Politik im Gehirn

Konservativ oder liberal? Eine allgegenwärtige Frage, präsent in den meisten Kulturen und Generationen. Abschottung oder Zuwanderung? Tradition oder Fortschritt?  Oft als Glaubensfrage bezeichnet, besitzt dieser Konflikt das Potenzial, Menschen zu entzweien und Gesellschaften zu spalten.

Ich habe mich gefragt, ob die politische Einstellung mit dem Gehirn zusammenhängt. Basiert unsere Weltanschauung nur auf den Einflüssen unseres Umfeldes, unserer Kultur und unseres Bildungsstandes? Oder steckt noch mehr dahinter?

Wie politisch ist unser Gehirn?

Diese Frage stellten sich mehrere internationale Wissenschaftler auch.

David Amodio von der New Yorker Universität führte eine Studie durch, in welcher politische Einstellung mit dem Gewöhnungsverhalten verglichen wurde. Die Probanden gaben zunächst auf einem Fragebogen an, wie liberal oder konservativ sie sich selbst einschätzen würden. Anschließend bekamen sie die Aufgabe, im Anschluss an ein bestimmtes Signal einen Knopf zu drücken. Nach einer „Gewöhungszeit“ wurde die Aufgabe verändert. Das Signal erfolgte weiterhin, den Knopf sollten sie allerdings nicht mehr drücken.

Einen anderen Ansatz mit ähnlichem Ziel verfolgte das Team um David A. Pizarro von der Cornell Universität. Man konfrontierte die Probanden mit ekligen Bildern, etwa von Ausscheidungen, Blut oder verstümmelten Tieren. Anschließend ordnete man die Hirnreaktion auf einer disgust sensitivity scale ein und verglich sie ebenfalls mit der politischen Einstellung.

Ein dritter Versuch wurde von Ryota Kanai in der Londoner Universität durchgeführt. Hierbei maßen die Wissenschaftler per MRT die Reaktion der Versuchspersonen auf widersprüchliche Aussagen.

Die Ergebnisse

Die Resultate sind aussagekräftig. In allen drei Experimenten gab es eine direkte Korrelation  zwischen politischem Standpunkt auf der einen Seite und Gewöhnungsverhalten, Reaktion auf eklige Bilder und Verarbeitung  konträrer Informationen auf der anderen Seite.

Die erste Studie konnte beweisen, dass sich konservative Probanden weniger schnell auf neue Aufgaben einstellen können. Der zweite Versuch ermittelte eine deutlich niedrigere Ekelschwelle bei Konservativen, sowie einen Zusammenhang zwischen niedriger Ekelschwelle und erhöhter Homophobie. Das dritte Experiment zeigte, dass Konservative mehr Probleme mit der Verarbeitung konträrer Informationen haben. Und in allen drei Untersuchungen wurden eindeutige anatomische Unterschiede der Gehirne festgestellt!

Präziser gesagt haben Konservative eine im Vergleich zu Liberalen deutlich vergrößerte rechte Amygdala. Diese ist im Gehirn für das Entstehen von Angst und die Verarbeitung von Gefahren zuständig. Bei den Liberalen hingegen ist der anteriore cinguläre Cortex größer und aktiver, welcher für das Lernen, das Sozialverhalten und die Entscheidungsfindung verantwortlich ist.

Dies bedeutet, dass (zumindest ein Großteil der getesteten) politisch Konservativen allein ihrer Hirnstruktur nach empfänglicher für Bedrohungen und Unsicherheiten sind, während sich Liberale schneller an Neues gewöhnen.  

Bewertung

Nun wäre es natürlich fatal, davon auszugehen, die politische Überzeugung sei nur auf Grund anatomischer Anlagen in Stein gemeißelt. Oben genannte Faktoren wie Bildung, Kultur oder familiäre Umgebung spielen gleichwohl eine große Rolle in unserer Weltanschauung. Es ist noch unklar, in welchem Ausmaß die anatomischen Grundlagen genetisch veranlagt sind, bzw. im Laufe des Lebens ausgeprägt werden.

Hinzu kommt, dass die durchgeführten Versuche nur bedingt anwendbar auf die deutsche Politik sind. Der Standard, um zwischen konservativ und liberal zu unterscheiden, waren in den meisten Fällen die republikanische und demokratische Partei der USA. Da Zweitere mutmaßlich immernoch konservativer ist als die CDU, würde ein direkter Vergleich hinken.

Möglicherweise ist es aber auch gut, dass sich unsere Werte, Standpunkte und Ideologien nicht anhand eines einfachen Gehirnscans offenbaren. Das Potenzial zum Missbrauch einer solchen Technik in der Politik und Arbeitswelt, vor allem aber in diktatorischen Staaten, liegt auf der Hand. Und eine Welt, in der nicht einmal unsere Gedanken privat bleiben, möchte sich wohl keiner vorstellen.

