Brain in Pain – Gehirnstimulation gegen Fibromyalgie?

Muskeln schmerzen, Gelenke brennen, und man fühlt sich energielos und erschöpft, weil man mal wieder so schlecht geschlafen hat. Und doch zeigt kein Röntgenbild und kein Blutwert etwas Auffälliges. Denn die Schmerzen kommen nicht, weil man sich verletzt hat, sondern weil der Körper selbst die Schmerzquelle ist.
Für viele Betroffene mit Fibromyalgie ist das leider tägliche Realität. Was hinter diesem rätselhaften Schmerzsyndrom steckt, hat weniger mit Muskeln als mit dem Gehirn zu tun. Die deutsche Gesellschaft für Rheumatologie schätzt, dass ca. 3 bis 4 % der Bevölkerung in Deutschland an Fibromyalgie leiden, was sie damit zu einer der häufigsten chronischen Schmerzerkrankungen macht [1], [2]. Da sie zu den weniger gut erforschten Erkrankungen gehört, rückt sie oft in den Hintergrund – auch wenn der Schmerz im Alltag alles andere als nebensächlich ist. Betroffene leiden oft darunter, nicht ernst genommen zu werden und selbst wenn doch, sind die therapeutischen Maßnahmen unbefriedigend [3].
Im Durchschnitt vergehen ganze 16 Jahre, bis Betroffene eine offizielle Diagnose erhalten – eine lange, belastende Zeit voller Unsicherheit und ohne angemessene Behandlung [4]. Die Komplexität der noch so unerforschten Krankheit erschwert die Entwicklung geeigneter Therapien, doch sogenannte Gehirnstimulationsmethoden treten immer mehr in den Vordergrund und scheinen vielversprechend zu sein. Doch sind sie wirklich eine neue Hoffnung für Menschen mit Fibromyalgie?
Der Weg des Schmerzreizes
Wenn man die Ursachen von Fibromyalgie verstehen will, muss man sich zuerst damit beschäftigen, wie die Schmerzverarbeitung im Körper eigentlich funktioniert.
Autsch! Schon ist es beim Nähen passiert, und man piekst sich in den Finger. Dieser Reiz wird von den Schmerz- und Temperatursensoren der Haut erfasst und über aufsteigende Nervenbahnen zuerst in das Rückenmark und dann in das Gehirn geleitet. Bereits im Rückenmark werden Schmerzreize durch spezielle Nervenzellen gefiltert und gedämpft [5]. Die Informationen erreichen den Thalamus, der die weitere Verschaltung in verschiedene andere Gehirnbereiche übernimmt, unter anderem dem primären und sekundären sensorischen Kortex (S1 und S2), die den Schmerz lokalisieren („Da tut etwas an meinem Finger weh“). Die Informationen gelangen auch in die Insula und den anterioren cingulären Kortex (ACC), dort wird der Reiz emotional bewertet („Aua, das tat weh!“). Der präfrontale Kortex ist schlussendlich für die Bewertung und die Empfindung des Schmerzreizes verantwortlich (“Ah, ich habe mir beim Nähen mit der Nadel in den Finger gepikst, aber das ist nicht so schlimm!”).
Der Präfrontalkortex hat außerdem die wichtige Aufgabe, Schmerz über die absteigenden Nervenbahnen zu lindern. Er sorgt für die Ausschüttung von körpereigenen Opioiden, die als endogenes Schmerzhemmungsmittel dienen. Diese “Top-Down” Kontrolle sorgt beispielsweise dafür, dass ein Schmerzreiz wie Druck nach einiger Zeit nicht mehr so stark bis ins Gehirn weitergeleitet wird, weil die Signale vom präfrontalen Kortex (PFC) aus nach unten bis ins Rückenmark gehemmt werden [6].
Die Symptome der Fibromyalgie
Dieser normale Weg der Schmerzverarbeitung- und Filterung ist bei Fibromyalgie-Betroffenen gestört [3]. Schmerz ist für unseren Körper ein Warnsignal, auf das wir adäquat reagieren und uns beispielsweise von einem zu heißen Feuer wegbewegen. Doch bei den Betroffenen scheint der Körper im Daueralarm-Modus zu sein.
