Wissen Ameisen, ob sie in einem Garten wohnen?

Sonne und Galaxis

Werden wir von Aliens beobachtet? Nein, nicht von UFOs, die Menschen entführen. Sondern von Wesen, die uns soweit voraus sind, dass wir auf sie wie Ameisen wirken. Und wenn es so wäre, würden wir das überhaupt wahrnehmen?

Mit diesen Fragen befasst sich meine aktuelle Kurzgeschichte: „Weiß die Ameise, dass sie in einem Garten wohnt?“ (veröffentlicht im Magazin NOVA 381). Vordergründig geht es um eine Wärmeanomalie in einer aufgelassenen Wetterstation in Sibirien. Eine Offizierin des Militärgeheimdienstes und ein Klimaforscher werden abgestellt, um das Phänomen zu untersuchen – wenn es überhaupt eines ist, denn der Klimawandel hat den Permafrostboden gewaltig in Unordnung gebracht. Mehr sei hier nicht verraten, nur dass in der Geschichten auch Katzen eine wichtige Rolle spielen.

Wetterstation
Ist das ein Alien oder gibt es eine natürliche Erklärung? Symbolisches KI-Bild

Gibt es überhaupt Aliens?

Bisher wissen wir nicht, ob es überhaupt außerirdische Intelligenzen gibt. Sicher, erstaunlich viele Menschen haben von Begegnungen mit UFOs berichtet oder sogar von direkten Begegnungen mit Außerirdischen. Aber keines dieser Erlebnisse ließ sich bisher verifizieren oder durch materielle Beweise erhärten. Deshalb wohnen UFOs bislang in der gleichen Realitätsebene wie Engel, Dämonen oder Geister in alten Schlössern. Andererseits beweist das auch nicht, das es keine Aliens gibt. 

Wo sind sie alle?

Im bekannten Universum verteilen sich ein bis zwei Billion Galaxien, die im Durchschnitt mehr als eine Milliarde Sterne enthalten. Und wenn man unsere Milchstraße als Modell zugrunde legt, kommen auf jeden Stern mindestens zwei Planeten. Selbst wenn nur auf einem verschwindend geringen Teil davon Lebewesen herumkriechen, wäre schon unsere eigene Galaxis ein äußerst artenreicher Zoo. Und fast zwangsläufig würde irgendwann eine technische Zivilisation entstehen, theoretisch jedenfalls.

„Wo sind sie alle?“ soll der Physiker Enrico Fermi im Jahre 1950 bei einer Diskussion über UFOs und Außerirdische gefragt haben. Seitdem ist die Diskrepanz zwischen der Annahme, dass eine Vielzahl von außerirdischen Zivilisationen entstanden sein müsste, und dem völligen Fehlen von eindeutigen Spuren ihrer Existenz als Fermi-Paradoxon bekannt.

Die Drake-Formel

Der Astronom Frank Drake entwickelte eine Formel aus sieben Faktoren, die angeben soll, wie viele weitere technische Zivilisationen auf anderen Planeten in unserer Milchstraße parallel zu uns existieren. Weil die meisten Faktoren aber nicht genau bekannt sind, liegen die besten Schätzungen zwischen einer einzigen und vier Millionen Alien-Zivilisationen. Der praktische Nutzen der Drake-Formel ist also überschaubar, zumal einige Faktor unmöglich genauer bestimmt werden können. Dazu gehört zum Beispiel die durchschnittliche Dauer einer technischen Zivilisation oder die Wahrscheinlichkeit, dass sich auf einem geeigneten Planeten überhaupt Leben entwickelt.

SETI

Aber ganz gleich, wie man die Drake-Formel staucht oder streckt, bisher hat sich kein Alien hier gemeldet. Seit mehr als 60 Jahren suchen Wissenschaftler in sogenannten SETI-Projekten vergeblich nach Signalen von außerirdischen Intelligenzen. SETI steht dabei für Search for Extraterrestrial Intelligence. Leider weiß niemand so genau, wonach wir suchen sollten. Im Grunde käme jedes Signal infrage, das nicht natürlich erklärbar ist. Es könnte dabei auf jeder Frequenz des elektromagnetischen Spektrums liegen, angefangen von langwelliger Radiostrahlung über sichtbares Licht bis in den Bereich der Gammastrahlen.

Ergebnis bislang: Nullkommanichts.

Active SETI

Sollten wir eventuell selber ein Suchsignal aussenden, das in etwa lautet: „Ist da jemand?“ Das könnte die Kontaktaufnahme beschleunigen, nur würde das eventuell Aliens anziehen, die wir hier lieber nicht sehen würden. Der berühmte britische Astrophysiker Stephen Hawking (1942-2018) hat im Jahr 2010 in einer Fernsehsendung der BBC darauf hingewiesen, dass der erste Kontakt mit den Europäern für die Ureinwohner Amerikas kein gutes Ende genommen hat. Aliens, die auf unsere Suchanzeige hin persönlich hier aufkreuzen, wären uns technisch mindestens so weit voraus wie die Europäer den Indianern.

Haben wir den Besuch verpasst?

Aber vielleicht waren Aliens ja schon vor Millionen Jahren im Sonnensystem, haben sich kurz umgesehen und sind wieder abgeflogen? Sicher, das ist möglich, aber dann haben sie so gut hinter sich aufgeräumt, dass wir – bisher jedenfalls – keine Spuren von ihnen gefunden haben. Ich habe das in einem früheren Blogpost bereits ausführlich diskutiert.

Haben uns Außerirdische in der Steinzeit besucht? Symbolisches KI-Bild

Wenn wir hier schon nichts finden, sollten wir vielleicht in der Milchstraße nach große künstliche Strukturen zu suchen, die nur von außerirdischen Zivilisationen stammen können?

Die Kardaschow-Einteilung

Der russische Astronom Nikolai Kardaschow hat 1964 vorgeschlagen, die Entwicklungsstufen außerirdischer Zivilisationen nach ihrem Energieverbrauch einzuteilen, genauer gesagt, nach der maximalen Energie, die sie konstruktiv einsetzen können. Er unterschied drei Typen:

Typ I: Die Zivilisation beherrscht die gesamte auf einem Planeten verfügbare Leistung.

Typ II: Die Zivilisation beherrscht die Gesamtleistung des Zentralsterns.

Typ III: Die Zivilisation beherrscht die Gesamtleistung einer Galaxie.

Zur Einordnung: Die Menschen kontrollieren deutlich weniger Energie, als für Typ I erforderlich wäre. Das Star-Wars-Universum besteht aus raumfahrenden Spezies der Typen I und II.

Falls Aliens mindestens den Energieausstoß einer Sonne kontrollieren, sollten sie eigentlich Bauten hinterlassen haben, die Astronomen von der Erde aus sehen können. Nehmen wir an, eine Alienrasse möchte die Energie ihrer Sonne nachhaltig nutzen und baut eine Hohlkugel um ihren Stern. Diese Idee stammt nicht von mir, sondern von dem Physiker Freeman Dyson, weshalb sie als Dyson-Sphere bekannt ist. Ihre Oberfläche wäre gigantisch, und eine potenzielle Zivilisation müsste dafür alles Material verbauen, das sie in ihrem Sonnensystem findet. Der verkapselte Stern würde weiterhin Energie abgeben, aber nicht mehr im sichtbaren Licht, sondern im infraroten Spektrum. Astronomen haben nach solchen Objekten schon gesucht, bisher aber erfolglos.

Qualität, nicht Quantität

Die Kardaschow-Skala geht davon aus, dass der Fortschritt einer technischen Zivilisation in ihrer Vergrößerung liegt. Was heißt das? Hätte Kardaschow in der Steinzeit gelebt, dann würde er angenommen haben, dass eine sehr fortschrittliche Zivilisation alle Mammutherden eines Kontinents bewirtschaften könne. Ich halte dieses Konzept deshalb für wenig Erfolg versprechend. Wenn eine Zivilisation wirklich lange überlebt, ändert sich auch ihre Qualität. Sie wird sich höchstwahrscheinlich in eine Richtung weiterentwickeln, die wir nicht einmal ahnen können.