Literatur

  • Katrin Tominski (2020) Politische Haltungen im Gehirn ablesbar. [Online im Internet.] URL: https://www.mdr.de/wissen/mensch-alltag/politische-haltungen-im-gehirn-ablesbar-100.html [Zugriff: 03.06.2021]
  • Anja Basters (2007) Wo die liberale Gesinnung wohnt. [Online im Internet.] URL: https://www.wissenschaft.de/umwelt-natur/wo-die-liberale-gesinnung-wohnt/ [Zugriff: 03.06.2021]
  • Phillip Nagels (2019) Diese Reaktion unterscheidet Konservative von Liberalen. [Online im Internet.] URL: https://www.welt.de/kmpkt/article191735079/Biologie-Diese-Reaktion-unterscheidet-Konservative-von-Liberalen.html [Zugriff: 03.06.2021]
  • Welt Wissenschaft (2011) Konservative haben größeres Angstzentrum im Hirn. [Online im Internet.] URL: https://www.welt.de/wissenschaft/article13137138/Konservative-haben-groesseres-Angstzentrum-im-Hirn.html [Zugriff: 05.06.2021]
  • Dr. Nora Schultz (2013) Rotes Hirn, schwarzes Hirn. [Online im Internet.] URL: https://www.dasgehirn.info/handeln/das-politische-gehirn/rotes-hirn-schwarzes-hirn [Zugriff: 05.06.2021]
  • Markus C. Schulte von Drach (2008) Politische Neuronen. [Online im Internet.] URL: https://www.sueddeutsche.de/wissen/hirnforschung-politische-neuronen-1.768978 [Zugriff: 11.06.2021]
  • Spiegel Wissenschaft (2014) Reaktion auf Ekelbilder verrät politische Orientierung. [Online im Internet.] URL: https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/neuroforschung-gehirnscans-verraten-politische-orientierung-a-1000362.html[Zugriff: 11.06.2021]

Veröffentlicht von

Mein Name ist Louisa Sohmen und ich bin Medizinstudentin in Hamburg. Da ich erst am Anfang meines Studiums stehe, konnte ich noch keine eigenen Erfahrungen in der wissenschaftlichen Forschung sammeln, allerdings kann ich mir gut vorstellen, später in einem solchen Bereich tätig zu werden. Die Komplexität des menschlichen Gehirns faszinierte mich schon immer, weswegen ich mich sehr freue, mich hier regelmäßig mit spannenden Fakten auseinandersetzen zu können.

34 Kommentare

  1. Wie ein Mensch denkt ist ihm ins Gesicht geschrieben.
    Man erkennt einen “Sturkopf” an den Augen, an seinem Auftreten, an seinen Reaktionen.
    Einen umgänglichen Charakter erkennt man auch an seinen Reaktionen.
    In der Umgangssprache bezeichnet man die Fähigkeit die Charaktere zu unterscheiden als “Menschenkenntnis”. Frauen sind in der Regel darin besser als Männer.

    • Ich denke erstens nicht, dass dies für alle Menschen gilt. Ich als Frau habe häufig Probleme damit, Menschen richtig einzuschätzen, zumindest bezüglich Faktoren, die über eine grundsätzliche “Umgänglichkeit” hinaus gehen. Zweitens geht es in diesem Artikel ja eher um politische Einstellungen, die nicht pauschal in gut oder schlecht unterteilt werden können.

  2. Donald Trump – “Never go bald – the worst thing a man can do is go bald.” POSTED: 04 December 2018 Donald Trump splits opinion around the world and would not win any popularity polls in the UK. But it is hard not to disagree with his opinion on hair loss.
    Ist das jetzt eine politische Einstellung ? Auf den ersten Blick nicht, und doch verrät sie etwas von der Oberflächlichkeit seines Denkens, das die USA in die Isolation zur gesamten Welt gebracht hat.
    Um es mit ihren Worten zu sagen , eine politische Einstellung muss man sogar in gut oder schlecht unterteilen.

    • Ich würde gar nicht sagen, dass sich die beiden Untersuchungen widersprechen. Vielleicht habe ich das Ergebnis etwas missverständlich dargestellt, aber mit “niedriger Ekelschwelle” ist gemeint, dass sich die Konservativen schneller ekeln, also im Umkehrschluss wohl auch reinlicher sind 🙂

  3. Die „Liberalen“ kommen in diesen Versuchen zu gut weg. Wohl weil Akademiker und Forscher in der Mehrheit liberal sind und in den USA für die Demokraten stimmen. In der englischsprachigen Wikipedia liest man dazu:

    Der Politikwissenschaftler Samuel J. Abrams argumentierte mit HERI-Daten, dass das Verhältnis von liberalen zu konservativen Fakultäten zwischen den Regionen stark variiert. Laut Abrams war das Verhältnis von liberalen zu konservativen Professoren in Neuengland am höchsten, wo dieses Verhältnis 28:1 betrug, verglichen mit 6:1 auf nationaler Ebene

    6, beziehungsweise 28 Mal mehr liberale Professoren als konservative: das ist ein gewaltiges Ungleichgewicht und das verleitet dann auch dazu, Umfragen und Untersuchungen so zu gestalten, dass Liberale besser wegkommen als Konservative. Liberale sind dann weltoffener, bereiter für Neues, weniger Fremdenfeindlich, etc, etc.

