Das unverstandene Gehirn – Teil 2

Gedankenwerkstatt

Im ersten Teil dieser Serie habe ich die These aufgestellt, dass das BlueBrain Projekt an der selbst gestellten Aufgabe scheitern wird, ein Säugetiergehirn zu simulieren. Deshalb wird es auch niemals sein Fernziel erreichen, das menschliche Gehirn im Computer nachzubilden.

Ist diese Aufgabe überhaupt zu lösen? Ein Gehirn ist kein isolierter Haufen von Nervenzellen, es arbeitet und lernt nur im ständigen Kontakt mit dem Bild von der Umwelt, das die Sinnesorgane ihm vermitteln. Auch den eigenen Körper registriert das Wahrnehmungssystem als Teil der Umwelt. Menschen müssen erst lernen, mit anderen Menschen, Tieren oder unbelebten Objekten umzugehen, und ihren Körper einzuschätzen. Erst durch das langjährigen Training in einer für den Menschen typischen Umgebung entwickelt das menschliche Gehirn seine Fähigkeiten.

Eine vollständige Simulation der Strukturen des Gehirns muss also die Sinnesorgane und den Körper nachbilden. Auch die Effektoren, also die Elemente des Bewegungsapparat, tragen zum „Menschsein“ bei. Damit die Simulation eines menschlichen Gehirns im Computer richtig arbeiten kann, müsste man ihm den Eindruck vermitteln, einen menschlichen Körper zu haben – eine derzeit unmögliche Forderung.

Das heißt aber nicht, dass bei den gegenwärtigen Stand der Computertechnik eine künstliche Intelligenz auf dem Niveau eines Säugetieres oder des Menschen von vornherein unmöglich ist. Der Psychologe Dietrich Dörner hat in seinem hervorragenden Buch „Bauplan für eine Seele“ schlüssig gezeigt, wie auf der Basis einer einfachen Reiz-Reaktions-Maschine Schritt für Schritt ein fühlendes, intelligentes Wesen entstehen könnte. Es würde durch elektronische Hilfsmittel sehen, hören, riechen und fühlen. Es könnte vielleicht Strahlungen, Schwingungen oder Gerüchen wahrnehmen, die Menschen niemals bemerken würden. Und natürlich müsste es auch Effektoren haben, also einen „Körper“ und ein entsprechendes Körpergefühl.

Machen wir uns aber klar: Dieses Wesen wäre eine absolut fremdartige Intelligenz, ein Alien. Sein Sensorium würde sich aus elektronischen Kameras, Mikrofonen, chemischen Sensoren und Druckaufnehmern zusammensetzen. Es wäre damit notwendigerweise anders als unser menschliches Sensorium und würde ein gänzlich anderes Bild der Umwelt vermitteln. Schon der Versuch, eine Verständigung aufzubauen, wäre schwierig, weil die Wahrnehmungsräume sich nur wenig überlappen. Unsere Sprache könnte sein Erleben kaum richtig wiedergeben. Sobald man ein solches intelligentes Wesen geschaffen hat, sollte man es klonen, damit die Wesen sich untereinander verständigen und so voneinander lernen können. Nur so könnten sie echte Erfahrungen sammeln und eine wirkliche Intelligenz entwickeln.

Wir müssen uns aber darüber im klaren sein, dass wir von diesem Moment an die Kontrolle über unsere Schöpfung verloren haben. Trotzdem plädiere ich dafür, ein solches Experiment zu versuchen. Wir würden daraus unendlich viel über die allgemeinen Grundlagen von intelligentem Leben lernen.

Würde so ein intelligenter Computer aussehen wie der sanft säuselnde und heimtückisch mordende HAL aus dem Film 2001 – Odyssee im Weltraum? Oder wie der goldene Protokolldruide C3PO aus Star Wars? Oder gar wie der smarte und überragend intelligente Roboter R. Daneel, den Isaac Asimov ersonnen hat?

Vermutlich wird die Wirklichkeit die Fiktion wieder einmal ausstechen, und die Maschinenintelligenz wird uns fremder erscheinen als beispielsweise ein intelligente Tintenfisch. In jedem Fall verspricht das Experiment spannend zu werden. Was meinen Sie: sollte man es wagen? Oder überzieht die Menschheit ihr Konto, wenn sie versucht, eine ihr fremde Intelligenz zu schaffen?

