Kick it like Einstein: Nigeria – Vor dem Schritt zum Schwellenland?

Was fällt einem zum Thema Nigeria auf Anhieb ein? Wahrscheinlich zuallererst der gute alte “419 Scam“, ein klassischer Vorschussbetrug, an dessen Anfang eine e-mail steht, die man am Besten ungelesen gelöscht hätte. Hinter dieser Art organisierter Abzocke stecken heute beileibe nicht mehr nur nigerianische Netzkriminelle, aber der “Nigeria Connection” gebührt der Ruhm des Erfinders. Leider ist das aber auch schon alles, was den meisten Leuten zu Nigeria einfällt. Dabei gibt es sehr wohl auch Positives zu vermerken.

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Vorausschicken möchte ich zweierlei: Ja, ich bin mir wohl bewusst, dass ich hier so manche eigentlich unzulässige Verallgemeinerung anbringe. Es sei mir verziehen – in einem Blog-Artikel kann man nicht immer in das eigentlich erforderliche Detail gehen. Ferner weise ich darauf hin, dass ich keineswegs ein Experte für Afrika oder Nigeria bin. Ich bin einfach nur ein technisch interessierter Mensch, der verfolgt, wie Menschen und Völker Technologien für ihre eigene Entwicklung nutzen. Außerdem bin ich generell daran interessiert – auch vor dem Hintergrund meines eigenen Lebenswegs – wie sich Völker aus lähmender Armut und Rückständigkeit lösen.  

Nigeria hat mich schon immer interessiert. Ich schließe mich dem verbreiteten Pessimismus in Bezug auf die Entwicklung Afrikas nicht an. Im Gegenteil, ich erwarte, dass sich auch Afrika, ausgehend von einzelnen Staaten mit besonderen Voraussetzungen, auf einen dramatischen Weg heraus aus dem Teufelskreis von Armut, Gewalt, Korruption und Ausbeutung machen wird, der leider heute noch eher kennzeichnend für die Situation des Kontinents ist als andere, positivere Vokabeln.

Ich erwarte wohlgemerkt nicht, dass diese Entwicklung überall gleich verlaufen und ohne Rückschläge sein wird. Dazu ist die ethnische, religiöse, kulturelle und auch wirtschaftliche Diversität viel zu ausgeprägt. Ich erwarte auch nicht, dass der Weg Afrikas dem anderer Schwellenländer gleichen wird. Schon die jetzigen Führungsnationen unter den Schwellenländern, Indien, China und Brasilien sind in ganz unterschiedlichen und untereinander kaum vergleichbaren Situationen. 

Ich halte auch die Bundesrepublik Nigeria für einen dieser “Staaten mit besonderen Voraussetzungen” in Afrika. Nigeria ist mit 155 Millionen Einwohnern (Stand 2009) mit weitem Abstand die bevölkerungsreichste Nation Afrikas und die Nummer 8 der Welt, vor Russland und Japan. Nach mehr als 3 Jahrzehnten fast ununterbrochener Militärdiktatur wurde ab 1999 eine Demokratisierung eingeleitet, die politischen Verhältnisse dort sind allerdings noch weit von westlichen Standards entfernt.

Nigeria verfügt über reiche Ölvorkommen und ist Mitglied der OPEC. Gerade zur Zeiten steigender Ölpreise, wie in der vergangenen Dekade, hat dies dem Land ein beträchtliches Wirtschaftswachstum beschert, Jahr für Jahr zwischen 3 und 6%. Dies wird allerdings durch das jährliche Bevölkerungswachstum von 2% etwas relativiert – auch die grassierende Korruption schöpft immer noch viel zuviel vom Reichtum ab; die Bevölkerung kommt zu kurz. Erdöl ist zudem fast der einzige Exportartikel – sicher keine gesunde Situation und ein Erbe der Misswirtschaft unter der Militärdiktatur.

Ich interessiere mich auch dafür, auf welche Technologien andere Nationen – gerade Entwicklungsländer – zurückgreifen. Hierbei zeigt sich oft, dass nicht einfach der Westen imitiert wird. Technologie ist konservativ, überall tut man sich schwer damit, veraltete, aber verbreitete Technik abzulösen. In Ländern ohne technische Infrastruktur dagegen können von vorneherein ganz neue  Wege beschritten werden. Dort findet man Entwicklungen, die der lokalen Situation angepasst sind und anderswo gar nicht existieren. Ein Beispiel ist, wie in afrikanischen Nationen Handys quasi als tragbares Bankkonto und elektronisches Portemonnaie verwendet werden – von Menschen, denen wahrscheinlich keine Bank ein Konto einrichten würde. Sowas finde ich toll.