    Doch warum untersucht man nicht das Selbstbild der untersuchten Personen und ihr Verhalten im Alltag. Ich behaupte, dann kommt man auf eine weniger positive Einschätzung der Haltung der Liberalen und findet dann beispielsweise, dass Liberale sich selbst überwiegend positiv, weltoffen und antirassistisch / wenig rassistisch einschätzen, dass sie sich im Alltag aber nicht so verhalten und etwa ihre Kinder in bessere und segregierte Schulen schicken oder dass sich etwa Fremdenfreundlichkeit bei Liberalen häufig so äusserst, dass sie nichts gegen ein schwarzes Kindermädchen oder eine illegal im eigenen Haushalt arbeitende Mexikanerin haben.

    • Hallo Herr Holzherr, vielen Dank für Ihren Kommentar! Ich stimme Ihnen zu, gerade bei solchen Studien ist es ein Problem, dass ein Großteil der Wissenschaftler liberal eingestellt ist.
      Aber auch wenn davon auszugehen ist, dass viele Liberale ihre politische Auffassung im Alltag weniger überzeugend ausleben (Stichwort Lifestyle-Linke), geht es ja hauptsächlich um den Vergleich mit Konservativen. Und obwohl die Weltoffenheit und Toleranz oft vermutlich mehr Schein als Sein ist, ist dennoch davon auszugehen, dass sie bei Konservativen im Durchschnitt weniger stark ausgeprägt ist. Sollte dem nicht so sein, wählen diese wahrscheinlich die falsche Partei 😉

  4. Was im Artikel völlig fehlt, ist die Veränderung der politischen Einstellung im Laufe eines Lebens. Wenn man einen Trend erkennen kann, dann wohl den, dass Menschen mit dem Alter konservativer werden. Es gibt ja den schönen Spruch “Wer mit 20 kein Kommunist ist, hat kein Herz. Wer mit 40 Kommunist ist, keinen Verstand”.

    Natürlich sehen Jugendliche viele mögliche Gefahren noch nicht. Ihnen fehlt einfach die Lebenserfahrung um die Entwicklung langfristiger Prozesse abschätzen zu können. Dazu kommt noch eine Prise Blauäugigkeit verbunden mit einem unbändigen Tatendrang und dem Willen, die Welt besser zu machen.

    Mit zunehmender Lebenserfahrung erfährt man auf einmal Dinge, die man so nie gedacht hätte, z.B. das Politiker und Parteien denen man vertraut hat, ihre Ideale über Bord werfen oder die eigenen Wähler sogar gefühlt “verraten”. Dazu kommen dann noch unzählige kleinere und größere Skandale über die Jahre, die meist auch konsequenzenlos bleiben, so das sich im Laufe der Zeit auch ein gewisser Frust anstaut. Man hat allgemein gesprochen im Alter mehr Bendenken und Dinge, die einem Sorge bereiten als in jungen Jahren. Das dadurch die Amydala wächst, wundert mich überhaupt nicht.

    • Vielen Dank für Ihren konstruktiven Kommentar! Zu diesem Thema würde ich Ihnen gerne einen Artikel vorschlagen, auf den ich bei meinen Recherchen gestoßen bin: https://www.businessinsider.de/wissenschaft/yale-professor-macht-in-experiment-konservative-zu-liberale-2017-10/
      Er greift Ihre These bezüglich möglicher Gefahren im Zusammenhang mit konservativem Denken sehr schön auf. Andererseits “beweist” er, dass auch Konservative in bestimmten Gedankenexperimenten liberaler denken können. Dementsprechend stimme ich Ihnen zwar durchaus zu, dass sich die politische Einstellung im Laufe des Lebens verändert, allerdings hängt die Richtung dieser Änderung wahrscheinlich maßgeblich mit den sich ereignenden Geschehnissen (Terroranschlägen, Skandalen, aber auch positiven Dingen wie Friedensabkommen) zusammen.

      • Danke für Ihre Antwort. Sie haben natürlich recht, die von mir beschriebene Entwicklung ist völlig individuell und keine unbedingte Zwangsläufigkeit. Ein Trend ist aber glaube ich durchaus zu erkennen, Menschen werden im Laufe ihres Lebens eher vom Progressiven zum Konservativen als umgekehrt. Dazu passen meiner Meinung nach auch die Ergebnisse im verlinkten Artikel. Es ist einfacher einem Progressiven Angst zu machen als einem Konservativen die Ängste zu nehmen.
        Eine funktionierende Gesellschaft braucht aber beide Gruppen, diejenigen die Gas geben und diejenigen die bremsen wenn es zu schnell geht. Ohne Progressive droht Stillstand und Versteinerung, ohne Konservative aber droht Chaos.

