An dieser Stelle werden alle Interessierten in den nächsten vier Jahren spannende Beiträge aus der Wissenschaft zum Thema “Digitaler Stress” finden. Aber zunächst möchten wir “uns” kurz vorstellen:

Wir sind ForDigitHealth – ein bayerisches Verbundsprojekt zum Thema “Gesunder Umgang mit digitalen Technologien und Medien”, welches durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert wird.

Wir sind Forscherinnen und Forscher in unterschiedlichen Positionen: Promovierende, Post-Docs und Professorinnen und Professoren.

Wir erforschen digitalen Stress in vier unterschiedlichen Clustern: die verschiedenen Formen der Nutzung digitaler Technologien und Medien (DTM), die biomedizinischen Wirkweisen von Stress und dessen Bewältigung, die Methoden und Tools um Kompetenzen im Umgang mit digitalen Stress zu fördern und die Gestaltung von DTM, um digitalen Stress zu minimieren.

Wir sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus fünf Disziplinen: Psychologie, Informatik, Medizin, Kommunikationswissenschaften und Wirtschaftsinformatik.

Wir forschen an fünf verschiedenen Universitäten in Bayern: Augsburg, Bamberg, Erlangen, München und Würzburg.

Wir haben unsere Forschung im Juni 2019 aufgenommen und arbeiten bis 2023 gemeinsam an unseren Projekten.

Und wir haben eine gemeinsame Idee: Das Phänomen digitalen Stress durch die interdisziplinäre Perspektive umfangreich zu beleuchten und gemeinsam Neues zu entdecken.

Wozu wir genau forschen, welche Probleme dabei entstanden sind, welche Fragestellungen uns gerade interessieren, wie die Forschung läuft und zu welchen Ergebnissen wir gekommen sind, möchten wir im Blog darstellen. In regelmäßigen Abständen finden Sie hier Texte von unterschiedlichen Personen aus verschiedenen Disziplinen zu den Themen “Digitaler Stress” und “Digitale Gesundheit”.

Wir freuen uns auf die gemeinsame Arbeit in den kommenden vier Jahre und hoffen alle Interessierten mit diesem Blog einen Einblick in unsere Forschung zu geben.

Forschungsverbund „Gesunder Umgang mit digitalen Technologien und Medien“ (ForDigitHealth)

Forschungsverbund „Gesunder Umgang mit digitalen Technologien und Medien“ (ForDigitHealth)

38 Kommentare

  1. Wenn wir einen neuen Reiz wahrnehmen, dann RE-AKTIVIERT das Gehirn sofort eine identische/vergleichbare eigene Erfahrung aus dem Gedächtnis.
    D.h. indem wir eigene Erfahrungen RE-AKTIVIEREN können wir sofort reagieren (dies ist ein Überlebensmechanismus). Und wir ´verstehen´ – auf Grundlage eigener Erfahrungen – was wir gerade wahrnehmen.

    Dies ist die wichtigeste grundlegende Arbeitsweise des Gehirn – und da eine ´Erfahrung´ immer aus den 5 Komponenten a) Wissen, b) Körperreaktion, c) Immun-System-Reaktion, d) Sinnes-Reaktion und e) Emotionen besteht,
    kann man so (biomedizinisch) verstehen, wieso Stress bzw. gestresste Personen sofort auf die Umwelt ansteckend wirken: denn b) bis e) sind auch Komponenten von Stress

    Kurz gesagt, wenn Sie wissen wollen wie wir auf Stress reagieren, müssen Sie zuerst grundsätzlich verstehen, wie DENKEN funktioniert.

    Im Rahmen der sogenannten ´Nahtod-Erfahrung´(NTE) kann man bewusst erleben, wie das Gehirn einen einzelnen Reiz verarbeitet (Inhalte, Strukturen). Dieser direkte Zugang zur Arbeitseise des Gehirns ist einzigartig – und wird bisher von der Forschung ignoriert.
    Per Google-suche [Kinseher NDERF den_nte] finden Sie eine kostenlos zugänglich PDF mit dem weltweit einzigen kompletten Erklärungsmodell für NTEs. (wenn Sie Geld ausgeben wollen; mein Buch /E-Buch gibt es im Handel: Kinesher Richard: Pfusch, Betrug, Nahtod-Erfahrung)

    (Bei Interesse können Sie tiefergehende Informationen von mir erhalten – z,B habe ich eine Liste mit über 450 wissenschaftlichen Arbeiten in den letzten 5 Jahren zusammengestellt (mit DOI-Nr), mit denen sich Details meines NTE-Erklärungsmodells belegen lassen.)

