Die DSLR am Coronado PST

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Raumfahrt aus der Froschperspektive
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Wer ein Coronado PST-Sonnenteleskop sein eigen nennt, wird vielleicht wie ich nicht nur gucken, sondern auch knipsen wollen und sehr schnell feststellen, dass das erfolgreiche Anschließen einer digitalen Spiegelreflexkamera (DSLR) an das PST eine durchaus nichttriviale Angelegenheit ist.

1.25-Zoll-auf-T2-Adapter, T2-auf-Canon-Adapter, Quelle: Michael KhanNaiverweise versucht man es erst einmal so, wie man es bei Teleskopen gewohnt ist, nämlich indem man am Okularauszug anstatt des Okulars einen Adapter vom Durchmesser des Okularauszugs auf das T2-Gewinde (M42) befestigt und darauf den T-Ring schraubt, der kameraseitig an das Gehäuse der Spiegelreflexkamera passt, die man anschließen will, also beispielsweise ein Gerät der Canon-EOS-Serie.

Dabei stellt man allerdings fest, dass es nicht möglich ist, das Bild im Sucher oder in der LiveView-Ansicht scharf zu stellen. Das PST unterscheidet sich von anderen Teleskopen darin, dass es einen fest montierten Fabry-Pérot-Filter enthält, der relativ schmalbanding nur Wellenlängen sehr nahe dem H-Alpha-Band durchlässt, sodass der Teleskoptubus eine solide Einheit darstellt. Die Fokussierung erfolgt durch Längsverschiebung eines Pentaprismas.

Auch am nach oben ragenden Okularauszug, in dem Okulare mit 1¼ Zoll Durchmesser teleskopseitig mittels einer Klemmschraube (naja, einigermaßen) fixiert werden, lässt sich nichts modifizieren, was allerdings wohl anders als beim Tubus selbst nichts mit Sicherheitserwägungen, sondern allein mit Produktionskosten zu tun hat.

Wenn das Okular entfernt und stattdessen mittels der  oben beschriebenen Adapterkombination den Anschluss der DSLR per Fokalprojektion versucht wird, dann ist der CCD der Kamera stets jensets des Fokuspunkts. Eine befreundete Physikerin riet mir, den Okularanschluss zu kürzen. Mit einer Flex müsste das doch ganz einfach sein. Stimmt natürlich – kürzen, oben ein M42-Gewinde schneiden und dann darauf einen T2-auf-1¼ Zoll Adapter schrauben, oder für die Fotografie gleich den T-Ring, das würde gehen. Wozu bin ich denn Ingenieur? Die Gewährleistung für das Teleskop könnte ich mir nach einem solchen Eingriff allerdings in die Haare schmieren.

Dann doch lieber erst einmal statt der Fokalprojektion die Okularprojektion probieren, bevor ich zur Flex greife. Dazu gibt es beliebig viele Möglichkeiten. Kurzes Googeln führt zu dieser ausführlichen Videobeschreibung:

Das geht also offensichtlich im Prinzip, aber die gezeigte Lösung gefällt mir einfach nicht. Das lose eingelegte Okular – das erscheint mir wie ein Notbehelf, da reichlich klapprig. Ich behalte das im Hinterkopf, versuche es aber erst einmal anders.

Ich verwende gern bei der Himmelsbeobachtung das Hyperion ClickStop Zoom-Okular Mark III von Baader Planetarium. Nicht nur, weil ich mir damit viel Aufwand erspare, da ich keinen ganzen Satz von Okularen mit mir herumschleppen muss und weil der lästige Okularwechsel während der Beobachtung entfällt, sondern auch, weil es bei den Hyperion-Objektiven ziemlich weitreichende Adaptions- und Anschlussmöglichkeiten gibt. Unter anderem ein M43-Gewinde nach Entfernen der Gummi-Augenkappe. Hier kann man einen Adapter auf T2 anschließen, an den sich ein T-Ring schrauben lässt.

Baader Planetarium Hyperion ClickStop 8-24 mm Zoomokular, aufschraubbarer M43-auf-T2-Adapter, T2-auf-Canon-Adapter, Quelle: MIchael KhanGesagt, getan, und die Kamera dran, und siehe da: Wenn die Fokussierschraube an einem Endpunkt ankommt, ist das Bild im Kamerasucher fast scharf. Fast reicht aber nicht. Die Kamera muss dichter dran. Es gibt noch flachere T-Ring-Ausführungen, von denen ich zufällig eine zur Hand habe. Damit kommt man nochmals dichter an die korrekte Fokussierung heran, aber es reicht immer noch nicht ganz. Hätten die auf dem Okular nicht ein M43-, sondern ein M42-Gewinde vorgesehen, hätte ich dort direkt den T-Ring befestigen können und so wertvolle Millimeter gewonnen. Das hätte dann wahrscheinlich schon gereicht.

