Technologien und Medien können digitalen Stress verursachen – aber können sie auch dabei helfen, ihn zu reduzieren oder vielleicht sogar zu verhindern?

Digitale Technologien und Medien sind heute allgegenwärtig. Mithilfe sozialer Netzwerke können wir jederzeit mit anderen Menschen in Kontakt treten. Smartphones zeigen uns Informationen aus der ganzen Welt an. Das Internet der Dinge erlaubt es uns zum Beispiel, per Sprachassistenten Licht und Musik zu steuern oder vom Supermarkt aus noch schnell einen Blick in den Kühlschrank zuhause zu werfen. Bald werden vollständig autonome Fahrzeuge uns entspannt ans Ziel bringen. Und wer weiß, wie lange es noch braucht, bis Drohnen unsere Online-Bestellungen innerhalb weniger Stunden zu uns nach Hause fliegen.

Die vielfältigen Möglichkeiten von digitalen Technologien und Medien erhöhen in vielen Situationen unseren Komfort, können aber auch eine Belastung für den Menschen darstellen. Wie funktioniert eine bestimmte Technologie eigentlich? Warum funktioniert sie gerade jetzt, wenn ich darauf angewiesen bin, nicht? Wann kommt das nächste Update und verändert wieder alles? Wie filtere ich die Informationen aus digitalen Medien heraus, die wirklich wichtig für mich sind? Welche Daten werden bei der Nutzung über mich gesammelt? Wie wehre ich mich gegen Angriffe auf meine digitale Identität? Welche Erwartungen haben meine Freunde und Bekannte an mich in Bezug auf die Nutzung digitaler Technologien und Medien? Wie kann ich Arbeits- und Privatleben trennen? Wird demnächst eine Maschine meine Arbeit übernehmen? Fragen wie diese belasten viele Menschen und können zu Stress führen. Digitaler Stress entsteht dann, wenn unsere persönlichen Ressourcen (z. B. Kompetenzen) nicht ausreichen, um den Anforderungen, die die Nutzung digitaler Technologien und Medien an uns stellt, (z. B. in Bezug auf den Schutz persönlicher Daten) gerecht zu werden.

Die Nutzung digitaler Technologien und Medien ist also durchaus mit Risiken für den Menschen verbunden. Aber können uns nicht auch genau diese Technologien und Medien dabei helfen, mit digitalem – aber auch „allgemeinem“ – Stress umzugehen? Genau dieser Frage gehen Prof. Dr. Henner Gimpel, Professor für Wirtschaftsingenieurwesen an der Universität Augsburg, und ich im Forschungsverbund ForDigitHealth nach. Unser Ziel ist es, Nutzer vor entstehendem Stress zu warnen und ihnen Empfehlungen zur zielgerichteten Bewältigung zu geben. Dazu soll im Projekt ein Smartphone-basiertes Assistenzsystem entwickelt werden, das intelligente Technologien und Algorithmen einsetzt, um das Stresserleben und die Umgebung des Nutzers besser zu verstehen und individuelle und zielgerichtete Empfehlungen zu geben, wie Stress reduziert werden kann. Die Entwicklung dieses Systems erfolgt in zwei Schritten: im ersten Schritt soll die Smartphone-Applikation zunächst Stress erkennen können, bevor das System im zweiten Schritt so weiterentwickelt werden soll, dass es Menschen bei der Bewältigung von Stress unterstützen kann.

Möglich wird die automatische Erkennung von Stress durch die breite Verfügbarkeit von leistungsfähiger Sensorik, wie sie heute in den meisten Geräten eingebaut ist. Verschiedene Arbeiten haben bereits gezeigt, dass sich Stress gut anhand physiologischer Daten wie der Herzfrequenz oder der Hautleitfähigkeit erkennen lässt, deren Erfassung mithilfe von Smartwatches oder anderen Wearables möglich ist (Gimpel et al. 2015). Aber auch die Sensorik im Smartphone erlaubt es schon, Rückschlüsse auf das Stresserleben der Anwender zu ziehen (Gimpel et al. 2019a). Beispielsweise können anhand der Anzahl empfangener Nachrichten, häufigen Korrekturen beim Tippen von Nachrichten, vielen Wechseln zwischen Apps oder einer erhöhten Stimmlage beim Telefonieren wertvolle Erkenntnisse über die Belastung des Nutzers gewonnen werden. Dabei gilt es jedoch zu berücksichtigen, dass jeder Mensch ein anderes Stressempfinden und eine andere Belastungsgrenze hat (Gimpel et al. 2019b). Aus diesem Grund sollte die Stressbewertung auf Basis individualisierter Modelle erfolgen, die in der Regel eine Trainingsphase erfordern, bis das System einschätzen kann, wie der Nutzer Stress wahrnimmt.

