Mission Statement

BLOG: GUTE STUBE

Salon der zwei Kulturen
GUTE STUBE

Heute mal was vorrangig für die Blogger selbst. Nicht nur für die WISSENSlogger, sondern auch für unsere Kolleginnen und Kollegen von den Chronologs, den Brainlogs und den Kosmologs.

Beim – mittlerweile legendären – Deidesheimer Bloggertreff haben wir in einer Arbeitsgruppe gemeinsam Wünsche für die neue, alle 4 Portale vereinende Dachseite SciLogs.de formuliert. Bislang steht da nur eine „blinde“ Verteilstation mit den jeweils neuesten Posts aus den Subportalen. Ein Besuch auf der jetzigen SciLogs-Site ist ungefähr so spektakulär wie das Video des Spiels Österreich-Deutschland bei der WM 1982. (NB: Diesmal tippe ich im Ernst auf Jogis Mannen. Das mag man mir in den Kommentaren gern um die Ohren hauen.)

Kurz zum Stand der Dinge: Die neue SciLogs-Seite wird richtig klasse, ist aber noch nicht fertig, das kann noch ein paar Wochen dauern …

Was wir u.a. noch dafür brauchen und was ich heute zur Diskussion stellen möchte ist ein kurzer Text zum Selbstverständnis der SciLogs, der auf der neuen Seite abrufbar sein soll. Also unser „Mission Statement“ sozusagen.

Kritik und Verbesserungsvorschläge sind ausdrücklich willkommen – sollten aber längeninvariant daherkommen. Und hier der Entwurf:

Über die SciLogs

Gute Wissenschaft ist seriös, in ihrer Methodik und ihren Ergebnissen transparent – und fördert neues Wissen zu Tage. Als wichtiger Teil unserer Kultur und Gesellschaft steht Wissenschaft nie isoliert da. Das Gespräch über Wissenschaft ist ein Anliegen guter Wissenschaft.
 
Gute Blogs sind authentisch, ehrlich und aktuell. Oft enthalten sie einzigartige Ansichten. Ihre Posts sind ernst gemeinte Einladungen zum Dialog, ihre Leser potenzielle Gesprächspartner – aufgerufen zu kommentieren, zu fragen, den Gedankenaustausch aktiv mitzugestalten.

Die SciLogs
sind eine Familie von Wissenschaftsblogs. Sie vereinen die Stärken wissenschaftlicher Kultur und des Mediums Blog. Unser Anliegen ist der interdisziplinäre Dialog über Wissenschaft in all ihren Fassetten: Forschung, Anwendung, Politik, Ethik, Werte. Unsere Blogger sind Forscher, Theoretiker, Praktiker, Journalisten, Enthusiasten.

Veröffentlicht von

Carsten Könneker Zu meiner Person: Ich habe Physik (Diplom 1998) sowie parallel Literaturwissenschaft, Philosophie und Kunstgeschichte (Master of Arts 1997) studiert – und erinnere mich noch lebhaft, wie sich Übungen in Elektrodynamik oder Hauptseminare über Literaturtheorie anfühlen. Das spannendste interdisziplinäre Projekt, das ich initiiert und mit meinen Kollegen von Spektrum der Wissenschaft aus der Taufe gehoben habe, sind die SciLogs, auf deren Seiten Sie gerade unterwegs sind.

38 Kommentare

  1. Ergänzungsvorschlag

    “Gute Wissenschaft ist seriös, in ihrer Methodik und ihren Ergebnissen transparent, aber auch um Wissensvermittlung und Dialog auf Augenhöhe bemüht. So fördert sie neues Wissen zu Tage und stößt wiederum neue Einsichten und Chancen an.”

    Begründung: Gerade die Scilogs sind ja keine Papers, sondern auf Kommunikation zwischen Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen und Laien orientiert. Deswegen würde ich “Wissensvermittlung” und “Dialog auf Augenhöhe” als den Teil von guter Wissenschaft hervorheben, den Blogs ggf. besonders gut erschließen können.

  2. Kleinigkeiten

    “Gute Wissenschaft ist seriös, in ihrer Methodik und ihren Ergebnissen transparent”

    das Komma muss weg sonst ist der Satz (mir zumindest) unverständlich.

    “Gute Blogs sind authentisch, ehrlich und aktuell.”

    Müssen gute Blogs wirklich aktuell sein? Manchmal kann auch etwas alt bekanntes aber selten ausgesprochenes als Gedankenanstoß ein guter Blogbeitrag werden.

    Gruß,
    Joachim

  3. Ah, jetzt..

    Sorry,

    jetzt habe ich den satz doch auch in dieser Kommasetzung verstanden. Also soll auch die Methodik transparent sein und nicht die Methodik seriös und die Ergebnisse transparent.

    Entschuldigt den unsinnigen Einwand.

  4. @ Michael

    “…finde ich die Textleiste jetzt links und dafür die Klappfenster oben klasse!”

    Ich finde es auch klasse. 😉 Es war viel Mühe, aber die hat sich gelohnt, denn es sieht besser aus (ein Dank an den Layouter Marc Grove) und ist auch praktischer. Ein echter Fortschritt.

