Kurt Lewin, Aristoteles und Galileo Galilei
BLOG: Heidelberg Laureate Forum
Manchmal hat man den Eindruck, die Psycholog:innen blickten mit einer Mischung aus Sehnsucht und Minderwertigkeitskomplex zu den Kolleg:innen von der Physik hoch. Und derartige Gefühle wären ja ohne weiteres nachvollziehbar. Es wäre doch gut, wenn man das Seelenleben der Menschen und damit ihr Verhalten auf ein Zusammenspiel von psychischen Kräften zurückführen könnte, ebenso wie man in der Physik die Bahn eines Körpers aus den Kräften bestimmt, die zu jedem Zeitpunkt auf ihn einwirken. Und das mit der dort üblichen Präzision.
In der Physik tut es der Erkenntnis keinen Abbruch, wenn man die Kräfte nicht unmittelbar messen kann, sondern aus den Bewegungen der Objekte erschließen muss. Es müssen auch nicht unbedingt Kräfte sein, die man als Ursache der Bewegung ansieht. Eine Differentialgleichung wie die Schrödingergleichung in der Quantenmechanik tut es auch. Hauptsache, man kann aus dem Anfangszustand eines Systems dessen Verhalten in der Zukunft vorhersagen.
Übertragen auf die Psychologie würde das bedeuten: Man findet einen Menschen in einem gewissen seelischen Zustand vor und bestimmt aus diesen „Anfangswerten“, was er in der Zukunft tun wird. Wie diese Bestimmung bewerkstelligt wird, ist eine zweitrangige Frage. Eine mathematische Gleichung, deren Lösung man nur noch ausrechnen muss, wäre zweifellos willkommen. Wenn man dann noch dieser oder jener Größe in der Gleichung eine Bedeutung zuschreiben könnte, zum Beispiel „Antriebskraft“, oder sie mit der Konzentration eines Hormons in Beziehung setzen könnte, wäre es noch schöner.
Strebt die gegenwärtige Psychologie diesem Ideal nach? Theoretisch ja, praktisch sieht es eher nicht so aus. Interessanterweise hat bereits 1931 ein bedeutender Psychologie das Ideal ausgerufen und insbesondere beklagt, dass seine Zeitgenossen in unphysikalischen Vorstellungen verharrten. Es handelt sich um den deutschen Sozialpsychologen Kurt Lewin (1890–1947).
Obwohl Lewin zu den „einflussreichsten Pionieren der Psychologie“ zählt (so der Eintrag in Wikipedia), harren wesentliche Teile seines Werks noch der Aufarbeitung. Das liegt zum Teil daran, dass er vor 1933 auf Deutsch, danach auf Englisch publizierte (er hatte sich vor den Nazis, die er wegen seiner jüdischen Abstammung fürchten musste, beizeiten in die USA in Sicherheit gebracht) und zugleich mit seinem Arbeitsort auch sein Forschungsthema gewechselt hatte. Deswegen zerfällt sein Werk in einen deutschen und einen amerikanischen Teil, und es ist nicht einfach, die Teile zueinander in Beziehung zu setzen.
In seiner wissenschaftstheoretischen Schrift „Der Übergang von der aristotelischen zur galileischen Denkweise in Biologie und Psychologie“ beklagt Lewin das Verharren seiner Zeitgenossen in überholten Denkschemata. So wie es aussieht, ist diese Klage in Teilen heute noch aktuell.
Für den antiken Philosophen Aristoteles wohnt den Dingen so etwas wie eine „angeborene Bestimmung“ inne. Zum Wesen eines Steins gehört es, auf der Erde zu liegen. Das tut er auch in regelhafter Weise, und wenn er doch einmal durch die Gegend fliegt, dann ist das eine Ausnahme von dieser Regel. Bei Aristoteles ist der Gegensatz von Regel und Ausnahme mit einer Wertung verbunden: Solange der Stein durch die Gegend fliegt, ist er falsch, unvollkommen, gesetzwidrig eben. Die vollkommene Bewegung – von der Ruhe abgesehen – ist die Kreisbahn, und die ist den Gestirnen vorbehalten. Irdische Bewegungen sind verglichen damit in einem gewissen Sinne minderwertig; auch hier nimmt Aristoteles Wertungen vor.