Im Falle von Stress – also einem Ungleichgewicht von Anforderungen und Ressourcen – gilt es, die Balance wiederherzustellen. Dazu können sogenannte Coping-Maßnahmen ergriffen werden, die darauf abzielen, die Anforderungen zu reduzieren oder die eigenen Ressourcen aufzubauen.  Zur Verringerung der Anforderungen können sich Betroffene zum Beispiel Unterstützung holen oder der Stressursache aus dem Weg gehen. Eine Erhöhung der eigenen Ressourcen kann beispielsweise durch Kompetenzaufbau oder emotionalen Ausgleich in Form von Ruhepausen, Sport oder Treffen mit Freunden erreicht werden.

Manche dieser Maßnahmen kann ein intelligentes Assistenzsystem unterstützen. In der einfachsten Form kann bereits Feedback über entstehenden Stress den Betroffenen dabei helfen, selbst entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Geht man etwas weiter, kann ein intelligentes System auch individualisiert erkennen, unter welchen Bedingungen oder in welchen Situationen Stress beim Nutzer entsteht und ihm dies wiederspiegeln. Auch auf dieser Ausbaustufe bleibt die Auswahl und Durchführung von Coping-Maßnahmen noch allein dem Nutzer überlassen. Doch wenn das System das Stresslevel, den Kontext des Nutzers und dessen individuelle Präferenzen kennt, lassen sich auch Maßnahmen vorschlagen, die in der konkreten Situation möglich sind. Beispielsweise ist es bei akutem Stress am Arbeitsplatz eher schwierig, zum Ausgleich Sport zu treiben, aber eine kurze Ruhepause könnte durchaus möglich sein. Je besser das System den Nutzer und seine Umgebung versteht, desto zielgerichteter können diese Empfehlungen ausfallen. Als letzte Stufe kann es in bestimmten Situationen sogar möglich sein, dass ein Assistenzsystem selbst Rahmenbedingungen ändert, damit der Nutzer weniger Stress empfindet. Denkbar wäre zum Beispiel, dass das System in Phasen hoher Konzentration (Flow) Benachrichtigungen temporär blockiert, um Unterbrechungen des Arbeitsflusses zu verhindern. Neben den technischen Herausforderungen, die bestimmen, ob ein solches Assistenzsystem machbar und nützlich ist, kommen aber spätestens an dieser Stelle auch rechtliche und ethische Fragestellungen dazu. Dürfen digitale Technologien und Medien Veränderungen an Prozessen und Routinen vornehmen, auch wenn dies im Sinne des Nutzers geschieht? Ist der Nutzer verantwortlich, wenn dadurch wichtige Informationen zu spät ankommen? Wann ist der Schutz der Gesundheit wichtiger und wann dienstliche oder private Verpflichtungen? Führt möglicherweise sogar die Angst davor, wichtige Informationen zu verpassen, zu mehr Stress?

Das führt uns zurück zu der anfangs gestellten Frage: Können digitale Technologien und Medien – die nachweislich selbst Stress verursachen können – auch dabei helfen, ihn zu reduzieren? Prof. Dr. Tim Weitzel von der Universität Bamberg hat in seinem Blogbeitrag im Dezember berichtet, dass Menschen häufig soziale Netzwerke nutzen, um sich abzulenken, und dadurch wie in einem Teufelskreis wiederum mehr Stress erleben. Unser Projekt ist deshalb in gewisser Weise eine Gratwanderung: Lässt sich eine Technologie entwickeln, die hilft Stress zu reduzieren, ohne selbst Stress zu verursachen?

Bitte zitierien als: Marco Schmidt (2020). Technologien und Medien können digitalen Stress verursachen – aber können sie auch dabei helfen, ihn zu reduzieren oder vielleicht sogar zu verhindern? 10. Februar 2020. Online verfügbar unter:https://scilogs.spektrum.de/gesund-digital-leben/technologien-und-medien-konnen-digitalen-stress-verursachen-–-aber-konnen-sie-auch-dabei-helfen,-ihn-zu-reduzieren-oder-vielleicht-sogar-zu-verhindern?/

Quellen:

Gimpel, Henner; Regal, Christian; Schmidt, Marco (2015). myStress: Unobtrusive Smartphone-Based Stress Detection. 23rd European Conference on Information Systems (ECIS 2015). Münster, Germany.

Gimpel, Henner; Regal, Christian; Schmidt, Marco (2019a). Design Knowledge on Mobile Stress Assessment. Proceedings of the 40th International Conference on Information Systems (ICIS 2019). Munich, Germany.

Gimpel, Henner, Regal, Christian; Schmidt, Marco (2019b). Life-Integrated Stress Assessment. Proceedings of the 27th European Conference on Information Systems (ECIS 2019). Stockholm & Uppsala, Sweden.

Bildquelle: Andy Kelly von Unsplash

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Marco Schmidt

Veröffentlicht von

Marco Schmidt ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kernkompetenzzentrum Finanz – und Informationsmanagement (fim) an der Universität Augsburg. Er forscht und bloggt zum Thema „Digital unterstütztes Stress-Coping“ im Rahmen des bayerischen Verbundprojekts „Gesunder Umgang mit digitalen Technologien und Medien“ (ForDigitHealth).

