Tag der Astronomie am 24. April

Himmelslichter

Am 24. April ist wieder der "Tag der Astronomie". Viele astronomische Vereine, Volkssternwarten und Planetarien haben an diesem Tag geöffnet, um des Hobby und die Wissenschaft "Astronomie" populär zu machen. Den Tag der Astronomie gibt es bereits seit 2003, er ist inzwischen eine traditionelle Veranstaltung und findet in diesem Jahr gleichzeitig in Deutschland, Österreich und der Schweiz statt.

Auf der zentralen Seite der Vereinigung der Sternfreunde kann man sich über das Angebot in der Nähe informieren. Für diejenigen, die im Westen der Republik zu Hause sind, empfehle ich einen Besuch der Sternwarte in Aachen. Dort wird es – wie in jedem Jahr – ein reichhaltiges Programm zum Astronomietag geben. Natürlich hoffen wir auf gutes Wetter, denn nichts kann die Faszination Astronomie besser vermitteln als der ungefilterte Blick durch ein Teleskop!

Eine Tour zu den interessantesten Objekten am Abend des 24. April 2010 gibt es außerdem auf redshift-live.de.

Clear Skies! 

Jan Hattenbach

Mit dem Astronomievirus infiziert wurde ich Mitte der achtziger Jahre, als ich als 8-Jähriger die Illustrationen der Planeten auf den ersten Seiten eines Weltatlas stundenlang betrachtete. Spätestens 1986, als ich den Kometen Halley im Teleskop der Sternwarte Aachen sah (nicht mehr als ein diffuses Fleckchen, aber immerhin) war es um mich geschehen. Es folgte der klassische Weg eines Amateurastronomen: immer größere Teleskope, Experimente in der Astrofotografie (zuerst analog, dann digital) und später Reisen in alle Welt zu Sonnenfinsternissen, Meteorschauern oder Kometen. Visuelle Beobachtung, Fotografie, Videoastronomie oder Teleskopselbstbau – das sind Themen die mich beschäftigten und weiter beschäftigen. Aber auch die Vermittlung von astronomischen Inhalten macht mir großen Spaß. Nach meinem Abitur nahm ich ein Physikstudium auf, das ich mit einer Diplomarbeit über ein Weltraumexperiment zur Messung der kosmischen Strahlung abschloss. Trotz aller Theorie und Technik ist es nach wie vor das Erlebnis einer perfekten Nacht unter dem Sternenhimmel, das für mich die Faszination an der Astronomie ausmacht. Die Abgeschiedenheit in der Natur, die Geräusche und Gerüche, die Kälte, die durch Nichts vergleichbare Schönheit des Kosmos, dessen Teil wir sind – eigentlich braucht man für das alles kein Teleskop und keine Kamera. Eines meiner ersten Bücher war „Die Sterne“ von Heinz Haber. Das erste Kapitel hieß „Lichter am Himmel“ – daher angelehnt ist der Name meines Blogs. Hier möchte ich erzählen, was mich astronomisch umtreibt, eigene Projekte und Reisen vorstellen, über Themen schreiben, die ich wichtig finde. Die „Himmelslichter“ sind aber nicht immer extraterrestrischen Ursprungs, auch in unserer Erdatmosphäre entstehen interessante Phänomene. Mein Blog beschäftigt sich auch mit ihnen – eben mit „allem, was am Himmel passiert“. jan [punkt] hattenbach [ät] gmx [Punkt] de Alle eigenen Texte und Bilder, die in diesem Blog veröffentlicht werden, unterliegen der CreativeCommons-Lizenz CC BY-NC-SA 4.0.

6 Kommentare

  1. Ja wer ist hat nicht schon mal über andere Galaxien nachgedacht und ganz fasziniert in den Sternenhimmel geschaut, da find ichs gut, dass es einen Tag gibt wo die Astronomie mal gewürdigt wird.

  2. Laienfragen

    Zwei Fragen an die Astronomen:

    Wo findet man eine Wahrscheinlichkeitstabelle für klaren Himmel bezogen auf die Monate (für Mitteleuropa)?

    Warum hat man für den Astronomietag nicht ein Monat gewählt, bei dem die Wahrscheinlichkeit für einen klaren Himmel größer ist (August vielleicht)?

    Danke für die Antworten.

  3. @Karl Bednarik

    Der Astronomietag fand bis 2008 immer im September statt, das Problem ist nur, dass in diesem Monat auch viele andere Termine wie z.B. Teleskoptreffen stattfinden, auf denen viele Amateurastronomen sind. Und die können dann eben nicht den Astronomietag durchführen. 2009 wurde der Astronomietag dann im Rahmen der “Galileischen Nächte” auf den April verschoben.

    Heute zumindest stellt sich die Wahl auf den 24.4. ja als Volltreffer heraus – zumindest für den Westen und Süden des Landes!

  4. Geht es mit dem Astronomietag bergab?

    Hallo,

    ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es mit dem Astronomietag stetig bergab geht. Während früher eine ganze Menge Privatleute ihre kleine Sternwarte öffneten oder sogar ein paar Amateure auf dem freien Feld ihre Geräte aufbauten, scheint es solcherlei Beteiligung heute nicht mehr zu geben. Heute ist der Astronomietag in meinen Augen zu einem Tag der offenen Tür der Sternwarten geworden, was an sich nicht schlecht ist, aber eine von der Masse der Amateurastronomen ist es sicherlich nicht. Weiterhin finde ich die Aufarbeitung durch die VDS einfach nur traurig. Gab es früher noch eine eigene HP mit vielen Infos bis hin zu Besucherstatistiken, so gibt es heute nur noch eine kleine Unterseite die solch einer Veranstaltung eigentlich unwürdig ist. Die wirklich Bedeutung dieser Seite zeigt sich vielleicht in der Zahl der Rückmeldungen zum Astronomietag 2011. Es sind wirklich ganze drei Rückmeldungen, welch überwältigende Resonanz.

  5. @Nachtschwärmer

    Im großen und ganzen stimme ich dir zu. Wobei für den Astrotag 2012 immerhin 192 Veranstaltungen gemeldet sind, das sind sicher nicht nur Volkssternwarten. Wir machen in Aachen auch dieses Mal mit, wenngleich wir den Astrtag eher als unseren eigenen “Tag der offenen Tür” deklarieren. Die Unterstützung durch die VdS ist auch nicht der ausschlaggebende Grund.

    http://www.vds-astro.de/…etag-gesamtansicht.html

    http://sternwarte-aachen.de/

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