Komet Siding Spring zeigt Jets

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Raumfahrt aus der Froschperspektive
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Auf Bildern des Hubble Space Telescope vom  Kometen C/2913 C/2013 A1 (Siding Spring), der am 19.10.2014 in nur 135,000 km Abstand am Mars vorbeifliegen wird, wurden zum wiederholten Male (und zunehmend deutlich) “Jets” gesichtet, also gerichtete Fontänen, in denen Staub und Gas vom Kern ausgestoßen werden.

Diese Jets wurden erstmals in Bildern vom 29. Oktober 2013 gesehen, wozu einige Nachbearbeitung erforderlich war, um den kontrastmindernden Effekt der Coma wegzurechnen. Durch Beobachtung der Richtung der Jets kann eine Aussage über die Ausrichtung der Rotationsachse und der Periode getroffen werden. Dann wird hoffentlich auch eine Verbesserung der Flussdichtemodelle von Staubpartikeln diverser Größenklassen im Schweif möglich sein, sodass man das Risiko für die den Mars umlaufenden Raumsonden exakter beziffern kann.

Mehr Informationen auf hubblesite.org: hier (Bildsammlung), von wo aus zu einzelnen Bildern verlinkt wird.

Die Darstellung auf universetoday ist mit etwas Imagination des Autors angereichert, was die Flussdichte und das Risiko angeht. Das sollte man mit einem Körnchen Salz nehmen.

Unbearbeitete und nachbearbeitete Aufnahmen des Kometen C/2013 A1 (Siding Spring) vom 29.10.2013, 21. Januar 2014 und 11. März 2014, Quelle: hubblesite.org/NASA/ESA/STSci,
Unbearbeitete und nachbearbeitete Aufnahmen des Kometen C/2013 A1 (Siding Spring) vom 29.10.2013, 21. Januar 2014 und 11. März 2014, Quelle: hubblesite.org/NASA/ESA/STSci,
Michael Khan

Ich bin Luft- und Raumfahrtingenieur und arbeite bei einer Raumfahrtagentur als Missionsanalytiker. Alle in meinen Artikeln geäußerten sind aber meine eigenen und geben nicht notwendigerweise die Sichtweise meines Arbeitgebers wieder.

4 Kommentare

    • Danke.

      Nach diesem Paper passiert im Nominalfall gar nichts, weil der Schweif den Mars in weitem Abstand verfehlt. Im schlimmsten Fall kommen ein paar Staubteilchen an, die aber im Bereich der normalen Hintergrundflussdichte bleiben.

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