Mehr Schatten als Licht

Die Anhörung vor dem Petitionsausschuss ist gelaufen. Was letztendlich dabei herausgekommen ist, bleibt noch abzuwarten, aber immerhin ein Abgeordneter war dem Thema Lichtverschmutzung sehr aufgeschlossen. Kein Wunder – ist er doch selbst Amateurastronom und Mitglied der Vereinigung der Sternfreunde. Dennoch: Wunder zu erwarten wäre sicherlich naiv.

Zunächst einmal: Die Sitzung kann man sich als Aufzeichnung im Parlamentsfernsehen anschauen. Keine Angst, man muss sich nicht durch die ganzen zwei Stunden 17 Minuten quälen – "unsere" Petition war die dritte der insgesamt fünf, die an diesem Tag zu Umweltthemen angehört wurden. (Herunterscrollen bis zu den Petitionen – Umweltpolitik) Fünf Minuten Zeit hatte Andreas Hänel, das Anliegen dem Ausschuss vorzutragen. Dies tat er mit Hilfe von Roy Hengst, der die Petition initiiert hatte – gemeinsam haben sie rund 200 Seiten Informationsmaterial zu diesem wirklich komplexen Thema zusammengetragen. In seiner Ansprache bezog sich Hänel nicht allein auf die leidende Amateurastronomie, sondern auch auf "lebensnahe" Auswirkungen, etwa den möglichen krebsfördernden Folgen einer verminderten Melatoninproduktion durch zuviel Licht in der Nacht.

Die Ausschussmitglieder, Vertreter aller Bundestagsfraktionen unter Vorsitz von Kerstin Naumann (Die Linke), reagierten unterschiedlich auf die Petition. So bezeichneten einige der Abgeordneten das Thema vorsichtig als die "sogenannte Lichtverschmutzung" (als ob sie das alles zum ersten Mal hörten), auch das Sicherheits-Totschlagsargument wurde vorgebracht. Dabei ist jedem, der es wissen will, längst klar, dass das Motto "Mehr Licht – mehr Sicherheit" längst nicht generell zu einer Verbesserung der Verbrechens- und Unfallstatistik führt. Aber auch dieser Aspekt wird von den Materialien der Fachgruppe Dark Sky gut behandelt – bleibt zu hoffen, dass die Volksvertreter den Papierberg auch aufmerksam lesen.

Aus der Stellungnahme des Bundesumweltministerium wurde deutlich, was ich bereits am Montag in diesem Blog beschrieb: Es gibt weder Strategien zur Vermeidung unnötiger Lichtemissionen, noch Bestrebungen für eine Gesetzesinitiative. Das zum Schutz der Umwelt (und damit letzlich der Bürger) verantwortliche Ministerium hat noch nicht einmal Zahlen über das Ausmaß dieser Form der Umweltverschmutzung auf der Hand. Hier ist der Handlungsbedarf am größten und dringlicher denn je!

Immerhin – wie bereits eingangs erwähnt gibt es zumindest einen Amateurastronomen im Parlament: Peter Hettlich von den Grünen. Mit ihm gab es im Anschluss an die offizielle Sitzung noch einen längeren Gedankenaustausch.

Was am Ende zählbares übrigbleibt, wird die Zeit zeigen. Allzuviel Hoffnung darf man sich aber nicht machen. Es bleibt noch ein langer Weg, und viel Arbeit. Es ist unheimlich schwer, die Öffentlichkeit von so einer "absurden" Idee wie der von einer dunklen Nacht zu überzeugen – zumindest das zeigt diese Anhörung. Gut, dass es einige Nimmermüde gibt, die sich diese Arbeit auch für einen kleinen Fortschritt machen. Also noch einmal: Herzliches Dankeschön an die beiden Streiter für die dunkle Nacht!

Dark Skies,

Jan Hattenbach 

Eine Diskussion zur Anhörung vom vergangenen Montag läuft zur Zeit auf astronomie.de.