  5. Die aktuelle Kamera 😉

    “Müssen gute Blogs wirklich aktuell sein?!”

    Das ist von Carsten anders gemeint. Am Donnerstag sind Blume (Michael), Fischer Lars), Huhn (Martin) und Könneker (Carsten) gemeinsam Essen gegangen.

    #An dieser Stelle: Fand ich prima mit Euch, es war eine ergiebige Diskussion#

    Unter anderem haben wir uns auch über Blogs unterhalten. Ein Vorteil der Blogs sind ihre Aktualität. Eine Zeitung ist erst nächsten oder übernächsten Tag gedruckt, Zeitschriften und Bücher benötigen noch mehr Zeit. Das Fernsehen kann auch nicht sofort senden. Eigentlich kann da nur das Radio mithalten. Jedenfalls ist durch ein Blog die Möglichkeit gegeben sehr aktuell zu sein. Man muß sich nur vor den Rechner setzen, eintippen und dann ist es für alle Welt lesbar.

    Daß man sich Themen wählt, die alles andere als aktuell sind, ist eine andere Geschichte. Selbstverständlich kann jeder Blogger auch über grundsätzliche oder vergangene Themen schreiben. Zumal es viele Fragen gibt, die schon seit Jahrtausenden diskutiert werden und wir haben immer noch keine Antworten darauf. Offene Fragen haben auch Aktualität. 😉

  6. @ Joachim

    “Entschuldigt den unsinnigen Einwand.”

    Ahh, da bin ich aber beruhigt. Ich habe nämlich den Satz ein paar Mal mit und ohne Komma gelesen und konnte nicht verstehen, was daran so schlimm sein soll. 🙂

  7. @Joachim, @Martin

    Beides stimmt: In dem Sinne, dass sie relevant sind (zumindest für bestimmte Leser), sind gute Blogs immer auch “aktuell”. Im engeren Sinne aktuell sind sie freilich nur, wenn sie schnell sind beim Aufspießen neuer Entwicklungen. Das muss aber, da hat Joachim völlig recht, nicht notwendig der Fall sein, damit ein Blog “gut” ist. Diese Art von Aktualität ist ohnehin eher die Kompetenz von klassischen redaktionellen Online-Angeboten wie spektrumdirekt.

    Gute Blogs können geradezu anachronistisch ticken, was die Inhalte ihrer Posts angeht. Aber auch das ist dann “aktuell”, oder? Letztlich entscheiden doch die Leser darüber, was für sie “dran” ist.

    PS: Die Klappnavi ist echt gut. Martin hat sich hier selbst übertroffen 🙂

  8. @Michael

    Kurze Rückfrage: Ich bin mir nicht sicher, ob Wissenschaft (oder eher: der Wissenschaftler) wirklich am Dialog AUF AUGENHÖHE mit der Öffentlichkeit interessiert ist. Vermittlung sollte natürlich ein Anliegen sein. Dialog auch. Aber AUF AUGENHÖHE? Das leisten (am ehesten) erst die Blogs. Die Wissenschaft selbst nicht.

  9. Wissenschaftler

    “Ich bin mir nicht sicher, ob Wissenschaft (oder eher: der Wissenschaftler) …”

    Was meinst Du mit Wissenschaftler? Diplomanden, Leute in der Forschung & Entwicklung, Doktoranden, Wissenschaftsjournalisten, Professoren oder so Leute wie am beispielsweise am CERN?

  10. @ Carsten

    Doch, ich denke, jede gute Wissenschaft ist um Wissensvermittlung und Dialog auf Augenhöhe “bemüht” (!) oder “interessiert”. Ein Graben wird immer bleiben: nicht nur gegenüber Laien, sondern auch gegenüber Kolleginnen und Kollegen anderer Fächer.

    Aber jede Disziplin, die sich gar nicht mehr darum bemühen würde, diese Gräben zu überbrücken, würde über oder lang verkümmern. Und, ja, gerade in diesem Bereich können Blogs eine tolle Hilfe und Ergänzung für “gute Wissenschaft” sein, wie ja gerade auch Physiker, Philosophen und Geologen hier in den Wissenslogs beweisen. 🙂

  11. @ Martin

    Ich fand den Mittag mit Euch auch unglaublich fröhlich, menschlich angenehm – und nicht zuletzt inhaltlich spannend! Seid schon eine tolle Truppe, da in Heidelbersch! Und das schreibt ein Schwabe! 😉

  12. @Michael: Augenhöhe

    Ooooch, Schwaben sind auch nicht ohne – Du bist ja selbst das beste Beispiel!

    Nochmal zur “Augenhöhe”. In der Lesart “Wissenschaftler und Laie sind gleichberechtigte Partner, wenn sie (zumal in einer Demokratie) über Wissenschaft diskutieren” stimmt das natürlich. Ich hatte eher an den fachlichen Hintergrund gedacht bei meinem Einwand: Je näher der Gesprächsgegenstand, den ein Wissenschaftler kredenzt, an seiner aktuellen Forschung dran ist, desto schwieriger wird es für ihn, passende Dialogpartner AUF AUGENHÖHE überhaupt zu finden. Ab einer gewissen Grenze findet er sie nur noch hinter Institutsmauern. Und irgendwann gibt es nur noch eine Handvoll potenzieller Dialogpartner – weltweit.

