Weltregierung und Jüngster Tag

Gedankenwerkstatt

US-Präsident Barack Obama hat seine erste große Reform durchgesetzt, gegen den erklärten Willen der Republikaner und zum beträchtlichen Missfallen vieler Amerikaner. Die völlig überzogene Propaganda der Obama-Gegner hat in den Köpfen der Amerikaner offenbar deutliche Spuren hinterlassen.

Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Harris Interactive am 24. März 2010 gezeigt, wie tief der Riss in der amerikanischen Gesellschaft ist. In der Umfrage fragten die Mitarbeiter des Instituts die 2320 Teilnehmer, ob sie bestimmten Aussagen über den amerikanischen Präsidenten zustimmten. Das Ergebnis ist erschreckend. Hier die Zustimmungsraten erst von allen, dann in Klammern die Zahlen für die Anhänger der oppositionellen Republikaner:

  • Er ist Sozialist – 40% (67%).
  • Er will die Souveränität der USA an eine Weltregierung
    abgeben – 29% (51%).
  • Er ist der innere Feind, von dem die US-Verfassung
    spricht – 25% (45%).
  • Er will einen Zusammenbruch der Wirtschaft oder Terrorangriffe als Vorwand nutzen, um diktatorische Vollmachten zu
    erlangen – 23% (41%).

Das Umfrageergebnis wirkt schon auf den ersten Blick erschreckend. Die Ausleuchtung der Hintergründe einiger Fragen bringt aber das ganze Ausmaß der Abneigung zum Vorschein, sodass man schon von einem Hass sprechen muss.Der erste Satz ist noch wenig aussagekräftig, da die meisten Amerikaner nicht wissen, was ein Sozialist ist und das Wort als Schimpfwort verwenden. Jeder Eingriff des Staates, jede gesetzliche Regelung, gilt in konservativen Kreisen als „sozialistisch“. Bedenklicher ist schon der zweite Satz. Er ist für Europäer erst einmal rätselhaft. Es gibt keine Weltregierung, es hat nie eine gegeben und es ist keine in Sicht. Wie kann es also sein, dass über die Hälfte der Republikaner so etwas glauben? Die Vorstellung hat einen religiös-apokalyptischen Hintergrund. Viele amerikanische evangelikale Christen hängen der Bibelauslegung des englischen evangelikalen Pfarrers John Nelson Darby (1800-1882) an. Danach soll das Weltende mit einer siebenjährigen „Zeit der Heimsuchung“ (Tribulation) beginnen. Die Gerechten werden zu Beginn dieser Epoche bereits direkt in den Himmel geholt (The Rapture). Kriege, Naturkatastrophen, Terror und Christenverfolgungen kennzeichnen die unmittelbar folgende Endzeit. Der Teufel schickt den Antichristen auf Erde, eine charismatische, aber durch und durch böse Gestalt. Der Antichrist wird nach dreieinhalb Jahren Chef einer Weltregierung, bevor nach weiteren dreieinhalb Jahren Christus auf den Plan tritt und mit seiner Armee die Heere des Antichristen in der Schlacht von Armageddon besiegen wird. Eine Weltregierung ist nach dieser Auslegung eine buchstäbliche teuflische Einrichtung.

Der zweite Satz unterstellt also, dass Präsident Obama die Amerikaner an den Teufel verkaufen will. Alle weiteren Interpretationen, wie die Idee einer geheimen Weltregierung der Illuminaten, sind eher zweitrangig. Der dritte Satz ist ebenfalls bemerkenswert, weil die US-Verfassung nirgendwo von einem inneren Feind (domestic enemy) spricht. Offenbar ist das vielen der Befragten nicht aufgefallen. Die Phrase stammt vielmehr aus dem amerikanischen Fahneneid, in dem die Soldaten schwören, die Verfassung gegen alle Feinde, äußere und innere, zu verteidigen. In diesem Satz schwingt also die Vorstellung mit, dass gegen Präsident Obama notfalls auch bewaffneter Widerstand gerechtfertigt ist. Das ist schon bedenklich, heißt aber nicht, dass sich bewaffnete Milizen auf den Weg nach Washington machen. Allerdings bietet diese Aussage bewaffneten Extremisten eine willkommene Rechtfertigung. Der vierte Satz gibt einen uralten Verschwörungsglauben wieder, den bereits der Machttheoretiker Machiavelli kannte. Ein Herrscher, der eine Verschwörung rechtzeitig aufdeckt und die Beteiligten hinrichtet, setzt sich dem Verdacht aus, er habe die Bedrohung nur erfunden, um seinen Gegnern zu schaden, schrieb er schon vor mehr als 500 Jahren. Interessanterweise haben Verschwörungstheoretiker nach den Anschlägen auf das World Trade Center die Bush-Regierung beschuldigt, die Anschläge entweder selbst inszeniert oder bewusst geduldet zu haben, um ihre Weltherrschaftspläne besser durchsetzen zu können. Hier sehen wir jetzt das gleiche Muster, nur spiegelbildlich. Es drückt das tiefe Misstrauen gegen die jeweils andere Seite aus.

