Promis am Westhimmel

BLOG: Go for Launch

Raumfahrt aus der Froschperspektive
Go for Launch

Wer sich, wie ich, noch in die Astronomie einarbeiten muss und sich am Sternenhimmel nicht unbedingt problemlos zurechtfindet, braucht Orientierungspunkte. Gerade die stellare Prominenz ist da sehr helfreich: die unverwechselbaren hellen Objekte, die man auf Anhieb erkennt und mit deren Hilfe man sich weiter hangeln kann.

Der westliche Abendhimmel ist in dieser Hinsicht gerade wie ein offenes Lehrbuch für den Einsteiger. Hier ist, was ich heute um 22:00 sehen werde, wenn ich nach Westen schaue (Angenommen, das versprochene Aufklaren findet statt):

Der westliche Abendhimmel am 4.4.2014 um 22:00 MESZ, simuliert für Darmstadt,
Credit: Michael Khan via Stellarium / Der westliche Abendhimmel am 4.4.2014 um 22:00 MESZ, simuliert für Darmstadt,

Was wollen Sie mehr? Sie brauchen gar nichts außer freier Westsicht, um sich in diese Szene zu vertiefen. Sirius, der hellste Stern am irdischen Himmel. Aldebaran, Pollux und Beteigeuze, drei rote Riesen. Beteigeuze gar ein Überriese und kurz vor dem Exitus. Deutlich blaue Sterne wie Rigel und Bellatrix. Orion, die Zwillinge, der Stier, der Fuihrmann: einige der bekanntesten Sternbilder. Mehrfachsterne wie Sirius, Capella, Procyon. Die Plejaden, ein offener Sternhaufen und ein Sternentstehungsgebiet mit heißen, jungen Sternen (M45). Der Orionnebel (M42), ein mit bloßem Auge asuzumachender, farbenfroher Nebel und auch ein Sternentstehungsgebiet. Jupiter mit seinen Monden. Unser Mond, glücklicherweise noch als dünne Sichel, sodass er nicht die Szene überstrahlt.

Viel Spaß und Clear Skies.

Ich bin Luft- und Raumfahrtingenieur und arbeite bei einer Raumfahrtagentur als Missionsanalytiker. Alle in meinen Artikeln geäußerten Meinungen sind aber meine eigenen und geben nicht notwendigerweise die Sichtweise meines Arbeitgebers wieder.

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