Die Unmöglichkeit des Klimaschutzes

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die Psychologie irrationalen Denkens
Gedankenwerkstatt

Volker Quaschning von der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) hat im Auftrag von Greenpeace Energy durchgerechnet, welche Anstrengungen Deutschland unternehmen müsste, um seine Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaabkommen einzuhalten. Er entwirft dabei ein Szenario, das extreme ökonomische Risiken birgt und politisch nicht durchsetzbar ist.

Auf der UN-Klimakonferenz im Dezember 2015 beschlossen die Staaten der Welt einstimmig, die Erwärmung der Erde auf unter 2° C zu begrenzen, möglichst sogar einen Wert von 1,5° C nicht zu überschreiten. Die aktuellen Vorgaben der Energiewende in Deutschland reichen sicher nicht aus, um den unteren Wert einzuhalten. Das hat jedenfalls Volker Quaschning, seines Zeichens Professor für regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin, in einem am 20.6.2016 veröffentlichten Gutachten herausgefunden. Der Auftraggeber Greenpeace Energy hat den Gutachter mit Bedacht ausgewählt. Quaschning ist seit vielen Jahren einer der eloquentesten Verfechter des schnellen Ausbaus erneuerbarer Energien. Er fordert zum Beispiel die Aufstockung der Photovoltaik auf 200 Gigawatt installierter Leistung, während die Bundesregierung nicht mehr als 52 Gigawatt für sinnvoll hält. Dazu muss man wissen, dass in Deutschland maximal 80 Gigawatt Leistung gebraucht werden.

Das 1,5°-Ziel und Deutschlands Beitrag

Das Pariser Klimaabkommen stellt hohe Anforderungen an den Abbau der anthropogenen CO2-Emissionen. Deutschland muss bis etwa 2040 seinen CO2-Ausstoß auf Null reduzieren, schreibt Quaschning. Kraftwerke, Industrie, Straßenverkehr und Gebäudeheizungen dürften von da an keine fossilen Energien mehr nutzen. Erdgas, Öl und Kohle wären tabu. Wenn man die Erfolgsmeldungen der Politik zum Thema Energiewende ansieht, könnte man meinen, das wäre kein Problem.1 Nur stimmt das leider nicht. Der Endenergieverbrauch2 beträgt in Deutschland ungefähr 2600 Terawattstunden pro Jahr, davon entfällt nur ein knappes Viertel auf Strom, der Rest verteilt sich auf die Sektoren Verkehr, Wärme und Industrie. Dort kommt die Energiewende aber nicht voran. Der Kraftstoff-Verbrauch von Autos hat sich in den letzten Jahren kaum verändert. Auch im Wärmesektor stammt die Energie immer noch zum größten Teil aus fossilen Energiequellen.

Dass Verbinden der Sektoren

Quaschning betont deshalb in seiner Studie das Konzept der Sektorkoppelung. Er möchte erreichen, dass Strom aus erneuerbaren Energien alle anderen Sektoren mit Energie versorgt. Elektrisch getriebenen Wärmepumpen ersetzen Öl- und Gasheizungen. Im Straßenverkehr sind nur noch elektrisch angetriebene Fahrzeuge unterwegs. Die Industrie erzeugt ihre Prozesswärme ebenfalls elektrisch. Kraftstoffe für Flugzeuge und Schiffe sollen in umweltfreundlichen, mit Grünstrom betriebenen Syntheseanlagen aus Wasserstoff und CO2 erzeugt werden (der Fachbegriff lautet Power-to-Liquid). Natürlich wäre es effektiver, Flugzeuge mit Elektromotoren auszurüsten, die ihren Strom aus Akkus beziehen, aber selbst die besten Lithium-Akkus erreichen nicht einmal ein Zehntel der Energiedichte von Kerosin.

Weil elektrischer Strom in diesem Modell die zentrale Energiequelle für Wärme, Verkehr und Industrie und Haushalte liefern soll, bräuchte man ohne weitere Maßnahmen etwa fünf Mal so viel elektrische Energie wie heute. Selbst wenn man jede verfügbare Fläche mit Solaranlagen und Windrädern vollstellt, wäre diese Vorgabe nicht einzuhalten. Deshalb baut Quaschning auf massive Effizienzsteigerungen, die den Strombedarf nur auf das Doppelte des heutigen Werts ansteigen lassen. Wind und Sonne sind allerdings nicht immer dann verfügbar, wenn man Strom braucht. Im Winter muss man sogar damit rechnen, dass zwei bis drei Wochen eine sogenannte Dunkelflaute herrscht, in der Solarzellen und Windräder keine 5% ihrer Nennleistung liefern.

Also braucht man einen Langzeitspeicher, der den Strombedarf von etwa drei Wochen decken kann. Zum Vergleich: Unsere bisherigen Speicher reichen für weniger als 30 Minuten. Quaschning möchte aus überschüssigem Strom Erdgas (Stichwort Power-to-Gas) erzeugen, das im Bedarfsfall in Kraftwerken verbrannt wird und wieder Strom erzeugt. Leider muss man bei diesem Verfahren drei Kilowattstunden in den Speicher stecken, um ein Kilowatt hervorholen zu können. Der Prozess ist also sehr ineffizient, aber Quaschning geht davon aus, dass keine andere Methode ausreichend viel Energie speichern kann. Deshalb sieht er vor, 20% mehr Strom zu erzeugen, als eigentlich benötigt wird, um die Speicherverluste auszugleichen.

Strombedarf nach erfolgreicher Sektorkoppelung

Insgesamt stiege nach Quaschings Szenario der elektrische Energiebedarf von 600 auf 1320 Terawattstunden (TWh). Dazu müssten Windräder und Solaranlagen etwa sechsmal so viel Energie erzeugen wie heute. Und mehr noch: Der gesamte Umbau des energetischen Rückgrats unserer Gesellschaft muss bis 2040 abgeschlossen sein. Das hat gravierende Folgen:

  • Der Verkauf von Öl- und Gasheizungen müsste ab 2020 verboten werden.
  • Ab 2025 dürften nur noch elektrisch betriebene Fahrzeuge zugelassen werden (nicht nur Autos, auch LKWs).
  • 2030 würden alle Kohlekraftwerke vom Netz gehen. Bis dahin sollten die Power-to-Gas-Anlagen für die Stromspeicherung betriebsbereit sein.

Nur dann, und wenn alle wichtigen Akteure wie China, Indien und die USA mitmachen, kann der in Paris vereinbarte Wert von 1,5° Temperatursteigerung eingehalten werden.

Will Greenpeace Energy damit aufzeigen, dass das Pariser Klimaabkommen eine leere Absichtserklärung ist, die unmöglich umzusetzen ist? Aus der Pressemitteilung lässt sich das nicht entnehmen, im Gegenteil, der vom Quaschning vorgeschlagene Pfad kommt seinen Auftraggebern offenbar durchaus realistisch vor. In Wahrheit malt das Gutachten jedoch ein Schreckensszenario an die Wand und gibt denjenigen ein Steilvorlage, die wirksamen Klimaschutz ohnehin für unbezahlbar halten. Die WELT online berichtet über die Studie unter dem Titel Die absurden Auswüchse des Klimaschutzes.

Die Schwächen der Studie

Bei der Studie geht es zunächst nur um Technik, Wirtschaft und Politik bleiben weitgehend unberücksichtigt. Aber selbst in diesem Bereich geht sie von äußerst optimistischen Annahmen aus. Zwei Beispiele

  • Die Verbesserung der Energieeffizienz führt fast immer zu einem sogenannten Rebound-Effekt. Wenn Autos weniger Benzin verbrauchen, dann kaufen die Menschen größere Autos. Flachbild-Fernseher brauchen weniger Strom als die früheren Röhrenmodelle, dafür hat sich der durchschnittliche Bildschirmdurchmesser verdoppelt. Das frisst einen beträchtlichen Teil der Einsparungen wieder auf. Eine Verbesserung der Energieeffizienz um den Faktor 2,5 bis zum Jahr 2040 halte ich deshalb für kaum durchführbar. Schon ein Faktor von 1,5 wäre ein Erfolg. Dann müsste man aber die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bis 2040 nicht um das Sechsfache, sondern um das Achtfache steigern.
  • Die Erzeugung von Erdgas aus Strom ist heute schon möglich, aber die heutigen Power-to-Gas Anlagen sind um den Faktor Tausend kleiner als die Kolosse, die zur Synthese von künstlichem Erdgas für drei Wochen Dunkelflaute nötig sind. Bisher gibt es nicht einmal einen konkreten Plan für eine Pilotanlage in voller Größe. Die Dena-Broschüre Systemlösung Power to Gas vom Oktober 2015 schreibt dazu: „Generell bedarf es noch weiterer Forschung und Entwicklung, um PEM-Elektrolyseure großtechnisch verfügbar zu machen“. Wie bei diesen Voraussetzungen in nur 14 Jahren (bis 2030) ein flächendeckendes Anlagennetz entstehen soll, ist mir schleierhaft. Das so erzeugte Erdgas wird außerdem mindestens fünf Mal so teuer wie fossiles Gas. Wenn die Anlagen den überschüssigen Strom verarbeiten sollen, der an einem windigen Sommertag aus Wind und Sonne erzeugt wird, müssten sie etwa doppelt so viel Leistung aufnehmen können wie heute alle deutschen Stromverbraucher zusammen. Der Aufbau solcher gigantischer Chemiefabriken würde vermutlich mehr als eine halbe Billion Euro verschlingen3.