Das Wort Fibromyalgie beschreibt wortwörtlich Faser-Muskel-Schmerz [7], doch entgegen der Annahme, dass es sich um Schädigungen oder Entzündungen im Gewebe oder Muskel handelt, liegt die Ursache im zentralen Nervensystem. Unter der Krankheit leiden zu 90 % Frauen, doch auch Männer können erkranken, werden nur seltener diagnostiziert [8]. Warum so viel mehr Frauen betroffen sind, ist der Wissenschaft bis heute ein Rätsel.
Generell sind die genauen neurowissenschaftlichen Ursachen bis heute teilweise sehr rätselhaft, scheinen jedoch vielseitig zu sein [2]. Es wird vermutet, dass bei den Betroffenen eine zentrale Sensitivierung vorliegt, welche zu einer erhöhten Schmerzempfindlichkeit führt. Diese sogenannte Hyperalgesie ist eines der Hauptsymptome von Fibromyalgie-Betroffenen. Schon leichter Druck auf der Haut oder sanfte Berührungen werden von Betroffenen als sehr schmerzhaft wahrgenommen [3].
Die zentrale Sensitivierung beschreibt, dass die Neuronen im Gehirn stärker und anhaltender feuern und so das Schmerzempfinden länger aktiv im Gehirn halten [9]. Dies resultiert in einer sensorischen Hypersensitivität, die vermutlich der Grund für die chronisch anhaltenden Schmerzen ist. Grund dafür ist auch eine verringerte Schmerzschwelle, bei der etwas als schmerzhaft wahrgenommen wird. Empfundener Schmerz gegenüber eigentlich harmlosen Reizen, etwa Temperatur oder Druck, wird Allodynie genannt, auch das ist bei Fibromyalgie-Patientinnen und Patienten weit verbreitet. Die Krankheit kann sogar so weit führen, dass Betroffene sogar Schmerzen empfinden, obwohl gar kein konkreter Schmerzreiz im oder am Körper vorliegt. Generell sind die Schmerzen am stärksten zu spüren an bestimmten sensiblen Punkten am Körper, doch das gesamte Krankheitsbild geht auch oft mit Begleitsymptomen wie Erschöpfung, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Magenproblemen und kognitiven Problemen einhergeht [2], [10], [11].
Was ist los im Gehirn?
Studien zeigten, dass bei Betroffenen oft erhöhte Konzentrationen von Schmerz-Botenstoffen, etwa Substanz P und Glutamat, im Nervensystem gefunden werden, die für verstärkte Schmerzsignale sorgen [12]. Ebenso scheinen bei Menschen mit Fibromyalgie die absteigenden Bahnen betroffen zu sein, die eine angemessene Schmerzhemmung nicht mehr zulassen [13]. Man geht davon aus, dass bestimmte Bereiche des Präfrontalkortex, die für die Top-Down-Kontrolle zuständig sind, bei Fibromyalgie vermindert aktiviert bzw. weniger gut vernetzt sind [14]. Der Körper schafft es also nicht mehr, ab einem bestimmten Punkt die Schmerzsignale herunterzuregulieren.
Hingegen deuten strukturelle Analysen von Gehirnen von Fibromyalgie-Betroffenen darauf hin, dass die schmerzverarbeitenden neuronalen Netzwerke verstärkt aktiv sind (Hypersensibilität). Funktionelle Magnetresonanztomografie (fMRI)-Studien mit Betroffenen und gesunden Teilnehmern zeigten, dass Schmerzreize (Druck auf den Daumen) zu einer deutlich höheren Aktivierung der Schmerzzentren im Gehirn bei Fibromylagie-Patientinnen und -patienten führt verglichen zu gesunden Teilnehmern [15].
Es wird spekuliert, dass chronischer Schmerz, verursacht durch Stress, Schlafmangel oder langanhaltende Schmerzen, zu dieser Hyperaktivierung der Neuronen führt [16], [17]. Chronischer Stress und Schmerz bewirken eine Anpassung des Nervensystems auf die dauernden Reize, was schließlich zu Fibromyalgiesymptomen führen kann. Dieses sogenannte Schmerzgedächtnis führt dazu, dass die Schmerzen dauerhaft verarbeitet und empfunden werden.
Neue Hoffnungen für Therapieansätze?
