Vom Gesellenstück zum ehrlosen Gesellen

BLOG: Graue Substanz

Migräne aus der technischen Forschungsperspektive von Gehirnstimulatoren zu mobilen Gesundheitsdiensten.
Graue Substanz

Drei Hinweise: 1. auf die Sendung von Anne Will heute Abend: "Die Blender-Republik – wie weit kommt frech?", 2. auf das Blog DE PLAGIO und 3. auf meinen früheren Beitrag "Die Dissertation zwischen Auftragsarbeit und Gesellenstück".

+++ Update: Kommentar zur Sendung im Nachtrag +++

Wie schon von Elmar Diederichs auf BrainLogs angekündigt (und in vielen anderen Wissenschaftsblogs) werden Plagiate in der Wissenschaft heute Abend auch Gegenstand der Diskussion bei Anne Will sein. Gerade kommt auch noch der Hinweis rein, dass nach der Sendung in einem Chat ab 22 Uhr weiter diskutiert wird.  

Aus diesem Anlass will ich auch einmal auf unser Blog DE PLAGIO hinweisen, in dem diese Sendung live verfolgt und kommentiert wird.

De Plagio ist ein Gemeinschaftsprojekt bloggender Wissenschaftler/innen, die nicht länger hinnehmen wollen, dass die Reputation der Wissenschaft beschädigt wird, indem Plagiate und andere Formen des wissenschaftlichen Betrugs als Kavaliersdelikt behandelt werden. Auf De Plagio erscheinen exklusive Beiträge zu diesem Thema und es wird auf thematisch passende Beiträge der beteiligten Autor/innen in ihren eigenen Blogs verwiesen.

Zum Abschluss noch als Lesetipp meinen früheren Beitrag "Die Dissertation zwischen Auftragsarbeit und Gesellenstück", den ich am 25. Februar aus gegeben Anlass schrieb, um die Perspektive zu weiten und den Blick auf die "eigentliche Lüge der Bildungsrepublik" zu richten: die Strukturprobleme im Hochschulbetrieb, die nur einen Schluss zulassen: Bildung ist Deutschland wenig wert.  

 

Nachtrag 4. Juli 7:07

Jorgo Chatzimarkakis hat das "Intertextualisieren" also in Oxford gelernt, im Harvard-Stil zitiert und Texte in dem ihm eigenen Duktus übernommen. Dass ist alles dummdreistes Geschwätz. Der eigene Duktus dient der Verschleierung und ist ein Beleg für Vorsatz. Die Harvard-Zitierweise wurde schon hier auseinander genommen. Er traute sich auch schon gar nicht mehr, diese gestern zu erwähnen, so dass er nun stattdessen Oxford beschmutzt, wo man all dies sicher nicht lehrt.

Für mich gehört Jorgo Chatzimarkakis in kein politisches Amt mehr  (zumindest bis zu seiner erneuten Legitimation durch eine Wahl), also schon vor einer Entscheidung durch die Universität Bonn. Es gib nur eine Institution, die ihm das schon heute klar machen kann: seine eigene Partei.

Fußnote

Die ehrlosen Gesellinnen sind natürlich im Titel eingeschlossen. 

Markus Dahlem forscht seit über 20 Jahren über Migräne, hat Gastpositionen an der HU Berlin und am Massachusetts General Hospital. Außerdem ist er Geschäftsführer und Mitgründer des Berliner eHealth-Startup Newsenselab, das die Migräne- und Kopfschmerz-App M-sense entwickelt.

4 Kommentare

  1. Alles voll

    Bekam gerade von Daniel Brand (CvD bei “Anne Will”) die Nachricht, dass so kurzfristig kein Platz mehr frei ist. War vorherzusehen.

    Habe gleich mal das Thema “Strukturprobleme im Hochschulbetrieb” empfohlen.

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