  5. “In der Jugend, wo wir nichts besitzen oder doch den ruhigen Besitz nicht zu schätzen wissen, sind wir Demokraten. Sind wir aber in einem langen Leben zu Eigentum gekommen, so wünschen wir dieses nicht allein gesichert, sondern wir wünschen auch, daß unsere Kinder und Enkel das Erworbene ruhig genießen mögen. Daher sind wir im Alter immer Aristokraten.” (Johann Wolfgang von Goethe)

    “Nichts ist widerwärtiger als die Majorität; denn sie besteht aus wenigen kräftigen Vorgängern, aus Schelmen, die sich akkomodieren, aus Schwachen, die sich assimilieren, und der Masse, die nachtrollt, ohne nur im mindesten, zu wissen, was sie will.” (Johann Wolfgang von Goethe)

    Der zeitgeistliche Kreislauf des imperialistisch-faschistischen Erbensystems, im geistigen Stillstand seit der “Vertreibung aus dem Paradies” (Mensch erster und bisher einzige geistige Evolutionssprung).

  6. “Es war seit jeher den Epigonen vorbehalten, befruchtende Hypothesen des Meisters in starres Dogma zu verwandeln und satte Beruhigung zu finden, wo ein bahnbrechender Geist schöpferische Zweifel empfand.” (Rosa Luxemburg)

    Meine Göttin der Vernunft des Geistes für Gemeinschaft/Gemeinschaftseigentum “wie im Himmel all so auf Erden”.

  7. Das Gehirn ist total unpolitisch. Es wird von Egoismen bestimmt. Haben, Wollen, Gier, Lust etc…Diese werden in jeder Gesellschaft neu formuliert bzw. anerzogen.
    So war Napoleon ein körperlich kleiner Mensch der durch Fleiß, Ehrgeiz, Macht diesen körperlichen Nachteil kompensieren wollte .Trump wurde durch seine Eltern(Vater) geprägt der wohl nur Siegertypen duldete . Die Amygdala ist nicht a prio ri der Angstauslöser denn sie handelt erst nach der Bewertung. Ein Liberaler kann genau so ein scheues Reh sein wie ein Kommunist oder Christ wenn diese vorher ein Traumata hatten .Stalins Trauma war sein alkoholkranker Vater, woraus er seine besondere Brutalität und Misstrauen entwickelte. Die Amygdala färbt unsere Lebenserfahrungen mit Gefühlen ein. Politik ist da nur ein Mittel des Egos um seine Ziele zu erreichen. Dann heiligt eben der Scheck die Mittel, Lügen und Intrigen, Betrug etc…Je nach den gültigen gesellschaftlichen Werten also.

  8. Die Nationalsozialisten hätten sich über solche Studien gefreut. Die haben sogar die Köpfe vermessen um zu unterscheiden wer zu den Menschen 1. Klasse und wer zu den Menschen 2. Klasse gehört.
    „ Und in allen drei Untersuchungen wurden eindeutige anatomische Unterschiede der Gehirne festgestellt! „
    Und jetzt braucht man nur noch eine Zuordnung zu machen, welches Gehirn das bessere ist. Unterschwellig steht das ja schon in dem text , dass die Konservativen größere Schwierigkeiten beim Erfassen konträrer Neuigkeiten hätten.

    Zum Glück kommt das moralische Feigenblatt bei der Bewertung. Dann frage ich mich aber, warum macht man so ein Thema dann ?

    • Wie Martin Holzherr in seinem Kommentar meiner Meinung nach gut erklärt hat, werden diese Studien zum großen Teil von liberal eingestellten Wissenschaftlern durchgeführt. Dass die Auswertungen dann nicht ganz neutral ausfallen, mag sein. Allerdings finde ich es übertrieben, von Menschen 1. und 2. Klasse zu sprechen, zu einer funktionierenden Gesellschaft gehören sowohl Konservative als auch Liberale. Mit meinem Artikel wollte ich keinesfalls ausdrücken, die eine Gruppe sei der anderen überlegen, also ist der Vergleich zum Nationalsozialismus hinfällig.

      Ich habe über dieses Thema geschrieben, weil die Wissenschaft versucht, das Gehirn zu verstehen. Und auch wenn sie nicht perfekt sein mögen, sind Versuche wie diese nunmal der Weg, der dafür beschritten werden muss. Sollte die Forschung an dem Punkt aufhören, wo es potenziell kontrovers werden könnte? Oder an dem Punkt, wo bewiesen werden könnte, dass nicht alle Menschen gleich sind?

      Meiner Meinung nach ist an Experimenten dieser Art solange nichts verwerflich, wie objektiv damit umgegangen wird. Es ist spannend, zu erfahren, inwiefern sich unsere Köpfe unterscheiden. Und vielleicht kann man unter diesem Gesichtspunkt einfach von- und miteinander lernen, anstatt krampfhaft nach einem Grund zu suchen, die Gesellschaft zu spalten.

