Warum es auch in Afrika brennt

Betrachtet man die globalen Feuerkarten, fallen in Afrika sofort zwei markante Feuergürtel nördlich und südlich des Äquators ins Auge – mit anscheinend weit mehr Bränden als in Südamerika oder Australien. Von diesen Bränden liest man, anders als von jenen im Amazonasgebiet und Australien, recht wenig.

Dafür gibt es zwei Gründe. Der eine ist, dass das subsaharische Afrika in der Berichterstattung deutscher und internationaler Medien allgemein nur wenig Beachtung findet – zu Unrecht, denn dort passieren derzeit einige sehr interessante Entwicklungen. Der zweite Grund ist, dass die Feuer in den afrikanischen Savannengürteln normal und für diese Ökosysteme notwendig sind.

Aktuelle Feuer im nördlichen afrikanischen Savannengürtel. Quelle:  FIRMS/NASA/MODIS
Aktuelle Feuer im nördlichen afrikanischen Savannengürtel. Quelle: FIRMS/NASA/MODIS

Savannen sind instabile Ökosysteme. Grasflächen, Strauchland und Bäume existieren dort nebeneinander – obwohl in den afrikanischen Steppengürteln fast überall genug Regen fällt, dass dichte Wälder wachsen könnten. Dass das nicht passiert, liegt vor allem an den häufigen Bränden dort. Tatsächlich entstand der Großteil der heutigen Savannen vermutlich in den letzten 100 000 Jahren durch regelmäßige, von Menschen gelegte Feuer.

Bäume, Gras und Menschen

Das Ökosystem Savanne jedoch ist deutlich älter; einzelne Indizien für diese Landschaftsform reichen Jahrmillionen zurück. In der Trockenzeit von Oktober bis April brennen die ausgedörrten hohen Gräser großflächig ab und zerstören dabei junge Bäume. Erst wenn ein Baum eine gewisse Höhe erreicht hat und sein Stamm dick genug ist, überlebt er die Feuer. Dazu muss ein Bereich der Savanne ein paar Jahre mal nicht niederbrennen, und das ist erstaunlich selten.

In einer Studie aus Westafrika – wo Viehzüchter die Savanne durch Feuer gezielt frei von Bäumen halten – brannten einzelne Bereiche der Savanne achtmal in elf Jahren.[1] Feuer ist wirklich häufig in Afrikas Savannengürteln. Im Zeitraum von 2001 bis 2009 verursachten diese Brände 44 Prozent aller Kohlendioxidemissionen durch globale Feuer.[2]

Gezielt gelegtes Feuer in einer Savanne in Nordamerika. Ausgewachsenen Bäumen kann das niedrige Feuer nichts anhaben. Quelle: Steepcone, Prescribed burn in a Wisconsin bur oak savanna, CC BY-SA 3.0, via Wikipedia

Die Anpassungen der Pflanzen an das leichtentzündliche Ökosystem wären einen eigenen Blogbeitrag wert. Manche Gräser scheinen zu besonders gutem Brennmaterial heranzuwachsen, um konkurrierende Bäume gezielt kurz zu halten: ein aus der afrikanischen Savanne importiertes Gras ist in Australien inzwischen ein ernstes Feuerrisiko. Die Bäume haben ihrerseits reagiert, und einige von ihnen bilden ihre Wälder unter der Erde. Kein Witz. [3]

Wo wirklich Wald brennt

Aber zurück zu den Bränden. Dass diese Feuer normal sind, bedeutet nicht, dass sie unproblematisch wären. Sie verursachen erhebliche Luftverschmutzung in weiten Gebieten des Kontinents, die wegen der wachsenden Bevölkerung immer mehr Menschen betrifft. Außerdem brennen keineswegs alle Feuer in Afrika in der Savanne, sondern zerstören auch vorhandene Wälder.

