Vorstellung der neuen ESA-Astronauten

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Raumfahrt aus der Froschperspektive
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Vor gut einem Jahr gab die europäische Weltraumagentur ESA ihre Entscheidung bekannt, ihr Astronautencorps um vier neue Mitglieder zu erweitern und rief zu Bewerbungen auf. Damit begann ein hartes Auswahlverfahren. Die Würfel sind gefallen – heute werden die vier Auserwählten in Paris der Öffentlichkeit vorgestellt.

ESA-Astronaut im Einsatz, hier: Hans Schlegel, Quelle: DLRAm 20.5.2009 um 13:15 MESZ beginnt im ESA-Hauptquartier eine Pressekonferenz, bei der der ESA-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain die vier neuen Mitgleider des Astronautencorps vorstellen wird. Diese wurden aus insgesamt 8413 Bewerbern gesiebt.

Unter den ursprünglichen Bewerbern waren 1798 (21.4%) Deutsche. Es haben sich 1430 Frauen beworben, was sich auf einen – nach meinem Dafürhalten ziemlich enttäuschenden – weiblichen Anteil von nur 17% beläuft.

Ich kenne zwar eine Anzahl Leute, die im Laufe des Auswahlverfahrens auf der Strecke blieben. Angesichts der Qualitäten dieser Leute muss ich sagen, meine Entscheidung, mich nicht zu bewerben, war richtig – ich hätte keine Chance gehabt! Ich habe aber ebenso wie auch die allermeisten von Ihnen keine Ahnung, wer nun am Ende das Rennen gemacht hat. Dennoch wage ich mal eine Prognose:

Ich vermute: Unter den neuen Astronauten wird es einen Deutschen, einen Franzosen, einen Italiener und einen Bürger eines kleinern Mitgliedslands der ESA geben. Und obwohl der Anteil der Bewerberinnen nicht einmal 25% erreicht hat, wird sich unter den vieren mindestens eine Frau befinden.

Bald werden wir sehen, ob ich richtig geraten habe. 🙂

 

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Ich bin Luft- und Raumfahrtingenieur und arbeite bei einer Raumfahrtagentur als Missionsanalytiker. Alle in meinen Artikeln geäußerten sind aber meine eigenen und geben nicht notwendigerweise die Sichtweise meines Arbeitgebers wieder.

2 Kommentare

  1. Anhang: Gerüchte, Gerüchte ….

    Die italienische Presse handelt bereits Samantha Cristoforetti als brandheiße Kandidatin.

    http://www.ansa.it/…izza_new.html_961969703.html

    Leutnant Cristoforetti, Ingenieurin und Düsenjägerpilotin, ist 31 Jahre alt und hat u.a. Erfahrungen in Deutschland und Russland gesammelt.

  2. Nix Fernsehen?

    Und warum hat die ESA da keine Sendung draus gemacht? ESA sucht den Superastronaut. Das wäre doch mal was. 😉

    Mich wundert, daß es bei den harten Auswahlkriterien überhaupt jemand schafft.

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