Die Sonne am 4.2.2014

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Raumfahrt aus der Froschperspektive
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Wieder wandert eine gewaltige Fleckengruppe über die sichtbare Sonnenhälfte. Insbesondere von der größeren Gruppe 1967 könnten Sonneneruptionen der Klasse X ausgehen. Der Himmel war bis zum Nachmittag komplett zu, dann aber bot eine Wolkenlücke die Chance für ein Foto. Eine Chance, die ich mir nicht entgehen ließ.

Sonne mit Fleckengruppen 1967 (unten) und 1968 (oben), beide knapp nach Durchwanderung des Zentralmeridians. Darmstadt, 4.2.2014, 15.34 MEZ. Teleskop: ED Apochromat 70/420 mit Herschelkeil, Dämpffilter und Solar-Continuum-Filter, Camera Sony NEX-3N
Credit: Michael Khan, Drmstadt / Sonne mit Fleckengruppen 1967 (unten) und 1968 (oben), beide knapp nach Durchwanderung des Zentralmeridians. Darmstadt, 4.2.2014, 15.34 MEZ. Teleskop: ED Apochromat 70/420 mit Herschelkeil, Dämpffilter und Solar-Continuum-Filter, Kamera Sony NEX-3N

Ich bin Luft- und Raumfahrtingenieur und arbeite bei einer Raumfahrtagentur als Missionsanalytiker. Alle in meinen Artikeln geäußerten sind aber meine eigenen und geben nicht notwendigerweise die Sichtweise meines Arbeitgebers wieder.

6 Kommentare

  1. Fein erwischt, habe den Dicken gerade durch die Sonnenfolie mit bloßem Auge als pechschwarzes Oval erkennen können.

  2. Nur mit einer SoFi-Brille als Filter und dem eingebauten Zoom einer Bridge-Kamera sah das heute wie in https://twitter.com/cosmos4u/status/430713616338153472/photo/1/large bzw. http://skyweek.wordpress.com/2014/02/02/allgemeines-live-blog-ab-dem-2-februar-2014/#Feb04 aus (zwei verschiedene Bearbeitungen). Mit dem bloßen Auge war die Gruppe durch die nämliche Brille noch auffälliger als bei ihrer ersten ‘Runde’ im Januar – und (wenn mich die Erinnerung nichf trügt) sogar die Venus-Transits.

  3. Ich stelle fest, Sie haben eine ganze Batterie an Kameras zur Verfügung… – Eine EOS 1000D, eine EOS 60D und hier jetzt eine von Sony. Nicht schlecht.

    • Nein, keine 60D, eine 600D. Die zweistelligen Canons sind mir zu teuer. Die 1000 habe ich auch schon lange. Sie ist mir schon mehrfach hingefallen: Wer weiß, wie lange sie es noch macht. Da habe ich halt mal in ein neueres Modell investiert. Die 600D ist die billigste Canon-DSLR, die eine Spiegelvorauslösung und eine Sensorreinigung bietet. Beides aus der Sicht des Astrofotografen unverzichtbar.

      Wenn die 1000D den Löffel abgibt, mache ich einfach nur noch mit der 600D weiter. Die hat außerdem deutliche Vorteile. Zum einen ist ihre Bildqualität in jeder Hinsicht der älteren 1000D überlegen. Auch bei hohen ISO-Werten ist das Rauschen deutlich geringer. Ferner hat sie einen ausklappbaren Bildschirm. Gerade bei der Astrofotografie ist das Teleskop ja oft nach oben gerichtet, was bedeutet, adss die Kamera irgendwo unten in Bodennähe hängt. Wenn dann der Bildschirm fest eingebaut ist, muss man irgendwie drunterkrabbeln oder sich auf den Boden legen. Jetzt mit dem Klappbildschirm alles kein Problem mehr und bequem im Sitzen zu erledigen. mit zunehmendem Alter ist der Komfort auch zunehmend wichtig.

      Die Sony habe ich mir zugelegt, weil ich daran (mit Adapter) die Objektive meiner heißgeliebten, mittlerweile schon 40 Jahre alten Leica CL befestiugen und sie danach im manuellen Modus verwenden kann. Die Leica CL ist aus meiner Sicht die beste Kamera aller Zeiten. Ich bin nie mit einer Kamera so gut zurechtgekommen wie mit diesem weitgehend mechanischen Gerät. Mit dem Messucher habe ich die Scharfeinstellung genau so schnell hinbekommen wie jeder heutige Autofokus an Kompaktkameras. Die Belichtungseinstellung war ein Klacks, einfach 3, 4 Punkte im Bild anmessen und im Kopf die beste Kombination aus Blende und Belichtungszeit wählen.

      Ich muss allerdings sagen, dass die Sony kein wirklich zufriedenstellender Ersatz ist. Die Scharfeinstellung über den LCD-Bildschirm ist, gelinde gesagt, problematisch. Der Chip erzeugt Rauschen und Artefakte. Bei der Sonnenfotografie geht das noch gerade so, aber ich kann diese Kamera nicht empehlen, und für Astrofotografie schon gar nicht.

      Generell gilt natürlich die alte Weisheit, dass der Unterschied zwischen Jungs und Männern darin besteht, dass die Spielzeuge der Männer deutlich teurer sind. 🙂

      • Nein, keine 60D, eine 600D.

        Okay, entweder hab ich mich dann verlesen, oder Sie haben die Bildunterschriften hier inzwischen korrigiert.
        Ansonsten danke für die doch recht nützlichen Tips bezüglich Astrofotografie. Die Sache mit der schlechten Sichtbarkeit hab ich auch bei meinem Spektiv schon erlebt, obwohl dessen Okularkupplung um 45° abgewinkelt ist.
        Bei Sony denke ich meisstens erst mal an HiFi-Technik, obwohl in deren Kamerasparte ja auch die Firma Minolta aufgegangen ist, wenn ich mich nicht irre.
        Zur Leica kann ich nichts sagen, aber wichtig ist ja, wenn Sie damit glücklich werden.

        Und was die Spielzeuge angeht, so stimme ich ihnen zu. Zu ergänzen wäre noch, dass Baumärkte auch oft als die Spielwarengeschäfte für Männer gelten… 🙂

        • Ja, Sony hat die Kamerasparte von Minolta übernommen. Die haben wohl den Technologiesprung zur Digitalkamera verschlafen. Das hat mich sehr erstaunt, immerhin war Minolta ja nicht irgendwer. Dass sowas auch Japanern passiert, ist bemerkenswert.

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