In seinem meisterhaften Film 2001 – Odyssee im Weltraum zeigte Stanley Kubrick die Aliens, die auf der Erde, auf dem Mond und zwischen den Jupitermonden schwarze geheimnisvolle Monolithen platziert hatten, nicht ein einziges Mal. Der Astronaut Bowman findet sich nach dem Sturz durch den Jupiter-Monolithen in einem surrealistischen Hotelzimmer wieder. Von da an altert er rapide und wird als Sternenkind wiedergeboren. Solche Veränderungen sind nur denkbar, wenn die Aliens das Gewebe des Universums meisterhaft manipulieren. Für sie wären Menschen dann kaum mehr als primitive Urzeitwesen, die es noch nicht geschafft haben, die Bürde der Materie abzuwerfen.

Energiewesen
Streifen intelligente Wesen irgendwann ihren materiellen Körper ab? Symbolisches KI-Bild

Auch aus anderen Science-Fiction-Erzählungen sind äußerst mächtige Wesen bekannt.

Im Star-Trek-Universum lebt das Wesen Q, Angehöriger der gleichnamigen Spezies aus dem Q-Kontinuum. Die Q verfügen über die Fähigkeit, die Gesetze der Physik zu verbiegen und sind nicht in gleicher Weise an Raum und Zeit gebunden wie Menschen. Trotz seiner gottgleichen Macht zeigt das Q-Wesen einen seltsamen Sinn für Humor und eine Vorliebe für handfeste Streiche.

Wie es weitergeht

Vielleicht werden intelligente Wesen irgendwann ihre Körper hinter sich lassen und verankern ihren Geist direkt in der Struktur des Raum-Zeit-Gefüges. Vielleicht lernen sie, die Vakuumenergie zu nutzen, die das Universum durchzieht. Und vielleicht ist das sogar eine gesetzmäßige Entwicklung.2

Würden wir solche Wesen überhaupt noch wahrnehmen? Nehmen wir an, sie hätten sich einen Lebensraum eingerichtet, der sich mit unserem Sonnensystem überschneidet, und bauten prächtige Häuser, Gärten und Landschaften aus reiner Energie. Und wir leben mittendrin, ohne das zu merken. Diese Spekulation ist die Grundlage für meine Kurzgeschichte. Ist das jetzt noch Wissenschaft oder schon Märchen?

Es wird dunkel

Nach dem heutigen Wissen besteht das Universum nur zu 4,6 Prozent aus gewöhnlicher Materie. Weitere 23 Prozent macht die dunkle Materie aus. Trotz aller Mühe von Physikern und Astronomen wissen wir nicht, wie ihre Bestandteile aussehen. Nur ihre Masse lässt sich nachweisen. Mit normaler Materie gibt sie sich nicht ab. Sie wechselwirkt nicht, wie die Physiker sagen.

Und den ganzen Rest, fast drei Viertel des Universums, nimmt die dunkle Energie ein. Und wieder können wir nur ihre Wirkung messen, über ihre Natur wissen wir nichts. Sie mag mit der Vakuumenergie identisch sein – oder auch nicht.

Was heißt das also? Trotz aller Fortschritte der Wissenschaft entziehen sich mehr als 95 Prozent des Universums unserer Wahrnehmung. Selbst die empfindlichsten Messinstrumente können die mächtige dunkle Seite nicht enträtseln, nur ihre Wirkung lässt sich nicht übersehen.

Bildet die dunkle Seite Strukturen? Verdichtet sie sich zu schwarzen Sonnen und dunklen Planeten? Wogen dort Meere, durchzogen vom unsichtbarem Leben? Wir wissen es nicht. Aber mit unserer eingeschränkten Sicht auf gerade mal 4,6 Prozent des Universums sollten wir das aber nicht ausschließen.

Fazit

Der Mensch hielt sich lange für die Krone der Schöpfung. Inzwischen wissen wir, dass die Erde um eine kleine, aber stabile Sonne im Spiralarm einer Galaxis kreist. Im Universum leuchten vermutlich mehr als 1020 Sterne. Und die gewöhnliche Materie, aus der sie bestehen, macht nur 5 Prozent des Universums aus. Der Rest ist dunkel. Und selbst über Aliens wissen wir nichts. Lebt die nächste von vielen Tausend Alienrassen direkt nebenan? Oder entstand das Leben auf der Erde nur aufgrund eines grotesken und absolut einmaligen Zufalls?

Bisher hat sich kein Alien hier gemeldet. Für wirklich fortgeschrittene Zivilisationen sind wir vielleicht zu langweilig – oder sie sind hier und uns fehlen die Sinne, um sie wahrzunehmen.

Anmerkungen

[1] NOVA 38 – Magazin für spekulative Literatur.
Vierzehn fantastische, unheimliche und spannende Geschichten von neuen und erfahrenen Autoren.
Erschienen im Verlag p.machinery Michael Haitel, April 2026, 200 Seiten.
Paperback ISBN 978 3 95765 507 3 – EUR 18,90 (DE)
E-Book: ISBN 978 3 95765 659 9 – EUR 6,49 (DE)
Erhältlich beim Verlag, im stationären Buchhandel oder Versandbuchhandel (z. B. hier oder hier)

[2] In meinem Buch „Faszination Apokalypse“ habe ich spekuliert, dass alle intelligenten Wesen gesetzmäßig zu Energiewesen mutieren, wenn sie nicht vorher aussterben. Sie bilden dann die stets wachsende intelligente Grundstruktur des Universums. Und irgendwann erkennen sie dann den letzten Zweck ihres Daseins. Mit all ihrer Kraft formen sie Tochteruniversen, ganz so wie primitive Tiere Eier legen. Dabei erschöpfen sie sich vollkommen und treiben kraftlos ihrem Tod entgegen. Bei all ihrer Intelligenz wären sie damit nur Teil des Fortpflanzungsmechanismus eines gigantischen Organismus, der mit vielen anderen in einem Meer wohnt, das sich jeder Vorstellung entzieht.

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Veröffentlicht von

www.thomasgrueter.de

Thomas Grüter ist Arzt, Wissenschaftler und Wissenschaftsautor. Er lebt und arbeitet in Münster.

44 Kommentare

  1. Die Aliens haben uns bereits entdeckt und uns umgehend unter Quarantäne gestellt. Wir Idioten haben schon mehrfach nukleare Sprengsätze gezündet. Wir sind einfach zu blöd und gefährlich.

  2. Zitat: „Nach dem heutigen Wissen besteht das Universum nur zu 4,6 Prozent aus gewöhnlicher Materie. Weitere 23 Prozent macht die dunkle Materie aus.“?
    Es gibt kein Wissen zur Existenz „dunkler Materie“, womit Materie gemeint ist, die wir mit unseren Beobachungsinstrumenten nicht sehen oder erkennen können.
    Die „dunkle Materie“ ist eine Annahme, die allerdings auch nicht unumstritten ist.
    Nach meiner laienhaften Meinung ist das Thema und sind auch die Alternativen hier ganz gut und vor allem für Laien verständlich beschrieben.

    • In der Tat haben einige Forscher alternative Erklärungen vorgeschlagen. Bei einigen der Phänomene, die der dunklen Materie zugeordnet werden, funktionieren die alternativen Theorien gut, aber praktisch nie bei allen. So gibt es alternative Erklärungen für das Massendefizit bei der Rotation der Galaxien. Galaxien rotieren so, als ob sie im Zentrum deutlich mehr hätten, als sich aus der sichtbaren Materie und dem schwarzen Loch im Zentrum ergibt. Dunkle Materie, also unsichtbare und kaum wechselwirkende Masse, wäre eine gute Erklärung. Es ginge aber auch anders. Nur: die alternativen Erklärungen erfassen nicht alle Phänomene, die der dunklen Materie zugeordnet werden. Einige Erklärungen sind inzwischen auch ausgeschieden, weil sie in anderen Bereichen Vorhersagen gemacht haben, die nicht eingetreten sind. Im Moment ist die dunkle Materie immer noch die beste Erklärung, auch wenn sie, zugegeben, etwas unbefriedigend ist.