 

Ökonomische Risiken

Wenn man wirklich im Jahr 2020 den Verkauf von Öl- und Gasheizungen verbietet, müssten die Hersteller ihre Produktion binnen drei Jahren komplett neu ausrichten. Das würden die meisten wohl nicht verkraften. Ob die deutschen Autobauer die Spitzkehre schaffen und ihr Programm bis 2025 komplett auf elektrische Antriebe umstellen können, ist ebenfalls sehr fraglich. Sollten sie aber aus der Kurve fliegen, käme auf die deutsche Wirtschaft eine brutale Holperstrecke zu. Und wenn die Kohlekraftwerke abgeschaltet werden, bevor die Stromspeicherung funktioniert, müssten sich die Deutschen auf eine zeitweilige Stromrationierung einstellen. Mit geradezu kriegsmäßiger Anstrengung wäre die beschleunigte Energiewende wahrscheinlich zu stemmen, wenn man alle anderen Staatsaufgaben zurückstellt. Sie hätte aber zur Folge, das Strom unerschwinglich teuer wird und die flächendeckende Versorgung zeitweilig nicht sicher gewährleistet ist. Nach fünf bis zehn Jahren würde sich die Situation entspannen, aber bis dahin wären Teile der Industrie geflüchtet und viele Menschen hätten ihre Arbeit verloren. Kein Politiker wird sich auf so ein Wagnis einlassen.

Überlegungen zum Schluss

Ist aber die Vermeidung eines brutalen Klimawandels nicht ein gewisses Risiko wert? Wenn wir einfach weitermachen, könnten die Schäden sehr viel höher sein als die Kosten der Energiewende. Wenn alle mitmachen, verteilt sich die Last auf viele Schultern. Erfahrungsgemäß liegt aber genau hier das Problem. Die meisten Staaten werden keine schmerzhaften Opfer bringen wollen, um den Klimawandel aufzuhalten. Und in Deutschland wird kein Politiker den wirtschaftlichen Kollaps riskieren, nur um Deutschland zum einsamen Musterknaben des Klimaschutzes zu machen.

Die Studie von Volker Quaschning hat immerhin gezeigt, dass wir auf dem von der Bundesregierung eingeschlagenen Weg nicht weiterkommen. Die Energiewende in der bisherigen Form reicht erstens für den Klimaschutz nicht aus und vergisst zweitens, für die notwendigen Stromspeicher zu sorgen.

Letztlich führt kein Weg an der Erkenntnis vorbei, dass wir eine zuverlässig verfügbare Energiequelle brauchen, die nicht auf Verbrennungsprozessen beruht. Weder Windstrom noch Sonnenstrom erfüllen diese Bedingung.

Anmerkungen

[1] z.B. BMWI, hier nachzulesen.

[2] Der Begriff bezeichnet die Energie, die tatsächlich verbraucht wird. Man muss dafür deutlich mehr Energie erzeugen, denn auf dem Weg zum Endverbraucher geht einiges verloren.

[3] Laut der schon erwähnten Dena-Broschüre Systemlösung Power to Gas kostet eine Syntheseanlage auf Grundlage der PEM-Elektrolyse etwa 2000-6000 €/KWh (Stand 10/2015). Wenn man 160 Gigawatt Leistung benötigt, läge die Gesamtinvestition zwischen 320 und 960 Milliarden Euro. Dabei ist noch nicht berücksichtigt, dass ein Netz von Gaskraftwerken gebaut werden müsste, um das synthetisierte Gas bei Bedarf zu verbrennen. Auch die notwendigen neuen Stromleitungen kämen extra. Wenn 2030 die Kohlekraftwerke abgeschaltet werden, müsste ein großer Teil der Baumaßnahmen abgeschlossen sein. Dieser Zeitdruck könnte den Preis weiter in die Höhe treiben. Wenn ich also eine halbe Billion Euro ansetze, bin ich schon sehr optimistisch. Es könnte auch gut das Doppelte oder mehr werden.

Thomas Grüter

Veröffentlicht von

www.thomasgrueter.de

Thomas Grüter ist Arzt, Wissenschaftler und Wissenschaftsautor. Er lebt und arbeitet in Münster.

46 Kommentare

  1. Eine verblüffend simple Art der Energiespeicherung gibt es noch: einen Güterzug vollbeladen mit Gestein, einen Berg hinauf fahren bei Stromüberschuß und zur Stromgewinnung wieder runterrollen lassen.

    • Davon habe ich gelesen und das ist unzweifelhaft eine gute Idee. Leider reicht es nicht aus, um soviel Energie zu speichern, wie man braucht, um eine Dunkelflaute zu überstehen. Hier die Rechnung:
      Nehmen wir an, der Güterzug wiegt 1019 Tonnen und wird 1000 Meter hoch gezogen. Dann hat er eine potentielle Energie von m*g*h = 1,019*10^6 * 9,81 * 1000 = 10^10 Joule. Das entspricht 2778 KWh oder 2,778 MWh. Daraus könnte ich bei einer sehr guten Umwandlungsleistung vielleicht 2 MWh Energie gewinnen. Um eine dreiwöchige Dunkelflaute zu überbrücken, brauchte ich aber 30 TWh. Ich müsste also 15 Millionen Güterzüge bereitstellen, um diese Energie aufzubringen. Das Problem ist nicht die Energiespeicherung an sich, das Problem ist die enorme Größenordnung.

  2. > Letztlich führt kein Weg an der Erkenntnis vorbei, dass wir eine zuverlässig verfügbare
    > Energiequelle brauchen, die nicht auf Verbrennungsprozessen beruht.

    Es war halt ein Fehler, die Weiterentwicklung der Kernenergie ab Mitte der 80er “allen anderen” zu überlassen. Wenn die Kernforschungsanlagen Jülich und Karlsruhe weiter Kernforschung hätten betreiben können, hätten wir inzwischen eine enorme Auswahl an inhärent sicheren, wasserfreien Reaktortypen nicht nur für niedrig angereichertes Uran, sondern auch für Plutonium (sogenannter “Atommüll”) und Thorium (radioaktiver “Windradmüll”, der bei der Neodymförderung anfällt)…

    … allein der Flächenbedarf von Sonne und Wind zeigt schon, daß die Umweltschäden durch die Energiewende größer sind als die durch den Klimawandel.

    • @ Störk :

      Die bundesdeutsch so genannte Energiewende, die hohe Energiekosten sicherstellt, ist eben auch wegen dieser Inkohärenz, also dass auf die friedliche (und weitgehend sichere >:-> ) Nutzung der Kernenergie verzichtet worden ist, für internationale Werbezwecke kaum geeignet.
      So ähnlich wie die BRD auch auf anderen Politikfeldern schlecht werben kann.

      MFG
      Dr. Webbaer (der im Abgang nicht vergisst für diesen werthaltigen WebLog-Artikel zu danken)

    • Lieber Herr störk,
      oh wie wahr. das will heute keiner mehr wissen.
      Unsere Enkel werden wieder ausschließlich auf AKW´s setzen. Nur die Ausbildung in kerntechnik muss gesteigert werden. Häötte man nicht Jülich und Karlsruhe durch saudumme Politiker kaputt gemacht, wären wir heute Weltspitze. Windräder sind schuld an unserem SAUWETTER. Die Energie ist weg.
      ABER die Gutmenschen(GRÜNE) sind die Totengräber der nation

      • Die Praxis hat eigentlich gezeigt, dass in den Industriestaaten die Kernenergie nur einen kleinen Teil des gesamten Bedarfs deckt. Selbst im Atom-Musterländle Frankreich hat man es zwar geschafft, 80-90% des Strombedarfs damit abzudecken, aber in den genauso wichtigen Bereichen Mobilität und Wärme kommt es quasi nicht zur Anwendung. Und in den Entwicklungsländern ist es noch schwieriger eine Infrastruktur voll mit AKWs zu bauen und zu betreiben. Die Kernkraft wird höchstens ergänzend in der Zukunft verwendet.

  3. Eine autonome Energieversorgung D’s mit EE+Power2Gas/Liquid ist frühestens in 20 Jahren und nur zu horrenden Preisen möglich. Das wäre quasi ein deutsches Mondlandeprogramm – nur dass diesmal nicht eine Handvoll Astronauten, sondern eine ganze Nation die Rolle von Pionieren spielen würde, die ihr Leben für eine Vision aufs Spiel setzten.
    Zudem: der Welt würde es wenig bringen, denn es gibt nur wenig so reiche Länder wie Deutschland, die so viel Geld in ein Hobby stecken können.

    Die Idee in Deutschland 200 Gigawatt Photovoltaik zu installieren obwohl Deutschland im Durchschnitt nur 80 Gigawatt Strom verbraucht ist unter EE-Evangelisten verbreitet, denn mit einer solchen massiven Überkapazität könnte man die saisonalen Schwankungen in der Sonneneinstrahlung (im Winter scheint viel weniger Sonne) weitgehend ausgleichen und müsste “nur noch” für Dunkelflauten – also Phasen von wenig Wind und wenig Sonne – durch Speicherung von Überschusstrom vorsorgen.
    Doch sogar diese kurzen Phasen von Dunkelflauten würden eine irrwitzig teure Infrastruktur nötig machen. Für mich ergibt sich daraus die Konsequenz, dass eine autonome Energieversorgung mit EE+Power2Gas/Liquid ein Hirngespinst ist, dass sich kaum ein Land leisten kann. Ganz anders sähe es aus, wenn es ein globales Stromnetz gäbe, denn dann wäre jede lokale Flaute oder eine Winterdunkelheit kein Problem mehr. Sogar ein nur EU-weites Stromnetz würde den Bedarf an Stromspeicherung deutlich reduzieren. Überhaupt waren die Visionen von der dezentralen und rein lokalen Energieversorgung immer schon Phantastereien von Wohlstandsverwöhnten – Phantastereien, die nur dann für den Normalbürger erschwinglich werden, wenn es technologische Durchbrüche gibt, die wir heute nicht einmal erahnen können.