21 Kommentare

  1. Der digitale Coach als Gatekeeper
    Einen persönlichen, digitalen Assistenten, der Stress erkennt und durch Eingreifen in den Arbeitsfluss vermindert, könnte man einen digitalen Coach bezeichnen, denn wie ein Coach soll er das persönliche Wohlempfinden und die Kompetenz und Leistungsfähigkeit im beruflichen Umfeld verbessern und negative Einflüsse aussperren (Gatekeeper-Funktionslität).
    Nun, jede gute Chefsekretärin fungiert als Gatekeeper indem sie entscheidet welche Nachrichten und Personen zum Chef vorgelassen werden und in welchen Fällen sie den Chef später selbst in einer ruhigen Stunde informiert. Ein digitaler Assistent, der auch nur annähernd die gleiche Kompetenz wie ein Sekretär erreicht, muss allerdings schon recht intelligent sein, denn er muss die Prioritäten kennen und die Arbeit des Chefs in griben Zügen verstehen.. Allerdings kann auch ein weniger intelligentes System schon gut erkennen, wenn beispielsweise eine Mail wenig mit der aktuellen Arbeit zu tun hat, schliesslich wird Junk-Mail heute schon zuverlässig erkannt.
    Zur oben gestellten Frage „Dürfen digitale Technologien und Medien Veränderungen an Prozessen und Routinen vornehmen, auch wenn dies im Sinne des Nutzers geschieht?“ scheint mir die Antwort klar: ja, wenn der Benutzer darüber informiert wurde oder wenn er den digitalen Assistenten selber dementsprechend konfiguriert hat. Anstatt wie früher den Chefsekretär zu entlassen ändert der „Chef“ nun einfach die Konfiguration des Assistenten.

    Der digitale Assistent als Teampartner und Freund
    Vom digitalen Coach wäre es dann kein grosser Schritt mehr zum digitalen Mitarbeiter. Als Mitarbeiter würde das System gewisse Arbeiten, die eigentlich der „Chef“ ausführen sollte, übernimmt. Indem der digitale Assistent beispielsweise gewisse E-Mails selbst beantwortet. Oder indem er eingehende Emails in selbst angelegte Kategorien einordnet und sie dem Benutzer dann im „richtigen“ Zusammenhang präsentiert.

    Beurteilung: die digitalen Assistenten der Zukunft werden Freunde und Mitarbeiter sein, denn das entspricht einem Bedürfnis. Solche sehr persönlichen Assistenten werden irgendwann von vielen Menschen nicht nur im Beruf , sondern auch im Alltag benutzt werden – vorausgesetzt kein Unberechtigter – auch der Staat (China) und die Herstellerfirma nicht -, erfährt von meinem Austausch mit meinem digitalen Assistenten irgend etwas.
    Grund für diese Einschätzung: ELIZA (Joseph Weizenbaums Chat-Programm) zeigte bereits, dass Menschen bereit sind sehr persönliche Gespräche mit Computern zu führen. Das verwundert mich nicht. Denn Menschen, beispielsweise Psychiater, Mitarbeiter, Chefs, selbst Sekretäre, können sehr schnell gefährlich werden, denn sie sind immer auch Konkurrenten oder sie tauschen sich mit anderen aus. Ein 100% persönlicher und intelligenter Assistent und digitaler Freund, der nur für die Besitzerin arbeitet ist der geheime Traum Vieler. Und sobald es das gibt, wird jede Nicht-Chinesin solch eine digitale Freundin wollen.

    • @Martin Holzherr
      Danke für Ihren interessanten Kommentar! Die Analogie zu einem Sekretariat finde ich sehr spannend und ich glaube auch, dass die Entwicklung dahin geht, dass wir irgendwann einen digitalen persönlichen Assistenten haben, der uns im Job und im Alltag hilft. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg, auf dem viele technische Herausforderungen zu lösen sind.

      Wie Sie in Ihrem anderen Kommentar andeuten, ist es aber nicht mit der Technologie alleine getan. Ganz so einfach finde ich z. B. die Frage, was Technologie eigentlich darf, nicht zu beantworten. Ich fürchte nämlich, dass es im Falle falscher Priorisierung nicht immer mit einer Rekonfiguration getan ist. Irgendwann wird eine Situation kommen, in der es auch um Haftung geht. Einen Menschen kann ich neben der arbeitsrechtlichen Konsequenz (Kündigung) im Extremfall auch juristisch belangen. Er kann “schuld” oder “verantwortlich” sein. Geht das auch bei Technologie? Wer ist schuld (im rechtlichen, aber auch im moralischen Sinn), wenn Technologie “vergisst”, den Chef darüber zu informieren, dass der Not-Aus-Schalter einer Maschine defekt ist und ein Mensch dadurch zu Schaden kommt?