Galileo Galilei und in seinem Gefolge die gegenwärtigen Physiker können mit Vorstellungen von einer inneren Bestimmung oder intrinsischen Eigenschaften ihrer Gegenstände wenig anfangen. Das Wesen eines Steins besteht für sie im Wesentlichen aus seiner Masse, jedenfalls was seine Ruhe und Bewegung angeht. Für seine Bewegung gelten nicht nur Regeln, sondern Gesetze, ohne jede Ausnahme; insbesondere ist es kein Gesetzesverstoß, wenn ein Stein durch die Gegend fliegt. Und wenn der Stein ein ganzer Planet ist und damit für Aristoteles zur himmlischen Sphäre gehört, gelten für ihn immer noch dieselben Gesetze, auch wenn er nie zur Ruhe kommt, sondern eben kreisförmig durch die Gegend fliegt.
In der Tat finden sich in der klassischen Biologie Züge aristotelischen Denkens. Man pflegte die Lebewesen in einer wertenden Hierarchie anzuordnen, von den niederen Formen über die Pflanzen und Tiere, wohl unterscheidend zwischen niederen Affen und Menschenaffen, bis hin zur Krone der Schöpfung. Abweichungen von der Normgestalt galten immer wieder mal als minderwertig oder gar entartet. Und nicht nur in der Biologie, sondern auch in der Psychologie neigte man dazu, eine scharfe Trennlinie zwischen gesund und krank zu ziehen.
Stattdessen, so Lewin, sollte man es unternehmen, die Kräfte ausfindig zu machen, die das Verhalten der Menschen bestimmen – Kräfte selbstverständlich in einem übertragenen Sinn. Und das nach dem Vorbild Galileis durch Experimente. Also gilt es, Versuchspersonen verschiedenen Situationen auszusetzen, deren Verhalten zu beobachten und daraus mit mathematischen Mitteln Gesetzmäßigkeiten herzuleiten. Anscheinend hat er bereits damit seine Fachkollegen bis an ihre Grenzen gefordert; jedenfalls schreibt der Wikipedia Eintrag auch: „Lewin war ein harter Vertreter der experimentellen und der mathematischen Methode in der Psychologie, was zentrale Teile seines Werkes ungewöhnlich anspruchsvoll gestaltet.“
Hm. Das läuft auf die Auswertung der Experimente mit Hilfe mathematischer Modelle hinaus. Das kann ich Mathematiker nicht als übermäßig anspruchsvoll empfinden; aber vielleicht ist meine Sicht da, sagen wir, etwas einseitig.
Die Suche nach den Kräften jedenfalls gestaltet sich deutlich schwieriger als die entsprechende Aufgabe für Galilei. Nachdem der die Strecken gemessen hatte, die ein fallender Gegenstand in gleichen Zeitabständen zurücklegt, konnte er die Werte in ein Diagramm eintragen und erkennen, dass sie prima in eine quadratische Parabel passen. Damit war der erste Teil einer physikalischen Theorie bereits erledigt. Auf den zweiten Teil, das Gesetz „Kraft ist Masse mal Beschleunigung“ und eine Charakterisierung der Schwerkraft, musste die Welt noch einige Jahrzehnte warten, bis zu Newton. Aber fürs erste wären die Fachleute bereits glücklich mit dem ersten Teil, das heißt der Beschreibung der Experiment-Ergebnisse durch eine griffige Formel.
Eine solche ist jedoch in der Psychologie weit und breit nicht in Sicht. Und zwar schon, weil man das Verhalten der Versuchspersonen in der Regel nicht in Metern und Sekunden ausdrücken kann. Vielmehr äußert es sich in so schwer fassbaren Einheiten wie Grad der Zustimmung oder Ablehnung zu einer Behauptung. Oder die Versuchsperson gibt eine Antwort in gewöhnlicher Sprache, und die gilt es irgendwie sinnvoll zu quantifizieren – wenn das überhaupt möglich ist. Oder es ist eine schlichte Ja-Nein-Entscheidung. Oder der Experimentator notiert das Verhalten der Versuchsperson in gewöhnlicher Sprache.