  2. Korrektur,
    per Google muss man nach [Kinseher NDERF denken_nte] suchen.

    (der Inhalt des ersten Satzes in meinem vorherigen Beitrag entspricht übrigens der ´predictive coding theory´.
    Die predictive coding theory beschreibt, wie man sofort auf einen neuen Reiz reagiert.

    Die Arbeitsweise des Gehirn lässt aber auch noch einen zweiten, langsameren Arbeitsschritt erkennen.
    Für diese beiden unterschiedlich schnellen Arbeitsweisen des Gehirns gibt es einen Fachbegriff ´system 1 – system 2´ oder ´thinking fast – thinking slow´ – von Prof. Kahnemann)

  3. KRichard: “…, müssen sie zuerst grundsätzlich verstehen, wie DENKEN funktioniert.”

    Grundsätzlich? Ab welchem Alter?
    Und funktionales Denken ist schon mal grundsätzlich unbrauchbar!

  4. ´Grundsätzlich´ bedeutet – dass man versteht, wie ein einzelner Reiz verarbeitet wird.
    Im Rahmen von NTEs kann man bewusst erleben wie ein einzelner Reiz(Gedanke) systematisch und strukturiert verarbeitet wird. D.h. man kann die Arbeitsweise des Gehirns auf Grundlage eines bewussten erlebbaren Zugangs verstehen. Wenn man die dabei erlebten Inhalte analysiert, lässt sich DENKEN als Ergebnis einer Mustervergleichsaktivität mit drei einfachen Regeln beschreiben.

    Dieser direkte Zugang (= introspektiv) zur Arbeitsweise des Gehirn wurde bisher von der seriösen Forschung/Wissenschaft nicht beachtet, weil man das Thema NTE nur ignoriert und der Esoterik überlassen hat.

    Bisher hat man nur Zugang zu Aktivitäten *) des Gehirns – aber nicht zu den Inhalten, wie sie bei NTEs erkennbar sind ( *) = bisher verwendete Methoden sind z.B. fMRT, EEG, PET, N-IR, Elektroden im Gehirn, …).
    Über die Analyse von reaktivierten Inhalten kann man z.B. Arbeitsweisen des Gehirns verstehen, die über reine Aktivitätsmuster-Messungen unverständlich bleiben.
    z.B.
    Bei NTEs ist deutlich erkennbar, dass z.B. Inhalte des episodischen Gedächtnisses in hierarchisch/zeitlicher auf- bzw. absteigender Reihenfolge reaktiviert werden. D.h. das Gehirn arbeitet mit zwei unterschiedlichen Strategien:
    In der AUF-steigenden Reihenfolge werden Erlebnisse ab dem 5. Schwangerschaftsmonat reaktiviert und so bewusst erlebbar. (Dies wird von der Gedächtnisforschung bisher nicht beachtet !!! )
    In der AB-steigenden Reihenfolge werden Erlebnisse ab dem aktuellen Alter bis zum 2.-4. Lebensjahr bewusst erinnert. (Diese Grenze des Erinnerns ist als ´infantile Amnesie´ bekannt.)

  5. @hto, noch eine Anmerkung

    Als ich verstanden habe, dass im Rahmen von NTEs Erlebnisse ab dem 5. Schwangerschaftsmonat lebenslang dem bewussten Erinnern zugänglich sind – war mir sofort klar, was das bedeutet:
    Wer als erster Wissenschaftler (m,w,d) diese Information in Form einer wissenschaftlichen Arbeit veröffentlicht – dürfte gute Chancen für den Nobel Preis haben. Denn diese Information ist für die Gedächtnisforschung von vergleichbarer Bedeutung, wie es die Entdeckung der Doppel-Helix-Struktur für die Genetik war.

    Bisher hat die Gehirn-Gedächtnisforschung überhaupt keine vernünftige Idee dazu, was mit unseren Erfahrungen aus dem Zeitbereich vor der Grenze infantile Amnesie passiert.
    bei NTEs zeigt sich deutlich/nachvollziehbar, dass diese Erlebnisse lebenslang vorhanden sind und dass nur die Arbeitsstrategie des Gehirns darüber entscheidet, wann/wie diese Informationen erinnert werden.