Im Kongobecken roden Bauern, Viehzüchter und Erzsucher ähnlich wie im Amazonasgebiet die Wälder, um neue Ressourcen zu erschließen – bei Weitem nicht in dem Ausmaß wie in Südamerika, aber immer noch genug, um sich langfristig Sorgen zu machen. Entsprechende Rodungen, oft einfach durch Kleinbauern, die ihre Felder nach ein paar Jahren aufgeben und neue, fruchtbare Flächen im Wald erschließen, findet man auch in anderen Regionen des subsaharischen Afrikas.

Mosambik zum Beispiel verliert auf diese Weise pro Jahr über 250 000 Hektar Wald, auf Madagaskar ging seit 1950 etwa die Hälfte des Waldes verloren. Diesen Wanderfeldbau gibt es schon sehr lange, die schnell wachsende Bevölkerung dieser Länder drängt jedoch immer stärker in die vorhandenen Wälder.

Die Wälder zu schützen, ist in Afrika viel schwieriger als in Südamerika. Brasilien zum Beispiel ist die achtgrößte Volkswirtschaft der Welt. DR Kongo, Mosambik und Madagaskar dagegen sind politisch instabil, anfällig für Naturkatastrophen und sehr arm. Dass Naturschutz dort keine besonders hohe Priorität hat, mag aus unserer Perspektive kurzsichtig erscheinen, aber andere Probleme sind einfach dringender.

 

[1] In feuchteren Regionen brennt die Savanne häufiger, weil sich dort schneller Brennmaterial anreichert.
[2] Die steigenden Kohlendioxidkonzentrationen gefährden die Savanne. Gräser reichern Kohlendioxid aktiv an und haben deswegen einen Vorteil bei niedrigen CO2-Konzentrationen. Oberhalb von vermutlich etwa 500 ppm haben sie einen Nachteil gegenüber Pflanzen, die diesen Prozess nicht nutzen.
[3] Die Geoxylen sind Bäume und Sträucher, die ihre oberirdischen Teile fast ganz zurückgebildet haben und aussehen wie kleine, krautige Gewächse. Ihre Wurzeln allerdings ähneln immer noch denen der großen, holzigen Pflanzen, aus denen sie entstanden. Ein Beispiel ist Cussonia corbisieri, deren Blätter und Blütenstände am Boden wachsen und die eine nahe Verwandte des mehrere Meter hohen Baumes Cussonia arborea ist.

31 Kommentare

  1. Danke für diese wichtigen “Neuigkeiten”.
    Da sieht man mal wieder wie eng der Horizont der Industriestaaten ist.

      • Klar sind WIR an den Waldbrenden in Afrika Schuld!
        Menschheitsfamilie vermehrt sich seit 500 Jahre ziemlich unkontroliert – die Europäer (dazu gehören, unter anderen, die Deutschen auch) findet man wegen den unkontrollierten Geburtsraten mittlerweile auf allen Kontinente. In beiden Amerika und Australien haben sie die einheimische Bevökerung fast ausgerötet. Für die relative Armut und damit verbundenen Vermehrung in Afrika und Asien ist die koloniale Politik direkt verantwortlich.
        Ich weiß, manche Leute könnrn einfach nicht weiter als bis zur eigenen Nasenspitze sehen.

  2. Vielen Dank für diesen Artikel.
    Seit Tagen schaue ich mir die Active-Fire-Einstellung auf Windy an, worauf das Feuer in Afrika deutlich zu erkennen ist, und trotzdem konnte ich nirgendwo Berichte darüber lesen, was mich sehr verwundert hat.
    Das Beispiel Australien zeigt, wie gefährlich es ist, in Zeiten des Klimawandels über “normales” Feuer zu sprechen – zu schnell kann so etwas umkippen und dann nicht mehr unter Kontrolle zu bringen sein.

  3. …uns scheint Australien näher zu sein als andere Regionen der Welt…die Welt brennt allerdings anderswo schon seit Jahren…ob mit Koalas oder sonstigen “Schmusetieren”!

    … ob da nun ein Dschungelcamp für unser Vergnügen aufgenommen wird oder angeblich draussen… oder in einer Halle…es ist so banal…denn das ist aus dem Kontext genommen, und der Kontext ist, dass der Planet “weint”…aber auch nicht erst seit gestern!

