Ein flotter Dreier

BLOG: Go for Launch

Raumfahrt aus der Froschperspektive
Go for Launch

Ich habe mir vorgenommen, so lange jeden Abend ein Bild vom Mond zu machen und das jeweils neue den Bildern von den vorhergehenden Abenden gegenüberzustellen, bis das klare Wetter vorbei ist. Hier nun also nach dem ersten Bild vom 31.1. und dem Doppel vom 1.2. Nummer drei der Serie (Hoffentlich schneit’s bald kräftig!).

Three views of the waxing Moon from 31. January through 2 February 2012, source: Michael Khan

Der Terminator wandert jeden Tag um 13° weiter, sodass sich die Beleuchtungsverhältnisse erheblich ändern. Die scharfen, langen Schlagschatten des Apennin am Südostrand des Mare Imbrium sind am 2. Februar verschwunden. Dafür ist der weite Rand des Sinus Iridum (Regenbogenbucht) nun ausgeleuchtet. Gestern noch lag der Kraterboden von Kopernikus in tiefem Dunkel, heute liegt er in hellem Sonnenschein, ebenso Tycho. Auch der helle Strahlenkranz beider Impaktkrater tritt nun deutlich hervor. (Klicken auf das Bild öffnet die Version in Originalgröße)

 

Ich bin Luft- und Raumfahrtingenieur und arbeite bei einer Raumfahrtagentur als Missionsanalytiker. Alle in meinen Artikeln geäußerten sind aber meine eigenen und geben nicht notwendigerweise die Sichtweise meines Arbeitgebers wieder.

2 Kommentare

  1. Mond in Serie

    Oh, das könnte spannend werden. Ich hoffe auch es schneit nicht so bald. Denken Sie jetzt aber nicht ich bin eine Sadistin und will Sie in der Kälte leiden sehen. Nein, ich freue mich nur auf Ihre Bilder.

  2. @Mona: das Seeing

    Kein Zweifel, die Kälte ist schon heftig. Aber da hervorragende Seeing belohnt doch für die Mühsal. Wenn ich mir im obigen Bild (in der großen Originalversion auf der gestrigen Ansicht den Krater Clavius anschaue und mit einer Aufnahme vergleiche, ich ich im Oktober 2010 bei ähnlicher Mondphase gemacht habe, dann meine ich aber doch, dass gestern deutlich kleinere Details sichtbar waren. Auf dem Bild sieht man das vielleicht nicht so, weil dann auch noch die unvermeidbaren Qualitätsverluste der Aufnahmetechnik hinzukommen; durchs Okular sah man es aber deutlich.

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