USA: Demokratie auf der Kippe

Donald Trump bereitet das Ende der Demokratie in den USA vor. Seine Aktionen sind ein Lehrstück des Machtmissbrauchs – und werden hier kaum wahrgenommen.
Im Januar 2026, nach einem Jahr im Amt, sagte Trump der Nachrichtenagentur Reuters, dass er so viel erreicht habe, „dass, wenn man darüber nachdenkt, 2026 eigentlich keine Wahlen stattfinden sollten“. Alles nur ein Scherz, beruhigte seine Pressesprecherin die aufgeregt nachfragenden Journalisten. Viele Beobachter sind sich da aber nicht sicher, denn Trump verträgt keine Niederlagen. Die Umfragen weisen aber einen Vorsprung der oppositionellen Demokraten zwischen 3 und 9 Prozent aus, so dass Trump bei den Wahlen im November seine Mehrheit im Repräsentantenhaus verlieren könnte.
Normalerweise würde eine Regierung jetzt versuchen, Wähler für sich zu gewinnen. Doch Trump und seine Einflüsterer arbeiten stattdessen daran, die Wahlen zu verbiegen.
Was 2020 geschah: Randale
Wohl jeder hat noch in Erinnerung, dass Trump nach der verlorenen Präsidentschaftswahl gegen Joe Biden blindwütige Fälschungsvorwürfe erhob. Am 6. Januar 2021 hielt er vor Anhänger in Washington eine aufputschende Rede. Bidens Sieg, so behauptete er, beruhe auf gigantischem Wahlbetrug, und die offizielle Feststellung des Ergebnisses müsse unbedingt verhindert werden. Daraufhin zog ein gewalttätiger Mob zum Kapitol, überwältigte die Polizisten und drang in das Parlamentsgebäude ein. Sie verwüsteten das Kapitol und lieferten sich Saalschlachten mit den Sicherheitskräften. Fünf Menschen starben dabei, 140 Polizisten wurden verletzt. Es steht noch immer der Verdacht im Raum, dass Trump die Aktion für einen Staatsstreich nutzen wollte. Rund 1500 Personen wurden im Zusammenhang mit den Gewalttaten verurteilt. Trump begnadigte ausnahmslos alle im Januar 2025 unmittelbar nach Antritt seiner zweiten Amtszeit. Und er möchte ihnen sogar eine Entschädigung zukommen lassen.
Der Sturm aufs Kapitol war nur der Tiefpunkt einer ganzen Serie von Trumps Versuchen, das Wahlergebnis zu kippen.
Der misslungene Staatsstreich
Der emeritierte Politikwissenschaftler James Piffner von der George Mason University in Arlington hat 2022 zusammengestellt, was Donald Trump unternommen hat, um bei einer Niederlage gegen Joe Biden den Präsidentenstuhl nicht räumen zu müsseni. Hier seine Zusammenfassung (die Ergänzungen in Klammern sind von mir):
- Trump untergrub seit Mitte 2020 das Vertrauen der Öffentlichkeit in die bevorstehende Wahl;
- Trump behauptete unmittelbar nach der Wahl fälschlicherweise, er habe die Wahl gewonnen;
- Trump reichte unbegründete Klagen ohne Beweise ein, um die Wahlergebnisse zu ändern (er verlor jede einzelne);
- Trump übte Druck auf staatliche und lokale Amtsträger aus, die Wahlergebnisse nicht zu bestätigen (vergeblich);
- Trump übte Druck auf Gouverneure und Landesparlamente aus, die Wahlen in den Bundesstaaten für ungültig zu erklären (keiner gab ihm nach);
- Trump übte Druck auf das Justizministerium aus, die Wahl zu kippen (das Justizministerium hatte dazu nicht die Befugnis);
- Trump übte Druck auf Vizepräsident Pence aus, die Auszählung der Wahlmännerstimmen im Kongress zu ändern (Pence sollte erklären, dass Trump gewonnen hätte, trotz einer Minderheit der Wahlmännerstimmen. Pence lehnte ab. Er verkünde nur das wahre Ergebnis, sagte er);
- Trump erwog den Einsatz militärischer Gewalt, um das Wahlergebnis zu kippen (er wollte das Kriegsrecht ausrufen, was ihm mühsam ausgeredet wurde);
- Trump stachelte einen Mob dazu an, gewaltsam in das Kapitol einzudringen, um die Auszählung der Wahlmännerstimmen zu verhindern;
- Im Jahr 2021 verbreitete er weiterhin die große Lüge, dass die Wahl 2020 manipuliert worden sei (tut er immer noch).
In seinem Buchkapitel hat Pfiffner die Punkte in allen Einzelheiten ausgeführt. Auch in der englischen Wikipedia findet sich ein langer Artikel zu dem Thema. Sagen wir es deutlich: Trump hat nach seiner Niederlage einen Staatsstreich angezettelt. Ich halte es für einen großen Fehler seines Nachfolgers, dass der ihn nie dafür zur Rechenschaft gezogen hat.