  6. @Senf
    Die Forschungsgruppe ForDigitHealth forscht unter anderem über die biomedizinische Wirkweise von Stress. Um die Wirkweise von Stress verstehen und ihn vermeiden/bewältigen zu können – sollte man prinzipielle Arbeitsweisen des Gehirns verstehen.
    Nahtod-Erfahrungen lassen sich komplett als Ergebnis eines strukturierten Erinnerungsvorgangs erklären – wobei man bewusst erleben kann, wie das Gehirn einen einzelnen Reiz(Gedanken) verarbeitet. Einen direkteren Zugang zum Gehirn gibt es nicht.

    Wenn Sie meinen Artikel per Google gesucht und gelesen hätten – dann hätten Sie meine eindeutige Aussage gefunden, dass ich den Begriff ´Nahtod-Erfahrung´ für völlig unsinnig halte! Aber ich muss diesen Begriff leider verwenden, weil er seit Jahrzehnten von der Wissenschaft für eine bestimmte Gruppe strukturierter Erlebnisse mit ähnlichem Inhalt in der Fachliteratur vorgegeben wird.
    Der Titel meines aktuellen Buches lautet ´Pfusch, Betrug, Nahtod-Erfahrung´. Mit diesen Vorwürfen im Titel beschreibe ich die ´Qualität´ von bisherigen wissenschaftlichen und journalistischen Veröffentichungen zu diesem Thema.

    Mehr kann man kaum tun, um sich von esoterischem Gedankengut zu distanzieren.

  7. Keine Panik Herr Senf, KRichard ist immernoch auf dem Weg der straighten Annahme das Leben wäre zufällig, einmalig und von illusionärer Sinnhaftigkeit, ganz wie es die Wissenschaft …

    Wie er seine “Forschung” betrieben hat wäre vielleicht noch interessant, wenn …

  8. Meine Ansicht ist: Wenn die Internetdiskussion zu nervig ist, dann sollte man raus in die Natur oder Kneipe gehen und dort “wirkliche Menschen” treffen.

    Gruss
    Rudi Knoth

  9. Und hier noch etwas zum Nachdenken für den Forschungsverbund:

    Eine Menschheit die sich Mensch als vom “Individualbewusstsein” und vom “gesunden” Konkurrenzdenken im nun “freiheitlichen” Wettbewerb her definiert, dabei nachweislich im zeitgeistlich-reformistischen Kreislauf des imperialistischen Faschismus ihre zweifelhaften Vorstellungen “bewegt”, kann nicht mit den Möglichkeiten des Internet wirklich-wahrhaftig / geistig-heilend kompatibel sein, sondern nur mehr verstärkt schädlich-bewusstseinsbetäubend vegetieren.

  10. hto,
    richtig, die digitalen Medien werden uns noch weiter von der Natur entzweien. Das Recht auf “Ruhe” wird in den nächsten 30 Jahren in das GG aufgenommen werden müssen.

    Forscher,
    das ist einmal ein umfangreiches Aufgabengebiet, und wenn es Euch gelingt , einen praktischen Vorschlag umzusetzen, dann hat es sich gelohnt.
    Bei mir in der Küche und im Wohnzimmer piepst immer ein Gerät.
    Die Kaffeemaschine wenn sie fertig ist, die Geschirrspülmaschine, das Aufladegerät vom Handy, der Rauchmelder, wenn sein Akku leer wird. Das ist alles gut und wichtig aber warum verwenden die meisten die gleichen Signalgeber. Ich weiß nicht ob das Ladegerät piepst oder der Rauchmelder. Da gehören verschiedene Signalgeber hin, das sich das unterscheiden lässt. Vorschlag 1 !

  11. KRichard
    “Wie das Gehirn einen einzelnen Reiz(Gedanken) verarbeitet…”
    Das sehen sie übrigens auch in der Achtsamkeit/Meditation. Die buddhistische Philosophie (Vipassana Meditation) baut darauf das sie ihre Gedanken erkennen und den Ursprung von diesen . Gedanken sind für das Gehirn “Realitäten” weil es glaubt, dass sie wahr sind, weil es sich mit ihnen identifiziert.

