Mehr Ethik, mehr Kommunikation

BLOG: GUTE STUBE

Salon der zwei Kulturen
GUTE STUBE

Ein heute vorgestelltes Memorandum fordert Standards für gute Wissenschaft

Plagiatsskandale, leere Versprechungen, Unübersichtlichkeit – Wissenschaft, die Hüterin der aufklärerischen Erleuchtung, hat auch ihre Schattenseiten. Vertrauen schwindet, Prozesse verkomplizieren sich, Abhängigkeiten mehren sich.

Was ist gute Wissenschaft? Diese Frage kommt zur richtigen Zeit. Beantwortet haben sie 22 junge Forscherinnen und Forscher verschiedener Disziplinen sowie Nachwuchsjournalisten. Über fünf Monate nahmen sie speziell die Lebenswissenschaften ins Visier, einen Bereich der Forschung, der seit Jahren besonders vielen „Revolutionen“ unterworfen und zahlreichen Interessen ausgeliefert ist. Gefördert vom BMBF, brachte die Tutzinger Akademie für Politische Bildung die jungen Querdenker zusammen, um untereinander sowie mit geladenen Experten zu diskutieren und Empfehlungen für gute Wissenschaft zu formulieren. Heute stellen sie ihr Memorandum der Öffentlichkeit vor – und es lohnt sich, dieses eingehend zu studieren.

Gleich der erste Satz hat es in sich – mag er doch als Spitze gegen wissenschaftliche Eiferer vom Schlage eines Richard Dawkins verstanden werden: „Gute Wissenschaft lehnt dogmatisch geprägte Welt- oder Menschenbilder ab.“ Gut, dass die Nachwuchsforscher das so klar formulieren. Auch Wissenschaft hat Grenzen, das ist ihnen bewusst. Weitere Punkte, die sie machen: Gute Wissenschaft basiert auf moralischer Verantwortung, Gründlichkeit, inter- und transdiszipliner Verständigung. Und sie stellt die Nachvollziehbarkeit ihrer Ergebnisse sicher.

Wer hier lediglich das Zusammentragen gängiger Phrasen vermutet, sollte das Memorandum weiter lesen. Die jungen Autoren prangern auch das „Publish or Perish“-Prinzip an. Ihre Forderung: Wissenschaftler müssen aus der Publikationsmühle befreit werden. So sollten neben der Anzahl der Veröffentlichungen und deren Impact-Faktoren u.a. auch gute Lehre, das Präsentieren auf Konferenzen, Gutachtertätigkeiten und Medienpräsenz auf das Konto einer akademischen Karriere einzahlen – bis hin zu „Anstoßen von öffentlichen Diskursen“. An anderer Stelle heißt es: „WissenschaftlerInnen sollten aktiv in Diskussion mit der Öffentlichkeit treten“ – eine häufig, auch von mir selbst, vorgebrachte Forderung, welcher etliche Wissenschaftler jedoch nach wie vor mit ungläubigem Erstaunen oder gar beinharter Skepsis begegnen. Ein beliebtes Argument: In einer arbeitsteiligen Welt seien dafür doch die Öffentlichkeitsarbeiterinnen und -arbeiter des Wissenschaftsbetriebs abgestellt. Davon jedoch mag es in Deutschland einige Tausend geben, die Anzahl der Wissenschaftler hingegen liegt etwa einen Faktor hundert darüber. Werden sie alle gut vertreten durch ihre Pressestellen? Unmöglich. Zudem ist es etwa für Kinder und Jugendliche spannender, bei einem Tag des offenen Labors an den Lippen des Forschers als des Pressereferenten zu hängen – vorausgesetzt, der Forscher kann sich ausdrücken! Auch bringt die Blogosphäre einem bloggenden Öffentlichkeitsarbeiter weniger Interesse entgegen als demjenigen, der die Forschung selbst macht. Die Beispiele ließen sich nahezu beliebig vermehren.

Forschenden steht heute ein nie gekanntes Tableau medialer Formate zur Verfügung, um in Dialoge mit der Öffentlichkeit zu treten. Dies reicht von digitalen Formaten wie Blogs, Youtube-Videos, Online-Vorlesungen und den einschlägigen Sozialen Netzwerken über den altehrwürdigen populärwissenschaftlichen Artikel oder Vortrag bis hin zur Langen Nacht der Wissenschaft, der Kinderuni und zum Science Slam.

Dennoch gibt es eine Reihe von Problemen in der schönen neuen Medienwelt der kommunizierenden Wissenschaftler. Zwei besonders brennende sind erstens, dass die Forschenden vielerorts nur unzureichende Möglichkeiten an den Hochschulen vorfinden, sich praktisches Know-how im Umgang mit den verschiedenen Medien anzueignen und viele noch zu häufig unbeirrt über die Köpfe ihres jeweiligen Publikums hinweg schwadronieren. Zweitens verstehen sich sprechende und schreibende Wissenschaftler noch allzu oft als Dozenten, die Laien zu belehren hätten; dabei sollten sie sich besser als Dialogpartner verstehen, Dialogpartner mit Informationsvorsprung in einer bestimmten Nische des verzweigten Wissenslabyrinths freilich. Aber eben auch nur dort. Beide Punkte spricht das Memorandum erfrischend direkt an: Bei Wissenschaftskommunikation gehe es um Teilhabe und Dialog; zu vermeiden seien hingegen das Schüren falscher Hoffnungen und Scheindebatten.

„Gute Wissenschaft bezieht die Gesellschaft in den Prozess der Wissensproduktion ein und lässt sie teilhaben. Sie muss ihre Themen und Ergebnisse verständlich kommunizieren, auch gegenüber Nicht-Experten“, ist da zu lesen. Wie man an dieses Ziel gelangt? Forschungsinstitutionen müssen entsprechende Fortbildungen anbieten, so die Antwort des Memorandums.

Außer mehr und bessere Kommunikation rund um den Elfenbeinturm fordert das Memorandum auch mehr Ethik im Wissenschaftsbetrieb. Erneut lautet das Rezept: verpflichtende einschlägige Lehrveranstaltungen, gerade auch in den naturwissenschaftlichen Studiengängen. Der Nachwuchs soll befähigt werden, moralische Argumente ernst zu nehmen, abzuwägen und – ganz wichtig – selbst im Munde zu führen.

Auch wenn weder die Diagnose der Mängel des heutigen Wissenschaftsbetriebs noch die einzelnen Therapievorschläge wirklich neu sind – das Tutzinger Memorandum verdient es, über die Lebenswissenschaften hinaus wahrgenommen zu werden. Das Verdienst der Autoren besteht darin, die Dinge klar auf den Punkt gebracht zu haben.

Abspann

Das Memorandum entstand unter der Schirmherrschaft von Patrick Cramer, Professor fur Biochemie an der LMU Munchen und Direktor des dort ansässigen Department of Biochemistry sowie des Gene Center Munich. Als Beiräte flankierten u.a. die Wisssenschaftsjournalismus-Professoren Annette Leßmöllmann (Hochschule Darmstadt) und Holger Wormer (TU Dortmund) sowie die Wissenschaftsjournalisten Volker Stollorz und Christoph Koch die Diskussionen der 22-köpfigen Arbeitsgruppe.

 

Transparenz-Hinweis

Der Autor des Blogposts ist seit 2012 wissenschaftlicher Direktor und damit inhaltlicher Leiter des Nationalen Instituts für Wissenschaftskommunikation (www.nawik.de), das – kostenpflichtige – Seminare für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Wissenschaftskommunikation entwickelt und bundesweit gibt. Er hat 2012 zudem das Lehrbuch „Wissenschaft kommunizieren“ (Wiley-VCH) publiziert.

 

Carsten Könneker

Veröffentlicht von

Carsten Könneker Zu meiner Person: Ich habe Physik (Diplom 1998) sowie parallel Literaturwissenschaft, Philosophie und Kunstgeschichte (Master of Arts 1997) studiert – und erinnere mich noch lebhaft, wie sich Übungen in Elektrodynamik oder Hauptseminare über Literaturtheorie anfühlen. Das spannendste interdisziplinäre Projekt, das ich initiiert und mit meinen Kollegen von Spektrum der Wissenschaft aus der Taufe gehoben habe, sind die SciLogs, auf deren Seiten Sie gerade unterwegs sind.