Trump und die Wahlen zum Kongress (Midterms) 2026
Trump wird eine Niederlage bei den Midterms wohl nicht demütig hinnehmen. Die New York Times hat am 2.7.2026, also vor wenigen Tagen, eine Übersicht veröffentlicht, was er bereits unternommen hat.
Anders als im Senat haben die Republikaner im Repräsentantenhaus nur eine wackelige Mehrheit. Von 435 Sitzen halten sie 218, also genau die nötige Anzahl, 212 gehören den Demokraten, ein Abgeordneter bezeichnet sich als unabhängig (stimmt aber eher mit den Republikanern) und vier Sitze sind unbesetzt. In den USA (wie in England) wird jeder Abgeordnete in seinem Wahlkreis direkt gewählt. Wenn also jemand stirbt, dauerhaft amtsunfähig wird oder zurücktritt, dann muss dort neu gewählt werden. Also sind während langer Perioden Sitze vakant. Knappe Mehrheiten können deshalb jederzeit kippen.

Trumps Maßnahmen im Einzelnen
Insgesamt listet die New York Times rund 70 einzelne Aktionen auf, die sie in sechs Gruppen aufteilt:
- Wahlverfahren zentralisieren,
- Wahlbeschränkungen verschärfen,
- Wahlkreise neu festlegen,
- Überwachung der Cybersicherheit schwächen,
- Misstrauen gegen in das Wahlsystem säen,
- diejenigen bestrafen, die die Richtigkeit der Präsidentschaftswahl 2020 bezeugt haben.
Mindestens 14 Maßnahmen zielen auf direkte Kontrolle der Bundesregierung über die Wahlverfahren. Die Verfassung der USA weist aber den Bundesstaaten die Kontrolle über das Wahlverfahren zu. Der Kongress darf generelle Richtlinien erlassen. Die Exekutive (also der Präsident) hat keinerlei Befugnisse. Das kümmerte Trump aber nicht.
Bereits im März 2025 gab er eine Verordnung heraus, die für die Eintragung ins Wählerverzeichnis einen schriftlichen Nachweis der Staatsbürgerschaft verlangte. Angeblich soll damit verhindert werden, dass sich Nicht-Staatsbürger ins Wahlregister eintragen. Nur: In fast einem halben Jahrhundert sind kaum 100 solche Fälle vorgekommen, dafür müsste man keinen solchen Aufwand treiben. Briefwahlunterlagen, so stand es in der Verordnung, sollten bis zum Wahltag bei den Wahlausschüssen angekommen sein (in vielen Staaten reicht es, wenn sie bis zum Wahltag abgeschickt werden).
Warum das Ganze? Wähler der Demokraten geben überdurchschnittlich viele Briefwahlstimmen ab. Und ärmere Menschen haben eher Probleme, zusätzliche Dokumente beizubringen – und sie scheuen eher Kontakte mit Behörden. Auch diese Gruppe neigt eher zu den Demokraten. Es geht also nicht um Wahlbetrug, sondern darum, die Opposition zu schwächen.
Gezielte Übergriffe
Trumps Verordnung wurde fast überall von den Gerichten blockiert, weil sie gegen das Prinzip der Gewaltenteilung verstieß und die Befugnisse des Präsidenten überschritt. Dieses Beispiel steht für viele andere: Immer wieder gibt Trump Verordnungen heraus, die von vorneherein rechtswidrig sind, und lässt sie dann von Gerichten kassieren. Damit testete er regelmäßig die Grenzen seiner Macht aus, in der Hoffnung, dass ihm das oberste Gericht am Ende mehr Rechte einräumte, als er vorher besaß.
Trump ordnete außerdem an, dem Justizministerium die kompletten Wählerverzeichnisse zu übergeben. Sie sollten damit angeblich auf Betrug untersucht werden. In den USA gibt es, anders als hier, kein Meldewesen. Jeder kann beliebig umziehen, ohne sich an- oder abmelden zu müssen. Wer wählen will, muss sich aktiv in ein Wählerverzeichnis eintragen lassen. Diese Verzeichnisse werden von den Bundesstaaten geführt und sind für die Bundesregierung tabu. 16 Bundesstaaten haben Trump ihre Listen geliefert oder ihre Bereitschaft dazu erklärt, die übrigen haben abgelehnt. Daraufhin verklagte das Justizministerium 30 Bundesstaaten auf Herausgabe. Zehn Klagen sind inzwischen abgewiesen, die übrigen laufen noch.
Auch dies ist ein Muster: Die Trump-Regierung stellt überzogene Forderungen an Bundesstaaten, Bezirke, Wahlkommissionen oder Privatpersonen und verklagt sie nach der Ablehnung. Die Klage hat meist keine Chance, aber sie kostet die andere Seite enorm viel Zeit und Geld, zumal die Trump-Regierung den Klageweg fast immer bis zum äußersten ausschöpft.
