil alle anderen Parteien ja den Irrsinn mitmachen, den Greta Thunberg neuerlich angeheizt hat, als sie vor den Vereinten Nationen ausrastete.”

    Fazit: Heute hätten Klimaleugner kaum noch Zuhörer, wenn dieselben Klimaleugner ihren Zuhörern nicht zugleich versprechen würden, dass sich das Leugnen des Klimawandels für die Leugner finanziell lohnt.

  81. Herr Pössel hat unter seinem Artikel einen link zu Carbobrief gegeben, wo jeder selbst anschauen kann, wie gut ältere Modelle die inzwischen eingetretene globale Erwärmung prognostiziert haben.

    https://www.carbonbrief.org/analysis-how-well-have-climate-models-projected-global-warming

    Das ständige Monieren der sog. “Skeptiker” an der Qualität der Modelle ist damit mehr oder weniger substanzlos.
    Wer das nicht akzeptieren will, hat eben ein Problem, das nichts mit Wissenschaft zu tun hat, sondern mit Ressentiments.

  82. Leider haben die Protagonisten der Klimamodelle wenig bis nichts dazugelernt. Statt falsche Prognosen zum Anlass zu nehmen, um über die generelle Modellstruktur noch einmal nachzudenken, werden im Nachhinein mittels freier Parameter Korrekturen vorgenommen, die dann zu passenden Ergebnissen bezüglich der dokumentierten Klimavergangenheit passen. Dann beginnt wieder dasselbe Spiel mit Zukunftsprognosen. Die Richtigkeit der Klimamodelle mißt sich aber an der Voraussagefähigkeit und die war immer dürftig.

    Ob sich die Erde nun um ein oder zwei Grad demnächst erwärmt oder abkühlt ist realistisch betrachtet eine Eigenschaft eines natürlich-irdischen Prozesses. Einige Regionen werden aus Sicht der dortigen Bewohner negativ andere positiv beeinflusst.

    Herr Holzherr, der Vollständigkeit halber sei erwähnt, ich hege keine Zweifel an der Erderwärmung, so wie ich keine Zweifel an einer Abkühlung hegen würde. Plakativ formuliert: Es ist mir relativ egal. Wenn ich mich entscheiden müsste, wäre ich für eine Erwärmung. Ich mag den Anblick von Palmen und würde gerne Zitronenbäume anpflanzen. Das ist derzeit leider 35 km von der Ostseeküste nicht möglich. Da Sie auch andere Beiträge (zu diesem Thema) von mir kennen, wissen Sie ja u.a., daß Pflanzen selbst, könnten diese eine Entscheidung treffen, den CO2-Anteil von derzeit ~ 420 ppm auf 800 ppm erhöhen würden.

    »Facing reality«
    Die erste und wichtigste Maßnahme für ein sozialeres und umweltfreundlicheres zukünftiges Leben auf der Erde ist eine deutliche Reduktion der Weltbevölkerung. Alle anderen Maßnahmen sind mit großem Abstand wenig effizient und nicht nachhaltig.

  83. @Martin Holzherr 30.09.2019, 16:16 o’clock

    Dabei erscheinen im Spiegel doch gerade viele Artikel, die die Bedeutung des Klimawandels herunterspielen. Das hat sich erst jüngst, also erst seit kurzem geändert.

    Welche sind denn diese Artikel? Die Artikel aus den 90ern hatten die damals aktuelle Entwicklung (Abkühlung) korrekt beschrieben. Schon in den 80ern gab es ein Titelbild mit einem zum großen Teil unter Wasser stehenden Kölner Dom. Und da ich lange Zeit den Spiegel gelesen habe, kann ich Ihre Einschätzung nicht teilen.

    Gruss
    Rudi Knoth

  84. @ Rudi Knoth

    Ich habe hier nur mal drei links herausgesucht, in denen die Spiegel-Berichterstattung kritisch beleuchtet werden, es gibt noch mehr davon.

    Der Wissenschaftsjournalist Robin Avram hat die Berichterstattung von Spiegel und Zeit untersucht und beim Spiegel eine deutliche Verzerrung der wissenschaftlichen Positionen gefunden, indem Außenseiter zu Rede kamen, die das Problem herunterspielen.

    https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/spiegel-vs-zeit-zum-klimawandel/

    https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/avram-zu-klima-spiegel-olaf-stampf-und-hans-von-storch/

    https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/klimaforscher-bashing-beim-spiegel/

    Auch Axel Bojanowski ist bekannt dafür, im Spiegel lieber die chronisch die Klimatologen und das IPCC kritisiert zu haben, anstatt seriösen Wissenschaftsjournalismus zu betreiben.