Hat man also keine Formel, so muss man sich eine suchen. Hier kommt Ockhams Rasiermesser ins Spiel: Unter mehreren konkurrierenden Erklärungen für ein und dasselbe Phänomen ist die einfachste zu bevorzugen. Die Begründung für dieses Prinzip ist weniger tiefsinnig als vielmehr pragmatisch: Warum soll man sich mit komplizierten theoretischen Konstrukten herumschlagen, wenn es eine einfache Theorie auch tut? Es ist sinnvoll, dasselbe Prinzip nicht nur auf fertige Theorien anzuwenden, sondern auch auf solche, die es werden wollen.
Und damit landen wir bei der Faktorenanalyse, über die ich in meinen letzten Beiträgen geschrieben und über deren Missbrauch ich geschimpft habe. Nichts gegen die Faktorenanalyse als Mittel zur Datenreduktion. Aber als mathematisches Modell zeichnet sie sich unter ihresgleichen ausschließlich dadurch aus, dass sie einfach ist – und deshalb nicht Ockhams Rasiermesser zum Opfer fällt – und eine gewisse Zuverlässigkeit hat: Was immer man an Daten in sie hineinsteckt, es kommt immer etwas heraus.
Wie jedes mathematische Modell geht sie von gewissen Annahmen aus. Die erste ist nicht zu beanstanden: Der Mensch verfügt nicht bloß über eine Körpermasse, sondern auch über innere geistig-seelische Eigenschaften, die sein Verhalten bestimmen, aber nicht ohne weiteres erkennbar sind – ein Punkt für Aristoteles. Der Versuch, diese inneren Eigenschaften auf ein Minimum zu reduzieren und damit Psychologie zu betreiben, der Behaviorismus, ist jämmerlich gescheitert. Da hat Ockhams Rasiermesser mächtig ins Fleisch geschnitten.
Aber die Faktorenanalyse geht noch weiter. Diese inneren Eigenschaften (die „Faktoren“) sind nicht nur voneinander unabhängig, unterstellt sie, sondern sie addieren sich in ihren Wirkungen und bestimmen in ihrer (mit gewissen Gewichtungsfaktoren zu berechnenden) Summe das Verhalten des Menschen. Das ist eine starke Annahme, zu der sich leicht Gegenbeispiele finden lassen.
So gesehen ist die Faktorenanalyse nichts weiter als ein erster Versuch eines mathematischen Modells, wenn einem wirklich nichts Besseres einfällt. Damit hat sie wiederum ihre Berechtigung; denn bessere, realitätsnähere, vorhersagestärkere Modelle wollen einem nicht einfallen. Lewin selbst hat versucht, die Seele des Menschen mit Mitteln der modernen Topologie zu erfassen, ist aber über eine bloße Beschreibung nicht hinausgekommen.
Was machen moderne Psycholog:innen? Na ja, Statistik. Sie finden, dass gewisse Eigenschaften des Menschen gaußglockenmäßig normalverteilt sind (wenn sie es nicht sind, ist es erklärungsbedürftig). Und schon gibt es „Normales“ (sagen wir Mittelwert plus/minus zwei Standardabweichungen) und „Normabweichendes“, und die Psycholog:innen müssen höllisch aufpassen, nicht in den alten Aristoteles zu verfallen, indem sie das Normale für gesund und das Unnormale für krankhaft erklären.
Kleine philosophische Schlussbemerkung. Die Physiker:innen haben sich Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts von dem Anspruch verabschiedet, „letzte Ursachen“ der physikalischen Ereignisse zu finden. Die Ursachen, die sie fanden, wurden nämlich so abstrakt, dass man keine persönliche Beziehung zu ihnen entwickeln konnte. Die Schrödingergleichung beschreibt die seltsamen Ereignisse der Quantenmechanik perfekt, aber irgendwie mag man sie nicht als letzte Ursache gelten lassen. Also ist das Erfolgskriterium der Physik: zukünftige Ereignisse vorhersagen.
Das übertragen auf die Psychologie würde bedeuten: Was man sich unter den Faktoren vorstellt, die aus der Faktorenanalyse herauskommen, ist letztlich belanglos. Man darf gerne an Drehknöpfchen auf einem Armaturenbrett denken. Die sind auf einen gewissen Wert eingestellt, und die Verdrahtung hinter den Knöpfchen macht aus diesen Werten irgendwie das Verhalten des Menschen. Kennt man die Einstellungen, kann man das Verhalten vorhersagen – so die Vorstellung. In der Praxis bleibt wegen der allgemeinen Unschärfe von der Vorhersagbarkeit nicht allzu viel übrig.