Gesetzlose an der Macht
Die Trump-Regierung fühlt sich an Gesetze nicht gebunden. Beispielsweise hat der oberste Gerichtshof der USA festgestellt, dass Trumps neu eingeführte Zölle unrechtmäßig waren. Trump verweigert jetzt die Rückzahlung. Seine Regierung behält also unrechtmäßig erworbenes Geld. Trump selbst lässt sich ganz offen bestechen. Begnadigungen sind inzwischen käuflich geworden.
Für eine demokratische Regierung ist das ein unhaltbarer Zustand. Der Kongress macht aber bisher keine Anstalten, Trump in den Arm zu fallen.
Trump hat die Erschwerung der Wählerregistrierung keineswegs aufgegeben, nachdem seine Verordnung überall blockiert wurde. Der Kongress soll sie jetzt als Gesetz verabschieden (SAVE America Act). Damit wären die Regelungen geltendes Recht, falls das oberste Gericht nicht irgendwann befindet, dass sie verfassungswidrig sind.
Das Repräsentantenhaus hat das Gesetz mit knapper Mehrheit beschlossen. Derzeit hängt es im Senat fest, mit wenig Chancen auf Zustimmung. Seit Neuestem weigert sich Trump, noch irgendein anderes Gesetz zu unterzeichnen (ausgenommen Etat-Gesetze), bis der SAVE America Act beschlossen ist.
Die wunderbare Sitzvermehrung
Mehr Erfolg hatte die Trump-Regierung damit, Druck auf die republikanisch regierten Bundesstaaten auszuüben, damit sie die Grenzen der Wahlkreise verschieben. Dadurch können demokratische Hochburgen zerschnitten werden. Die Teile werden republikanischen Gebieten zugewiesen. Die Stimmen reichen dann nicht mehr für eine demokratische Mehrheit. Mehrere Staaten haben das bereits beschlossen.
Das demokratisch regierte Kalifornien hielt dagegen und eliminierte einige republikanische Sitze. Trotzdem sieht es so aus, als ob allein durch diese Maßnahme, die normalerweise nur nach Volkszählungen erfolgt, fünf bis zehn zusätzliche republikanische Sitze im Repräsentantenhaus gesichert wurden. Für die Demokraten würde eventuell ein Vorsprung von 5 Prozent der Wählerstimmen (z.B. 49 gegen 44 Prozent) nicht mehr für eine Mehrheit reichen.
Die zerstörte Cybersicherheit
Die Regierung hat die Stellen der Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) derart zusammengestrichen, dass die Behörde kaum noch arbeiten kannii. Eine Taskforce des FBI zur Bekämpfung ausländischer Einflussnahme auf US-Wahlen hat sie aufgelöst und ein Programm beendet, das den Austausch wichtiger Informationen auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene koordinierte.
Warum? Die CISA ging immer wieder gegen Trumps Behauptungen vor, die Wahlen seien gefälscht. Trump betrachtet diese Behörde als feindlich, und nach eigenem Bekunden hasst er seine Feinde.
Außerdem hasst er es, korrigiert zu werden. Er möchte die vollständige Kontrolle darüber haben, welche Narrative in die Welt gesetzt werden, ohne dass ihm jemand die Tatsachen um die Ohren haut. Das Risiko wirklicher Wahlfälschungen ist mit seinen Maßnahmen enorm gestiegen.

Wahlen – der Vorgang
Trump behauptet seit seiner ersten Amtszeit ohne jeden Nachweis, dass die Demokraten in gigantischem Maß die Wahlen fälschen. Das ist x-mal widerlegt worden, aber er hört nicht damit auf. Die Zielrichtung ist klar. Trump will bei seinen Anhängern folgende Narrative verankern:
- Das Wahlsystem ist so unsicher, dass es zum Betrug einlädt.
- Die Wahlen sind genau dann ordnungsgemäß abgelaufen, wenn Trump es sagt.
- Er erklärt Wahlen nur für ordnungsgemäß, wenn er gewonnen hat.
- Seine Gegner können also nur durch Betrug gewinnen.
Erstaunlicherweise ist ihm das sogar weitgehend gelungen. Fast zwei Drittel seiner Anhänger glaubt tatsächlich, dass die Demokraten im Jahr 2020 Millionen Stimmen gefälscht, ausgetauscht oder vernichtet hätten. Da hilft es auch nichts, dass trotz akribischer Suche nichts davon nachgewiesen werden konnte. Trumps Anhänger scheuen auch nicht davor zurück, Wahlvorstände und sogar einzelne Wahlhelfer wegen angeblicher Vergehen persönlich zu verfolgen und massiv einzuschüchtern.