    Das 1.5 Grad- Ziel ist durch Minderemissionen meiner Meinung nach nicht mehr erreichbar – wohl aber durch negative Emissionen, also das Einfangen und Abspeichern von athmosphärischem CO2. Kürzlich gelang es, CO2 chemisch in natürlichen Mineralien zu speichern – ein Prozess, der sich Karbonisierung nennt und der auch in der Natur dafür sorgt, dass CO2 aus der Atmosphäre entfernt wird. Dieser Prozess ist beispielsweise dafür verantwortlich, dass wir heute in der Warmphase einer schon 2 Millionen währenden vollen Eiszeit leben (volle Eiszeit =beide Pole sind vereist) und seit 30 Millionen Jahren der Südpol vereist ist. Solche gutartigen Geoengineering-Massnahmen wie das Einfangen und Speichern von CO2 brauchen aber ebenfalls Energie und zwar CO2-arm hergestellte Energie. Dass uns heute die EE- Evangelisten sagen, nur Sonne und Wind lieferten “gute” CO2-arme Energie und das viele Bürger glauben, werden die Menschen der Zukunft nicht verstehen – davon bin ich überzeugt.

    • “Überhaupt waren die Visionen von der dezentralen und rein lokalen Energieversorgung immer schon Phantastereien von Wohlstandsverwöhnten – Phantastereien, die nur dann für den Normalbürger erschwinglich werden, wenn es technologische Durchbrüche gibt, die wir heute nicht einmal erahnen können.”

      Eine rein lokale Energieversorgung ist Phantasterei. Aber ein Mischung aus lokal und quasi-global ist schon Realität. Und schon heute kann ein Hausbesitzer kostengünstig eine PV-Anlage installieren und zu Sonnenzeiten günstiger Strom produzieren als diesen übers Netz zu beziehen.

  4. Oha Störk,

    Sie lehnen sich aber weit aus dem Fenster.

    “Inhärent sichere Reaktortypen”, also Atomkraftwerke, die aus konstruktiven Gründen keinen schwerwiegenden Unfall erzeugen können?

    Sie führen zwei Beispiele an:

    Plutonium-Reaktoren: Abgesehen von den Reaktoren ist eine auf einer Plutonium-Infrastruktur basierende Technologie (Erzeugung, Verarbeitung, Recycling, Endlagerung) doch wohl absurd.

    Thorium-Reaktoren: Der größte Reaktor dieser Art in Deutschland (der THTR-300 in Hamm) ist den Leuten Anfang Mai 1986 abgefackelt und stellt vermutlich den schwersten AKW-Unfall in D dar. Das ließ sich leider nicht genau belegen, da ausgerechnet in dieser Nacht die internen Messgeräte abgeschaltet waren und die Staubwolke aus dem Tschernobyl-Unfall über Deutschland lag.

    Und den Satz, dass

    “die Umweltschäden durch die Energiewende größer als die durch den Klimawandel” seien meinen Sie doch nicht ernst.

    • @Robert Kühn: Zukünftige Reaktoren werden Inhärent sicher sein. Sie werden passiv und inhärent sicher sein, also designmässig das Freisetzen von Radioaktivität auch bei einem Unfall entweder vollständig verhindern oder aber stark einschränken. Kein Pumpen- oder Stromausfall kann die Sicherheit solcher Reaktoren kompromittieren. Mit den heute dominierenden Leichtwasserreaktoren allerdings können passive und inhärente Sicherheit nur teilweise realisiert werden. Wasser als Moderations- und Kühlmittel bringt inhärent Unischerheit mit sich, denn Wasser kann sich überhitzen (bis zur Wasserelektrolyse mit anschliessender Explosion) und Wasser ist zudem ein sehr gutes Lösungsmittel für radioaktive Stoffe. Leckt ein havarierter Leichtwasserreaktor, dann entlässt er auch radioaktiv verseuchtes Wasser.
      Ganz anders sieht das bei Flüssigsalzreaktoren aus, bei denen ein erst ab hohen Temperaturen (typischerweise 400 Celsius) flüssiges Salz sowohl als Brenn- als auch als Kühlmittel dient. Steigt die Temperatur im Flüssigsalzreaktor, dehnt sich das Salz aus und die Kernspaltung nimmt ab. Sollte die Temperatur trotzdem eine Limite überschreiten schmilzt ein gekühltes festes Brennstoffpaket am Reaktorboden und das Flüssigsalz entleert sich in ein Abklingbecken. Wird der ganze Reaktor beispielsweise durch eine Bombe oder ein abstürzendes Flugzeug zerstört, so wird das auslaufende Flüssigsalz in kurzer Zeit erstarren – sobald nämlich seine Temperatur unter 400 Celsius fällt.
      Die kanadische Firma Terrestrial Energy baut gerade an so einem Flüssigsalzreaktor der mit niedrig angereichertem Uranthetrafluorid in Trägersalzen wie Lithiumfluorid, Natriumfluorid und eventuell Berylliumfluorid arbeitet. Der Reaktorkern enthält das Flüssigsalz und wird mit Graphit moderiert. Das Flüssigsalz im Reaktorkern verlässt diesen Reaktorkern nicht. Hitzeaustauscher sind in den Reaktorkern eingebaut und ermöglichen die Wärmeabfuhr ohne dass der Brenn-/Kühlstoff den Reaktorkern verlassen muss. Nach etwa 7 Jahren wird der gesamte Reaktorkern vollkommen ausgetauscht – wiederum ohne dass der Rekatorkern geöffnet werden muss.
      Das ist ein inhärent und passiv sicheres Design. Zukünftige Reaktoren werden ab einem bestimmten Zeitpunkt alle ein solches Design aufweisen müssen – ganz unabhängig von der verwendeten Technologie.

      • @ Herr Holzherr :

        ‘Inhärent’ sicher kann hier eigentlich nur meinen, dass das (gerne auch redundante >:-> ) Betriebssystem auf alle bekannten Störfälle so reagiert, dass ohne Eingriff der Betreiber (des Personals, Menschen sind gemeint) das System in einen sicheren Zustand gefahren wird, auch: heruntergefahren wird.

        Wobei so klar wird, dass wirklich inhärente Sicherheit unmöglich ist, sich ihr aber sehr gut angenähert werden kann, wenn die Systembetreiber im Störfall keinen “Bockmist” machen.

        An sich wird sich Ihrer Argumentation gerne angeschlossen, moderne AKWs könnten in diesem Sinne sicher gemacht werden.
        So ähnlich wie bspw. auch Hubschrauber und Flugzeuge inhärent sicher sind, wenn alle Triebwerke ausfallen.

        Anders sieht es bei Angriffen von innen aus, bei terroristischen, allerdings stößt hier die Ingenieurs-Technik an bestimmte Grenzen, inhärent sichere Technik muss nicht dem Terrorismus, in praxi wohl: dem islamischen, geopfert werden.
        Auch wenn so zunehmend von Kritikern der friedlichen Nutzung der Kernenergie argumentiert wird, es bleibt S. [1]

        MFG
        Dr. Webbaer

        [1]
        suboptimal

        • Nein, inhärent sicher heisst sicher ohne dass ein Mensch eingreifen muss. Man spricht auch von “walk-away-safety”

          • Das “Nein” war eine Antwort auf (Zitat) “Wobei so klar wird, dass wirklich inhärente Sicherheit unmöglich ist, sich ihr aber sehr gut angenähert werden kann, wenn die Systembetreiber im Störfall keinen “Bockmist” machen.”

          • @Webbaer, Der Thorcon-FlüssigsalzReaktor entleert sich bei Übertemperatur in ein Abklingbecken. Niemand kann das verhindern, nicht einmal das Reaktorpersonal, geschweige denn das Management. Hier stimmt also definitiv nicht, was sie schreiben. Wobei so klar wird, dass wirklich inhärente Sicherheit unmöglich ist, sich ihr aber sehr gut angenähert werden kann, wenn die Systembetreiber im Störfall keinen “Bockmist” machen.

            Denn die Reaktorbetreiber können eine Selbstabschaltung eines überkritisch heissen Thorcon-Reaktors gar nicht vermeiden wie man bei Thorcon Power liest:

            There is no need for any operator intervention. Not in 3 days, not in 300 days, not in 3000 days. Nor are there any valves that must be realigned by either system or operator control as in some so called passive systems. In fact there is nothing the operators can do to prevent the drain and cooling.

            The 700C difference between ThorCon’s operating temperature (704C) and the fuelsalt’s boiling point (1430C) produces a robust safety margin.

            Auch gegen terroristische Anschläge ist ein Flüssigsalzrekator gut gewappnet, Sollte der Reaktorbehälter zerstört werden (durch eine Bombe etc) so wird das ausfliessende Flüssigsalz sich schnell verfestigen, denn schon bei 400°Celsius wird das Salz fest. Die Radioaktivität ist dann im festen Salzblock eingeschlossen. Ganz anders als bei Leichtwasserreaktoren, bei denen ausgetretenes radioaktives Wasser im Boden versickert.