    • @Sohmen
      Das die Wissenschaft versucht, das Gehirn zu verstehen ist eine Aussage welche nicht stimmt.

      z.B.
      Ich habe hier bei SciLogs seit über einem Jahrzehnt darauf aufmerksam gemacht, dass man im Rahmen der sogenannten ´Nahtod-Erfahrung´(NTE) bewusst erleben kann, wie das Gehirn einen einzelnen Reiz systematisch und strukturiert verarbeitet. Einen direkteren Zugang zur Arbeitsweise des Gehirns gibt es nicht. Aber dieser direkte Zugang zum Verständnis der Arbeitsweise des Gehirns wird von der Wissenschaft systematisch ignoriert. Solch ein Verhalten muss man als wissenschaftliches Totalversagen bezeichnen.

      Von allen angehenden oder promovierten Wissenschaftlern aus den Bereichen der Psychologie, Gehirn-/Gedächtnisforschung, Philosophie, Theologie, Medizin gab es keine einzige sinnvolle Reaktion auf diese Hinweise. Es gab keine einzige Person, welche daran interessiert war, die Arbeitsweise des Gehirns zu verstehen.

      Per Google-suche [Kinseher NDERF denken_nte] finden Sie eine PDF mit dem NTE-Erklärungsmodell und mein Buch ist im Handel erhältlich (Kinseher Richard: Pfusch, Betrug, Nahtod-Erfahrung).

      Man kann meine Hinweise gerne kontrovers dirkutieren wenn man möchte – aber solche konkreten Informationen zu ignorieren, hat mit Wissenschaft nichts mehr zu tun: das ist Dummheit. (Ein Beispiel: Bei NTEs sind Erlebnisse ab dem 5. Schwangerschaftsmonat LEBENSLANG dem bewussten Erinnern zugänglich. Dies bedeutet das die Lehrmeinung ´infantile Amnesie´ fragwürdig/falsch ist – und die GESAMTE Fachliteratur der Kognitionswissenschaft zum Thema ´infantile Amnesie + episodisches Gedächtnis´ umgeschrieben werden muss.)

      Nach dem Qualitätsstandard ´Gute wissenschaftliche Praxis´ müssten Wissenschaftler konkreten Hinweisen auf wissenschafliche Fehler nachgehen. Das ist bisher nicht geschehen.

  9. Diese vorgestellten ´wissenschaftlichen´ Arbeiten zeigen, dass man mit dem entsprechenden Versuchsdesign jedes beliebige Ergebnis erhalten kann – wenn man will.

  10. Wie politisch ist unser Gehirn?

    Unsere Festplatte, die für die wettbewerbsbedingte Symptomatik einen individualisierten Arbeitsspeicher hat der hauptsächlich auf “Wer soll das bezahlen?” und unternehmerischen Abwägungen in/zu “Arbeit macht frei” programmiert ist, systembedingt nur wenig Zugriff auf die ganzheitlichen Möglichkeiten des Potentials

    Nicht nur um wirklich-wahrhaftiger Demokratie, sondern besonders um der geistig-heilenden Möglichkeiten wegen:
    Nichts gehört dem “einzelnen”/”individualbewussten” Mensch allein, sogar unsere Gedanken nicht, weil diese immer abhängig von Geist und Gemeinschaft geprägt wachsen – Zusammenleben OHNE Konkurrenzdenken, OHNE Steuern zahlen, OHNE manipulativ-schwankende “Werte”, OHNE irrationalen Zeit-/Leistungsdruck zu/in einer Karriere von Kindesbeinen, OHNE …

  11. @ Golzower

    So war Napoleon ein körperlich kleiner Mensch der durch Fleiß, Ehrgeiz, Macht diesen körperlichen Nachteil kompensieren wollte

    Eine beliebte Aussage der Küchenpsychologie. 🙂 Tatsächlich war Napoleon relativ groß für sein Zeitalter. Nur aus heutiger Sicht war er eher klein.

  12. Die im Blogbeitrag vorgestellten Ergebnisse sind nichts anderes als – wieder einmal – der Versuch, biologische, neuronale Grundlagen für Rassismus zu finden.

    Es gab schon einmal die Idee dass man Rassenunterschiede an der Kopfform erkennen könnte – z.B. Kraniologie

    Und auch die Idee, dass man Charaktereigenschaften bestimmten Hirnarealen zuordnen könne, gab es schon – z.B. Phrenologie

    • Bezüglich dieses Themas würde ich gerne auf meine Konversation mit hwied verweisen, der einen ähnlichen Kommentar verfasst hat.