Nigeria und die Weltraumtechnik

Ich bin Raumfahrtingenieur, deswegen interessiert mich gerade diese Technologie besonders. Der Umgang mit der Weltraumtechnik sehe ich als eine Art Lackmustest, an dem man ablesen kann, wie ernst es einer Nation mit ihrer Entwicklung ist. Satelliten sind schon längst nicht mehr Dinge, die nur mächtige, entwickelte Industrienationen bauen und betreiben können. Selbst Universitäten können das mittlerweile. Anders ist das mit der Raketentechnik: Will man eine nennenswerte Nutzlast (mindestens einige hundert Kilogramm) in ein niedriges Erdorbit befördern – die Minimalvoraussetzung für Anwendungen wie weltraumgestützte Erderkundung, Atmosphärenbeobachtung oder Suche nach Bodenschätzen – dann braucht man dazu schon eine ordentliche Rakete.

NigeriaSat-1 beim Hersteller, Quelle: Royal Aeronautical SocietyAn Anbietern für Starts kleiner Nutzlasten ins niedrige Orbit mangelt es nicht. Zum einen werden im Zuge der atomaren Abrüstung ehemalige Atomwaffenträger nun als relativ preiswerte Startvehikel angeboten – Schwerter zu Pflugscharen! Zum andern tummeln sich etliche Neuentwicklungen auf dem Markt, sodass man eine breite Auswahl an Dienstleistern hat, wenn man Nutzlasten zwischen wenigen hundert kg und bis zu 2 Tonnen Masse starten lassen will. Gleiches gilt für geostationäre Satelliten.

Wer also wirklich ernsthaft an der Nutzung des erdnahen Weltraums im Interesse der Entwicklung des eigenen Landes entwickelt ist, der braucht zunächst keine Rakete zu entwickeln. Wenn der eine Anbieter politisch nicht genehm ist, findet man leicht anderswo einen, der passt.

Wer das andersherum macht, nämlich erst einmal die Rakete entwickelt (so wie Nordkorea oder der Iran), und ohne eigene Raumfahrtkapazität auch sonst gleich den ganzen Rest in Eigenregie stemmen will, der zäumt das Pferd von hinten auf und muss sich fragen lassen, was er im Schilde führt – verdeckte Entwicklung einer Langstreckenwaffe (die man in der Tat nicht so einfach kaufen kann, sondern selbst entwickeln muss), außenpolitisches Säbelrasseln, oder sonst etwas, das diktatorischen Regimes in international isolierten Staaten sinnvoll erscheinen mag, diese Länder und ihre Bevölkerungen aber keinen Deut voranbringt.

Nigeria wohlgemerkt gehört nicht zu dieser Sorte. Dort scheint man sich ernsthaft um den Aufbau technischer Kompetenz in dieser Schlüsseltechnologie zu kümmern, dies aber durchweg in enger internationaler Kooperation. Die logische Kette ist: 1.) Satelliten nutzen können, 2.) Satelliten bauen und nutzen können, 3.) Satelliten bauen, starten und nutzen können. 

1999 wurde in der Aufbruchstimmung nach dem Ende der Militärdiktatur die nigerianische Raumfahrtagentur NASRDA (National Space Research and Development Agency) gegründet. Der erste NASRDA-Satellit, der in Großbritannien von der auf kleine Satelliten spezialisierten Firma SSTL gebaute Erdbeobachtungssatellit NigeriaSat-1, wurde bereits 2003 auf einer russischen Kosmos-Rakete gestartet. Es handelt sich um einen Mikrosatelliten mit 140 kg Startmasse, der Teil einer Konstellation mehrerer Satelliten zur Erdbeobachtung, insbesondere von Katastrophengebieten darstellt. Andere Satelliten dieser Disaster Monitoring Constellation (DMC) werden von Großbritannien, Algerien, der Türkei, China und Vietnam betrieben.