Von übler Nachrede zu wirklichen Aktionen ist es glücklicherweise ein weiter Weg. Dennoch sollte die Welt diese Anzeichen ernst nehmen. Das mühsame Verfahren zur Reform des Gesundheitswesens hat gezeigt, dass die USA eine Konsensdemokratie haben. Eine Minderheit von 40% kann im Senat einen Gesetzentwurf auf Dauer blockieren. Wenn sich zwei Blöcke unversöhnlich gegenüberstehen, ist die Gesetzgebung blockiert und nur die relativ starke Stellung der Regierung verhindert einen kompletten Stillstand. Die USA ist tief gespalten und eine beträchtliche Zahl der Amerikaner traut dem Präsidenten alles Böse einschließlich eines Pakts mit dem Teufel zu. Die Spaltung läuft entlang der Grenzen ethnischer und politischer Gruppen und ist deshalb selbst langfristig schwer zu kitten. Eine ernste Krise in den USA betrifft immer auch den Rest der Welt. Deshalb hoffe ich, dass alle Beteiligten Vernunft und Augenmaß bewahren.

Thomas Grüter

Veröffentlicht von

www.thomasgrueter.de

Thomas Grüter ist Arzt, Wissenschaftler und Wissenschaftsautor. Er lebt und arbeitet in Münster.

18 Kommentare

  1. In den USA gibt es sehr starke religiöse fundamentalistische Kräfte, die einen massiven Einfluss auf die Politik ausüben. Aber es gibt es gibt auch das andere Amerika, welches die Wahl dieses Präsidenten möglich machte. Das damit der Fundamentalismus nicht verschwunden ist, ist klar. Ich fürchte, vieles, was Obama als seine Vision vorgestellt hat, wird noch unerfüllt bleiben. Wir müssen auf dieses andere Amerika hoffen, auf die Menschen die dieses andere Amerika verkörpern.

  2. Antietatismus, Kommunitarismus,Tea-Party

    Die Tea-Party Bewegung ist Ausdruck des wieder erstarkenden Misstrauens gegenüber dem Staat und dem Versuch mehr Gerechtigkeit und Gleichheit für alle zu erreichen. Die meiste Tea-Party-Anhänger würden den obigen Fragen wohl zustimmen. Der Antrieb hinter dieser Bewegung stellt aber sogar eine Führung Amerikas unter den Republikanern in Frage und wurzelt im Misstrauen gegenüber jeder zentralen Lenkung.

    Die hohen Zustimmungswerte zu solchen Fragen sind nur in den USA denkbar und bezeugen den kulturellen Graben zu Europa.

    Hintergrund ist ein Bild einer Ideal- Gesellschaft, die durch starke Individuen und kleine (oft religiöse) Gemeinschaften geformt wird. Dieses tief in der US-Bevölkerung verankerte Bild hat auch den Kommunitarismus geschaffen.
    Der Kommunitarismus befürwortet die freie Entfaltung des Einzelnen in der kleinen, selbst gewählten Gemeinschaft mit der man Werte, Moralvorstellungen und Traditionen teilt.
    Liberalismus, aber auch starke zentrale Gewalten oder den alleinbestimmenden Markt sieht man als Gefahren.

    Ein derartiges Gesellschaftsbild findet in den USA in allen Schichten Anklang, gerade auch bei den benachteiligten und unterpriveligierten Schichten. Dies führt zum Paradox, dass Reformen wie die Gesundheitsreform, die die Situation der Benachteiligten verbessern soll, teilweise gerade von Teilen dieser Schichten abgelehnt wird.

