Erwarten die Amerikaner das Ende der Welt?

Ein Drittel aller US-Amerikaner glaubt angeblich, dass die Welt noch innerhalb ihrer Lebenszeit enden werde. Das sollen Wissenschaftler in einer Umfrage herausgefunden haben, wie mehrere deutsche Zeitungen und Internetportale Mitte März gemeldet haben.

Wir leben in einer aufgeklärten Zeit. Bis auf einige Fanatiker glaubt niemand mehr, dass Gott der Welt bald ein Ende macht, oder dass der gegenwärtige Zeitzyklus im Feuer endet, aus dem dann ein neuer Zyklus geboren wird1. Und nach dem Ende des Staatssozialismus in Europa glaubt auch fast niemand mehr, dass auf der gesamten Welt das Ende des Privateigentums an Produktionsmitteln durchgesetzt werden muss, damit der paradiesische Endzustand – der Kommunismus – sich ausbreiten kann.

Oder beginnt dieses Bild sich aufzulösen, zieht die Vernunft sich zurück, breiten sich Gier, Fanatismus und Endzeitglaube wieder aus? In der Tat mehren sich die Indizien für diese eher pessimistische Sicht.

Die aktuelle Studie

Die in der Presse vorgestellte Studie verdient deshalb einen genaueren Blick. Die Autoren um Matthew Billet von der kanadischen University of British Columbia in Vancouver haben die Studie im renommierten Journal of Personality and Social Psychology veröffentlicht. Im Abstract heißt es, „ein Drittel der Amerikaner“ erwarte, dass die Welt noch in ihrer Lebenszeit enden werde (In einer frühen Version des Abstracts fehlt dieser Satz). Nur: Aus den Ergebnissen der Studie lässt sich diese Zahl überhaupt nicht entnehmen. Das ist ärgerlich, denn gerade diese Behauptung hat es in alle Schlagzeilen geschafft.

Sehen wir uns also die Studie etwas näher an. Worum geht es eigentlich? Die Autoren definieren ihre Fragestellung, etwas verkürzt wiedergegeben, wie folgt:

Wir wenden ein neues, mehrdimensionales Maß für Weltuntergangsideen auf eine religiös vielfältigen Stichprobe der US-Bevölkerung an. Anschließend testen wir die Hypothese, dass diese Ideen das Ausmaß vorhersagen, in dem Menschen Risiken wahrnehmen, Risiken tolerieren und extreme Maßnahmen zur Risikobewältigung befürworten … Unser Modell sagt voraus, dass die wahrgenommene Nähe des Weltuntergangs nur eine von mehreren psychologisch bedeutsamen Dimensionen von Weltuntergangsideen ist. Unsere Hypothese: Alle diese Dimensionen erklären unabhängig die Varianz bei Wahrnehmung, Toleranz und Reaktion auf gesellschaftliche Risiken.“ 2

Es geht also nicht um die Frage, wie viele US-Amerikaner vom baldigen Weltuntergang überzeugt sind. Vielmehr möchte die Studie herausbringen, wie bestimmte, religiös oder weltlich beeinflusste Ideen des Weltuntergangs die Wahrnehmung von Risiken beeinflussen. Die Ergebnisse bestätigen die Hypothese:

„Weltuntergangsvorstellungen sind nach unserer Feststellung weit verbreitet, unterscheiden sich entlang psychologisch bedeutsamer Dimensionen und erlauben sehr zuverlässige Rückschlüsse ( … are uniquely predictive … ) auf Risikowahrnehmung, Risikotoleranz und die Bereitschaft der Menschen, extreme Maßnahmen zur Bewältigung der fünf drängendsten globalen existenziellen Risiken (nämlich wirtschaftliche, ökologische, geopolitische, gesellschaftliche und technologische Risiken) zu unterstützen.“3

Wen hat die Studie gefragt?

Die Studie wertete die Befragung von 1409 US-Bürgern aus. Die Teilnehmer waren im wesentlichen nach Religionszugehörigkeit ausgewählt, darunter 247 Katholiken, 286 Protestanten, 210 Evangelikale, 190 Juden und 222 Muslime. Weitere 254 stuften sich als nicht-religiös ein. Das Durchschnittsalter betrug 50 Jahre, Männer und Frauen waren ungefähr gleich vertreten.

Was hat die Studie gefragt?

Um die Teilnehmer der Studie einzustimmen, stellten ihnen die Autoren zunächst jeweils eine Risiko-Kategorie aus dem Global Risks Report des Weltwirtschaftsforums vor (Der Global Risks Report weist einige Schwächen auf, ich hatte darüber in meinem letzten Blogpost geschrieben). Dann kamen 25 Aussagen aus diesen fünf Bereichen:

  • Weltende wird noch in der Lebenszeit des Teilnehmers kommen (Naherwartung),
  • Menschen verursachen das Weltende,
  • Gott wird der gegenwärtigen Welt ein Ende machen,
  • Jeder Mensch hat einen Einfluss auf das Weltende,
  • Ich verbinde das Weltende mit positiven Gefühlen.

Die Teilnehmer sollten auf einer siebenteiligen Skala (Fachbegriff ist: Likert-Scale) angeben, wie sehr sie den Aussagen zustimmten (von 1 = komplette Ablehnung über 4 = unentschieden bis 7 = komplette Zustimmung).

Die apokalyptischen Reiter
Die vier apokalyptischen Reiter. Von links: Der König, der ausreitet, um zu siegen, begleitet von der Gewalt, der Teuerung und dem Hunger sowie dem Tod. KI-generiertes Symbolbild.

Zum Schluss waren noch einmal die globalen Risiken an der Reihe. Die Teilnehmer sollten die Gefährlichkeit einschätzen. Außerdem wollten die Studienautoren wissen, ob sie solche Risiken tolerieren würden und ob sie extreme staatliche Maßnahmen zur Risikominimierung unterstützten. Dabei kam ebenfalls die siebenteilige Likert-Scale zur Anwendung.

Kritik

Aus meiner Sicht hat die Publikation viele Schwachstellen. Als sichere Ergebnisse können wir lediglich festhalten:

  1.  Wer sich wünscht, dass noch in seiner Lebenszeit Gott das letzte Gericht hält, der befürwortet eher drastische Maßnahmen gegen globale Risiken.
  2. Im Vergleich der Religionen fällt auf, dass die befragten Muslims deutlich höhere Werte bei der Naherwartung aufweisen und das Ende der gegenwärtigen Welt positiver sehen als alle andere Gruppen.

Die Arbeit macht dagegen keine Angaben zur Anzahl der Amerikaner, die das Jüngste Gericht in ihrer Lebenszeit erwarten. Die Zusammensetzung der Stichprobe ist viel zu einseitig, als dass sie valide Rückschlüsse auf die Grundgesamtheit (= alle US-Amerikaner) erlauben würde. Während in der Studie 29,2 % der Teilnehmer Muslime oder Juden sind, beträgt dieser Prozentsatz in der US-amerikanischen Bevölkerung nur 0,7 % (Muslime) bzw. 2 % (Juden). Im Text der Veröffentlichung ist auch nicht die Rede davon, dass ein Drittel der Amerikaner das Ende der Welt noch in ihrer Lebenszeit erwartet. Es heißt lediglich, dass 28,9 % der Teilnehmer den Aussagen zu diesem Thema zustimmen (Werte 5 bis 7 auf der Likert-Scale).