  2. Herr Schmidt,
    Digitaler Stress,
    ein System, dass Stress erkennen kann, das ist schon mal vorbildlich.
    Um den Stress abzubauen, erscheint z.B. auf dem Display meines Autos die Warnung “Fahren Sie vorsichtig”. Diese Warnung kommt, wenn ich Schlangenlinien gefahren bin. Dann muss ich auf “OK” drücken, sonst folgt ein Warnton.
    Gut gedacht, als Warnung bei alkoholisiertem Fahren.
    Mich nervt diese Warnung des Bordcomputers, weil ich keinen Alkohol trinke. Es fehlt also die “Aus-Taste”.
    Beim Smartphone fehlt eine automatische Aus-Taste, z.B. während des Autofahrens. Etwa 1/4 der Verkehrsteilnehmer telefoniert während des Autofahrens. Eine kluge Technik sollte das unterbinden.
    Aber damit bekommen wir einen Zielkonflikt. Die Anbieter der Kommunikationselektronik wollen ja , dass wir 24 Stunden erreichbar sind, das ist ihr Geschäft. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine App. , die die Verbindung unterbrechen kann, von den Smartphone Herstellern geduldet wird.
    Damit kommen wir an die Grenze der gut gemeinten Absichten.

    • @H.Wied: Ja, Fahrassistenten sind heute oft zuwenig intelligent und warnen etwa vor einem bestimmten Fahrverhalten ohne den Hintergrund zu kennen. Um beurteilen zu können ob der Fahrer wirklich fahrunfähig ist müsste es auch eine Kamera geben, die den Fahrer beobachtet und die den Fahrer „versteht“, was gar nicht einfach ist und was auch nahelegt, dass selbstfahrende Fahrzeuge heute wohl nicht mit professionellen menschlichen Chauffeuren konkurrieren können, weil sie den Verkehr und das Verhalten der Verkehrsteilnehmer nicht wirklich verstehen.
      Das zweite Beispiel, wo Technik problematisches Verhalten nicht unterbindet (hier telefonieren während dem Autofahren) , obwohl es prinzipiell möglich wäre, zeigt in meinen Augen aber ganz etwas anderes. Der Gesetzgeber ist viel langsamer als die Technologie. Denn es stimmt, die Tech-Firmen haben am Ausschalten von Technik mit der sie Geld verdienen kein Interesse und wenn schon müsste der Staat ein Eingreifen gesetzlich durchsetzen. Vielleicht kommt ja das irgendwann – in 10 Jahren vielleicht, denn die legislativen Mühlen mahlen langsam.

  3. Mir scheint, dass Sie, Herr Schmidt, mit Stress noch nicht all zu viel praktischer Erfahrungen gemacht haben. Herzfrequenz, Blutdruck., Hautleitfähigkeit sind auch Zeichen von positivem Stress wird doch der Sympathikus so oder so erregt. Negativer Stress, also eine Überforderung des Systems, schüttet dann entsprechende Hormone aus, die je nach Person entsprechende Reaktionen (mentale Zustände ) auslösen. Stress ist also eine Frage der subjektiven Verfassung einer Person (Resilenz).Ein System kann meiner Ansicht diesen Stressgrad nicht erkennen, da diese Überforderung mit medizinischen Werten nicht erfassbar sind. Wenn sie Stress bewältigen wollen, müssen sie die Ursachen ,die diesen Stress auslösen, beseitigen .

    • @Querdenker:
      Natürlich ist die Beseitigung der Auslöser ein wichtiger Baustein der Stressbewältigung (Stichwort im Beitrag: „Anforderungen reduzieren“). Der andere ist die Erhöhung der (mentalen, körperlichen, materiellen, …) Ressourcen, die ein Mensch hat, um mit den Anforderungen der Situation umgehen zu können. Beides soll unser System adressieren. Falls digitale Technologien und Medien direkt oder indirekt Auslöser sind (z. B. durch Informationsüberflutung) kann ggf. sogar ein technisches System die Stressursache verringern (z. B. durch temporäres Blockieren „unwichtiger“ Nachrichten). Andernfalls kann das System dem Menschen ggf. Tipps geben, wie es den Auslöser selbst beseitigen kann. Ob das praktisch funktioniert, möchten wir im Projekt untersuchen.

      In Bezug auf die Erkennung von Stress stimme ich Ihnen zu, dass sich Stress nicht allein anhand der biologischen bzw. physiologischen Reaktion auf einen Umweltreiz erklären lässt. Wie oben geschrieben hat meinem Verständnis nach „jeder Mensch ein anderes Stressempfinden und eine andere Belastungsgrenze“. Deshalb möchten wir darüber hinaus auch Parameter des Verhaltens (z. B. Multitasking, Antwortverhalten, Korrekturen beim Tippen) oder der Umwelt (z. B. Lärm, Wetter) erfassen, um mehr Informationen über die objektive Situation bzw. den Kontext der Person sowie dessen subjektive Wahrnehmung der Situation zu bekommen.

