Mars, Venus und Merkur am 14.1.2015

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Raumfahrt aus der Froschperspektive
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Diese ausgedehnte Wolkenlücke kam wie gerufen. Ich hatte ausgiebig Gelegenheit, die Aussicht auf drei tellurische Planeten auf einen Blick zu genießen und sie in einer Fotografie einzufangen. Sogar mit einer Brennweite von 50 mm, was bei meiner Kamera ein Blickfeld ergibt, wie man es bei einer Kleinbildkamera mit 80 mm Brennweite hätte.  Die Venus im noch etwas aufgehellten Abendhimmel ist immer wieder ein wunderbarer Anblick.

Mars ist momentan mehr als 2 AE (300 Millionen km) von der Erde entfernt und deswegen nicht sehr hell. Man sah ihn erst lange, nachdem Merkur sichtbar wurde, obwohl Merkur mit einem deutlich helleren Hintergrund zu kämpfen hatte.

Mars (links oben), Venus und Markur am 14.1.2015 über Darmstadt, Canon EOS 600D mit Leica Summicron 2/50, ISO 800, f4, 1 Sekunde
Credit: Michael Khan, Darmstadt / Mars (links, ziemlich weit oben), Venus und Markur am 14.1.2015 um 18:02 MEZ über Darmstadt, Canon EOS 600D mit Leica Summicron 2/50, ISO 800, 50 mm Brennweite, f4, 1 Sekunde

Damit man mal sieht, wie hell Merkur sein kann, hier eine weitere Aufnahme mit einem Telezoom bei maximaler Brennweite von 250 mm:

Venus und Merkur über Darmstadt, 14.1.2015, 17:52, Canon EOS 600D mit Canon EFS 55-250 mm, ISO 800, Brennweite 250 mm, f5.6, 1/5 Sekunde
Credit: Michael Khan, Darmstadt / Venus und Merkur über Darmstadt, 14.1.2015, 17:52, Canon EOS 600D mit Canon EFS 55-250 mm, ISO 800, Brennweite 250 mm, f5.6, 1/5 Sekunde

Ich bin Luft- und Raumfahrtingenieur und arbeite bei einer Raumfahrtagentur als Missionsanalytiker. Alle in meinen Artikeln geäußerten Meinungen sind aber meine eigenen und geben nicht notwendigerweise die Sichtweise meines Arbeitgebers wieder.

4 Kommentare

  1. Hallo Herr Khan,

    bis zum 11.01.2015 urlaubte ich auf La Gomera (Kanaren). Und dort sah ich kurz nach Sonnenuntergang (und oberhalb des selben) am Abendhimmel zwei Sterne bzw. Planeten senkrecht übereinander, und nicht horizontal nebeneinander. Handelte es sich hier auch um Venus und Merkur, zumal auch der Mond dort in anderen Winkeln erscheint als in hiesigen Breiten?

    • Merkur erschien in den Tagen vor der größten Annäherung (d.h. vor dem 11.1.) auch von Deutschland aus unterhalb der Venus. Was Sie beschreiben, waren bestimmt die beiden Planeten.

    • Ich habe die beiden auch erst gestern sehen können. In den Tagen davor war das Wetter zu schlecht. Auch Lovejoy konnte ich mehr als eine Woche nicht sehen.

      Aber das Warten lohnte sich. Diese beiden hellen Leuchtfeuer in der Abenddämmerung – das hat was!

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