41 Kommentare

  1. Das “Publish or perish”

    muss so übel nicht sein, zudem kann die allgemein angeforderte Publikationsleistung nicht dadurch herabgesetzt werden, dass politische Leistung angeblich zu erbringen sei.

    Für die politische Leistung bzw. für die “städtische” Kommunikation hat man wissenschaftsnahe Journalisten.

    BTW, hat man sich auch in der Selbstkritik versucht?

    MFG
    Dr. W

  2. Dogma

    In der Langversion heißt es etwas umständlich: “Gute Wissenschaft legt ein explizit nicht-dogmatisch geprägtes Welt- und Menschenbild zugrunde. Niemand in der Wissenschaft behauptet etwas ohne Gründe oder Beweise, Thesen werden vielfach überprüft, und keine Erkenntnis ist absolut vor einer Revision gefeit.” Der Begriff “dogmatisch” kommt dann im Text nicht mehr vor.

    Ich erlaube mir hier nur die theologische Anmerkung, dass das Dogma im christlichen Kontext meist die Funktion hat, eine Diskussion offen zu halten und voreilige Festlegungen auf das Eine oder aber das Andere abzulehnen; das Dogma hat sehr oft die Struktur eines “sowohl als auch”.

    Ich glaube nicht, dass man einem Wissenschaftler auferlegen kann oder sollte, dass er z.B. das christliche, also dogmatisch geprägte Welt- und Menschenbild ablehnen muss, um “gute Wissenschaft” zu machen.

    Ich glaube auch nicht, dass Wissenschaftler verpflichtet sind bei Rangar Yogeshwars (u.a.) Alltagspseudoexperimenten mitzumachen; der Ausschnitt von Wissenschaft, der die Öffentlichkeit wirklich interessiert ist marginal, kaum erwähnenswert.

    Ich glaube, dass man einen Wissenschaftler weder daran hindern noch umgekehrt dazu zwingen kann, über menschen- und weltbildliche “Konsequenzen” seiner Forschungsergebnisse zu philosophieren; wobei es sich dabei eindeutig um Privatmeinungen, und eben nicht um Wissenschaft handelt.

  3. Dogma

    Die Kollegen wissen halt nicht, dass Dogma “meinen” bedeutet und zitieren indirekt einen negativ konnotierten Dogmatismus, der abweichende Meinung ausschließt.

    Bestimmte Religionen sprechen offen von der Wahrheit, die sie wiedergeben wie predigen.

    MFG
    Dr. W (dem diese Nuance auch aufgefallen ist)

  4. wie wahr …

    Die positive Kernbotschaft der Querdenker (warum eigentlich (Quer”?), dass gute Wissenschaft die Gesellschaft in den Prozess der Wissensproduktion einzubeziehen hat und teilhaben lassen sollte, wird in dem Memorandum selbst leider außer Acht gelassen: kein Wort zum Prozess der Entwicklung dieser lesenswerten Empfehlungen, keine Informationen über das Woher oder Wohin der AutorInnen. Schade!

  5. Welt- und Menschenbild

    Gleich der erste Satz hat es in sich – mag er doch als Spitze gegen wissenschaftliche Eiferer vom Schlage eines Richard Dawkins verstanden werden: „Gute Wissenschaft lehnt dogmatisch geprägte Welt- oder Menschenbilder ab.“ Gut, dass die Nachwuchsforscher das so klar formulieren.

    Sie formulieren damit, dass sie gegen Welt- und Menschenbilder, also ideologisch vorgeformte Sichtweisen auf die Dinge, im Allgemeinen nichts einzuwenden haben, insbesondere äußern sie auch keinen Vorbehalt gegen falsche Welt- oder Menschenbilder. Als Leser weiß man jetzt, welche Art von ‚Wissenschaft‘ und dass mit “gut” eben nicht richtig gemeint ist.

  6. @Ano Nym guter Kommentar

    Wissenschaftler sollten sachlich und wertneutral arbeiten. Ein Dogma gegen andere aufzurichten, mit dem Argument, dass andere ´dogmatisch´ seien, ist unwissenschaftlich.

    Ein schönes Beispiel dafür ist das Thema ´Nahtod-erfahrungen´(NTEs): Dr. Moody beschrieb in seinem Buch ´Leben nach dem Tod´ 1975, dass die NTEs meist nach einer gleichartigen Struktur ablaufen. > Diese einheitliche Struktur wurde nie wissenschaftlich analysiert, weil das Thema ´NTE´ wissenschaftlich dogmatisiert, ignoriert und der Esoterik überlassen wurde.
    NTEs wurden von Moody einseitig als Sterbeerfahrung betrachtet. > Dass es sich dabei um bewusste Erlebnisse bei normaler Gehirnfunktionalität handeln könne, wird von der Wissenschaft bis heute nicht ernsthaft in Betracht gezogen – weil das Thema ´NTEs´ wissenschaftlich dogmatisiert ist.

    Bei NTEs kann bewusst erlebt werden, wie das Gehirn systematisch einen einzelnen Reiz verarbeitet. Aus Struktur und Inhalten könnten wertvolle Hinweise über den Ablauf von Speicher- bzw. Erinnerungsvorgängen gewonnen werden – wenn Wissenschaftler das Thema nicht dogmatisch ablehnen würden.

    Fazit: Das Thema ´NTEs´ ist ein Beispiel für schlechte Wissenschaft – und dies seit Jahrzehnten.

  7. das Dogma der UNWahrheit

    “das Dogma hat sehr oft die Struktur eines “sowohl als auch”.”

    “Es war seit jeher den Epigonen vorbehalten, befruchtende Hypothesen des Meisters in starres Dogma zu verwandeln und satte Beruhigung zu finden, wo ein bahnbrechender Geist schöpferische Zweifel empfand.”

    – soviel zu den Profiteuren der Kirchen, 😉 allerdings auch zu den zeitgenössisch-kreislaufenden “Sozialisten” 🙁 die ebenfalls gutbürgerlich und systemrational-bewußtseinsbetäubt zu Suppenkaspermentalität auf Sündenbocksuche gebildet sind.

    “Mehr Ethik, mehr Kommunikation”

    – wenn die “Ethik” dieser Welt- und “Werteordnung” die Grundlage ist, dann Gute Nacht, denn es bleibt somit bei der multischizophrenen Überproduktion von konfusionierendem Kommunikationsmüll!

  8. Gute Fragen…

    Gute Wissenschaft braucht kritische Fragen – danke für jene hier im Blog!

    Selber bin ich einer der Teilnehmer des Diskurses – und möchte kurz antworten.

    Der Prozess des Diskurses und seine Teilnehmer sind leider nicht im Memorandum aufgeschlüsselt – im Gegensatz zur gesamten Abschlusspublikation, die letzte Woche auch erschien (ISBN 978-3-9814111-1-9). Fürs Memorandum wär’s zu lang gewesen, eine Präambel hierzu wäre aber wohl gut gewesen.
    Wir planen aber, es noch im Internet transparent zu gestalten; mehr demnächst, auch mit Hinweis an dieser Stelle.

    Christian: Danke für den Hinweis zum “Dogma”, ist sehr interessant! Von uns war’s im herkömmlichen Sinne gemeint, wie es z.B. auch im ersten Satz im Wikipedia-Artikel definiert wird: “Unter einem Dogma (altgr. ´Ì³¼±, dógma, „Meinung, Lehrsatz; Beschluss, Verordnung“[1]) versteht man eine fest stehende Definition oder eine grundlegende, normative (Lehr-)Meinung, deren Wahrheitsanspruch als unumstößlich festgestellt wird.”
    Aber danke für den Hinweis, dass der Begriff des “Dogmas” gerade in theologischer Hinsicht noch deutlich erweiterte Bedeutungen haben kann.

    Meiner Meinung nach soll jedem Wissenschaftler überlassen bleiben, welches Welt- und Menschenbild er hat; Grundlage von Wissenschaft ist aber immer, dass dieses kritisch hinterfragt wird – was sich mit der landläufig verwendeten Bedeutung des Wortes “Dogma” widerspricht.