      Dass wir beide die gleiche Auffassung von Stress haben, ist aber nebenbei bemerkt nicht selbstverständlich, da es in der Wissenschaft viele verschiedene Stresstheorien gibt (diese Theorien disziplinübergreifend aufzuarbeiten, haben wir uns im Forschungsverbund übrigens ebenfalls als Aufgabe gestellt). Unsere Forschung basiert auf dem Transaktionalen Stressmodell, das Stress als Relation zwischen der Person und seiner Umwelt begreift und mehrere Bewertungsstufen (Appraisal) umfasst. Nach diesem Modell entsteht Stress dann, wenn die subjektiv verfügbaren Ressourcen nicht ausreichen, um mit den Anforderungen der Situation umzugehen – es ist also nicht nur der auslösende Reiz oder nur die physiologische Reaktion, sondern schließt beides mit ein. Auch wenn das eine der verbreitetsten Theorien ist, ist es nicht die einzige mögliche Sicht auf Stress. Ähnlich sieht es auch bei der Unterscheidung von positivem Stress (Eustress) und negativem Stress (Distress) aus. Noch ist es nämlich umstritten, ob es tatsächlich so etwas wie „guten Stress“ gibt, und unklar, ob sich dieser biologisch/physiologisch von negativ erlebtem Stress unterscheidet. Mit Fokus auf digitalen Stress gehen wir dieser Frage in einem anderen Projekt des Forschungsverbunds nach.

  4. Marco Schmidt,
    egal welches Stressmodell man wählt, es kommt auf die Belastung an.
    Dazu ein anderes Beispiel.
    Bei mir war um 12 Uhr mittags ein sehr hoher , sehr lauter Pfeifton zu hören. Er war aber zu kurz, um die Quelle lokalisieren zu können. Es war nicht das Ladegrät vom Handy, es war nicht das Festnetztelefon, es war nicht der leere Akku vom Staubsauger……ich suchte eine halbe Stunde, weil das Pfeifen im Abstand von 3 Minuten erfolgte.
    Ich ging sogar ins 2. Stockwerk, immer dieser hohe Pfeifton.
    Wir hatten gerade den Gemüseeintopf in der Pfanne.
    Also , ich hatte die Vermutung, das ist der Rauchmelder an der Decke. Schnell den 9 V Akku gewechselt……Wieder das Pfeifen.
    Dann holte ich mir einen Stuhl und habe in meiner Verzweiflung (bildhaft übertrieben für “keinen Plan”) die Schränke abgesucht. Und was finde ich da ? Meinen CO Gasalarmmelder. Der hat gepfiffen, weil der Dampf von dem Gemüseeintopf den Alarm ausgelöst hat.
    Jetzt frage ich Sie ? Kann man da noch von einer Reduzierung von Stress sprechen.
    Ich würde eher das Gesetz ableiten : ” Je größer die Kontrolle, desto größer der Stress.”
    Martin Holzherr,
    wir werden immer der Technologie hinterherlaufen. Deswegen wird sich der gesellschaftliche Stress so stark auswirken, dass wir alle Beruhigungsmittel brauchen werden.

  5. Zu Marco Schmidt:
    Guten Stress hat meiner Ansicht nach ein Marathonläufer der sein Ziel erreicht hat, obwohl der Körper schlapp machen wollte. Er hat sich selbst überwunden, hat seinen Körper überreizt und hat nun das wahnsinnig gute Gefühl es geschafft zu haben. Positiver Stress endet also mit einem Erfolgserlebnis, einer Ausschüttung von Glückshormonen (Endorphinen) .Negativer Stress ist eher das Ziel – um im Marathonlauf zu bleiben- nicht erreichen können. Wäre der Marathonläufer also zehn Meter vor der Ziellinie zusammengebrochen, hätten negative Stresshormone (Adrenalin, Noradrenalin) ihn überschüttet und Ängste und Depressionen verursacht. Stress wird also nur dann als Stress empfunden, wenn ich mich überfordert fühle und meine selbst gesteckten Ziele (oder die von der Gesellschaft vorgegebenen Ziele) nicht erreiche, wenn ich mich als Versager fühle.. Vielleicht sollte dieser Marathonläufer, der so kurz vor dem Ziel scheitert eine Neu Bewertung vornehmen und POSITIV denkend sagen, ich habe bis auf zehn Meter alles geschafft, Klasse ! Und schon hat er keinen negativen Stress mehr.

  6. Querdenker,
    wer beruflich voll gefordert wird, der hat jeden Tag seine Erfolgserlebnisse. Trotzdem ist er abends müde. Und wenn er nicht aufpasst, dann bemerkt er den Dauerstress (die Dauerbelastung) nicht mehr. Dann macht entweder zuerst sein Körper schlapp mit einem Herzinfarkt, oder sein Geist macht schlapp mit einem Burnout.
    Positiv denken kann man dabei immer noch mit dem Slogan : it could be worse. Dann sind wir schon beim Schwarzen Humor.

