Der AINTNO-Katalog

BLOG: Himmelslichter

ein Blog über alles, was am Himmel passiert
Himmelslichter

Visuelle Beobachter aufgepasst! Genug von M13 und dem großen Orionnebel? Mal Lust auf eine echte Herausforderung? Wie wäre es mit ein paar Kratern auf Mimas oder Kugelsternhaufen in Abell 2151? Das sind nur zwei Objekte aus dem AINTNO-100 Katalog, dem Katalog mit den wohl 100 schwierigsten astronomischen Objekten überhaupt.

Der AINTNO-100 ist eine Schöpfung von Barbara Wilson und Larry Mitchell, den Vorsitzenden der "Association of Invisible Nebulae and Things Nobody Observes", also kurz: AINTNO. Das tolle daran: Die erste erfolgreiche Beobachtung jedes Objekts erhält ein Zertifikat eben dieser Organisation. Wenn das kein Ansporn ist! Also genau das richtige für die 40, 50 oder 60"-Dobson-Besitzer, die ihre Boliden mal so richtig ausfahren wollen.

Und die Liste hat es in sich. Unter den 100 Kandidaten für das Zertifikat finden sich so illustre Gestalten wie die 3-Kelvin Hintergrundstrahlung, der große Attraktor, Sonnenflecken auf Rigel, der Zentralstern im Bug-Nebel, mindestens zwei Galaxien im Hubble-Deepfield oder die Heliopause. Man kann auch die Beobachtung eines Neutrinos versuchen. Aber natürlich visuell, irgendein elementarteilchenphysikalischer Schnickschnack wird nicht akzeptiert! Ob man es glaubt oder nicht – einige Awards sind schon vergeben…

Wem das doch ein bisschen zuviel Challenge ist, der darf sich auch an den etwas ernster gemeinten Beobachtungsvorschlägen versuchen. Sollte es aber jemanden der geneigten Leserschaft gelingen, einen AINTNO-Award zu gewinnen, so hat er meine Hochachtung sicher! Ich widme dem Gewinner dann auch einen Blogeintrag…

Clear Skies!

Jan Hattenbach

Mit dem Astronomievirus infiziert wurde ich Mitte der achtziger Jahre, als ich als 8-Jähriger die Illustrationen der Planeten auf den ersten Seiten eines Weltatlas stundenlang betrachtete. Spätestens 1986, als ich den Kometen Halley im Teleskop der Sternwarte Aachen sah (nicht mehr als ein diffuses Fleckchen, aber immerhin) war es um mich geschehen. Es folgte der klassische Weg eines Amateurastronomen: immer größere Teleskope, Experimente in der Astrofotografie (zuerst analog, dann digital) und später Reisen in alle Welt zu Sonnenfinsternissen, Meteorschauern oder Kometen. Visuelle Beobachtung, Fotografie, Videoastronomie oder Teleskopselbstbau – das sind Themen die mich beschäftigten und weiter beschäftigen. Aber auch die Vermittlung von astronomischen Inhalten macht mir großen Spaß. Nach meinem Abitur nahm ich ein Physikstudium auf, das ich mit einer Diplomarbeit über ein Weltraumexperiment zur Messung der kosmischen Strahlung abschloss. Trotz aller Theorie und Technik ist es nach wie vor das Erlebnis einer perfekten Nacht unter dem Sternenhimmel, das für mich die Faszination an der Astronomie ausmacht. Die Abgeschiedenheit in der Natur, die Geräusche und Gerüche, die Kälte, die durch Nichts vergleichbare Schönheit des Kosmos, dessen Teil wir sind – eigentlich braucht man für das alles kein Teleskop und keine Kamera. Eines meiner ersten Bücher war „Die Sterne“ von Heinz Haber. Das erste Kapitel hieß „Lichter am Himmel“ – daher angelehnt ist der Name meines Blogs. Hier möchte ich erzählen, was mich astronomisch umtreibt, eigene Projekte und Reisen vorstellen, über Themen schreiben, die ich wichtig finde. Die „Himmelslichter“ sind aber nicht immer extraterrestrischen Ursprungs, auch in unserer Erdatmosphäre entstehen interessante Phänomene. Mein Blog beschäftigt sich auch mit ihnen – eben mit „allem, was am Himmel passiert“. jan [punkt] hattenbach [ät] gmx [Punkt] de Alle eigenen Texte und Bilder, die in diesem Blog veröffentlicht werden, unterliegen der CreativeCommons-Lizenz CC BY-NC-SA 4.0.

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