    Hier ein Beispiel:

    https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/spiegel-zum-meeresspiegel/

    Ein Zitat aus diesem Artikel von Stefan Rahmstorf über den Artikel von Bojanowski:

    “Ich habe einmal bei John Church und Simon Holgate nachgefragt, was sie von den Aussagen des Artikels halten. Church schrieb mir: “Both the in situ and satellite data show this faster rate. I would have stressed the agreement.” Und Holgate schrieb schlicht: “Axel Bojanowski misrepresented my views”.”

  85. Ein beliebter Irrtum ist die Behauptung, Pflanzen hätten einen Vorteil von höherer CO2-Konzentration und würden besser gedeihen. Es ist zwar richtig, dass Pflanzen CO2-konsumieren via Photosynthese, aber der Zusammenhang ist viel komplizierter. Insbesondere C4-Pflanzen können eine erhöhte CO2-Konzentration kaum verwerten. Die Photosynthese hängt wesentlich von Licht, Wasser und Nährstoffen ab. Zudem ist die Wirkung der verstärkten Photosynthese für den Ertrag nutzlos. Letztlich werden die Pflanzen durch Naturkatastrophen infolge der globalen Erwärmung viel mehr geschädigt als sie durch erhöhte CO2-Konzentration gewinnen könnten.

    All diese Fakten sind längst bekannt. Die Zweifler und Leugner des Klimawandels beziehen sich penetrant immer nur auf veraltete und längst korrigierte Erkenntnisse, die ihre verqueren Ansichten bestätigen sollen. Dass der Klimawandel lokal und partiell vorteilhaft sein kann, ändert nichts daran, dass er global in Katastrophen führt.

  86. @Rudi Knoth: Als Axel Bojanowski SPON-Redakteur war (ab Okt.2019 “Bild der Wissenschaft”), erschienen viele Artikel, die etwa die “Klimapause” (1998-2013) als Widerspruch zur These der anthropogenen Erwärmung herausstellten.
    Sie haben aber recht, dass das Spiegel-Magazin den Klimawandel sehr früh zum Thema machte.

    @Dirk Freyling, Zitat “Wenn ich mich entscheiden müsste, wäre ich für eine Erwärmung. Ich mag den Anblick von Palmen und würde gerne Zitronenbäume anpflanzen.”
    Antwort: Heute leben dort viele Menschen wo die Ernteerträge gross sind (Bangladesh, Indien, etc.) und dort wenige, wo sie fehlen (Sahara, arabische Halbinsel, Kalahari-Wüste, Sahel-Zone). Wenn sich die Klimazonen verschieben und beispielsweise der Mittelmeerraum austrocknet passt die Bevölkerungsdichte nicht mehr zum Klima. In Ländern wo der Meeresspiegel zudem die Landfläche verkleinert, könnte das einen eigentlichen Exodus auslösen. Bangladesh wäre ein solcher Kandidat.
    Unabhängig von der Änderung der klimatischen Verhältnisse ist der Meeresspiegelanstieg ein Problem für unzählige Küstenstädte und für grosse küstennahe Regionen. Dazu kommt noch die Zunahme von Extremwetterereignissen.

    Fazit: Ein ungebremster Klimawandel macht geradezu gewaltige Anpassungen grosser Teile der Erdbevölkerung nötig. Schon heute zeichnet sich aber ab, dass Regionen, die vom Klimawandel weniger betroffen sind wie Mittel- und Nordeuropa, Kanada und Russland sich aber gegen eine Immigration von Klimaflüchtlingen stemmen würden. Mit anderen Worten: Die Zukunft in einer Welt mit sich stark änderndem Klima schafft Ungerechtigkeit, Ungleichheit und viele stark Benachteiligte ohne dass es eine Bereitschaft des Rests der Menschheit gäbe, diesen Bedrängten zu helfen.

  87. @Martin Holzherr 01.10.2019, 14:46 o’clock

    @Rudi Knoth: Als Axel Bojanowski SPON-Redakteur war (ab Okt.2019 “Bild der Wissenschaft”), erschienen viele Artikel, die etwa die “Klimapause” (1998-2013) als Widerspruch zur These der anthropogenen Erwärmung herausstellten.

    Ich habe mir einige der Artikel angesehen. Ihre Bewertung kann ich nicht teilen. Sie haben zwar den “Hiatus” beschrieben, aber nicht dir von Ihnen genannte Schlussfolgerung getroffen.

    Gruss
    Rudi Knoth

  88. @anton reutlinger

    Ein beliebter Irrtum ist die Behauptung, Pflanzen hätten einen Vorteil von höherer CO2-Konzentration und würden besser gedeihen.”…

    Dann belegen Sie mal Ihre Irrtums-Aussage möglichst mit wissenschaftlichen Quellen…

    Eine erhöhte CO2-Konzentration von beispielsweise 800 ppm schadet den C4-Pflanzen nicht und die C3-Pflanzen freuen sich sprichwörtlich riesig.