Mittlerweile angenervt von der Adapter-Jongliererei und mit schwindendem Verständnis für die Unsitte im Teleskop- und Kamerabau, sein eigenes Süppchen zu kochen und dem Benutzer das Leben schwer zu machen, gebe ich die Versuche der Okularprojektion oben am Hyperion-Zoom auf. Schade, denn das wäre wirklich eine saubere, solide Lösung gewesen. Ein weiterer Grund, warum ich das Hyperion-Zoom mag, ist seine massive, solide Verarbeitung. Klar ist das Ding schwer, aber na und? Solide Wertarbeit wiegt halt was.

Nächster Versuch, ebenfalls unter Nutzung eines optischen Elements der Firma Baader Planetarium, und zwar der 2.25x Barlow-Linse (nicht 2.5x, wie ich in einem vorherigen Artikel fälschlich schrieb). Die effektive Brennweite des Teleskops verlängert sich somit von 400 auf 900 mm. Damit ist aber selbst ein APS-C-Chip noch lange nicht von der Sonnenscheibe ausgefüllt.

Der erste Versuch mit der Barlow-Linse war noch nicht von Erfolg gekrönt. Das Okular selbst hat oben ein Gewinde und es wird ein Adapter auf T2 mitgeliefert. Aber weder mit dem Standard- noch mit dem extra-flachen T-Ring war eine scharfe Fokussierung möglich. Mit dem flachen T-Ring ging es allerdings immerhin fast. Das wertete ich als Indiz, dass ich die Kamera nochmals ein Stück dichter an den Okularsuaszug bringen musste. Aber wie?

Baader Planetarium Hyperion Barlow-Linse 2.5x, überstülpbarer, extern per Klemmschrauben fixierter T2-Adapter und T2-auf-Canon-Adapter, Quelle: Michael KhanDie Lösung erforderte ein wenig Bastelei. Wird diese Barlow-Linse in den Okularauszug des PST eingesteckt und fixiert, lässt sich obendrauf ein in dieser Abbildung gezeigter Adapter auf T2 montieren und mittels dreier Klemmschrauben leidlich gut fixieren. Auf diesen Adapter wird der T-Ring geschraubt – Normalgröße geht, die extra-flache Ausführung wird nicht benötigt.

Damit ist endlich ein scharfes Bild möglich, wie ich bereits demonstriert habe. Aber wirklich zufriedenstellend ist diese Lösung auch nicht, denn obwohl mechanisch solide, ist sie nicht lichtdicht. Ohnehin ist die Fokussierung, selbst mit der LiveView-Funktion der Kamera, extrem schwierig. Der Beobachter und seine Umgebung sind ja, anders als bei der Fotografie von Objekten am Nachthimmel, hell angestrahlt und spiegeln sich auf dem LCD-Bildschirm der Kamera, die im rechten Winkel zur Sonnenrichtung angebracht ist und jede Menge Streulicht abbekommt. Man sollte sich also ein lichtundurchlässiges Tuch über Kopf und Kamera hängen (das aus der  Großformat-Fotografie bekannte “Einstelltuch”), was auch den Nachteil der nicht lichtdichten Adapterkonstruktion wieder aufhebt.

Auf jeden Fall ist die hier beschriebene Lösung funktionstüchtig. Ob sie auch mit anderen Barlowlinsen funktioniert, entzieht sich meiner Kenntnis. Ebensowenig ist mir bekannt, ob es Okulare gibt, die die direkte Okularprojektion zulassen – mit dem Hyperion ClickStop Zoom hat es ja immerhin fast geklappt.

Ich bin Luft- und Raumfahrtingenieur und arbeite bei einer Raumfahrtagentur als Missionsanalytiker. Alle in meinen Artikeln geäußerten Meinungen sind aber meine eigenen und geben nicht notwendigerweise die Sichtweise meines Arbeitgebers wieder.

10 Kommentare

  1. Reduzierung des Lichteinfalls

    Wäre es möglich, sich eine Manschette zu basteln, die man um die undichte Stelle herum legen kann? Als Material würde sich evtl. ein breiter Streifen aus schwarzen Neopren eignen, da Schaumstoff zu grobporig ist. Diese Lösung ist natürlich nicht sehr elegant, aber zumindest hätten Sie den Kopf frei, da Sie das lästige Tuch weglassen könnten. Zudem wäre, falls möglich, eine Gegenlichtblende empfehlenswert.