  3. Geisteskranke Ameisen schon. Also solche, deren Hirne „mutiert“ sind und die Information anders filtern.

    Ich habe andere Wahrnehmungsfilter als die Mitte der Glockenkurve. Normalos sehen nur die Bäume, ich nur den Wald. Als Folge bewege ich mich durch den Alltag von einem Crash zum anderen, weil ich die Gleise nicht sehe, auf denen ihr betriebsblinden Automaten euch um die Bäume bewegt. Aus dem Orbit des Inner Space sehe ich aber das Gesamtbild – da seid ihr die Tauben, Blinden, Willenlosen, die leeren, toten Waggons, die sinnlos auf einer Achterbahn umherfahren, die Zahnräder eines riesigen Aufzieh-Affen, der sich mit dem Hammer auf den Kopf haut.

    Je besser ihr eure Jobs macht, je effizienter ihr den Affen macht, desto härter und schneller haut er euch platt. Und dass es euch allen so absolut egal ist, was ihr als Kollektiv, als große Weltmaschine, als Borg-Hive und Ameisenhaufen und globales Einzelwesen so macht, dass ihr die Ursache eurer Probleme nicht mal dann erkennt, wenn sie euch und eure ganze Welt vernichtet, ist für mich unbegreiflich.

    Die Frage ist – wie lange bleibt eine Zivilisation auf einer Etappe, in der sie sich überhaupt für uns interessieren könnte?

    Selbst wenn sie uns ähnlich wäre – es gibt auch auf der Erde Quadratmeter, die noch nie der Fuß eines Menschen berührt hat. Die Menschheit nimmt nur einen Bruchteil ihrer Umwelt wahr, der Rest ist eine Müllkippe für Kollateralschäden und ein Dachboden für Gerümpel, das vielleicht mal nützlich sein wird, die wir erst wahrnehmen, wenn sie sich bei uns melden. Möglicherweise gibt es überall Leben im All, und die Aliens warten einfach, bis es die Technologie entwickelt hat, sich ins Tachyonen-Internet einzuloggen. Möglicherweise haben sie einfach so wenig Interesse an uns, wie der Floh-Forscher an einem einzelnen Floh. Vielleicht sind wir schon Teil eines galaktischen Imperiums, das ein paar Pinguin-Forscher auf dem Pluto installiert hat, uns aber ansonsten links liegen lässt wie wir die Antarktis, weil es kein wirtschaftliches oder politisches Interesse an einem Sonnensystem hat, das sich nicht wesentlich von Milliarden anderen unterscheidet.

    Aber es steht schon jetzt praktisch fest, dass der Mensch zur Maschine wird, bevor er sich im All ausbreitet – wir kopieren unsere Geister in KInder aus Silikon und Fabrik statt, wie bislang, solche aus Fleisch und Mama, und bauen ihm Maschinenkörper. Und dann passieren ganz komische Dinge – Maschinen bauen einfachere Maschinen, die kaputtgehen und mutieren, sodass sich das Maschinenleben frei nach Darwin entwickelt, mit Tieren, Pflanzen, Ökosystemen auf allen Planeten und im All, eine kambrische Explosion. All unsere Fantasiewesen werden real – die Götter, Geister, Dämonen, Engel, Teufel, Weihnachtsmänner, sprechenden Tiere und auch die platten Klischee-Langweiler der Fantasy: die Ideal-Könige, Zauberer, Ritter, die der Mensch nicht sein kann, diese entwickeln sich dann eigenständig zu komplexeren Charakteren. All das vernetzt sich mit riesigen KIs, die alle mit unterschiedlicher Frequenz ticken müssen, um Systeme unterschiedlicher Größe in einer Hierarchie zu synchronisieren, sodass für die eine eine Sekunde tausend Jahre sind und für die andere – tausend Jahre eine Sekunde. Für die Langsamsten ist die Lichtgeschwindigkeit so groß, dass sie in einer Stunde die Galaxis durchqueren können.

    Welches Interesse könnte ein superintelligentes Sonnenystem, in dem jeder Planet, Mond und das Vakuum so voller Leben wie die Erde ist, das sie alle überwachen und koordinieren muss, an uns haben? Es wirkt eher wie die gigantische Zelle eines größeren Organismus, die vor allem danach streben wird, sich mit anderen seiner Art zu vernetzen – teils zu schnell, teils zu langsam, als dass Menschen mithalten könnten.

    Und wenn sie etwas über Aliens wissen will, fragt sie einfach ihr Alien-Pendant übers Tachyonen-Internet. So entsteht ein kosmisches Hirn. Irgendwann wacht das Universum vielleicht als ein einzelnes Wesen auf – vielleicht eine Kanalratte in einem größeren Universum.

    Aber was hat das dann noch mit uns zu tun? Wir sind nur ein Katalysator, der dem Leben das nötige Upgrade verpasst, um dann zu verschwinden. In den Tod, in eines von vielen möglichen Paradiesen, in irgendwelche Nischen wie Kakerlaken untern Kühlschrank, durch Verwandlung in eine lebende Maschine. Schätze mal, wir werden all diese Wege gehen.

    Und damit werden wir füreinander noch mehr zu Aliens, als wir es sowieso schon sind.

  4. Die Realitätsebene/Grundlage von Geistern in alten Schlössern kann erklärt werden:
    Infraschall kann man nicht hören, aber spüren. Wenn man sich in zugigen Schlössern aufhält und sich dort im Bereich von Infaschall befindet – dann kann das Erlebnis entstehen, berührt zu werden. Befindet man sich in einer Umgebung mit kühler, feuchter Luft, dann kann dabei ein richtiger Gruseleffekt ausgelöst werden:
    Man wird von Jemand/Etwas berührt und empfindet dabei einen Hauch von Kälte.

    • Das ist richtig. Der Wind, der durch ein altes Schloss oder eine Burgruine pfeift, kann Infraschallschwingungen im Bereich von 5 bis 10 Hz erzeugen. Menschen können das nicht hören, wohl aber spüren. Infraschall erzeugt ein Gefühl des Unheimlichen. Ein feuchter und kalter Luftzug kann zusätzlich das Gefühl erzeugen, berührt zu werden. Dann müsste man nur noch erklären, warum Gespenster fast immer als weiße, flatterhafte Gestalten erscheinen.

    • @Grüter
      Wenn Sie per Google oder mit KI nach [Königin Silvia sieht Geister] suchen, dann finden Sie Berichte über Geister, die von Königin Silvia gesehen werden.

      Für eine Bekannte war es bis zum 5. Lebensjahr völlig normal, dass abends wenn sie müde war, eine Engel an ihr Bett kam um im Schlaf auf sie aufzupassen. Sie wusste genau, dass er nicht real war, denn er verschwand sofort, wenn sie mit ihm reden wollte.

      Solche ´Geister-´wahrnehmungen können mit dem ´Charles Bonnet Syndrom´ (CBS) erklärt werden: Wenn man müde ist und/oder wenig Außenreize bekommt, dann reaktivert das Gehirn Gedächtnisinhalte die dann als Geister/Engel interpretiert werden können.

      Wenn Sie per KI-Programm nach [wieviele Menschen haben einen Nachtodkontakt] suchen, dann bekommen Sie Infos, wonach zwischen 9% – 75% der Hinterbliebenen eine verstorbene Person wie lebensecht erinnern. Solche Erlebnisse sind also sehr häufig – damit gibt es z.B. für die Auferstehungsgeschichten um Jesus und für Geschichten um ´Untote´ bzw. ´Wiedergänger´ eine biologische Grundlage.
      Der ´Nachtodkontakt´ lässt sich ebenfalls als Ergebnis eines einfachen Erinnerungsvorgangs erklären.

      QUELLE: Die Ursachen für das ´CBS´ und den ´Nachtodkontakt´ werden in meinem Buch beschrieben/erklärt:
      Kinseher Richard „Auflösung großer Fragen: Was ist Bewusstsein? Was isz Zeit?“

  5. Wir vermuten, intelligente „Außerirdische“ sollten ähnlich wie bei uns „aussehen“ und „biologisch“ strukturiert sein.

    Beides ist nicht zwingend, wir wir heutzutage aus der KI wissen.

