Johann-Dietrich Wörner spricht am Freitag in Darmstadt

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Raumfahrt aus der Froschperspektive
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Der designierte Generaldirektor der Europäischen Raumfahrtagentur ESA und Noch-Chef des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt DLR, Johann-Dietrich Wörner, wird am 16.1.2015 in Darmstadt-Eberstadt zum Thema “2014, ein Jahr der Luft und Raumfahrt” sprechen.

Mal sehen, vielleicht erfahren wir da ja auch etwas zu den zu erwartenden Entwicklungen in der europäischen Raumfahrt ab 1. Juli 2015.

Immerhin – ich kann mich nicht erinnern, dass sich einer der bisherigen ESA-Generaldirektoren der breiten Öffentlichkeit außerhalb eines Ereignisses mit Bezug zur Luft- und Raumfahrt gestellt hätte.

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Michael Khan

Ich bin Luft- und Raumfahrtingenieur und arbeite bei einer Raumfahrtagentur als Missionsanalytiker. Alle in meinen Artikeln geäußerten sind aber meine eigenen und geben nicht notwendigerweise die Sichtweise meines Arbeitgebers wieder.

7 Kommentare

  1. Nun, die Idee ist grundsätzlich nicht verkehrt. – Es bleibt aber zu hoffen, dass Herr Wörner dabei auch wirklich bei der Sache bleibt, und nicht nur Worthülsen absondert, die verschiedene der bei der Veranstaltung sehr wahrscheinlich anwesenden Politiker hören wollen.

      • Ich schliesse daraus, dass Sie sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen wollen, und die Veranstaltung besuchen werden. – Nun ja, das würde ich an Ihrer Stelle wahrscheinlich auch tun, denn es ist ja ihr zukünftiger oberster Chef, der da spricht. Und in einer solch “lockeren Runde” lassen sich einige Fragen sehr wahrscheinlich anders angehen, als wenn man sich in einem Büro oder Konferenzraum gegenüber sitzt, spekulier ich jetzt einfach mal. (Wobei man natürlich trotzdem aufpassen muss, nichts “falsches” zu sagen.)

  2. Ein kleiner Anstoß zur Öffentlichkeitsarbeit der ESA.
    Nachdem New Horizons beginnt den Zwergplaneten Pluto in seine Optik zu nehmen vermute ich, dass es wahrscheinlich früher Aufnahmen von Pluto von LORRI gibt als Aufnahmen von der OSIRIS-Kamera von 67P. 😉

    • Die Antwort darauf siehe hier. Ich spare mir jetzt eine Menge Zeit, indem ich nicht immer wieder dieselbe Diskussion führe, sondern auf das bereits abschließend erklärte verweise.

      Im Übrigen kann ich auch nicht wirklich einen Zusammenhang zum Thema des Artikels erkennen.

  3. Nachlese:

    J-D Wörner hat einen routinierten Vortrag gehalten, den er offnsichtlich nicht zum ersten Mal brachte. Es war allerdings ein DLR-Vortrag, und da ging es um die Sachen, die die DLR macht, also auch Robotik, Luftfahrt etc. Raumfahrt natürlich auch.

    Wie es mit der ESA weiter gehen soll, dazu machte der Vortrag keine Aussage, es war auch von den Veranstaltern keine Fragerunde vorgesehen. Darauf hatte der Vortragende wahrscheinlich gar nicht so viel Einfluss – das Ganze war ja in eine Veranstaltung einer politischen Partei eingebettet. Denen oblag die Planung des Zeitrahmens.

    Der technische Tiefgang war überdurchschnittlich, aber sicher nicht auf eine technisch vorgebildete Zuhörerschaft zugeschnitten. Die breite Allgemeinheit wurde aber durchaus gefordert. Ganz sicher war es keiner der üblichen quälend langweiligen Managervorträge mit Excel-Tortendiagrammen, die die Entwicklung des Mittelrückflusses dokumentieren.

    • Interessant. – Wollte gerade eine Nachfrage stellen, wie denn der Vortrag war, weil es mir gerade erst wieder eingefallen ist. – Sie waren in der letzten Zeit ja wieder sehr Produktiv gewesen, was die hier publizierten Beiträge angeht. 🙂

      Wie sich Herr Wörner die Zukunft der ESA vorstellt wissen wir also immer noch nicht, und wenn ich in der Rückschau so drüber nachdenke, wundert es mich eigentlich doch nicht. Schliesslich ist er ja noch beim DLR angestellt und kümmert sich dem entsprechend um seine Aufgaben dort. Andrerseits ist es trotzdem Bedauerlich, dass er noch nichts zur Zukunft der ESA gesagt hat.

      Einen Vortrag mit einigem technischen Tiefgang zu halten, der sich an ein technisch nicht vorgebildetes Publikum richtet, stell ich mir gerade sehr schwierig vor. Mir fallen dazu gerade meine eigenen Schwierigkeiten ein, die ich oftmals habe, wenn ich technische Sachverhalte erklären soll, ohne allzuviel Sachkenntnis voraus zu setzen.

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