  12. hto,
    Alexa fehlt noch, es gibt Menschen, die sind süchtig nach Alexa. Wenn man bedenkt, dass die 100 € kostet und noch mehr, wenn du auf sie hörst.
    Aber sie weiß nicht alles, weil sie Dich noch nicht kennt. Tu ihr doch mal den Gefallen und frage sie , wer mit ihr konkurriert.

  13. @Querdenker
    Danke für den Hinweis

    Die bei NTEs erkennbaren Inhalte erlauben einen anderen, direkteren Zugang zur Arbeitsweise des Gehirns. z.B.
    > sind Erlebnisse ab dem 5. Schwangerschaftsmonat in hierarchischer Reihenfolge erkennbar (z.B. in der gleichen Reihenfolge, wie sich die Sinne beim Foetus entwickeln) >>> dies ist z.B. ein Beleg dafür, dass Erlebnisse in dieser Reihenfolge abgespeichert und erinnert werden. Dieses Detail ist wichtig für das Verständnis unseres Gedächtnisses. >> Beim Erinnern sind auch noch zwei Strategien erkennbar: auf-/abwärts Reaktivieren von Erfahrungen

    > arbeitet das Gehirn mit einem externen Körpermodell – welches nicht Bestandteil von im Gedächtnis gespeicherten Erinnerungen ist >> damit kann man verstehen, warum das Gehirn so schnell ist und wie es Speicherplatz spart

    > können wir mit dem Begriff ´zustandsabhängiges Erinnern´ verstehen, wie das Gehirn ALTE Erfahrungen in NEUES Wissen umwandelt >> damit kann man die Grundlagen verstehen, wieso wir uns lebenslang als die gleiche Person empfinden, obwohl wir uns dauernd verändern

    > werden alle Erfahrungen in der zeitlichen Gegenwartsform gemacht, abgespeichert und so wieder erinnert >> auch dies ist ein ´Trick´ des Gehirns, der eine schnellste Reaktion ermöglicht.

    Das wären nur 4 Beispiele dazu, was man bei NTEs erkennen kann – bei einer Meditation aber nicht

  14. K.Richard
    “Alte Erfahrungen in Neues Wissen umwandelt”
    Dieser Prozess besteht ja ständig und beginnt mit dem Wach werden morgens. Das Gehirn bewertet alles -aber auch alles -auf der Basis bereits bestehender Erfahrungen. Letzteres geschieht zum großen Teil unbewusst. Dieser Bewertungsprozess schafft ständig neue Muster, die sie durch Meditation erkennen können, Hier können sie auch erkennen, dass Sie ein “ICH” haben, was aus Gedanken, Gefühlen, Empfindungen besteht mit denen sie sich identifizieren und was wiederum ihre Glaubensmuster, die sie zum Handeln bewegen, als ihr “SELBST” suggerieren. Neues Wissen bedient also dieses imaginäre ICH in dem Sinne, dass Sie diese Glaubensmuster ergänzen oder neue Muster anlegen.
    Erfahrungen werden auf Grund von neuen Realitäten gemacht. Da Gedanken vom Gehirn als ” Realität” angesehen werden, bewertet werden, werden also auch so ständig neue subjektive Erfahrungen projiziert. Das Gehirn produziert so ständig ihre subjektive Scheinwelt die sie wiederum auch durch Meditation /Achtsamkeit erkennen können.
    EMPFINDUNGEN sind übrigens im KörperGedächtnis gespeicherte Erinnerungen, die sie am besten über die Meditation entschlüsseln ….

  15. @Querdenker
    einer der Forschungscluster von ForDIgitHealth ist die biomedizinische Wirkweise von Stress und deren Bewältigung
    Einer der Vorteile von NTEs ist es, dass hierbei Erfahrungen in hierarchischer Reihenfolge so erinnert werden, dass sie dem bewussten Erleben zugänglich sind – so dass die Inhalte definierbaren Erfahrungszeiträumen zugeordnet werden können. Wenn man reaktivierte Inhalte/Strukturen erforschen würde, könnte man die Arbeitsweise des Gehirns und somit seine biomedizinische Wirkweise besser verstehen

    Sie haben übrigens Fehler gemacht: das SELBST existiert vor dem ICH.

