Sehr enge Jupiter-Saturn-Konjunktion am 21.12.2020

Extrem enge Konjunktion zwischen Jupiter und Saturn am Abend des 20.12.2020, hier simuliert für Darmstadt um 17:00 MEZ

Der Syzygienkönig gibt bekannt: Am 21. Dezember werden die beiden Gasriesen einander (natürlich nur scheinbar) am Abendhimmel begegnen.

Einen Anblick wie diesen hat man wahrlich nicht alle Tage. Jupiter und Saturn mit einem Winkelabstand von 6 Bogenminuten – ein Fünftel des Winkels, unter dem uns der Mond erscheint!

Sehr enge Konjunktion zwischen Jupiter und Saturn am Abend des 21.12.2020, hier simuliert für Darmstadt um 17:12 MEZ
Quelle: Michael Khan via Stellarium / Sehr enge Konjunktion zwischen Jupiter und Saturn am Abend des 21.12.2020, hier simuliert für Darmstadt um 17:12 MEZ

Und sollte uns das Wetter am 21.12. nicht hold sein – die beiden Dicken stehen sich an den Abenden davor und danach mit etwa 10 Bogenminuten Winkelabstand auch noch sehr nahe.

Kleiner Vorgeschmack am 17.12.

Einen kleinen Vorgeschmack können wir schon am Abend des Donnerstag, 17.12.2020, genießen: Dann nämlich zieht die schmale, zunehmende Mondsichel in nur etwa 7 Grad Entfernung an den nur noch um ein halbes Grad getrennten Gasriesen vorbei. 

Die zunehmende Mondsichel drei Tage nach Neumond, Saturn und Jupiter in enger Konjunktion am Abend des 17.12.2020, hier simuliert für Darmstadt um 17:50 MEZ
Quelle: Michael Khan via Stellarium / Die zunehmende Mondsichel drei Tage nach Neumond, Saturn und Jupiter in enger Konjunktion am Abend des 17.12.2020, hier simuliert für Darmstadt um 17:50 MEZ

Weitere kommende Syzygien

Wie ich im meiner (fast) ultimativen Syzygienanalyse darlege: Eine Jupiter-Saturn-Konjunktion wird es danach auf lange Zeit nicht mehr geben. Eine Jupiter-Uranus-Konjunktion kommt aber 2024, eine Jupiter-Neptun-Konjunktion 2022 und Saturn-Neptun-Konjunktionen. allerdings mit einem Abstand von einem Grad, 2025 und 2026. Zudem werden die tellurischen Planeten Merkur, Venus und Mars den Gasriesen und einander in diesem Jahrzehnt munter begegnen, sodass uns bestimmt nicht langweilig wird. 

Ich bin Luft- und Raumfahrtingenieur und arbeite bei einer Raumfahrtagentur als Missionsanalytiker. Alle in meinen Artikeln geäußerten sind aber meine eigenen und geben nicht notwendigerweise die Sichtweise meines Arbeitgebers wieder.

2 Kommentare

  1. Mit dem Beobachten hat es um den 21.12. herum nicht geklappt. Nur an wenigen Tagen war es so klar, dass überhaupt Sterne oder Planeten zu sehen waren. Und dann gelten bei einem Ereignis knapp überm Horizont auch für den Beobachtungsort “hohe” Anforderungen. Einmal konnte ich in diesen Tagen Jupiter ziemlich sicher erspähen… durch Geäst von zahlreichen Bäumen. Ein anderer heller Punkt könnte Saturn gewesen sein.
    Dafür war ein anderes Ereignis am Himmel regelmäßig zu sehen und zu hören. In der Morgendämmerung fliegen große Schwärme von Krähen von den Schlafplätzen zu den Futterplätzen auf dem Land und in der Abenddämmerung zurück in die Stadt. Mmh, für einen Astronomie Podcast eher “off topic”. Trotzdem schön.
    Alles Gute und bis zur nächsten Syzygie. 🙂

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