    Öffentlichkeit: natürlich können populäre Experimente nur einen kleinen Abschnitt der “Wissenschaft” zeigen – aber es gibt sehr gute wissenschaftsjournalistische Artikel, bei denen entscheidende Fragen auf aktuellem “Stand der Wissenschaft” anschaulich dargestellt werden – und auch die Faszination am wissenschaftlichen Prozess vermittelt wird.

    Hier ein Beispiel, bei dem die Darstellung (des Higgs-Bosons) eines Wissenschaftlers direkt verwendet und nur künstlerisch umgesetzt wurde:
    http://www.phdcomics.com/comics.php?f=1489

    Oder ein Projekt am Theater Freiburg, dass von der (natur)wissenschaftlichen Seite bis zur Reflexion gesellschaftlicher Folgen sehr überzeugend war, zur eigenen Reflexion einlud – und gleichzeitig kurzweilig war:
    http://wunschkinderprojekt.wordpress.com/

    Weitere Anmerkungen, Kritik und Ergänzungen sind natürlich sehr willkommen.

    Beste Grüße,
    Hinnerk

  9. Dogmatisches Denken /@Hinnerk Feldwisch

    Fein, dass ein Teilnehmer des Diskurses sich hier zu Wort meldet.

    »Meiner Meinung nach soll jedem Wissenschaftler überlassen bleiben, welches Welt- und Menschenbild er hat; Grundlage von Wissenschaft ist aber immer, dass dieses kritisch hinterfragt wird – was sich mit der landläufig verwendeten Bedeutung des Wortes “Dogma” widerspricht. «

    So sehe ich das auch.

    Deshalb wundert es mich, dass Carsten Könneker den Satz: „Gute Wissenschaft lehnt dogmatisch geprägte Welt- oder Menschenbilder ab.“ als Spitze ausgerechnet gegen Richard Dawkins versteht.

    Oder ist das konsequente Ablehnen von dogmatisch geprägten Welt- oder Menschenbildern, wie Dawkins das offensichtlich tut, bereits selbst wieder dogmatisch?

  10. Die Langfassung könnte noch ein wenig

    gegrillt werden.

    Insgesamt scheint der ethisch-politische Rahmen der wissenschaftlichen Bemühung deutlich überbetont, die Schreibweise mit dem Binnen-I muss nicht sein, auch die Generischen Genera gingen, und die Spitze gegen Dawkins ergibt sich nicht aus der Sachlage, sondern anzunehmenderweise aus gewesenen Dissensen einiger.

    Von einer Kompetivität war wenig zu lesen, sollte diese denn als angeraten empfunden worden sein, der genutzte Begriff der Entschleunigung wirkt hier vermutlich tonangebend.

    MFG
    Dr. W

  11. Leute Leute

    Sie formulieren damit, dass sie gegen Welt- und Menschenbilder, also ideologisch vorgeformte Sichtweisen auf die Dinge, im Allgemeinen nichts einzuwenden haben, insbesondere äußern sie auch keinen Vorbehalt gegen falsche Welt- oder Menschenbilder. Als Leser weiß man jetzt, welche Art von ‚Wissenschaft‘ und dass mit “gut” eben nicht richtig gemeint ist.

    Ich bin ebenfalls Mitverfasser des Memorandums und möchte (muss?) daher natürlich zuerst mal darum bitten den Text nicht auf die Ontologie des Wortes “Dogma” zu reduzieren, wobei ich da Hinnerk Recht geben muss – es geht natürlich um Dogmen nach dem Motto “das kann nicht sein, das darf nicht sein, und das ist auch nicht so, basta.”

    Und, da hat der/die zitierte hier ganz Recht, wir haben nichts gegen Weltbilder im Allgemeinen, denn man kann natürlich nichts gegen Welt- und/oder Menschenbilder “im Allgemeinen” haben, das ginge ja auch gar nicht, denn irgendein solches Bild(!) hat jede/r und auch Ideologiefreiheit ist eine Eigenschaft, die ich niemandem Wünsche. Es geht dabei natürlich nicht darum jemandem ein Weltbild “aufzuerlegen” oder abzuverlangen – das steht da ja nun auch nicht.

    Ich muss allerdings zugeben, dass mir die hier benutzte Unterscheidung zwischen “falsch” und “richtig” nicht gleich einleuchten will…

    Ich möchte auch noch kurz den Herrn Yogeschwar (bzw. seine Zunft) dagegegen verteidigen, wie Herr Hoppe hier die Öffentlichkeit unterschätzt:
    Es steht erstens nirgendwo im Text, dass Wissenschaftler nur noch medienwirksame Forschung machen sollten (genau das Gegenteil wird mehrfach gefordert). Zweitens ist Interesse/Aufmerksamkeit ein scheues Reh, das mal hier mal dorthin hüpft und dabei geht es nicht primär darum, was der Mainstream sich abends im TV anschaut. Man sollte daher nicht Unterschätzen, was für eine Gesellschaft als Ganzes relevant ist. Außerdem täte die “Öffentlichkeit” sehr gut daran häufiger die Taschenlampe der Aufmerksamkeit auf das zu lenken, wofür sie massig Steuergelder raushaut (was unter so vielem Anderen auch dieses Projekt einschließt 😉 )

  12. @Roman Stilling – Weltbild

    »Ich muss allerdings zugeben, dass mir die hier benutzte Unterscheidung zwischen “falsch” und “richtig” [bez. des Weltbildes] nicht gleich einleuchten will… «

    Vielleicht war damit gemeint, dass ein Weltbild in Bezug auf das Ziel „gute Wissenschaft“ „richtig“ oder „falsch“ sein kann.

    Wer z.B. die von Darwin begründete Evolutionslehre aus ideologischen Gründen ablehnt, kann der rundum ein „guter“ Evolutionsbiologe sein? Der hätte für dieses Fach doch wohl das falsche Weltbild.

  13. Fallbeispiel Wissenschaftskommunikation

    Sehr geehrter Herr Könneker,

    >>

    Nachstehend ein aktuelles Fallbeispiel, wie man gute Wissenschaft im Sinne der oben zitierten Aussagen betreiben müsste, und es doch nicht tut…

    – Am 31.05.12 habe als wissenschaftlich interessierte Laie eine Bürgeranfrage an die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) gerichtet – die maßgeblich durch die Uhrensynchronisation an die Messungen des CERN-Neutrinoexperiments beteiligt war – um die Frage zu klären, ob bei der Auswertung der Meßdaten der Grundsatz c=const gemäß Spezieller Relativitätstheorie oder aber c+v gemäß Sagnac zugrunde gelegt wurde – nachdem ein Experte sich bemüht hatte, diese Frage bei der PTB zu klären und dabei gescheitert war.

    – Am 28.06.12 antwortete mir die PTB, dass c=const gemäß Einstein bei der Auswertung der Meßdaten zugrunde gelegt wurde und dass die Relativitätstheorie bei diesem Experiment bestätigt wurde: Die Neutrinos laufen nicht schneller als das Licht.

    – Am 20.07.2012, aufgrund einer Rückfrage von mir, versicherte mir dagegen die PTB, dass die Korrektur der relativistischen Effekte durch den Sagnac-Effekt c+v selbstverständlich vorgenommen wurde.

    – Auf meine Rückfrage hin, wie man die Ergebnisse des Experiments als Bestätigung der Relativitätstheorie interpretieren kann, wenn c=const gemäß Einstein durch c+v gemäß Sagnac korrigiert, antwortete mir die PTB am 22.03.2013, dass Physiklaien (sprich die Öffentlichkeit) nicht in der Lage seien, die Relativitätstheorie zu verstehen, da man sich dafür einem vollständigen mathematischen Formalismus bedienen muss, den Physikstudenten selbst in späteren Studienjahren lernen.
    Am 22.03.2013, kündigte die PTB an, dass die Kommunikation zu diesem Thema ihrerseits abgeschlossen ist und sie nicht mehr bereit sei, weitere Fragen zu beantworten.