    Ansonsten hast Du recht: Vermittlung allein als Attitüde genügt nicht. Das wäre eine Beschränkung des Diskurses auf das Modell “Frontalunterricht”: Ich weiß mehr, hört ihr da draußen mir mal schön zu und lernet! Der Dialog MUSS dazukommen, völlig d’accord. Nur in Fachfragen kann er eben nicht (immer) auf Augenhöhe sein, wenn Forscher und Laie sich treffen.

  13. @ Carsten: Genau…

    …der Dialog auf Augenhöhe sollte stets ein Ziel bleiben, gerade weil klar ist, dass er in den zunehmend spezialisierten Wissensgebieten immer wieder nur selten zu erreichen bzw. das Ergebnis harter Arbeit sein kann.

    Aber wenn wir z.B. Schülern nicht auch das Gefühl vermitteln können, dass ihre Fragen, Beiträge, Ideen etc. gehört werden, einmal eine Rolle spielen können, dann würden wir schon sie verlieren. Die Briefwechsel, die Einstein und Darwin mit Kollegen über Disziplingrenzen, fragenden Laien, ja auch mit Kindern pflegten, sind für mich Beispiele für “gute Wissenschaft” und haben tausende von Menschen für das Forschen begeistert.

  14. Kinder und Wissenschaft

    Apropos Kinder. Ich sitze gerade im Mannheimer Capitol bei der Eröffnungsgala von Explore Science. Gerade ist Pause. Eine klasse Veranstaltung mit TV-Stars, Astronauten, Astronomen, Musik, Experimenten. Z.B. wurde bereits ein Komet “gebacken”. Alles für Kinder und Familien. Ein mustergültiges Projekt der Klaus-Tschira-Stiftung. Da kann man denn auch das EM-Eröffnungsspiel für verpassen 🙂 Wer die Kids hier staunen sieht, der weiß, wie faszinierend Wissenschft sein kann. Gleich geht´s weiter …

  15. Mission Statement

    Könnte insgesamt ohne weiteres mit dem Mission Statement mitgehen, gefällt mir sehr gut!
    Eine Formulierung finde ich ungewöhnlich: “einzigartige Ansichten” – meinen Sie an dieser Stelle “persönliche Ansichten”, Herr Könneker? Dass also Blogs durchaus persönlichen, subjektiven Interpretationen, Meinungen und Kommentaren Platz bieten? (was m.E. ja auch so sein sollte)
    Zu den SciLogs: “vereinen Stärken wissenschaftlicher Kultur und des Mediums Blog” – erscheint mir etwas unklar; was meinen Sie hier genau?
    Ansonsten: prima prima!

  16. @ Christian Hoppe

    Lieber Herr Hoppe,
    in beiden Fällen liegen Sie exakt richtig mit Ihren Vermutungen. Mit “einzigartige Ansichten” ist das bewusst Persönliche, teils hochgradig Authentische, ja manchmal “Intime”, oft auch Meinungsbehaftete an den Bloginhalten gemeint. Von den vielen Beispielen, die man aus den gesammelten Posts der SciLogs anführen könnte, sei in diesem Zusammenhang beispielhaft auf Helmut Wichts Darstellung einer Prüfungssituation aus der Sicht des Prüfenden hingewiesen. Das ist “einzigartig”, findet man sonst nicht.

    Der 2. Punkt, die Vereinigung von “Stärken wissenschaftlicher Kultur und des Mediums Blog” bezieht sich darauf, dass Wissenschaft per se auf Austausch (innerhalb der Forschergilde, aber natürlich auch mit der “Öffentlichkeit”) angewiesen ist – und Blogs als Medium mit vielfältigen Möglichkeiten für Kommentare und Diskussionen dem kommunikativen Anliegen von Wissenschaft ganz neue Horizonte eröffnen.

  17. Und die Philosophen?

    War meine spontane Frage; aber ich gestehe, mit dem “Theoretiker” kann man (ich?) auch leben. 🙂

    Ein spontaner Gedanke war noch, bei guter Wissenschaft hinzuzufügen, dass die Interpretationen den Daten angemessen sind; daran kranken ja oft gerade diejenigen Disziplinen, die in Mode sind; aber das kann man durchaus unter Seriosität fassen.

    Zur Frage, was Wissenschaft ist, habe ich übrigens gerade im Telepolis-Magazin einen Artikel veröffentlicht:

    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27747/1.html

    Viele Grüße

    Stephan

    P.S. Wie meinst du das eigentlich mit Wissenschaft als Teil der Kultur? Oft wollen Naturwissenschaftler doch Kulturelles ausklammern.

    P.P.S. Vielleicht kann man unter SciLogs die Idee aufnehmen, dass hier auch viele Wissenschaftler selbst über ihre Wissenschaft schreiben und man nicht nur über Wissenschaft schreibt? Oder ist das irrelevant?

