Vollmond bei Saturn, Venus nähert sich Jupiter

Wer hätte das gedacht? Da klart doch der Himmel glatt komplett auf und lässt mich die Konjunktion von Fast-Vollmond und Saturn im Süden genießen. Im Westen kommen sich Venus und Jupiter immer näher. Mond und Saturn ließen sich wegen des gewaltigen Helligkeitsunterschieds nur per Kompositaufnahme gemeinsam darstellen. Durch das Okular sah es wirklich so aus wie im Bild. .

In meinem Keller habe ich neulich einen Cokin-Grauverlaufsfilter gefunden. Demnächst werde ich mal versuchen, damit einer solchen Situation beizukommen.

Jupiter und Venus über Darmstadt am 1.6.2015, Canon EOS 6D, Leica Summicron 50 mm, f/5.6, ISO 800, 1 Sekunde

Credit: Michael Khan, Darmstadt / Jupiter und Venus über Darmstadt am 1.6.2015, Canon EOS 6D, Leica Summicron 50 mm, f/5.6, ISO 800, 1 Sekunde

Vollmond und Saturn über Darmstadt am 1. Juni 2015 um 23:38 MESZ, TS-Optics TSAPO65Q Quadruplet Apochromat, 420 mm Brennweite, 65 mm Apertur, Canon EOS 600D, Kompositaufnahme: Vollmond: ISO 800, 1/2000 s, Saturn: ISO 800, 1/40 s

Credit: Michael Khan, Darmstadt / Fast-Vollmond und Saturn über Darmstadt am 1. Juni 2015 um 23:38 MESZ, TS-Optics TSAPO65Q Quadruplet Apochromat, 420 mm Brennweite, 65 mm Apertur, Canon EOS 600D, Kompositaufnahme: Vollmond: ISO 800, 1/2000 s, Saturn: ISO 800, 1/40 s

Ich bin Luft- und Raumfahrtingenieur und arbeite bei einer Raumfahrtagentur als Missionsanalytiker. Alle in meinen Artikeln geäußerten sind aber meine eigenen und geben nicht notwendigerweise die Sichtweise meines Arbeitgebers wieder.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Oh, endlich wieder mal der Mond. 😉
    Sie scheinen in Ihrem Keller ja eine wahre Schatzkammer zu haben. Ich bin mir nicht sicher, ob sich der dort gefundene Cokin-Grauverlaufsfilter auch für die Astrofotografie eignet. Dürfte spannend werden, wie Sie gedenken, der “Situation beizukommen”.

    • Ich weiß auch nicht, ob das mit dem Cokin-Filter funktioniert. Eben deswegen will ich es ja versuchen. Danach werde ich mehr wissen.

      Es wird vielleicht nicht gehen. Aus den Belichtungszeiten ergibt sich in etwa ein Faktor 50 in der Helligkeit. Da müsste ich den Mond ja schon um mehr als eine Größenordnung abdunkeln, damit der nicht mehr alles vollkommen überstrahlt, wenn ich so belichte, dass man Saturn noch sieht. Technisch ist das machbar – man kann ja zwei Filter voreinander setzen, und einen ND 8 mit einem ND 2 kombinieren, sodass noch 6% durchkommen, oder einen ND 8 mit einem ND 4, dann sind es nur 3 %. Bei ISO 800 und 1/40 – 1/60 müsste das zum Fokussieren allemal reichen. Ich muss jetzt nur noch zusehen, wie ich das Ganze vor das Teleskop kriege. Aber auch das ist ein lösbares Problem. Geht nich’ gibt’s nich’.

      Die nächste nahe Begegnung zwischen (fast vollem) Mond und Saturn ist am 28. Juni.

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