    Eine komplette Zusammenstellung dieser Kommunikation mit der PTB ist im Blog „Kritische Stimmen zur Relativitätstheorie“ veröffentlicht worden:

    Neutrino-Experiment: Anfrage an die Physikalisch-Technische Bundesanstalt
    http://www.kritik-relativitaetstheorie.de/…talt/

    Meine Frage:

    Erfüllt diese Kommunikation der PTB die Grundsätze der guten Wissenschaft, die im Artikel hervorgehoben wurden?

    Wurde die Gesellschaft in den Prozess der Wissensproduktion einbezogen, und zwar bei einem extrem teuren Experiment, das sie mit Steuergeldern finanziert hat?

    Was meinen Sie?

    Mit freundlichen Grüßen
    Jocelyne Lopez

  14. Empirisches!

    Lieber Carsten, liebe alle,

    herzlichen Dank für das wichtige und gut aufgearbeitete Thema, das für die Zukunft der Wissenschaft(en) tatsächlich von immer größerer Relevanz wird.

    Spannenderweise hat das Magazin der Adenauer-Stiftung “Die politische Meinung” genau das Thema “Wissen – Wie ist das Klima für die Forschung?” auf seine aktuelle Titelseite gehoben – und präsentiert u.a. aktuelle Befragungsdaten von Allensbach durch Thomas Petersen dazu, die für jede(n) thematisch Interessierte(n) sehr spannend (und teilweise auch bedrückend) sind. Zum kostenlosen Download hier:
    http://www.kas.de/wf/de/35.377/

    Bitte bleibt am Thema dran, ich versuche es im Rahmen meiner Möglichkeiten ja auch.

  15. zum Neutrinoexperiment “CERN”

    Im Kommentar vom 10.04. 08:13 wird “mangelnde Kommunikation” seitens der PTB “bemängelt”. Das Experiment wurde aber von der OPERA-Kollaberation durchgeführt, man kann wohl einen Dritten, wenn auch mal Dienstleister, schlecht zur “Rechenschaft” heranziehen.
    In über 100 Beiträgen auf arXiv.org wurde alles um das Experiment herum ausführlichst kommuniziert, eine aktuelle Zusammenfassung vom 02.04.13 auf http://arxiv.org/abs/1304.0659 .
    Die angefragte Problematik der Zeitmessung ist auf S.7 Fig.12a dargestellt, der technische Fehler bei der Geschwindigkeitsmessung war bereits 2008 protokolliert (Fig.13), bei den ersten Auswertungen nicht beachtet worden.
    Zudem ist die Frage an die PTB “wie man die Ergebnisse des Experiments als Bestätigung der Relativitätstheorie interpretieren kann, wenn c=const gemäß Einstein durch c+v gemäß Sagnac korrigiert” wurde, physikalisch wie mathematisch sinnfrei, was der Anfragenden in diversen Foren mehrfach versucht wurde zu erläutern:
    Der Sagnac-Effekt ist kein Geschwindigkeits-, sondern ein Laufzeiteffekt, wenn sich der Detektor nach Abgabe des Signals in dessen Laufrichtung entfernt. Sieht man auch beim Fußball, daß der Ball nicht schneller wird, wenn der Stürmer in die Ballabgabe läuft.
    Das heißt, er ist die Folge von c=const und nicht Ursache für eine veränderliche LG=c+v, dann würde er nicht existieren!
    Mathematisch verständlich ausgedrückt ist w=c+v=? für c=const w=const+v, die Lichtgeschwindigkeit ändert sich nicht.
    Problem ist einfach, daß Beträge von physikalischen Größen, also Werte, immer wieder mit Rechenoperationen wie “+” iVm diesen Größen verwechselt werden. Wegen solcher “privaten” Mißverständnisse muß man nicht die PTB bemühen, die aus meiner Sicht korrekt die weitere Beantwortung von mißbräuchlichen Nachhilfefragen ablehnt.

  16. Anspruch auf Widerspruchsfreiheit

    Zitat Herr Senf:

    >>>>>>> Im Kommentar vom 10.04. 08:13 wird “mangelnde Kommunikation” seitens der PTB “bemängelt”. Das Experiment wurde aber von der OPERA-Kollaberation durchgeführt, man kann wohl einen Dritten, wenn auch mal Dienstleister, schlecht zur “Rechenschaft” heranziehen. >>> Zudem ist die Frage an die PTB “wie man die Ergebnisse des Experiments als Bestätigung der Relativitätstheorie interpretieren kann, wenn c=const gemäß Einstein durch c+v gemäß Sagnac korrigiert” wurde, physikalisch wie mathematisch sinnfrei

  17. Zitat Herr Senf:

    —— Im Kommentar vom 10.04. 08:13 wird “mangelnde Kommunikation” seitens der PTB “bemängelt”. Das Experiment wurde aber von der OPERA-Kollaberation durchgeführt, man kann wohl einen Dritten, wenn auch mal Dienstleister, schlecht zur “Rechenschaft” heranziehen. —–

    Doch, wenn man jemanden für die Interpretation eines staatlich finanzierten Experiments zur Rechenschaft heranziehen darf, dann einzig die zuständigen und verantwortlichen öffentlichen Stellen, die an das Experiment wissenschaftlich maßgeblich beteiligt waren und auch eine offizielle Interpretation der Ergebnisse an die Öffentlichkeit kommuniziert haben.

    Die zuständigen und verantwortlichen Behörden sind nämlich Dienstleister der Bürger und sind nicht nur gesellschaftlich und ethisch verpflichtet, die Wissensproduktion an die Öffentlichkeit verständlich zu kommunizieren (wie im Blog-Artikel hervorgehoben), sondern sind sie auch dazu gesetzlich verpflichtet, siehe Berliner Informationsfreiheitsgesetz:

    § 1 – „Zweck dieses Gesetzes ist es, durch ein umfassendes Informationsrecht das in Akten festgehaltene Wissen und Handeln öffentlicher Stellen unter Wahrung des Schutzes personenbezogener Daten unmittelbar der Allgemeinheit zugänglich zu machen, um über die bestehenden Informationsmöglichkeiten hinaus die demokratische Meinungs- und Willensbildung zu fördern und eine Kontrolle des staatlichen Handelns zu ermöglichen.“

    Zitat Herr Senf:

    Zudem ist die Frage an die PTB “wie man die Ergebnisse des Experiments als Bestätigung der Relativitätstheorie interpretieren kann, wenn c=const gemäß Einstein durch c+v gemäß Sagnac korrigiert” wurde, physikalisch wie mathematisch sinnfrei—–

    Die Frage, ob man c=const gemäß Einstein oder c+v gemäß Sagnac bei der Auswertung der Meßdaten zugrunde gelegt hat, ist keinesfalls sinnfrei, sondern sie ist ganz im Gegenteil eine Kernfrage zur widerspruchsfreien Interpretation der Meßergebnisse, die die Öffentlichkeit auch ohne Physikstudie sehr wohl beurteilen kann: Entweder läuft das Licht mit c oder sie läuft mit c+v, beide gleichzeitig geht nicht. Und es wurde eben zugrunde gelegt, dass der schon 1909 experimentell nachgewiesene und anerkannte Sagnac-Effekt c+v gilt: die PTB bestätigt ja im zweiten Anlauf, dass die relativistischen Effekte durch den Sagnac-Effekt „korrigiert“ wurden.

    Die PTB schuldet also der Öffentlichkeit die Lösung der Widersprüche und die Beantwortung der offenen Fragen, die in ihrer offiziellen Kommunikation der Ergebnisse bestehen:

    1. Wieso gilt offiziell c=const, wenn stillschweigend c+v gilt?

    2. Trifft es zu, dass entgegen der Auskunft der PTB die Effekte der Speziellen Relativitätstheorie aufgrund ihrer Geringfügigkeit und Irrelevanz bei der routinemäßigen GPS-Anwendung nicht berücksichtigt werden?

    3. Trifft es zu, dass entgegen der Auskunft der PTB experimentell nachgewiesen wurde, dass der Sagnac-Effekt gilt und dementsprechend das Licht mit c+v läuft?

    4. Trifft es zu, dass bei der Auswertung der Meßdaten mit zwei verschiedenen Bezugssystemen gearbeitet wird, und zwar mit einem realen, bewegten Bezugssystem „rotierende Erde“ und mit einem fiktiven, ruhenden Bezugssystem „Erdmittelpunkt“?

