Deutschlands erste barrierefreie Sternwarte sucht Unterstützer

BLOG: Himmelslichter

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Himmelslichter

In Sankt Andreasberg im Harz soll die erste barrierefreie Sternwarte Deutschlands entstehen. Der Verein Sternwarte Sankt Andreasberg e.V.(1) will damit allen Menschen den Himmel nahe bringen und Astronomiekenntnisse vermitteln – ein lobenswertes Unterfangen. Nun suchen die Sankt Andreasberger Unterstützung: Für die Installation von fünf Teleskopsäulen im Außenbereich der Sternwarte sind umfangreiche Bauarbeiten erforderlich, die die Mitglieder alleine nicht finanzieren können. Es fehlen 3500 Euro, die auf dem Wege des Crowdfunding (gibt es dafür denn wirklich kein deutsches Wort?) zusammenkommen sollen. Das jedenfalls hoffen die Astronomen im Harz – und ich leite ihren Aufruf gerne weiter!

Die erste barierefreie Sternwarte Deutschlands (noch) als als Modell im Playmobilmaßstab (Bild: Sternwarte Sankt Andreasberg e.V.)
Die erste barierefreie Sternwarte Deutschlands (noch) als als Modell im Playmobilmaßstab (Bild: Sternwarte Sankt Andreasberg e.V.)

Bis zum 17. Mai. kann man die Sternwarte Sankt Andreasberg auf der Crowdfunding-Plattform Sciencestarter.de(2) mit einem Geldbetrag zwischen 10 und 1000 Euro unterstützen. Dafür gibt es ein Dankeschön, und im Falle des Nichterreichens der magischen Summe von 3500 Euro wird das Geld zurückgezahlt. Bis heute (Stand 14.3.) sind schon über 1200€ zusammengekommen.

Alle Details zum Projekt und zu den Unterstützungsmöglichkeiten finden sich auf der Projektseite bei Sciencestarter.

Viel Erfolg den Sankt-Andreasbergern und auch von meiner Seite allen Unterstützern ein Dankeschön!

 

(1) Ausrichter des jährlichen Teleskoptreffens STATT

(2) Kosmologs-Leser kennen diese Seite spätestens seit der erfolgreichen Crowdfundingkampagne von Skyglow Berlin

Mit dem Astronomievirus infiziert wurde ich Mitte der achtziger Jahre, als ich als 8-Jähriger die Illustrationen der Planeten auf den ersten Seiten eines Weltatlas stundenlang betrachtete. Spätestens 1986, als ich den Kometen Halley im Teleskop der Sternwarte Aachen sah (nicht mehr als ein diffuses Fleckchen, aber immerhin) war es um mich geschehen. Es folgte der klassische Weg eines Amateurastronomen: immer größere Teleskope, Experimente in der Astrofotografie (zuerst analog, dann digital) und später Reisen in alle Welt zu Sonnenfinsternissen, Meteorschauern oder Kometen. Visuelle Beobachtung, Fotografie, Videoastronomie oder Teleskopselbstbau – das sind Themen die mich beschäftigten und weiter beschäftigen. Aber auch die Vermittlung von astronomischen Inhalten macht mir großen Spaß. Nach meinem Abitur nahm ich ein Physikstudium auf, das ich mit einer Diplomarbeit über ein Weltraumexperiment zur Messung der kosmischen Strahlung abschloss. Trotz aller Theorie und Technik ist es nach wie vor das Erlebnis einer perfekten Nacht unter dem Sternenhimmel, das für mich die Faszination an der Astronomie ausmacht. Die Abgeschiedenheit in der Natur, die Geräusche und Gerüche, die Kälte, die durch Nichts vergleichbare Schönheit des Kosmos, dessen Teil wir sind – eigentlich braucht man für das alles kein Teleskop und keine Kamera. Eines meiner ersten Bücher war „Die Sterne“ von Heinz Haber. Das erste Kapitel hieß „Lichter am Himmel“ – daher angelehnt ist der Name meines Blogs. Hier möchte ich erzählen, was mich astronomisch umtreibt, eigene Projekte und Reisen vorstellen, über Themen schreiben, die ich wichtig finde. Die „Himmelslichter“ sind aber nicht immer extraterrestrischen Ursprungs, auch in unserer Erdatmosphäre entstehen interessante Phänomene. Mein Blog beschäftigt sich auch mit ihnen – eben mit „allem, was am Himmel passiert“. jan [punkt] hattenbach [ät] gmx [Punkt] de Alle eigenen Texte und Bilder, die in diesem Blog veröffentlicht werden, unterliegen der CreativeCommons-Lizenz CC BY-NC-SA 4.0.

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