Linktipp: Sternspuraufnahme, lampyridisiert

BLOG: Himmelslichter

ein Blog über alles, was am Himmel passiert
Himmelslichter

Riesenpech für Mike Rosinski aus den USA: Eigentlich wollte er eine schöne Sternspuraufnahme machen, dann aber schlief er ein und hinterher hatten Lampyridae (die Antwort von Mutter Natur auf die "Lichtkünstler") sein ganzes Bild ruiniert. Das Ergebnis gab es dann heute als APOD. Glücklicherweise kann mir so was nicht passieren. Glühwürmchen fliegen schließlich nur in warmen Sommernächten, einem hierzuland fast unbekannten Phämonen. Zudem machen wir Menschen ja schon selbst genug Licht – wer braucht da noch Glühwürmchen? Außerdem soll auch am kommenden Wochenende eine dichte Wolkendecke wieder mal vor allzuviel Nachtaktivität schützen – von mir also noch mal herzliches Beileid an Mike Rosinski! 

Mit dem Astronomievirus infiziert wurde ich Mitte der achtziger Jahre, als ich als 8-Jähriger die Illustrationen der Planeten auf den ersten Seiten eines Weltatlas stundenlang betrachtete. Spätestens 1986, als ich den Kometen Halley im Teleskop der Sternwarte Aachen sah (nicht mehr als ein diffuses Fleckchen, aber immerhin) war es um mich geschehen. Es folgte der klassische Weg eines Amateurastronomen: immer größere Teleskope, Experimente in der Astrofotografie (zuerst analog, dann digital) und später Reisen in alle Welt zu Sonnenfinsternissen, Meteorschauern oder Kometen. Visuelle Beobachtung, Fotografie, Videoastronomie oder Teleskopselbstbau – das sind Themen die mich beschäftigten und weiter beschäftigen. Aber auch die Vermittlung von astronomischen Inhalten macht mir großen Spaß. Nach meinem Abitur nahm ich ein Physikstudium auf, das ich mit einer Diplomarbeit über ein Weltraumexperiment zur Messung der kosmischen Strahlung abschloss. Trotz aller Theorie und Technik ist es nach wie vor das Erlebnis einer perfekten Nacht unter dem Sternenhimmel, das für mich die Faszination an der Astronomie ausmacht. Die Abgeschiedenheit in der Natur, die Geräusche und Gerüche, die Kälte, die durch Nichts vergleichbare Schönheit des Kosmos, dessen Teil wir sind – eigentlich braucht man für das alles kein Teleskop und keine Kamera. Eines meiner ersten Bücher war „Die Sterne“ von Heinz Haber. Das erste Kapitel hieß „Lichter am Himmel“ – daher angelehnt ist der Name meines Blogs. Hier möchte ich erzählen, was mich astronomisch umtreibt, eigene Projekte und Reisen vorstellen, über Themen schreiben, die ich wichtig finde. Die „Himmelslichter“ sind aber nicht immer extraterrestrischen Ursprungs, auch in unserer Erdatmosphäre entstehen interessante Phänomene. Mein Blog beschäftigt sich auch mit ihnen – eben mit „allem, was am Himmel passiert“. jan [punkt] hattenbach [ät] gmx [Punkt] de Alle eigenen Texte und Bilder, die in diesem Blog veröffentlicht werden, unterliegen der CreativeCommons-Lizenz CC BY-NC-SA 4.0.

1 Kommentar

  1. anders als geplant – aber ruiniert?

    Mir gefällt das Bild gut.
    Aber woher stammen die Unterbrechungen am rechten bzw. unteren Ende der Sternspuren? Kamera-Fehler? Durchzug einer Wolke? Und als Zusatzfrage (Bewegungen im 3-D-Raum aufgrund von 2-D-Bildern nachzuvollziehen ist für Ungeübte schwierig): War das kurz nach Beginn der Aufnahme oder kurz vor dem Ende?

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