    • Und den Satz, dass

      “die Umweltschäden durch die Energiewende größer als die durch den Klimawandel” seien meinen Sie doch nicht ernst.

      Der Satz hat jedenfalls einen gewissen Chic und scheint nicht gänzlich falsch zu sein.

  5. Übrigens: Komfortable Energieautarkie ist möglich wie das weltweit erste Haus ohne Stromanschluss zeigt. Dieses Mehrfamilienhaus erzeugt sämtlichen Strom über eine Kombination von Dach- und Fassaden-Photovoltaik.Der überschüssige Strom wird in Batterien (Stromspeicher für maximal 4 Tage) und als Wasserstoff (für bis zu 30 Tagen) abgespeichert. Der Wasserstoff wird durch Elektrolyse erzeugt, in Gasbehältern gespeichert und mittels Brennstoffzellen wieder verstromt. Geheizt wird mit einer Wärmepumpe, die mit 360 Meter tief reichenden Erdsonden arbeitet.

    Dies zeigt, dass Autarkie möglich ist. Dass es sich aber um das weltweit erste autark mit Solarenergie versorgte Haus handelt zeigt auch, wie weit die Welt (zu der auch Deutschland gehört) noch von einer rein lokalen Energieversorgung entfernt ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass solch eine Lösung in den nächsten 30 Jahren in Indien, China oder Afrika eine Rolle spielen wird. Dazu ist sie für solche Länder schlicht zu teuer. Aber wer weiss vielleicht ändert sich das ja noch und irgendwann gibt es billige Fertighäuser, die die ganze Technologie gleich schon mitliefern.

    • Das Projekt klingt ganz gut. Es ist zwar nicht wirtschaftlich aber technisch machbar. Ein Punkt fällt aber auf. Die Bewohner sollen ihren Energieverbrauch um 50% senken.
      Das ist vielleicht bei alleinstehenden Paaren machbar, aber bei Familien mit Kindern utopisch. Erst Recht wenn man es auf die Gesellschaft hochrechnet.

  6. Die Frage der Erhaltung der bisherigen Form der Autoindustrie stellt sich nicht . Sie wird sich so oder so umstellen müssen , der Zusammenbruch kommt unweigerlich , weil es nur eine Frage der Zeit ist , bis sich die Autoindustrien anderer Länder auf den Markt der emissionsärmeren Fahrzeuge stürzen. Deutschland hält dann mit oder hat das Nachsehen.
    Ähnliches ist auch in allen anderen Bereichen denkbar.

    • (…) bis sich die Autoindustrien anderer Länder auf den Markt der emissionsärmeren Fahrzeuge stürzen (…)

      Autos dienen der individuellen Fortbewegung, von A nach B sozusagen, auf sogenannten Straßen, wobei -im internationalen Gebrauch- folgende Aspekte eine besondere Rolle spielen: 1.) die Anschaffungskosten 2.) die Gebrauchskosten 3.) die Ausfallsicherheit 4.) die Sicherstellung der Mobilität unter schwierigen Bedingungen 5.) der Werterhalt 6.) das Design ( >:-> ) und 7.) die Emissionswerte, die gerne auch i.p. C02 und sogenannter Klimasensitivität [1] desselben günstig ausfallen dürfen.

      Andere Reihenfolge i.p. Priorisierung würde womöglich auf Altruismus hindeuten, wohlgemerkt: im internationalen Gebrauch.

      MFG
      Dr. Webbaer

      [1]
      Die zeitgenössische Klimatologie mit dem bekannten Erwärmungstrend finden einige sehr, se-ehr CO2-zentriert, wobei der Schreiber dieser Zeilen kritisch begleitend ist, diese Klimatologie betreffend, keine besondere Probleme damit hat bestimmte Ausgasung als klimarelevant anzunehmen, auf dem Mond ist die Durchschnittstemperatur – 55 C, aber dennoch ahnt bis weiß, dass international, gemeint: außerhalb der BRD, hier bei dieser Theoretisierung, die CO2-zentrierte Klimasensitivität und so, nicht alle mitgehen.

      • In Ihrer Fantasie scheinen sich die Klimawissenschaft nur mit CO2 und Durchschnittstemperatur zu beschäftigen.

        • @ libertador :

          Negativ, aber die genannte CO2-Zentriertheit der zeitgenössischen Klimatologie mit dem derart gemeinten Erwärmungstrend darf angemessen kritisch begleitet bleiben, finden’S net?

          MFG + schöne Woche noch,
          Dr. Webbaer

  7. Zitat:“Weder Windstrom noch Sonnenstrom erfüllen diese Bedingung [ zuverlässig verfügbare Energiequelle].”
    Das stimmt sicher: Wind+Sonnenstrom allein schaffen kein zuverlässiges Energiesystem. Andererseits kann man ebenso sicher sagen, dass Deutschland in den nächsten 20 bis 30 Jahren keine anderen Energiequellen als Wind, Sonne, Kohle und Gas sowie den Import und Export von Strom einsetzen werden. Eher wird auf das Erreichen des 1.5°-Ziels und auch auf das Erreichen des 40%-Ziels – 40% weniger CO2 soll Deutschland im Jahr 2020 verglichen mit 1990 ausstossen – verzichtet. Gezwungenermassen. Die Umstellung auf eine nicht-fossile und nicht-nukleare Energieversorgung braucht eben seine Zeit. Allein mit den heutigen Technologien wird es Jahrzehnte dauern. Mit besseren und kostengünstigeren Speichern (Batterien, Power2Gas) könnte es schneller gehen. Nur weil der Zeitplan nicht eingehalten werden kann, wird Deutschland keine anderen Technologien einsetzen, insbesondere keine neuen AKW’s, bauen. Denn die Energiewende, die vor allem eine Abkehr von der Atomtechnologie und die Förderung von Wind+Sonne ist, hat schon unzählige Bereiche erfasst. Vieles davon befindet sich noch in der Phase der Erprobung und Erforschung. Sogar die Stationierung von Offshore-Windparks muss zum heutigen Zeitpunkt als Erprobung einer neuen Technologie verstanden werden. So schnell wird dieser Weg nicht verlassen werden. Eher noch wird Deutschland zurück zur Kohle gehen als das es etwa neue AKW’s bauen wird. Sigmar Gabriel jedenfalls stemmt sich gegen einen vorzeitigen Kohleausstieg.

    Gabriel sagte auf einer Energiekonferenz in Berlin: “Wenn man über die Zukunft der Kohle spreche, “so rate ich jedenfalls dazu, dass man das weniger ideologisch und mehr mit Blick … auf die ökonomischen Konsequenzen tut.” Einem Masterplan Kohleausstieg könne er nichts abgewinnen. Man müsse das Thema unter Berücksichtigung der Klimaziele, aber auch der wirtschaftlichen Konsequenzen bewerten.

    Gabriel betonte jedoch auch, zwischen den Foderungen der Kohlekritiker und denen der Energiekonzerne gebe es gar keinen großen Unterschied. Die Betreiber der Braunkohletagebaue sprechen sich für ein Produktionsende bis 2050 aus. Der ökologische Thinktank “Agora Energiewende” hingegen hatte kürzlich ein Konzept präsentiert, das den Kohleausstieg bis 2040 vorsieht. Gabriel sagte dazu: “Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese zehn Jahre Unterschied ein unüberwindbares Problem darstellen.”

    Kohleausstieg also zwischen 2040 und 2050. Damit verträgt sich das obengenannte Ziel “2030 würden alle Kohlekraftwerke vom Netz gehen. Bis dahin sollten die Power-to-Gas-Anlagen für die Stromspeicherung betriebsbereit sein.” nicht. Sogar wenn die Power-to-Gas-Anlagen bereit wären will Sigmar Gabriel sie gar nicht nutzen – denn vor 2040 werden die Kohlekraftwerke nicht stillgelegt.

  8. Wegen dem Klimaschutz, es ist kinderleicht, beliebige Mengen von CO2 aus der Atmosphäre zu entfernen.

    der Ton ist leider mieserabel, nur wegen der Bilder.. am besten die 5 drücken um zur Mitte zu springen
    https://www.youtube.com/watch?v=BvrRUHYwLPY

    Die Fasern kann man z.B. mit Beton mischen (Bau ist bekanntermaßen extrem CO2 – aufwendig) oder mit ihnen statt Styropor Häuser dämmen. Das Öl zu Biosprit weiter verarbeiten geht natürlich auch. Baumwolle ist ja auch so ein Umweltkiller. Naja, ist alles lange bekannt.
    Die Politik schießt quer, wo sie nur kann, ich habe einen Heidenrespekt vor den Leuten, die sich dagegen durchsetzen. In den USA ist das ganz ähnlich mit dem Hemp, es geht immer nur gegen die Politik, keiner weiß so recht, warum.

  9. Weil elektrischer Strom in diesem Modell die zentrale Energiequelle für Wärme, Verkehr und Industrie und Haushalte liefern soll

    Warum will Quaschnigg denn, dass elektrischer Strom, also reine Exergie, in so Niedertemperaturwärme für Heizungen udn Brauchwasser umgewandelt wird? Das ist eine kolossale Ressourcenverschwendung. Brauchwasser kann sehr einfach per Solarkollektoren erwärmt und lange (über Stunden) gespeichert werden. Die Technik hierfür ist preiswert, haltbar und ausgereift.