Im Dritten Teil geht es um die Konsequenzen der Schaffung einer künstlichen Intelligenz.

Thomas Grüter

Veröffentlicht von

www.thomasgrueter.de

Thomas Grüter ist Arzt, Wissenschaftler und Wissenschaftsautor. Er lebt und arbeitet in Münster.

19 Kommentare

  1. Zweifel

    Hallo Thomas Grüter,

    Sie glauben von dem Experiment: „Wir würden daraus unendlich viel über die allgemeinen Grundlagen von intelligentem Leben lernen.“

    Mir „unendlich“ bin ich skeptisch, aber ein wenig ließe sich sicher aus dem voraussichtlichen Scheitern des Experimentes lernen, nämlich:
    Die Simulation menschlichen Geistes geht nicht ohne ein „Gedächtnis“, einen sehr speziellen Datenspeicher mit semantischem Aufruf und „pars pro toto“-bzw. Sinn-Zusammenhang. Es lassen sich Sinnesorgane und Effektoren elektronisch simulieren, aber die Art und Weise, wie das Gedächtnis in jedem Augenblick zur Verfügung steht und „Sinn“ und Sprache erzeugt, ist mit der heutigen Digital-bzw. Speichertechnik nicht realisierbar.

    Zu dieser Erkenntnis kann man freilich auch ohne das Experiment kommen, aber dann gibt es keine Forschungsgelder.

    S.R.

  2. Gott spielen / Doofkraft nein Danke

    Der Mensch ist dumm keine Frage, ich habe an anderer Stelle dieses Thema schon hinreichend kommentiert.
    Dann wird er halt abgeschafft. Ich bin bis dahin eh tot, nehme ich an.
    Für solch ein Wessen muss die menschliche Existenz Energieverschwendung sein.

    Meiner Meinung nach sollten Menschen, die das erstrebenswert finden, bei sich selbst mit dem Energie sparen anfangen.

    Gruß Uwe Kauffmann

    (*Ich will Sie nicht persönlich beleidigen aber das ist unreifes Gedankengut.*)

  3. “Was meinen Sie: sollte man es wagen? Oder überzieht die Menschheit ihr Konto, wenn sie versucht, eine ihr fremde Intelligenz zu schaffen?”

    Ist das eine moralische Frage, die den Leser an “Matrix” erinnern will? Maschinen, die irgendwann Selbstbewußtsein entwickeln und über die Menschen herrschen?

    Selbst wenn wir davon ausgehen, daß wir durch bloßen Zufall, durch Selektion und Mutation auf diesem Erdball lustwandeln, so brauchte die Evolution Jahrmillionen, um ein Hirn zu schaffen, das sich darüber Gedanken macht, was es heißt, das “Konto zu überziehen”! Nebenbei allerdings erinnert es sich an den Film “Matrix” und läßt die Bibel Revue passieren. Kant ist auch nicht weit. Und dann eine Maschine, die ein Chip im Hirn, ein Knopf im Ohr und eine Kamera für das Auge besitzt? Man muß den Menschen ja nicht unbedingt mögen, er aber scheint mir nicht nur eine Spur komplexer zu sein! Und Intelligenz? Intelligente Maschine? Ach herrje! Welchen Weg wir einschlagen im Vertrauen, daß er uns in die richtige Richtung führt… Ist das intelligent? Vielleicht. Manche meinen, sie müßten alles wissen…Ist das intelligent? Und mit all den Fragen noch eine Maschine belasten zu wollen? Ist das vielleicht intelligent? Reicht es nicht, daß wir Kinder haben?

  4. Selbstverständlich muss man das probieren, da ist doch ein wesentlicher Erkenntnisgewinn möglich. Ich frage mich nur, welchen Anteil an dem Prozess wohl die reinen lernenden Netzwerke und Verknüpfungen haben und welchen Anteil die evolutionär gebildeten fertigen Programmteile?

  5. … alles wie gehabt?