    Und auch für anton reutlinger gilt,

    »Facing reality«
    Die erste und wichtigste Maßnahme für ein sozialeres und umweltfreundlicheres zukünftiges Leben auf der Erde ist eine deutliche Reduktion der Weltbevölkerung. Alle anderen Maßnahmen sind mit großem Abstand wenig effizient und nicht nachhaltig.

    anton reutlinger sollte sich mal ehrlich die Frage stellen, warum er diese einfach zugängliche Erkenntnis lieber nicht thematisieren möchte…

  89. @dirk freyling
    Sie können doch selber im Internet recherchieren. Dort finden Sie Quellen und Links zu den betreffenden Studien.

    Ein Artikel in SPON von Axel Bojanowski 2016:

    Die Welt sei in den vergangenen Jahrzehnten erheblich grüner geworden. Eine Grünfläche doppelt so groß wie die USA sei seit 1982 hinzugekommen.
    ..
    Die Forscher um Zaichun Zhu von der chinesischen Akademie der Wissenschaften haben Satellitendaten der globalen Pflanzenwelt ausgewertet.
    ..
    Der weiter steigende Ausstoß von CO2 werde aber wohl kaum für ein stetes Ergrünen der Welt sorgen, meinen die Forscher um Zaichun Zhu. Studien hätten ergeben, dass Pflanzen sich an die größere CO2-Menge anpassen würden, ihr Wachstum also nachlasse. Der Grund: Es stünden gleichzeitig nicht mehr Nährstoffe zur Verfügung, deren Menge im Boden sei begrenzt.

    Bei stark steigendem CO2-Gehalt der Luft, so glauben die Gelehrten, würde sich der Effekt bei grassierendem Klimawandel sogar umkehren: Pflanzen dürften vermehrt Hitze, Dürren oder Starkregen ausgesetzt sein.

    Dann fangen Sie mal an, die Weltbevölkerung zu reduzieren, so schnell wie möglich.

  90. Warum es sich lohnt, CO2-Emissionen möglichst rasch zu reduzieren?
    1) Weil CO2 lange in der Atmosphäre verweilt und unerwünschte Auswirkungen der damit einhergehenden Erwärmung und der Versauerung der Meere entsprechend lange anhalten
    2) Weil eine starke Erdsystemerwärmung potenziell fatal ist, falls sich dadurch etwa der Zustand des Weltozeans stark verschlechtert (anaerobe Zonen, etc.) oder die landwirtschaftilchen Erträge global zurückgehen.
    3) Weil die Erdsystemveränderungen, die mit der Erwärmung einhergehen ein grosses Konfliktpotenzial bieten
    4) Weil Kohle, Öl und Erdgas sowieso irgendwann ersetzt werden müssen, denn ihre Vorräte sind endlich. Ein Verzicht auf die Ausbeutung von Kohle, Öl und Erdgas bis zum letzten Tropen/letzten Gasvolumen/letzten Kohlekörnchen, schafft zudem eine Reserve auf die man bei Bedarf zurückgreifen könnte.
    5) Weil die Entfernung von 10 Gigatonnen CO2 (global werden jetzt 35 Gigatonnen CO2 pro Jahr emittiert) aus der Luft über 1 Billion Dollar kostem würde und dies heute niemand zahlen könnte.
    6) Weil die Erderwärmung irgendwann doch wieder zurückgeht und sich die Menschheit dann erneut anpassen muss wobei erneut Migrationsströme zu erwarten sind.

  91. anton reutlinger und Denkverwandte,
    was von SPIEGEL online Artikeln generell zu halten ist, wissen Sie doch schon. Konkrete Quellenangaben Ihrerseits zu wissenschaftlichen Publikationen Fehlanzeige.

    Dann fangen Sie mal an, die Weltbevölkerung zu reduzieren, so schnell wie möglich.

    Wenn Sie auf ein schnelles Ableben meiner Person hinauswollen, dann verdeutlicht Ihre Aussage, neben Ihrer rein emotionalen aggressiven Betroffenheit, letztendlich nur Sachunkenntnis. Übrigens habe ich mich ganz bewusst schon vor langer Zeit entschieden, keine Kinder in die Welt zu „setzen“.

    Derzeit wächst die Erdbevölkerung um ~ 225.000 Menschen pro Tag, meist in sehr ärmlichen Verhältnissen, nahezu ohne Perspektive auf ein „normales“ Leben im Sinne einer existentiellen Grundversorgung. Das macht jährlich weitere ~ 82 Millionen potentielle „Verbraucher“, zu den derzeit rund 7,7 Milliarden. Link: https://www.worldometers.info/world-population/?