    Wenn man also kurzfristig mit überschaubaren Mitteln einen erheblichen Beitrag zur Senkung des Primärenergieverbrauchs erzielen will, ohne die ganzen technischen Komplikationen, die es mit sich bringt, wenn man plötzlich anfallende Mengen elektrischer Leistung ins Netz einspeisen will, obwohl diese Energie im Moment gar nicht gebraucht wird, dann sollte man auf die Solarthermie den Schwerpunkt setzen.

    • Solarkollektoren sind nicht viel billiger, die Speicherung von Wärme aus Strom kann auf höheren Anfangs-Temperaturniveau erfolgen und damit länger andauern. Gleichwohl beruhen ernsthafte Modelle meist auf einer Kombination unter Einbeziehung von direkter Solarwärme.

  10. Die Behauptung, für “elektrischen Strom [als] zentrale Energiequelle für … bräuchte man … fünf Mal so viel elektrische Energie wie heute [und] selbst wenn man jede verfügbare Fläche mit Solaranlagen und Windrädern vollstellt, wäre diese Vorgabe nicht einzuhalten” ist offensichtlich falsch:
    Der Strombedarf steigt weniger, weil man mit Strom höhere Wirkungsgrade in der Weiterverwendung erreicht. Auf der derzeit für Biogas-Erzeugung genutzten Landwirtschaftsfläche ließe sich mit PV-Anlagen ein Vielfaches der heutigen Stromerzeugung gewinnen. Einfach mal nachrechnen!
    Irrationales Denken … scheint so.

    • Die Behauptung, für “elektrischen Strom [als] zentrale Energiequelle für … bräuchte man … fünf Mal so viel elektrische Energie wie heute [und] selbst wenn man jede verfügbare Fläche mit Solaranlagen und Windrädern vollstellt, wäre diese Vorgabe nicht einzuhalten” ist offensichtlich falsch:

      Das habe ich nicht selber nachgerechnet, ich beziehe mich auf Tabelle 10 des Gutachtens von Prof. Quaschning (Gutachten Seite 27). Darin berechnet er, dass ohne weitere Effizienzmaßnahmen der Stromverbrauch auf 3120 TWh ansteigt. Mit starken Effizienzmaßnahmen möchte er diesen Wert auf 1320 TWh reduzieren. Ich bezweifle, dass das funktioniert, und habe statt dessen einen wahrscheinlichen Verbrauch von ca. 1900 TWh angesetzt. Bei der Diskussion um den Abstand von Windkraftanlagen zu Wohnhäusern in Bayern haben Windenenergie-Befürworter gesagt, dass bei bundesweiter Anwendung der bayrischen Regelung (Abstand mindestens zehnfache Höhe) bereits heute keine Standorte mehr ausgewiesen werden könnten. Der Platz wird also wirklich bald knapp, selbst wenn man großzügigere Regelungen anwendet als die Bayern.

      • Richtig. Der OnShore-Windzubau kommt in D bald an seien Grenzen – vor allem, wenn Mindestabstände eingehalten werden müssen.
        Das aber wiederum spricht für Quaschning’s Vorschlag sehr viel mehr Photovoltaik zuzubauen, denn Mindestabstände gibt es dort nicht und die 400 Gigawatt PV-Leistung, die Quaschnig in Deutschland installieren will fänden auf 4000 bis 8000 Quadratkilometern (nicht einmal 1/10 der Fläche Bayerns) Platz. Dass die Bundesregierung einen so hohen Photovoltaikzubau ablehnt ist auch klar, denn damit würde die PV-Stromproduktion über praktisch jeden Mittag ein Vielfaches des Bedarfes ausmachen. Es bräuchte massiv Stromspeicher. Und zwar Kurfriststromspeicher, also im Falle von Deutschland Batterien (Deutschland hat pratisch keine Pumpspeicher). Bei den heutigen Batteriepreisen wäre es nicht finanzierbar.

          • bleibt noch zu betrachten wieviel von diesen 14% wirtschaftlich auch geeignet sind und nicht gerade mitten in NAturschutzgebieten liegen.

          • Der Foliensatz des Fraunhofer-Instituts beschreibt einen sehr schematischen Ansatz bei der Bestimmung des Windkraftpotentials. Die Wirklichkeit ist natürlich wesentlich komplexer. Einen guten Überblick bietet dieser Artikel vom 11. Mai im Berliner Tagesspiegel. Demnach dürfte sich der Ausbau der Windenergie bald deutlich verlangsamen. Eine Beschleunigung, wie Volker Quaschning sie vorschlägt, wird ziemlich sicher kaum durchsetzbar sein.

  11. Ich stimme in den meisten Punkten zu, nur folgt daraus die Unmöglichkeit des Klimaschutzes nur unter der völlig unnötigen Prämisse, man müsse das auf der Linie verfolgen, die Prof. Quaschning propagiert. Der grundlegende Fehler dabei ist, vorwiegend auf neue Speicher zu setzen. Die richtige Strategie wäre eine völlig andere: Wir brauchen eine erhebliche Verstärkung der Stromnetze für den überregionalen Transport, um damit zwei Dinge zu erreichen: Erstens würde damit der Bedarf an Speichern erheblich reduziert, da man viel mehr von Mittelungseffekten zwischen verschiedenen Regionen profitieren könnte, und zweitens könnte man längst vorhandene enorm große Speicher (deutlich über 100 TWh Kapazität!), die es in Skandinavien bereits gibt (Wasser-Speicherkraftwerke) und die auch leicht noch deutlich ausgebaut werden könnten, für Mitteleuropa nutzbar machen. Auf diesem Wege wäre eine Vollversorgung ganz Europas mit Strom aus erneuerbaren Energien durchaus realistisch, und zwar nicht nur aus technischer Sicht, sondern insbesondere auch betreffend die Kosten.

    Wer mehr Details wünscht, findet diese hier: https://www.energie-lexikon.info/energiespeicher_und_stromnetze.html

    Mir scheint, dass die Energiewende im Stromsektor mit dem richtigen Ansatz keineswegs eine uns überforderte Herausforderung darstellen sollte. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass wir auch eine Wärme- und Verkehrswende brauchen, die leider noch überhaupt nicht ernsthaft angegangen werden; in diesen Bereichen dürfte es deutlich schwieriger sein, sich von den fossilen Energien zu lösen.

    • Richtig: ein europäisches Supergrid zum Stromausgleich würde Phasen der EE-Unterversorgung um 40% reduzieren. Das Netz wäre besser balanciert, es müsste also weniger häufig auf fossilen Backup (in D Stein-und Braunkohle) zurückgegriffen werden. Der Artikel What can transmission do for a fully renewable Europe? hat als Ausgangspunkt das Ziel einer bis 2050 weitgehend CO2-freien Stromversorgung Europas nur mit variablen erneuerbaren Stromquellen. Das Haupthindernis für die Errreichung des Ziels sei die regionale Variabilität von Sonne+Wind. Durch den Stromausgleich mit einem europäischen Supergrid erreiche man 40% Reduktion von Strommangellagen. Das bedeutet aber auch, dass das europäische Supergrid nicht genügt um vollkommen auf Speicher verzichten zu können.Dazu ist Europa zu klein. Ein grösseres Grid, das auch Nordafrika umfasst würde dagegen Speicher überflüssig machen und würde Europa mit kostengünstigem Strom von weniger als 6 Eurocent pro Kilowattstunde versorgen wie der Physiker Gregor Czisch schon in den frühen 2000er Jahren gezeigt hat. Ein globales Supergrid wie im Artikel The Global Grid behandelt, würde es gar ermöglichen weltweit nur noch erneuerbar erzeugten Strom zu verwenden.
      Solche Supergrids sind relativ kostengünstig. man rechnet mit 1 Milliarde Euro pro 1000 km Leitung, was 10 Mal weniger teuer ist als eine Autobahn derselben Länge. Das leuchtet ja auch ohne weiteres ein, denn eine Hochspannungstrasse besteht vor allem aus Masten in grossem Abstand und frei hängenden Leitungen.
      Dennoch gibt es enorme Widerstände gegen Supergrids. Es sind politich/soziale und ideologische Widerstände. Die Ideologie der dezentralen rein lokalen Stromversorgung hält sich bis heute hartnäckig in den Köpfen vieler Erneuerbaren-Evangelisten – und das obwohl diese Vision der rein dezentralen und gar nur lokalen Stromversorgung nichts anderes als ein irrationaler Wunschtraum ist oder allenfalls eine Option für Superreiche ist – mindestens solange es keine billigen Speicher gibt. Es gibt auch rationale Gründe gegen grossräumige Supergrids. Sie sind verwundbar. In den leztzten Jahren haben die Anzahl terroristischer Anschläge gegen Pipelines und Hochspannungsleitungen beispielsweise deutlich zugenommen. Die arabische Frühling aber auch der heutige Syirenkrieg machen deutllich, dass grossräumige Infrastruktur gefährdet ist. Man sagt ja, dass über Distanzen von deutlich mehr als 1000 km immer irgendwo ein Wind bläst. Doch über Distanzen von mehr als 1000 km gibt es auch immer irgendwo einen Krieg.