Kein Drittel

Die besagten 28,9 % sind aber, selbst bei großzügiger Betrachtung, nicht etwa ein Drittel, tatsächlich befindet sich der Wert auf halber Strecke zwischen einem Drittel und einem Viertel. Die Studie nennt nur den Wert für die Stichprobe, sie hat nicht auf die Grundgesamtheit (=alle Amerikaner) hochgerechnet. Angesichts der verzerrten Stichprobe wäre das auch wenig erfolgversprechend und mit großer Unsicherheit behaftet.

Das Ende der Welt.
Für religiöse Menschen ist der Tag des jüngsten Gerichts nicht unbedingt ein schlimmes Ereignis, sondern der Beginn einer Welt der göttlichen Gerechtigkeit. KI-generiertes Symbolbild

Und es gibt noch ein weiteres Problem: Die Idee des Weltendes im christlichen und muslimischen Glauben hat mit dem weltlichen Ende der gegenwärtigen Kultur wenig zu tun. Das Jüngste Gericht ist entweder der Tag, an dem ein durchaus weltliches Zeitalter der göttlichen Gerechtigkeit beginnt, oder der Tag, an dem Gott der Welt ein Ende macht und darüber entscheidet, wer in den Himmel aufsteigt oder in die Hölle verbannt wird, und zwar endgültig. Der Tag des Gerichts markiert für die Gläubigen also den Beginn einer gerechten, ideal geordneten Welt.

Das finale Gericht in verschiedenen Religionen

Die Vorstellung vom Ablauf der Ereignisse bis zum Jüngsten Gericht und vom Gericht unterscheiden sich zwischen den verschiedenen Religionen, auch wenn die generelle Idee ähnlich ist.

  • In der Katholischen Lehre gibt es eigentlich keine Naherwartung. Gott wird das Gericht ausrufen, wann immer er es für richtig hält. Vorzeichen wird er den Menschen nicht zukommen lassen. Die Offenbarung des Johannes (= Apokalypse) mit ihrer Geisterbahnfahrt durch alle möglichen Weltendekatastrophen ist nicht wörtlich zu nehmen.
  • Viele Evangelikale Christen in den USA sehen das ganz anders. Sie erwarten den leibhaftigen Antichristen, die letzte Schlacht der Guten gegen die Bösen (Armageddon) und die apokalyptischen Reiter genau so, wie Johannes sie angekündigt hat. Eine zwölfbändige Fantasy-Erzählung des Predigers Timothy LaHaye, in der die Apokalypse als Trivialroman mit amerikanischen Helden aufbereitet wurde, erreichte in den USA eine Auflage von mehr als 100 Millionen.
  • Für Muslime hat das Gericht am Ende der Tage erhebliche Bedeutung. Die erste Sure des Korans, die Öffnende, lautet: „Im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes. Lob sei Gott, dem Herrn der Menschen in aller Welt, dem barmherzigen und gerechten, der am Tag des Gerichts regiert.“ Die Einzelheiten des Gerichtstags und eventuelle Vorzeichen führt der Koran nicht weiter aus. Sie stehen eher in den Hadithen. In diesen umfangreichen Schriften sind Taten, Lehren und Aussprüche des Gesandten Mohammed gesammelt worden. Allerdings entstanden sie erst rund 200 Jahre nach seinem Tod, als Mohammeds Leben bereits von Legenden durchwoben war.
  • Viele Schiiten glauben im Gegensatz zu den Sunniten daran, dass der sogenannte zwölfte Imam, der seit dem neunten Jahrhundert in Verborgenheit leben soll, als Beherrscher der Gläubigen eines nicht allzu fernen Tages zurückkehren werde, um eine gerechte Weltordnung zu etablieren und alle Menschen zum Islam zu bekehren.
  • Nicht-religiöse Menschen (und viele Juden) sind weniger von einem schnellen Weltende überzeugt. Wenn Gott aber die Welt nicht neu ordnet, müssen die Menschen mit ihren Problemen selbst fertig werden und globale wie persönliche Risiken entschlossen angehen.
Buch "Faszination Apokalypse"
In meinem Buch „Faszination Apokalypse“ habe ich
die Endzeitideen verschiedener Religionen
und Zeitalter beschrieben, sowie die realen
Gefahren für die Zivilisation und die Menschheit.
Erschienen bei Fischer,
ISBN 978-3-502-15192-0

Keine der Religionen sagt voraus, dass die göttliche Gerechtigkeit bereits in wenigen Jahrzehnten die gegenwärtige Welt ablösen wird. Deshalb ist dieser Glauben eher vom Wunsch geleitet, Gott möge durchgreifen – bald, hart und endgültig. Die Bösen sollen ewige Qualen erleiden und die Guten endlose Freude im Himmel erleben.

Was nicht gefragt wurde

Leider haben die Studienautoren nicht untersucht, ob die Naherwartung mit der generellen Befürwortung harter Gesetze einhergeht. Das wäre durchaus logisch und würde gut erklären, warum die Naherwartung mit der Befürwortung harscher Maßnahmen gegen globale Risiken verknüpft ist.

Aus dem Text der Veröffentlichung geht auch nicht hervor, ob die Autoren den Teilnehmern mitgeteilt haben, dass das WWF keines der Probleme aus dem Global Risks Reports für unüberwindlich oder apokalyptisch hält.

Insgesamt halte ich die in der Publikation vorgestellten Ergebnisse für nicht ausreichend fundiert. Und die von den Autoren im Abstract aufgestellte Behauptung „Ein Drittel der Amerikaner sagt ja zu der Frage, ob die Welt in ihrer Lebenszeit enden wird“, lässt sich aus dem Text der Veröffentlichung nicht belegen.4

Die falsche Wiedergabe in der Presse

Warum stellen dann Nachrichtenportale wie Spiegel Online, Der Standard und der britische Independent genau diesen Wert in den Vordergrund? Und warum bauen sie ihre Meldungen annähernd gleich auf?

Die Antwort ist einfach: Sie haben die Meldung aus dem EurekAlert, dem Presseportals der US-Wissenschaftsorganisation AAAS übernommen, ohne viel zu ändern. Hätten die Redaktionen die Originalpublikation gelesen, wäre ihnen aufgefallen, dass die Studie im EurekAlert missverständlich zusammengefasst ist (um es vorsichtig zu formulieren).

Aber diese Mühe hat sich offenbar keine der Redaktionen gemacht. Im Gegenteil, aus der Formulierung „Nahezu ein Drittel der Stichprobe [der US-Amerikaner]5“ macht Spiegel online „Ein Drittel der Amerikaner“. Der Standard titelt „Fast ein Drittel der Amerikaner erwartet den Weltuntergang noch zu Lebzeiten“.

Der Titel der Meldung im Independent lautet: „Forschung zeigt: Apokalyptischer Glaube an das Ende der Welt wird immer mehr zum Mainstream.“6 Der Untertitel ergänzt: „Wissenschaftler sagen, dass mehr Menschen denn je glauben, die Welt werde noch zu ihren Lebzeiten untergehen.“

Das ist griffig, nur gibt die Studie keine Auskunft darüber, ob die Naherwartung früher seltener oder häufiger war.

Zugegeben, die Studie ist etwas sperrig geschrieben. Trotzdem würde ich erwarten, dass ein Wissenschaftsredakteur wenigsten einen Blick darauf wirft, bevor er einen Artikel darüber zusammenstellt.

Sonst kommen falsche Nachrichten in die Welt, die sich dann hartnäckig halten.