  7. Zitat aus dem Beitrag von Marco Schmidt:

    Dazu soll im Projekt ein Smartphone-basiertes Assistenzsystem entwickelt werden, das intelligente Technologien und Algorithmen einsetzt, um das Stresserleben und die Umgebung des Nutzers besser zu verstehen und individuelle und zielgerichtete Empfehlungen zu geben, wie Stress reduziert werden kann.

    Bewertung: Es kommt sehr darauf an, ob solch ein digitaler Antistresshelfer auf Wunsch des Arbeiters/Kunden eingesetzt wird oder aber auf Wunsch des Arbeitgebers. Es besteht nämlich die Gefahr, dass der Arbeitgeber den Antistresshelfer letztlich “verordnet” um seine Mitarbeiter zu überwachen.
    Eine permanente Dauerüberwachung mit digitalen Mitteln gibt es schon bei einfacheren Arbeiten. Sie greift aber auf immer weitere Bereiche über.
    Gunter Dueck sagt im SPON-Interview “Computer, Roboter und Algorithmen dienen nicht uns – wir dienen ihnen” dazu:

    Vor allem Routineaufgaben werden gewissermaßen mcdonaldisiert. Im Paketversand, im Callcenter oder an der Supermarktkasse arbeiten Menschen in gleichförmigen Prozessen. Sie sind digital überwacht, ihre Leistung wird kontinuierlich gemessen. Sie sind nur noch Räder im Getriebe der Geschäftsabläufe. Sie werden zu Sklaven der Prozesse.

    Es wäre äusserst traurig, wenn ein vom Arbeitgeber verordneter Anti-Stresshelfer letztlich zur McDonalidisierung auch der höher qualifizierten Arbeiten führen würde, indem dieser Antistress-Helfer letztlich eingesetzt würde, um die Leistung zu erhöhen.

  8. Es gibt (meiner 👓 nach) eine enge Beziehung zwischen einem Smartphone-basierten Assistenzsystem für die Erkennung und die Besänftigung von Stress und dem was man Social Robotics nennt. Denn wie bei den Sozialen Robotern geht es um die empathische Kommunikation mit dem Menschen auf emotionaler, auch affektiver Basis (⌨️, you dam machine ).
    Bis jetzt waren soziale Roboter kein Erfolg, aber das kann sich ändern, wenn sie “echter” werden und aufhören blöd zu grinsen und auf dumme Art und Weise gute Laune zu verbreiten. Der Artikel Honda Research Institute roboticists are experimenting with social robots as a new kind of trustful companion stellt den Versuch vor, soziale Robotik auf eine neue Stufe zu heben. Ein Trustful Companion 💝, also ein Gegenüber, dem man vertrauen kann und das für mich da ist, das wirkt allein schon durch die Präsenz als Gegenmittel gegen Stress.
    Ein Gegenüber aber kann ein sozialer Roboter nur sein, wenn er auch selbst eine Art Persönlichkeit hat und auf die Persönlichkeit des Anderen “antworten” kann. Im eben verlinkten Artikel liest man dazu:

    Das Ziel wird sein, so zu kommunizieren, dass die empfangende Person nicht nur die übermittelten Informationen versteht, sondern auch auf Harus (den sozialen Roboter) eigenen Verhaltenszustand und seine Anwesenheit schließen kann. Dadurch wird im Idealfall die empathische Beziehung zwischen Haru und dem Menschen in zwei Richtungen möglich.

    Beurteilung der Beziehung “soziale Robotik” 🆚💑 Antistress -Begleiter/Asisstent: Ein Antistress-Asisstent kann nur erfolgreich sein, wenn er auf die Person, die er assistiert, eingeht, indem er Rückmeldungen verarbeitet. Bei Stressreaktionen sind die Rückmeldungen aber nicht nur verbal, sie sind auch emotional und affektiv. Diese Gefühlsmodalitäten müssen vom Antistress-Assistent nicht nur erkannt werden, sondern auch auf empathische, emotionale Art “gespiegelt”, beantwortet werden.

  9. M. Holzherr
    “Antistressbegleiter”
    Wenn dieser Antistressbegleiter auch “spiegeln” soll, dann kann er ja mehr als viele Psychotherapeuten, mal ironisch gesagt. “Spiegeln”, also Empathie, ist und bleibt eine menschliche Eigenschaft, da entsprechende Spiegelneuronen uns dazu befähigen. Ein Antistressbegleiter müsste Gefühle, die sich aus Stress ergeben bzw. den Erfolgsdruck den wir aufbauen um Stress zu erzeugen, nachempfinden können und präventiv einschreiten.