  3. Wirklich interessantes, aber natürlich auch beunruhigendes Ergebnis dieser Umfrage.
    Verschwörungstheorien scheinen besonders in den USA eine “Fangemeinde” gefunden zu haben.
    Aber vielleicht sehen sie auch die eigenen Ängste und Skepsis auf irgendeine Art und Weise in diesen Verschwörungstheorien bestätigt, vielleicht finden die Verschwörungstheorien so einen großen Widerhall in der Bevölkerung, gerade weil sie die Ängste, Unzufriedenheit und Misstrauen verstärkt reflektieren.

    Es gibt mittlerweile so viele verschiedene Varianten von Verschwörungstheorien zu ein und demselben Thema, sodass dort Widersprüche auftauchen.
    Trotzdem muss die eine Verschwörungstheorie nicht weniger begehrt sein als eine andere.
    Folglich können selbstverständlich nicht alle Verschwörungstheorien aufgrund der Widersprüche in dem einen Punkt wahr sein. Klar.
    Fazit: Auch wenn Verschwörungstheorien in der Wirklichkeit nun wahr sind oder nicht, würden sie bei der Unwahrheit (die natürlich noch nicht als solche anerkannt wurde) nicht eine geringere Anzahl an Anhängern finden.

  4. @Martin Holzherr

    Das Ideal der wirtschaftlich und politisch weitgehend autonomen kleinen Gemeinschaft, die keine Einmischung von außen braucht oder will, wird vorwiegend von weißen Amerikanern vertreten. Die Zeitungen in den USA weisen regelmäßig darauf hin, dass die Tea-Party-Bewegung fast nur von Weißen in ländlichen Gebieten getragen wird. Es ist im Grunde rückwärts gewandt und entspricht nicht mehr der heutigen Zeit. Barack Obama erscheint diesen Gruppen ganz offenbar als Zerstörer ihrer Ideale.

  5. @Sandra

    Die Idee, Barack Obama sei mit dem Teufel im Bunde, oder der innere Feind, der im Fahneneid erwähnt wird, ist zwar Zeichen abgrundtiefen Misstrauens, aber an sich noch keine Verschwörungstheorie. Wer solche Behauptungen unterstützt, zeigt damit, dass er Barack Obama als Exponenten einer gegnerischen Gruppe betrachtet. Die Darstellung des eigenen Präsidenten als Feind der USA oder als Verbündeten des Teufels zeigt die Tiefe der Spaltung an und kann als Rechtfertigung für zivilen Ungehorsam oder sogar bewaffneten Widerstand herangezogen werden. Wie gesagt: Daran glaube ich vorläufig nicht, eine größere Gefahr liegt in der jetzt schon erkennbaren Lähmung der Gesetzgebung.

  6. + versteckter Rassismus

    Leider scheint es keine ähnlichen Umfragen aus früheren Jahren zu geben. Mich überraschen die hohen Zustimmungsraten zu diesen Obama-feindlichen Aussagen – deutlich über 20% insgesamt und deutlich über 40% bei den Republikanern. Mich würde deshalb die “Rassen”-zugehörigkeit der Befragten interessieren. Sind es vorwiegend Weisse oder vorwiegend Weisse und Hispanos oder gibt es auch eine beträchtlichen Anteil von Schwarzen, die dieser Meinung sind?

    Im Vorfeld der Präsidentenwahl wurde oft über die historische Bedeutung der Wahl eines Schwarzen gesprochen und erwähnt, dass die Rassenauseinandersetzungen der 60er-Jahre bei vielen noch in frischer Erinnerung sind. Dass dieser Präsident deshalb mehr Misstrauen erweckt als seine Vorgänger verwundert mich nicht.

  7. @Martin Holzherr

    Die Vermutung liegt nahe, dass hier Rassenvorurteile im Spiel sind. Die Rassenzugehörigkeit wurde in der Umfrage aber nicht berücksichtigt. Interessanterweise warfen 23% der Befragten (42% der Republikaner) dem Präsidenten ihrerseits Rassismus vor. Hier ist der Link zur vollständigen Umfrage mit der Aufschlüsselung der Teilnehmer nach politischer Richtung und Schulbildung.

  8. Fragt sich, ob das der amerikanische Normalzustand ist oder nur der Ausdruck eines Unbehagens, dass sich aus der aktuellen Wirtschaftskrise speist.

  9. Religionskrieg Demokraten/Republikaner

    Republikaner stimmen den Obama-feindlichen Aussagen der Umfrage zu mehr als 40% zu, Demokraten nur zu etwa 10%.