Trump: Wer mir widerspricht, wird verfolgt
Sobald Trump wieder an der Macht war, hat er angefangen, seine vermeintlichen Gegner zu verfolgen. Er vergisst keine Beleidigung, keine Untersuchung, keinen Widerspruch, keine abweichende Abstimmung seiner Gefolgsleute. Wer es genauer wissen will, sollte die englische Wikipedia-Seite „Targeting of political opponents and civil society under the second Trump administration“ aufrufen. Es ist eine sehr lange Seite.
Im April verschickte das Justizministerium eine Vorladung vor eine Grand Jury (Geschworene, die entscheiden, ob Anklage erhoben werden kann), in der die Herausgabe der Daten aller Personen verlangt wurde, die an der Wahl 2020 in Fulton County, Georgia, mitgewirkt hatten. Der County beantragte daraufhin die Aufhebung der Vorladung, weil sie lediglich „vermeintliche politische Gegner des Präsidenten ins Visier nehmen, schikanieren und bestrafen“ solle. Das Verfahren hängt derzeit im Gericht fest. In Fulton County war das Ergebnis der Präsidentenwahl 2020 besonders eng gewesen, aber eine Nachzählung hatte es ausdrücklich bestätigt.
Hier geht um Einschüchterung – Trump macht klar, dass jeder, der sich freiwillig als Wahlhelfer meldet, mit massiven Schikanen rechnen muss. Letztlich möchte er möglichst viele eigene Gefolgsleute als Wahlhelfer unterbringen.
Ziele
Von Trump ist bekannt, dass er unbedingt siegen will, egal ob im Golf oder in der Politik. Dabei hält er sich an keine Regeln. Sollten die Demokraten am Tag nach der Wahl einer Mehrheit im Repräsentantenhaus zu nahe kommen (die aktuellen Zahlen dazu findet man z. B. auf der Seite www.270towin.com), wird er wahrscheinlich in Wahlkreisen mit knappen Ergebnissen Wahlurnen beschlagnahmen und die nach dem Wahltag einlaufenden Briefwahlunterlagen abfangen lassen, alles unter dem Vorwurf des Wahlbetrugs.iii Es ist auch möglich, dass er Wahlhelfer unter erfundenen Vorwürfen festnehmen lässt, im schlimmsten Fall von seiner ICE-Truppe.
Sein Fernziel ist es, die Briefwahl weitgehend abzuschaffen und ein zentrales Wählerverzeichnis zu führen, das die Bundesstaaten übernehmen müssen. Damit könnte die Bundesregierung steuern, wer wahlberechtigt ist. Die Registrierung zur Wahl soll möglichst schwer gemacht werden, um schwarze und arme Menschen fernzuhalten. Trump weiß dabei die republikanische Basis hinter sich.
In einem Meinungsbeitrag für die New York Times schrieb der Journalist Jamelle Bouie:
„Trumps Besessenheit vom Wahlbetrug ist nur eine Variante des reaktionären populistischen Glaubens, dass Menschen, die an einem Ort wohnen, nicht gleichzusetzen sind mit dem Volk, das zur Herrschaft berechtigt ist … Trump und seine Leute werden jede verlorene Wahl als „Betrug“ brandmarken. Nicht weil irgendwas mit dem System nicht stimmt, sondern weil, wie sie es sehen, das Land ihnen gehört und nur ihnen.“
Anmerkungen
[1] Pfiffner, J. P. (2022). How Donald Trump Tried to Overturn the 2020 Election. Rivals for Power ( Roman and Littlefield), 53-82.
[2] In absoluten Zahlen: Im Januar 2025, bei Trumps Amtseinführung, beschäftigte die CISA rund 3300 Menschen. Ende 2025 waren noch 2389 übrig, und seit dem Shutdown des DHS (zu dem CISA gehört) sind wohl noch mehr Angestellte ausgeschieden. Markwayne Mullin, der neue Chef des DHS, unterstützt Trumps Lüge von den gefälschten Wahlen. Er will jetzt 600 neue Angestellte in die CISA bringen. Er wird wohl ausschließlich Trump-Anhänger auswählen (genaueres hier).