Mit dem Astronomievirus infiziert wurde ich Mitte der achtziger Jahre, als ich als 8-Jähriger die Illustrationen der Planeten auf den ersten Seiten eines Weltatlas stundenlang betrachtete. Spätestens 1986, als ich den Kometen Halley im Teleskop der Sternwarte Aachen sah (nicht mehr als ein diffuses Fleckchen, aber immerhin) war es um mich geschehen. Es folgte der klassische Weg eines Amateurastronomen: immer größere Teleskope, Experimente in der Astrofotografie (zuerst analog, dann digital) und später Reisen in alle Welt zu Sonnenfinsternissen, Meteorschauern oder Kometen. Visuelle Beobachtung, Fotografie, Videoastronomie oder Teleskopselbstbau – das sind Themen die mich beschäftigten und weiter beschäftigen. Aber auch die Vermittlung von astronomischen Inhalten macht mir großen Spaß. Nach meinem Abitur nahm ich ein Physikstudium auf, das ich mit einer Diplomarbeit über ein Weltraumexperiment zur Messung der kosmischen Strahlung abschloss. Trotz aller Theorie und Technik ist es nach wie vor das Erlebnis einer perfekten Nacht unter dem Sternenhimmel, das für mich die Faszination an der Astronomie ausmacht. Die Abgeschiedenheit in der Natur, die Geräusche und Gerüche, die Kälte, die durch Nichts vergleichbare Schönheit des Kosmos, dessen Teil wir sind – eigentlich braucht man für das alles kein Teleskop und keine Kamera. Eines meiner ersten Bücher war „Die Sterne“ von Heinz Haber. Das erste Kapitel hieß „Lichter am Himmel“ – daher angelehnt ist der Name meines Blogs. Hier möchte ich erzählen, was mich astronomisch umtreibt, eigene Projekte und Reisen vorstellen, über Themen schreiben, die ich wichtig finde. Die „Himmelslichter“ sind aber nicht immer extraterrestrischen Ursprungs, auch in unserer Erdatmosphäre entstehen interessante Phänomene. Mein Blog beschäftigt sich auch mit ihnen – eben mit „allem, was am Himmel passiert“. jan [punkt] hattenbach [ät] gmx [Punkt] de Alle eigenen Texte und Bilder, die in diesem Blog veröffentlicht werden, unterliegen der CreativeCommons-Lizenz CC BY-NC-SA 4.0.

15 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo,

    warum es beim BMU keine Strategien zur Vermeidung unnötiger Lichtemissionen gibt ist recht einfach, niemand hat die Leutchen bisher auf das Problem aufmerksam gemacht. Die Bürger haben sich bisher nicht beschwert, denn ihnen wurde jahrelang eingetrichtert , dass nur eine möglichst helle Beleuchtung eine sichere Beleuchtung ist. Gingen 50% dabei ungenutzt verloren hat das niemanden gestört und die Stromversorger werden sich wohl auch kaum über ineffektive Belchtungen beschweren, denn für sie ist der verschwendete Anteil reiner Gewinn.
    Bleibt nur zu hoffen, dass man durch entsprechende Eingaben eine qualitativ hochwertigere Beleuchtung von obenherab durchsetzen kann.

    MfG

    Rainmaker

  2. Das ist ja erfreulich, daß es im Petitionsausschuß wenigstens einen gibt, für den das Thema kein Neuland ist. Peter Hettlich sitzt seit 10 Jahren im Bundestag und sollte sich mit der Gesetzgebungsmaschinerie ein bißchen auskennen. Beim nächsten Versuch sollte man sich also vorher mit ihm beraten, um mögliche Fehler schon im Vorfeld zu vermeiden.
    Vielleicht ist auch ein 200-Seiten-Infopaket gut gemeint, aber zuviel des Guten. Unsere Volksvertreter werden von Papierfluten geradezu überschwemmt. Vielleicht sollte man noch eine benutzerfreundliche Kurzfassung beifügen, die dann auch wirklich gelesen wird.
    Mit diesem Melatonin/Krebs-Argument bin ich auch nicht so ganz glücklich. Ich hab zwar auch schon davon gelesen, aber ist das wirklich breiter Konsens, oder gibt es dazu genau eine Studie? Gerade bei solchen Gesundheitsthemen ist man leicht in einer Sektiererecke gelandet, siehe z.b. “Handystrahlung”. Vielleicht sollte man mehr darstellen, daß man sozusagen ganz nebenbei noch einen Beitrag zu Klimaschutz und Ressourcenschonung leisten könnte. Damit können auch Nichtfachleute etwas anfangen.
    Wenn es mit einer gesetzlichen Regelung nichts wird, bleibt eigentlich nur, das Thema auf kommunaler Ebene anzusprechen. In Augsburg wurde durch ein durchdachteres Beleuchtungskonzept immerhin eine Einsparung von 250000 € pro Jahr erzielt.