    • Lassen Sie mich die Antwort von Herrn Holzherr noch in einem Punkt ergänzen: Skandinavien, namentlich Norwegen, verfügt zwar über Speicherkraftwerke, nicht aber über Pumpspeicherkraftwerke. Das hört sich ganz ähnlich an, ist aber ein enormer Unterschied. Hinter der Bezeichnung Speicherkraftwerk verbirgt sich eine Talsperre oder ein Staudamm. Im Land der Berge und Fjorde existieren viele Möglichkeiten, Flüsse aufzustauen. Die oft genannte eindrucksvolle Speicherkapazität führt etwas in die Irre, sie gibt an, wie viel Energie die Generatoren an den Staudämmen erzeugen könnten, wenn man den randvollen See gänzlich ausleeren würde. Das wäre natürlich nicht im Sinne der Norweger. Tatsächlich sind die Seen am Ende des oft relativ trockenen Sommers manchmal kaum halbvoll, oder sogar nur zu 35% voll. Bis zum nächsten größeren Regen muss das dann reichen, denn die Wasserkraftwerke bilden das Rückgrat der norwegischen Stromversorgung. Mein letzter Stand ist, dass es in Norwegen nur zwei Pumpspeicherkraftwerke gibt, die überschüssigen Strom nutzen, um Wasser aus einem unteren in ein oberes Becken pumpen. Und Norwegen hat auch unmissverständlich klar gemacht, dass es kein Interesse daran hat, mehr davon zu bauen. Das würde den sehr billigen Strom für die Norweger möglicherweise erheblich verteuern und möglicherweise die Staubecken schneller leeren als es den Norwegern lieb ist. Sie brauchen schließlich eine gewisse Reserve für trockene Tage. Für einen wirklich großen Stromspeicher werden wir uns andere Alternativen suchen müssen.

  12. Für das 1.5 C°-Ziel gilt der Titel Die Unmöglichkeit des Klimaschutzes auf jeden Fall – ob man nun auf 100% Erneuerbare oder einen Energiemix mit AKW’s und Erneuerbaren setzt ist in diesem Fall Einerlei, denn bei einem 1.5°C-Szenario dürften nach 2011 weltweit insgesamt nur noch 400 Gigatonnen CO2 freigesetzt werden. Bei jährlich 35 Gigatonnen freigesetztem CO2 wäre die Welt schon kurz nach 2020 im Overshoot und nur noch mit negativen Emissionen, also der Speicherung von CO2 könnte das 1.5°C-Ziel irgendwann dennoch erreicht wären. Das vertraglich anvisierte 1.5°C-Ziel kann aber auch bei Nichterrreichung von Bedeutung sein, denn “erwärmungsgeschädigte Länder” könnten eine Entschädigung von den Vertragsstaaten einfordern, haben diese doch versprochen diese Grenze einzuhalten.

    Die Unmöglichkeit des Klimaschutzes gilt aber realistischerweise auch für ein 2°C-Ziel, das allein mit 100% Erneuerbaren erreicht werden soll. Volker Quaschning, der für 100% Erneuerbare eintritt bezeugt in seinen Schriften und Interviews selber, was es konkret für Deutschland bedeuten würde bis 2040/50 auf eine 100% erneuerbare Energieversorgung umzustelllen. Im Interview mit Energieheld antwortet er auf die Frage:
    “Wenn Sie entscheiden müssten: Würden Sie den Fokus eher auf eine Reduktion des Energieverbrauchs oder eine Umstellung der Energieerzeugung/-gewinnung legen.” folgendermassen:
    Volker Quaschning:

    Hier ist die Frage nicht entweder oder. Wir brauchen beides. Eine vollständig erneuerbare Energieversorgung kann zumindest in den Industrieländern nicht ohne eine gleichzeitige Steigerung der Effizienz gelingen.
    ..
    Im Vergleich zu anderen Ländern sind die Möglichkeiten zur Nutzung regenerativer Energien in Deutschland alles andere als optimal. Wenn es aber gelingt, ein bevölkerungsreiches Industrieland wie Deutschland mit nur mäßigen regenerativen Energiepotenzialen vollständig durch erneuerbare Energien zu versorgen, sollte dies für andere Länder erst recht kein Problem darstellen.

    Damit spricht Volker Quaschnig das Problem an, dass eine 100% Energieversorgung allein mit Erneuerbaren mehr Land für Windturbinen und Solarpanels brauchen würde als Deutschland überhaupt hat – falls Deutschland bei dieser Umstellung nicht zugleich den Energiebedarf deutlich senkt. Damit bestätigt Volker Quaschnig die Ergebnisse, die David Mc Kays Arbeit “Sustainable Energy without the hot air” geliefert haben. Er zeigt dort, dass eine 100%ige Versorgung Grossbritanniens und anderer dicht besiedelter Industrieländer beinahe die Gesamtfläche von Grossbritannien in Form von Energiesammelflächen in Anspruch nehmen würde. David Mc Kay selber schloss daraus, dass Industrieländer aus diesem Grund gut beraten wären, Atomenergie in ihren Energiemix miteinzuschliessen. Volker Quaschnig teilt die Einschätzung Mc Kays bezüglich des Flächenbedarfs einer rein erneuerbaren Energieversorgung kommt aber zum Schluss, dass dies für Deutschland bedeuten müsse, dass es künftig mit deutlich weniger Energie auskommen müsse als heute.

    Kommt noch dazu, dass mit heutiger Technologie, mit den heutigen Speichermedien für Strom, eine 100% erneuerbare Stromversorgung Deutschlands ohnehin nicht finanzierbar wäre. Wenn man die heutigen Fortschritte in der Batterietechnologie und in anderen Speichertechnologien in die Zukunft weiterrechnet, könnte es jedoch gelingen, Deutschland irgendwann mit 100% erneuerbar erzeugter Energie zu versorgen.

    Wer also an 100% Erneuerbare glaubt, der glaubt an den technischen Fortschritt im Energiebereich.

    Mir scheint aber: Selbst wenn es diesen Fortschritt gibt, dann spricht der riesige Flächen- und Materialbedarf gegen eine Energiewende hin zu 100% Erneuerbaren.

  13. Der Artikel We Have Almost Certainly Blown the 1.5-Degree Global Warming Target prophezeit das Überschreiten der 1.5°C-Grenze bis spätestens 2040 und der 2°C-Limite bis spätestens 2055. Ein ambitiöseres Klimamassnahmenpaket in Deutschland ändert kaum etwas an diesen Zeitmarken – ausser die ganze Welt würde mitmachen. Ihren CO2-Ausstoss stark einschränken können aber nur die Industrieländer während Länder mit jährlichen Wachstumsraten von über 5% Prozent (China, Indien, Teile Afrikas) ihren CO2-Ausstoss fast sicher erhöhen.

    Wie schnell wir uns der 1.5°C-Grenze nähern zeigen insbesondere die Klimaspiralen von Ed Hawkings.

  14. Fasst man die Artikel von Thomas Grüter über Klimaschutz und Energiewende zusammen, würde der Übertitel “Die Unmöglichkeit des Klimaschutzes allein mit Regenerativen Energien” gut passen. Heute ist aber auch ein massiver Ausbau der Atomenergie nicht denkbar , denn dazu fehlt die Zustimmung zur Atomenergie in praktisch der gesamten Öffentlichkeit (sogar in China ist die Öffentlichkeit skeptischer gegenüber AKW’s als gegenüber Kohlekraft) und es fehlt der Forschungsvorlauf, den es braucht um sichere und zugleich kostengünstig betreibbare AKW’s zu bauen und zu betreiben (ambitionierte Nuklearforschung gibt es schon seit den 1970er Jahren keine mehr).

    Vielen Verfechtern der deutschen Energiewende geht es auch primär nicht allein um das Klima, sondern um eine Vision einer “gesunden”, “lokalen”, rein regenerativen Energieversorgung. Es ist eine wahrlich grüne Vision, die sich wenig um technische Probleme der Umsetzung kümmert. Eine idealtypische Umsetzung dieser Vision wäre eine rein lokale Energieversorgung beispielsweise jeder Gemeinde, jeder Stadt oder gar jedes Gebäudes. Schon heute liesse sich das auf Gemeindeebene mit einer Kombination von Solarpanels auf jedem Dach, tausenden von Batterien und Wasserstoff- oder Erdgasspeichern realisieren – allerdings zu einem horrenden Preis. Im Jahr 2050 oder 2070 aber könnte diese Vision dank technischer Fortschritte in reichen Ländern wie Deutschland sogar finanzierbar sein. Nur muss man sich klar sein, dass man dann das 2°C-Ziel für die Welt schon längst verfehlt hat und man dann über ein 3 oder 4°-Ziel diskutieren muss.

    Es zeigt sich immer wieder, dass ein Klimaziel wie das der 2°C-Welt oder auch einer 3°C-Welt äusserst ambitioniert ist, denn mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung ist noch voll mit der wirtschaftlichen Entwicklung beschäftigt und realisiert wird diese Aufholjagd gegenüber dem Westen durch Kopie dessen was hier vor Jahrzehnten passiert ist. Das was dann passiert ist hat aber den Westen zu seinen hohen Emissionen gebracht und das wird auch die Entwicklungsländer zu höheren Emissionen führen.