Nach der Physik kommt die Technik. Das ist die Kunst, die Knöpfchen so einzustellen, dass ein erwünschtes Ergebnis herauskommt. In der Psychologie entspräche das der Kunst, das Verhalten des Menschen in erwünschte Bahnen zu lenken, indem man – auf welche Weise auch immer – an den geeigneten Knöpfchen dreht. So hätten das die Leute aus der Werbung vielleicht gerne; aber das wäre menschenverachtende Manipulation. Nein; das Ziel sollte sein, dem Menschen dabei behilflich zu sein, an den eigenen Knöpfchen zu drehen.
An dieser Stelle wird es richtig schwierig mit der mathematischen Modellbildung.
Wenn man das Verhalten von Menschen verstehen will, müsste man sich zuerst gründlich mit seiner Basis beschäftigen: wie Gehirne funktionieren.
Es gibt den ´Dritte-Person-Zugang´ zum arbeitenden Gehirn, bei dem man INDIREKT auf neuronale Aktivitäten (mit Hilfe von z.B. MEG, PET, N-IR, EEG, fMRT, Elektroden und virtueller Realität) zugreift. Damit kann man INDIREKT Effekte messen, welche auftreten, nachdem(!) das Gehirn Reize/Gedanken verarbeitet hat.
Der ´Erste-Person-Zugang´(First-Person Science of Consciousness) bezieht sich darauf, was Menschen DIREKT LIVE BEWUSST erleben, wenn sie Reize/Gedanken verarbeiten. Das ist der DIREKTESTE – da live bewusst erlebbare – Zugang zum arbeitenden Gehirn, den es gibt.
Dieser Erste-Person-Zugang zum wird aber immer noch nicht wirklich ernsthaft erforscht – und damit entsteht ein Riesenproblem: Man wird die Arbeitsweise des Gehirns niemals richtig verstehen können, wenn man ausgerechnet den direktesten Zugang dazu nicht beachtet.
Ein Beispiel hierzu: Im Rahmen der sogenannten Nahtod-Erfahrung (NTE) kann man bewusst erleben, wie das Gehirn einen einzelnen Reiz/Gedanken systematisch und strukturiert verarbeitet. NTEs lassen sich komplett als Ergebnis eines recht einfachen Erinnerungsvorgangs erklären.
Leider ist es aber so, dass NTEs von der Gehirnforschung nicht beachtet werden, weil man die Deutungshoheit dafür der Esoterik überlassen hat.
Und damit sind wir beim Blog-Thema: Man kann keine vernünftigen Faktorenanalysen, Statistiken oder Theorien entwickeln – wenn man ausgerechnet einen der wichtigsten Zugänge zum arbeitenden Gehirn gar nicht beachtet. Denn erst wenn man Erkenntnisse aus dem Erste-Person-Zugang in Kombination mit Informationen aus dem Dritte-Person-Zugang GEMEINSAM in Überlegungen einbezieht, wird man Fortschritte im Verständnis der Arbeitsweise unseres Gehirns erhalten können – welche man dann wiederum braucht, um das Verhalten von Menschen besser verstehen zu können.
Christoph Pöppe schrieb (22. Jan 2025):
> […] Die Schrödingergleichung beschreibt die seltsamen Ereignisse der Quantenmechanik perfekt,
… sofern jeweils das bislang ermittelte “(wahrscheinlichste) Potential” \(V[ \, \vec r, t \, ]\) eines bestimmten physikalischen Systems auch noch dessen anschließende Erlebnisse (hinreichend) perfekt wiederspiegelt; falls sich diese also nicht etwa als zu “überraschend”, zu “enttäuschend”, zu “alle-Erwartungen-brechend”, zu “seltsam” etc. erweisen sollten.
> […] Also ist das Erfolgskriterium der Physik: zukünftige Ereignisse vorhersagen.