    Das SELBST existiert ab dem Zeitpunkt, wo unser Gehirn eigene Erfahrungen im Gedächtnis abspeichert (ca. ab dem 5. Schwangerschaftsmonat). Das ICH entwickelt sich erst ab dem 2. Lebensjahr, sobald wir lernen uns von unserer Umwelt als eigenständiges ICH-Wesen abzugrenzen – und lernen uns mit Worten auszudrücken. Das ICH hat keine Dauer, sondern wird ständig und in Abhängigkeit von der Umwelt neu gestaltet (Prof. Precht´s Buch ´Wer bin ICH und wenn ja – wieviele´ widmet sich dieser Thematik)

    Auch bei den Begriffen ´Realität/Wirklichkeit´ sollte man genauer sein.
    Wenn sie z.B. einen Kinofilm anschauen, dann ist die Tatsache, dass der Film nur aus Einzelfotos besteht – die Realität. Und Wirklichkeit ist das, was wir sehen: bewegte Bilder.

  16. Bewusstsein: Wenn die Realität keine Wirklichkeit hat, dann bist du tot und erkennst (wenn du entsprechend bereit bist!) die zweifelsfrei-eindeutige Wahrheit und ihre Möglichkeiten, auch/besonders für die immernoch stumpf-, blöd- und wahnsinnig wirksame Realität von Mensch 😉

  17. @Querdenker

    Ist es im Buddhismus nicht so, dass Mensch zum Selbst findet, indem Mensch das ICH und somit die emotionserzeugenden/bewertenden Gefühle überwindet?

    Und wenn alle das Selbst finden, wird Mensch gänzlich zum Mensch und erkennt den Geist der uns alle im selben Maße “durchströmt” und …!?

  18. Stressbewältigung ist vernünftig. Vergesst dabei die Religionen nicht.
    Kontemplation ist eine Form von Stressbewältigung.
    Noch besser wäre es, den Stress zu vermeiden. Dazu ist es notwendig, über den Sinn des Lebens nachzudenken und Prioritäten zu setzen.
    hto
    jetzt bist du gefordert !

  19. Der Sinn des Lebens:

    Den geistigen Stillstand seit der “Vertreibung aus dem Paradies” (Mensch erster und bisher einzige geistige Evolutionssprung) mittels Vernunftbegabung und zweifelsfrei-eindeutiger Wahrheit/Verantwortungsbewusstsein zu überwinden.

    Erst wenn Mensch OHNE die wettbewerbsbedingte Symptomatik/Unwahrheit in “Wer soll das bezahlen?” und “Arbeit macht frei” wirklich-wahrhaftig zusammen lebt, also Mensch sich keinen Stress mehr macht um Steuern zahlen, “Sozial”-Abgaben, manipulativ-schwankende “Werte”, irrationalem Zeit-/Leistungsdruck zu/in einer Karriere von Kindesbeinen, usw., auf der Basis eines UNKORRUMPIERBAREN Menschenrechts zu KOSTENLOSER Nahrung, MIETFREIEM Wohnen und KASSEN-/KLASSENLOSER Gesundheit, werden Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit garantierbar GRUNDSÄTZLICH und PRINZIPIELL demokratisch und ökonomisch-ökologisch für Mensch und Natur organisiert (NICHT regiert, nicht konfusioniert und nicht ausgebeutet!) werden.

    Ganz speziell für Dich fliegenklatsche:
    Arbeit ohne Stress und ohne Sozialneid, ganz wie in Matthäus 20, 1-16
    Wobei man sich darüber klar sein muss: “Gott”, das sind wir, wenn wir so handeln wie es der Geist WAHRHAFTIG für Vernunft und Verantwortungsbewusstsein in GLEICHNISSEN beschrieben/verschlüsselt darstellt!!!

  20. Zu hto:
    Sehe ich auch so. Das SELBST wird gefunden durch die Ausschaltung des “ICH” ,also des EGO. Letzteres ist Bestandteil der altindischen Philosophie/Mystik. Das SELBST (Brahman/Atman) in dem höhere Erkenntnisse möglich sein sollen. Die gesamte heutige Esoterik bezieht ihre Existenz auf die Erkennung des eigenen SELBST. In dieser Szene tummeln sich unzählige Gurus und Scharlatane die damit viel Geld machen Das SELBST ist ein Mediationszustand den es im Buddhismus nicht gibt und der auf “Reines Gewahrsein” beruht. (Reines Gewahrsein ist der Schlüssel für die Erkennung des eigenen SELBST und für das Verständnis des Buddhismus)So gesehen hat KRichard Recht, da das SELBST vor dem ICH da war, da Babys noch kein EGO aufgebaut haben, also noch nicht manipuliert wurden.