    Ich würde auch mal den Adapterring in Augenschein nehmen, manche von den Dingern glänzen wie frisch geölt, was natürlich auch Lichtreflexe verursacht. Ich will jetzt keine Ratschläge abgeben, wie man ihn mattieren kann ohne ihn zu zerstören. Spontan fällt mir nur die Möglichkeit ein, den Ring mit 1000er Nassschleifpapier oder Schleifflies aufzurauen um ihn anschießend mir schwarzen Mattlack zu besprühen.

    Mich wundert etwas, dass Sie anscheinend mit dem “LCD-Bildschirm” (Display) der Kamera fotografieren und nicht durch den Sucher schauen. Letzteres ist doch bei Spiegelreflexkameras nach wie vor möglich. Ich selbst fotografiere mit einer Gummiaugenmuschel, die man über den Sucher stecken kann, diese reduziert das Streulicht sehr wirksam.

  2. @Mona

    Das Tuch braucht man, wie gesagt, zur Fokussierung, nicht primär zur Bekämpfung des Lichteinfalls.

    Die exakte Fokussierung in der Astrofotografie bedarf praktisch immer der Live-View-Funktion und des LCD-Bildschirms. Selbst wenn man große Objekte wie Sonne oder Mond fotografiert, und auf jeden Fall, wenn man Sterne oder Deep-Sky-Objekte aufs Korn nimmt.

    Das, was selbst der erfahrene irdische Fotograf kennt, gilt bei der Astrofotografie mit seinen viel längeren Brennweiten nicht unbedingt.

  3. @Michael Khan

    “Das Tuch braucht man, wie gesagt, zur Fokussierung, nicht primär zur Bekämpfung des Lichteinfalls.”

    Schon klar! Sie schrieben in Ihrem Artikel jedoch: “Man sollte sich also ein lichtundurchlässiges Tuch über Kopf und Kamera hängen (…) was auch den Nachteil der nicht lichtdichten Adapterkonstruktion wieder aufhebt.” Aus diesem Grund kam ich auch auf das Thema “Lichteinfall” zu sprechen. Ist aber auch egal, mich würde sowieso eher interessieren warum Sie schreiben: “Die exakte Fokussierung in der Astrofotografie bedarf praktisch immer der Live-View-Funktion und des LCD-Bildschirms. Selbst wenn man große Objekte wie Sonne oder Mond fotografiert, und auf jeden Fall, wenn man Sterne oder Deep-Sky-Objekte aufs Korn nimmt.” Sicher ist das komfortabler, aber welche technischen Vorteile sehen Sie da bei großen Objekten, wie Sonne oder Mond? Bei sehr hellen Objekten, wie der Sonne, kann man auf einem LCD-Bildschirm ja oft kaum mehr was erkennen.

  4. @Mona

    Im Gegenteil, man kann bei meiner Canon EOS 1000 (und ich nehme an, das gilt für alle DSLRs) bei der Astrofotografie auf dem LCD-Display sehr viel besser Details erkennen als im Sucher.

    Was ich mache, ist die Vergrößerung einzustellen (bei meiner EOS 1000, die das Einsteigermodell der Serie war, geht 5x und 10x), dann den vergrößerten Ausschnitt mit den Cursortasten hin und her zu schieben, bis man im Ausschnitt Details sieht, die die Scharfeinstellung begünstigen, beispielsweise Krater oder Gebirge beim Mond, oder den Sonnenrand, einen Sonnenfleck oder eine Protuberanz bei der Sonne, und dann das Teleskop zu fokussieren, bis es nicht besser geht.

    Ist die Szene im sichtbaren Ausschnitt zu hell oder zu dunkel (d.h., hat man zu wenig Kontrast), verändere ich die Belichtungszeit mit der Rändelschraube am Kameragehäuse, bis es passt. Aber Achtung: Die zum LiveView-Fokussieren benötigte eingestellte Belichtungszeit ist viel länger als die, die man später für ein richtig belichtetes Bild braucht, also muss nach dem Fokussieren die Belichtungszeit wieder verringert werden. Allerdings macht man ja in der Regel eh eine Belichtungsserie, bei der die Belichtungszeit über einen weiten Bereich variiert wird. Wenn man Glück hat, ist eins der Bilder gut.