    5. Wenn ja, trifft es zu, dass gemäß dem Vorgang von N. Ashby die PTB zur Transformation der Zeit zwischen den beiden Systemen die Galilei-Transformation (t´ = t) und nicht die Lorentz-Transformation ( t´ = Y (t – x v / c2) ) verwendet?

    Sowohl gesellschaftlich, als auch ethisch und gesetzlich schuldet die PTB der Öffentlichkeit die Beantwortung dieser offenen Fragen zur widerspruchsfreien Interpretation des Experiments.

    Jocelyne Lopez

  18. Das kann nicht sein, basta.

    Zitat Hinnerk Feldwisch:

    „Christian: Danke für den Hinweis zum “Dogma”, ist sehr interessant! Von uns war’s im herkömmlichen Sinne gemeint, wie es z.B. auch im ersten Satz im Wikipedia-Artikel definiert wird: “Unter einem Dogma (altgr. ´Ì³¼±, dógma, „Meinung, Lehrsatz; Beschluss, Verordnung“[1]) versteht man eine fest stehende Definition oder eine grundlegende, normative (Lehr-)Meinung, deren Wahrheitsanspruch als unumstößlich festgestellt wird.”

    Zitat Roman Stilling:

    “Und, da hat der/die zitierte hier ganz Recht, wir haben nichts gegen Weltbilder im Allgemeinen, denn man kann natürlich nichts gegen Welt- und/oder Menschenbilder “im Allgemeinen” haben, das ginge ja auch gar nicht, denn irgendein solches Bild(!) hat jede/r und auch Ideologiefreiheit ist eine Eigenschaft, die ich niemandem Wünsche. Es geht dabei natürlich nicht darum jemandem ein Weltbild “aufzuerlegen” oder abzuverlangen – das steht da ja nun auch nicht.“

    Ich stimme hier völlig zu, dass jeder Mensch zwangsläufig ein Weltbild hat, also auch jeder Wissenschaftler, anders geht es in der Tat nicht, und daran ist grundsätzlich auch nichts auszusetzen.

    Man kann aber meiner Meinung nach von Wissenschaftlern, die die Wissensproduktion an die Öffentlichkeit kommunizieren, ein Mindestmaß an Neutralität und Objektivität erwarten. Dieses Mindestmaß ist zum Beispiel im aktuellen, von mir dargelegten Fallbeispiel über die Interpretation des CERN-Neutrinoexperiments nicht zu erkennen: Auf eine ganz präzise, gezielte, fachliche Frage erhalte ich erst einmal eine aus meiner Sicht rein von Dogmatismus geprägte Antwort von der PTB:

    http://www.kritik-relativitaetstheorie.de/…talt/

    Zitat PTB – 28.06.12:
    “ Sie hatten sich an die Physikalisch-Technische Bundesanstalt gewandt, um zu fragen, ob bei der GPS-Kalibrierung für die Neutrino-Laufzeitmessungen des OPERA-Experimentes alles korrekt verlaufen ist. Um es kurz zu machen: Ja.
    Die Kalibrierung von GPS-Zeitsynchronisationsverbindungen ist seit Jahren eine Routineangelegenheit für die Zeitlaboratorien dieser Welt. Die hohe Präzision, die dort erreicht wird, ist nur möglich, indem alle relevanten Effekte von Relativitätstheorie, von Atmosphärenphysik und von der Elektronik in den Satellitenterminals berücksichtigt werden. Sie können also beruhigt sein, dort ist nichts schief gegangen.“
    […]
    Nach Reparatur ihres Aufbaus kann das nun auch OPERA bestätigen — das ursprüngliche Problem ist also vollständig geklärt, und in dieser Hinsicht ist die Welt wieder in Ordnung.“

    Die „Welt“ ist für die PTB also nur dann „in Ordnung“, wenn Mainstream und Lehrmeinung bestätigt und nicht in Frage gestellt werden – dazu genügen eben nur ein paar Floskeln, um die Öffentlichkeit zu „beruhigen“…

    Aus meiner Sicht dokumentiert diese Antwort die von Herrn Stilling geschilderte Haltung:

    „es geht natürlich um Dogmen nach dem Motto “das kann nicht sein, das darf nicht sein, und das ist auch nicht so, basta.”

    Oder?

    Viele Grüße
    Jocelyne Lopez

  19. Und täglich grüßt das Murmeltier…

    Moin Herr Senf,

    warum reagierst Du eigentlich darauf, genau das ist doch bezweckt? So kann die Dame dann wieder weitere Links in ihre Beiträge einbauen, und bekommt hier auf Scilogs wieder ihre Beachtung. Du hast doch den Auftritt bei Dr. Pössel erlebt, er hat es dann recht gut auf dem Punkt gebracht, seine Beiträge zum Umgang mit solchen Kritikern könnte man hier noch mal verlinken.

    Klar ist doch aber, ein sachlicher Dialog mit der Dame ist ausgeschlossen, sie will doch einfach nur Krawall machen und gegen die Wissenschaftler hetzen.

    Sie will hier einfach eine Metadiskussion initiieren, sich und ihren Kampf gegen die SRT zum Thema machen und Du hast sie nun angefüttert. 😀

    Auch über diesen Beitrag von mir wird sie nun erfreut sein, und den in ihrem „Blog“ als Beleg für das böse Mobbing und als Stalking gegen ihre Person zelebrieren. Auch Carsten wird nun vermutlich eine Mail bekommen, CC an die Redaktion, mit der Aufforderung meinen Beitrag hier wegen „Diffamierung“ umgehend zu löschen, natürlich mit dem Hinweis auf die strafrechtlichen Konsequenzen, sollte dieser Aufforderung nicht Folge geleitest werden.

    Vermutlich beste Lösung ist hier einfach, die Dame ignorieren, so wie das PTB es am Ende dann auch getan hat,

    Abschließend für andere Leser hier kurz zum Experiment:

    Das bei der Zeitsynchronisation mit GPS der Sagnac Effekt berücksichtigt wird ist hier auf der Seite der PTB schon länger nachzulesen:

    http://www.ptb.de/…eiche/gps-zeitvergleiche.html

    Da wurde also offensichtlich nichts verschwiegen. Die Dame wurde schon mehrfach auf diesen Link hingewiesen.

    Solche Missverständnisse von Cranks liegen in der Regel im mangelndem Verständnis physikalischer Grundlagen begründet, auch hier scheitert es schon am Initialsystem. Auch werden die Aussagen der SRT nicht im Ansatz verstanden.

    Der Sagnac Effekt steht natürlich im Einklang mit der SRT und nicht im Widerspruch, alles alter kalter Kaffee. Auch kann man in einem Initialsystem v + c haben, beobachtet man zwei Lichtimpulse die sich direkt aufeinander zu bewegen hat man sogar 2c. Es ist wie immer eine Frage des Initialsystem, welche Geschwindigkeit beobachtet und gemessen wird, natürlich kann im einem c und im anderen c + v beobachtet werden.

    Im Grunde unnötig das hier zu erklären, bevor das hier so ausartet wie bei Dr. Pössel, sollten Beiträge die nicht zum Thema gehören und nur der Selbstdarstellung und namentlichen Diffamierung der Wissenschaftler oder Mitarbeiter in entsprechenden Instituten dienen, entfernt werden.

  20. Verbotene Schülerfrage.

    Ich hab’s immer noch nicht verstanden: Wieso ist es also falsch, danach zu fragen, was “c + v” bedeuten soll in einer Theorie, die auf der Ablehnung von “c + v” beruht? Also, warum dürfen meine Schüler mir diese Frage nicht stellen?