    Heute leider viel zu wenig bekannt … in den 80zigern hat Hoimar von Ditfurth in „Der Geist fiel nicht vom Himmel“ oder „Wir sind nicht nur von dieser Welt“ usw. ausführlich beschrieben, warum Intelligenz kein kompliziertes Konstrukt wie z B. unser Gehirn benötigt oder das es auch wieder nur egozentrisches, eben typisch menschliches Denken wäre, anzunehmen, dass die Evolution nur auf die rein biologische Ebene beschränkt sei. Darüber hinaus ist es Fakt, dass der Mensch immer genau das tun muss, was im so im Kopf herumgeht … egal wie die öffentliche Diskussion verläuft, wird es immer jemanden geben, der zur Tat schreitet. Was sollte daran falsch sein, Erfahrungen sammeln heißt letztendlich „ausprobieren“ … auch wenn es das (aller)letzte sein könnte, was getan wird (im mehrfachen Sinn des Wortes).

    mfG

  6. Ich denke also spinn ich 🙂

    Hallo,
    es entspinnt sich ja eine schöne Diskussion.

    Herr Hilsebein schreibt:”Vielleicht. Manche meinen, sie müßten alles wissen…Ist das intelligent?

    Ja ich finde schon das das intelligent ist.
    Hingegen macht es nicht glücklicher, ist also kein sehr schlaues Vorgehen. (über-)Lebensweisheit ist es wohl, genau das zu ignorieren oder zu vergessen, was es einem möglich macht weiter zu Leben.
    Das tut ja nun der Mensch reichlich, ihn deswegen für dumm zu verkaufen und auf besseres zu hoffen, wäre vermessen.

    Sokrates wird ja der nette Ausspruch “Ich weiß, dass ich nichts weiß” zugeschrieben. Ja, nun enthält dieser wohl an sich ein Paradoxon aber Schwamm drüber.. Meine Erfahrung hingegen bestätigt das ein guter Podcast z.b Essay und Diskurs vom DLF mehr Türen aufreißt als Fenster schließt.
    Der Mensch definiert sich für mich zum großen Teil über seine Wahrnehmungdfilter, dass dies Prinzip bedingt zu Fehlern führt ist klar. Mit einem klaren:”Aufklärung endet nie und das nicht nur wegen der Tatsache das immer wieder per Geburt unaufgeklärte Menschen hinzu kommen” danke ich Ihnen für ihren Beitrag.
    Wir brauchen keine High-Tech-Dussel, sondern Maschinen, die einen klaren Kopf haben, die uns da piesacken, wo wir es uns zu einfach machen.

    Gruß Uwe Kauffmann

  7. Kommentare

    Ich freue mich, dass es so viele gegensätzliche Kommentare zu dem Thema gegeben hat.

    @Uwe Kauffmann und Dietmar Hilsenbein:
    Ich hatte die Frage, ob die Menschen mit der Erschaffung intelligenter Maschinen ihr Konto überziehen, absichtlich provozierend gestellt. Ich glaube nicht, dass intelligente Maschinen die Menschen für überflüssig halten oder beherrschen wollen. Warum sollten sie? Sie werden nicht wie Menschen sein, ihre Ziele werden andere sein, und als Schöpfer haben wir Einfluss darauf. Aber der Erfolg von Filmen wir Matrix zeigt, wie viele Menschen in der Kategorien Herrschaft und Krieg denkt, wenn es um fremde Intelligenzen geht.

    @Adenosine
    Vermutlich werden neuronale Netze die wichtigste Komponente einer intelligenten Maschine sein. Sie allein erlauben das notwendige Maß an Parallelverarbeitung.

    @Steffen Rehm
    In neuronalen Netzen gibt es keine feste Unterscheidung zwischen Verarbeitung und Speicherung. Die intelligenten Maschinen werden aber sicherlich einen schnellen Zugriff auf externe Speicher haben.

    @Siegbert Müller
    Ich bin auch davon überzeugt, dass es intelligente Maschinen geben wird, sobald die Technik dafür ausreichend entwickelt ist. Irgendwer wird sich finden, der die erste erfolgreiche Implementierung bauen wird. Ich hoffe, ich habe noch Gelegenheit, das zu erleben.