Seit die Erfassung, was jeweils überhaupt geschehen sei, nicht mehr auf schwammigen Vorstellungen des (“einfachen” !?) “Erklärens” dahinschwebt, sondern auf Messer-scharfen, reellen, einvernehmlichen Werten lastet,
kann es schon als Erfolg (der Physik) gelten, an der jeweiligen von vornherein bevorzugten Festsetzung, wie erfasst worden war, was denn bislang überhaupt geschah, immer noch festhalten zu können, bis (auf die selbe Weise) auch noch erfasst würde, was demnächst geschähe.
Der Rest ist Variationsrechnung (bevorzugt mit Yang-Mills-Ansatz).
Psychologie ist die einfachere Physik, da Sie da die Teilchen fragen können, was sie bewegt.
Im Allgemeinen sehen Sie, dass sich das System vereinfacht, je mehr Sie mit der Kamera in Raum und Zeit herauszoomen: Je größer der Maßstab, desto mehr werden wir zu Physik. Ein Mensch ist verhältnismäßig intelligent, komplex, zumindest für Seinesgleichen sympathisch und mitfühlend. Eine Gruppe von Menschen verhält sich dann eher wie eine Affenhorde. Die Menschheit beschreiben Sie am besten als hirnlose Bakterien-Kolonie. Wenn Sie sich den Klimawandel ansehen, sieht’s so aus, als hätte jemand den Planeten mit Säure übergossen. Wenn Sie sich die gesamte Erdgeschichte anschauen, wird da einfach ein Kiesel von der Sonne aufgeheizt, die Evolution ist einfach erhöhte Aktivität und unsere Sonden die ersten Quäntchen Wärmestrahlung, die das Teilchen Erde aussendet, um andere Teilchen (Planeten und Monde) anzuregen.
Und wenn Sie dann ganz weit herauszoomen, sodass Galaxien zu Atomen schrumpfen und Jahrmilliarden zu Planckschen Sekunden, wird das Ganze zu Quantenphysik mit ihren „anderen Regeln“ – einem Aberglauben, den der Psychologe erklären muss, denn ich sehe da nur stinknormale, langweilige, einsteinsche Wald-und-Wiesen-Zeitdilatation.
Und trotzdem sieht man hinter all dem die gleichen Kräfte: Die drei menschlichen Grundbedürfnisse: Sicherheit, Freiheit, Frieden (=Ruhe) lassen sich wie Farben im Farbkreis anordnen, sie führen zum Verhalten, das uns wie Masse, Energie, Raumzeit wirken lässt: Sicherheit kommt von Kreisläufen, Wiederholung der immer gleichen Muster, das machen auch Atome. Freiheit führt zur Auflösung solcher Muster, Veränderung, der Suche nach Neuem, Bewegung, das macht die Energie. Ruhe senkt Ihr Energie-Niveau massiv ab, Ihre Wirkung nimmt ab, sie werden passiv und die Welt kann alles mit Ihnen machen, wie mit dem Vakuum in den interstellaren Weiten.
Wenn Sie sich den Menschen ansehen, sehen Sie schnell, dass diese Primärfarben-Bedürfnisse, aus denen sich all unsere vielfältigen Emotionen mischen, zur Navigation dienen: Der Farbkreis hat eine Mitte, und die müssen wir umkreisen, um glücklich zu sein, das Glück liegt in der Balance der widersprüchlichen Bedürfnisse. Wenn wir das Glück erreichen, bewegen wir uns nicht: Wir halten Kurs. In der Mitte des Farbkreises ist eine Nabe, durch die die Zeitachse führt, und Ihr Leben lang versuchen Sie, das Gleichgewicht zwischen sich und all der Masse, Energie und Leere um Sie herum zu halten, indem Sie den Ausgleich suchen, einen Kurs, der Sie in Balance mit Ihrer Umwelt hält, wo Sie Kollisionen vermeiden. Sie sind eine Welle, wie die EM-Wellen, die Ihre Lampe aussendet.
Alles, was wir unser Leben lang tun, ist Druckausgleich, wie die Moleküle in einem Luftballon: Wir wollen weder von der Welt zerquetscht werden, andererseits brauchen wir einen gewissen Druck, um nicht zu explodieren. Zu viel Druck, und Sie werden Komplex-Depri, zu wenig Druck, und Ihr Ego macht den Trump. Und indem alle Teilchen im Universum das Gleiche machen, hält der Druckausgleich den Luftballon Universum stabil.