  21. @Querdenker
    Wenn ein Baby auf die Welt kommt, besitzt es ein SELBST – welches z.B. durch verschiedene Reflexe zu erkennen ist: z.B. Saug-Reflex, Greif-Reflex, Schreit-Reflex.

    Das SELBST sorgt dafür, dass wir bzw. unser Körper funktionieren und überleben können, indem grundlegende Körperfunktionen gesteuert werden.

    Das SELBST ist die Grundlage unserer Existenz – das ganze Leben lang.

    Wenn esoterische Schamanen/Gurus auf die Erkennung des eigenen SELBST sehr viel Wert legen – dann ist dies ein Unfug. Denn das SELBST ist zwar wichtig in dem Sinne, dass es unsere Körperfunktionen steuert und uns so am Leben erhält – Aber unsere wirkliche soziale Bedeutung und individuelle Identität erhalten wir erst durch das Wissen und die Erfahrungen unseres ICH-Lebens, die dann unsere persönliche ICH-Identität ausmachen.

    (Im Rahmen von NTEs ist am Inhalt reaktivierter Erlebnisse aus der Baby-Zeit deutlich erkennbar, dass ein Baby noch keine ICH-Identität entwickelt hat: Bestandteil von unseren frühesten Erlebnissen aus der Baby-Zeit ist das Gefühl einer universellen Geborgenheit – des Einsseins mit Allem.)

  22. @Querdenker: ergänzende Info

    Ein schönes Beispiel dafür, wie die Selbstregulation/-steuerung unserer Körperfunktionen durch das SELBST gestaltet wird, ist das Schielen.

    Wenn Babys/Kleinkinder schielen – dann kann man das Schielen durch gezieltes Augenmuskeltraining (Abkleben des guten Auges) oder durch eine Operation beheben.
    Wird diese Fehlstellung des Auges aber nicht korrigiert, dann schaltet das SELBST das schlechte/schielende Auge ab – in dem Sinn, dass keine Informationen von diesem Auge im Gehirn verarbeitet werden
    Obwohl das Auge eigentlich funktionsfähig wäre, wird man auf diesem Auge blind

  23. Na gut KRichard, bleiben wir also mal bei Deiner Annahme über das zufällig-einmalige und illusionär-sinnhafte Selbst, wo das Ich nur eine Frage der Programmierung ist.

    Wie ist Deiner Meinung nach der realistische Ich-gesteuerte Stress vom Überlebenskampf zur ASOZIALEN “Wir-Wirklichkeit” auf ein wirklich-wahrhaftiges Maß an Vernunft zu bringen – noch mehr bewusstseinsbetäubende Illusion durch technologische Selektion und Bildung zu ignorant-arroganter Suppenkaspermentalität?
    Bist Du womöglich auch in der Lage die einzig richtigen Ansätze dafür im Sozialismus/Kommunismus zu erkennen, was schon die christliche Lehre WAHRHEITLICH propagiert hat, oder siehst Du nur den Nobel-Preis?

  24. @Querdenker

    Das Selbst, wie es die Wohlstands- und Gewohnheitsmenschen der westlichen Welt- und “Werteordnung” für ihre zeitgeistlich-reformistische “Selbstoptimierung” missbrauchen, für das der Dalai Lama den obersten Vermarkter spielt, hat mit dem Selbst, wo der Buddhist seine Reinkarnationen erkennen und verstehen will, nur sehr wenig zu tun – ich kann mit beiden Formen nichts anfangen, weil in beiden ist mir zuviel Kapitulation und ignorante Arroganz vor dem Kreislauf und der Mitschuld des Systems unseres “Zusammenlebens”!

  25. hto,
    arbeit ohne Stress und Sozialneid, das gibt es schon. Jeder Idealist, der Freude an seiner Aufgabe hat, der empfindet sie nicht als Arbeit und tut sie auch nicht , um anderen zu imponieren, sondern um dem Anderen zu helfen.
    Was das Ich und das Selbst angeht, da sollte man mal Sigmund Freud kontaktieren. Dessen drei Schichten-Theorie über die menschliche Psyche, die ist auch eine geeignete Erklärung.

