W7-X: Beginn des wissenschaftlichen Experimentierbetriebs im Livestream

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Plasmen im Mittelpunkt
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Kurz vor Weihnachten letzten Jahres wurde an W7-X das erste Plasma erfolgreich gezündet. Es handelte sich bei den ersten Experimenten noch um Heliumplasmen, die wissenschaftlich eigentlich nicht allzu spannend sind. Helium wurde gewählt, weil es leicht zu zünden ist und auch einen gewissen Reinigungseffekt für die Wände aufweist. Morgen, am 3. Februar, startet der wissenschaftliche Experimentierbetrieb mit Wasserstoffplasmen.

Aufgrund der Bedeutung dieses Meilensteins wird das im Rahmen eines Festaktes stattfinden zu dem auch die Bundeskanzlerin vorbei kommen will, so sie es denn schafft. Das Max-Planck-Institut überträgt die Veranstaltung in einem Livestream, der Link dazu ist hier und alternativ hier.

Wer sich noch etwas über den geschichtlichen Hintergrund, wie es überhaupt zur Realisierung von W7-X kam, informieren will, der kann das z. B. hier tun. Ich jedenfalls setze mich nachher mit ein paar Kollegen in den Bus nach Greifswald und bin schon gespannt auf morgen und auch auf die bald kommenden Frühjahrs-Tagungen auf denen es die ersten Vorträge mit experimentellen Resultaten von W7-X geben wird.

Update: Wer sich die Wartezeit noch etwas verkürzen möchten, der kann sich zum Beispiele diese aktuellen Interviews bzw. Gesprächsrunden anhören:

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Alf Köhn-Seemann hat in Kiel Physik studiert und in Stuttgart über Mikrowellenheizung von Plasmen promoviert. Von 2010 bis 2015 war er dort als Post-Doc tätig. Nach mehreren Forschungsaufenthalten im englisch-sprachigen Raum, arbeitet er von 2015 bis Ende 2017 am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching. Seit Ende 2017 forscht und lehrt Alf Köhn-Seemann wieder an der Uni Stuttgart.

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