  18. @Stephan: Dein Telepolis-Artikel

    Hi Stephan,

    Du schreibst in Deinem schönen Telepolis-Artikel: „Ein Kernproblem unserer Wissensgesellschaft mag sein, dass ein Großteil der Kommunikation nur in einer Richtung stattfindet: Hier sprechen die Experten, dort hören die Laien.“ Ich gebe Dir völlig recht darin, dass sich hier Blogs möglicherweise als ein Medium etablieren, das die Wissenschaftler, so sie denn bloggen, mehr aus der Frontalunterricht-Attitüde herausreißt. Denn ein Blog lebt ja eben davon, dass man dem Blogger die eigene Meinung um die Ohren hauen kann – und dieser antwortet. Mir fehlt da aber ein Aspekt, und das ist der Wissenschaftsjournalismus. Leider besteht nach wie vor die irrige Ansicht, Wissenschaftsjournalisten seien ALLEIN dazu da, den vermeintlich kommunikativ unfähigen Forschern das Vermitteln ihrer schwer zu verstehenden Erkenntnisse abzunehmen. Ein Sprachrohr, eine Übersetzungstätigkeit. Hier Fachchinesisch, dort Alltagssprache. Doch das Darstellen und Erklären ist nur eine Aufgabe des Journalisten. Darüber hinaus ist seine kommunikative Haltung: Hinterfragen („Stimmt das überhaupt? Sagt nicht Experte B das Gegenteil?“), Einordnen („Diese Argumente wurden schon im 19. Jahrhundert vorgebracht.“), Interessen und Motive abklopfen („Warum der Prof. sich so auf diesen Seitenaspekt stürzt“), Filtern („Unwichtig, brauch man nicht für die Argumentation“), Kommentieren („Hier wird nur behauptet, das ist nicht gesichert.“) usw. Der Journalist ist damit Anwalt der Leser/Hörer/Zuschauer/Nutzer. Und als Experte in dieser Hinsicht ist er auch etwas anderes als ein Blogger. Im Aufbrechen der Kommunikation im Stile eines Frontalunterrichts sind aber beide, Journalist wie Blogger, vereint.

    Liebe Grüße
    Carsten

    PS: Man wundert sich, was für viele gute Gedanken Du zu Papier bringst. Gestern ging erst Dein fundierter Artikel über Neuro-Forensik mit dem nächsten Gehirn&Geist (Heft 7/8 2008) in Druck. Sollten sich alle User hier unbedingt vormerken!

  19. @Stephan: Deine 1. Frage

    Zu Deiner Frage, was ich mit „Wissenschaft als Teil der Kultur“ meine: Wissenschaft schafft Kultur – genau wir Literatur oder Architektur Kultur schafft. Das ist das eine. Das andere ist: Wissenschaft steht nicht isoliert da. Sie strahlt zum einen aus in ganz andere Kulturbereiche, wie man etwa wunderbar am Beispiel der modernen Physik und der Theologie (Karl Heim) oder der Architektur (Erich Mendelsohn) oder der Literatur (Hermann Broch) oder der Malerei (Paul Klee) zeigen kann. Gleichzeitig aber ist Wissenschaft auch ihrerseits von anderen Kulturbereichen geprägt. Das betrifft Forschungsprojekte, die in bestimmten Zeiten und Kulturen überhaupt nur möglich und/oder gewollt sind ebenso wie die Interpretation von Daten. Leider wird über die kulturelle Prägung von Wissenschaft nur sehr wenig geforscht.

    PS: Wenn es Dir recht ist, würde ich in der Tat die Philosophen – obwohl auch aus meiner Sicht besonders wichtig – hier einfach frech unter „Theoretiker“ mit subsummieren. Und ähnlich würde ich die ANGEMESSENE Interpretation empirischer Daten unter Seriosität fassen.

  20. @Stephan: Deine 2. Frage

    Ob man den Umstand, dass be den SciLogs etliche Forscher selbst bloggen, gesondert hervorheben müsste, weiß ich nicht. Es gibt ja den Satz “Unsere Blogger sind Forscher, Theoretiker, Praktiker, Journalisten, Enthusiasten.” Da steht das ja ungefähr drin, oder?

    Generell bin ich dafür, dass die Dinge “schlank” formuliert sind. Das führt dazu, dass man ein wenig vage bleiben muss, aber alle Besonderheiten gerecht explizit zu machen, das ist – meine ich – auch irgendwie kontraproduktiv.

  21. @ Carsten – Wissenschaftsjournalismus

    Hi Carsten,

    du hast recht, dass es nicht nur der Job des Wissenschaftjournalisten ist, die Wissenschaft laienverständlich zu reproduzieren. Mit dem, was du nennst, und darauf will ich dich gerne bei Gelegenheit festnageln *g*, also dem Hinterfragen, Einordnen, Abklopfen, Filtern und Kommentieren, formulierst du ein Ideal; und dieses Ideal könnte genauso gut für die Wissenschaftsphilosophie gelten (auch wenn damit nicht alles über sie gesagt wäre).