Die Therapieansätze bei Fibromyalgie sind ebenso vielschichtig wie die Symptome der Erkrankung selbst. Von Bewegungstherapien wie Wassergymnastik und Kraftübungen, über Physio-, Ergo und Musiktherapie, Achtsamkeit und Meditation bis hin zu Psychotherapie werden verschiedene Ansätze genutzt, um den Betroffenen Linderung zu verschaffen, sowohl physisch als auch psychisch.
Aufgrund der gestörten Schmerzwahrnehmung im Gehirn zeigen medikamentöse Behandlungen bis heute leider nur sehr begrenzte Wirkung. Zwar zeigen extra für Fibromyalgie hergestellte Antidepressiva oder Antikonvulsiva (Antiepileptika) Linderung, dies aber nur in Einzelfällen [18]. Betroffene sprechen oft nicht auf Medikamente an, sodass sich neuerdings das Interesse der Forschung auf die nicht mehr chemischen, sondern elektrischen Therapieansätze fokussiert. Neue Hoffnungen machen sogenannte Gehirnstimulations-Methoden, bei denen das Gehirn und die Nervenzellen nicht-invasiv angeregt werden.
Obwohl die aktuelle Forschung in Richtung Gehirnstimulation noch in ihren Anfängen ist, zeigen sich trotzdem optimistische Resultate. Durch magnetische oder elektrische Energie werden durch den Kopf (“transkraniell”) die darunterliegenden neuronalen Netzwerke angeregt, die unteraktiv bei Fibromyalgie-Betroffenen sind. Daher wird besonders der Präfrontalcortex stimuliert, damit wieder eine intakte Hemmung der Schmerzen passiert. Ziel ist es, die Top-Down Hemmung wieder auf ein gesundes Level zu bringen [19].
Elektrische Stimulation mit tDCS
Eine Form der Hirnstimulation ist die transkranielle Gleichstromstimulation (transcranial direct current stimulation, tDCS). Dabei werden am Kopf zwei Elektroden angebracht, die einen leichten Strom erzeugen und damit die Neuronen im Gehirn anregen.
Eine groß angelegte Studie von 2025 testete diese Methode bei 112 Frauen, über einen Zeitraum von einem Monat täglich 20 Minuten eigenständig mit einem Stimulationsgerät die Gehirnstimulation durchführten. Die Studie war Placebo-kontrolliert und doppelblind, das heißt, weder die Teilnehmerinnen noch die Untersuchenden wussten, wer die reale oder die Placebo-Stimulation erhielt. In der Studie wurde der linke dorsolaterale Präfrontalcortex für die Stimulation ausgesucht. Zudem absolvierten die Teilnehmer Bewegungsübungen und nahmen an Schmerzschulungs-Trainings teil. Die Wirkung der Stimulation wurde mithilfe eines Schmerzfragebogens erfasst, der mehrere Lebensbereiche abbildet: wie stark der Schmerz den Alltag beeinträchtigt, welchen Einfluss er auf die Stimmung hat und inwiefern soziale Interaktionen betroffen sind [20]. Die Ergebnisse zeigten, dass der Schmerz bei Frauen mit echter Stimulation um ca. 38.8 % verringert war (bei der Placebogruppe waren es ca. 16,0 %).
Generell kommen die Studienergebnisse zusammenfassend nach aktuellem Stand zu einem vorsichtig positiven Fazit bezüglich tDCS. Um die Details, wie Intensität, Ort der Stimulation und Dauer zu klären, bedarf es jedoch noch weiterer Forschung [21].
Magnetische Stimulation mit rTMS
Eine andere Gehirnstimulationsmethode ist die repetitive transkranielle Magnetstimulation (repetitive transcranial magnetic stimulation, rTMS), welche im Gegensatz zu tDCS keine elektrischen Impulse sendet, sondern magnetische. Auch mit dieser Methode konnte 2025 in einer großen Studie gezeigt werden, dass rTMS über dem rechten Präfrontalkortex signifikant Schmerzen linderte und sich die allgemeine schmerzliche Belastung bei den Teilnehmern verringerte [22]. Weitere Studien zeigten außerdem, dass die positiven Effekte auch noch bis zu drei Monate nach Beendigung der Stimulation anhielten! Weitere Studien rund um das Thema rTMS stimulierten auch oft den Motorkortex, welcher ebenfalls zur Hemmung der Schmerzen führt [23]. Studien zeigen, dass rTMS über dem Motorkortex bei vielen Fibromyalgie-Patientinnen und Patienten die Schmerzen spürbar reduzieren kann, auch oft sogar über Wochen hinweg.