    …ausserhalb Australiens sterben Kinder zu Tausenden täglich durch Klima, Krieg, Unterernährung, Flucht, mangelnde Chancen generell…

  4. Zu den australischen Feuern habe ich gerade dieses im Internet gefunden:

    “FIRESTARTERS More than 180 people arrested for arson as Australia bushfires left 26 dead and razed 2,000 homes”
    “Many have blamed the fires on climate change but new shocking figures have revealed cops in the country have arrested 183 people suspected of starting fires in the wild.
    A total of 101 people have been arrested in Queensland, 24 in New South Wales, 43 in Victoria, five in Tasmania and 10 in South Australia.”

    Fundstelle:
    https://www.thesun.co.uk/news/10693625/australia-bushfires-180-arson-arrests/

    Addendum L.F.: Die Sun verbreitet da Desinformation, die Angabe, dass “mehr als 180 Menschen” wegen Brandstiftung verhaftet wurden, ist schlicht unwahr. Was es mit der Zahl auf sich hat, ist u.a. bei Snopes aufgeschlüsselt.

    • @Addendum L.F.

      Von wegen Desinformation, dass steht sogar bei Ihrer Quelle Snopes. Es gab sehr wohl eine Vielzahl von Brandstiftungen und unachtsamen Zigarettenrauchern. Außerdem liegen die Zündtemperaturen von Gräsern und Holz weit über 200 °C, d.h. nur Blitze kommen als Alternative ins Spiel. Aber es herrscht angeblich Dürre; also doch Brandstifter.
      Zudem dürfen aus Gründen des “Umweltschutzes” auf Antrag einer gewissen Partei dort kein Totholz mehr entfernt werden, was früher seit tausenden von Jahren durch die Aborigines per kontrollierten Bränden für die Jagd etc. passierte.
      Beides zusammen (Nichtsnutze im Parlament und auf der Straße) führen zur Umweltzerstörung.

    • Auch von mir vielen Dank für den Artikel über die afrikanischen Feuer, der hoffentlich zumindest bei einigen Klimaaktivisten ihren Blickwinkel verändern oder sogar vergrößern wird und ihre Denkweise etwas differenzierter werden lässt!

      Sicher der Klimawandel ist unbestritten, aber vielleicht sollten die großen “Schreihälse” mal einwenig in die Geschichtsbücher schauen… sie werden staunen!!!

      Zu Herrn Richter:
      Aus meiner Zeit als Expat in Australien weiß ich sicher, dass sogar sogenannte “firefighter” schon am Ende des vorigen Jahrtausend gezündelt haben, um dann sich als Held darstellen zu können! Klimawandel???? Ja schon, weil die Kontrolle, der selbst gelegten Feuer viel schwerer ist!

      Wir sollten aber nicht alles, was vermeintlich uns nicht gefällt, mit dem Schlagwort Klimawandel versuchen zu erklären, sondern auch einmal wieder unseren Verstand einschalten und nicht, wie gerade, dem blinden Aktionimus folgend vorschnelle, unüberlegte Aktionen starten, die oft mehr der Poliktik und der Wirtschaft dienen, als wirklich nachhaltig ein Umdenken in den Köpfen der Menschen hervorruft und dadurch nachhaltiger wirkt, als Verbote, Regeln, Gesetze und Entmündigungen!

      Es gibt nicht die einzige große Wahrheit! Erst das Puzzel aus vielen Teilen zusammengefügt wird uns weiterbringen und wirkliche Lösungen für das Problem Klima, Ökologie, … hervorbringen!