    Du hast recht, dass ich diesen Aspekt vernachlässigt habe; aber das liegt vielleicht auch daran, dass wir das, was ich einen investigativen Wissenschaftsjournalismus nennen will, noch nicht wirklich haben — oder noch nicht genug davon haben.

    Trete ich damit jetzt Heidelberger Redakteuren auf die Füße? Sorry, aber bei aller hohen Qualität, die ich in euren Heften finde, seid ihr für meinen Geschmack immer noch viel zu nett gegenüber der Wissenschaft.

    Im Bereich der Berichterstattung über Politik sind wir das längst gewohnt, dass die Meinung von Herrn A aus Partei X derjenigen der Frau B aus Partei Y gegenüber gestellt wird; und beide werfen sich gegenseitig vor, sich zu irren. So ist das in der Wissenschaft auch aber in den Hochglanzmagazinen über sie sehe ich davon viel zu wenig.

    In dem Maße, in dem aber auch in der Gesellschaft allmählich das Interesse an fundierter Kritik zu steigen scheint (ich kann hier nur für die kognitive Hirnforschung sprechen und auch nur aus meiner Perspektive), könnt ihr hier vielleicht in Zukunft mehr wagen. Mit Artikeln wie dem über das “Neuro-Recht” in der kommenden Ausgabe von Gehirn&Geist, auf den du verweist, geht das meines Erachtens schon in die Richtung, die ich mir vorstelle — ist wohl auch nicht überraschend, wenn es sich um meinen Artikel handelt. 🙂

    Viele Grüße

    Stephan

    P.S. Du hast das schon gut und treffend formuliert; vergiss meine Anmerkungen; es waren ohnehin nur Marginalien. Ich bin jedenfalls heilfroh, dass es die “Aufklärung 2.0” nicht in die Beschreibung geschafft hat.

  22. Zustimmung

    Ich finde das “Mission statement”, wie es hier jetzt steht, gut. Allerdings frage ich mich, ob die Aussage “Gute Wissenschaft ist seriös” nicht ziemlich leer ist. Vielleicht eher etwas wie “strebt nach Objektivität”?

  23. @Stephan: Ideale

    Hi Stephan,

    klar – das ist ein Ideal. Und ich gebe Dir recht: Anders als z.B. im Bereich des – sagen wir mal – politischen oder Wirtschaftsjournalismus sind konfrontierende oder gar investigative journalistische Beiträge viel seltener. Das hat wohl verschiedene Gründe. Zum Beispiel produziert ja die Wissenschaft – vermeintlich – nur Erkenntnisse. Und die sind wahr, sonst wären sie ja keine. Das ist – vermeintlich – “harmloser” Inhalt, man muss seine Gültigkeit als Journalist – vermeintlich – nicht hinterfragen und kann sich aufs “Übersetzen” und Vermitteln konzentrieren. Das Publikum, die Nachfrager der Information aus der Wissenschaft, bestärkt diese (in Wirklichkeit natürlich nicht zutreffende) Sicht der Dinge: “Wissenschaftsjournalist, Du mist dafür da, uns die Forschungsergebnisse zu erläutern! Das ist Dein Job.” Dieselbe Haltung wäre gegenüber dem Wirtschaftsjournalismus geradezu lächerlich: “Journalist, erklär mir die Strategie der Siemens AG! Darin erschöpft sich Deine Aufgabe.” Oder im politischen Journalismus: “Journalist, erklär uns die Bedeutung der Zahlen im Haushaltsplan! EInschätzen und kritisieren kann ich sie schon selbst.” Sicher: Wissenschaft hat sicher auch weniger meinungsbehaftete Anteile als Wirtschaft oder Politik, aber sie sind dennoch vorhanden – Du zeigst zurecht mit Deinem Finger gern auf diese Punkte. Es gibt sehr oft Forschermeinung B zu denselben empirischen Daten, ganz zu schweigen von Forschermeinung C und D zur optimalen Behandlung von XYZ. Bei Gehirn&Geist – auch wenn Dir das vielleicht noch nicht weit genug geht – bringen wir ja oft die Experten selbst zu einem kontroversen Thema miteinander ins Gespräch. Ob es Juristen sind zum Thema “Freier Wille und Strafrecht”, ob es Philosophen und Theologen sind zum Thema “Hirntod”, ob es Soziobiologen und Theologen sind zum Thema “Natur der Religiosität”. Das bietet sich in einem Verlag, der gern Wissenschaftler selbst als Autoren präsentiert, geradezu an. Und wir scheuen uns auch nicht, Autoren wie Stephan Schleim zu beauftragen, die mal Tacheles reden im Hinblick auf allerlei Neuromythen 🙂 Das alles freilich unterliegt auch Zwängen der Auflage. Ein rein investigatives “Wir konfrontieren die Wissenschaftler”-Magazin würde vielleicht auch sang- und klanglos am Markt vorbeisegeln. Viele Leute wollen ja vor allem: neue Entwicklungen, Hintergründe, Faszination. Das ist ja auch nichts Böses – auch das bietet Wissenschaft.