    Der Verdacht besteht, dass jede negative Attributierung von Obama bei den Republikanern eine grossen Zustimmung finden würde.

    Das passt zur weltanschaulichen Feindschaft der beiden Parteien. Seit Ronald Reagon gibt es einen eigentlichen Religionskrieg zwischen Demokraten und Republikanern und wenig bis gar keine Kompromissbereitschaft. Obama sprach davon, er wolle diese Polarisierung überwinden, es hat sich aber nichts geändert.
    Es ist nicht abwegig den Gegensatz zwischen Republikanern und den Demokraten mit dem Gegensatz zwischen Katholiken und Reformierten während der Religionskriege zu vergleichen. Egal was die Sache ist, um die es geht (Klimawandel, Gesundheitsreform, Energieförderung), Sachargumente selbst treten in den Hintergrund, statt dessen werden Personen diabolisiert und den Akteuren unlautere Motive oder gar Unamerikanismus unterstellt.

  10. Culture Wars

    Ein guter Text zu einem beklemmenden Thema!

    Es ist in der Tat ein Problem, dass in einigen Gesellschaften der (v.a. auch demografisch wachsende) Anteil an Fundamentalisten pragmatische Lösungsversuche als Abfall an das Böse interpretieren. Ein ähnliches Problem sehen wir z.B. in einigen islamischen Staaten, teilweise in Indien und sehr stark in Israel (wo mit Rabbin ein Ministerpräsident und früherer General von einem Fanatiker ermordet wurde, der ihm vorwarf, Eretz Israel zu verkaufen).

    Ich war schon sehr unsicher, ob es Obama noch gelingen würde, die Gesundheitsreform durchzubringen. Doch erfreulicherweise hat er zuletzt gekämpft und damit ein sozial und auch gesellschaftlich wichtiges Projekt auf den Weg gebracht!

  11. Widerstand & Demografie

    @ Thomas Grüter
    “Die Darstellung des eigenen Präsidenten als Feind der USA oder als Verbündeten des Teufels zeigt die Tiefe der Spaltung an und kann als Rechtfertigung für zivilen Ungehorsam oder sogar bewaffneten Widerstand herangezogen werden. Wie gesagt: Daran glaube ich vorläufig nicht, (…)”

    Allerdings wächst die Zahl der Milizen in den USA derzeit wieder. Und die veranstalten nicht nur „tea partys“.

    @Michael Blume
    „Es ist in der Tat ein Problem, dass in einigen Gesellschaften der (v.a. auch demografisch wachsende) Anteil an Fundamentalisten pragmatische Lösungsversuche als Abfall an das Böse interpretieren.“

    Stammen die Mitglieder der “Tea Party Bewegung” (und der Milizen) nicht eher aus den demografisch schrumpfenden Bevölkerungsschichten (Protestanten, Weiße)?

  12. Milizen

    Vor einigen Tagen hatte ich noch geschrieben, dass ich derzeit keine Gewaltanwendung auf der Grundlage der apokalyptischen Vorstellungen der amerikanischen Nationalisten sehe und prompt fliegt eine apokalyptisch motivierte Gruppe auf, die schon Morde an Polizisten geplant hatte. Genaueres zum Beispiel hier. Ich denke, derzeit ist die Lage wirklich so angespannt wie schon lange nicht mehr. Andererseits sorgt die Radikalisierung solcher Gruppen dafür, dass sie sich isolieren und der Mainstream der Opposition sich deutlich davon absetzt.

  13. Unpopuläre Maßnahmen

    Die Gesundheitsreform ist nun einmal in der Bevölkerung extrem unpopulär – von daher sind die in der Tat katastrophal schlechten Umfragewerte im Grunde nicht unerklärlich. Obamas Amtsvorgänger kam in der Hochzeit der Proteste gegen den Irak-Krieg auf ähnlich schlechte Werte. Die vielen “Bush = Hitler”-Plakate von damals zeigen auch, dass die Vorstellung, der Präsident sei eine Art Inkarnation des Bösen keine während der Obama-Amtszeit erstmalige Erscheinung ist (wenn auch vielleicht aufgrund der unterschiedlichen Wählergruppen weniger religiös angehaucht)…

  14. @ itz

    Sie fragten: Stammen die Mitglieder der “Tea Party Bewegung” (und der Milizen) nicht eher aus den demografisch schrumpfenden Bevölkerungsschichten (Protestanten, Weiße)?