    Plädoyer für den Einsatz aller Mittel im Kampf um einen Stopp der Erwärmung
    Wer heute verlangt, nur regenerative Energie und ihre zugehörigen Speicher (Batterien und Speicherstoffe wie Wasserstoff und EE-Methan) dürften bei der Verfolgung eines Klimaziels eingesetzt werden – nicht aber Nuklearenergie, Geoengineering und alles was uns sonst noch einfällt -, der hat bereits kapituliert, denn der kurze Zeitraum, der uns für den Emissionsstopp noch bleibt, verlangt nach allen Mitteln die es überhaupt gibt. Ein Beispiel dazu: Es ist Konsens, dass Lithiumionenbatterien die Zukunft des Autos und der kurzfristigen Energiespeicherung sind. Und tatsächlich wächst der Lithiumverbrauch exponentiell und so stark, dass man weltweit ab 2017 mit einem langanhaltenden Lithiummangel rechnen muss – nicht weil es insgesamt zuwenig Lithium gibt, sondern weil zuwenig Lithiumminen erschlossen werden. Dieses Problem, des Mangels von Grundstoffen wegen eines Verbrauchsbooms gibt es auf vielen Gebieten (z.B. bei Seltenen Erden für Permamentmagnete in Windrädern).

    Fazit: Eine Ziel wie die Begrenzung der Erderwärmung auf 2°C kann wahrscheinlich heute nicht erreicht werden – mit Sicherheit wird es nicht erreicht, wenn bestimmte Technologien bei der Erreichung dieses Ziels ausgeschlossen sind.

  15. CO2-freie Energieproduktion mit Wind+Sonne, Batterien und chem.Speichern
    Deutschlands Energiewende ist heute als Kombination von mit erneuerbaren Energien (Wind+Sonne) erzeugtem Strom und fossil erzeugtem Strom (Kohlekraftwerke ausreichend um bei Wegfall von Wind+Sonne allen Strom zu erzeugen) realisiert. Damit hat Deutschland es weltweit auf Platz 5 bei der Verwendung von Erneuerbaren Energien gebracht, doch auch 2014 emittiert Deutschland mehr als doppelt soviel CO2 wie Frankreich. Deutschland erzeugt sogar mehr CO2 pro Kilowattstunde erzeugten Stroms als Kalifornien, weil Kalifornien Strom mit Erdgas+EE und nicht wie D mit Kohle+EE erzeugt.
    Folgerung: Deutschland muss eher früher als später von der Kohle wegkommen, wenn es seine CO2-Emissionen deutlich reduzieren will. Um die anvisierte fast CO2-freie Elektrizitätsproduktion bis 2050 zu erreichen muss Deutschland wohl irgendwann den mit Wind+Sonne erzeugten Strom abspeichern. In Batterien um kurzfristige Erzeugungsschwankungen auszugleichen und in chemischen Stoffen wie Wasserstoff, Methan um saisonale Schwankungen auszugleichen.
    Heute wären solche Speicherlösungen nicht finanzierbar weil viel zu teuer. Wenn sich Batterien aber so schnell verbilligen und elektrische Vehikel so schnell Verbrennungsmotoren ersetzen wie im Artikel 3 Big Trends Shaking Up the Energy Industry vorausgesagt, dann sieht es anders und wesentlich besser für die Energiewende in Deutschland aus als es heute den Anschein hat.

    Fazit: Die deutsche Energiewende als Übergang zu bald einmal 100% erneuerbaren Energien ist heute nicht realisierbar, weil dazu die kostengünstigen Speicher für elektrischen Strom fehlen. Das kann sich ändern wenn der technische Fortschritt im Bereich Batterietechnologie sich fortsetzt und es zudem keine Materialengpässe gibt für die nötigen Technologien.

  16. Erneuerbaren-Evangelisten, aber auch viele andere Energie-Engagierte neigen dazu, sich auf bestimmte Ideallösungen festzulegen. Volker Quaschning schwört beispielsweise auf Solarenergie (Zitat):

    Er fordert zum Beispiel die Aufstockung der Photovoltaik auf 200 Gigawatt installierter Leistung, während die Bundesregierung nicht mehr als 52 Gigawatt für sinnvoll hält.

    Rechnet man aber einmal durch, was es bedeutet, wenn die gesamte Welt dekarbonisiert werden soll, entdeckt man häufig, welchen gewaltigen Mittel- und Materialeinsatz der Umstieg auf bestimmte Energietechnologien bedeuten würde. Der Artikel Materials in an Energy transition nimmt beispielweise an, bis 2060 gäbe es nur noch elektrisch betriebene Autos und kommt dann zum Schluss, dass in diesem Fall bis 2060 1.6 Milliarden eletrische Fahrzeuge zugelassen werden müssten, was bei der von Tesla eingesetzten Batterietechnologie soviel Nickel bräuchte wie heute in 25 Jahren weltweit gefördert wird (wobei heute nur 3% des geförderten Nickels für Batterien gebraucht wird). Zudem bräuchte es soviel Kadmium wie heute in 91 Jahren gefördert wird.
    Folgerung: Auf eine einzige Technologielinie zu setzen um die Welt zu dekarbonisieren kann allein schon an den benötigten Materialien scheitern. Angesichts des nötigen Umbaus bei einer völligen Dekarbonisierung sollte man alle denkbaren Technologien in Betracht ziehen. Bei Strassenfahrzeugen beispielsweise sollte man sowohl Batteriefahrzeuge, also auch Brenstoffzellenfahrzeuge in Betracht ziehen. Selbst tankbare Flüssigkeiten wie CO2-neutral hergestelltes Benzin sollte man nicht von vornherein ausschliessen.
    Das gleiche gilt auch für die Stromerzeugung: Alle CO2-armen Stromerzeugungstechnologien sollten in Betracht gezogen werden und sollten gefördert und entwickelt werden. Wenn die europäischen Länder aus der Atomtechnologie aussteigen wollen, warum nicht, allerdings heisst das nicht dass auch alle anderen Länder auf Nuklearenergie verzichten sollten. Vielmehr spricht sehr viel dafür, dass man weltweit alle CO2-armen Technologien zulässt und entwickelt.

  17. Deutschlands Entscheider haben die volle Dekarbonisierung Deutschlands weit nach hinten geschoben. Sigmar Gabriel nennt als Abschaltzeitpunkt für die Kohlekraftwerke den Zeitraum 2040 bis 2050. Tatsächlich sind es nicht nur wirtschaftliche, sondern auch technische Gründe, die heute den Übergang in Deutschland von einer fossil-erneuerbaren zu einer rein erneuerbaren Stromversorgung verunmöglichen. Der wichtigste Grund: Es gibt heute keine kostengünstige Speichermöglichkeit für überschüssigen Strom. Besonders in Deutschland, das kaum über Pumpspeicher verfügt, weil die dazu nötigen Berge in Deutschland fehlen. Vom Wirkungsgrad her wären Batterien nach Pumpspeichern die nächstbeste Lösung. Doch Batterien mit der nötigen Speicherkapazität um nur schon einen Tag an überschüssigem Strom zu speichern gibt es heute nicht, da hilft auch Elon Musks Gigafactory nicht, denn die reicht gerade knapp dafür aus, Teslas Elektrovehikel auszurüsten. Der Report Report: Batteries Will Not Be the Future of Grid Balancing in Germany , der sich mit der Energiestrategie bis 2030 beschäftigt bringt es auf den Punkt:

    “I can think of lithium-ion battery storage for primary frequency control; however, the market is rather small, with less than 600 megawatts in Germany and 3,000 megawatts in Europe. So far we do not see batteries on the grid scale for load-shifting purposes in Germany,” said Pellinger.

    Sogar für den Heimgebrauch (Speichern des selbst erzeugten Solarstroms) seien Batterien heute nicht geeignet:

    “Batteries for residential storage might have an impact, but they are even less economically viable than most analysts think. Home storage units often consume a surprising amount of electricity themselves in standby mode, and this is rarely taken into account,”

    Allerdings glauben sehr viele Energie-Gurus, dass irgendwann Batterien als Netzspeicher dienen können – auch wenn die heutige Technologie noch nicht so weit ist. Das liegt daran, dass es vielversprechende Forschungen an Netzbatterien in den USA gibt (ARPA-E-Programm) und dass praktisch alle Alternativen zu Netzbatterien mit sehr hohen Energieverlusten bei der Speicherung verbunden sind. So sagt der Energie-Guru Volker Quaschning:

    Professor Volker Quaschning of the Berlin University of Applied Sciences said he actually foresees a “strong role” for batteries at the grid level. And despite some current problems, he believes the residential storage industry is seeing prices fall at a promising rate.

    .

    Doch solange es diese Batterien nicht gibt, bleiben bis 2030

    Power-to-heat and demand-side management

    , zwei einfach zu realisierende Lösungen, die allerdings alles andere als befriedigend sind. Power-to-heat bedeutet nichts anderes als das Heizen mit Strom. Überschussstrom, der beispielsweise in den von Volkner Quaschning vorgesehen grossen Solaranlagen jeden Mittag entstehen würde, würde dann zum Heizen verbraucht, eine Lösung, die besonders im Sommer nicht besonders befriedigend ist.

  18. Europa und die USA traue ich den erfolgreichen Übergang in eine postfossile Gesellschaft weit weniger zu als China. Denn Europa und die USA sind längst zu Status-quo und zu Verhinderungsgesellschaften geworden, also zu Gesellschaften, die es Vetogruppen leicht machen Lösungen zu verhindern und Technologien zu versenken. In Europa und den USA wird so nicht nur die mit Ängsten behaftete Atomtechnologie versenkt, sondern es wird auch die kostengünstige und wirklich funktionierende Erneuerbaren-Technologie verhindert. Beispiele dafür sind
    – Mindestabstände zu Windturbinen, die das 10-fache der Turmhöhe betragen müssen. Ein Gesetz das neu in Bayern und wohl bald in ganz Deutschland gilt und welches den Windturbinenbau zu Land fast völlig ausbremsen wird
    – Die Forderung Stromtrassen unterirdisch zu verlegen (ebenfalls auf bayerischem Gebiet durchgesetzt), was Stromleitungen bis zu einem Faktor 10 verteuert.