    All diese Leute wollen konsumieren und in diesem Sinne „industrialisiert“ werden und mobil sein.

    Was wird wohl ein armer Mensch aus dieser Region gegen sein Fahrrad „eintauschen“, wenn er denn eins hat(te) und zu wirtschaftlichen „Erfolg“ gekommen ist? Ein elektrisch betriebenes Zweirad? Wohl kaum. Er wird sich ein benzinbetriebenes Mofa/Moped zulegen. Wogegen wird er sein motorisiertes Zweirad „eintauschen“, wenn er das denn wirtschaftlich kann? Höchst wahrscheinlich gegen ein gebrauchtes Auto, möglicherweise aus importierten europäischen Alt-Beständen. Hier fast verschrottet, wird es auf einer holprigen Strasse irgendwo in Afrika noch lange nicht nur CO2 ausstoßen.

    [ Lassen wir mal ein paar Millionen Deutsche außen vor, die zumindest in ihrer Fantasie de-industrialisiert werden wollen, ohne jedoch realen Verzicht erleiden zu müssen [?!?]. Wie so oft ist hier Fontane zu erwähnen, » Wir stecken bereits tief in der Dekadenz. Das Sensationelle gilt und nur einem strömt die Menge noch begeisterter zu, dem baren Unsinn. « ]

    Sie sollten als Grundlage Ihrer Bewertungen deutlich mehr aktuelle Informations-Realität u.a. bezüglich der Ursachen einfordern. Beispiele gibt es genug…

    Siehe Deutsches Ärzteblatt respektive die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)

    In Afrika südlich der Sahara kann jede zweite Frau, die eine Schwangerschaft verhindern möchte, nicht verhüten. Dadurch bekommen Frauen dort im Durchschnitt ein Kind mehr, als sie sich wünschen. Dabei ließe sich durch eine andere Verhütungspolitik das rasante Bevölkerungswachstum in der Region deutlich verlangsamen.

    Laut DSW werden in Entwicklungsländern 20.000 Mädchen unter 18 Jahren Mütter – oftmals ohne ein Recht auf Mitsprache. Aktuellen Prognosen der Vereinten Nationen zufolge wird sich die Bevölkerung in Afrika südlich der Sahara von heute rund einer Milliarde Menschen bis 2050 voraussichtlich verdoppeln und bis 2100 fast vervierfachen… Link: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/106316/Im-suedlichen-Afrika-kann-jede-zweite-Frau-nicht-verhueten

    Weltweit hat eine Frau im Schnitt 2,5 Geburten, in Afrika sind es 4,4. Hätten diese Frauen die Wahl, schreibt die Gates-Stiftung, wäre das Bevölkerungswachstum um 30% reduziert. Doch wegen Armut, mangelnder Bildung und weil in etlichen Drittweltländern Kinderreichtum ein Statussymbol ist, sind viele Bemühungen vergebens. Während in Großbritannien beispielsweise 92,6 Prozent aller Frauen Verhütungsmittel benutzen, sind es im Südsudan lediglich 4 Prozent. Bill Gates sagt: „Kein Geld dieser Welt kann Afrika retten, nur Geburtenkontrolle.“

    Die (deutsche) CO2-Mission scheitert schlicht an der Unfähigkeit auch nur in die Nähe einer globalen Lösung zu kommen. Jedes Klimamodell mit Fokus auf eine effiziente CO2-Reduktion scheitert gleichfalls an der Realität der Überbevölkerung.

    CO2, wenn überhaupt, ist ein Folgeproblem. Mit Sicherheit ist menschengemachtes CO2 jedoch erst einmal von der Anzahl der Verursacher abhängig. Dann darauf zu hoffen, daß auch weiterhin weite Teile einer stetig wachsenden Weltbevölkerung in Armut freiwillig wenig produzieren und wenig konsumieren will und Schwellenländer „grüne“ Technologie (die dort meist gar nicht existiert) favorisieren, kann nur darauf zurückzuführen sein, daß diese »Wunsch- und Fantasie-Denker« von der realen Welt wenig bis nichts gesehen haben. Darauf zu hoffen, daß aus dem deutschen Energiedesaster (keine Zwischenspeicher der hochsubventionierten vermeintlich „regenerativen“ Energieanlagen, bereits jetzt horrender Stromkosten weder Rohstoffe noch Ladestationen noch notwendige Infrastruktur…) in den nächsten Jahren eine „blühende“ alternative Energiewirtschaft entsteht, der hat den Schuss nicht gehört.

    Deutschland ist im globalen Vergleich bereits jetzt am Ende, ähnliches gilt für die Kernländer der Europäischen Union.