Anmerkungen

[1] Dies war die Überzeugung der antiken Stoiker. Sie sahen die Welt als vollkommen deterministisch an, von eindeutigen und unumstößlichen Ketten von Ursachen und Wirkungen bestimmt. Der Weise nimmt dieses Schicksal an, strebt aber trotzdem nach Erkenntnis. Vermeintliche Schicksalsschläge muss man als vorbestimmt betrachten, und mit – stoischer – Seelenruhe ertragen. Der stoische Philosoph Seneca formulierte es so: „Ducunt volentem fata, nolentem trahunt (den Willigen führt das Schicksal, den Unwilligen schleppt es fort)“. Die Welt ist schicksalhaft zyklisch, sie wird im Feuer geboren und im Feuer ausgelöscht, um dann wieder zu erstehen.

[2] In this article, we deploy a new, multidimensional measure of end of world beliefs to assess their prevalence, content, and correlates in a religiously diverse U.S. national sample. We then test the hypothesis that end of world beliefs predict the extent to which people perceive risk, tolerate risk, and support extreme action to address risk, over and above established predictors of risk perceptions. A unidimensional account of end of world beliefs would predict that people who believe the end of the world is near will perceive greater risk but will not support action to address risk. The multidimensional account we outline here predicts that perceived closeness to the end of the world is only one of several psychologically meaningful dimensions of end of world beliefs. Therefore, we further hypothesize that all end of world belief dimensions will independently explain variance in perception, tolerance, and response to societal risk.

[3] We find that end of world beliefs are common, vary along psychologically meaningful dimensions, and are uniquely predictive of people’s risk perception, risk tolerance, and willingness to support extreme action to address the five most pressing global existential risks (i.e., economic, environmental, geopolitical, societal, and technological).

[4] Deshalb muss die Zahl nicht komplett falsch sein. Laut einer repräsentativen Umfrage von Pew Research aus dem Jahr 2022 glauben 39% der erwachsenen Amerikaner, dass sie „in einer Endzeit“ leben, darunter mehr als zwei Drittel aller Schwarzen.

[5] Hier der ganze Satz aus der Meldung im EurekAlert: „In the U.S. national sample of 1,409 respondents, nearly one‑third said they believe the world will end within their lifetime.“

[6] Originaltitel: Apocalyptic ‘end of the world’ beliefs are increasingly mainstream, research reveals. Untertitel: More people than ever believe the world will end within their lifetime, scientists say.

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Veröffentlicht von

www.thomasgrueter.de

Thomas Grüter ist Arzt, Wissenschaftler und Wissenschaftsautor. Er lebt und arbeitet in Münster.

28 Kommentare

  1. Ich werde mich mit der Studie später beschäftigen, bin aber vorab davon überzeugt, dass Weltuntergangsvorstellungen mit dem Alter zunehmen, denn für viele Menschen ist der bevorstehende Tod (der einem mit zunehmendem Alter bewusster wird) so etwas wie ein Weltuntergang. Der private Weltuntergang wird vielleicht besser verkraftet, wenn er zusammenfällt mit dem öffentlichen Weltuntergang.

    Für Gläubige, insbesondere einem abrahamistischen Glauben Anhängende, ist der Weltuntergang allerdings kein absolutes Ende, denn sie erwarten ein Weiterleben nach dem Tode. In meinen Augen kann das verheerende Auswirkungen haben, denn ein Gläubiger könnte den Knopf drücken, der die Welt untergehen lässt. Und das könnte er mit dem Gefühl tun, jetzt komme etwas Besseres. Das Himmelreich vielleicht für ihn selbst, weil er die Menschheit von allem Leiden befreit hat.

  2. @Hauptartikel

    Dieser wunderbare Planet sollte wohl besser erhalten bleiben. Kommende bessere Zeiten können durchaus angestrebt werden. Derweil gerade diese dann auch die Physis aller Ökosysteme unmöglich ignorieren kann.

    Ein Leben wie im Mittelalter dürfte allerdings durchaus ziemliche Quälerei gewesen sein? Was vermutlich damit einher ging, dass die sozialpolitischen Rahmenbedingungen eine reine Katastrophe waren.

    Das kennen wir inzwischen besser. Ich finde, dass man sich daran orientieren sollte. Was eben vernünftige Lebensbedingungen verwirklichen kann.

    Die Erhaltung eines erträglichen Klimas wie auch der Naturräume wäre überaus anzustreben. Aber auch Demokratie und soziale und ökologische Marktwirtschaft.

    Und überhaupt erlaubt uns auch Wissenschaft einfach Freude an Erkenntnis. Über die irdischen Tiefen des allgemeinen wie auch menschlichen Lebens. Aber auch gerade die Astronomie mit immer weiteren Weiten des Kosmos.

    Am Ende womöglich Kontakte zu Galaktischen Zivilisationen. Und damit dann endgültige Horizonte, die die Beschränkung auf das Irdische ablösen werden.

    Zumal ja gerade mittelalterliche bzw. noch ältere Horizonte ganz auf diesen einen Planeten beschränkt waren. Drum herum war ja nur ein Himmelszelt, sonst nichts. Da kommt man eher auf den Gedanken, das sich der Kosmos nur um Menschen dreht.

    Allerdings sind wir wohl durchaus grundlegend für unseren eigenen Planeten verantwortlich. Das sollte mal noch wesentlich ernster wahrgenommen werden.

  3. Frühe Neuzeit: Apokalypse vor der Haustür
    Albrecht Dürer malte die 4 apokalyptischen Reiter, Martin Luther sah die Kirche in den letzten Tagen vor dem Jüngsten Gericht, in denen sich die Gläubigen gegen die Verführungen Roms und die Gewalt der Türken behaupten müssen. Zitat Martin Luther: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“. Siehe: Mit dem Glauben an ein Leben nach dem Tode ist eine optimistische Sicht auf den Weltuntergang möglich.
    Damals wurde die Apokalypse nicht nur als strafendes Ende, sondern auch als notwendige Reinigung und Beginn einer neuen Ordnung verstanden.
    Es gab in der frühen europäische Neuzeit gemäss Martin Luther folgende apokalyptische Bedrohungen:
    Der „Türke“ als apokalyptischer Feind, der Europa überrollen will und den Papst als zweiten Antichristen, der alle recht Denkenden mit in die Hölle ziehen will.

    Martin Luther sah die Kirche also in den letzten Tagen vor dem Jüngsten Gericht, in denen sich die Gläubigen gegen die Verführungen Roms und die Gewalt der Türken behaupten müssen.

  4. „Erwarten die Amerikaner das Ende der Welt?“

    Diese Frage berührt psychologisch/religiöse und wissenschaftliche Aspekte. Die ganze Welt könnte von größten Katastrophen betroffen sein….

    Erstere hängen mit komplexen psychologischen Motivationen zusammen.

    Dazu kommen „Katastrophen“ mit ihren „wissenschaftlichen Aspekten“ mit Analysen aus der Vergangenheit und Wahrscheinlichkeiten.

    Z.B. Seuchen und Pandemien.

    Wegen der neuzeitlichen Waffentechnik (A, B, C-Waffen) könnten Konflikte und Kriege entarten. Würde z.B. der Iran der „Vernichtung Israels“ näher kommen, hätte das vermutlich extreme Folgen für den Iran trotz der rund 10 mal größeren Bevölkerung…..

    Würde sich z.B. die Megadürre von 1540 in Europa wiederholen, die Auswirkungen wären heutzutage wesentlich extremer.

    Stichworte: Bis zu 11 Monate ohne Regen, Temperaturen über 40 °C, Flüsse wie Rhein, Elbe, Seine und sogar die Themse trockneten aus.

    Wasserstände fielen um bis zu 90 %, ganze Regionen standen in Flammen, Ernten brachen ein, Krankheiten breiteten sich aus.