Damit wurde Nigeria nach Südafrika der zweite Staat Schwarzafrikas, der einen eigenen Satelliten besaß. Beschaffung und Bau des Satelliten ging mit der Ausbildung von Personal einher, die den Satelliten nach dem Start aus dem nigerianischen Weltraumkontrollzentrum in der Hauptstadt Abuja steuern sollten und den Kern der zu schaffenden eigenständigen Kompetenz darstellten.

Erwartungsgemäß meldeten sich auch kritische Stimmen zu Wort, die der Meinung waren, das Land habe seine Prioritäten falsch gesetzt. Ich halte solche Meckerei zwar für dumm und kurzsichtig, sehe es aber als bemerkenswertes Zeichen des Fortschritts, dass Regierungsentscheidungen offen diskutiert werden konnten. Manche Kritik war allerdings völlig überzogen und basiert auf unrealistischen Vorstellungen darüber, was man von satellitengestützter Erdbeobachtung erwarten darf, allemal bei so kleinen Satelliten. So wurde bemängelt, dass ein schwerer Flugzeugabsturz im Land nicht von dem Satelliten beobachtet werden konnte (was soll’s … wenn der nun mal gerade nicht in Sichtweite war?) und dass auch keine Vorwarnung vor den berüchtigten Katastrophen im Land gab, bei denen Treibstoffdiebe beim Anzapfen einer Pipeline eine schwere Explosion auslösten (dto. … übrigens soll man auch das Auflösungsvermögen so kleiner Satellitenoptiken nicht überschätzen).

2007 folgte der erste nigerianische geostationäre Kommunikationssatellit, NigComSat-1, gebaut und gestartet in China. Dieser ging allerdings bereits 2008 kaputt – ein herber Rückschlag auch finanzieller Art, denn der Betreiber Nigerian Communications Satellite stand nun ohne Weltraumsegment da und hatte keine Transponder zu vermieten. Zwar wird der Hersteller auf eigene Kosten einen Ersatzsatelliten bauen und starten, dies aber nicht vor 2011. Glück für Nigeria, da war wohl die Gewährleistungsfrist noch nicht abgelaufen.  

Der nächste Erdbeobachtungssatellit, NigeriaSat-2, wird wieder von SSTL geliefert und soll Ende dieses Jahres in Russland gestartet werden. Immer noch ein kleiner Satellit, aber ein deutlich leistungsfähigerer als sein kleiner Bruder. Satellitengestützte Erdbeobachtung und Kommunikation: genau die Anwendungen, die ein ausgedehntes, ungenügend erschlossenes Land wie Nigeria braucht. Wie unverzichtbar aktuelle Satellitenaufnahmen sind, zeigte zuletzt die Erdbebenkatastrophe in Haiti. Ebensowichtig sind diese aber auch tagtäglich im Rahmen der Erschließung und des Umweltschutzes.

Aufnahme von NigeriaSat-1 von der Überschwemmung in New Orleans infolge des Hurrikans Katrina im Jahre 2005, Quelle: DMC International Imaging

Berichte über deutlich anspruchsvollere Projekte tauchen seit Jahren immer wieder auf. Da ist vom ersten nigerianischen Astronauten die Rede (Warum nicht? Wenn sie die Russen für einen Platz im Sojus-Raumschiff bezahlen ...), und von im Land entwickelten und gebauten Satelliten, wobei gerade Letzteres die logische Konsequenz der bisherigen Anstrengungen darstellt und sicher zu schaffen sein sollte.

Und auch an eine eigene nigerianische Rakete wird gedacht. Kolportiert wird, dass diese für geostationäre Starts eingesetzt werden soll, was mir aber zweifelhaft erscheint. Erstens sind geostationäre Satelliten kein wirklicher Wachstumsmarkt mehr. Was soll das, sich da auf eine Preisschlacht mit den etablierten Platzhirschen einzulassen? Zweitens ist Nigeria trotz seiner äquatornahen Lage kein geeigneter Ort für solche Starts, denn die Rakete müsste nach Osten starten und zunächst den halben Kontinent überqueren, und damit jede Menge bewohnte Gebiete. Keine gute Idee. Viel sinnvoller (und auch einfacher) wäre es, Starts in sonnensynchrone Erdbeobachtungsbahnen von der Küste um den Startazimuth 190 Grad herum vorzusehen. Da hätte man nämlich weit und breit freies Schussfeld. 