      Gerade weil diese Art von Experimenten in der Vergangenheit sehr zweifelhafte Verwendung fanden, können wir es heute besser machen. Forschungsergebnisse, die biologische Unterschiede beweisen, dürfen keine Spaltung der Gesellschaft hervorrufen! Um diese zu vermeiden, sollte jeder von uns daran arbeiten, Ergebnisse objektiv und unemotional zu betrachten. Damit kommen wir weiter als mit der Abschaffung der Forschung.

      Es ist mir außerdem ein Rätsel, wie Sie den Zusammenhang zwischen politischer Einstellung und Rassismus herstellen. Ich bin nicht der Ansicht, dass die Forschungsergebnisse in meinem Beitrag rassistischen Hintergrund haben oder überhaupt so ausgelegt werden könnten. Vielleicht können Sie mir diesbezüglich auf die Sprünge helfen.

  13. Bei in den USA um 1970 durchgeführten Intelligenztests zeigte sich, dass Weisse intelligenter sind als Schwarze.

    Bis jemand auf die Idee kam, die Fragen dieser Intelligenztests in solch einer sprachlichen Form zu schreiben, wie sie bei den schwarzen Bürgern üblich war. Jetzt zeigte sich, dass Schwarze intelligenter sind als Weisse.

    Dieses Beispiel zeigt, dass kulturelle Unterschiede zu deutlich anderem Ergebnis führten. D.h. die in der Sprache von überwiegend weissen Wissenschaftlern erstellten Intelligenztests maßen keine Intelligenz – sondern die Ergebnisse der Tests werden vom kulturellen Umfeld der Versuchspersonen entscheidend beeinflusst.

  14. Die der Studie zugrunde liegende binäre Sichtweise konservativ/liberal ist auf den ersten Blick unwissenschaftlich und polarisierend zugleich, ganz gleich wie man nun in Deutschland oder den USA diese Begriffe zu definieren hätte.
    Sie verrät sehr – wohlwollend formuliert – mehr über die Naivität der Studienautoren als dass irgendeine neue Erkenntnis daraus zu ziehen wäre. Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren, vielleicht habe ich etwas Wesentliches übersehen?
    Fruchtbares und Zukunftweisendes, also beispielsweise eine über einen längeren Zeitraum für Gesellschaften tragfähige Politik, entsteht aus dem Dialog prototypisch “konservativer” oder “liberaler” Gedanken. Solche konkuruierenden Gedanken gibt es in jedem einzelnen reflektierenden Individuum, in Partnerschaften, in Gruppen oder ganzen Gesellschaften. Jede Polarisierung, ganz gleich aus welcher politischen, oder weltanschaulichen Richtung wirkt diesem so wichtigen demokratischen Dialog entgegen.
    Alles andere als neu ist, dass Logik und Verstand von Ängsten leicht zu überwältigen sind. Es ist eine wichtige Aufgabe von Aufklärung und Bildung, dem entgegenzuwirken, also Individuen resistenter gegen ihre eigenen Ängste zu machen um Verstand und Sachlichkeit in fruchtbaren demokratischen und notfalls wissenschaftlich begleiteten Dialogen mehr Raum zu geben zu können.
    Ein mühsamer aber unabdingbarer Weg.

  15. Vorab: Es hängt sehr viel mit dem Gehirn (bzw. der “Mentalität“) zusammen …

    Unsere (zusammenfassender/vereinfachender Begriff) Wahrnehmungen (bzw. äußere — genetische, familiäre, kulturelle, klimatische — Prägungen) gestalten/beeinflussen (Stichwort auch Evolution) den Körper/Menschen – inkl. natürlich dem Gehirn. Und wir beeinflussen/gestalten dann damit (unserem “Charakter“) wiederum die Außenwelt (die dann wiederum auf uns zurückwirkt).

    Insf. sind wir (z.B.) politisch – haben pol. Ansichten. Sowie soziale, moralische und “spirituelle/philosophische“. Darüber welche davon richtig (od. falsch) sind bestehen eben je nach den jeweiligen (z.B. politischen) Um- bzw. individuellen gehirnorganischen (und mentalen) Zuständen verständlicherweise unterschiedliche Ansichten.

    Das (Zitat Kommentar gestern 16:23) “Wer mit 20 kein Kommunist ist, hat kein Herz. Wer mit 40 Kommunist ist, keinen Verstand” ist im ersten Teil OK. Als junger (aber nicht nur) Mensch ist man oft Idealist. Kommunist sein = keinen Verstand haben gefällt mir nicht. Urkommunismus ist nichts Schlechtes.

  16. konservativ, liberal, sozial, … – “freiheitlich”/unfreiheitlich, “gut”/böse, die reine Vernunft kennt wirklich-wahrhaftig keine Kategorisierung.😎

  17. Nun ja – dass politische Einstellungen wie “liberal” vs. “konservativ” mit psychologischen Eigenschaften korrelieren, die wiederum mit bestimmten Hirnmustern korrelieren, bedeutet ja nun nicht, dass man bei einem Menschen die politische Ausrichtung am Gehirn ablesen kann.