    Moderne Auswirkungen: Kühlwasser für Kraftwerken fehlt – Blackouts.
    Zusammenbruch digitaler Infrastruktur, massive Störungen im Gesundheitswesen, Produktionsstopps in Industrie und Chemie

    Landwirtschaftliche Katastrophe, Bewässerungslandwirtschaft bricht zusammen, Ernteausfälle bei Getreide, Mais, Gemüse, Viehhaltung massiv eingeschränkt,…..

    Es gab, auch bei geringer Bevölkerungszahl, sehr viele Opfer an Menschen und Tieren…. Die Opferzahlen wären heutzutage wesentlich größer….

  5. Noch vor kurzer Zeit ging man davon aus, dass eine Studie unter 2000 Probanden nur eine beschränkte Aussagekraft hat.
    Und es wurde auch nicht klar, ob dieser „Weltuntergang“ global sein wird oder nur für den Probanden selbst.

    • Das Paper ist nicht wirklich aussagekräftig… Sie haben wohl nach Männern und Frauen und Religionen unterschieden, aber weder Status, Bildung noch Beruf… Sie wollten auch wohl eher nicht repräsentativ untersuchen,sondern haben das dann nur auf den Abstract gesetzt, damit es mehr Presse kriegt… und Presse hatte es ja, ich hatte es im März auch gelesen…
      Den Fragebogen haben sie auch nicht wirklich als Standard verifizieren können …
      Die vom WWF vorgegebene Risikofaktoren zu übernehmen ist imho nicht sinnvoll, die sind ja willkürlich gesetzt. Und sie Stolpersteine auf dem Weg der Menschheit, keine tödlichen Tretminen….
      Dass der amerikanische Kriegsminister ständig in apokalyptischen Sprache Gott zur Unterstützung seiner Kriege anruft, finde ich mehr als gruselig und der Zeit nicht passend … Mal schauen, ob ich mir bei Gelegenheit das Buch über Apokalypsen vornehme, hört sich spannend an, was ich so an Kommentaren lesen konnte.

  6. @ Martin Holzherr 11.04.2026, 16:00 Uhr

    Zitat: „Für Gläubige, insbesondere einem abrahamistischen Glauben Anhängende, ist der Weltuntergang allerdings kein absolutes Ende, denn sie erwarten ein Weiterleben nach dem Tode. In meinen Augen kann das verheerende Auswirkungen haben, denn ein Gläubiger könnte den Knopf drücken, der die Welt untergehen lässt. Und das könnte er mit dem Gefühl tun, jetzt komme etwas Besseres. Das Himmelreich vielleicht für ihn selbst, weil er die Menschheit von allem Leiden befreit hat.“

    Dieser Aspekt hat eher früher eine Rolle gespielt. Sowohl die „Kreuzzügler“, als auch die Moslems wollten die Welt, jeweils mit ihrem „einzig wahren Glauben“ beglücken.

    Christen bedauern diese schlimmen Verirrungen heutzutage.

    Aber auch die meisten islamischen Staaten, voran die Ägypter, Saudis,…. sind inzwischen ehrsame Mitglieder der „Völkergemeinschaft“ geworden, wollen keinen Nachbarn mehr Leid zufügen, sind bereit, mit allen anderen Völkern, sogar mit Israel, zu kooperieren….

    Ganz aktuell: Nur der Iran scheint (noch) eine Ausnahme. Will doch tatsächlich Israel vernichten, danach Europa für den Islam unterwerfen, wobei eigentlich nur noch die „islamische Vorhut“ (in Europa) aktiviert werden müsse, danach ist der „Rest der Welt“ dran, um „bekehrt“ zu werden…..

    Der Iran verhält sich noch immer wie ein „Relikt“ aus „schlimmen Zeiten“. Ich würde es D. Trump wünschen, möglichst bald, auch den Iran zu einem friedlichen, ehrenwerten Mitglied der Völkergemeinschaft zu machen.

    Eigentlich wartet die ganze Menschheit darauf….

  7. Diese Irrmeldung ist selbst eine Weltuntergangsprophezeiung in einer Welt, in der Mehrheiten Gott und Prophet sind. Die Welt geht unter, wenn die Apokalypse über 50 Prozent Likes bekommt. Was übersetzt heißt, wen die Götter verderben wollen, machen sie größenwahnsinnig und so zu seinem eigenen Henker. Religion ist nicht immer etwas, wovon wir wissen, dass wir es haben, aber immer etwas, das wir haben. Falls Sie Atheist oder Agnostiker sind, haben Sie’s getarnt und versteckt, weil Ihr Gehirn Ihre Religion vor deren eigener Inquisition versteckt.

    Das Schlimmste erwarten, um es zu verhindern, ist die Voraussetzung, ein Auto zu fahren. Katastrophen passieren, wenn man sie nicht ernst nimmt. Tut man es, passieren die meisten nicht, weil man sie vorher verhindert. Als Hobby-Weltuntergangsprophet sehe ich, wo der Kurs enden wird, den die Welt gerade hält. Aber ich sehe auch, dass Weltuntergänge sich an dasselbe Schema F halten, ob die Welt nun ein abgebrochener Fingernagel ist, ein sterbender Mensch, ein untergehendes Imperium oder ein explodierender Stern. Der Tod hat seine Routinen, doch die sind Teil des Lebens, und das Leben hat Mechanismen, entgegenzusteuern – Sie überleben Myriaden Tode und werden wiedergeboren, bevor Sie ein einziges Mal scheitern.

    Religion spiegelt die Realität. Alle Teenager leben im apokalyptischen Zeitalter, denn sie werden tot sein und als Erwachsene in der nächsten Welt wiederauferstehen, eine Veränderung wie die Reinkarnation als andere Wesen auf einem anderen Planeten. Religiöse Untergangsvisionen beschreiben Algorithmen, sie folgen vage dem Schema F, nach dem reale Untergänge passieren – wie das Märchen vom Rotkäppchen vage dem Schema folgt, wie diverse böse Jungs Mädchen verführen. Und wenn wir sie in den Genen haben, macht es einfach Sinn, dass ein Weltuntergang die Weltuntergangserwartungen aktiviert und die Märchen, quasi die physikalischen Formeln in Bilderschrift, hervorgeholt werden, um die Wirklichkeit mit ihnen zu vergleichen und zu wissen, was in etwa als Nächstes passieren könnte.

    Wenn Sie sich die religiösen Unterschiede zwischen Weltuntergangserwartungen erklären wollen, müssen Sie sich anschauen, welche Tode die Menschen tatsächlich sterben – während ihres Lebens, als Gesellschaften, etc. Ein Märchen beschreibt den Algorithmus des Untergangs nicht bloß, sondern sagt den Menschen, wie sie damit umgehen sollen.

    Katholiken wurschteln sich durchs Leben, lassen Fünfe gerade und den lieben Gott einen guten Mann sein, die Obrigkeit soll ihr Ding machen und sie in Ruhe lassen, und auch die Obrigkeit will nur ihre Ruhe haben, die Schäfchen scheren und sich selbst toll finden. Evangelikale stürzen sich in innere Konflikte und generieren so in ihren Köpfen den Antichristen selbst, damit die Angst ihren Glauben stärkt und sie enger zusammenschweißt. Muslime leben in stark autoritären, patriarchal organisierten Systemen, in denen alle Aufgaben zur Zufriedenheit von Papa oder Boss erledigt werden müssen, sein Dafürhalten und seine Launen sind zentral, und der Papa hat viele Launen, weil er für alle denken muss und mit der Verantwortung total überfordert ist.