    Deutsche Suchhilfen: marode Infrastruktur, Innovationsstau, Bildungsmisere, Rentenproblematik, Politikversagen, fehlender Netzausbau, Schwarzbuch Bund der Steuerzahler, Neuer Berliner Flughafen, Stuttgart 21

    Glaubt in Deutschland wirklich jemand ernsthaft, daß sich Autokonzerne von einer Horde infantilisierter Träumer und mainstream-hype gesteuerter Hysteriker demnächst abservieren lassen? dream on….

    Exemplarisch: VW macht mittlerweile 40% des Umsatzes in China. Internationale Konzerne verlagern verstärkt ihre Produktion dorthin, wo ein entsprechender Markt existiert. Sollte dieser in Deutschland nicht mehr existieren (können, weil “Grün-Liebhaber” an der Macht durchdrehen), dann wird es VW eben nur noch woanders geben, wenn nötig.

    Griechenland mit chinesischem Hafen ist ein Vorgeschmack auf zukünftige europäische Verhältnisse …

    Es bleibt dabei…

    »Facing reality«
    Die erste und wichtigste Maßnahme für ein sozialeres und umweltfreundlicheres zukünftiges Leben auf der Erde ist eine deutliche Reduktion der Weltbevölkerung. Alle anderen Maßnahmen sind mit großem Abstand wenig effizient und nicht nachhaltig.

    Mein Tipp an die Holzherrs, reutlingers & Denkverwandte, lernt (wenn nötig) Englisch und lest mal internationale Einschätzungen insbesondere zur deutschen (Gesamt-)Situation.

  92. @Dirk Freyling: In 30 Jahren ändert sich die Weltbevölkerung nicht mehr als um 20% – ob sie nun an Zunahme oder Abnahme denken. Wenn sie an der Populationsschraube drehen müssen sie also eine ganze Generation warten bis zu einer Verdoppelung oder Halbierung – aber so viel Zeit bleibt nicht für die Menschheit.

    Nach englischsprachiger Wikipedia gilt: In Japan betrug die Bevölkerung im Jahr 2008 128.1 Millionen und nimmt seither ab. Es wird erwartet, dass diese Zahl bis 2040 auf 107 Millionen (16%) und bis 2050 auf 97 Millionen (24%) schrumpfen wird, wenn sich der derzeitige demografische Trend fortsetzt.

    In Bezug auf die Umweltbelastung ist aber nicht die Zahl der Menschen sondern das Welt-BIP das Problem, denn mit zunehmenden Einkommen gib es mehr Autos, wird mehr geflogen, mehr gebaut (Villa anstatt Mietwohnung), etc.
    Doch wenn all diese Produkte kein CO2 ausstossen, wenn also Autos, Häuser und Flüge CO2 neutral sind, dann ist selbst eine Zunahme der Autos, Häuser und Flüge kein Problem.

  93. @ Dirk Freyling und zum Folgenden:

    “….Mein Tipp an die Holzherrs, reutlingers & Denkverwandte, lernt (wenn nötig) Englisch und lest mal internationale Einschätzungen insbesondere zur deutschen (Gesamt-)Situation…..”
    (Zitatende)

    Es gibt (jenach individueller Informationslage und Kritikfähigkeit mehr oder weniger) deutliche Hinweise darauf, dass die heutige “Mainstream- Grün (en) – Misere nicht so ganz zufällig entstand, sonderrn (auch) auf langfristig (strategisch) geplante “Einflüsse” bzw. gestreute “Einschätzungen” aus dem “internationalen” Umfeld zurückgeht.
    Dazu muss man sich nur ein wenig mit dem Entstehungsprozess der Grünen- Bewegung in den 1970er Jahren und mit der Entstehung der Partei “Die Grünen” Ende der 1970 er und Anfang /Mitte der 1980 Jahren beschäftigen . (Jetzt mal ganz abgesehen von so dubios -schillernden Figuren wie Petra Kelly und deren Anhang)
    Anlass zu dieser Bemerkung gibt mir auch ein heutiger Artikel in einer Regionalzeitung über die (grüne-) Entwicklung in einer süddeutschen Universitätsstadt, wo die damaligen Agitatoren (aus ungefähr meiner Altersgruppe und 5-10 Jahre darunter) aus Anlass des Grünen- Jubiläums nicht ganz uneitel ihre Rolle als (eventuell auch bewusst oder ahnungslos international gesteuerte) Art von “Einflussagenten” (inzwischen nur noch leicht getarnt) schildern.
    Richtig bekannt aus dieser Riege wurden ja nur diejenigen, die später (grüne) Spitzenpositionen einnahmen. (Wie, nur z.B, ein “Joschka” in Frankfurt).
    Die Headline des leider nicht online gestellten Artikles lautet: “Wir haben dauernd eins auf den Deckel gekriegt: 40 Jahre Grüne im Südwesten”.