  10. Besten Dank Marco für diese interessante Vorstellung. Eine der mich faszinierenden Gedanken betrifft die Frage, ob die unmittelbare Präsenz des Smartphones (der App) eine conditio sine qua non für die (digitale) Stressreduktion ist. Alleinig, dadurch dass das eventuell selbst stressende Smartphone (oder Device) in meiner unmittelbaren Nähe ist, kann es erst sensitiv für meinen Zustand, mein Befinden werden, und es gelingt eine effektive Stressreduktion oder -intervention. Wie sich dieses Dilemma lösen lässt bzw. welche Strategien hier gefunden werden, darauf bin ich sehr gespannt.

  11. @Querdenker (Zitat):

    Ein Antistressbegleiter müsste Gefühle, die sich aus Stress ergeben bzw. den Erfolgsdruck den wir aufbauen um Stress zu erzeugen, nachempfinden können

    Ja, so ist es. Wobei nachempfinden etwas viel verlangt ist. Es genügt, wenn der Antistressbegleiter die Affekte, Gefühle und ihre indirekten Äusserungen (wie Hektik, Grimassieren, Blutdruck- und Pulsanstieg) erkennt und mittels Vergleich mit Vergleichsgruppen richtig einordnen/kategorisieren kann. Das ist schon heute möglich. Schwieriger für den Antistressbegleiter dürfte aber sein, „richtig“ zu reagieren. Einfach Verbal- und Handlungsschablonen abrufen dürfte nicht genügen. Der Assistent muss persönlich reagieren und die Beziehung zum „Klienten“ muss sich entwickeln. Das bedeutet auch, dass der Assistent die Beziehungsgeschichte präsent haben muss und wissen muss, was früher geschah und in welche Richtung es nun gehen soll. Tatsächlich verhält sich ein solcher Assistent und Begleiter ähnlich wie ein menschlicher Coach oder gar wie ein Psychologe/Psychotherapeut.

    Kurzum: solch ein Begleiter ist eher eine Zielvorstellung, ein Anforderungsprofil als etwas was es schon gibt.

  12. Früher hat man gesagt ´Fernsehen macht dumm´. Als man diese Behauptung untersucht hat, hat man festgestellt, dass die Art und Weise der Nutzung des Fernsehers entscheidend ist:
    Es gibt Leute, welche sich hauptsächlich solche Sendungen ansehen, welche einen guten Informationsgehalt haben (Nachrichten, Wissenschaftssendungen). Hier hilft der Fernseher, den eigenen Horizont zu erweitern.
    Und es gibt Leute, welche das Fernsehprogramm ausschließlich dazu benutzen, sich berieseln zu lassen und die Zeit totzuschlagen. So macht Fernsehen dumm.

    Ähnlich ist es mit den digitalen Geräten/Programmen: Man kann sie als Hilfsinstrument verwenden um die Lebensqualiät zu verbesssern, aber man kann sie auch so nutzen, dass die Lebensqualität sinkt (Stress).

    Z.B. gibt es Armbanduhren mit 10-Jahres.Batterie – eine solche Uhr reicht vollkommen aus, um langfristig die Zeit abzulesen.
    Es gibt aber auch die Smart-Watch: Diese muss man spätestens jeden zweiten Tag an ein Ladegerät hängen. D.h. bei Nutzung dieses Gerätes verschwendet man dabei jedesmal einen Teil der eigenen Lebenszeit und steht dabei unter dem Stress diese Aktion rechtzeitig auszuführen bevor der Akku leer ist = sinnlose Zeitverschwendung.

    Ähnlich ist es mit vielen anderen Geräten/Apps: man sollte genau überliegen ob man sie wirklich braucht oder ob sie nur Zeiträuber und Stresserzeuger sind.

    • @KRichard (Zitat):

      Z.B. gibt es Armbanduhren mit 10-Jahres.Batterie – eine solche Uhr reicht vollkommen aus, um langfristig die Zeit abzulesen.
      Es gibt aber auch die Smart-Watch: Diese muss man spätestens jeden zweiten Tag an ein Ladegerät hängen.

      Nur ist die Smart Watch eben nicht (in erster Linie) dazu da, die Zeit abzulesen, sondern sie dient dazu alle möglichen Informationen unmittelbar vor Augen zu haben (Uhren nur zum Zeitablesen sind im Smartphone-Zeitalter sowieso komplett überflüssig).
      Vieles was wir wollen und was uns dauernd beschäftigt hat aber ein Stress- und sogar ein Suchtpotenzial – siehe soziale Medien. Besonders schlimm wird es aber, wenn diese neue Medien direkt in den Arbeitsprozess integriert werden und als Folge davon schon beim Auffahren des Arbeitsplatzrechners 50 neue EMails angezeigt werden. Wenn dann der Arbeitgeber oder man selbst erwartet, dass man die wichtigen EMails alle innerhalb 10 Minuten beantwortet, dann ist Stress nicht mehr weit und nach ein paar Monaten stellt sich vielleicht sogar ein Burn-Out ein. Trotzdem kann es sinnvoll sein all die neuen Möglichkeiten zu nutzen, wobei es aber sehr hilfreich wäre, wenn es einen Filter und einen intelligenten Gatekeeper gäbe, der mir die Information in der richtigen Form und zur richtigen Zeit anzeigt. Wie ich in meinen Vorgängerkommentaren schon geschrieben habe, gibt/gab es schon immer Gatekeeper, die die Eingangstüre beispielsweise zum Chef unter Kontrolle hielten. Solche Gatekeeper benötigt nun halt auch der normale Arbeiter, nicht nur der Chef.