    Was man allerdings auch sieht und was die Fokussierung, und natürlich auch die Erstellung einer scharfen Aufnahme beliebig schwierig machen kann, ist die Luftunruhe. Das erscheint wie ein Gewaber, als würde man das Zielobjekt durch die aufsteigende Heißluft eines Heizlüfters betrachten. Das Problem ist immer da, mal mehr, mal weniger.

    Auch so etwas, das die terrestrische Fotografie kaum hat, außer beispielsweise bei Teleaufnahmen in der Wüste.

    All das oben beschriebene geht eben nur mit der LiveView-Funktion, also unter Nutzung des LCD-Bildschirms der Kamera zur Fokussierung. Durch den Sucher hat man keine Eingriffsmöglichkeit für den Kontrast und ebenso wenig die Möglichkeit, das Objekt vergrößert darzustellen. Mit dem Sucher wird die Fokussierung zur reinen Glückssache.

    Ich dachte auch mal, wenn man erfahrener Fotograf ist, dann ist die Astrofotografie eigentlich nur eine Spielart dessen, was man schon kennt. Das ist aber nicht so, man muss an vielerlei Ecken komplett umdenken und das, was man sonst immer so gemacht hat, funktioniert nicht. Dafür sind auf einmal andere Effekte von Belang, die man bis dato immer vernachlässigen konnte. Die Lernkurve ist da erst einmal recht steil.

    Sie wollten doch auch mal eigene Erfahrungen in dieser ichtung sammeln, ist das inzwischen konkreter geworden? Falls ja, haben Sie allein mit dem Sucherbild fokussiert und waren Sie mit dem Ergebnis zufrieden?

  5. Sehr interessant. Dieser Erfahrungsbericht erinnerte mich ein wenig an meine Fummelei mit der Kamera an dem Spektiv, um die Brücke aufzunehmen, worüber ich im vergangenen Jahr mal berichtet habe. Nur war meine Aktion ja noch abenteuerlicher, weil es keinerlei Adapter gab. Und eine Anfrage beim Hersteller des Spektifs ergab, das kein Zubehör mehr erhältlich ist, weil das Spektiv selbst auch nicht mehr hergestellt wird. (Mist!)

    Insgesamt finde ich es auch interesant, dass Sie sich jetzt mehr der Sonnenbeobachtung zuwenden. Haben da die Satellitenbilder von SOHO, SDO und wie sie alle heissen, ansteckend gewirkt? – Wie auch immer, irgendwie passt es zusammen, nach dem Mond dann auch die Sonne stärker ins Visier zu nehmen. Bin dann schon auf weitere Bilder gespannt, so sie denn endlich was werden.

    P.S. Ich hab kürzlich mal meine Versuche, den Mond abzulichten, entwickeln lassen. Die Ergebnisse waren allesamt für die Tonne. Ausser einem überbelichteten, nahezu rundem, weissen Etwas, das sich vor einem dunklen Hintergrund befindet, erkennt man da nichts drauf. Zumindest auf den 4 Bildern bisher. Den zweiten Film hab ich immer noch nicht entwickelt…

  6. @Hans

    Für mich ist die Sonnenbeobachtung etwas, das sich hervorragend für didaktische Zwecke eignet. Ich finde es auch faszinierend, wie verschieden der Anblick der Sonne von einem Tag auf den anderen sein kann.

    Was Ihre eigenen Versuche zur Mondfotografie angeht, da haben Sie vielleicht einen zu schwierigen Einstieg gewählt. Sie legen da mit Hardware los, die nicht zusammenpasst und auch nicht wirklich für die Astrofotografie geeignet ist. Und dann fotografieren Sie auf Film, sodass die ganzen elektronischen Helferlein wie LiveView Ihnen nicht zur Verfügung stehen.

    Außerdem sind Sie vielleicht etwas zu ungeduldig. Wenn Sie gerade einmal vier Bilder gemacht haben, und die sind nichts geworden, dann sagt das erst einmal gar nichts. Natürlich verheizt man am Anfang erst mal Material und produziert dabei eine Menge Müll. In welchem Feld ist das denn nicht so? Das ist kein Alleinstellungsmerkmal der Astrofotografie.

    Hinzu kommt, dass selbst ein erfahrener Astrofotograf nur einen kleinen Anteil seiner Ausbeute brauchbar findet. Bei einem unerfahrenen Fotografen ist der Anteil zwansgläufig kleiner und kann auch mal bei Null liegen. Ich bin auch schon von Astrofotosessions zurückgekommen und musste feststellen, dass kein einziges Bild wenigstens einigermaßen gut war.