    Es sei noch einmal an This Is Your Brain on Politics erinnert.

  18. LIEBE
    MITGEFÜHL
    WIR
    EMPATHIE
    DEMOKRATIE

    darüber nachdenken und warum das bereits bei einem KANALROHR das nicht
    funktioniert einen Katastrophe auslöst!

    DEMOKRATIE ist die BASIS!

    ohne sind wir halt live style digital Beobachter Sklaven die ins neue 1491 5.0
    zurück vorwärts geschoben werden..

    oder?

    OHNE WIR werden wir einfach sehr schnell aussterben.
    weil unfähig.

  19. @Interessengruppen

    Konservativ oder liberal jetzt auch im Gehirn zu finden sagt jetzt wenig. Das eine geht mit dem anderen einher, was jetzt Ursache ist, ob das Gehirn die Einstellung hervorruft oder ob die Einstellung dann erst das Gehirn wie gemessen verändert, weis man wohl noch nicht. Wie sich dieses über die Zeit bei einzelnen Menschen ändert, wäre dennoch ein interessantes Forschungsthema, finde ich.

    Interessant, konservatives und liberales als eine produktive Aushandlung zu sehen, als Grundlage des Diskurses in einer funktionierenden Demokratie. Andererseits gibt es nicht nur Differenzen in den Einstellungen, sondern auch in den ganz konkreten speziellen Interessen. Genau hier sind u.a. auch Differenzen von jung und alt zu finden.

    So war Demokratie in Deutschland von Anfang an auch vor allem eine Interessenvertretung aller gesellschaftlicher Gruppen. Die vorliegenden Konflikte werden aktuell wohl auch von den zahlreichen und zahlungskräftigen Lobbyisten zu Lösungen gebracht, die dann eigentlich nur Minderheiten richtig gerecht werden.

    In den Wahlkämpfen kämpft man vordergründig um die richtige Richtung im Sinne des gesamten Gemeinwesens, gewählt wird eher nach den persönlichen Interessen, und gemacht wird Politik dann vor allem für die Lobbyisten. So traurig das Spektakel wohl aussieht, wenigstens haben wir vordergründig über das ganze Gemeinwesen wenigstens gesprochen gehabt.

    Konservativ oder liberal sind tatsächlich zwei Pole, die zusammen ein Feld aufmachen, in dem die Lösungen zu finden sind. Nur kommen wir dann da so schlecht hin, die Widerstände der speziellen Interessen sind einfach so stark, auch beim Wähler selber.

    Wenn man dem Wähler billigeres Benzin verspricht, nimmt er dafür auch in Kauf, dass die ganze Energiewende hängt, und die Kraftwerksbetreiber weitere lukrative Betriebsjahre für ihre eigentlich längst abgeschriebenen Altanlagen bekommen. Bis der Klimawandel immer ganz konkret immer schmerzhafter wird. Und hinterher wird das Benzin trotzdem teurer, aber die meisten vergessenen bis zur nächsten Wahl wieder, dass ihnen eigentlich was anderes versprochen wurde.

    Kann man nicht Wahlprogramme rechtsverbindlich machen? Bei Abweichungen davon käme es dann wenigstens zu öffentlichkeitswirksamen Gerichtsprozessen, das verringert dann die Vergesslichkeit des Wählers.

  20. US-Professoren haben einen grossen anterioren cingulären Cortex und symmetrische Amygdalae
    Gemäss der hier besprochenen Studie David Amodios von der New Yorker Universität haben Liberale ein anders Gehirn als Konservative. Liberale besitzen einen grösseren anterioren cingulären Cortex und symmetrische Amygdalae verglichen mit Konservativen. Konservative haben eine grosse rechtsseitige Amygdala (die rechtsseitige Amygdala ist im Gehirn für das Entstehen von Angst und die Verarbeitung von Gefahren zuständig).

    Gemäss einer neueren Untersuchung
    – hat es in Neuengland (US-Ostküste) 28 mal mehr liberale Professoren als konservative
    – hat es im US-Durchschnitt 6 Mal mehr liberale Professoren als konservative.

    In Neuengland dominieren also Professoren mit grossem anterioren cingulären Cortex noch 4 bis 5 mal mehr als im US-Durchschnitt.

    Frage 1: Wer früher konservativ war und dann liberal wird, macht so jemand einen Anatomiewechsel durch? Konkret: schrumpft die vorher vergrösserte rechtsseitige Amygdala und wächst der grosse anteriorecinguläre Cortex?
    Frage anders gestellt: variiert die Grösse von Hirnteilen ähnlich wie die Grösse von Muskeln und kann man wie ein Athlet, der seine Muskeln trainiert, bestimmte Teile seines Hirns trainieren?