  5. Ich glaube die Analyse greift ein bisschen zu kurz.
    Viele dieser Savanen waren dichte Wälder noch vor 200 Jahren (Renée Cailé / voyage a Timbouktou / 1814). Das derzeitige Brandmanagement ist sehr kurzsichtig, vorallem da mehr und mehr Land für Ackerbau genutzt wird (und auch noch die letzten alten Karitébäume gefällt werden).
    Eine Nutzung für Ackerbau mit Vieh in temporärer Stallhaltung und Bäumen/Sträuchern in sogenannter “Schneidel” bewirtschaftung wäre viel sinnvoller.
    Abernten der Biomasse und Kompostierung oder anderstweilige Nutzung wäre viel sinnvoller (Kochstellen mit unvollständiger Verbrennung von Biomassepellets).
    Daher auch die vielen Konflikte in der Region Mali/Burkina/Tschad/Kamerun/Nigeria zwischen Ackerbauern und Viehzüchtern (z.B. Dogon versus Peul). Diese Konflikte machen auch eine Weiterentwiklung schwer. Zusammen mit dem Bevölkerungswachstum ergibt sich ein ziemlich gefährliches Cocktail.

    • Hab gerade nachgegoogelt der Forschungsreisende, den ich aus dem Kopf erwähnt habe ist falsch refenrenziert: René Caillie, die Reise war 1824 -28.

  6. Die Bullshit hatten wir doch schon mal mit Süd Amerika und wo dann festgestellt wurde das die Größe des Feuers nicht realistisch zum Punkt angegeben wird, wenn man dann also weiter raus zoomt brennt plötzlich Afrika, dem ist aber nicht so. Genau so wenig wie das in Süd Amerika der Fall war. Es haben Deutsche Journalisten aus Süd Amerika laut eurem Kartensystem Großstädte brannten und es war nichts los. Könnt ihr mal vernünftigen Journalismus betreiben und weniger diesen Bullshit.

  7. wenn es in sibirien brennt und man sogar in moskau dicke luft hat . was auch ein paar tausend kilometer trennt . es ist schlimm , aber es sind ja nuhr die russen …..

  8. Was mich interessieren würde:
    Wieviel CO2 würde durch die australischen Brände in die Luft geblasen in Tonnen und in % des jährlichen australischen CO2-Ausstoßes.

    • Das ist erst einmal irrelevant, weil in Australien Biomasse brennt, die nach Feuern nachwächst. Das ist in der afrikanischen Savanne genauso. Das heißt, langfristig ist die CO2-Bilanz null, so lange sich der Ökosystemtyp nicht ändert. Es kann sein, dass in Australien Wald dauerhaft vernichtet wird; das zählt natürlich dann als Emission. Aber wieviel das ist, kann man im Moment nicht einschätzen.

  9. Sie schreiben: “dass die Feuer in den afrikanischen Savannengürteln normal und für diese Ökosysteme notwendig sind.”
    Ich kann die folgenden Überlegungen nicht verifizieren, aber könnte es sein, …
    1. dass auch in Australien ein gewisses Maß an Feuer “normal” bzw. “natürlich” ist (bzw. wäre, s.u. 2.)?
    2. dass die gegenwärtigen Brände in Australien derartige Ausmaße angenommen haben, weil über einen zu langen Zeitraum das “normale” Feuer verhindert wurde und in der Folge die Biomasse für die aktuellen Riesenfeuer entstanden ist?
    Danke!

    • Ihre erste Annahme ist korrekt, die zweite zum Teil. Mehr Informationen darüber, was diese australische Feuersaison so bemerkenswert macht, finden Sie in meinem Spektrum-Artikel zum Thema.

  10. Die vielen Brände in Zentralafrika kann man auch sehr schön aus dem Flugzeug beobachten, gerade wenn man Nachts fliegt.
    Habe das aber eher über dem Kongo und Angola beobachtet, weniger über den markierten Kartenteilen.

    • Das mag daran liegen, dass Sie zu einer Jahreszeit geflogen sind, als der südliche Steppengürtel brannte. Die Brände nördlich und südlich des Äquators brennen natürlich jeweils zu entgegengesetzten Zeiten.