Doch auch rund um rTMS als Therapie lassen sich zusammenfassend die Ergebnisse so beschreiben, dass moderate, aber keine absolut signifikanten Verbesserungen der Schmerzen im Vergleich zu Placebogruppen gefunden wurden [24]. Auch hier bedarf es weiterhin an Forschung, am besten mit größeren Stichproben, um die Forschung weiter voranzutreiben.
Falls ihr euch mehr für das Thema “Gehirnstimulation” interessiert, schaut gerne hier vorbei:
Fazit
Fibromyalgie ist eine von vielen noch eher unbekannten, unterschätzten und schlecht erforschten Krankheiten, deren Ursachen im Zentralnervensystem liegen.
Die Erkrankung wird sowohl in Medizin als auch in der Gesellschaft oft missverstanden und zu spät diagnostiziert. Hoffnung machen jedoch Therapien, die auf dem Level des Nervensystems ansetzen – die Gehirnstimulation, entweder durch elektrische oder magnetische Pulse, scheint Linderung in Fibromyalgie liefern zu können, besonders in Kombination mit anderen Methoden wie Bewegungstherapien.
Die Gehirnstimulationen versprechen echtes Potenzial zu haben, Schmerzen der Betroffenen langfristig zu lindern, doch die bisherigen Ergebnisse fallen je nach Person sehr unterschiedlich aus und reichen noch nicht für einen klaren Durchbruch. Wie bei so vielen Krankheiten ist Aufklärung ein wichtiger Schritt, um vernünftig mit ihr umgehen zu können, daher ist es wichtig, dass die Forschung weiterhin unterstützt wird. Wenn durch mehr Forschung bessere und standardisiertere Stimulationsprotokolle ausgearbeitet werden, könnten Gehirnstimulationsmethoden weiterhin eine valide Hoffnung für alle Betroffenen sein.
Quellen
[1] ‘Manchmal nicht erkannt: Fibromyalgie’. Accessed: Nov. 04, 2025. [Online]. Available: https://www.gebo-med.de/news/detailansicht/viele-millionen-menschen-leiden-weltweit-an-rheumatischen-erkrankungen
[2] ‘Fibromyalgie: Ursachen, Symptome, Therapie’. Accessed: Nov. 04, 2025. [Online]. Available: https://www.rheuma-liga.de/rheuma/krankheitsbilder/fibromyalgie
[3] ‘Fibromyalgie’, Asklepios. Accessed: Nov. 16, 2025. [Online]. Available: https://www.asklepios.com/konzern/diagnosen/gehirn-nerven/nerven/fibromyalgie
[4] ‘DGS-PraxisLeitfaden Fibromyalgie: Vorurteile abbauen, Diagnose erleichtern’, Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. Accessed: Nov. 04, 2025. [Online]. Available: https://www.dgschmerzmedizin.de/news/dgs-pressemitteilungen/archiv/detail/news/dgs-praxisleitfaden-fibromyalgie-vorurteile-abbauen-diagnose-erleichtern/
[5] ‘Schmerz ist nicht gleich Schmerz: Wie das Rückenmark unsere Wahrnehmung beeinflusst’. Accessed: Nov. 16, 2025. [Online]. Available: https://www.cbs.mpg.de/881644/20180327-01
[6] L. Urien and J. Wang, ‘Top-Down Cortical Control of Acute and Chronic Pain’, Biopsychosoc. Sci. Med., vol. 81, no. 9, p. 851, Dec. 2019, doi: 10.1097/PSY.0000000000000744.