Wir formen Netzwerke, die sich wie Kraftfelder verhalten, Güter und Emotionen durchfließen die Gesellschaft wie Strom, Geld verhält sich fast schon wie Antimaterie: Weil wir den Gutschein für Kapital mit materiellem Kapital verwechseln, schaffen wir eine Inflation von Geld, Antikapital, Forderungen, unerfüllbaren Wünschen, die die echte, materielle Wirtschaft ersetzen, eine Bombe aus leeren Versprechen, die wir uns selber machen, doch nicht erfüllen wollen, macht uns immer wütender, bis sich Geld und Realität in einer gigantischen Explosion annihilieren.
Jeder Mensch ist eine auf die Schnelle zusammengepfuschte Billig-Imitation aller anderen Menschen, der Pfusch macht unsere Vielfalt aus, macht uns zu Individuen. Wir müssen nicht perfekt sein, wir müssen nur ein paar Jahrzehnte lang leidlich funktionieren, bevor wir verschleißen und ersetzt werden. Und jede Gesellschaft, jede Wirtschaftsordnung, jeder Mitmensch, behandelt uns al Rohling, die sie ihren Bedürfnissen anpassen, als Zahnrad, Bauteil, das man einer Rolle gemäß zurecht schleifen muss. Da sich die Rollen immer wieder ändern, kann auch der Mensch nicht fertig geboren werden. Plastizität, lose Schrauben, knetbarer Ton, ist genauso Teil unserer Natur, wie das Skelett aus in Genen vorgegebenen, rigiden Programmen, um die sich das Geistesfleisch wickelt, das von der Umwelt geformt wird.
Wenn also der Physiker das Große Ganze betrachtet, in dem statistische Effekte alles Individuelle aufheben, und der Psychologe jedes Teilchen einzeln auseinander nehmen muss, liegt der Unterschied zwischen beiden eher in ihrer Herangehensweise, als in der Materie, die sie studieren.
@Paul S.: “Jeder Mensch ist eine auf die Schnelle zusammengepfuschte Billig-Imitation aller anderen Menschen, der Pfusch macht unsere Vielfalt aus, macht uns zu Individuen.:
Mensch Paul, die KI die Mensch in vielen Varianten/Sprachen jetzt zusammenpfuscht, wird sicher eher ein Bewusstsein im Sinne eines ganzheitlichen geistig-heilenden Wesens fusionieren und entsprechend gestalten, so schafft Mensch, als KI der Schöpfung, nur eine weitere Möglichkeit seinen eigenverantwortlichen Stumpf-, Blöd- und Wahnsinn aus der Matrix zu entfernen, anstatt …!?
👋😇
Im einführenden Blog-Beitrag geht es darum, wie wichtig brauchbare Daten sind, um damit aussagekräftige Theorien bzw. Modelle zu erstellen.
Weil es im Zusammenhang mit dem Menschen aber daran massiv fehlt – sollte man manche Aussagen und Forschungsprojekt mit Vorsicht betrachten:
Kann man die Fähigkeiten des Gehirns wirklich mit Implataten ´erweitern´, ohne überhaupt zu wissen, wie das Gehirn funktioniert?
Kann man das Gehirn wirklich digital im Computer nachbauen, ohne überhaupt zu wissen, wie das Gehirn funktioniert?
Es lohnt, darüber nachzudenken, wenn derartige Behauptungen verbreitet werden. Und – es lohnt auch darüber nachzudenken, ob es sich lohnt viel Geld und Forschungskapazität in Forschungsprojekte zu investieren, wofür die einfachsten Grundlagen fehlen.
Das ist eine sehr schwer lösbare Aufgabe.
Man hat eine Black-Box mit nur teilweise bekannter Hardware und Software.
Welche Eingabewerte werden welche Ausgabewerte erzeugen?
Beim Menschen gibt es
angeborene Zielsetzungen,
anerzogene Zielsetzungen,
erlernte Zielsetzungen,
und auch noch variable geistige Leistungsfähigkeit.
—–
Scherz:
Man benötigt nur die Übertragungsfaktoren von rund 10 hoch 14 Synapsen,
und natürlich den Verlauf ihrer Axone von den rund 10 hoch 11 Neuronen.