    Dass am Ende der Welt ein Prophet kommt und alle erlöst, ist recht normal, wenn Sie als eine Affengang Hunger leiden, durch den Dschungel streifen oder in einem Lager darben, bis ein Späher zurückkommt, der ein paar Bäume voller Bananen gefunden hat. Der Messias heißt im Restaurant Kellner. Der Algorithmus wird jeden Tag in unzähligen Varianten verwirklicht. Dass ein Kind Papa um Hilfe bittet, wenn es überfordert ist oder Angst hat, ist auch völlig normal.

    Eine Variante des Weltuntergangsmythos ist die Vertreibung aus dem Paradies – und die haben wir alle mitgemacht, als wir Teenager wurden und anfingen, uns mit den Eltern zu zoffen. Weltuntergangsmythen drücken die gleiche Hoffnung aus, da den Rückwärtsgang einzulegen, wie die Mythen vom Leben nach dem Tode – und wenn wir altern, leben wir tatsächlich rückwärts, werden kindischer, machen in Windeln, schlüpfen in Sarg und Urne wie in ein Ei, landen in der Wiege auf dem Friedhof und lösen uns auf, wie wir uns in der Gebärmutter zusammengesetzt haben, und träumen von einem schönen Leben hinter uns, wie Kinder von dem vor sich. Dieses Explosion-Implosion-Muster, bei dem Ursache und Wirkung beliebige Reihenfolge einnehmen können, ist überall: 1=a und a=1, die Mathematik ist voll von Gleichheitszeichen, die in beide Richtungen gelten, wie das Leben selbst.

    Religion ist wahr. Alles davon. Immer und überall und immer wieder. Aber eben nur so ungefähr, mal mehr, mal weniger, denn jede Welt durchläuft ihre eigene Variante von Schöpfung und Untergang. Und eine Religion ist auch nur eine Welt von vielen.

    Welten gehen ständig unter. Die Frage ist also – welche ist diesmal gemeint?

  8. Ich habe seit 2006 veröffentlicht, dass sich das Phänomen ´Nahtod-Erfahrung´(NTE) komplett als Ergebnis eines sehr einfachen Erinnerungsvorgangs erklären lässt – bei dem man LIVE und BEWUSST erleben kann, wie das Gehirn eine/n einzelne/n Reiz / Gedanken / Situation systematisch und strukturiert verarbeitet *).
    NTEs haben daher absolut nichts mit Lebensbedrohung, Sterben, Tod oder Jenseits zu tun – auch wenn dieser falsche Zusammenhang subjektiv so empfunden werden kann.
    2006 bis 2026 – das ist ein 20-Jahre-Jubiläum!

    Aber in allen Medienbeiträgen zum Thema NTE bis heute, werden diese nur als unerklärbar bzw. in falschem Zusammenhang mit Lebensbedrohung dargestellt.
    D.h. diese ´Journalisten´ haben seit 2006 entweder keine sorgfältige Recherche zum Thema NTE gemacht oder sie verbreiten mit betrügerischer Absicht vorsätzlich Lügengeschichten.
    Beide Varianten sind wenig schmeichelhaft.

    Z.B. habe ich seit 2010 über 40x verschiedene Personen bzw. Abteilungen des BR kontaktiert und darauf aufmerksam gemacht, dass/wie NTEs erklärbar sind – ohne dass dies zu einer Änderung der Berichterstattung geführt hätte.

    ( *) Meine Bücher sind als Pflichtexemplare bei der Deutschen Bibliothek und bei der Bayerischen Staatsbibliothek als Dokument vorhanden.
    Aktuelles Buch mit der kompletten Erklärung für NTEs:
    Kinseher Richard „Auflösung großer Fragen: Was ist Bewusstsein? Was ist Zeit?“ )

    Mit diesem konkreten und nachprüfbaren Beispiel möchte ich auf ein gewaltiges schlimmes Problem unserer Journalisten/Medien aufmerksam machen – mangelnde journalistische Sorgfalt oder absichtlicher Betrug!

    Es ist sehr schlimm, wenn man der Berichterstattung unserer Medien nicht vertrauen kann, weil die verantwortlichen Journalisten sich nicht einmal an die einfachsten Qualitätsgrundlagen ihres Berufsstandes halten.

  9. @ KinseherRichard 12.04.2026, 06:12 Uhr

    Zitat: „NTEs haben daher absolut nichts mit Lebensbedrohung, Sterben, Tod oder Jenseits zu tun – auch wenn dieser falsche Zusammenhang subjektiv so empfunden werden kann.“

    Sie sprechen von Nahtod-Erfahrung´(NTE), dieser Begriff wird konventionell im Zusammenhang mit Lebensbedrohung, Tod, Angst,…. genutzt. Wenn sie derartige Aspekte ausschließen wollen, so können Sie diesen Begriff nicht verwenden, weil es zu schweren Missverständnissen führen würde.

    In diesen Sinne habe ich meine KI „Copilot“ befragt.

    Frage an die KI Copilot:
    „Welche Regeln sollten in der Wissenschaft (z.B. Medizin, oder Informatik) bei der „Begriffsbestimmung“ berücksichtigt werden?“.

    Gekürzte Antwort:
    Eine „präzise Begriffsbestimmung“ ist in jeder Wissenschaft zentral, weil sie festlegt, worüber man spricht, wie man darüber spricht und was überhaupt untersucht werden kann. In Medizin, Informatik oder jeder anderen Disziplin gelten dabei einige robuste Regeln, die sich historisch bewährt haben.

    Kernaussage: Eine wissenschaftliche Begriffsbestimmung muss klar, abgrenzend, kontextsensitiv, operationalisierbar und theoriekompatibel sein. Sie dient nicht nur der Verständigung, sondern steuert auch, welche Phänomene sichtbar werden und welche nicht.

    Klarheit und Eindeutigkeit: Keine Mehrdeutigkeiten. Ein Begriff darf in einem wissenschaftlichen Text nicht mehrere Bedeutungen haben.
    Vermeidung von Umgangssprache. Alltagsbegriffe sind oft unscharf (z. B. „Intelligenz“, „Risiko“, „Algorithmus“).

    Explizite Definition. Der Leser muss wissen, welche Bedeutung gemeint ist.

    Abgrenzung (Differenzierung) Ein Begriff muss von verwandten Begriffen unterscheidbar sein.
    Beispiel Informatik: Daten, Information, Wissen.
    Beispiel Medizin: Infektion, Entzündung, Erkrankung.

    Kontextsensitivität. Begriffe müssen innerhalb eines wissenschaftlichen Paradigmas verstanden werden.

    In der Medizin: „Gesundheit“ wird anders definiert je nach biomedizinischem, biopsychosozialem oder public-health-Paradigma.

    Eine gute Begriffsbestimmung benennt daher den theoretischen Rahmen.

    Operationalisierbarkeit:
    Ein Begriff muss so definiert sein, dass er messbar, prüfbar oder anwendbar wird.

    Medizin: „Bluthochdruck“ wird operationalisiert durch konkrete Grenzwerte.

    Ohne Operationalisierung bleibt ein Begriff abstrakt und wissenschaftlich kaum nutzbar.

    Theoriekompatibilität:
    Begriffe müssen zu den bestehenden Modellen, Theorien und Standards der Disziplin passen.

    Medizin: Eine „Krankheit“ muss in ein Klassifikationssystem wie ICD passen.

    Interdisziplinäre Konsistenz: Gerade in Medizin und Informatik überschneiden sich Disziplinen.

    Begriffe sollten:
    Anschlussfähig sein (z. B. „Datenqualität“ in Medizin und Informatik)
    keine unnötigen Widersprüche erzeugen .
    Kompatibel mit internationalen Standards sein (z. B. WHO, IEEE, ISO)

    Transparenz der Herkunft:
    Eine gute Begriffsbestimmung benennt:
    Historische Entwicklung, alternative Definitionen, Gründe für die gewählte Definition.