  3. Danke !

    Ach ja, eins hab ich noch vergessen: Vielen Dank für Deine ausführliche und ausdauernde Berichterstattung über dieses Thema. Wo sonst bekommt man das so gut präsentiert ?
    Selbst in SuW ist das doch auch mehr ein Randthema, oder?

  4. Licht, Melatonin und Krebs

    Hallo Marco,

    dieses Forschungsgebiet ist meines Wissens relativ neu, aber keineswegs brandneu. Es gab bereits mehrere Fachkonferenzen dazu (2002 und 2004 mindestens) und auch Publikationen. In Marias Gastbeitrag hier im Blog hatte sie einige Links angegeben, unter anderem auch den zu einer Studie aus Israel, die u.a. letztens in Wien vorgestellt wurde (ich geb den Direktlink unten noch mal an.) Darin findet man doch eine Reihe von Querverweisen, so dass ich nicht sagen würde, dass es nur eine Studie dazu gibt, die gerade nett aufgebauscht wird.

    Die Krebsgeschichte ist aber nur ein Aspekt unter vielen. Eine Stärke der Argumentation gegen Lichtverschmutzung ist mMn gerade die Vielzahl der betroffenen Bereiche. Auch und vor allem der von dir genannte Klimaaspekt. Der zweite Trumpf ist die Einfachheit, mit der das Problem gelöst oder zumindest deutlich reduziert werden könnte: Baut doch einfach keine Lampen mehr, die nach oben strahlen, setzt Licht nur ein wo es gebraucht wird, setzt nur soviel Licht ein, wie nötig ist! Leider wird das *überhaupt nicht* gemacht.

    PS: Danke für das Lob. Auch in der SuW steht immer wieder mal was drin, aber das Internet ist natürlich viel schneller, wenn es darum geht, aktuelle Entwicklungen darzustellen. Letztes Jahr erschien in der SuW ein Artikel von Andreas Hänel und mir über die nationalen und internationalen Bestrebungen. Bald wird, so habe ich läuten hören, auch ein Bericht zum Symposium in Wie drinstehen. Monatszeitschriften sind eben nicht tagesaktuell.

    Und hier der Link: http://graphics8.nytimes.com/…20080226_LIGHT.pdf

  5. @Rainmaker

    …und deshalb finde ich, dass diese Petition ihre Bedeutung hat. Auch wenn sie vielleicht etwas holprig gestartet ist. Schade nur, dass außerhalb der “Gemeinde” kaum jemand darüber spricht. Oder sind jemandem Meldungen aus der nicht-einschlägigen Presse bekannt?

  6. @ Jan Hattenbach

    Hallo,

    selbst innerhalb der “Gemeinde” spricht doch kaum jemand über die Petition. Es gab ein kurzes Aufflammen als die Sache aktuell war, aber danach hat sich kaum jemand dafür interessiert. Nimmt man allein die Zahl derer welche die Petition unterstützt haben und vergleicht sie nur mit der Mitgliederzahl von Astronomie.de sieht man wie wenige Leute das Thema wirklich interessiert. Insgesamt scheinen sich die Amateurastronomen überraschend wenig für das Thema Lichtverschmutzung zu interessieren, bei vielen herrscht wohl immer noch die Meinung vor man müsse halt 100 km fahren um einen dunklen Himmel zu bekommen. Mal sehen wie die Sache in zwanzig Jahren aussieht, wenn trotz langer Autofahrten kein halbwegs dunkler Himmel mehr zu finden ist.

    MfG

    Rainmaker

  7. Resignation…

    Hallo Rainmaker,

    Zunächst: Ich glaube nicht, dass die Zahl der bei a.de angemeldeten user mit der Zahl der tatsächlich aktiven Amateurastronomen über einstimmt. In meinem Bekanntenkreist wurde jedenfalls des öfteren über die Petition gesprochen und eigentlich alle haben mir gesagt, dass sie auch unterzeichnet hätten. Gut, das Thema kommt bei mir auch wirklich häufig auf.