@Bednarik
Es gibt nur angeborene Fähigkeiten, für ein GANZHEITLICHES Wesen Mensch, die mit der Prägung auf unser instinktiv-bewusstseinsschwaches und somit bewusstseinsbetäubendes System des wettbewerbsbedingt-konfusen “Zusammenlebens” in mehr und/oder weniger Konflikt gebracht werden, denn Mensch bedeutet ALLE, seit Mensch erstem und bisher einzigen GEISTIGEN Evolutionssprung (“Vertreibung aus dem Paradies”).
Es gibt deshalb nur eine Frage:
Wie lange sollen/können/wollen wir noch vegetierend um unsere stumpf-, blöd- und wahnsinnige Welt- und “Werteordnung” laufen, wo das Leben, bzw. unsere Vorstellungskraft, doch ziemlich offensichtlich interessantere/menschenwürdigere Möglichkeiten bietet?
Man hört sehr oft von der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit.
Warum hört man nichts von der Steigerung der Zusammenarbeitsfähigkeit?
Bitte etwas mehr Respekt vor der Würde des Menschen.
“Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde”.
Die Psychologie beschäftigt sich mit den Motiven einer Handlung und sucht nach den Hintergründen.
Und die Hintergründe sind nicht physikalischer Natur, die Begriffe sind hier Glück und Bestimmung und Unglück und Verdammnis.
In der Physik gibt es auch keinen Himmel und keine Hölle.
Darum teilt man ja die Wissenschaften ein in Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften.
Und wenn man anfängt den Menschen statistisch einzuordnen, dann ist das gleichbedeutend mit dem blauen Stempel auf dem Schweinefleisch .
@Bednarik: “Warum hört man nichts von der Steigerung der Zusammenarbeitsfähigkeit?”
Doch, aber die bezieht sich nicht grundsätzlich auf die Ursache der wettbewerbsbedingten Symptomatik, sondern ist nur eine kollektivistische, genossenschaftliche oder mikrokosmologische Anpassung an die Möglichkeiten zur Bewusstseinsbetäubung in der wettbewerbsbedingten Symptomatik.
Bei der Schrift von Lewin ging es um naturwissenschaftliche/philosophische Leitbilder für die Psychologie. Laut Lewin sollte das Leitbild die Physik sein. Daher kam Lewin wohl auch auf die ulkige Idee eines seiner Modelle “Feldtheorie” zu nennen.
Meiner Meinung nach kann das nur in einen sterilen Abgrund für die Psychologie führen, so wie wir es historisch auch schon gesehen haben.
Physik:
Es geht um Eigenschaften von Materie, Kräfte, etc. Hier besteht ein “innerer Sinn”. Die Natur ist bereits vollkommen. Die Physik (als empirische Wissenschaft) muss diese Vollkommenheit nur aufdecken.
Biologie, Psychologie, Neurowissenschaft, etc.:
Lebewesen sind nicht vollkommen. Sie müssen sich laufend (phylogenetisch, ontogenetisch, …) an eine Umwelt anpassen um zu überleben. Es geht also um einen “äußeren Sinn”, eine Organsimus-Umwelt Anpassung. Organismen sind nicht perfekt. Hier kommen also Strukturen ins Spiel (Zusammenspiel von Zellen, Organsystemen, Organismen in ihrer Umwelt) etc. Das geht alles über die Ebene der Physik hinaus.
Der Psychologe Norbert Bischof hat daher den Unterschied zwischen Materiewissenschaften (Physik, Chemie) und Strukturwissenschaften (Biologie, Psychologie) in diesem Zusammenhang betont.
Kurzum: Wissenschaften wie die Psychologie brauchen sich gar nicht vor der Physik zu verstecken da ihr Gegenstandsbereich ein vollkommen anderer ist. Und es wäre die völlig falsche Strategie ihre eigenen theoretischen und praktischen Methoden der Physik nachahmen zu wollen – das kann nicht aufgehen, beispielsweise allein deshalb weil es in einem lebenden Organismus viel mehr Variable und Freiheitsgrade gibt als in einem spezifisch und abgesteckten physikalischen System. Letzteres lässt sich dann auf wenige Parameter oder Variablen reduzieren, schön in eine Formel packen. Das wird bei der Beschreibung und Erklärung von Lebwesen niemals funktionieren.