  26. @hto: off topic
    Ich habe schon ab der Kindheit gelernt, dass man für sein eigenes Leben selbst Verantwortung übernehmen muss.

    Ab einem bestimmten Alter sollte man in der Lage sein, zu wissen, dass man nicht anderen Menschen die Schuld für Fehler des eigenen Lebens geben darf.

    D.h. wenn etwas in dem eigenen Leben nicht so läuft, wie man es gerne hätte, muss man sich eigenständig um Veränderung bemühen. Man ist selbst daran ´schuld´, wie es einem geht.

  27. Zu Fliegenklatsche
    “Stressbewältigung”
    Es gibt ja nun mal positiven und negativen Stress. Negativer Stress besteht häufig aus falschen Programmen, Denkmustern, Ängsten etc. Die Person ist sozusagen falsch programmiert und damit mit falschen Gedanken codiert. Sobald diese Gedanken (Reize) im Bewusstsein auftauchen, entsteht notgedrungen eine biochemische Reaktion mit Reizung des Symphatikus, Ausschüttung von Stresshormonen, Gereiztheit, Wut, Aggression,Hass etc…Da unsere Gesellschaft die Menschen total überreizt wird bei vielen diese Überreaktion zum Dauerzustand, was dann letztlich auch zu organischen Krankheiten führt.
    Die Schulmedizin scheint hier wenig helfen zu können, da sie nur die Erscheinungen behandelt und nicht die Ursachen. Daher erkläre ich mir den Zulauf von solchen esoterischen “Heilmethoden” .Menschen, die psychisch platt sind, suchen einen Strohhalm der sie rettet. Letzteres nutzen auch viele “Seelenfänger” der Eso -Szene, Heilpraktiker ,Schamanen, Geistheiler etc (Dieses Geschäft boomt mit über 20 Milliarden Umsatz im Jahr)…Die, die in dieser Hochleistungsgesellschaft als Erste durchs Raster fallen, bezahlen viel Geld für die Hoffnung auf eine “Heilung”. Je mehr Stress dieses Gesellschaft bei den Menschgen entwickelt, um so besser geht es also dieser Eso-Szene .

  28. zum digitalen Stress ein konkretes Beispiel

    Ich und Kollegen hatten in der Arbeit mit programmierbaren Geräten und zugehörigen Programmen zu tun. Stress entstand meist dann, wenn man längere Zeit damit nichts mehr zu tun hatte – und dadurch einige Abläufe/Details vergessen hatte.
    Dann hockt/steht man vor Gerät/Computer und ist unter Stress – weil man sich nicht mehr erinnert, wie man Gerät/Programm korrekt bedienen kann. Dadurch verliert man viel Zeit und/oder macht Fehler

    Ich habe dieses Problem so gelöst, dass ich für jeden Arbeitsabschnitt eine detaillierte Beschreibung notiert habe (und auch wie man abbrechen kann).
    Diese Arbeitsanweisung habe ich dann von einer Person ausführen lassen, die noch nie mit dem Gerät/Programm gearbeitet hat (um zu testen ob die Anweisung immer zu einem korrekten Ergebnis leitet).

    Am Arbeitsplatz war ein Ordner mit solchen Anweisungen – den jede Person benutzen konnte, die sich unsicher fühlte.

    Mit diesem Vorgehen kann sowohl digitaler Stress wie auch fehlerhaftes Arbeiten auf einfache Weise vermieden werden.

  29. Querdenker,
    Distress und Eustress,
    Versuche mal deine Theorie einer Mutter zu erklären, die zwei Kinder hat, die sie ständig in Atem halten.
    Stress nur auf psychologische Befindlichkeiten zurückzuführen, das ist zu einfach. Es sind die Sachzwänge, die unseren Tagesablauf bestimmen. Und diese Sachzwänge kann man nicht wegreden, wenn das Baby schreit und gewindelt werden muss und gleichzeitig das andere Kind nach der Mama schreit, weil es sich benachteiligt fühlt.

    KRichard,
    Hat der Computer unsere Arbeit erleichtert oder nicht ?
    Das ist die Gretchenfrage. Ich fragte mal die Sekretärin, ob sie jetzt weniger Papier braucht, nach dem die Organisation auf EDV umgestellt worden war. Sie meinte, sie brauche mehr Papier, mehr als das Doppelte.
    Jetzt kann man auch die Amish-People verstehen. Die “digitale Modernisierung” führt zur Versklavung der Menscheit.