    Das verhindert Missverständnisse und zeigt, dass Begriffe nicht „natürlich gegeben“, sondern konstruiert sind.

    Pragmatische Nützlichkeit: Ein Begriff ist nur dann sinnvoll, wenn er:
    Erkenntnisse ermöglicht, Kommunikation erleichtert, Forschung strukturiert, Entscheidungen unterstützt (z. B. Diagnosen, Klassifikationen, Algorithmen)

    Stabilität und Revisionsfähigkeit: Begriffe müssen stabil genug sein, um Forschung zu ermöglichen, aber offen genug, um bei neuen Erkenntnissen angepasst zu werden.

    Beispiel:
    „Gen“ wurde in der Biologie mehrfach neu definiert, weil die Forschung voranschritt.

    Explizite Annahmen und Grenzen: Eine gute Begriffsbestimmung benennt:
    was der Begriff umfasst, was er nicht umfasst, unter welchen Bedingungen er gilt.
    Das verhindert Überdehnung und Fehlinterpretationen.

    • @Realo
      Den Begriff ´Nahtod-Erfahrung´(NTE) muss ich verwenden obgleich er fragwürdig bzw. sinnlos *) ist, weil dieser Begriff durch die bisherige wissenschaftliche Fachliteratur vorgegeben ist **). Das ist nicht meine Schuld.

      *)
      A) Wir lernen schon als Kinder, dass der biologische Tod nicht reversibel ist. Deswegen mussten alle Menschen lebendig und zur bewussten Wahrnehmung fähig gewesen sein, als sie eine NTE hatten. Denn wer eine ´Sterbeerfahrung´ hat, muss danach eine Leiche sein und kann nichts mehr erzählen.

      B) Epikur schrieb schon vor 2300 Jahren im Brief an Menoikues: „… der Tod, hat also keine Bedeutung für uns, denn solange wir da sind, ist der Tod nicht da, wenn aber der Tod da ist, sind wir nicht mehr … “

      C) eine ´Todesnähe´ kann s nicht geben, denn wir sind entweder lebendig oder tot. Einen Zwischenzustand gibt es nicht.

      **) Dr. Raymond Moody veröffentlichte 1975 das Buch ´Life after Life / Leben nach dem Tod´, in dem er Erlebnisse vorstellt, die er als ´Erlebnisse in Todesnähe´ bzw. ´Erfahrung des Sterbens´ beschreibt. Dafür ist bei uns bzw. in der Wissenschaft der Begriff NTE üblich.
      Ich habe mir den Scherz erlaubt und hauptsächlich den Inhalt dieses Buches verwendet, um das Phänomen NTE komplett als Ergebnis eines sehr einfachen Erinnerungsvorgangs erklären zu können. Mit dieser Vorgehensweise will ich belegen, dass NTEs schon seit 1975 komplett erklärbar gewesen wären – wenn auch nur eine einzige Person den Inhalt dieses Buches sorgfältig gelesen hätte. Von diesem Buch wurden 13 Millionen Exemplare verkauft – steht auf der englischen Ausgabe, die seit 2001 im Handel ist.

  10. @Realo
    11.04.2026, 18:04 Uhr

    Dieser Aspekt hat eher früher eine Rolle gespielt. Sowohl die „Kreuzzügler“, als auch die Moslems wollten die Welt, jeweils mit ihrem „einzig wahren Glauben“ beglücken.

    Christen bedauern diese schlimmen Verirrungen heutzutage.

    Nicht alle, so mein Eindruck. Wie viele das wirklich sind wäre vieleicht als Forschungsgegenstand nicht ganz unfalsch.
    Und die Lebensumstände der so verallgemeinerten „Moslems“ sind auch nur bedingt vergleichbar, schon das wird einen nicht unerheblichen Einfluss haben. Und ein Herunterbrechen auf „den Islam“ als Ursache nicht fundierter machen.

    Ein extremer Katholik (konservativ würde ich als Konservativer in dem Fall als Beleidigung sehen ^^) bestimmt die Richtlinien einer wirklichen Militärmacht mit. Das darf man schon als Risiko sehen …

    Es ist einfach Schade, dass die Authoren irgendwie gar nicht die Absicht gehabt haben zu scheinen, Licht in das Dunkel zu bringen wie das mit den Weltuntergangsvorstellungen wirklich aussieht. Das ist nämlich in meinen Augen tatsächlich eine wichtige Frage.
    So kann ich leider mur weiter meine Meinung äussern … Ich würde sie lieber vernünftig begründen können.

    • @Schoppe @Realo
      Vor einigen Wochen gab es einen Bericht in den Medien, dass amerikanische Offiziere den Krieg gegen den Iran gegenüber ihren Soldaten als ´Armageddon´ bezeichneten

      • @KinseherRichard

        Ja, aber was belegt das? Motivationen den Begriff „Armageddon“ zu benutzen gibt es viele.
        Sogar ich mache das und ich kann Dir versichern: Wer mich näher kennt würde lachen wenn man fragt ob das religiös gemeint ist.

  11. Thomas Grüter
    „aus dem Jahr 2022 glauben 39% der erwachsenen Amerikaner, dass sie „in einer Endzeit“ leben, darunter mehr als zwei Drittel aller Schwarzen.“

    Die Schwarzen haben allen Grund dazu. Die Rassendiskriminierung in den Südstaaten ist allgegenwärtig.

    Wer unter Brücken schlafen muss, der wünscht sich auch eine Änderung seiner Lebensverhältnisse. Was jetzt die radikalen Klerikalen betrifft, besonders die Zeugen Jehovas, die sind ja die Auserwählten.

    Also, das Stimmungsbild ,das hier verallgemeinert wird, ……..wenn wir logisch bleiben, brauchen wir keine Apokalypse, die hat schon begonnen mit der Vermüllung der Ozeane, mit der Erhöhung der Temperaturen in den Weltmeeren.

    Anmerkung: Jetzt brauchen wir zur Ablenkung keinen Schnaps, sondern ein Nachosterrätsel.
    Also, 2 Jungen und 1 Mädchen bekamen einen Korb mit 3 Ostereier. Jedes Kind nahm sich ein Osterei. Und trotzdem blieb ein Ei im Korb zurück. Wie war das möglich ?
    Kann man auch als Überlebensstrategie sehen.

    • Das ist leicht: Das letzte Kond hat keine Lust das Ei so zu tragen oder im gefällt der Korb und es nimmt beides zusammen …

  12. @Uli Schoppe 12.04 11:59

    „Nicht alle, so mein Eindruck. Wie viele das wirklich sind wäre vieleicht als Forschungsgegenstand nicht ganz unfalsch….Und ein Herunterbrechen auf „den Islam“ als Ursache nicht fundierter machen.

    Ideen vom Weltenende mögen einfach nur Antworten liefern. Wer es drauf anlegt, wäre freilich wirklich destruktiv. Die gibt es tatsächlich in allen abrahamitischen Religionen.

    Und man kann sich aktuell wirklich Sorgen machen, dass sich da im Nahen Osten der Wahnsinn durchsetzt. Unter tatkräftiger Beteiligung der Trumpregierung.

    Die Kommunistischen Weltbilder sehen auch eine Art Erlösung in einer vollzogenen Klassenlosen Gesellschaft. Was ja auch nicht funktioniert. Praktischerweise geht man mit Pragmatismus an die wirklichen Probleme heran. Das kann funktionieren.

    In der islamischen Welt fehlt vor allem eine florierende Wirtschaft, in Israel gibt es Begehrlichkeiten für von Palästinensern geklautem Bauland und die USA sollte sich mal auf die eigene Energiewende konzentrieren. Das sind doch die wirklichen Baustellen.