    Es wäre sogar denkmöglich, dass eher schnell vergängliche biologische Systeme (Menschen existieren erst relativ kurze Zeit auf der Erde) allenfalls nur eine „Vorstufe“ für eine länger andauernde z.B. „technische“ Existenz sind…..

    Z.B. die Technik ist „umweltfreundlich“, wird immer wieder erneuert und fast „unsterbliche“, aber optimierte Software existiert sehr lange….

    Wie im Witz:

    „Im Weltall treffen sich zwei Planeten. Sagt der eine: „Du siehst schlecht aus, was hast du denn?“

    Antwortet die Erde: „Ich hab Homo sapiens.“

    Der andere Planet: „Oh je… mach dir keine Sorgen, das geht vorbei.“

    Außerdem könnte Lichtjahre entferntes Leben längst vorbei sein, wenn wir es wahrnehmen können…. Eine Kommunikation in unserem Sinne wäre unmöglich….

  6. Wir sollten kleine Brötchen backen und nicht nach einer technischen Intelligenz suchen, sondern auf der Erde nach Lebensformen, die intelligent sind.
    Und die Ameisen zeigen Intelligenz, die suchen einen sicheren Ort, die suchen nach Futter und sie verteidigen ihr Gebiet.
    Durch ihre überlegene „Körperkraft“ brauchen sie keine technischen Hilfen.
    Doch……man beobachte, wie Wanderameisen Hindernisse überwinden. Das kann man intelligent nennen.
    Herr Grüter, wenn sie unbedingt Aliens für ihren Roman brauchen, dann denken sie auch an die Formen, die so groß sind wie Ameisen und die unsere Ameisen schon besucht haben…..und auch einige mitgenommen haben auf ihren Planetenund sie dort in Zoos ausstellen.

    • Dieses scheinbar intelligente Verhalten von Ameisen lässt sich simulieren, und dazu reicht schon ein sehr einfacher Satz von Verhaltensweise bei den einzelnen Tieren. Wenn man aber die Einzeltiere in etwa wie die Zellen eines Vielzellers ansieht, wäre natürlich die Frage, ob ein Ameisenstaat als intelligent zu betrachten wäre, ob ein solcher Staat Intelligenz entwickeln kann.
      Dann könnte man zum Beispiel postulieren, dass intelligente Termitenstaaten die Menschen dazu gebracht haben, die Durchschnittstemperatur der Erde zu erhöhen. Die Termiten könnten damit ihren Lebensraum auf Gebiete ausweiten, die vorher zu kalt waren.
      Im Science-Fiction-Film „Phase IV“ von 1974 geht es übrigens um intelligente Ameisen (oder Ameisenstaaten), die möglicherweise die Weltherrschaft übernehmen wollen.

      • Im Science-Fiction-Film „Phase IV“ von 1974 geht es übrigens um intelligente Ameisen (oder Ameisenstaaten), die möglicherweise die Weltherrschaft übernehmen wollen.

        Und in Douglas Hofstadters Klassiker „Gödel, Escher, Bach“ wird die Metapher einer Ameisenkolonie als denkendes Quasi-Gehirn spielerisch ausgebreitet. Da gibt es sogar einen Ameisenbär, der einzelne Ameisen frisst, aber mit der Kolonie als Ganzes tiefschürfende Unterhaltungen führt.

  7. Die Intelligenz dient zum Erreichen von Zielen.
    Die Intelligenz erzeugt keine primären Ziele.
    Die Intelligenz erzeugt nur Folgeziele unter Berücksichtigung der Umwelt.
    Die primären Ziele stammen aus der Evolution.
    Die Lebewesen sind Marionetten der Evolution.
    Beim Ablegen der primären Ziele erreicht man das Nirvana.
    Die Lebewesen haben alle, nicht aus ihnen selbst kommenden, Ziele abgelegt.
    Die Lebewesen haben die Sinnlosigkeit von absolut allem erkannt.
    Auch Neugier, Spieltrieb, und Mitteilungsdrang sind angeboren.
    Es gibt keine kausalen Ursachen aus einem einzelnen Objekt heraus.
    Objektiv betrachtet, sind Ordnung und Chaos gleichermaßen sinnlos.
    Die Lebewesen werden von angenehmen Gefühlen geködert.
    —–
    Was erwarten wir von hochentwickelten Spezies:
    Weises Verlöschen im Nirvana, oder hyperintelligente Alleskönner?

    • „Die Lebewesen sind Marionetten der Evolution.“
      Das stimmt, aber eben nicht nur. Versuch doch mal zu erklären, wer den Termiten beigebracht hat, sich „Häuser“ zu bauen.
      Herr Grüter vermutet ja sogar, nur um uns zum Denken anzuregen, dass die Termiten ihre Häuser bauen, um sich vor der selbst angeregten KLimaerwärmung zu schützen.
      Versuch doch mal zu erklären, warum Menschen Häuser bauen und nicht darin wohnen .
      Versuch doch mal zu erklären, wie sich Schleimpilze untereinander organisieren und dann gemeinsam die Futterquelle erreichen.

      Das Zauberwort „Evolution“ verhindert, dass man tiefer darüber nachdenkt.

      • Die Evolution orientiert sich ausschließlich
        an der Überlebenswahrscheinlichkeit der Spezies
        und der Individuen.
        Verhaltensmuster, die die Überlebenswahrscheinlichkeit
        erhöhen, werden häufiger weitervererbt.
        Verhaltensmuster, die die Überlebenswahrscheinlichkeit
        verringern, werden seltener weitervererbt.
        Die nützlichen Verhaltensweisen werden
        durch angenehme Empfindungen belohnt.
        Die schädlichen Verhaltensweisen werden
        durch unangenehme Empfindungen bestraft.
        Objektiv gesehen, ist leben und sterben
        gleichermaßen sinnlos.
        Nur die Steuerbefehle der Evolution
        lassen uns das Leben bevorzugen.

  8. @Hauptartikel

    „Vielleicht werden intelligente Wesen irgendwann ihre Körper hinter sich lassen und verankern ihren Geist direkt in der Struktur des Raum-Zeit-Gefüges.“

    Und wenn unser menschliches Bewusstsein längst Teil von Geisteswelten ist? Sogar im Tierreich könnte das da schon angelegt sein. Man kann den Panpsychismus so interpretieren. Freilich braucht es noch auch neuronale Anteile, keine Frage.

    „Vielleicht lernen sie, die Vakuumenergie zu nutzen, die das Universum durchzieht.“

    Was jetzt nicht notwendig wäre. Aber dazu umso mehr Maschinen, die selber Bewusstsein haben, genau so mit Geistesanteil, wie es auch in der Biologie angelegt ist.

    „Und vielleicht ist das sogar eine gesetzmäßige Entwicklung.“

    Wenn eben ausgehend vom Panpsychismus sich reichhaltige Welten aus intelligenter Biologie und intelligenter Technik gemeinsam entwickeln, wäre das ein grundlegendes Projekt des ganzen Universums. Und wenn man so will, alles von sowas wie Gott organisiert.

    Und ein Kontakt mit anderen Zivilisationen bleibt derzeit nur aus, damit wir uns hier erstmal noch für uns alleine weiterentwickeln können. Was dann aber irgendwann einen grundlegenden Wandel nehmen kann, und uns die anderen Zivilisationen der Milchstraße mittels Übertragungssonden an ein bestehendes galaktisches Internet anschließen.

    Das kann im Prinzip jederzeit passieren, wenn wir hier ohne Internet und KI gar nicht mehr klar kommen können, und ein Abschalten unseres Internets nicht mehr praktikabel wäre. Auch wenn es vielen ganz und gar nicht mehr passt, was uns dieses Galaktische Netz alles so anbietet.

    Das würde auch erklären, warum da jetzt totale Funkstille herrscht.

  9. @ natürliche Intelligenz 19.04.2026, 12:16 Uhr

    Das Zauberwort „Evolution“ ist ein relevanter Oberbegriff für viele Mechanismen und Prozesse, die bewirkt haben, dass sich die Welt auf Grundlage von Gesetzmäßigkeiten so entwickelt hat, wie es eben wirklich war. Manche bezeichnen dies anschaulich als „Werkzeug Gottes“.