    Frage 2: Sind grössere rechtsseitige Amygdala und kleinerer anteriorecingulärer Cortex konstituierende Merkmale eines konservativen US-Bürgers oder sind das nur Begleitmerkmale und man findet statisch betrachtet eventuell noch viele weitere Unterschiede, eventuell sogar anatomische Unterschiede zwischen Konservativen und Liberalen?
    Anders gestellte Frage: sind Liberale und Konservative physisch/biologisch verschieden und dieser physisch/biologische Unterschied entspricht verschiedenen Grundkonstitutionen?

  21. “Die Resultate sind aussagekräftig” wird behauptet. Natürlich sind se das. Wenn man einen Choleriker reizt, dann reagiert er “gereizt”.
    Der Volksmund kennt noch die Begriffe der vier verschiedenen Temperamente.
    Den Phlegmatiker, den nichts aus der Ruhe bringt. ob es jetzt eine Katastrophenmeldung ist oder ein Lottogewinn. Das Begriffspaar liberal oder konservativ ist nicht geeignet Klärung zu finden, oder doch, warum forscht man nicht in dieser Richtung.
    Das Gegenteil, der Choleriker, der spontan auf Änderungen reagiert , der Sanguiniker, immer gut gelaunt und sein Gegenteil der Melancholiker, den der Weltschmerz übermannt.
    Obwohl wissenschaftlich verpöhnt ist diese Sichtweise und Einteilung besser geeignet, wenn man das Gehirn untersuchen will.

  22. Konservative sind idR auch liberal, die meisten Konservativen sind liberal-konservativ, einige Monarchisten und noch andere Ideenträger mag es unter ihnen geben.

    Es macht womöglich mehr Sinn zum Konservativismus ein anderes Antonym zu suchen, und vor allem auch zu finden, es könnte der Progressivismus sein.
    Der eng mit dem Kollektivismus verbunden ist, in liberaler Demokratie ist dies so, der Progressive will bspw. Demokratischen Sozialismus (versus Liberale Demokratie) oder Ökologismus, gerne dann Expertokratisches mit Räten und so.

    Die Parteiprogramme der SPD und der Linkspartei sind voll mit der Idee des Demokratischen Sozialismus, die bundesdeutschen Ökologisten mögen Expertokratisches, hier gerne mal ins Parteiprogramm der bundesdeutschen “Grünen” schauen oder in den sogenannten Gesellschaftsvertrag für die Große Transformation.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Webbaer

    • @Dr.Webbaer (Zitat): Konservative sind idR auch liberal
      In den USA sind Konservative, also die klassischen Wähler der Republikaner in der Regel wirtschaftlich liberal und sozial konservativ. In der Wikipedia liest man dazu (übersetzt von Google Translate ):

      Bürger in den Vereinigten Staaten klassifizieren sich im Allgemeinen als Anhänger von Positionen entlang des linken-rechten politischen Spektrums als entweder liberal, progressiv, gemäßigt oder konservativ. Der moderne amerikanische Liberalismus zielt auf die Bewahrung und Ausweitung der Menschen-, Sozial- und Bürgerrechte sowie auf die staatlich garantierte Gewährung positiver Rechte. Er kombiniert sozialen Progressivismus und in gewissem Maße Ordoliberalismus und ist dem europäischen Sozialliberalismus sehr ähnlich. Amerikanischer Konservatismus bezieht sich im Allgemeinen auf eine Kombination aus wirtschaftlichem Liberalismus und sozialem Konservatismus. Es zielt darauf ab, die Konzepte der kleinen Regierung und der individuellen Freiheit zu schützen und gleichzeitig traditionelle Werte in einigen sozialen Fragen zu fördern.

      • Progressivismus ist in den Staaten der Code für Sozialismus, gerne auch harter Prägung, härter als gewohnte Sozialdemokratie, geht mehr Richtung “Linkspartei” oder wie diese Partei in der BRD gerade heißt.
        Sozialdemokraten nennen sich in den Staaten wenig günstig “Liberals”, Liberale nennen sich klassisch Liberale oder Libertäre, sicherlich ist der Liberale dort zwar teils ordoliberal, aber doch liberaler als sich dies manche in Europa vorstellen mögen.

        Liberal, der Schreiber dieser Zeilen ist liberal, und konservativ vertragen sich recht gut, nicht aber liberal und progressivistisch / kollektivistisch.

        Vielleicht darf an dieser Stelle auch angemerkt werden, dass der Liberalismus, der aus der (Europäischen) Aufklärung hervorgegangen ist, gewonnen hat, die ergebnisoffene (Natur-)Wissenschaftlichkeit (die den Falsifikation mag) basiert auf ihm ebenso, wie das herrschende Gesellschaftssystem “Liberale Demokratie”.

        Es fällt aber vielen (heutzutage) nicht (mehr) leicht die großen Vorteile der o.g. Herrschaftsform zu durchschauen und anzunehmen, deshalb kommt es zu vielen regressiven Ansätzen, in der BRD sogar ganz besonders.
        Zu Vorreitertum und so, hörhö,
        mit freundlichen Grüßen
        Dr. Webbaer

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