  30. Zu Fliegenklatsche:
    Zunächst mal gut, dass es heute noch Mütter mit zwei KIndern gibt .Den Begriff STRESS habe ich nicht erfunden sondern kommt aus einer physischen und psychische Dauerbelastung des Organismus. Positiver Stress ist zum Bsp. ein Erfolgserlebnis im Beruf, beim Sport,in der Familie, incl Triebbefriedigungen beim Sex oder beim Essen. Sachzwänge machen Stress wenn ich mich überfordert fühle, den Anforderungen des Alltags nicht gewachsen, ausgelaugt, depressiv sinnentleert.Letzteres ist von Mensch zu Mensch verschieden , je nach dem wie resilent (belastungsfähig) die Person ist. Das Beispiel, was du genannt hast, ist also ein Einzelfall und nicht unbedingt zu verallgemeinern, da man den psychischen Zustand der Frau bzw. der Kinder analysieren müsste. Im übrigen habe ich auch zwei Kinder (inzwischen erwachsen) und kenne also solche stressigen Situationen

  31. Querdenker,
    das Thema lautet ja, Digitaler Stress. Unterscheidet der sich von Analogem Stress, und wie ?
    Ich vermute mal einen Zusammenhang zwischen den automatischen Rasenmähern und dem Kleinkind, dem die Zehen abgesäbelt wurden.

    Also nicht bloß Stress sondern auch noch Körperverletzung. Unsere Professoren wollten nur “das Phänomen digitalen Stress durch die interdisziplinäre Perspektive umfangreich beleuchten und gemeinsam Neues zu entdecken.”
    Das ist ja wohl gelungen.

  32. @Fliegenklatsche
    Beim Thema ´digitaler Stress´ geht es wohl um Stress, der jetzt im Umgang mit digitalen Medien/Computer auftritt – im Gegensatz zu den Bedingungen vor/ohne Computer/-Programme

    Beispiele
    – früher arbeiteten mehrere Menschen zusammen oder trafen sich oft, um Informationen auszutauschen – heute arbeiten viele Menschen isoliert/einsam: das kann zu sozialem Stress führen
    – früher durchlief der Informationsaustausch mehrere Stufen, so dass z.B. eventuelle Fehler dabei bemerkt wurden – heute steht eine Information sofort der ganzen Welt zur Verfügung. Diese Möglichkeit kann manche Menschen unter Stress setzen – denn sie erlaubt nur 0 % Fehler! Und wenn doch ein Fehler gemacht wurde, dann wissen es alle Beteiligten – und man ist blamiert
    – ich habe in meinem vorherigen Beitrag ein Beispiel genannt. Wer länger mit einem progammierbaren Gerät bzw. einem Programm nicht gearbeitet hat – kann unter Stress kommen, wenn er/sie die Bedienung vergessen hat.
    – dazu kommen auch noch andere Stressquellen. z.B. erhielt ein Bekannter bei seiner Arbeit bis zu 90 e-mails pro Tag – und viele davon in Englisch. Das lenkte stark von der eigentlichen Arbeit ab – und kostete viel Zeit, wenn im englischen Text doppeldeutige Aussagen enthalten waren, die eine Rückfrage notwendig machten.

  33. @Fliegenklatsche: Zusatzinfo

    http://www.scinexx.de/news/medizin/brustkrebs-stress-foerdert-metastasen
    DOI: 10.1038/s41586-019-1019-4 Glucocorticoids promote breast cancer metastasis

    Das obige Tierexperiment zeigt dass/wie Stress die Bildung von Metastasen fördert. D.h. statt einem Krebsherd gibt es dadurch mehrere – was eine Behandlung erschwert

    Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig es wäre, die Mechanismen von Denken / Reizverarbeitung / Stress zu erforschen/verstehen

  34. KRichard,
    deine Erklärungen sind goldrichtig.
    aber du merkst selber, dass der Titel digitaler Stress erklärungsbedürftig ist, und deshalb ist dieser Begriff schlecht, weil sich jeder dabei etwas anderes denkt.
    Der Stress kommt ja nicht von der Digitaltechnik, sondern von der Informationsflut.
    Sogar Computer können einen overflow haben , dann stürzt das Programm ab.
    Mein Vorschlag “stressache”.

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