[7] ‘Fibromyalgie-Syndrom’. Accessed: Nov. 04, 2025. [Online]. Available: https://www.schmerzgesellschaft.de/topnavi/patienteninformationen/schmerzerkrankungen/fibromyalgie-syndrom
[8] S. W. R. Kultur, ‘Fibromyalgie – Der unverstandene Schmerz’, SWR Kultur. Accessed: Nov. 04, 2025. [Online]. Available: https://www.swr.de/swrkultur/wissen/fibromyalgie-der-unverstandene-schmerz-104.html
[9] J. H. Bourke et al., ‘Central sensitisation in chronic fatigue syndrome and fibromyalgia; a case control study’, J. Psychosom. Res., vol. 150, p. 110624, Nov. 2021, doi: 10.1016/j.jpsychores.2021.110624.
[10] ‘Fibromyalgie: Elektrische Hirnstimulation lindert Schmerzen’, netDoktor. Accessed: Nov. 09, 2025. [Online]. Available: https://www.netdoktor.de/news/fibromyalgie-hirnstimulation-lindert-schmerzen/
[11] W. Häuser et al., ‘Fibromyalgia’, Nat. Rev. Dis. Primer, vol. 1, no. 1, p. 15022, Aug. 2015, doi: 10.1038/nrdp.2015.22.
[12] I. J. Russell et al., ‘Elevated cerebrospinal fluid levels of substance P in patients with the fibromyalgia syndrome’, Arthritis Rheum., vol. 37, no. 11, pp. 1593–1601, Nov. 1994, doi: 10.1002/art.1780371106.
[13] A. T. O’Brien, A. Deitos, Y. Triñanes Pego, F. Fregni, and M. T. Carrillo-de-la-Peña, ‘Defective Endogenous Pain Modulation in Fibromyalgia: A Meta-Analysis of Temporal Summation and Conditioned Pain Modulation Paradigms’, J. Pain, vol. 19, no. 8, pp. 819–836, Aug. 2018, doi: 10.1016/j.jpain.2018.01.010.
[14] A. Sandström, I. Ellerbrock, J. Tour, D. Kadetoff, K. Jensen, and E. Kosek, ‘Dysfunctional Activation of the Dorsolateral Prefrontal Cortex During Pain Anticipation Is Associated With Altered Subsequent Pain Experience in Fibromyalgia Patients’, J. Pain, vol. 24, no. 9, pp. 1731–1743, Sept. 2023, doi: 10.1016/j.jpain.2023.05.006.
[15] R. H. Gracely, F. Petzke, J. M. Wolf, and D. J. Clauw, ‘Functional magnetic resonance imaging evidence of augmented pain processing in fibromyalgia’, Arthritis Rheum., vol. 46, no. 5, pp. 1333–1343, May 2002, doi: 10.1002/art.10225.
[16] E. H. S. Choy, ‘The role of sleep in pain and fibromyalgia’, Nat. Rev. Rheumatol., vol. 11, no. 9, pp. 513–520, Sept. 2015, doi: 10.1038/nrrheum.2015.56.
[17] R. A. Markkula, E. A. Kalso, and J. A. Kaprio, ‘Predictors of fibromyalgia: a population-based twin cohort study’, BMC Musculoskelet. Disord., vol. 17, no. 1, p. 29, Jan. 2016, doi: 10.1186/s12891-016-0873-6.
[18] D. J. Clauw, ‘Fibromyalgia: A Clinical Review’, JAMA, vol. 311, no. 15, p. 1547, Apr. 2014, doi: 10.1001/jama.2014.3266.
[19] J.-H. Zhang, J. Liang, and Z.-W. Yang, ‘Non-invasive brain stimulation for fibromyalgia: current trends and future perspectives’, Front. Neurosci., vol. 17, Oct. 2023, doi: 10.3389/fnins.2023.1288765.
[20] W. Caumo et al., ‘Home-Based Transcranial Direct Current Stimulation vs Placebo for Fibromyalgia: A Randomized Clinical Trial’, JAMA Netw. Open, vol. 8, no. 6, p. e2514262, June 2025, doi: 10.1001/jamanetworkopen.2025.14262.
[21] R. Moshfeghinia et al., ‘The effects of transcranial direct-current stimulation (tDCS) on pain intensity of patients with fibromyalgia: a systematic review and meta-analysis’, BMC Neurol., vol. 23, no. 1, p. 395, Nov. 2023, doi: 10.1186/s12883-023-03445-7.