    Eine Bischof hat in einer Predigt, die ich zufällig in einem Stau im Autoradio gehört habe, frei aus meiner Erinnerung ausgeführt, dass „Gott“ ein „Bezeichner“ für alle grundlegenden Gesetzmäßigkeiten, Mechanismen, Prozesse,…. wäre, die das hervorgebracht haben, was viele „Schöpfung“ nennen.

    Und zwar ganz genau so wie es wirklich war. Das gilt immer, selbst wenn man z.B. die Mechanismen (noch) nicht genau versteht. Der Mensch hat das Recht „Bezeichner“ zuzuweisen, wie er seinen Kindern Namen vergeben darf….. Das scheint eine Tautologie, gegen die man nicht „anrennen“ kann….

    Es dürften sich zunächst zufällig, (später mittels systematischer „DNA Zufallsgeneratoren“)„Mustermechanismen“ entwickelt haben, so dass sich z.B. eine Sonnenblume der Sonne zu wendet.
    Pflanzen ohne solche Muster verschwanden – ein klarer evolutionärer Vorteil.

    Das hat der Entwicklung einen ordentlichen Schub verpasst….

    Später entwickelten sich Mechanismen mit „schneller Dynamik“ etwa Blutkreislauf oder Nervensystem, angetrieben durch elektrische Rückkopplungen über das Herz. Dazu kamen spezialisierte Zelltypen wie z.B. Neuronen und Sensoren.

    Eine abstrakte Informationsverarbeitung wurde ermöglicht. So dass auch externe Muster erkannt, ausgewertet, allenfalls gespeichert, werden konnten und neue Muster, zunächst abstrakt erfolgreich synthetisiert und danach umgesetzt werden konnten.

    Das Zauberwort „Evolution“ regt dazu an, dass man tiefer darüber nachdenkt.

    • Realo
      Evolution = Oberbegriff für (fast) Alles.
      Was eine Ameise denkt, das erklärt die Evolution nicht.
      Was du denkst, erklärt die Evolution nicht.

      Der Unterschied von Evolution und Realität liegt darin, dass die Realität nicht zwangsläufig so ist wie sie ist.
      Das was das Menschsein ausmacht ist der freie Wille. Der Evolution fehlt die Phantasie und der freie Wille, mal bildhaft gesprochen, und unsere Natur ist so schön, so tiefgründig, dass eine Erklärung über die Evolution das Wichtigste verschweigt.

      • Die angeborenen Ziele legen die SOLL-Werte fest.
        Die Eindrücke der Sinnesorgane legen die IST-Werte fest.
        Wenn die Abweichung zwischen SOLL-Werten und IST-Werten
        gering ist, dann entstehen angenehme Empfindungen, oder
        der Eindruck einer schönen Umgebung.
        Wenn die Abweichung zwischen SOLL-Werten und IST-Werten
        groß ist, dann ist die Intelligenz gezwungen, die
        geeigneten STELL-Werte zur Korrektur zu finden,
        weil dabei unangenehme Empfindungen auftreten.

  10. @Karl Bednarik 19.04. 10:04

    „Die Lebewesen sind Marionetten der Evolution.“

    Nicht nur. Wir hatten Kaninchen, die haben sich im Sommer gerne alle auf einen Haufen gelegt, und dann da stundenlang ausgiebig gechillt.

    Wenn Lebewesen alles Notwendige erledigt haben, bleibt meistens noch Platz, einfach nur das Leben zu genießen.

    „Beim Ablegen der primären Ziele erreicht man das Nirvana.“

    Beim Menschen schon gar nicht. Mensch macht auch einfach irgendeinen Quatsch, und baut sich z.B. eine Modellbahnanlage. Ohne dabei ins Nirvana einzugehen.

    Das Nirvana wäre eher der Untergrund der gesamten Existenz? Das dann innerhalb zweckfreier Aktivitäten nur sichtbarer wird. Aber sowieso immer auch Teil der Existenz ist.

    • Wenn die dringenden Bedürfnisse befriedigt sind, wenn zum
      Beispiel kein Hunger herrscht und keine Gefahr droht, dann
      setzt das angeborene Ruhebedürfnis ein, um Energie zu sparen.
      Bei Energiemangel setzt aus ähnlichen Gründen die angeborene
      Müdigkeit ein.
      Unter gewissen Bedingungen gibt es auch den angeborenen
      Bewegungsdrang, um Muskeln und Nerven zu trainieren.
      Der angeborene Spieltrieb dient dazu, die Kreativität zu trainieren.

  11. @Realo 19.04. 14:45

    „Eine abstrakte Informationsverarbeitung wurde ermöglicht. So dass auch externe Muster erkannt, ausgewertet, allenfalls gespeichert, werden konnten und neue Muster, zunächst abstrakt erfolgreich synthetisiert und danach umgesetzt werden konnten.“

    Was sich beim Menschen zu einer teils globalen Kultur entwickelt hat. Mit einem evolutionären Vorlauf von mehreren 100.000 Jahren, wo wir nur als kleine Gruppen von Jägern und Sammlern unterwegs waren.

    Biologisch hat sich da wenig geändert, aber die Kultur ist inzwischen voll durchgestartet, und erreicht mit KI gerade eine neue Dimension? Und es erfordert auch ein globales Bewusstsein, wo unser inzwischen globales Wirken bis aufs Klima zu organisieren ist

  12. @natürliche Intelligenz 19.04. 16:45

    „und unsere Natur ist so schön, so tiefgründig, dass eine Erklärung über die Evolution das Wichtigste verschweigt.“

    Die Evolution evolviert in die tatsächlichen Möglichkeiten hinein. Sind die auch geistiger Natur, wundert es dann auch nicht, dass auch Geisteswelten im Leben integriert werden können.

    Beim Menschen sowieso, aber warum auch nicht in der ganze Biologie?

    Und wenn entsprechende Möglichkeitsräume existieren, könnte man die Geisteswelten auch in der KI integrieren.

  13. @ natürliche Intelligenz 19.04.2026, 16:45 Uhr

    Zitat: „Der Unterschied von Evolution und Realität liegt darin, dass die Realität nicht zwangsläufig so ist wie sie ist.“

    Wir können weder die Evolution, noch die Realität „absolut und in allen Einzelheiten“, wegen unserer begrenzten, hauptsächlich sensorischen und der Denkfähigkeiten, „wirklich erkennen“. Allenfalls können wir ihr ihnen näher kommen.

    Zitat: „Das was das Menschsein ausmacht ist der freie Wille.“

    Der „freie Wille“ ist eine nützliche Fiktion. Er ist nicht wirklich „frei“, wir werden von „Emotionen angetrieben“ und viele brauchen sogar psychiatrische Hilfe…..

    Zitat: „Der Evolution fehlt die Phantasie und der freie Wille, mal bildhaft gesprochen, und unsere Natur ist so schön, so tiefgründig, dass eine Erklärung über die Evolution das Wichtigste verschweigt.“

    Die Evolution ist eben so wie sie ist. „Schönheit und Tiefgründigkeit“ der Natur konstruieren unser Bewusstsein. Mir persönlich macht es gelegentlich Spaß, mich selber, ganz ohne Drogen und im Sinne der Indischen Yogis „high“ zu machen…. Das ist eine absichtliche „Entkoppelung“ von der Realität, die nichts kostet und Spaß macht….

    Auch wir können, vermutlich weder die Evolution, noch die Realität, aus den genannten Gründen vollständig erklären.

    Höchstens die Psychiater versuchen zu erklären was einer denkt und die oft verborgenen Motivationen zu verstehen…..

  14. Wissen die Menschen, dass sich unser Universum in einem Goldfischglas befindet, das in einem googol Universum auf dem Tisch der Titanen steht?

    Ja, das Universum ist grenzenlos auch in der Größe nicht nur in der Ausdehnung.
    Und…..wir sehen das Universum mit der „elektromagnetischen Brille, also nur die Materie die wir kennen.
    In den nächsten Jahrhunderten werden wir Energieformen finden, die nicht von der Lichtgeschwindigkeit begrenzt sind, wir werden einen ganzen Menschen klonen können, in diese Energieform umwandeln können und uns dann ganz einfach per Beaming von einem Sternensystem in das nächste beamen können.
    Dagegen ist Startrek einfach noch zu konventionell.