  24. Wissen(schaft)skommunikation

    Nun war ich mal eine gute Woche offline (schwerer Hardwareschaden) und finde dann prompt hier eine großartige Diskussion, die exakt in mein derzeitiges Forschungsgebiet passt: Herzlichen Dank allen Beitragenden!

    Wissenschaftskulur und Kulturwissenschaft

    Ich denke, Wissen(schaft)skommunikation muss mit vielen Medien parallel ablaufen und dabei auch wichtigerweise auf vielen verschiedenen Niveaus. z.B. ScienceBlogs sind wichtig, aber da nicht jeder Mensch (gerne) und aus medialen Gründen, muss es auch Sci-News im Fernsehen geben. Weil manche Leute Nachrichten in jeder denkbaren Form als langweilige Aufzählung von Fakten empfinden, muss es auch Shows, Events, “hands on”-Projekte… geben. Und dann gibt es noch die Möglichkeit, Leuten Wissen unterzujubeln, wo sie es nie erwartet hätten (im Theater z.B. oder im Kino – siehe Fritz Lang&Thea Harbou: Frau im Mond 1929, Gene Roddenberry: StarTrek, 1966-69 uvam).

    In diesem Sinn ist Wissen(schaft) auf jeden Fall ein Stück Kultur – “und das ist auch gut so!” (wie wir Berlin sagen)

    Wissenschaft per se ist *natürlich* Kultur oder zumindest ein Ausdruck von Kultur. Das sieht man insbesondere dann, wenn man jegliche Art von Geisteswissenschaften betrachtet – eigentlich alles, das über Medizin (also menschlich-körperlicher Eigennutz) und Ingenieurswissenschaften hinausgeht. Die beiden genannten nämlich haben als einzige einen unmittelbaren praktischen Nutzen: Medizin verbessert unser Wohlbefinden (heilt, senkt Krankheitsrisiko… und will sogar Leben verlängern, was man ethisch diskutieren kann) und Ingenieure bauen Maschinen zur Arbeitserleichterung und Förderung unserer Bequemlichkeit (Autos z.B., die in modernen Großstädten mit perfektem ÖPNV-Netz und Fahrradmitnahme im Studi-Ticket im Grunde überflüssig sind). Dann kann man vielleicht noch Materialwissenschaften dazu rechnen, die Teflon erfanden, um das Waschen von Tischdenken zu erleichtern oder Bratpfannen zu beschichten…

    Summa summarum sind neben all diesen Wissenschaften mit unmittelbarem volkswirtschaftlichen Nutzen die Orchideenfächer der Geschichts- und Kulturwissenschaften, Metaphysik, Religionswissenschaften oder auch Astrophysik quasi ein kleiner Luxus. Sie sind m.E. Ausdruck einer wohlhabenden Gesellschaft, die es sich leisten kann, ihre brillantesten Köpfe dafür zu bezahlen, sich mit solcherlei Fragen zu beschäftigen – wenngleich sie nur indirekten Nutzen haben. Gerade das verpflichtet aber genau diese Fächer sonder gleichen zur Rechenschaft an die Gesellschaft, also zur Wissenskommunikation.

    Primär braucht ein Mensch nicht viel: Grundbedürfnisse zur Lebenserhaltung sind relativ einfach gesichert. Allerdings unterscheiden den Menschen doch vom Tier gerade seine spirituellen Sehnsüchte, seine Neugier und die stete Suche nach Antworten – nicht nur zur Lebensstandardverbesserung, sondern auch auf metaphysische Fragen. Insofern sind Ontologien, Gottesbeweise, religiöse Konzepte, kosmologische Fragen (Genesis) oder die Frage nach dem Inneren der Sterne und dem Funktionieren der Welt (primum mobile, Gott, Götter oder Mathematik oder …) zwar nicht überlebenswichtig, aber doch Ausdruck einer florierenden Kultur.
    (siehe hierzu auch K Simonye: Kulturgeschichte der Physik)

    Das lernen wir übrigens insbesondere aus der Wissenschaftsgeschichte!

    Ansatz zur Medienphilosophie des Blogs:

    Irgendwo in der oben genannten vollen spektralen Breite moderner Wissenskommunikation arbeiten die Sci-Blogs. Sie sind natürlich brandaktuell, aber mit Sorge sehe ich sie als Historikerin: Wie um Himmels Willen sollen die HistorikerInnen in 100 Jahren herausfinden, was wir heute geblogt haben werden?

    Ich selbst bin (wie viele andere hier) Wissenschaftlerin und Wissenschaftsjournalistin gleichzeitig, brauche also kein externes Sprachrohr. Dazu habe ich aber auch alle drei, Physik, Philosophie und Wissenschaftsgeschichte studiert – und ich finde, das hat auch etwas mit Mündigkeit zu tun (im Sinne Kants). 😉

    Insofern sehe ich Blogs einerseits als Verschriftlichung aktueller Diskussionen unter Kollegen. Von Vorteil ist dies gegenüber mündlichem Disput, weil a) man so mehr Zeit zum Nachdenken über zu Sagendes hat und b) mehr Leute beteiligt sind oder sein können – und manchmal regen ja gerade (naive) Laienfragen (also von SchülerInnen, Studis oder fachfremden Kollegen) Interessantes an. Andererseits sehe ich Blogs aus letzterem Grunde auch als brandaktuellen Wissenstransfer ans öffentliche Publikum.