  21. Ein drittes Problem

    Zitat Carl Könneker:

    „Dennoch gibt es eine Reihe von Problemen in der schönen neuen Medienwelt der kommunizierenden Wissenschaftler. Zwei besonders brennende sind erstens, dass die Forschenden vielerorts nur unzureichende Möglichkeiten an den Hochschulen vorfinden, sich praktisches Know-how im Umgang mit den verschiedenen Medien anzueignen und viele noch zu häufig unbeirrt über die Köpfe ihres jeweiligen Publikums hinweg schwadronieren. Zweitens verstehen sich sprechende und schreibende Wissenschaftler noch allzu oft als Dozenten, die Laien zu belehren hätten; dabei sollten sie sich besser als Dialogpartner verstehen, Dialogpartner mit Informationsvorsprung in einer bestimmten Nische des verzweigten Wissenslabyrinths freilich. Aber eben auch nur dort. Beide Punkte spricht das Memorandum erfrischend direkt an: Bei Wissenschaftskommunikation gehe es um Teilhabe und Dialog; zu vermeiden seien hingegen das Schüren falscher Hoffnungen und Scheindebatten.

    Ein drittes Problem „in der schönen neuen Medienwelt der kommunizierenden Wissenschaftler“ wurde hier nicht angesprochen, obwohl es zum Beispiel in großen wissenschaftlichen Blogger-Plattformen wie Sci-Logs oder Science Blogs seit Jahren zu beobachten ist und massiv auftritt: Das anonyme Bashing von Teilnehmern, die kritische Positionen gegenüber den etablierten Lehrmeinungen vertreten – wobei ich allerdings hier nur für den Bereich „Physik“ sprechen kann.

    Hier zeigen die Blogger in der Regel ein Verhalten, das wenig mit der im Artikel angestrebten moralischen Verantwortung bei einer guten Wissenschaftskommunikation zu vereinbaren ist:

    – Entweder beteiligen sie sich nicht an die Diskussion, die sie selbst angeregt haben, und lassen anonyme Teilnehmer freien Lauf zu Bashing, Beleidigungen und persönlichen Anfeindungen von Teilnehmern gegen andere Teilnehmer, auch wenn die Kommentarflut völlig unmoderiert über Hunderte von Beiträgen aus dem Ruder gerät.

    – oder sie halten sich selbst einigermaßen mit Bashing und persönlichen Anfeindungen bedeckt, jedoch ermutigen und begünstigen das Bashing-Verhalten durch zustimmende, indirekte Bemerkungen oder durch Verlinkungen.

    – oder sie beteiligen sich selbst direkt an Bashing.

    Wie gesagt ist dieses verwerfliche Blogger-Verhaltens in den letzten Jahren sowohl bei Sci-Logs als auch bei Science Blog massiv zu beobachten, ich könnte mehrere Beispiele zeigen, allerdings seit ein paar Monaten mit abnehmender Tendenz, aus welchen Gründen auch immer.

    Ist den Autoren des Memorandums dieses Problem bewußt und werden in den angebotenen Seminaren Lösungen zur Vermeidung dieser Art von „Wissenschaftskommunikation“ herausgearbeitet?

    Viele Grüße
    Jocelyne Lopez

  22. Das dritte Problem

    Herr Rösch,

    das ist doch einfach nur der übliche provokative Unfug den man von Cranks erwarten kann, mir und keinen den ich kenne wurde die Frage was „c + v“ bedeutet verboten.

    Wer verbieten denn bitteschön ihren Schülern ihnen diese Frage zu stellen?

    Stricken sie wieder an der üblichen Verschwörungstheorie, oder gibt es da eine Dienstanweisung?

    Und da sind wir beim wahren dritten Problem, das Internet als Medium bietet leider auch jeder Form von Trollen und Cranks die Möglichkeit Blogs und Foren zu überfallen und mit albernen Verschwörungstheorien und aberwitzig konstruierten Behauptungen vernünftige Diskussionen zu überfallen und zu kapern und dann für ihre Zwecke und Machenschaften zu missbrauchen. Leider beschränken diese sich nicht auf ihre eigenen Plattformen, ständig hüpfen diese Leute über den Zaun…

  23. Zitat Hr. Senf:
    “Problem ist einfach, daß Beträge von physikalischen Größen, also Werte, immer wieder mit Rechenoperationen wie “+” iVm diesen Größen verwechselt werden. Wegen solcher “privaten” Mißverständnisse muß man nicht die PTB bemühen, die aus meiner Sicht korrekt die weitere Beantwortung von mißbräuchlichen Nachhilfefragen ablehnt.”
    Mit dieser etwas merkwürdigen Formulierung stellt Herr Senf fest, daß die Frage nach der Rolle von “c + v” ein Nachhilfefall sei. Es ist doch völlig klar, daß ein fragender Schüler – das gilt entsprechend natürlich auch für den Lehrer – sich mit seiner Frage nicht zum “Nachhilfefall” deklariert sehen möchte. Die im Statement von Hrn. Senf innewohnende Auffassung “Wenn Du diese Frage stellst, bist Du ein Nachhilfefall” ist von Relativistenkreisen, ppt. Hr. Senf, also durchaus in den Rang eines Frageverbots erhoben. Daß dieses Frageverbot besteht, ist auch daraus ersichtlich, daß unsere Lehrbücher diese naheliegende Frage ausklammern – als gäbe es das Problem nicht. Dabei verheddert sich sogar ein Experte wie Hr. Krüger dabei: Für ihn ist das Geschwindigkeitsmaximum offenbar nicht c, wie z. B. nach Lorentz forderbar, sondern 2*c. Siehe oben. – Öfter mal was Neues!

  24. Rösch “verheddert”…

    Herr Rösch,

    das mit dem Nachhilfefall wird durch ihren Beitrag ja wieder bestätigt. Denn ich habe mich nicht „verheddert“, in einem Initialsystem kann ein Lichtstrahl von Links mit c kommen und dieser legt in 1 s genau 299.792.458 m an Strecke zurück. Ein Lichtstahl der diesem genau entgegenkommt, legt auch in 1 s genau 299.792.458 m zurück.

    In diesem genannten Initialsystem haben sich dann beide Impulse in 1s genau 599.584.916 m aufeinander zu bewegt. Das steht natürlich nicht im Widerspruch zur SRT.

    Die SRT sagt eben nur, das sich nichts schneller als c in einem Initialsystem bewegen kann, dass heißt aber nicht, dass sich nicht zwei Objekte (ohne Masse) mit jeweils c aufeinander zu bewegen können.

    Es bleibt wie es ist, traurig das sie als Oberstudienrat nicht nur die SRT nicht verstanden haben, sondern sogar schon an den Grundlagen und der Definition eines Initialsystem scheitern.

  25. Moin Manuel

    Das Problem liegt nur in einem kleinen Unterschied.
    Was bedeutet “+” und wann ist es wie anzuwenden?
    Es ist nicht immer “•”, muß man Kontext gucken!
    Mein Mathelehrer konnte das uns Schülern erklären:
    ob c•v direkt oder c+v Additionstheorem.
    Mit Grundschulmathe widerlegt man keine SRT.
    Nur versuchen das immer wieder welche, die den Formalismus nicht beherrschen und trotzdem glauben, ihre Logik stimme.
    Erklärungsversuche scheitern am simplen “+”.

  26. Max Born und die Grundschulmathematik

    Tja, Herr Krüger! Da will ich Ihnen mal die Antwort von Max Born (zwar kein OStR, aber immerhin Physiknobelpreisträger) auf die Frage nach den sich begegnenden Lichtquanten nicht vorenthalten: Sie begegnen sich “selbstverständlich mit 300.000 km/s. Wer etwas von Physik, von Lorentz-Transformationen und Minkowski-Räumen weiß, für den versteht sich das von selbst.” (FAZ vom 6. Oktober 1959) – Verstehen Sie was von Physik, von Lorentz-Transformationen und Minkowski-Räumen? Der Antwort nach nicht.

    Tja, Herr Senf! – Aber was ist, wenn man wie Sie einer Theorie aufgesessen ist, bei der schon die Grundschulmathematik nicht stimmt? Wie kann man denn dann den Rest für richtig halten? Das ist das eigentliche Rätsel!

  27. kein Rätsel

    nur nachdenken, wenn man Grundschulmathe gelernt hat!
    Hat die FAZ 1959 die SRT verstanden, vielleicht, aber die Leser?
    Da war ich in der zweiten Klasse, hab mich schon damals übers Unverständnis gewuuuuundert, einfach “+” fragen.

  28. Modell vs. Mathematik

    Na so was, OStR Rösch kann nach vielen Jahren Erklärungen noch immer nicht zwischen physikalischem Modell und Mathematik unterscheiden.