    Ja, die Säkularen und Moderaten WASPs haben längst auch niedrige Geburtenraten – und so steigt der Anteil der sehr fundamentalistisch Orientierten, die sich in einem Kulturkrieg gegen Liberalität, Multikulti etc. wähnen. Ein neuer Artikel im “New Humanist” dazu:
    http://newhumanist.org.uk/2267/battle-of-the-babies

    Und die Homepage der evangelikalen Quiverfull-Bewegung, die (an einen Bibelpsalm angelehnt) “Köcher voller Kinder” predigt:
    http://www.quiverfull.com/

    Dennoch würde ich Thomas Gruiter Recht geben, dass der Großteil dieser neo-fundamentalistischen Bewegungen Gewalt bislang strikt ablehnt.

  15. Rassismusvorwurf

    Die USEllenbogengesellschaft der freien Waffenträger wird alle staatliche Einmischung – erst recht Fürsorge – verteufeln. Immer und überall. Nicht nur in ihrem Godsowncountry.
    Eine Weltregierung ergäbe sich im endgültigen Erfolgsfalle durch den USImperialismus ganz von selbst. Das “Young man go west!” reichte bis zum Pazifik, war dem Nomadengeist des Durchschnittsamerikaners aber nie ausreichend.
    Der innere Feind – gut, das mag bibelbeltisch-apokalyptisch gemeint sein. Aber da Gottes Wort sich ja erfüllen muss, wie seine Gläubigen sich sicher sind, hat es gar keinen Zweck, gegen den “Antichrist” Obama zu kämpfen. Er kann ja gar nicht anders, als die “Schrift” zu erfüllen.
    Die “Verschwörungstheorie” schließlich haben sich die USA selbst zuzuschreiben. “Wer einmal lügt…” (Pearl Habour, nur als Beispiel).
    So – und wo kommt jetzt das Unwort Neger in dem Ganzen vor? Ist es nicht ein wenig einfallslos, ja geradezu ärgerlich langweilig, immer alles auf den bösen alten Onkel Rassenhass zu schieben?

  16. “Vernunft und Augenmaß” sollte in der Tat das Wort der Stunde sein.
    Doch wie groß ist die Wahrscheinlichkeit dass Amerikas Konsumgesellschaft sich so schnell so gravierend ändert?
    Die Zeit und Ruhe, um vernünftig denken zu können haben die meisten Amerikaner doch zugunsten von I-Phone und Mercedes aufgegeben. Der Grund dafür liegt in dem Festhalten des Amerikanischen Traumes, abgewandelt und anscheinend nur auf den Materialismus bezogen, der eine DeInformationsgesellschaft aufgebaut hat, welche schlicht nicht mehr in der Lage ist aus der FLut an Informationen Richtiges herrauszufiltern.
    Das ist lange nicht mehr nur ein Problem Amerikas, der Rest der Welt hat den hastigen Lebensstil und die falschen Ideale längst übernommen.
    Ich denke dass America noch nicht bereit ist für einen Barack Obama mit seinen idealistischen Gedanken und seiner Kritik an so tief verwurzelten Träumen nach materiellem Wohlstand.
    Der Glaube der Amerikaner an unsinnge Verschwörungstheorien ist mir dafür Beweis genug.

  17. Weltregierung u. Riss in Amerika

    Eine sehr schöne Erwartung
    – das wird es auch bleiben.
    Zitat:
    Deshalb hoffe ich, dass alle Beteiligten Vernunft und Augenmaß bewahren. –
    —-
    Wann hat der Mensch jemals freiwillig Vernunft und Augenmaß bewahrt?
    Erst ein Ereigniss von besonderer Bedeutung und Härte brachte die menschheit immer wieder zur besinnung. Aber auch nur für eine begrenzte Zeit.
    So wird es noch einige Zeit bleiben, bis er eventuell eine höhere Entwicklungsstufe erreicht. Das ist ja nicht ausgeschlossen.
    Der jetzige Mensch ist dazu wohl nicht in der Lage.Der Alltag mit Kriegen-Lüge -Betrug- Gier-Ego- und all die menschenverachtenden Verhaltensweisen haben Hochkonjunktur.
    Aber , die Zeit wird kommen, wo sich das wieder ändert.
    Der Mensch lernt nur durch Erfahrung, das beweist auch die letzte Finanzkrise.
    Er wird seine Erfahrungen machen.

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