  8. @ Thomas Grüter

    “Sie werden nicht wie Menschen sein, ihre Ziele werden andere sein, und als Schöpfer haben wir Einfluss darauf.”

    Sie werden nicht wie ihre Eltern sein, ihre Ziele werden andere sein, und als Eltern haben wir Einfluß darauf. Da kann man Zweifel haben! Sicher, die 68iger wollten ihre Eltern hinter sich lassen und sind am Ende spießiger als ihre Alten geworden. Nun, eine gewisse Entwicklung will ich aber dennoch nicht abstreiten.

    “Aber der Erfolg von Filmen wir Matrix zeigt, wie viele Menschen in der Kategorien Herrschaft und Krieg denkt, wenn es um fremde Intelligenzen geht.”

    Nicht nur. “Matrix” ist auch Höhlengleichnis, Erlösungswunsch, auch die Frage: Was können wir wissen? Was müssen wir tun? Was dürfen wir hoffen? Diesen Fragen werden Maschinen uns gewiß nicht beantworten können. Sie sind wie Menschen, die Gedanken kauen und wiederkäuen, die andere längst verdaut haben!

  9. Ihre Ziele werden andere sein

    Zitat: “Ihre Ziele werden andere sein.”

    Warum sollte eine Maschine Ziele haben?

    Woher sollten diese Ziele kommen?

    Hat vielleicht jemand diese Ziele eingebaut?

    Nach dem Genuss der Filme “Terminator 1+2+3+4” sieht man das viel differenzierter.

  10. Anhang:

    Anhang, nur ein Beispiel:

    “Skynet” in “Terminator” sieht die Menschheit als Gefahr für seine eigene Existenz.

    Wenn Skynet keinen Selbsterhaltungstrieb eingebaut bekommen hätte, dann wäre ihm jede Gefahr für seine eigene Existenz völlig gleichgültig gewesen.

    Ein von Befehlen völlig freies Gehirn würde überhaupt nichts tun, und im Nirvana-Zustand verbleiben.

  11. m.o.i.m.s

    Sehr geehrter Herr Grüter ,
    für normal informierte (in den Grenzen der heutigen Bildung) ist die res extensa schon mehr als eine Herausforderung.
    Das die Welt aber voll von Einheiten ist, die jeweils eine individuelle res cocnitas haben, deren Inhalt über Wahrnehmungsfilter
    bestimmt wird und diese wiederum von bereits gedachten und sozialer Bewertungen [(Theory of mind) individuell/dem Umfeld gegenüber] bestimmt wird, ist selbst mit der Hochleistungswetware, mit der alle Menschen ausgestattet sind kaum zu erfassen. Das es kaum Kommunikation gibt
    die nicht zur Schaffung von sozialem Kontext und somit zur Bestimmung der eigenen Stellung im sozialem Netz dient (Ja auch hier./Subnetz). Das wir Ameisen, ja bereits schon Borgs mit individuellen Anteilen sind.

    Das wir nur aus diesem oder ähnlichem Kontext zu verstehen sind, wie wollen Sie das einer Maschine beibringen ohne Sie zum Menschen zu machen?

    Und wenn Sie es nicht tun, wie soll die Maschine unser Verhalten interpretieren?
    Was soll sie glauben, wenn sie sieht wie wir mit unseren eigenen Artgenossen umgehen?

    Ich an ihrer Stelle würde uns nach dem Ablauf der gesetzlich vorgeschriebenen Gewährleistungsfrist, einfach wegmachen.

    Warum Ihrer Meinung nach eine Maschine
    menschlicher sein soll, als der Mensch, der darauf programmiert ist, ist mir eher ein Rätsel.

    M.f.G. Uwe Kauffmann

  12. Wer ein Gehirn baut

    Wer ein Gehirn baut, der muss auch seine Ziele in dieses Gehirn einbauen, denn sonst würde dieses Gehirn ihm nicht helfen wollen.

    Das einzige für den Menschen sichere Eigenbedürfnis von Robotern ist das Bedürfnis die Wünsche ihres Erbauers zu erfüllen, denn dann kann niemals ein Konflikt zwischen Erbauer und Roboter entstehen.