    Beides aber einigermaßen schnelllebig und mithin aus wissenschaftshistorischer Sicht beliebig uninteressant; rasch verflogen wie auch mündliche Worte. (Martin Huhn benutzte den schönen Vergleich zum Radio) Blogs u.a. www-Publikationen können also als stand-alone-papers m.E. nicht die Publikationen auf Papier (Bücher und Zeitschriften) substituieren. Letztere sind ja auch langsamer und mithin besonnener.

    Ok, derart wichtig sind vielleicht unsere Erkenntnisse auch nicht, dass wir sie in Stein meißeln oder Tontäfelchen brennen müsste, aber Papier ist m.E. ein gutes Konservierungsmittel – und es erhöht die Verantwortung der Schreibenden versus Blogs, die in wenigen Wochen bzw. spätestens in einem Jahr überholt sind.

    [
    Anm.: Ich gebe zu, dass dabei meine eigenen Texte auf recht variablen Niveaus operieren – vielleicht muss der eine oder die andere manchmal Vokabeln nachschlagen, wo man was auch auf deutsch sagen könnte – nunja, lesen bildet. 🙂
    ]

    Sprachliche Sozialisierungen und Kommunikationsökonomie

    Unkommunikativ würde ich ForscherInnen keineswegs nennen. Fachchinesisch gibt es nur in der Sinologie und ansonsten hat m.E. lediglich jede Disziplin ihr Vokabular, in das man während des Studiums “hinein-sozialisiert” wird. Das ist jedoch nur eine Frage des “Dialektes” – also: auch Forschende sind Menschen, haben Eltern, Kinder und Freunde außerhalb des eigenen Faches und folglich switchen sie auch zwischen verschiedenen Vokabel-Systemen. Es ist ja schon seit Jahrhunderten nicht mehr üblich, Wissenschaft in “Geheimsprachen” zu verfassen – wie z.B. in Latein, das eben nur für eingeweihte verständlich ist und im Mittelalter und Neuzeit längst niemand mehr im Alltag nutzte.

    Allerdings ist es eine Frage der Ökonomie, wieviel Zeit Forschende in die Wissenskommunikation investieren dürfen: ForscherInnen werden ja fürs Forschen bezahlt und nicht fürs Kommunizieren und Lehren (ausgenommen hier Hochschullehre im Sinne des Humboldtschen Bildungsideals der Einheit von Forschung und Lehre, die eben zur Sozialisierung des wissenschaftlichen Nachwuchses gedacht war. – Davon entwickelt uns die aktuelle Hochschulpolitik jedoch weg, weil sie die Universitäten von Bildungs- zu Ausbildungsstätten umfunktioniert, bei denen reiche Leute eben für den post-Abitur-Unterricht bezahlen anstatt ihre Ausbildung als Azubi bezahlt zu kriegen… – und hier kann man bei Gelegenheit einen eigenen Diskurs über Sinn und Unsinn bzw. Praktikabilität von Hochschulreformen anschließen).

    Jedenfalls gibt es für die Kommunikation in unserer hochspezialisierten Gesellschaft andere Experten als diejenigen Menschen an der Front der Grundlagenforschung. Diese SpezialistInnenen brauchen a) eine solide fachliche Sozialisierung (Vokabular) und b) gescheite materielle Zuarbeit der Forschenden (in Gestalt von einfachen Texten und fachlich korrekten Visualisierungen) und können sich dann die Zeit nehmen, diese Erkenntnisse mit der neuesten HighTech medial aufzubereiten. – In meiner persönlichen Erfahrung in meinem Verein (VEGA, zur wissenschaftlichen Jugendarbeit unter dem Leitstern der Astronomie) hat das sowohl in der Wissenskommunikation direkt als auch in Marketing-Analoga seit vielen Jahren exzellent funktioniert! auf Holz klopfend: Gott und allen irdischen Helferlingen sei tausend Dank!!!

    … ein sehr langes statement (sorry), aber vielleicht gibt es ja auch die eine oder andere Anregung zu unserer Orientierung.

    Viele Grüße
    Susanne M. Hoffmann

  25. @Björn

    Hi Björn,

    finde ich einen guten Vorschlag! Dann fangen wir an mit “Gute Wissenschaft strebt nach Objektivität …” Sprachlich einen Tick besser gefiele mir “Gute Wissenschaft ist objektiv …” Ginge das auch? Was meinen die anderen?

    LG
    Carsten

  26. Objektivität

    Wissenschaft kann, wie alles von Menschenhand, nicht Objektiv sein, höchstens transsubjektiv (manchmal spricht man auch von Intersubjektivität).