    Generell scheint aber, da hast du recht, eine gewisse Resignation vorzuherrschen. Das wurde ja auch in Foren immer wieder angesprochen. Ob jetzt alle Aktionen wie die Petition irgendetwas erreichen sei einmal dahingestellt. Es bleibt uns einfach nichts anderes übrig, als sie zu unterstützen. So oder so bleiben uns wahrscheinlich noch ein paar Jahre, dann können wir unsere Teleskope verkaufen und Briefmarken sammeln. Oder nur noch Mond- und Sonnenbeobachtungen machen. Oder nach Namibia ziehen.

    Es ist vertrackt.

  8. @ Rainmaker

    Hallo Rainmaker, Du schreibst: “… bei vielen herrscht wohl immer noch die Meinung vor man müsse halt 100 km fahren um einen dunklen Himmel zu bekommen. Mal sehen wie die Sache in zwanzig Jahren aussieht, wenn trotz langer Autofahrten kein halbwegs dunkler Himmel mehr zu finden ist. …”

    Schon heute können Bewohner mitteleuropäischer Ballungsräume auch nach 100 Kilometern Fahrt keinen dunklen Sternhimmel mehr finden. In den letzten Jahren hat das Problem “Lichtverschmutzung/Energieverschwendung” rasant zugenommen – Grenze nach oben offen. Das sieht jeder mit eigenen Augen und das zeigt die abstruse Reaktion unserer gewählten Volksvertreter auf die Petition. Schön, dass nicht alle meine inzwischen sehr fatalistische Sicht der Dinge teilen… 😉

  9. @ Clear Skies

    Hallo,

    Du hast natürlich recht, wenn ich nachts in der Gegend rumgurke ist es mir auch nur noch möglich einen dunkelgrauen Himmel zu errreichen. Damit mir dieses letzte Resterlebnis eines Sternhimmels auch noch zerstört wird berteibt ein Discofuzzi in 25 km Entfernung einen Skybeamer und versaut damit in mindestens 2000 km² Umkreis den Himmel. Das zuständige Bauordnungsamt zeigt scheinbar auch nicht wirklich Verständnis und der Einsatz hält sich dementsprechend in Grenzen (seit acht Wochen scheint trotz Nachfrage nichts zu passieren). Damit das Amateurastronomenleben aber noch schöner wird hat man in der Keisstadt beschlossen alle möglichen Gebäde zu beleuchten. Natürlich kann man es sich dort nicht leisten, daher spenden nun die Bürger für diese Sinnlosigkeit. Aber auch in meiner Nachbarstadt ist laut der heutigen Zeitung die Beleuchtungswut ausgebrochen, dort erhofft man sich natürlich wie immer eine erhöhte touristische Attraktivität. Ob diese wirklich erziehlt werden kann, wenn die Innenstadt schon vor Geschäftsschluss scheintot ist, lasse ich mal dahingestellt sein. Aber in einer kleinen Gemeinde in der Nähe möchte man endlich sparen. Man ersetzt daher die alten Leuchtmittel gegen neuere effizientere und … verbaut gleich mehr Lichtleistung pro Lampe um den Spareffekt gleich aufzuheben.
    Sorry, aber ich denke nicht nur ans Auswandern wenn ich in einer ländlichen Umgebung schon solche Erfahrungenn mit Lichtverschmutzung machen muss. Aber eins habe ich wenigstens gelernt, BSE ist auf den Menschen übertragbar, zumindest auf Lokalpolitiker.

    MfG

    Rainmaker

  10. Schlechten Zeitpunkt erwischt?

    Man muss vielleicht schon zugeben, dass der Moment für eine solche Eingabe nicht sonderlich glücklich gewählt ist, unabhängig davon, dass ich die Petition in Form und Inhalt voll unterstütze und keine Zweifel an ihrer Wichtigkeit und Berechtigung hege.