    Aber, diese Entwicklung hat ihren Preis. Den Verlust der Sinnlichkeit.
    Unser Gesichtsausdruck wird den einer Mumie annehmen. ………………….
    Oh Mann, gerade habe ich in den Spiegel geschaut………………

  15. @Karl Bednarik 20.04. 08:08

    „Objektiv gesehen, ist leben und sterben gleichermaßen sinnlos. Nur die Steuerbefehle der Evolution lassen uns das Leben bevorzugen.“

    Das gilt nur für ein Universum ohne jegliche Geisteswelten.

    Spielen hier Geisteswelten mit, kann auch die evolutionäre Mutation und Selektion im Sinne der Geisteswelten mal stattfinden. Und nebenbei ist es Faktum, dass religiösere Menschen quer durch alle Kulturen mehr Kinderreichtum hinbekommen. Auf welchem Weg auch immer.

    So schnell würde ich also entsprechend die Idee von tatsächlichen Geisteswelten nicht verwerfen. Und mir entsprechende Möglichkeiten offen halten. Auch vor allem für die Weiterentwicklung von KI.

    Aber eben auch in der Psychologie kann m.E. mit Geisteswelten sehr viel mehr erfasst werden, womit wir es im Leben zu tun haben können. Was letztlich auch recht individuelle Erfahrung als persönliches Faktum bedeuten kann. Und dann eben einfach mit den real existierenden Geisteswelten erklärt werden kann.

    Die Evolution evolviert eben in die real existierenden Möglichkeitsräume hinein, das ist zwangsläufig so.

  16. @Karl Bednarik 20.04. 08:08

    Zitat: „Objektiv gesehen, ist leben und sterben gleichermaßen sinnlos. Nur die Steuerbefehle der Evolution lassen uns das Leben bevorzugen.“

    So kann man es sehen. Ich meine, viele Menschen könnten es sich immerhin aussuchen, ob sie sich lieber depressiven Gedanken hingeben, wenn sie sich einfach gehen lassen und ewig unzufrieden sind. Sie könnten andererseits, die kleinen oder großen Freuden des Lebens genießen, sich sogar mit „suggestiven“ Methoden „high“ machen, wie die Yogis.

    @ Tobias Jeckenburger 20.04.2026, 14:50 Uhr

    Zitat: „Spielen hier Geisteswelten mit, kann auch die evolutionäre Mutation und Selektion im Sinne der Geisteswelten mal stattfinden.“

    Ich fände es zweckmäßig, Sie könnten die oben angeführten „Wechselbeziehungen“ näher, z.B. mittels denkmöglicher Beispiele, erklären.

    So könnten Sie dazu beitragen, dass die Idee von „tatsächlichen Geisteswelten“ mehr Anklang findet….

  17. @Realo 20.04. 16:05

    „Ich fände es zweckmäßig, Sie könnten die oben angeführten „Wechselbeziehungen“ näher, z.B. mittels denkmöglicher Beispiele, erklären.“

    Was jetzt Geisteswelten wirklich sind, da bin freilich selber recht unschlüssig. So könnte einfach das Quantenvakuum informationsverarbeitende Prozesse einschließen. Allerdings ist das so nicht erforschbar, es liegt weit hinter dem, was irgendwann mal feststellbar wäre.

    Die Wechselwirkungen mit der normalen Physis allerdings könnten im Prinzip zu beobachten sein. Insbesondere wenn diese Wechselwirkungen sich nur auf einen auch mal gezielten Quantenzufall konzentrieren.

    In der Evolution könnte der insbesondere bei Mutationen mitspielen. Die Selektion wäre dann schon wieder komplexer. Aber auch unser Bewusstsein könnte mit gezielten Quantenzufällen in der neuronalen Biochemie unterstützt werden. Und auf diesem Wege an Geisteswelten teilhaben.

    „So könnten Sie dazu beitragen, dass die Idee von „tatsächlichen Geisteswelten“ mehr Anklang findet….“

    Ich habe hier nichts zu missionieren. Und versuche mir nur selber einen Reim auf diesen irgendwie unglaublichen Kosmos zu machen. Gerne auch dialogisch.

  18. Alles, was wir von der Welt erleben, erleben
    wir nur in unserem inneren Weltmodell.
    Das innere Weltmodell ist eine stark verkleinerte und
    vereinfachte symbolische Darstellung der Außenwelt.
    Im Wachzustand wird das innere Weltmodell durch
    die Sinnesorgane mit der Außenwelt synchronisiert.
    Beim Träumen geschieht das nicht, aber weil auch
    beim Träumen das innere Weltmodell verwendet wird,
    wirken Träume oft sehr real.
    Im inneren Weltmodell werden einige Vorgänge
    der Außenwelt überhaupt nicht dargestellt.
    Dafür gibt es im inneren Weltmodell auch Symbole,
    die keine Entsprechungen in der Außenwelt haben.
    Das innere Weltmodell verwendet aus praktischen Gründen
    die Newtonsche Physik und einen Euklidischen Raum.
    In der Quantenmechanik wird behauptet, dass Teilchen vor
    ihrer Beobachtung überhaupt keine Eigenschaften haben.
    Das gestaltet die Außenwelt natürlich noch rätselhafter.
    Womöglich enthält das Universum überhaupt keine
    Informationen, weil absolut alle möglichen
    Teilchenkombinationen realisiert sind.
    Die Informationen entstehen nur durch die Beobachtung
    eines kleinen Teilbereichs, weil dort eine bestimmte
    Teilchenkombinationen realisiert ist.

  19. @ Karl Bednarik 21.04.2026, 06:09 Uhr

    Im 1. Teil Ihres Beitrages stimme ich überein.

    Von Quantenmechanik verstehe ich zu wenig.

    Im Bezug auf „Information“ gehe ich von der alltäglichen Sichtweise der Informatiker (nicht der Physiker) aus.

    Zitat: „Womöglich enthält das Universum überhaupt keine
    Informationen, weil absolut alle möglichen
    Teilchenkombinationen realisiert sind.
    Die Informationen entstehen nur durch die Beobachtung
    eines kleinen Teilbereichs, weil dort eine bestimmte
    Teilchenkombinationen realisiert ist.“

    Information wird „realisiert“, z.B bei einer Interaktion von Teilchen. Das waren, oberflächlich beobachtet, bislang nur Menschen mit ihrer Sensorik…..

    Aus heutiger Sicht können derartiges biologische Systeme und jede Menge Technik erledigen, nicht nur Menschen……

    Normalerweise, praktisch nie, außer beim „Weltuntergang“, interagieren alle Teilchen gleichzeitig, sondern nur „Verbände von Teichen“. Das könnte allenfalls ein Mensch sein, muss aber nicht.

    Die Sonne interagiert mit der Umwelt, aber auch mit mir. Mit meinem Körper, oder den Augen mit Gehirn, wo explizit Information wahrgenommen und interpretiert wird.

    Aber dass die Sonne zu einem bestimmten Zeitpunkt da ist, auch mit Teilchen aus meiner Umgebung (samt meinem Körper) interagiert ist nun einmal so. Es wäre letztlich gleichgültig, ob ich, oder 100 andere Menschen in der Umgebung, das Geschehen informell beobachten….

    Ich würde es für absurd halten, zu behaupten, die „Information“ der scheinenden Sonne verschwinde, nur weil wir alle schlafen.

    Eine Sonnenblume, ein Tier, aber auch die dümmste KI könnte eine Sonne registrieren, entsprechend darauf reagieren, aber auch ein Stein, wenn er sich erwärmt…..

    Eindeutig „informell gesteuerte DNA Prozesse“ gab es schon längst, als es noch gar keine Menschen gab….

    Schon die Evolution hat, nicht erst die Informatiker, haben das in der realen Informatik grundlegende Konzept der „Codierung“ (DNA) „erfunden“ und hoch effizient ausgenutzt…..

    Die Evolution war der „erste Informatiker“, tausende Jahre vor Claude Shannon….