[3] Ich bin keineswegs der Einzige, der dies für möglich hält. In einem Interview mit der Welt am Sonntag am 4.7.2026 sagte der amerikanische Historiker Robert Kagan: „Ich wäre sehr überrascht, wenn wir 2026 wirklich saubere und unangefochtene Wahlen erleben würden … und zumindest im Repräsentantenhaus die Mehrheit wechselt. Ich glaube, Trump wird alles in seiner Macht stehende tun, um das zu verhindern.“
Die Gewaltenteilung soll eigentlich verhindern, daß eine Demokratie in eine Ochlokratie kippt. Schon im alten Griechenland war bekannt, daß Demagogen die Fähigkeit besitzen, den Mob aufzuwiegeln, um sich hernach als Alleinherrscher an die Spitze zu setzen. Dann geht das Spiel wieder von vorne los:
Königtum-> Tyrannis, Aristokratie -> Oligarchie, Demokratie -> Ochlokratie. Ad Infinitum, wenn man keine Vorsorge trifft.Vielen Dank für die vielen Fakten über Trumps Wirken als Präsident der USA. Das Meiste davon kann man mit Trumps Charakter (unter anderem seinem Narzissmus), seiner Bewunderung für autoritäre Führer, seine Verachtung für Verlierer und seinen Glauben an das Recht des Stärkeren erklären. Tatsächlich hätte ich Angst um die Zukunft der USA, wenn Trump erst 60 Jahre alt wäre, aber bei einem Alter über 80 müsste Trump sehr gesund leben um noch voll im Saft zu sein. Seine insgesamt ungesunde Lebensweise spricht dagegen, dass er noch über die notwendige Vitalität verfügt um etwas umzuwälzen. Wenn Trump wirklich am Anfang einer politischen Umwälzung und eines autoritären Regimes in den USA steht, dann wohl nur dadurch, dass er der Steigbügelhalter für einen Nachfolger (etwa Vance) sein könnte, der noch frisch und kraftvoll genug ist um alle anderen zu überwältigen. Sehr viel wahrscheinlicher ist allerdings, dass bereits die zweite Hälfte seiner Amtszeit sehr viel weniger prunkvoll, sehr viel weniger direktiv sein wird als bisher, einfach darum, weil ihn die Wähler abstrafen werden und er auch psychisch gar nicht mehr in der Lage sein wird um das US-System radikal umzuformen.
Leider sehe ich das nicht so optimistisch…
Der Zerfall Trumps ist da, keine Frage, vom Kontrollverlust bis so Gedanken, dass er mit Roosevelt gesprochen hat über den Panamakanal…
Dazu die Problematik, dass er kaum längere Wachphasen hat, Tag Nacht Rhythmus scheint aufgehoben.
Leider macht er die Politik nicht alleine und er hat viele Zuarbeiter, die nicht weniger bösartig sind und sicher schon einige miese Strategien ausgearbeitet haben.
Der Schaden und der Gesichtsverlust des Westen ist zudem durch sein eratisches Auftreten extrem kritisch.
Das was er gerade im Iran treibt ist kurzsichtig dumm… Und es wird den Westen und besonders Israel sehr viel kosten.
Er macht die islaminischen Staaten stark und lässt eine Macht als Vermittler fungieren, die in keinster Weise neutral oder unbeteiligt ist. Pakistan mit den Statements zum Iran zu hören ist gruselig und mehr als Höflichkeit zum Tod des ehemaligen Führers.
Dazu der Westen, der sich nicht traut sich zu positionieren, gibt relativ wenig Hoffnung auf ein einharmonisches Ende und einen neuen integeren US- Präsidenten.
Er wird alles tun, um die Strukturen in den USA für sich zu nutzen, wenn nicht noch kurzfristig einer aus dem Trump Clan direkt ans Ruder berufen wird.
@ Holzherr
Das mag so sein, wie Sie es beschrieben haben. Aber was lernen wir daraus? Ein Demagoge schöpft seine Kraft aus der Zustimmung. Zustimmung bekommt er von jenen, die sich selbst zu führen nicht imstande sind. Daher haben alle Weisheitslehrer dieser Welt immer nur davon gesprochen: finde Halt in dir selbst! Eine Demokratie kann nur dann funktionieren, wenn der Einzelne nach dem Guten strebt. Das Gute ist dasjenige, was der Lebensentfaltung zuträglich ist unter der Berücksichtigung, daß auch der Mitmensch diese Lebensentfaltung für sich reklamiert. Tut er dies nicht, so wird er den Demagogen immer sein Ohr leihen, da dieser verspricht, daß es einfacher geht und der Mitmensch Schuld an seinem Unbehagen sei.
@Dietmar Hilsebein (Zitat): „Ein Demagoge schöpft seine Kraft aus der Zustimmung.“
Ja, Donald Trump wurde von den Wählern zum Präsidenten gewählt – und das sogar, obwohl sie ihn und seine Tendenz zum Autoritarismus, schon recht gut kannten von seiner ersten Präsidentschaft.
Ich erkläre mir die Wahl Trumps aus der Meinung der Mehrheit der Wähler, dass Trump für die wirtschaftliche Entwicklung der USA besser geeignet sein werde als ein demokratischer Kandidat. Ich habe den generellen Eindruck, dass für die US-Wähler die Wirtschaftsentwicklung das wichtigste ist und dass die demokratische Partei das in jüngster Zeit zu wenig berücksichtigt hat. Viele Themen der Demokraten kommen von linksakademischen Kreisen (der akdemischen Linken) und haben überhaupt nichts mit Wirtschaft zu tun und statt dessen mit Dingen wie Minderheiten, Intersektionalität, Critical Race Theory, Queer Theory, Postkolonialismus, Cancel Culture, etc.