  13. @ Uli Schoppe 12.04.2026, 11:59 Uhr

    Zitat: „Nicht alle, so mein Eindruck. Wie viele das wirklich sind wäre vielleicht als Forschungsgegenstand nicht ganz unfalsch.“

    Ich war tatsächlich grob „oberflächlich“. Habe nicht an die vielen „Evangelikalen“ in Amerika gedacht.

    Nur an die Katholiken und Protestanten Europas und an die Situation nach „Nordirland“….

    Für die Beantwortung der Frage: „Erwarten die Amerikaner das Ende der Welt?“ Wäre, meiner Meinung nach, in erster Linie die „Psychiatrische Forschung“ zuständig…..

    Wobei ich mir aber nicht ganz sicher bin, ob nicht für alle „Weltuntergangs- und Bußprediger“ (inklusive der „Klimakleber“) am ehesten die Psychiater zuständig sind…..

    In meinem Beitrag bin ich nur auf rationale Gefahren, beispielhaft eingegangen…. Zumindest internationale „Spezialisten“ sollte schon auf „Gefahrenlagen“ vorbereitet sein.

    Ich persönlich sehe den katholischen Glauben eher sachlich. Kann mir gut vorstellen, wie es wäre, wenn auch nur eine „signifikante Glaubensregel“ (der 10 Gebote) das Gegenteil „vorschreiben“ würde. Es würde auf der Welt völlig verrückt „zugehen“….

    @ Kinseher
    Ich weiß nicht, ob mir etwas grundlegendes entgangen ist, aber typisch zu einem „Armageddon“ würde nur der Iran mit seinen, aus heutiger Sicht pathologischen, „Vernichtungsphantasien“ führen.

    Will doch der Iran tatsächlich Israel „vernichten“, danach Europa für den Islam unterwerfen, und danach wäre der „Rest der Welt“ dran, um „bekehrt“ zu werden…..

    Die „Ehre eines Kampfes“ „Mann gegen Mann“ würden Ihnen weder Israel, noch Amerika erweisen. Wenn der Iran nicht „einsichtig“ wird, wie heute praktisch „die ganze Welt“, werden eben „Trumps Methoden“ realisiert, wer lässt sich schon „vernichten“….????

    • @Realo
      Es gibt in den USA radikale fundamentalistische Gläubige, welche einen Armageddon (als apokalyptische End-Schlacht zwischen Gut und Böse) aktiv herbeiführen wollen um damit das Kommen des Jüngsten Gerichts zu beschleunigen.

      Wenn Du einem KI-Programm die Frage eingibst – „Warum wollen Gläubige einen Armageddon herbeiführen?“ – wirst Du dazu einige Infos bekommen.

    • @Realo
      Wenn man mit Zeugen Jehovas spricht, dann wird schnell klar, dass diese keine Freude am irdischen Leben haben, weil sie sehr sehnsüchtig auf das Jüngste Gericht warten. Denn danach – so glauben sie – werden sie als biologische Menschen mit einem neuen Körper neu entstehen um so ewig im Reich Gottes zu leben.

      Die ZJ hatten früher schon mehrere konkrete Termine für das Ende der Welt angekündigt – mittlerweile ist man vorsichtiger und hofft, das es bald kommt.

  14. @ KinseherRichard 12.04.2026, 18:36 Uhr

    Es scheint tatsächlich wie Du sagst. Amerika unterscheidet sich recht stark von uns Europäern, was die Vielzahl an evangelikalen Religionen und auch die Praktiken der Religionsausübung betrifft.

    Die Zeugen Jehovas werben auch bei uns, sogar durch Hausbesuche. Zu zweit haben sie auf mich eingeredet. Allerdings konnte ich mich noch gut an meine „Diskussionspraxis“ in meiner ehemaligen 68er WG erinnern und konnte recht gut entgegen halten. Nach einigen Stunden sind sie ermattet abgezogen….

    Die verstrichenen Termine der Weltuntergänge wurden natürlich auch diskutiert.

    Auch Sichtweisen anderer Evangelikalen, die „Endschlacht Armageddon“ betreffend, waren mir oberflächlich bekannt.

    Auch an originelle Videos, bei denen Wunderheilungen während ihrer Gottesdienste gezeigt wurden, kann ich mich erinnern. Z.B. ein alter Mann, der sich auf seinen Stock gestützt, mühsam zu seinem Platz geschleppt hat, wurde vom Pastor am Kopf „gestreichelt“, danach sprang er auf, warf theatralisch seinen Stock weg und sprang herum wie ein „junger Bock“….

    Die Gläubigen sollen jeweils ähnliche Wunderheilungen erwartet haben. Deswegen sollen sie auch hingehen…..

  15. Von der Apokalypse Dürers und Luthers zu „Sieg oder Untergang“ der Nazis: Die Akopalypse gehört mehr zu Deutschland als zu den USA
    Albrecht Dürer malte die apokalyptischen Reiter, Luther erwartete die Apokalypse schon in naher Zukunft und meinte zwei apokalyptische Reiter klar zu erkennen: einerseits den Papst als Antichristen, der das absolut Böse auf der geistigen Ebene repräsentierte und andererseits die Türken an den Toren Europas die das Böse auf der physischen Ebene verkörperten.

    Doch auch die Nazizeit und ihre Ideologie hat einen apokalytischen Aspekt, welcher sich in der Losung „Sieg oder Untergang“ manifestiert, Er bedeutete, dass es für Adolf Hitler und die NS-Führung keinen Kompromiss, keinen Frieden auf dem Verhandlungsweg und keine Kapitulation gab – nur den totalen Sieg oder die völlige Vernichtung. Es war gemäss dieser Ideologie 1) keine Kapitulation möglich 2) Selbstvernichtung war Pflicht, wenn die Niederlage drohte und 3) der von Goebbels verkündete „Totale Krieg“ war eine Konsequenz aus der apokalyptischen Devise „Sieg oder Untergang“.

    Kurzum: Es gibt wenig Dinge die deutscher sind als das kompromisslose apokalyptische Denken. Im dritten Reich war der Grundsatz „Sieg oder Untergang“ Ausdruck eines absolutistischen Herrschaftsanspruchs war, der das eigene Land in die Katastrophe (in die Apokalypse) führte, als der angestrebte Sieg militärisch nicht mehr erreichbar war.

  16. “Sieg oder Untergang“-Denken in der deutschen Energiedebatte
    In Deutschland gibt es mehr als einen Erneuerbarenexperten, der zu den Erneuerbaren absolut keine Alternative sieht. So sah ich in Videos schon mehrmals die Aussage von renommierten deutschen Experten, Deutschland könne nicht gleichzeitig Erneuerbare und Atomkraft betreiben, das schliesse sich gegenseitig völlig aus. Doch scheinbar sind die deutschen Experten weltweit die einzigen die diese Ausschliesslichkeit sehen. China etwa baut pro Jahr etwa 10 Gigawatt Atomkraft dazu ist aber zugleich weltweit die Nummer eins bei Erneuerbaren. Dennoch strebt China bis 2050 einen AKW-Anteil von 15% bei der Stromerzeugung an. Grossbritannien will gar 25% des Stroms mit Kernkraft erzeugen. Auch die skandinavischen Länder setzen auf einen Strommix bei dem sowohl Erneuerbare wie Atomkraft eine Rolle spielen.
    Kurzum: Verwandt mit dem apokalyptischen Denken ist für mich das Denken, welche keine Alternativen zulässt und welches nur „Sieg oder Niederlage“ kennt.