    Aber ähnlich auch hier:

    https://www.cicero.de/kultur/die-gruenen-partei-40-jahre-aufbruch-autoritaer-klimaschutz

  94. Nachtrag zu 12:52

    Zum folgenden Zitat aus dem oben verlinkten “Cicero- Artikel”:

    “…Frustriert kehrten die Kader dem Klassenkampf und der Industriearbeiterschaft den Rücken und hofften, dem politischen Ziel einer antikapitalistischen Systemveränderung durch das Spielen der „grünen Karte“ neues Leben einhauchen zu können. …” (Zitatende)

    Dies ist eine seit langem schon in gewissen Kreisen beliebte “Interpretation” der Geschehnisse um den Aufstieg der “Grünen”.
    Andere Kreise jedoch haben Anlass zur Vermutung, dass es genau andersherum war. Nämlich dass die (angebliche ) “Frustation der Linken” über ein angebliches Desinteresse der “Arbeiterschaft” an einer nachhaltigen Verbesserung ihrer Lebens- und Einkommensverhältnisse durch die etwas getarnte Einführung der “grünen Karte” ins gezinkte politische Spiel erfolgte.
    Und zwar durch von wem auch immer angeleitete neue oder vorher etwas getarnte alte “Mitspieler”.

    Wie in diesem Zusammenhang auch schon sehr lange “geunkt” wird (und zwar nicht ohne rationale Begründung), dass die Radikalisierung eines relativ kleinen Teils der damligen Linken bis hin zum angeblichen oder tatsächlichen Terrorismus (und der damit verbundene Autoritätsverlust der gesamten “linken Agenda” sowohl beim Bürger- und Arbeitertum) ebenfalls nicht zufällig so aus dem Blauen heraus (oder wegen spätpubertär- ideologischer Irrungen) erfolgte. Sondern dass diese das Ergebnis einer Art von Masterplan (von welchen Planern auch immer) gewesen sein könnte. Leute wie der noch lebende Prof. Buback oder der verstorbene Proleten – RAF- Terrorist “Bommi” Baumann haben bzw. hatten da eine Menge dazu zu sagen.

    Ähnliche Spekulationen werden ja auch gegenwärtig wieder bezüglich der (tieferen) Ursachen des Klima- Angst- Szenarios angestellt.

    Man kann nur hoffen, (auch) kritische Mainstream – Historiker werden das alles einmal minutiös aufarbeiten.