    Vorschlag: Schließen Sie sich doch mal unverbindlich als Besucher einem Amateurastronomenverein an, wenn die zur Himmelsfotografie einladen. Wenn Sie da den Leuten über die Schulter gucken, wird es sicher so manches Aha-Erlebnis geben. (Hoffentlich aber kein Oha-Erlebnis: “Oha, so viel teures Geraffel braucht man ….”)

  7. @Michael Khan

    Sie haben die Unterschiede zwischen “terrestrischer Fotografie” und Astrofotografie recht gut erklärt und ich denke auch, dass man bei der Astrofotografie erst mal gehörig umdenken muss.
    Mit letzterer habe ich, wie Sie ja wissen, kaum Erfahrung. Ich habe zwar noch ein paarmal den Mond abgelichtet, aber das Ganze ist leider mit recht viel Zeit und Aufwand verbunden. Zuhause, in der Stadt, kann ich außerdem keine Aufnahmen machen, weil nachts alles hell beleuchtet ist und so fahre ich dazu erst mal etliche Kilometer in die Pampa hinaus. Da bei meiner Kamera das Anzeigedisplay nicht beleuchtet wird muss ich mir eine Stirnlampe mitnehmen, um die Hände für Einstellungen an der Kamera freizuhaben. Und ja, ich fokussiere meistens mit dem Sucher, weil ich etwas weitsichtig bin und der Sucher meiner Kamera eine integrierte Dioptrienkorrektur hat. Wenn ich am Display scharfstelle brauche ich meine Lesebrille, die ich jedoch abnehmen muss sobald ich in die Ferne schaue, was ich als recht lästig empfinde. Falls sich meine Sehschärfe auch noch in der Weite verschlechtert wäre wohl eine Gleitsichtbrille zweckmäßig.
    Abgesehen von der Fotografie beschäftige ich mich hobbymäßig nach wie vor mit der Astronomie. Eventuell werde ich nächstes Jahr einen Ehrenamtlichen begleiten, der Nachtwanderungen für Kinder durchführen will, damit sie die nächtliche Natur und Tierwelt kennenlernen und von mir die wichtigsten Planeten und Sternbilder erklärt bekommen.

  8. DSLR an PST

    Ich bin seit einer Woche ebenfalls stolzer Besitzer eines Coronado PST. Zum Anschluss meiner Canon EOS nutze ich den Projektionsadapter, der im verlinkten Video gezeigt wird. Allerdings benutze ich zusätzlich eine 2x Barlowlinse von Meade. Da schraube ich den Linsenteil ab und direkt an mein Projektionsokular (Super Plössl 26 mm) als Verlängerung dran. Dadurch ragt das Okular samt Barlowlinse weit genug aus dem Adapter, um es im PST sicher klemmen zu können. Es ist nun genug Fokussierweg in beiden Richtungen vorhanden.
    Wenn man keine Barlowlinse will, könnte man vielleicht auch einfach die Hülse eines anderen Okulars als Verlängerung an das Projektionsokular anschrauben.
    Für die Verwendung meiner ALCCD5 nehme ich ebenfalls den Linsenteil der Barlowlinse und schraube ihn direkt auf die Kamera. Auch da ist die Fokussierung kein Problem.

  9. Selbst bei unruhiger Luft und durch leichte Schleierwolken hindurch sind Details auf der Sonne zu erkennen, ggf. muss man am schwarzen Filterring den Internen Etalon optimal einstellen. Je länger man durch das Coronado PST schaut, desto mehr fällt einem auf. Protuberanz und Oberflächendetails werden durch drehen am Filterring in unterschiedlichen Stellungen sichtbar. Protuberanzen ändern sich schnell, nach 2 Stunden sieht alles deutlich anders aus. Absolut Faszinierend!

    Da der Blockfilter nur 5mm groß ist, ist eine Übersichtsvergrößerung so gut wie sinnlos. Es macht Sinn mit einem 10mm Okular anzufangen, dies entspricht einer Vergrößerung von 40x. Durch die geringe Auflösung von nur 3 Bogensekunden ist das Bild selbst bei unruhiger Luft sehr gut. Hat man eine Protuberanz oder ein anderes Detail fest im Blick, kann man die Vergrößerung auf 60-70 fach erhöhen. Feine Einzelheiten werden nun sichtbar.

  10. Guten Tag.
    Was gut funktioniert ist das Zoomokular von Seben mit einem T2-Ring. Macht schöne Fotos auf der Canon mit Okularprojektion.
    Und wenn man Projektionsadapter verwenden möchte gibt es welche die das eingelegte Okular klemmen können. Dann klappert es nicht mehr.
    Mit freundlichen Grüßen
    C.

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