Migräne: Bewusstsein, Solidarität, Unterstützung

BLOG: Graue Substanz

Migräne aus der technischen Forschungsperspektive von Gehirnstimulatoren zu mobilen Gesundheitsdiensten.
Graue Substanz

Der Juni ist in Amerika der migraine awareness month. Motto diesmal: Dazu beitragen, dass Migräne sichtbar wird!

„Dies ist ein großarties Motto, da eines der größten Probleme für diejenigen, die unter Migräne und anderen Kopfschmerzen leiden, die Mythen und Missverständnisse sowie die Stigmatisierung sind, die sie umgeben“, schreibt Teri Robert in ihrem Blog. „Und eine der besten Möglichkeiten, um Mythen und Stigma zu zerschmettern, ist diese unsichtbaren Erkrankungen sichtbar zu machen“, fährt Teri fort und ruft im Juni die Blogging Challenge aus mit 30 Themen, eins für jeden Tag.

Wer keinen Blog hat allerdings trotzdem zu dem migraine awareness month auch in Deutschland beitragen möchte, wer in einer besonderen Form das öffentliche Bewusstsein für Migräne schärfen will, wer auch nur Solidarität und Unterstützung kundtun möchte, der kann gerne das zunächst hier in den Kommentaren machen. Wenn es längere Beiträge geben sollte, werde ich diese in einem gesonderten Beitrag nochmal öffentlich weiter sichtbar machen.

Anregungen finden sich in der langen List in Teris Blog.

Außerdem findet im diesen Monat die jährliche Tagung der American Headache Society statt. Das Motto dort: Planting the Seed for Future Headache Research – auf deutsch: Setzte den Keim für zukünftige Kopfschmerzforschung. Für mich ein Motto im doppelten Sinn, denn den Keim muss ich nun neu setzen, zumindest hoffe ich, bald unter besseren Arbeitsbedingungen weiter forschen zu dürfen. Von der Tagung werde ich noch berichten. 

Markus Dahlem forscht seit über 20 Jahren über Migräne, hat Gastpositionen an der HU Berlin und am Massachusetts General Hospital. Außerdem ist er Geschäftsführer und Mitgründer des Berliner eHealth-Startup Newsenselab, das die Migräne- und Kopfschmerz-App M-sense entwickelt.

2 Kommentare

  1. Aufklärung tut not!

    Aufklärung ist das A und O, wenn es darum geht, Migräne aus der Tabu-Ecke rauszuholen. Ganz besonders auch deshalb, weil man sie nicht sieht und das Leiden daher nicht nachvollziehen kann.

    Nach wie vor werden Menschen diskriminiert, stigmatisiert und nicht für voll genommen. Wie verletzend und einschränkend sich dieses Unwissen in der Bevölkerung auf Betroffene auswirken kann, haben viele von uns schon selbst erleben müssen.

    Daher ist es sehr erfreulich, miterleben zu können, dass sich immer mehr Betroffene organisieren und es auch in der Forschung laufend neue Ergebnisse und Erkenntnisse gibt.

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