Keine dieser Themen hat überhaupt die Chance einen bedeutenden Teil der Wählerschaft anzusprechen.
Fazit: In den USA gibt es nur 2 grosse Parteien und eine davon ist heute mit Themen beschäftigt, die keine Chance darauf haben, die Mehrheit zu erreichen. Deshalb kann heute eine Wahl in den USA für eine Person in Wirklichkeit eine Wahl gegen die Alternative zu dieser Person sein.
So von Cortez zu Montezuma – geh mir nicht auf den Sack.
Größer heißt langsamer. Die übliche Rockstar-Karriere – Garagenband, Starruhm, Größenwahn, Party und Drogen, pöbelndes, lallendes Konzert, auf dem ein jämmerlicher Popanz alle Fans vergrault, das haben die USA in 250 Jahren nur einmal hingekriegt. Kaiserreich, Weimar, Nazis, DDR, jetzt BRD – Deutschland hat’s seit Napoleon fünfmal durchgezogen (viermal, wenn Sie Weimar und Nazis zusammenfassen). Die Chancen für ein Comeback stehen nicht schlecht, allerdings werden sich die Amis damit abfinden müssen, dass aus dem Römischen Reich Italien geworden ist, ein Staat wie alle anderen auch, und der ehemalige Demokratie-Papst in Washington nur ein Gottkönig von vielen sein wird, wie Xi oder Putin oder jeder der lokal allmächtigen Kaziken, die sich in den wilden Zwergstämmen Osteuropas zu etablieren versuchen.
Für die Demokratie werden die Amis hart kämpfen müssen, denn sie haben nicht das Terrain dazu. Demokratie verlangt, dass alles Einfachere unmöglich ist, und Diktatur ist einfacher, wenn man das gesamte Land mit der Peitsche kontrollieren kann, sodass man sich das Zuckerbrot für sich selbst aufsparen kann. In Europa wird alles Einfachere durch die Geografie sabotiert, für uns heißt es, Demokratie oder Blutbad – die Amis haben nur ihren Willen.
Good girls go to America, bad girls go everywhere… Das ist so ziemlich die Geschichte des Westens von Kolumbus bis 1945. Amerikas wilde Räuber stürmten das Kapitol, Europas wilde Räuber stürmten Paläste des gesamten Planeten. Amerika wirkt wie die Kita, in die die SS ihre Kleinen gebracht hat, wenn sie in Auschwitz arbeiten musste, und irgendwann wurden sie halt nicht mehr abgeholt. Die Amis sind die, die es in Europa nicht aushielten, die über die Atlantik-Mauer rüber machten, weil Europa voller Herausforderungen und Gefahren ist und Amerika voller Geschenke, das Ankerzentrum, in das die Dobrindts Europas alle abgeschoben haben, die sie sonst ermordet hätten, das Getto, das sich zufällig als reicher und größer entpuppte als die Stadt, die die Ungewollten darin einsperren wollte, das Klo, in das Europa seine Kondome gespült hat, bis die Föten wieder herauskrochen.
Aber auch was wie Karthago, das von den phönizischen Seeräubern und Händlern gegründet wurde, um sie alle zu überflügeln – oder wie Rom, das an den Griechen wuchs, bevor es sie verschlang. Nach den beiden Weltkriegen haben sie alle Imperien des Westens übernommen, doch man sieht schon die übliche Schwächung, die Emanzipation der Provinzen – die Europäer hatten noch Truppen und Kolonisten vor Ort, im Amerikanischen Imperium herrschten schon lokale Statthalter, Jabbas, die vom Todesstern USA in Schach gehalten wurden, und der Kaiser im neuen Rom herrschte schon eher durch geistige Macht als durch weltliche – der Wandel zum Papst war erkennbar. Das ist normal, aus dem Römischen Reich wurde das verblassende Christentum, aus dem Empire das verblassende Commonwealth, aus der Sowjetunion die verblassende GUS, und, nachdem der Todesstern platzt wie ein Luftballon, wird vom Amerikanischen Imperium nur die verblassende UNO bleiben. Es gibt einen Punkt, ab dem ein Imperium zur Föderation werden muss, und wie schwierig dieser Sprung ist, sehen Sie an der schwächelnden Möchtegern-Föderation EU.
Ich habe den starken Verdacht, dass es die Geografie ist, die die Kulturen formt. Sie ist gewissermaßen eine Gussform, in die Menschen einfließen. Und auch wenn die Menschen immer und überall die gleichen sind und das Gleiche machen – die zufällige Beschaffenheit des Terrains bestimmt, was daraus wird.
Und es wirkt fast so, als würde Amerika die europäischen Siedler zu Azteken umerziehen.