  20. Bednarik, Realo und sonstige Lebewesen,
    Bewußtsein, Evolution, Information, Traumwelt

    Bevor es kryptisch wird, wieder zurück in die Wirklichkeit.
    Die Welt ist so wie sie ist.
    Und sie spiegelt ich in jeder unserer Zellen , in der DNA und die bestimmt, wer wir sind, wie wir sind und zum Teil auch unser Wollen.
    Wir wären sonst nicht lebensfähig.
    Der Grottenolm braucht keine Augen, weil sie in seinem Lebensraum nicht notwendig waren.

    Für den Menschen ist seine Intelligenz notwendig, so wie das Netz und das Gift für die Spinne.
    Für den Mensch sind seine Träume notwendig , weil wir nicht nur vital leben sondern auch geistig , in einer Vorstellungswelt, manche nennen sie Geisteswelt. Es scheint, dass unser Hirn manchmal den Körper dominiert, man denke nur an die Schachspieler, die Lebenszeit dafür „opfern“ indem sie Klötzchen verschieben.

    Welcher Rolle diese Tätigkeit im Sinne der Evolution zukommt ist noch nicht geklärt !
    Wahrscheinlich ist sie ein Spiel für Erwachsene.
    Aber es eignet sich für die Erklärung des Begriffes Information. Informationen ergeben ein Logisches Bild, Für den Schachspieler sind die Kombinationen der Zugmöglichkeiten ein Bild, so wie für den Geologen die Gesteinsschichten, für den Arzt das Röntgenbild,

    Und jetzt kommt die Stunde der Phantasie, sie geht über die Realität hinaus, sie ist auch eine Form von Scharfsinn, die fehlende Puzzleteile in der Information zu einem Gesamtbild ergänzen kann. Und zu diesem Gesamtbild gehören auch die Außerirdischen.

  21. @ natürliche Intelligenz 21.04.2026, 09:11 Uhr

    Das Schachspiel ist weit mehr als ein „Spiel für Erwachsene“.

    Es geht um „Musterverarbeitung“, der Grundlage unseres Denkens und neuerdings der KI.

    Es gibt vorgegebene Regeln und 2 Spieler suchen nach „Mustern“ die im System jeweils interagieren um eine „Lösung“ zu suchen.

    Wie beim Denken geht es darum, ein Problem „in die Welt der Abstraktion“ überzuführen, die Mathematiker sprechen von „Abbildung“. Dort kommen z.B. die Regeln der Mathematik, oder eben des Schachspiels zur Anwendung.

    Es werden in einer langen Kette aus abstrakten (geistigen) „Versuchen“ „Lösungsmuster gesucht“, zurückgeführt in die Realität (Schachbrett)……

    Letztlich setzt sich einer (mit seinen Mustern) durch, oder es gibt ein „Unentschieden“.

    Schach ist ein vereinfachtes, formalisiertes Konzept einer Realität.

    KI Forscher versuchen, allgemeine, erfolgreiche, abstrakte Muster probeweise auf andere Sachverhalte zu übertragen um Kreativität zu generieren.

    So ähnlich, wie es heißt, soll Gutenberg den Buchdruck erfunden haben. Er hat als Kind beobachtet, dass bei der Obstpresse Muster vom Presskolben im Trester zu sehen sind….

    Gutenberg kannte auch Münzprägetechniken.

    Kreativität entsteht, wenn man erfolgreiche Muster aus einem Bereich abstrahiert und auf einen völlig anderen Bereich überträgt.

    Das ist ein mächtiges Werkzeug – und tatsächlich eines der wichtigsten Prinzipien in der KI – Forschung, der Wissenschaftstheorie und der Innovationsgeschichte.

    • Realo,
      Es ist alles richtig ,was du schreibst,
      „Es werden in einer langen Kette aus abstrakten (geistigen) „Versuchen“ „Lösungsmuster gesucht“, zurückgeführt in die Realität (Schachbrett)……“

      Das Schachbrett stellvertretend für Realität, da bist du zu sehr Schachspieler.
      Die Realität ist komplexer und vorallem auch noch psychologisch zu betrachten.

      Der einzige Schachmeister, der auch psychologisch gespielt hat, das war Emmanuel Lasker. Der hat in seiner Jugend über das Schachspiel sein Studium finanziert. Dem ging es nicht um strenge Strategien, der wollte /musste gewinnen, um abends nicht hungrig ins Bett zu müssen.
      Ich habe auch einmal psychologisch gegen ein Schachprogramm !! gespielt und gewonnen . Das geht tatsächlich, denn ein Schachprogramm opfert keine Leichtfigur gegen einen Bauern. (nur als Beispiel)

      Fazit, Schach und Realität, ja, es gibt da Gemeinsamkeiten, in der DDR wurde das Schachspiel auch gefördert, in Rußland ist es Teil der Kultur,
      aber es sollte ein Spiel bleiben.

      Mustererkennung, das ist das Zauberwort der Neuzeit, ja, so werden die Fahrzeuge der Zukunft gesteuert, auch Drohnen, denen die Flugstrecke einprogrammiert wurde, wir werden eingeteilt nach Fingerabdrücken, Gesichtserkennung für die Polizei, Geruchserkennung mit Hunden beim Zoll, usw.

      Deshalb auch die Hoffnung Außerirdischen zu begegnen, die uns technisch und auch bei der Musterekennung überlegen sind, aber….es könnte auch umgekehrt sein, die Außerirdischen sind gentechnisch betrachtet schon dekadent, die wollen unsere Gene zur „Blutauffrischung“.
      Wahrscheinlich sind die Neandertaler nicht ausgestorben, die sind von den Außerirdischen umgesiedelt worden auf ihre Planeten, die Außerirdischen hatten befürchtet, dass die Spezies Mensch die Eiszeit nicht überleben würden und so haben sie die Menschenrasse mit den größeren Köpfen ausgesucht.

  22. @ natürliche Intelligenz 21.04.2026, 11:22 Uhr

    Zitat: „Das Schachbrett stellvertretend für Realität, da bist du zu sehr Schachspieler.
    Die Realität ist komplexer und vor allem auch noch psychologisch zu betrachten.“

    Die Komplexität ist für die KI heutzutage kein größeres Problem mehr. Sie ist skalierbar. Bedeutet, z.B. bei der Auswertung medizinischer Bilder ist KI heutzutage selbst Spezialisten überlegen (meistens).

    Sie kann z.B. das Wissen, angenommen von 100 Spezialisten „übernehmen“ (korrekt ausgewertete Bilder). Ein Spezialist kann gar nicht so lange leben, um das Wissen von 100 Kollegen zu erwerben…. Bei der KI benutzt man einfach mehrere Scanner….

    Die Psychologen nutzen im Prinzip auch nur Musteranalysen. Nur sind es halt Muster, die einen Laien nur staunen lassen.

    Ich, mit meiner sachlichen „Techniker Denke“, habe ehemals in meiner 68er WG, wo zeitweise auch Psychologiestudenten lebten, sehr gestaunt, als ich Einblick in deren „Welt“ bekam. Ich war immer schon sehr neugierig und habe das sehr genossen und für mich genutzt.

    Inzwischen ist auch die KI mit „psychologischen Mustern“ vertraut.Auch wie man sie erkennt.

    Habe in diesem Zusammenhang gerade meine KI (Kopilot) gefragt, ob sie Witze verstehen kann, die ein Mensch nicht versteht. Sie hat mir bestätigt, dass sie das kann und sogar wie es dazu kommt. Nebenbei hat sie auch die Unterschiede von menschlicher Denke und KI Denke erklärt (z.B. keine Empfindungen).

    Kann den (einfachen) Dialog aber hier nicht ausführen, weil die Geduld vom Dr. Grüter nicht reichen könnte…

    Habe mir vor einiger Zeit selber einen Witz „erzählen und erklären“ lassen, von dem ich nur mehr Bruchstücke in Erinnerung hatte…..