[22] E. Nation, A. Irani, and S. Barrett, ‘Repetitive transcranial magnetic stimulation at low frequency for the treatment of fibromyalgia. Results from the first treatment cohort at the brainwave clinic’, Front. Pain Res., vol. 6, June 2025, doi: 10.3389/fpain.2025.1558175.
[23] Y. Argaman, Y. Granovsky, E. Sprecher, A. Sinai, D. Yarnitsky, and I. Weissman-Fogel, ‘Resting-state functional connectivity predicts motor cortex stimulation-dependent pain relief in fibromyalgia syndrome patients’, Sci. Rep., vol. 12, no. 1, p. 17135, Oct. 2022, doi: 10.1038/s41598-022-21557-x.
[24] P. Sun, L. Fang, J. Zhang, Y. Liu, G. Wang, and R. Qi, ‘Repetitive Transcranial Magnetic Stimulation for Patients with Fibromyalgia: A Systematic Review with Meta-Analysis’, Pain Med. Malden Mass, vol. 23, no. 3, pp. 499–514, Mar. 2022, doi: 10.1093/pm/pnab276.
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Fibromyalgie: Therapien über Therapien
Vielen Dank für die Vorstellung von Gehirnstimulationsmethoden zur Behandlung der Fibromyalgie. Danke auch für die Beschreibung des Krankheitsbildes der Fibromyalgie, einer Krankheit mit schwer bestimmbarer physischer Grundlage, einer Krankheit, wo Schmerzen in Kombination mit Beeinträchtigungen wie Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Kraftlosigkeit, Neigung zu Kopfschmerzen und Neigung zu depressiven Verstimmungen im Vordergrund stehen ohne dass aber die Lebenszeit verkürzt ist. Es gibt scheinbar bis heute keinen „Biomarker“ für Fibromyalgie. Man kann also nicht einfach per Labortest bestimmen ob jemand an Fibromyalgie leidet, sondern es ist faktisch eine Ausschlussdiagnose, eine Krankheit also mit Kernsymptomen wie ausgebreiteten Schmerzen in verschiedenen Körperregionen, Schlafstörungen und vermehrter Erschöpfung ohne dass aber eine systemische entzündliche Erkrankung, eine Infektion oder eine hormonelle Störung vorliegt.
Behandelt wird die Fibromyalgie vorwiegend symptomatisch und sehr vielfältig: mit Patientenschulung, dem Einsatz von Medikamenten in Verbindung mit Sport- und Funktionstraining, physikalischen Therapien sowie Psychotherapie und Entspannungsmethoden. Hinzu kommen jetzt die von ihnen beschriebenen Hirnstimulationen, eine Sammlung von Verfahren, die noch keinen Eingang in den Wikipedia-Eintrag für Fibromyalgie gefunden haben. Dafür wird in der Wikipedia auf (Zitat) „ die Nutzung der Darmmikrobiota von gesunden Menschen“ als vielversprechender Ansatz verwiesen und es wird über positive Erfahrungen mit vegetarischer Ernährung berichtet. Insgesamt enthält die Wikipedia eine recht grosse Liste von medizinischen Interventionen zur Fibromyalgie-Therapie, so etwa: Antidepressiva, Antiepileptika, das schwache Opioid Tramadol, Ausdauertraining, meditative Bewegungsformen, Bädertherapie, Wärmeanwendungen, Entspannungsverfahren, psychologische Massnahmen und Ernährungsumstellung.
Kurzum: Hirnstimulation ist eine Behandlungsmethode der Fibromyalgie, die noch keinen Eingang in die Wikipedia gefunden hat. Die Wikipedia führt aber sehr viele Therapien auf. Vielleicht wäre es gut, irgendwann zu wissen, welche Therapien bei Fibromyalgie bei welchen Patienten in welcher Reihenfolge angewendet werden sollten.
Fibromyalgie ist auch eine Stress Erkrankung. Das heißt, je mehr Stress ich habe, desto mehr kommen anschließend die Schmerzen. Das sagt mein Arzt, und ich bestätige das aus eigener Erfahrung. Dagegen trainiere ich jetzt mit MBSR, ein Achtsamkeitstraining gegen Stress, kann ich sehr empfehlen.
Eine Atemtherapeutin hat mir einmal gesagt: “Hör auf Deinen Freund den Körper. Du hast nur den einen.
Gesund sollen wir sein.