Zum Beispiel wurde die Todesstrafe zur Kulthandlung, die ähnliche Funktionen erfüllt, wie die Menschenopfer bei den Azteken.
Seit Kuweit hat Amerika mehrere Kriege geführt – normalerweise würde man erwarten, dass es dabei lernt, zu gewinnen. Doch wir sehen, dass es immer perfekter, routinierter dabei wird, sie zu verlieren. Die Azteken führten Kriege, um Opfer für die Altäre zu gewinnen – der gemeinsame Nenner ist der Wandel einer Strafexpedition zu einem sich stets wiederholenden religiösen Ritual, das für den Erhalt einer Kultur notwendig ist und auch mit den Zirkusspielen im alten Rom verwandt ist.
Auch die Massenopferung von Außenseitern trägt religiöse Züge.
Wir sehen auch, dass sich Trump einen goldenen Palast baut, wie die Könige von Tenochtitlan (die goldene Stadt war vielleicht das Original-El-Dorado, die Gerüchte gingen so weit in die Welt hinaus und veränderten sich dabei, dass die Spanier sie nicht wiedererkannten und dann den Dschungel nach einer Stadt durchsuchten, die sie längst geplündert hatten).
Wir sehen, dass sich die Konzerne bereits so etwas wie eigene Stadtstaaten errichtet haben, in denen Musks und Bezos zu eigenständigen Königen heranwachsen.
Ich will’s nicht überbewerten. Ein operettenhafter Tyrann, eine Kleptokraten-Aristokratie und ein Slum drum herum – das finden wir überall auf der Welt. Es ist einfach die primitivste, dümmste, faulste, ineffizienteste Wirtschaftsform, die sich ein Staat gerade noch erlauben kann, ohne zu zerfallen. Die Mentalität und Leistung sind etwa vergleichbar mit Gemüse, und so werden solche Kohlköpfe oft und gern von Weinbergschnecken gepflückt, die eigentlich genauso sind, aber die revolutionäre Idee gehabt haben, sich zu bewegen (Azteken eben, China, das moderne Europa, das schon durch den kleinen Putin in Bedrängnis gerät, die Etablierten, die von den Populisten zum Frühstück verspeist werden). Die Muster sind überall auf der Welt so ähnlich, dass es schwer fällt, in regionalen Eigenheiten mehr als Zufälle und Mode zu sehen.
Dennoch. Was ist, ist, und kann durch Ursache und Wirkung erklärt werden.
Das nach dem Großen Menschenopferritual mit Halbzeit eingegipste Europa wirkte ein Weilchen wie die besseren USA, die den Amerikanischen Traum noch erfolgreicher verwirklicht hatten. Doch jetzt macht uns der Kontinent wieder zu dem, was wir schon immer waren: Blutrünstigen Kriegerstämmen, deren Stammes-Identität auf kollektiven Traumata beruht, die wir regelmäßig durch neue Kriege und Gräuel auffrischen müssen. Diese stete Opferung an Vampirgötter dient üblicherweise dazu, Überbevölkerung zu reduzieren. Doch für die modernen Fettsäcke, die sich ihre Armut künstlich schaffen, indem sie nicht für Häuser, Brot oder Krankenhäuser arbeiten, sondern sich wie Derwische in finanziellen Gebetsmühlen drehen, ist es nur religiöser Fanatismus, der an einer überkommenen Lebensweise festhält – unsere Reaktionäre denken wie Trump, handeln wie Trump, glauben das Gleiche wie Trump, doch die Welt, die dabei herauskommt, ist eine ganz andere.
Die USA sind ein großer, flacher Staat mit sicheren natürlichen Grenzen, wie China, reich genug, dass erst die Menschen dort wohlhabend werden, dann die Fürsten, die die Menschen melken wie Vieh – eine ganz normale wirtschaftliche Entwicklung. Doch in großen Flachstaaten hat das zur Folge, dass die Fürsten um die Macht kämpfen, bis einer gewinnt, dann wird das ganze Gebiet zu einem stagnierenden, feudalen Langweiler-Staat im Stile Chinas oder der Sowjetunion oder dessen was die EU zu werden versuchte.
In Bergregionen wie Schottland oder Kaukasus oder Balkan oder auf Borneo stecken Flachstaaten in winzigen, natürlichen Festungen. Es ist sehr schwer, eine solche Region zu erobern und dauerhaft zu halten. Deswegen gibt’s dort die gleiche Kultur wie in Europa, lauter Stammeskriege, Fehden, die sich über Jahrtausende hinziehen können, aber auch Vorformen der Demokratie, weil die Fürsten dann doch ab und zu Frieden schaffen wollen, aber ohne sich einem Capo di tutti Capi unterordnen zu wollen.