  11. Tamara Meyer
    DIE ERDE SPRICHT: Und wehrte sich!
    Ihr habt mir großen Schmerz bereitet,
    habt mich verletzt und ausgebeutet.
    Seit ewig hab ich euch gegeben,
    was alles ihr gebraucht zum Leben.
    Ich gab euch Wasser, Nahrung, Licht,
    lang hieltet ihr das Gleichgewicht,
    habt urbar mich gemacht, gepflegt,
    was ich euch bot, betreut, gehegt.
    Doch in den letzten hundert Jahren
    ist Satan wohl in euch gefahren.
    Was in mir schlummert, wird geraubt,
    weil ihr es zu besitzen glaubt.
    Ihr bohrt nach Öl an tausend Stellen,
    verschmutzt die Meere, Flüsse, Quellen,
    umkreist mich sinnlos Tag und Nacht,
    seid stolz, wie weit ihr es gebracht.
    Habt furchtbar mich im Krieg versehrt,
    kostbaren Lebensraum zerstört,
    habt Pflanzen, Tiere ausgerottet,
    wer mahnt, der wird von euch verspottet –
    kennt Habgier, Geiz und Hochmut nur
    und respektiert nicht die Natur.
    Drum werde ich jetzt Zeichen setzen
    und euch, so wie ihr mich, verletzen.
    Ich werde keine Ruhe geben,
    an allen meinen Teilen beben,
    schick euch Tsunamiwellen hin,
    die eure Strände überziehn.
    Vulkane werden Asche spein,
    verdunkelt wird die Sonne sein.
    Ich bringe Wirbelstürme, Regen,
    bald werden Berge sich bewegen,
    was himmelhoch ihr habt errichtet,
    mit einem Schlag wird es vernichtet,
    und Blitze, wie ihr sie nicht kennt,
    lass fahren ich vom Firmament.
    Ich kann es noch viel ärger treiben,
    drum lasst den Wahnsinn endlich bleiben!

  12. Danke für den wichtigen informatoven Blog-Beitrag. Ja leider erschreckend welche Flächenausmaße die Brände weltweit annehmen. Die menschenverursachten und die Naturkatastrophen.

    Ich würde zum Ökosystem Savanne gerne etwas hinzufügen: große grasbestandene Flächen gab und gibt es überall auf der Welt seit Jahrmillionen. Stabil sind diese Systeme nur, wenn eine ausreichende Anzahl an Grasfressern vorhanden ist, die die Biomasse nutzt und umsetzt. Gras kann vor allem in trockenen Umgebungen nicht verrrotten und muss abgefressen werden. Sonst vertrocknet es und verhindert in der nächsten Wachstumsphase einen gesunden Wiederaustrieb.
    Falls das Gras durch Wildherden oder gut geführte Weidetiere abgefressen wird kann ein Graslandökosystem alle seine Vorteile entfalten: hohe Artenvielfalt, hohe Photosyntheseleistung, Humusaufbau, Versorgung der Menschen mit nachhaltigen, gesunden tierischen Produkten.
    Die Erdoberfläche besteht zu einem erheblichen Teil aus Graslandökosystemen. Hier Weidetiere wegzulassen und aufzuforsten ist weder möglich noch sinnvoll.
    Auf Flächen, wo Wald das natürliche Ökosystem ist, sollte er natürlich erhalten oder wieder aufgeforstet werden.
    Wichtige Leitsätze für ein ganzheitliches Landmanagement hat Alan Savory in Afrika entwickelt. Das Buch Holistic Management hat mir als Biobauer mit Weidetieren völlig neue Dimensionen der Landbewirtschaftung eröffnet!!!