    Und für Herrn Rösch errechnet sich die Durchschnittsgeschwindigkeit immer noch mit dem geometrischen Mittelwert und nicht mit dem harmonischen.

    Trotzdem: Alles gute Herr Rösch. Ihren Schülern sowieso.

  29. Nur zur Kasse, sonst nichts…

    Zitat Carsten Könneke:

    “Gute Wissenschaft basiert auf moralischer Verantwortung, Gründlichkeit, inter- und transdiszipliner Verständigung. Und sie stellt die Nachvollziehbarkeit ihrer Ergebnisse sicher.
    […]
    So sollten neben der Anzahl der Veröffentlichungen und deren Impact-Faktoren u.a. auch gute Lehre, das Präsentieren auf Konferenzen, Gutachtertätigkeiten und Medienpräsenz auf das Konto einer akademischen Karriere einzahlen – bis hin zu „Anstoßen von öffentlichen Diskursen“.
    […]
    Zudem ist es etwa für Kinder und Jugendliche spannender, bei einem Tag des offenen Labors an den Lippen des Forschers als des Pressereferenten zu hängen – vorausgesetzt, der Forscher kann sich ausdrücken!

    Diese guten Vorsätze sind gegenstandlos und stellen ein naives Wunschdenken der Autoren des Memorandums im Bereich der modernen physikalischen Forschung und der Kosmologie dar, die ja einzig auf dem Verständnis der Relativitätstheorien aufbauen: Die Vertreter der modernen Forschung wie die PTB verkünden nämlich im Gegenteil, dass die Nachvollziehbarkeit der Forschungsergebnisse nicht nur bei Kindern, sondern bei der gesamten Bevölkerung nicht zu erreichen sei:

    Zitat PTB – 22.03.2013
    http://www.kritik-relativitaetstheorie.de/…talt/

    “Wenn man in diesem Feld, wo die Intuition versagt, genau verstehen will, was passiert (und was nicht passieren kann), reicht eine Argumentation in der Alltagssprache einfach nicht: Man muss sich des korrekten und vollständigen mathematischen Formalismus bedienen. Das ist mühevoll, erfordert viele Vorkenntnisse und bietet viele Möglichkeiten, etwas falsch zu machen. Nicht ohne Grund lernen Physikstudenten diese Dinge erst in späteren Studienjahren.“

    Gemäß diesen Aussagen erübrigen sich jegliche Bemühungen in der Medienwelt (Presse, Internet und Blogs), die moderne Physik und die moderne Kosmologie nachvollziehbar zu vermitteln,

    – weil man davon ausgehen darf, dass vielleicht 99% der Bevölkerung kein vollständiges Studium in Physik absolviert hat,

    – weil zwischen den wenigen Menschen in der Bevölkerung, die ein vollständiges Studium in Physik oder in Mathematik absolviert haben, gravierende Meinungsverschiedenheiten über die Richtigkeit und die Gültigkeit des mathematischen Formalismus auftreten, das zur Interpretation der Relativitätstheorie eingesetzt wird.

    Man darf also getrost jegliche Wissenschaftskommunikation in der Medienwelt über die physikalische und kosmologische Forschung zur Aufklärung der Öffentlichkeit streichen. Die Öffentlichkeit ist hier nur gefordert zur Kasse zu gehen, um die extrem teure Forschung zu finanzieren. Frustrierend.

    Was meinen Sie?

    Viele Grüße
    Jocelyne Lopez

  30. Unzulässige Verwendung von Steuermitteln

    Sehr geehrter Herr Könneker,

    Ich wäre sehr an Ihre Meinung als Spezialist der Wissenschaftskommunikation über folgende Aussagen der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) interessiert, hinsichtlich der Fähigkeit der Bevölkerung, das CERN-Neutrino-Experiment und die Relativitätstheorie zu verstehen:

    22.03.2013 – Zitat PTB:
    http://www.kritik-relativitaetstheorie.de/…talt/

    „Ob man es mag oder nicht: Unabhängig davon, was in Blogs, Tweets oder sonstwo geschrieben wird, es gibt keinen einzigen experimentellen Beleg dafür, dass irgendein Materieteilchen oder Information sich im Vakuum schneller als das Licht bewegt. Wenn man in diesem Feld, wo die Intuition versagt, genau verstehen will, was passiert (und was nicht passieren kann), reicht eine Argumentation in der Alltagssprache einfach nicht: Man muss sich des korrekten und vollständigen mathematischen Formalismus bedienen. Das ist mühevoll, erfordert viele Vorkenntnisse und bietet viele Möglichkeiten, etwas falsch zu machen. Nicht ohne Grund lernen Physikstudenten diese Dinge erst in späteren Studienjahren.“

    Aus meiner Sicht entspricht diese Grundhaltung der PTB einer unzulässigen Verwendung von Steuermitteln, was ich auch in meinem heutigen Blog-Eintrag begründet habe:
    http://www.jocelyne-lopez.de/…von-steuermitteln/

    Wenn der Staat die Erwerbung und Vermittlung des Wissens so organisiert und strukturiert, dass kein Wissen für mehr als 99 % der Bevölkerung entstehen kann (weil 99 % der Bevölkerung kein Physikstudium absolviert), dann ist es eine unzulässige Verwendung von Steuermitteln. Man kann nicht Jahr für Jahr Milliarde von Steuergeldern verwenden, die nur zugunsten einer Minderheit von 1 % der Bevölkerung kommen. Das geht nicht, zumindest nicht in einer demokratischen Gesellschaftsordnung.

    Was meinen Sie?

    Viele Grüße
    Jocelyne Lopez

  31. Student sein oder nicht sein

    Belegen Sie uns bitte doch mal mit prüfbaren Fakten, daß der Staat gerade Sie um 09:25 an einem Physikstudium gehindert hat, um die SRT verstehen zu können. Vielleicht liegt das an ganz anderen Gründen. Ich sehe bei Unwissen eher keine “Schuld” beim Staat, sondern mehr fehlende persönliche Motivation von Schülern und Studierenden. Die Möglichkeiten stehen jedem offen, nur lernen muß man noch selber.

  32. Versagen der Wissenschaftskommunikation

    Zitat Carsten Könneker:

    “Der Autor des Blogposts ist seit 2012 wissenschaftlicher Direktor und damit inhaltlicher Leiter des Nationalen Instituts für Wissenschaftskommunikation (www.nawik.de), das – kostenpflichtige – Seminare für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Wissenschaftskommunikation entwickelt und bundesweit gibt. Er hat 2012 zudem das Lehrbuch „Wissenschaft kommunizieren“ (Wiley-VCH) publiziert.”

    Was halten Sie als Leiter des Nationalen Instituts für Wissenschaftskommunikation von dieser Fehlleistung bei der Kommunikation über die Auswertung und die Interpretation des CERN-Neutrino-Experiments?

    CERN-Neutrinoexperiment: Fachaufsichtsbeschwerde an Bundesminister Philipp Rösler

    http://www.kritik-relativitaetstheorie.de/…sler/

    Viele Grüße
    Jocelyne Lopez

  33. Mauer des Schweigens

    Jocelyne Lopez an Carsten Könneker:

    „Was halten Sie als Leiter des Nationalen Instituts für Wissenschaftskommunikation von dieser Fehlleistung bei der Kommunikation über die Auswertung und die Interpretation des CERN-Neutrino-Experiments?

    CERN-Neutrinoexperiment: Fachaufsichtsbeschwerde an Bundesminister Philipp Rösler

    http://www.kritik-relativitaetstheorie.de/…sler/

    Nachstehend ein weiteres Fallbeispiel dafür, dass zumindest in der theoretischen Physik die Wissenschaftskommunikation nur mit der Geburtszange erzwingt werden kann:

    Anfrage an die Bundesministerin Johanna Wanka wegen Datenmanipulation beim Experiment Hafele & Keating

    http://www.kritik-relativitaetstheorie.de/…ting/

    Und das, trotz Alibi-Veranstaltungen à la http://www.navik.de

    Die etablierte wissenschaftliche Presse wie Spektrum der Wissenschaft pflegt weiterhin die bewährte und erfolgreiche Taktik bei der Wissenschaftskommunikation in der theoretischen Physik: Mauer des Schweigens. Herzliche Glückwünsche.