    Nun kann man durchaus nach etwas Unerreichbarem streben, wie vielleicht der Wahrheit, aber nichts kann es “sein”, denn sonst wäre es ja nicht unerreichbar.

    Also ich finde, mit der “Objektivität” handeln wir uns große theoretische Probleme ein; was kann denn überhaupt als objektiv gelten, vor allem und gerade in den heutigen Laboren?

    Warum nicht einfach: Wissenschaft strebt nach Erkenntnis; das würde noch niemand leugnen, dass sie das tut, oder?

  27. @Stephan, Björn

    Hi Stephan,

    Du legst den Finger in die Wunde. Sehe ich ein. Aber mit der Alternative “W. strebt nach Erkenntnis” handeln wir uns ein wenig Redundanz mit “und fördert neues Wissen zu Tage” ein, oder? Vielleicht lassen wir es dann doch lieber beim Originalvorschlag?

  28. @Susanne Hoffmann

    “Blogs u.a. www-Publikationen können also als stand-alone-papers m.E. nicht die Publikationen auf Papier (Bücher und Zeitschriften) substituieren. Letztere sind ja auch langsamer und mithin besonnener.” Das ist ein ganz wichtiger Aspekt. Die Geschichte der Medien zeigt ja auch ganz klar, dass ein neues Medium sich meist nur zu den bestehenden hinzugesellt, sie aber nicht verdrängt. (Wobei ich mir beim Internet in Bezug auf das Fernsehen nicht so sicher bin. Vieles spricht dafür, dass das Fernsehen langfristig im Internet aufgeht, meine ich. Wobei es dann immer noch sowas wie Fernsehen gibt – im Netz halt.)

    “Es ist ja schon seit Jahrhunderten nicht mehr üblich, Wissenschaft in ‘Geheimsprachen’ zu verfassen – wie z.B. in Latein, das eben nur für eingeweihte verständlich ist und im Mittelalter und Neuzeit längst niemand mehr im Alltag nutzte.” Hier gehe ich nicht d’accord. Die Frage ist natürlich, was genau eine “Geheimsprache” ist. Aber z.B. so mancher Text der neueren Literaturtheorie ist derart verklausuliert, dass ihn selbst die geballte Intelligenz eines Germanisten-Doktorandenkolloquiums inkl. Prof. nicht zu verstehen vermag. Brrrrrr. Darauf spielte ich mit dem “Fachchinesisch” an. Und auch Physiker oder BWLler haben in Teilgebieten Fachsprachen, die man nicht auf das “gemeine Volk” loslassen kann.

  29. @ Carsten: Wissen, Erkenntnis

    Wissen besitzt Bestätigungsgrade, Erkenntnis ist absolut. 🙂

    Aber na gut, wenn man jetzt überlegt, dass die Altgriechen mit episteme (im Unterschied zur bloßen doxa) sowohl Wissen als auch Erkenntis meinten, dann wird ein Schuh daraus.

    Mit der Originalversion bin ich einverstanden.

  30. Karstens Entwurf

    Zurück aus einem Kurzurlaub finde ich hiesige Diskussion vor und, wie andere, bereichernd. Dennoch: Karstens Urtext ist bisher unübertroffen, ist er doch vor allem für den Erstleser gedacht. Versucht man dessen Sicht einzunehmen, wird das Mission Statement seinen eigenen Ansprüchen gerecht: transparent, authentisch, ernst gemeint, einladend …

  31. @ Werner

    “Sorry Carsten für das K.”

    Das hast Du gut gemacht. Das kann der einem schonmal übel nehmen. 😉

  32. “Wissenschaft im Dialog”

    Ich glaube, daß ein Blick in das Memorandum “Wissenschaft im Dialog” der gleichnamigen Initiative auch inspirierend für ein Leitbild der Wissenschaftsblogs sein könnte. So heißt es dort z.B.: “dass die Wissenschaften an der Schwelle zum 21. Jahrhundert mehr denn je im Spannungsverhältnis ihrer öffentlich sowohl konstruktiv wie destruktiv wahrgenommenen Rolle stehen. Sie verkörpern einerseits den Fortschritt, andererseits werden sie jedoch auch als eine Bedrohung der menschlichen Sicherheit empfunden. Je mehr die Wissenschaften individuell spürbar die Bedingungen des Lebens verändern, umso mehr sind auch sie aufgefordert, solche Veränderungen öffentlich zu rechtfertigen, ja sogar vorausschauend öffentlich zu diskutieren. Um den Bürger in die Lage zu versetzen, an dieser Diskussion aktiv teilzunehmen, bedarf es ebenfalls der Vermittlung mindestens allgemeiner Kenntnisse der wissenschaftlichen Entwicklung.”

    s.a.:
    Memorandum „Dialog Wissenschaft und Gesellschaft“
    http://www.wissenschaft-im-dialog.de/….html#c478

  33. Es hat lange gedauert …

    … aber nun gibt es unser Mission Statement auch schön abrufbar auf den SciLogs-Seiten. Danke nochmal an alle, die mit diskutiert und “schleifen” geholfen haben!

Schreibe einen Kommentar