    Wer A sagt, muss auch B sagen. Doch die Vetomacht von zu Bauprojekten gegnerischen Gruppen in Deutschland und Europa verhindert oft, dass man von A zu B kommt.
    Der Umbau der Energieversorgung von fossil zu erneuerbar würde entweder ein europäisches Supergrid nötig machen oder/und den Bau von Speichern. Beide Vorhaben, die letztlich Bauten nötig machen werden durch die Vetomacht vieler baugegnerischen Gruppen in Europa verhindert, mindestens aber verzögert und verteuert. Oft fehlt sogar die nötige Planung um solche Ziele wie ein europäisches Supergrid übrhaupt anzugehen.
    In China und seiner asiatischen Umgebund sind dagegen jetzt schon mehrere Supergrids geplant, ja China plant sogar Strom bis nach Europa zu exportieren. Solche grossräumigen Supergrids wie sie in Asien geplant sind, machen es zukünftig möglich, ein zu 100% von Wind + Sonne gespeistes Stromnetz aufzubauen, denn über solch grosse Distanzen, wie das asiatische Supergrid sich ausdehnt, können Produktionsschwankungen von Wind + Sonne ausgeglichen werden.
    Solche grossen Ingenieurvorhaben wie ein grossräumiges Supergrid oder gar ein zukünftiges Weltgrid sind heute nur noch in aufstrebenden Nationen wie China realisierbar und angehbar. Doch sie sind nötig um beispielsweise die Energieversorgung vollständig auf Erneuerbare Energien umzustellen. Das kann bedeuten, dass die Zukunft sogar Europas letztlich in den Händen der Chinesen (und später eventuell der Inder) liegt, einfach weil nur noch die Chinesen den Mut haben zu leben und für wichtige Projekte einzustehen.

  19. Offshore-Windkraft + Batterien + Erdgas, das mit Überschussstrom erzeugt wird könnte die (ferne) EE-Zukunft Deutschlands sein, weil
    1) Wind saisonal in D günstiger verteilt ist als Sonne (im Winter, wenn mehr Energie benötigt wird, ist der Wind stärker)
    2) Offshore-Windkraft im Gegensatz zu Onshore-Windkraft niemanden stört
    3) Deutschland bereits über eine Erdgasinfrastruktur mit 2-Monatsspeicher verfügt und überschüssiger Strom deshalb am besten zu Erdgas umgewandelt wird

    Doch unter heutigen Umständen wird dieses Szenario mit sehr viel Offshore-Wind nicht realisiert, weil zu teuer, denn Offshore-Windanlagen benötigen eine reiche, teure Infrastruktur wie Unterwasserkabel, Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungslinien. Vor allem aber sind die Offshore-Windanlagen selbst teuer, müssen sie doch im Meer verankert werden und den dortigen Belastungen standhalten. Viel kostengünstiger kann Offshore-Wind nur mit Grossanlagen werden, wo die einzelne Windturbine bereits 50 Megawatt Leistung bringt. So wie von den Sandia-Labs mit ihrem “segmentierten ultraleichten Morphing Rotor” vorgeschlagen. Die 100 Meter langen Rotorblätter der Sandia-Windturbine drehen sich dabei im Windschatten des Turmes und jedes Rotorblatt besitzt ein Gelenk (ungefähr 1/3 der Rotorlänge von der Achse entfernt) um das das Rotorblatt bei starkem Wind nach hinten kippt um es vor Starkwindschäden zu schützen. Diese Bauweise senkt die Rotorbelastung deutlich und vermindert Ermüdungsschäden. Solche Windturbinen wären allein schon deshalb kostengünstiger weil sie relativ zur erbrachten Leistung billiger im Bau wären und weil ihre Lebensdauer mindestens so hoch oder höher wäre als die von konventionell gebauten Starr-Rotor-Windturbinen.

    Mich erstaunt hier bloss, dass mehr als 10 Jahre seit Beginn der Offshore-Aera vergangen sind, ehe ein solches Design für robuste und grosse Offshore-Windräder vorgelegt wurde.

  20. Sage mir, wer Dich bezahlt, und ich sage Dir, was Du schreibst.
    Leider gilt dieses mehr denn je!
    Wir können die Stromspitzen – stand of the art – in der relevanten Größenorndungen nicht speichern. Erst recht nicht im Jahresgang. Pumpspeicher von 35 oder 36 auf 4.500 erhöhen, nur um die vorhanden Windspitzen im Jahresgang zu glätten. 160 Mio eBMW 2 als Zwischenspeicher, wenn wir mal vernachlässigen, dass wir mit dem Auto auch fahren wollen. Dazu Prof. Dr. Hans Werner Sinn
    http://www.cesifo-group.de/de/ifoHome/events/individual-events/Archive/2013/vortrag-sinn-lmu-20131216.html
    Ich mag auch die Power-to-Gas-Phantasien auf der ingenieurwissenschaftlichen/ökonomischer Ebene erst dann wieder hören, nachdem die Naturwissenschaften schlüssig melden, dass die naturwissenschaftlichen Probleme in der netz-systemrelevanten Größenordnung gelöst sind. Zu Power to Gas “Energiewende – Wunsch und Wirklichkeit” Prof. Dr. Robert Schlögl, Direktor am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin. Link zum Vortrag ab Minute 11 starten:
    https://www.youtube.com/watch?v=-zT5vicLJRo
    Das Insel-Pellworm RedoxFlow-Projekt ist gescheitert. ,,, udn das vor dem Hintergrund einer fehlenden Industrialisierung und einer ausgesprochen günstigen Lage. Also phantasieren wird jetzt, die Container-Tanks durch Kavernen zu ersetzen.

  21. @Grüther
    “Letztlich führt kein Weg an der Erkenntnis vorbei, dass wir eine zuverlässig verfügbare Energiequelle brauchen, die nicht auf Verbrennungsprozessen beruht. Weder Windstrom noch Sonnenstrom erfüllen diese Bedingung.”
    Ich frage mich seit mindestens 15 Jahren bestürzt, wie man eine Energiegewinnung betreiben möchte auf der Grundlage einer Energiequelle, die es in D eigentlich gar nicht gibt…
    Deshalb fehlt hier der Zusatz “erfüllen diese Bedingungen in Deutschland/Mitteleuropa/ im Bereich nördlich des ca. 40. Breitengrades nicht”. Und das deshalb nicht, weil hier Sonne in nutzbarer Menge einfach nicht vorhanden ist und Wind sowieso nur partiell.
    Wohl aber in den geographischen Bereichen, in denen Desertec mal angedacht war, im Bereich zwischen nördlichem/südlichem 20. Breitengrad.
    Hier sind kriegsmäßige Anstrengungen unter Führung der UNO vonnöten (und zwar ab gestern!), um innerhalb von ganz wenigen Jahren eine CO2-freie Energieversorgung zu sichern. Ganz wenig heißt hier sicherlich und katastrophalerweise bestenfalls um die fünfzig, denn es gibt noch nicht einmal genügend Lehrausbilder für die Unmengen an Arbeitskräften, die das leisten müßten. Zusätzlich müßte sich die bestehende Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung auf der Welt sehr sehr wesentlich ändern.
    Das Herumhacken auf unserer deutschen Braunkohlenindustrie ist pathologisch infantil, da es meilenweit an Ursache und Lösung vorbeigeht.

    @Holzherr 20.12. 2016
    “Es gibt heute keine kostengünstige Speichermöglichkeit für überschüssigen Strom.”
    Jein.
    Die Wahrheit lautet so: “Es gibt heute keinen überschüssigen Strom.”
    Die Fortsetzung lautet: “Es ist auch nicht vorstellbar, daß es ihn bei der von den sogenannten Grünen und den mit ihnen verbandelten Lobbyverbänden betriebenen Energie”wende” jeweils geben könnte.”

  22. @ Martin Holzherr 25.7.

    “Mir scheint aber: Selbst wenn es diesen Fortschritt gibt, dann spricht der riesige Flächen- und Materialbedarf gegen eine Energiewende hin zu 100% Erneuerbaren.”

    Außer man sieht endlich den Tatsachen ins Auge, daß die Lösung einzig und allein in Desertec liegt.
    Sie führen richtigerweise immer wieder an, daß die Kosten (und der Materialverbrauch, was ja beides zusammenhängt) viel zu hoch sind.
    Wenn Sie jetzt noch bedenken, daß die Kosten nur eine andere Maßeinheit für die benötigten Arbeitsstunden bzw. Mannstunden sind, dann kommen Sie sehr schnell wieder darauf, und diesmal wohlbegründet, daß die Energiewende nicht möglich ist, jedenfalls auf keinen Fall vor 2120. Kurz: das Geld ist da, natürlich, aber es ist niemand da, der es entgegennimmt und in Schweiß verwandelt. Allerdings bietet Desertec die Gewähr, daß die Wende überhaupt realisierbar ist, da diese Technologie kein Negieren der Naturgesetze erfordert. Allerdings haben wir dann wohl eine um 5K höherer Temperatur als heute.
    Übrigens: Akkus sind keine Möglichkeit zur Energiespeicherung, da muß man irgendwann mal die Gültigkeit der Naturgesetze anerkennen.
    Hoffentlich liest hier noch jemand mit.

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