  95. Zurück zu den Klimamodellen.
    1. Eine neue Studie von Michael Prather und Juno Hsu stellt fest, dass die Klimamodelle mit einer flachen statt kugelförmigen Erde rechnen: in PNAS
    “Thus, the flat Earth climate models underestimate solar heating of the climate system by 1.5 W·m−2. For perspective, this difference is comparable to the total anthropogenic effective radiative forcing over the industrial era of 2.3 W·m−2 which has produced a discernible climate change.”
    Die Studie stellt fest, dass die dadurch entstehenden Fehler in der Größenordnung des Treibhausgasantriebs liegen. Es werden sowohl die solare Einstrahlung als auch das Aerosol- Forcing verfälscht. Die Autoren der Studie halten sich jedoch mit entsprechenden Schlußfolgerungen zurück:
    “Without implementing these spherical corrections in a climate model, we can only speculate on how they would affect the simulated climate. Does an additional global 2 W·m−2 out of a total
    heating of 240 W·m−2 matter? Since climate models can clearly detect the climate change caused by similar levels of human forcing, the shift in climate caused by flat atmosphere errors should be obvious. Also, 2 W·m−2 is typical of the model-to-model differences in atmospheric heating. The spherical corrections, even for the flat atmosphere mass, are not uniform and thus may cause much larger corrections in the stratosphere and winter poles. The spherical photochemistry modules already being used in Earth system models can be merged with the solar heating modules to maintain physically consistent codes.”
    2. Prof. Rahmstorf hat vor etwa 6 Jahren gesagt: „Diese Klimamodelle sind nicht in der Lage auf 10 oder 15 oder 20 Jahre Prognosen über den Klimaverlauf zu machen. Das ist in der Wissenschaft allgemein anderkannt.“ Er kommentierte diese Aussage kürzlich so, dass er damit gemeint habe, dass Klimamodelle nur Prognosen zu viel längeren Zeiträumen machen könnten. – Hierzu der nächste Punkt, denn lt. IPCC ist gerade die langfristige Vorhersage des Klimas nicht möglich.
    3. TAR Chap.14.2.2.2 (page774) sowie der darauf folgende wichtige Satz mit der Folgerung:
    “In sum, a strategy must recognise what is possible. In climate research and modelling, we should recognise that we are dealing with a coupled non-linear chaotic system, and therefore that the
    long-term prediction of future climate states is not possible. The most we can expect to achieve is the prediction of the probability distribution of the system’s future possible states by the generation
    of ensembles of model solutions.” Es sind also keine Vorhersagen, sondern ein Ensemble von Modell-Lösungen, die das IPCC zu verschiedenen Zukunftsentwicklungen des Klimas liefert.
    4. Der Klimawissenschaftler Bjorn Stevens vom MPI für Meteorologie sagte vor einigen Monaten, die Vorhersage der globalen Erwärmung sei so unpräzise wie eh und je: „Es ist zutiefst frustrierend.“ und „Unsere Computer sagen nicht einmal mit Sicherheit voraus, ob die Gletscher in den Alpen zu- oder abnehmen werden“. Die Schwierigkeiten, denen sich er und seine Forscherkollegen gegenübersehen, sind leicht zu beschreiben: Wolken, der „Fluch aller Klimaforscher“. https://t1p.de/wfjm
    5. Die hier https://judithcurry.com/2015/12/17/climate-models-versus-climate-reality/ von der Klimaforscherin Judith Curry gezeigte Grafik stellt dar, wie stark die gemessenen Temperaturen von den errechneten Temperaturen, dem Mittelwert von 102 Klimamodellen abweicht.
    Und hier aus dem Jahr 2014 vom Forscher Roy Spencer der Vergleich der Modelle mit der Realität und einer witzigen Überschrift: http://www.drroyspencer.com/2014/02/95-of-climate-models-agree-the-observations-must-be-wrong/ – Beide Forscher (wie noch viele andere) werden übrigens von den Forschern, die immer wieder eine Klimakatastrophe prophezeien, „geschnitten“ obwohl sie den Einfluss des CO2 aufs Klima nicht im Geringsten in Frage stellen, aber aufgrund ihrer Forschungsergebnisse und der aktuellen Klimaentwicklung von einer Klimasensivität im unteren Bereich entsprechend IPCC – Berichten ausgehen. Eigentlich unglaublich: Forscher, die sich komplett im (unteren) Bereich der IPCC-Aussagen bewegen werden von Forscher-Kollegen, die sich im „oberen“ Bereich der IPCC-Aussagen bewegen vor der Öffentlichkeit geringeschätzt.
    7. Der japanische Klimamodellierer Mototaka Nakamura hat gerade ein Buch veröffentlicht https://t1p.de/34z7 in dem er schreibt: „Diesen Modellen fehlen einige kritisch und wichtige Klimaprozesse und Rückkopplungen vollständig und sie repräsentieren einige andere kritisch wichtige Klimaprozesse und Rückkopplungen in stark verzerrter Weise, so dass diese Modelle für jede aussagekräftige Klimavorhersage völlig unbrauchbar sind. … Ich selbst habe Klimasimulationsmodelle für wissenschaftliche Studien und nicht für Vorhersagen verwendet und dabei ihre Probleme und Grenzen kennengelernt.“
    Der Titel des in japanischer Sprache verfassten Buches: Bekenntnisse eines Klimaforschers: Die Hypothese der globalen Erwärmung ist eine unbewiesene Hypothese.
    8. Die Klimamodelle hatten weder die gebremste Erwärmung der letzten 16 Jahre vorhergesagt, noch können sie die natürlichen Wärmeperioden der letzten Jahrtausende nachvollziehen. Christopher O’Reilly et. al. haben überprüft, inwieweit die Klimamodelle die Wintertemperaturen der letzten 100 Jahre der Nordhemisphäre reproduzieren können: Link Der Versuch einer Validierung der gängisten Klimamodelle klappte nicht.

    Diese Punkte unterstreichen das Problem und die Frage: “Wie sollen wir vernünftig über Klimamodelle reden.”