    • Endlich mal Jemand, der nicht aus der Stadt kommt und sowieso ganz genau weiß, was es denn für einen Zusammenhang im natürlichen System ( ohne Eingriff des ach so klugen Menschen gibt). Feuer mögen gelegentlich “nützlich” sein, aber die Natur mit der Vielfalt an Lebewesen, die sowohl Gras als auch Blätter fressen, verdauen und dann dem Boden ungewollt wieder “Naturdünger” zuführen, könnte genug Nahrungsmittel erzeugen für bescheidene Lebensansprüche. Jedoch durch den Export von subventionierten billigen Hühnergeflügelresten aus der EU, ist die historische afrikanische Landwirtschaft zum Nutzen des “sich selbst regulierenden Marktes” zusammengebrochen (worden).
      Habe ausgiebige eigene Erfahrung wie ich mittels angepaßter Tierhaltung und ohne Einsatz zusätzlicher Düngung über Jahrzehnte einen sich selbst erhaltenen Kreislauf mit/trotz Nutzung durch den Menschen aufrecht erhalten kann. Das kann man während der Fahr im SUV natürlich nicht nachvollziehen.

  13. Zum Addendum L.F.:
    Ich weiß nicht, wer sich hinter L.F. verbirgt.
    Aber bitte: Wenn sie auf Richtigstellung von Falschinformationen wert legen, dann greifen Sie gerne auch andere Themen auf.
    Fangen Sie gerne bei dem 9x%-Konsens “der Wissenschaftler” und ähnlichem Kokolores an…

  14. Guter Artikel. Ein kleine Ergänzung dazu: Auch in Australien sind die Savannenbrände eine natürliche Sache, und die Ausmaße der Brände jetzt haben unter anderem damit zu tun, dass die natürliche Brände zu schnell bekämpft wurden und dadurch mehr brennbares Material nachgewachsen ist, was die jetzigen Brände hat so groß werden lassen.
    Die Klimaveränderung spielt natürlich als weiterer Faktor auch eine Rolle.
    Aber die Brände 1973/74 in Australien waren noch viel großflächiger als die jetzigen,da waren die Brände auf 10 x größerer Fläche.
    Die Eukalyptusbäume sind übrigens auf Brände vorbereitet. Ihre Samen werden dadurch erst freigesetzt, ähnlich wie bei einer nordamerikanische Pinienart.

  15. “Der zweite Grund ist, dass die Feuer in den afrikanischen Savannengürteln normal und für diese Ökosysteme notwendig sind.”

    Es tut mir leid, aber ich kann die Erklärung für diese Aussage aus dem Artikel nicht ableiten. Es wäre auch ineressant, eine Aussage dazu zu finden, welchen Anteil das “normale” Abbrennen von Flächen am CO2-Eintrag in die Atmosphäre hat. Was jetzt aus der derzeitigen Lage in Australien hinzukommt, kann auch nicht ohne Bedeutung sein.
    Unverständlich in diesem Zusammenhang ist die Diskussion, ob die Brände durch den Klimawandel bedingt sind oder nicht. Denn die Auslöser sind in erster Linie Trockenheit und Wind und der Mensch mit dem Legen von Bränden. Dieses Zusammenspiel ist in den anfälligen Gebieten immer von Bedeutung gewesen. Das Auftreten von Bränden kann durch den Klimawandel im Sinne von Erwärmung gefördert werden, jedoch werden die Konstellationen bzw. die Möglichkeiten der Brandbekämpfung durch diese “Erkenntnis” nicht verändert. oder verbessert und helfen in der aktuellen Situation nicht.

    • Sie brauchen die Aussage auch nicht aus meinem Artikel abzuleiten, das ist einfach erstmal eine Tatsache: Savannen werden (überwiegend) durch Feuer erschaffen und frei von Bäumen gehalten.

      Die CO2-Emissionen von brennender Biomasse sind zwar erheblich, aber sie spielen natürlich nur dann eine Rolle, wenn sich dadurch die Kohlenstoffbilanz des jeweiligen Ökosystems ändert; bei Savannen tut sie das nicht, und ob sie das bei anderen Feuern tut, muss man im Einzelfall betrachten. Zum Beispiel dann, wenn Wald dadurch dauerhaft verschwindet. Analog hat Australien (wie Afrika) jedes Jahr unfassbar viele Feuer, speziell im Norden, aber die meisten tragen nichts zur Klimabilanz bei, weil das Abgebrannte einfach nachwächst.

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