  11. Das Kreuz mit der “Einfachheit”

    Hallo Jan,

    Du schreibst: “Der zweite Trumpf ist die Einfachheit, mit der das Problem gelöst oder zumindest deutlich reduziert werden könnte: Baut doch einfach keine Lampen mehr, die nach oben strahlen, setzt Licht nur ein wo es gebraucht wird, setzt nur soviel Licht ein, wie nötig ist!”

    Ja, sollte man denken, das Problem ist wirklich nicht kompliziert. Eigentlich könnten (fast) alle nur gewinnen: Hobbyastronomen, die Tierwelt und auch der Steuerzahler durch weniger Beleuchtungskosten. Doch leider habe ich die Erfahrung gemacht, daß es, sobald sich eine Verwaltung mit etwas beschäftigt, es keine einfachen Sachverhalte mehr gibt. Auf einmal wird alles unglaublich kompliziert.
    Vor einigen Jahren habe ich mal einen Brief an zwei Bundestagsabgeordnete meiner Heimatstadt geschickt. Es ging nur um einen – so dachte ich – einfachen Sachverhalt: Die Ausschilderung einer Autobahnabfahrt, die von vielen als problematisch empfunden wurde. Der eine Abgeordnete schickte mir Kopien von Schriftwechseln verschiedener Behörden zu diesem Thema. Ich hätte nie gedacht, daß man soviel Papier zu einer so einfachen Geschichte produzieren könnte. Angeblich dürfen nur bis zu vier Orte pro Fahrspur auf Autobahnwegweisern aufgeführt werden, wurde mir beschieden. Schon andere Abgeordnete, Oberbürgermeister etc. hatten sich wohl vergeblich um eine Änderung bemüht. Angesichts dieser behördlichen Selbstbeschäftigung war mein Elan dann schon arg gedämpft.

    Komischerweise sieht man aber auf den Autobahnen immer wieder kleine Zusatzschilder über den großen Schildern, auf denen noch ein fünfter Ort angezeigt wird. Es ginge als doch irgendwie…

  12. Lachen oder Weinen..?

    🙂

    Bei solchen Geschichten weiss ich nie, ob ich lachen, weinen, oder mich ärgern soll. Zum Wohle meiner eigenen Gesundheit habe ich mich für das Lachen entschieden.

    Vieles könnte so einfach sein, wenn es nicht immer die gäbe, die es kompliziert mögen.

  13. @ Michael Khan

    Wieso sollte der Zeitpunkt schlecht gewählt worden sein? Die Zeichnungsfrist der Petition endete im Dezember 2007. Dass sie erst im Herbst 2008 bearbeitet wurde, liegt daran, dass unseren Volksvertretern leider zu viele Petitionen vorgelegt werden und ihnen eine gewisse Zeit der Lektüre und EInarbeitung gestattet sein sollte. Vielleicht ist das – stumpf gewordene – Werkzeug einer Petition an sich in Frage zu stellen, betrachtet man mit nüchternem Blick die Vielzahl und auch die Relevanz einzelner Petitionen. Wenn Du die sog. “Finanzkrise” meinst, die den Bearbeitungszeitpunkt der Lichtverschmutzungs-Petition als ungünstig erscheinen lässt, so dürfte keine Petition mehr eingereicht werden in dieser Zeit der permanenten “Krisen”, die tagtäglich durch die Gazetten geistern. 😉
    Viele Grüße, Stefan

  14. Nachtrag

    Noch ein kleiner Nachtrag zu meiner Geschichte: Vorgestern kam ich mal wieder an der bewußten Stelle vorbei, nur um zu sehen, daß tatsächlich über dem entsprechenden Wegweiser ein fünftes Fahrtziel auf einem Zusatzschild angezeigt wurde – aber nicht das von mir reklamierte Ziel, sondern ein anderes…

  15. Sieh mal einer an !

    Im amerikanischen “National Geographic” ist Lichtverschmutzung in der November-Ausgabe das Titelthema: “The End of Night. Why we Need Darkness”.
    http://ngm.nationalgeographic.com/…nkenborg-text
    Dort ist das Thema also schon außerhalb der hobbyastronomischen Zirkel angekommen. Da könnte man ja glatt hoffen, daß das Thema Lichtverschmutzung mit der gewohnten Verzögerung gegenüber den USA auch in ein paar Jahren hier mal breiter zur Kenntnis genommen wird.

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