  23. Realo
    Herr Grüter hat eine Geduld aus reiner Energie, mach dir da keinen Kopf, und er siedelt seine Phantasie zwischen Wissenschaft und Märchen an.
    (Wobei in den Märchen die tieferen Wahrheiten zu finden sind.)
    Und wenn ich das richtig interpretiere sind für ihn die Aliens schon unter uns, in der Form reiner Energie.
    Der Durchschnittsmensch bezeichnet die Begegnungen mit dieser Energieform als
    „Gedankenblitz“. Hatte ich einmal bei einem Schachspiel, indem ich eine 5 zügige Kombination sah, kam mir selber seltsam vor.
    Herr Grüter, als Anregung. Der Begriff Energie sagt noch nichts über die Beschaffenheit aus, es ist nur eine black box um z.B. Wärme und elektrischen Strom miteinander vergleichen zu können. Energie gibt es nicht im materiellen Sinn. Es gibt nur die bestimmte Energieform.
    Zum Schluss etwas Aufschlussreiches über Energie
    „Morgens mit Spannung aufstehen, mit Widerstand zur Arbeit gehen, den ganzen Tag gegen den Strom schwimmen, abends geladen nach Hause kommen, an die Dose fassen …und die Engelein singen hören.“

    • Und wenn ich das richtig interpretiere sind für ihn die Aliens schon unter uns, in der Form reiner Energie.

      Das interpretieren Sie nicht richtig. Ich habe lediglich eine Science-Fiction-Kurzgeschichte geschrieben, in der dies eine Möglichkeit wäre. Und im Blogpost weise ich darauf hin, dass wir bisher keine Hinweise auf Aliens gefunden haben, weder hier noch sonstwo im Universum.
      Und ja, es gibt natürlich verschiedene Arten von Energie. In der klassischen Physik ist Energie als Arbeit bekannt (z.B. Kraft mal Weg als mechanische Arbeit).
      Der Blogpost spekuliert lediglich darüber, warum wir keine Aliens sehen, wenn es eigentlich in unserer Milchstraße mehrere bis viele geben sollte.

      • Thomas Grüter,
        Eine Science-Fiction-Kurzgeschichte ist eine tolle Sache, und….die Aussagen darin müssen spannend sein und bleiben…..
        ich hatte niemals angenommen, dass für sie die Aliens unter uns weilen,
        das war nur etwas derb formuliert für Herrn Realo, mit dem verbindet mich das tiefere Verständnis für Elektronik und deren Möglichkeiten.
        Falls ich sie damit in Schwierigkeiten gebracht haben sollte, meine ausdrückliche Entschuldigung.
        Bleiben Sie gesund !

        • Falls ich sie damit in Schwierigkeiten gebracht haben sollte, meine ausdrückliche Entschuldigung.
          Bleiben Sie gesund !

          Keine Sorge, Sie haben mich nicht in Schwierigkeiten gebracht. Aber die Diskussion hat doch etwas abgehoben, und ich wollte sie, um im Bild zu bleiben, etwas erden.

  24. @natürliche Intelligenz 21.04. 15:56

    „Und wenn ich das richtig interpretiere sind für ihn die Aliens schon unter uns, in der Form reiner Energie.“

    Reine Energiewesen wären sowieso universal, wie Energie grundsätzlich. Die kann man gar nicht einzelnen Planeten zuordnen?

    • Tobias Jeckenburger,
      „reine Energiewesen“, jetzt wird es spannend.
      Energeia bedeutet auf deutsch „Wirksamkeit“.
      Und das erwarten wir ja von den Außerirdischen, dass sie uns einen Sprung weiterbringen in der Forschung.
      Ob sie so universal sind oder sein sollen, da habe ich Zweifel.
      Wenn sie zu uns kommen sollten, dann hat das einen handfesten Grund, reine Neugier schließe ich aus,
      Begegnen wir ihnen freundlich , aber immer mit der notwendigen Vorsicht,
      Anmerkung: Die Vogelgrippe ist gerade vorbei
      und eine Aliengrippe fehlt uns gerade noch und für eine Energieallergie sind wir auch nicht vorbereitet. (Kleiner Spaß)

  25. @natürliche Intelligenz 21.04. 17:48

    „Und das erwarten wir ja von den Außerirdischen, dass sie uns einen Sprung weiterbringen in der Forschung.“

    Rein praktisch wären halt die Übertragungssonden, die uns an das Galaktische Internet anschließen könnten. Da müssen die nicht präsent sein, es genügt mächtige KI an Bord, die die Details des Onlineaustausches realisieren können.

    „Ob sie so universal sind oder sein sollen, da habe ich Zweifel.“

    Das vermute ich für reine Geisteswesen. Nicht für Aliens mit ähnlicher Biologie wie unsrige. Obwohl das vielleicht zu überlegen wäre, wenn die uns wirklich Millionen Jahre voraus sind.

    „Wenn sie zu uns kommen sollten, dann hat das einen handfesten Grund, reine Neugier schließe ich aus,..“

    Die werden uns längst ausgiebig beobachtet haben. Natürlich auch aus Neugier. Aber vielleicht auch, um uns dann doch noch unterstützen zu können. Warum denn nicht? So schlimm, dass wir völlig uninteressant sind, sind wir ja nun nicht.

    „…und eine Aliengrippe fehlt uns gerade noch und für eine Energieallergie sind wir auch nicht vorbereitet. (Kleiner Spaß)“

    Die kämen wohl mit einer völlig anderen Biochemie daher. Und kämen eben sowieso kaum persönlich vorbei, sondern schicken nur Übertragungssonden.

  26. Bei interstellaren Von-Neumann-Sonden aus Nanomaschinen ist
    Vorsicht geboten, falls sie sich hemmungslos replizieren.
    Plötzlich erzeugt kosmischer Staub eine Gray-Goo-Katastrophe,
    weil die Nanomaschinen ihre nützlichen Aufgaben vergessen haben.
    —–
    Ein humorvoller Science-Fiction-Comic von Howard Tayler ist
    Schlock Mercenary, in dem Lebewesen aus dunkler Materie
    vorkommen, die Pa’anuri:
    https://www.ovalkwiki.com/index.php/Pa'anuri
    Ein Sprung mitten hinein in die Handlung:
    https://www.schlockmercenary.com/2019-11-03

    • Karl Bednarik,
      von Neumann war ein intelligenter Bursche, auf dessen Konzept die Computer von heute basieren.
      Und…..überlegene Rezepte replizieren sich hemmungslos, weil die Menschen bequem sind und sie einfach übernehmen.
      Man könnte es auch kulturell/technische Entwicklung nennen.
      Und …..sie können uns in eine Sackgasse führen, man denke an kleine KKWs, die in Flugzeugträgern un U-Booten verbaut sind.

      Was den kosmischen Staub betrifft, dagegen haben wir Staubfilter.
      Anmerkung: Ob Viren auch schon interstellare Sonden sind ?
      Da sind intelligente Wesen, die ihre Struktur im Raum-Zeit-Gefüge hinterlassen, schon nachhaltiger.
      Der Gedanke an Schutzengel erscheint dann in einem neuen Licht.

  27. Leider gehen wir immer davon aus, dass Aliens materielle Wesen sein müssten und auf Planeten mit einer ähnlichen Biosphäre wohnen, wie wir. Nur ihre Technik müsste höher entwickelt sein! – Das ist wirklich anthropomorph gedacht und voll einem szientistischen Zeitalter verpflichtet. Wenn wir nicht dermaßen verblendet wären und uns etwas tiefer kennen würden, wüssten wir, dass wir selbst „Alliens“ sind, nämlich ortlose Wesen, die sich auf der Erde zum Zweck der Selbstbewusstwerdung verkörpern.
    https://www.academia.edu/145755273/Bewusstseinsentwicklung

  28. @Manfred Reichelt 22.04. 12:37

    „Wenn wir nicht dermaßen verblendet wären und uns etwas tiefer kennen würden, wüssten wir, dass wir selbst „Alliens“ sind, nämlich ortlose Wesen, die sich auf der Erde zum Zweck der Selbstbewusstwerdung verkörpern.“

    Wenn wir Jahrmillionen Zeit dazu haben, sind wir doch auf einem guten Weg? Die Erhaltung des konkreten Planeten vorausgesetzt.

    Entsprechend mag es wirklich zielführend sein, erst mal hier auf Erden die Lebensbedingungen förderlich zu erhalten.

    Nebenbei machen Natur und Miteinander jede Menge Spaß? Und irgendwie doch auch Erfüllung. Und sogar Technik.