    Viele Grüße
    Jocelyne Lopez

  34. Physikalisches Modell und Mathematik

    Karl Hilpolt hat geschrieben: “Na so was, OStR Rösch kann nach vielen Jahren Erklärungen noch immer nicht zwischen physikalischem Modell und Mathematik unterscheiden…”

    Eine naive Frage: Was wäre da zu unterscheiden? Werden physikalische Modelle nicht mathematisch beschrieben?

  35. Die

    Sehr geehrter Herr Könneker,

    Was halten Sie von der Kommunikationspolitik in der Wissenschaft im Fall des „losen Steckers“ bei dem CERN-Neutrino-Experiments, wie es aus diesem Bericht hervorgeht?

    Offizielles Fazit (“Loser Stecker”) zu den Neutrino-Experimenten am CERN ist fragwürdig

    http://www.kritik-relativitaetstheorie.de/…rdig/

    Es gibt in der Öffentlichkeit Wissenschaftler, die es genau wissen wollen – im Gegenteil zu wissenschaftlichen Bloggern bei „Spektrum der Wissenschaft“, die die Thematik „Loser Stecker“ bedenkenlos angenommen und schnell abgehakt haben, wie zum Beispiel:

    Markus Pössel – Überlichtschnelle Neutrinos?
    https://scilogs.spektrum.de/…erlichtschnelle-neutrinos

    Florian Freistetter – Wo sind die Neutrinos? Die Quelle der
    hochenergetischen kosmischen Strahlung bleibt rätselhaft
    http://scienceblogs.de/…hlung-bleibt-ratselhaft/

    Viele Grüße
    Jocelyne Lopez

  36. Ersehnter Nachwuchs

    Zitat Carsten Könneker:

    Außer mehr und bessere Kommunikation rund um den Elfenbeinturm fordert das Memorandum auch mehr Ethik im Wissenschaftsbetrieb. Erneut lautet das Rezept: verpflichtende einschlägige Lehrveranstaltungen, gerade auch in den naturwissenschaftlichen Studiengängen. Der Nachwuchs soll befähigt werden, moralische Argumente ernst zu nehmen, abzuwägen und – ganz wichtig – selbst im Munde zu führen.“

    Wann kommt endlich ein solcher Nachwuchs von Wissenschaftskommunikatoren im Bereich der theoretischen Physik?

    Es tut dringend Not, nicht nur aus moralischen, sondern sogar auch aus gesetzlichen Erwägungen, siehe

    Die offizielle Wissenschaftskommunikation über die Relativitätstheorie ist gesetzwidrig
    http://www.jocelyne-lopez.de/…-ist-gesetzwidrig/

    Was meinen Sie?

    Viele Grüße
    Jocelyne Lopez

  37. wo ist der Stecker?

    Wie lange sollen diese missionarischen Albernheiten noch dauern?
    Gib’s hier keinen, der mal den Stecker zieht?
    Unpassende Diffamierungen kann man auch hier finden:
    http://www.mahag.com/…hilit=K%C3%B6nneker#p50668
    Solchen Ausrastern sollte man bei scilogs passend kontern!
    Wäre bestimmt Wunsch einer vernünftigen breiten Leserschaft.

  38. Zitat:

    „Gute Wissenschaft lehnt dogmatisch geprägte Welt- oder Menschenbilder ab.“

    -> >Das ist leider eine Wunschrealität, die sich wohl durch Einbildung dessen selbst erfüllt, dass es so sei, aber nicht durch die Reflektion darüber, ob es so ist und was man zur Erfüllung noch machen muß.

    Schon in der Psychologie und Psychiatrie geht das nicht auf, da hier ein solches dogmatisches Menschenbild besteht. Verfolgt man das Thema weiter, gehts über Gentechnik, Neuroforschung, und Soziologie weiter.
    Angesichts ist es fraglich, ob man überhaupt ohne ein Dogma Wissenschaft betreiben kann. Jeder Wissenschaftler müsste dann eigentlich von vorne anfangen – ohne Bildung aus der Kulturperspektive, sondern schon von klein an konsequent absolut sachbezogen und Dinglich erzogen und gebildet werden. Ansonsten das dogmatische Welt-/Menschenbild auch bei bester Konzentration immer mal wieder aus dem Unterbewusstsein durch das Subjekt unbemerkt raussprudelt und in der Intention dessen argumentiert und eben in der Forschungsperspektive Wege einschlägt.

    Was die Wissenschaft und dessen Öffentlichkeitsarbeit angeht, macht man Deutschland und seinem Nachwuchs den größten Dienst und Gefallen, indem man wissenschaftliche Publikationen der Forschungsarbeiten in Muttersprache anfertigt. Also in Deutschland in Deutsch. Ausländische Forscher in Deutschland in ihrer Muttersprache, wobei eine Übersetzung angefertigt werden sollte.

    Das Publizieren in Muttersprache hat einige grundsätzlich relevante Vorteile für den Publizierenden und ebenso, für den Rezipienten – vor allem auch im Szenario der Frage nach dem deutschem Nachwuchs und anderer Interessierten, die andernfalls derzeit faktisch immer erst Englisch auf Muttersprachniveau erlernen müssten, wobei ganz sicher anderweitige Kapazitäten davon belegt werden, die nützlicher verwendet werden könnten.

    Wenn man den Zwist mit den Wissenschaftsverlagen, welche Forschungsergebnisse veröffentlichen nicht gescheit auflösen kann, empfiehlt es sich dringend, einen eigenen Verlag in Deutschland zu gründen und mit Nachdruck zu etablieren, damit sich Publikation darin lohnt. Alternativ kann man Publikationspraxis auch anders organisieren – etwa innerhalb der Institutionen selbst oder anderweitig, etwa zentral, gar nur Digital. Bei öffentlicher und kostenloser Publikation kann sogar das Peer Review-System wegfallen, da jede Unregelmässigkeit relativ sicher (ebenso sicher, wie mit Peer reviewing) auffallen wird.

  39. Übrigens gibt es allerdings doch Menschen, die nahezu absolut unbeeindruckt von Ideologien oder Dogmen ins Leben hineinwachsen und gelegentlich auch im hohen Alter noch keine Ideologie kennen, außer ihre gegenwärtigen Bedürfnisse.
    Das sind keine Egoisten oder narzistisch Veranlagte, sondern es sind Autisten, die sozusagen von allen Geistern verlassen sind – von guten, wie von bösen…also auch keine Ideologien und son zeugs.

  40. CERN-Experiment: Ethik und Kommunikation

    Sehr geehrter Herr Könneker,

    Erfüllt dieser aktuelle Fallbeispiel Ihren Kriterien “Mehr Ethik, mehr Kommunikation” in der theoretischen Physik?

    CERN-Experiment: Beschwerde über Bundesminister Philipp Rösler beim Deutschen Bundestag

    http://www.kritik-relativitaetstheorie.de/…ag-2/

    Was meinen Sie?

    Viele Grüße
    Jocelyne Lopez

  41. Und sowas soll Dipl.-Ing. sein!!!

    Auf obiger Kritikersache findet man auch diesen Namen.

    Dipl.-Ing. Ekkehard Friebe

    Und der Typ ist einfach ein Knaller!

    http://www.ekkehard-friebe.de/Ursprung-E=mc2.pdf

    Erst mal schafft er es, mit 3 Hilfe dreier Quatschgleichungen dann doch die korrekte Formel zu finden.

    E_kin=m*v²/2

    Aber der eigentliche Knüller kommt noch!

    E=m*c²

    Einstein hat diese Gleichung nur deswegen gefunden, weil er in einem fehlerhaften Physikbuch E_kin=m*v² gelesen hat!

    Bo ey, da legst di nieder.

    Wäre es tatsächlich so gewesen dann hätte er übrigens

    E=2*m*c² finden.

    Da drüben hab ich’s mal vorgerechnet. Auch wenn’s von den Kritikern wohl die wenigsten es verstanden haben.

    http://www.mahag.com/…;t=573&start=40#p59308

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