Die Wirtschaft folgt immer dem Weg des einfachsten Widerstandes – solange Sie ein Land neu besiedeln, profitieren Sie davon, Wälder zu roden und immer neue Felder, Plantagen, Bergwerke zu gründen. Doch dann ist es plötzlich einfacher, diese Felder, Plantagen, Bergwerke auszubeuten, samt den Leuten, die dort arbeiten. Auf diese Weise wird ein Staat, der die Bevölkerung reich machte, zu einem Staat, der die Fürsten reich macht, die kämpfen dann so lange um Dominanz und verwüsten die Gegend, bis einer gewonnen hat und zum Kaiser wird, danach schläft das Ganze ein, bis die natürlichen Ressourcen erschöpft sind, die Raubritter übernehmen, die Verteilungskämpfe wieder eskalieren. Das übliche 08/15-Kaiserreich zu errichten, versucht auch Trump. In Europa sind wir in einem Zwischenstadium hängen geblieben und bauen darauf auf, was mehr Qualität bei Regierung und Wirtschaft erfordert, wenn wir Frieden und Wohlstand halten wollen.
Ich kann mir also Amerika auch ohne den Azteken-Faktor erklären. Ich sehe es aber nicht als künftige Imperialmacht, sondern als künftige verlockende Beute für Wikinger und Konquistadoren. Und die müssen nicht unbedingt wieder aus Europa kommen, wir haben die Welt ja ziemlich europäisiert in den letzten 500 Jahren.
Im Kinderbecken können Sie einige Fähigkeiten einüben, für die Sie im Haifischbecken keine Zeit haben. In Amerika konnten all die Vorformen der Demokratie Europas zusammenfließen, wie Bäche zu einem See, sie konnten sich entwickeln, aus Krieger-Ethik wurde endgültig Arbeiter-Ethik, die aber der gleichen Berserker-Raserei und dem Krieger-Pragmatismus folgt, den die Barbaren mitgebracht hatten. Die Kolonialisierung wirkt wie Dampf, der unter Hochdruck in einen großen, leeren Kessel gespritzt wurde, sich dort zu großen Wolken entfalten konnte, bevor er erkaltete und verpuffte. Vor Trump entwickelte die Zivilisation des Westens in den USA ein gewaltiges Upgrade, das es ins Mutterland zu reexportieren versuchte.
Pirat war ich schon, ich habe keine Lust auf ein Comeback. Doch ich sehe, was gerade passiert – Trump lockt uns mit seiner Schwäche, bewaffnet uns bis auf die Zähne, schürt die Stammesreligionen der rivalisierenden Blutgötter, zerstört aktiv die Zivilisation, die uns die Amis gegeben haben. Wir selbst brennen alle wirtschaftlichen Brücken ab wie Cortez seine Schiffe und brüllen uns in Rage, radikalisieren uns, wie Stammeskrieger, die sich durch Fasten und Brüllen in Stimmung für einen Raubzug bringen.
Amerika ist immer noch ein Kind, alles darin ist Zirkus, Show, Spiel und Spaß, alles muss leicht und schnell gehen, Verantwortung wird klein geschrieben. Dass es weint und tobt und schmollt, ist für ein Kind normal, wenn man ihm seinen imperialen Lutscher wegnimmt.
Und dieses Kind glaubt, die erfolgreichste Bande von Raubmördern, die die Welt je ertragen musste, würde ihn beschützen, wenn er sie nur aus ihrer Lethargie weckt, mit Zähnen und Klauen ausrüstet und so richtig wütend macht. Eine koloniale Szene aus der afrikanischen Savanne, der dicke weiße Jäger, der in Urlaub aus der Sänfte heraus Elefanten schießen wollte und seine Kannibalen-Träger, die sich so langsam daran erinnern, was sie waren, bevor sie sich von ihm Boy nennen ließen und zu buckeln lernten, während er sich hinter ihrem Rücken versteckt, Gewehre verteilt und sie dazu peitscht, ihn vor den Löwen zu verteidigen.
Im Moment haben Sie in Washington Meth fürs Volk und im Vatikan Opium fürs Volk. Wir sehen, wer was quer durch die Geschichte mehr nötig hatte.
Europa und Amerika sind verbunden, zwei Seiten derselben Münze. Was sie tun, bestimmt, was wir tun. Was wir tun, bestimmt, was sie tun. Über die Zukunft der Demokratie entscheiden wir gemeinsam.
Hä? ernsthaft?
Selten soviele Worthülsen zusammenhanglos hintereinander gelesen!
Respekt! lieber Paul
Paule,
Jetzt übertreibst du aber…
„Doch jetzt macht uns der Kontinent wieder zu dem, was wir schon immer waren: Blutrünstigen Kriegerstämmen, deren Stammes-Identität auf kollektiven Traumata beruht, die wir regelmäßig durch neue Kriege und Gräuel auffrischen müssen“
Denk doch nur mal an die Frauen, die sind nicht blutrünstig, die lieben dich.