Sicher läuft immer noch vieles nicht richtig in Nigeria. Aber manches eben doch, und man muss sich immer vor Augen halten, wo dieses Land noch vor 10 Jahren stand, was die Nigerianer in dieser Zeit angegangen sind und was sie heben konnten. Eine so große Nation hat keine Alternative zur technischen Entwicklung. Nigeria wird sich entwickeln müssen, oder es wird unter der Last seines Bevölkerungswachstums zusammenbrechen. Wenn Nigeria sich entwickelt, dann wird der entstehende wirtschaftliche Koloss die ganze Region Westafrika mitziehen. Wenn sie es nicht schaffen … daran mag ich lieber nicht denken. Ich bin froh, dass schon so früh und so konsequent die Weichen in Sachen ziviler Weltraumnutzung gestellt wurden. Ohne eigene Kompetenz in solchen Schlüsseltechnologien läuft heutzutage gar nichts mehr.

Ich wünsche Nigeria weiterhin viel Erfolg auf seinem Weg …. und seiner Nationalmannschaft sowieso. Die Super Eagles durchlaufen zwar anscheinend gerade ein Formtief, aber ich habe trotzdem bei der WM-Wette unter meinen Kollegen auf sie gesetzt. Das erste Match gleich gegen Argentinien – das wird allerdings kein Kinderspiel. 

Ich bin Luft- und Raumfahrtingenieur und arbeite bei einer Raumfahrtagentur als Missionsanalytiker. Alle in meinen Artikeln geäußerten sind aber meine eigenen und geben nicht notwendigerweise die Sichtweise meines Arbeitgebers wieder.

Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Danke für den Beitrag, der etwas zum Thema macht, was ausserhalb des rein technischen Bereichs liegt und kaum je von Wissenschaftsmagazinen oder Zeitungen aufgegriffen wird.

    Mir selbst bleiben nur Vermutungen für die Motivationen eines Landes, in die Raumfahrt einzusteigen. Natürlich denke ich dabei an das Prestige, das man sich damit erwerben kann, wenn man in den Club der Weltraumnationen einsteigt. Wenn Iran und Nigeria dazugehören wollen, dann zeigen sie damit wohl auch, dass sie Ambitionen haben, die über ihr eigenes Land hinausgehen, dass sie eine Führungsrolle in ihrer Region anstreben.

    Zur Raumfahrt gehört ja auch die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit. Die Nigerianer empfinden wahrscheinlich Stolz, wenn über ihre Erfolge in der Raumfahrt berichtet wird und Nachbarstaaten, die sich ein solches Engagement nicht erlauben können, werden damit auf ihre Plätze verwiesen.

    Das muss nicht negativ sein. Nigeria hat von seiner Grösse und seinem Wirtschaftswachstum aus gesehen einen gewissen Anspruch auf eine Führungsrolle in seiner Region. Diesen Führungsanspruch über das Engagement in der Raumfahrt zu zeigen, ist aus Sicht der Nachbarn weit besser, als wenn es das über eine waffenstrotzende Streitmacht tun würde.

  2. @Martin Holzherr

    Zur Raumfahrt gehört ja auch die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit. Die Nigerianer empfinden wahrscheinlich Stolz, wenn über ihre Erfolge in der Raumfahrt berichtet wird und Nachbarstaaten, die sich ein solches Engagement nicht erlauben können, werden damit auf ihre Plätze verwiesen.

    Das tun sie sicher, und diese Komponente mag ihren Anteil an der Motivation haben, ein eigenes Programm hochzuziehen.

    Aber die Art, wie das in Nigeria gemacht wurde, hebt sich wohltuend von der des Irans ab. Sowohl die Erdbeobachtung als auch die Telekommunikation sind nützliche Dinge, die Nigeria dringend braucht und ohne eigene Kapazitäten teuer auf dem Weltmarkt einkaufen würde.

    Man kann vielleicht jemanden beeindrucken. Aber, wie Sie richtig feststellen, zumindest wird schon mal darauf verzichtet, anderen Ländern Angst zu machen. Und allein dieser Verzicht ist in der heutigen Welt schon etwas sehr Gutes.

    Im Endeffekt kommt aber dieses Programm der eigenen Bevölkerung zugute, und nicht nur der, wie die Beiträge von NigeriaSat-1 zum “Disaster Monitoring” in anderen Regionen zeigen.