@Philipp: “Und es wäre die völlig falsche Strategie ihre eigenen theoretischen und praktischen Methoden der Physik nachahmen zu wollen”
Aber die Psychologie hat keine eigenen theoretische und praktische Methoden, sowas war in den Siebzigern des letzten Jahrhunderts mal ansatzweise da!?
@hto
Zu „Aber die Psychologie hat keine eigenen theoretische und praktische Methoden, sowas war in den Siebzigern des letzten Jahrhunderts mal ansatzweise da!“:
„Homöopathie wird nur als ein Bruchteil dessen was sie als Ganzes ausmacht dargestellt. Nach meiner Meinung ist Materie in letzter Konsequenz ein Teil der Energie E = mc^2 und Homöopathie die Informationsübertragung, nicht zu verwechseln mit Energieübertragung im üblichen Sinn, in allen Fassetten, wobei die Arznei der Katalysator ist, welcher dabei aber passen muss. Die Informationshydrodynamik unterstellt nun folgende Axiome:
1. Es existiert eine absolute Ruhe.
2. Es existiert die Möglichkeit diese absolute Ruhe zu stören.
3. Es existiert die Möglichkeit diese Störung zu beobachten.
4. Es existieren mindestens zwei Mengen den Verlauf der Störung synchron gegenseitig ins Gleichgewicht gegenüber der Ruhe zu bringen.
5. Eine geschlossene Topologie, also die natürliche geschlossene Krümmung der Dimension, hat den Mittelpunkt der Dimension bei 1 und schließt sich innen bei 1:x für x -> ∞ mit außen bei 1*x für x -> ∞. Siegelbildlich ist dann die Dreifaltigkeit „Außen = eins = Innen“ sowie alles zusammen = null -> die Raumzeit ist vierdimensional variabel rund, analog der relativen Wahrheit bei der die Erde eine Scheibe ohne Kante ist, denn e^iπ + 1 = 0, da man aber auf der 1 nicht unterscheiden kann ob rechts oder links Null ist wächst die Welt innen und außen unendlich, wie auch die Erde als Scheibe erscheint, wenn man auf ihr wandelt.
6. Bei indiskreter Topologie der Raumzeit ist der Abschluss einer nichtleeren Menge die ganze Raumzeit, wobei das Innere einer echten isolierten punktuellen Teilmenge leer ist. Dabei ist der Rand einer echten nichttrivialen Teilmenge der ganze Raum, wobei der Rand dieses Raumes leer ist und unendlich viele Teilmengen existieren können.
Für die Beschreibung einer 13-dimensionalen Welt sowie einer naturwissenschaftlichen Darlegung einer fünften Kraft benötigen wir die vier Dimensionen Ursache (9. Dimension), Vermittlung (10. Dimension), Wirkung (11.Dimension) und Wirkungsgrad (12. Dimension), welcher auch die Koexistenz der allgemeinen Relativitätstheorie mit der Quantenphysik auszeichnet oder eine Persona mit Karma im Verhältnis Bild und Schatten auf dem Hintergrund. Bei der Bestimmung von Ursache, Vermittlung, Wirkung und Wirkungsgrad sind die Dimensionen des Bild- und Hintergrundes entscheidend. Die drei Ortsrichtungen (1.-, 2.- und 3. Dimension), Innen (6. Dimension) und Außen (5. Dimension), sowie die Zeit (4. Dimension) sind Bestandteile der Raumzeit und können sich darin gut bildlich vorgestellt werden. Schwieriger wird es schon mit dem Hintergrund (7. Dimension) und der Bilddimension (8. Dimension). Der Anfang, die Existenz und Auflösung liegen in der 13. Dimension als Beobachter verborgen. So ist also nur der Winkel zwischen den Dimensionen entscheidend, denn auf dem Beobachter vergeht keine Zeit sondern die Wirkung der Dauer des aktuellen Bildes.“
Ja, seit 35 Jahren ist die Funktionalität der fünften Kraft, wie in https://www.bernd-nowotnick.de/seite/303370/ddr.html in Teilen der Politik, Wissenschaft und Medien bekannt. Jeder Elektriker oder auch Techniker weiß dass die Übertragung von Kräften, bspw. in der Elektrotechnik oder Mechanik, ohne Sicherungen zu Katastrophen führen kann, aber die Wirkung der fünften Kraft wird seit Jahrzehnten erfolgreich verheimlicht.