  13. alles “nur” menschlich

    Eigenartig, bzw. im Grunde völlig normal, alles dreht sich immer wieder und „nur“ um uns Menschen. Wer ist wirklich und ernsthaft davon überzeugt, dass die Evolution ausgerechnet bei uns Menschen zum Ende kommt? (… was wirklich der Gipfel menschlicher Eitelkeit wäre!) Wir gehören sicher zur Zeit der „Führungsriege“ aller Lebensformen (auf diesem Planeten!) an, doch genauso gut sind wir die Fossilien von Morgen … eine temporäre Erscheinung …!
    Wenn es nur um´s überleben ginge, wären uns viele der s. g. niedrigsten „Lebensformen“, auf die wir im Reagenzglas „herabschauen“, haushoch überlegen.

    Wir blicken also wieder mal aus einer egozentrischen Perspektive auf die Entwicklung, denn letztendlich ist es das Gehirn, das (über) sich selbst reflektiert und sich (selbst) studiert! Und aus Sicht des Gehirns sind das „Ich&Du“ nur eine zusätzliche „Erfahrung“ innerhalb seiner Evolution.

    mfG

  14. Die Krone der Schöpfung

    Derzeit sind wir noch die Krone der Schöpfung.

    Wir sollten aber darauf achten, dass es auch so bleibt.

    Wer wäre so dumm, den Ast abzusägen, auf dem wir alle sitzen?

  15. Club off Rom ohne Strom

    @Bednarik,
    na wir natürlich, oder Bob der Baumeister würde sagen:”Ja wir schaffen das.”

    ZÜNDFUNK – Generator:
    http://www.br-online.de/podcast/mp3-download/bayern2/mp3-download-podcast-zuendfunk-generator.shtml

    Jetzt schon zwei Beiträge, von vier im Netz.

    Die Grenzen des industriellen Wachstums

    Wie soll das funktionieren? Der Green New Deal

    Gut es wird die Art vom nicht vom Planeten tilgen, aber gestorben werden wird reichlich und etliche Generationen werden das Knappsen haben.

    Ich finde es weder schlimm noch arrogant, dass der der Mensch für sich Mittelpunkt und das Maas der Dinge hält, es ist aber wohl eher traurig, das er das mit dem Überblick, nicht wirklich so richtig gebacken kriegt. Ich fände es halt toll, wenn der Mensch es mal gebacken bekommen würde, mehr mit den Händen aufzustellen, als mit dem Hintern umzuschmeißen.

    M.f.G. Uwe Kauffmann

  16. ‘Aber der Erfolg von Filmen wir Matrix zeigt, wie viele Menschen in der Kategorien Herrschaft und Krieg denkt, wenn es um fremde Intelligenzen geht.’

    Ich ich glaube es ist umgekehrt: Ein Massen-Kinoerfolg wird am einfachsten durch Action und martialische Effekte erzielt. Von solchen Filmen wird dann die Furcht vor fremden Intelligenzen im (Unter-)Bewustsein des Konsumenten bestimmt.

    Die Idee hinter Matrix ließe sich auch anders und qualitativ hochwertig umsetzen. Um einiges besser: ‘Welt am Draht’ 1973.
    Aber wirklich gute Filme lassen sich halt nicht so gut verkaufen.

  17. Übeleben und Intelligenz

    Man sollte nicht die Intelligenz einer Maschine in den Vordergrund stellen sondern ihre Fähigkeit sich selbst zu reproduzieren und am Leben zu bleiben.
    Wie die Reproduktion stattfindet ist nicht so wichtig. Wichtig ist nur dass “die andere Intelligenz” ihr eigenes Fortbestehen selbst kontrolliert. Wie in Kommentaren hier erwähnt, ist Intelligenz ohne Ziel. Doch ohne Ziel gibt es kein Fortbestehen einer Kreatur und damit fehlt der Kreatur etwas wesentliches. Kreaturen wollen leben – auch wenn sie das gar nicht wissen. Und das Überleben- Wollen begünstigt die Entwicklung von Intelligenz. Eine intelligente Maschine wird diejenige sein, die den Exterminationsversuchen des Menschen widersteht.

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