  17. @ Martin Holzherr 15.04.2026, 05:21 Uhr

    Was Sie im Hinblick auf Ideologien/Religionen angeführt haben, sehe ich praktisch genau so. Allerdings sind es für mich so etwas wie „Momentaufnahmen“. Die, auch über Kriege, von außen aufgezwungenen „Dynamiken“, führen immer wieder zu „Veränderungen“.

    Von der Apokalypse Dürers und Luthers zu „Sieg oder Untergang“ der Nazis: Die Apokalypse gehörte mehr zu Deutschland als zu den USA.

    Vermutlich hat eine „koordinierende Denke“ die auch verhängnisvolle „Kleinstaaterei“ auf „Deutschem Boden beendet“. Andererseits hat sie Deutschland auch ins Verderben geführt.

    Folge war offensichtlich, die „Ideologiedesigner“ haben uns nach dem Krieg „Blutauffrischung“ verordnet. Jetzt können sich die Leute weniger „koordinieren“, weil sie mit unterschiedlichen „Denken“ im Hirn“ herumlaufen, nicht mehr alle so blindwütig gleichzeitig ins Verderben laufen können…..

    In Amerika scheint es mehr Individualismus zu geben. Z.B. unglaublich „edle Menschen“, wie die Quäker, die kurz nachdem der WK2 beendet war, Lebensmittellieferungen nach D geschickt und vielen Deutschen das Leben gerettet haben. Nazi konnten derartiges nicht glauben, meinten die Amerikaner wollten die Deutschen auch noch „vergiften“ und wollten die Lebensmittel nicht annehmen….

    Ich meine, das grundsätzliche Problem ist die an sich völlig naheliegende Suche nach „Wahrheit“. Jeder möchte die „Wahrheit“ besitzen und glaubt womöglich noch daran.

    Das ist aber in den meisten existierenden hoch komplexen Systemen nicht realistisch. Ich meine, nur die Mathematiker haben sich ein eng begrenztes „Gärtchen der Wahrheit“ geschaffen, wo sie sich „austoben“ können…..

    Das Wissen heutzutage auch die Hirnforscher und die KI Leute….. Es gibt, bei der „normalen“ und auch der „KI Denke“, die auf „Musteranalysen und Mustersynthesen“ beruhen, nur mehr oder weniger „vage Muster“ und eine Art von „qualifizierter Logik“ und keine „strenge Logik“ (Boolsche Algebra, wie in der Elektronik/Informatik).

    So braucht man sich nicht zu wundern, warum sich derartig viele Denk und Verhaltensmuster entwickelt haben, wobei stets die besonderen Lebensumstände (z.B. die Hitze und der Wassermangel Saudi Arabiens) eine wichtige Rolle spielen. In den Hitzeländern sind die „religiösen Regeln“ besonders „ausgeprägt“ und müssen besonders strikt eingehalten werden, weil wegen dem latenten Wassermangel, bei zu „lockerem Umgang“, viele Menschen verdursten könnten….

    Das „absolut Böse“ auf der geistigen Ebene ist eben eine Variante menschlichen Denkens, die sich einfach zwingend entwickelt hat….

    Die Hirnforscher, Psychologen aber auch Elektroniker/Informatiker möchten Erkenntnisse über das „Denken“ erwerben, Mechanismen erforschen, die auch grundlegend für „verborgene Motivationen“ sein können, um das Elend der „Wahrheitsfindung“ besser verstehen zu können….

  18. @ Martin Holzherr 15.04.2026, 05:45 Uhr

    Besonders die Energiedebatte ist fast zu einer Religion verkommen. Die „Weltuntergangspropheten und die Bußprediger“ tun alles um uns verantwortlich zu machen und fordern strikte „Klimabuße“ von uns ein.

    Interessant ist, diese neue „Klimareligion“ ist aufgetreten, als es uns noch zu gut ging. Kurz darauf kam Corona, und die immer mehr werdenden Kriege…..

    Abgesehen davon, dass ich den Einfluss der Europäischen Katholiken/Protestanten, zumindest nach dem verrückten Geschehen in Nordirland, für positiv halte, sehe ich auch die Energiedebatte wie Sie….

    Auch China würde ich für ein wichtiges „Vorbild“ halten, zumindest wenn sie das Taiwan Problem „psychologisch nüchtern“ sehen, kooperieren und das beste aus „beiden Welten“ suchen.

    Danach friedlich kooperieren und nicht womöglich wie die „Verrückten“ übereinander herfallen…..

  19. @Martin Holzherr 15.04 05:45

    „So sah ich in Videos schon mehrmals die Aussage von renommierten deutschen Experten, Deutschland könne nicht gleichzeitig Erneuerbare und Atomkraft betreiben, das schliesse sich gegenseitig völlig aus.“

    Naja, als Backupkraftwerk taugen AKWs nun wirklich nicht. Die müssen das ganze Jahr durchlaufen, Tag und Nacht, um wirtschaftlich zu sein. Und konkurrieren mit den Erneuerbaren, und müssen auch laufen, wenn sowieso schon Überschüsse im Netz auftreten.

    Allerdings gibt es neuerdings günstige Lithiumakkus, die sehr gut als Kurzfristspeicher taugen. So kann dann auch der AKW-Ertrag so umgespeichert werden, dass sich dass auch mit mehr Ausbau von Erneuerbaren gut verträgt.

    Und wenn mal über den ganzen Sommer dauerhaft Überschüsse anfallen, muss man die eben in Wasserstoff umwandeln. Sowieso, und aber auch den AKW-Anteil davon. Die Frage ist dann nur, ob sich das finanziell dann noch rechnet.

    Die AKW-Neubauprojekte scheinen ziemlich teuer zu sein. Und auch die geplanten Mini-AKWs werden vermutlich sehr viel teurer als angegeben. Soll man aber gerne ausprobieren, ob es vielleicht doch wirtschaftlich betrieben werden kann. Da hätte ich dann nicht viel dagegen.

    „Doch scheinbar sind die deutschen Experten weltweit die einzigen die diese Ausschliesslichkeit sehen.“

    AKWs kann man aber auch so betreiben, dass man schön viel atombombenfähiges Plutonium damit produziert. Das könnte z.B. für China durchaus auch eine Motivation sein. Und sich dann so doch rechnen, auch wenn der reine Stromertrag eigentlich viel teurer ist als Wind und Sonne.

    Ansonsten haben wir aber auch ein Atommüllproblem, wo es derzeit keine Lösung für gibt. Wenn man allerdings die Kraftwerke so baut, dass sie mehr Plutonium verbrauchen als sie produzieren, könnte man so auch das Endlagerproblem ganz entscheidend entschärfen.

    Es würde wohl auch noch 10 Jahre dauern, bis Neubauten realisiert werden. Wenn bis dahin die Preise für PV und Windkraft weiter sinken, wird sich das dann vermutlich gar nicht mehr rechnen.

    Aber ich beobachte das durchaus mit Interesse, was unsere Nachbarländer da so machen. Das kann uns auch was helfen, wenn die da Überschüsse haben, die wir zeitweise sehr gut gebrauchen können. Oder umgekehrt, wenn wir hier Überschüsse haben, die man dort zeitweise gut brauchen kann. Soweit wie halt die Stromleitungen das verarbeiten können.

    Die Kapazitäten der Stromleitungen wiederum kann man auch wesentlich besser ausnutzen, wenn überall bei den Produzenten wie bei den Konsumenten lokale Lithiumspeicher installiert sind. Auch bei den AKWs selber.

    So verträgt sich dann Atomkraft tatsächlich mit den Erneuerbaren. Nur leider vermutlich dennoch viel zu teuer.