  96. Zurück zu den Klimamodellen.
    1. Eine neue Studie von Michael Prather und Juno Hsu stellt fest, dass die Klimamodelle mit einer flachen statt kugelförmigen Erde rechnen: http://www.pnas.org/content/116/39/19330
    “Thus, the flat Earth climate models underestimate solar heating of the climate system by 1.5 W·m−2. For perspective, this difference is comparable to the total anthropogenic effective radiative forcing over the industrial era of 2.3 W·m−2 which has produced a discernible climate change.”
    Die Studie stellt fest, dass die dadurch entstehenden Fehler in der Größenordnung des Treibhausgasantriebs liegen. Es werden sowohl die solare Einstrahlung als auch das Aerosol- Forcing verfälscht. Die Autoren der Studie halten sich jedoch mit entsprechenden Schlussfolgerungen zurück:
    “Without implementing these spherical corrections in a climate model, we can only speculate on how they would affect the simulated climate. Does an additional global 2 W·m−2 out of a total
    heating of 240 W·m−2 matter? Since climate models can clearly detect the climate change caused by similar levels of human forcing, the shift in climate caused by flat atmosphere errors should be obvious. Also, 2 W·m−2 is typical of the model-to-model differences in atmospheric heating. The spherical corrections, even for the flat atmosphere mass, are not uniform and thus may cause much larger corrections in the stratosphere and winter poles. The spherical photochemistry modules already being used in Earth system models can be merged with the solar heating modules to maintain physically consistent codes.”
    2. Prof. Rahmstorf hat vor etwa 6 Jahren gesagt: „Diese Klimamodelle sind nicht in der Lage auf 10 oder 15 oder 20 Jahre Prognosen über den Klimaverlauf zu machen. Das ist in der Wissenschaft allgemein anerkannt.“ Er kommentierte diese Aussage kürzlich so, dass er damit gemeint habe, dass Klimamodelle nur Prognosen zu viel längeren Zeiträumen machen könnten. – Hierzu der nächste Punkt, denn lt. IPCC ist gerade die langfristige Vorhersage des Klimas nicht möglich.
    3. TAR Chap.14.2.2.2 (page774) sowie der darauf folgende wichtige Satz mit der Folgerung:
    “In sum, a strategy must recognize what is possible. In climate research and modelling, we should recognize that we are dealing with a coupled non-linear chaotic system, and therefore that the
    long-term prediction of future climate states is not possible. The most we can expect to achieve is the prediction of the probability distribution of the system’s future possible states by the generation
    of ensembles of model solutions.” Es sind also keine Vorhersagen, sondern ein Ensemble von Modell-Lösungen, die das IPCC zu verschiedenen Zukunftsentwicklungen des Klimas liefert.
    4. Der Klimawissenschaftler Bjorn Stevens vom MPI für Meteorologie sagte vor einigen Monaten, die Vorhersage der globalen Erwärmung sei so unpräzise wie eh und je: „Es ist zutiefst frustrierend.“ und „Unsere Computer sagen nicht einmal mit Sicherheit voraus, ob die Gletscher in den Alpen zu- oder abnehmen werden“. Die Schwierigkeiten, denen sich er und seine Forscherkollegen gegenübersehen, sind leicht zu beschreiben: Wolken, der „Fluch aller Klimaforscher“. https://t1p.de/wfjm
    5. Die hier https://judithcurry.com/2015/12/17/climate-models-versus-climate-reality/ von der Klimaforscherin Judith Curry gezeigte Grafik stellt dar, wie stark die gemessenen Temperaturen von den errechneten Temperaturen, dem Mittelwert von 102 Klimamodellen abweicht.
    Und hier aus dem Jahr 2014 vom Forscher Roy Spencer der Vergleich der Modelle mit der Realität und einer witzigen Überschrift: http://www.drroyspencer.com/2014/02/95-of-climate-models-agree-the-observations-must-be-wrong/ – Seltsam aus meiner Sicht: Beide Forscher (wie noch viele andere) werden von den Forschern, die immer wieder eine Klimakatastrophe prophezeien, „geschnitten“ obwohl sie den Einfluss des CO2 aufs Klima nicht im Geringsten in Frage stellen, aber aufgrund ihrer Forschungsergebnisse und der aktuellen Klimaentwicklung von einer Klimasensivität im unteren Bereich entsprechend IPCC ausgehen.
    7. Der japanische Klimamodellierer Mototaka Nakamura hat gerade ein Buch veröffentlicht https://t1p.de/34z7 in dem er schreibt: „Diesen Modellen fehlen einige kritische und wichtige Klimaprozesse und Rückkopplungen vollständig und sie repräsentieren einige andere kritisch wichtige Klimaprozesse und Rückkopplungen in stark verzerrter Weise, so dass diese Modelle für jede aussagekräftige Klimavorhersage völlig unbrauchbar sind. … Ich selbst habe Klimasimulationsmodelle für wissenschaftliche Studien und nicht für Vorhersagen verwendet und dabei ihre Probleme und Grenzen kennengelernt.“
    Der Titel des in japanischer Sprache verfassten Buches: „Bekenntnisse eines Klimaforschers: Die Hypothese der globalen Erwärmung ist eine unbewiesene Hypothese“
    8. Die Klimamodelle hatten weder die gebremste Erwärmung der letzten 16 Jahre vorhergesagt, noch können sie die natürlichen Wärmeperioden der letzten Jahrtausende nachvollziehen. Christopher O’Reilly et. al. haben überprüft, inwieweit die Klimamodelle die Wintertemperaturen der letzten 100 Jahre der Nordhemisphäre reproduzieren können:
    https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/2017GL073736?campaign=woletoc&amp;
    Der Versuch einer Validierung der gängigsten Klimamodelle klappte nicht.

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