  3. Thanks for your observation

    It is amazing how one can stumble on good information of his country of origin. I was looking for satellite images and found this blog site. Well, I had to translate it to English in order to understand (Tho Google translation is not perfect).

    On the general, I just have to conclude that you have done a good observation and its well taken down. However to add to your point, Nigerian have the capacity to sustain which ever technology they take on. The problem is that most of these capacities are out of the country helping other nations (most developing nations) in their pursuit of happiness.155 million are just the ones within the border of the country.

    If only that the leadership of the country will realize that spending more resources to bring the country to economy stability, there is more to what these brains both at home and in diaspora can do. I know at least 5 people who are currently space engineers in France and USA.

    The population can be the death trap as well and the step stone to advancement if well taken care of. One more point,unlike many other countries, Nigerian bad reputation did not come from the action of power drunkenness, it is the act of desperation of its citizen on live above poverty line that gave way to bad choice. If these energies of these desperate youths can be reversed for good, the amount of progress in the western region of Africa will be surprising.

    Lastly, The SAT-1 is presently so much used in so many place except in Nigeria itself where many GIS professionals have not even used the images from the satellite for local research. It will be a challenge that Nigeria leaders should try to implement things that will directly benefit its people and not as a show of pride as you noticed. Same goes with the Oil resources that is being exported and yet Nigeria imports refined oil in return. I can say that Many countries are benefiting from Nigeria more than the harm that the criminals from this country cause. And more than the citizens of the country itself is benefiting from the country.
    To conclude, the space and telecom technology in Nigeria is developing gradually and if the direction is kept right, more development will come. I hope the plan of launching the second spatial satellite will be implemented properly this year. Once again, I commend your observation. You have put together a food for thoughts for many Nigerians.

  4. @Olukunle Ogundele

    Thank you for your insightful observations!

    First of all, allow me to point out that I have created an English version of this post. You will find it here:

    http://www.scilogs.eu/en/blog/go-for-launch/2010-07-16/nigeria-emerging-nation-status-soon

    I am very interested in first-hand information from Nigerians, who of course know their country much better than any foreign reporter ever could. Your comment is very helpful and informative.

    Especially interesting is your statement that the Nigeriasat-1 image data are not used inside the country to the extent they should be. That is somewhat discouraging, though of course, being able to operate an Earth observation satellite is only one link in the chain of satellite geosciences.

    Other links in the chain, sich as GIS expertise must be built up in parallel. These things take time. Sometimes, it is infuriating how slowly things move in politics.

    Case in point: The Europeans have a Mars-orbiting spacecraft which generates an enormous amount of high-quality data back to Earth. Spacecraft and instruments were built by European scientists and engineers. Unfortunately, due to under-funding of the R&D area, academic institutes connected with this mission lack to money to process this data …

    I did find reports such as this one on a geohazard map for Nigeria to be issued by NASRDA:

    http://allafrica.com/stories/201003150654.html

    Unfortunately the article does not state the source of the data used to create this map. Do you have any further information on that?

    • I stumbled on this today, read what I wrote and your response. And I wonder is things have changed greatly from what we observed…
      Circling back to this after about 7 years since my last comment, my first guess will be ” the situation is still much the same, though there have been improvement in geo-awareness in the country. Politics still play vital role in the dissemination and usage of the technology that Nigeria invested in. ”
      It will be great to review what has changed since you posted this…. Well, this may not be in your view anymore.

      • Hello Olukunle, thanks for your comment. Great to see that a blog post of mine still is generating interest seven years after I wrote it. I still can’t claim to know much about Nigeria despite following the news very closely, as I still believe that Nigeria is the keystone to political and economic development in Africa. Compared to 2010, in my opinion, major new aspects have appeared. Firstly, the emergence of Boko Haram in the focus of international attention and secondly the continued slump in crude oil prices.

  5. I am so glad to find your article,am an MBA Student in the UK and plan writing my dissertation on Satellite Launch in Nigeria.

    Please will appreciate if you can be in touch for related articles and any suggestion, my focus is to use the NIGCOMSAT as a case study to the potential of reducing the Digital Divide.

    Please, you can reach be through email: ayo.nehan@thepreferredsolutions.com.

    Thank you.

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