      • Wenn dann der Arbeitgeber oder man selbst erwartet, dass man die wichtigen EMails alle innerhalb 10 Minuten beantwortet, dann ist Stress nicht mehr weit und nach ein paar Monaten stellt sich vielleicht sogar ein Burn-Out ein.

        Selbstorganisation und Zeit-Management hier als Stichworte, das Problem ist ja auch nicht neu; wer schwierige und komplexe Arbeit leistet, soll sich nicht stören lassen, der Software-Entwickler beispielsweise kann während der Arbeit schlecht telefonisch erreichbar sein und der Handwerker / Handwerksmeister, der am Gerät tüftelt, sich ebenfalls viel (kurzfristig) merken muss, kann nicht sinnvollerweise während der Arbeit fortlaufend Kundenkontakt haben.

    • Früher hat man gesagt ´Fernsehen macht dumm´. Als man diese Behauptung untersucht hat, hat man festgestellt, dass die Art und Weise der Nutzung des Fernsehers entscheidend ist:

      Als Rundfunkgeräte aufkamen, haben die Nutzer oft stundenlang und sinnlos konsumiert, weil sie sich gut unterhalten fühlten, das Medium neu war und es vor allem (fast) gratis war, nun, nach Anschaffung des Geräts zumindest.
      Da musste sich erst eine Rundfunk-Kompetenz herausarbeiten beim Nutzer.
      Ähnlich ist es im Web, Dr. Webbaer ist seit mehr als 40 Jahren im Bereich der netzwerkbasierten Kommunikation dabei, als Early Adopter sozusagen, und hat natürlich als Erstes erkannt, dass im Web selektiv zu konsumieren ist, hier muss sich sukzessive in der Menge also Webkompetenz bilden, um Stress zu meiden, um gezielt das zu bekommen, was gewünscht ist, möglichst nicht mehr.

      • Ob Fernseher, Internet, SmartWatch oder irgendeine App – man sollte immer überlegen: brauche ich dieses Gerät oder diese Information. D.h. intelligentes Verhalten ist gefragt.

        Z.B. eine SmartWatch muss man spätestens jeden 2. Tag aufladen – Uhr abnehmen, Ladegerät suchen – aufladen – Ladegerät wegräumen, Uhr anlegen: dafür braucht man im Schnitt jeweils 3 Minuten; bei 180 Ladevorgängen im Jahr sind dies 9 Stunden Lebenszeit die man nur für die Gerätebedienung aufwendet.

        Wer mehr solcher Zeitfresser zu bedienen hat, verschwendet entsprechend mehr Lebenszeit/-qualität.

        off topic:
        Ich habe mir fest vorgenommen – wenn ich einmal 80 Jahre alt bin, dann werde ich mit dem Smartphone regelmäßig ein Selfie machen. Denn so kann ich auf dem Bildschirm nachsehen, ob ich überhaupt noch lebe.

  13. Können digitale Technologien und Medien – die nachweislich selbst Stress verursachen können – auch dabei helfen, ihn zu reduzieren?

    Das geht, sofern, was sicherlich der Fall ist, das gemeinte Assistenzsystem keinen Stress selbst generiert.
    Eigenverantwortung bliebe aber ein wichtiger Einstellungsparameter für dieses Assistenzsystem.
    Manche wollen sich ja auch aufregen, die Suche nach Aufregung ist vermutlich mit ein Grund dafür, dass einige, der Schreiber dieser Zeilen weniger, sog. Social Media-Anwendungen aufsuchen.
    Peter Lustig versuchte es schlicht mit Ratschlägen, wie einfach mal abzuschalten beispielsweise, wobei es, lol, auch Löwenzahn-Software gab, die vom Schreiber dieser Zeilen zusammen mit anderen getestet worden ist.
    MFG – WB

  14. Kommentatorfreund Dr. Webbaer,
    sukzessive und begrenzt……die Realität sieht anders aus.
    Gehen Sie auf der Straße spazieren. 75 % der Ihnen entgegenkommenden Menschen schauen auf das Smartphone.
    An den Ampeln sind in einigen Städten die Lichter am Boden angebracht.
    Da hat eine Umwäzung der Gewohnheiten stattgefunden, deren Ende nicht absehbar ist. Ich prognostiziere, viel Hausarbeit bleibt liegen, viel Arbeit muss delegiert werden, weil die Freizeit nicht mehr reicht. Durch die Verwendung des Smartphones wird die Durchschnittsverschuldung der Haushalte steigen.
    Mein Gesetz: Je mehr IT desto mehr Stress.

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